Die Zukunft der Technologie

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Tom Bombadil
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Re: Die Zukunft der Technologie

Beitragvon Tom Bombadil » Do 14. Mär 2019, 21:30

Alter Stubentiger hat geschrieben:(14 Mar 2019, 17:27)

Solche Dinge werden beim autonomen Auto noch an Bedeutung gewinnen. Auf der Staße gibt es noch viel mehr unvorhersehbare Zustände als in der Luft.

Deswegen setzt man da ja auch auf KI.
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Colette
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Re: Die Zukunft der Technologie

Beitragvon Colette » Do 14. Mär 2019, 22:09

Tom Bombadil hat geschrieben:(14 Mar 2019, 21:30)

Deswegen setzt man da ja auch auf KI.


Also entscheidet bald die Qualität der künstlichen Intelligenz (KI), die das Auto steuert, ob wir heile ankommen.

In Zukunft vermutlich sogar ein deutlicher Gewinn an Sicherheit.

Blöd nur wenn sich Hacker Zugriff auf ein ganzes Verkehrssystem verschaffen.
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schokoschendrezki
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Re: Die Zukunft der Technologie

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 15. Mär 2019, 10:06

Teeernte hat geschrieben:(14 Mar 2019, 21:11)

https://www.aero.de/news-30345/Boeing-w ... m-hin.html

Geld geht vor Sicherheit.


Ja, aber bei einem so großem Unternehmen wie Boeing, weiß man natürlich, dass ein Fall wie der aktuelle mit der "737 Max" unabsehbare Folgen, auch für die Unternehmensgewinne hat. Es ist mit Milliardenverlusten zu rechnen.

Das Problem sehe ich sowohl bei der Regionalbahnklotür wie auch bei sonstigen Assistenzsystemen im Kern bei der fehlenden Simplizität der Übernahme einer manuellen Steuerung. Im Ernstfall muss es schnell gehen und einfach sein. Das ist völlig logisch. Und das dürfte genauso auch Probleme des autonomen Fahrens betreffen.

Ich habe mit diesem ganzen Problemkreis selbst hinreichend leidvolle Erfahrungen gemacht. Speziell, sorry wenn es etwas technisch wird, mit sogenannten LOM-Systemen (Lights Out Management), SW-Modulen in Servern, die in Rechnerräumen stehen, die im allgemeinen nicht mehr von Menschen betreten werden. Bei Servern der Firma Dell ist das zum Beispiel "DRAC" (Dell Remote Access Controller). Und die wichtigste Teilanwendung hier ist das Öffnen einer Vrituellen Konsole. Der Ernstfall sieht im Allgemeinen so aus, dass man einen Anruf bekommt, dass "alle Räder stillstehen", Stress angesagt ist und man den und den Server gefälligst wieder zum Laufen zu bringen hat. Von irgendwo. Von irgendeinem mobilen oder sonstigen Endgerät. Und genau an dieser Stelle stellt sich regelmäßig heraus, dass genau diese Anwendung in hohem Maße von der auf dem Endgerät installierten Software abhängt. Zum beispiel und insbesondere von der Version des installierten Java-Runtime-Systems. Also: Genau dann, wenns drauf ankommt, wirds nicht etwa einfach und robust sondern kompliziert und voraussetzungsabhängig. Dafür kann ich dann für die virtuelle Konsole auch meine persönliche Hintergrundfarbe und Schriftart einstellen. Na toll!

Ich muss beim autonomen Fahren im Bedarfsfall sofort, innerhalb von Sekunden die manuelle Kontrolle (wieder)erlangen können. Nicht erst nach irgendwelchen Bedienschritten oder Manualstudium. Genauso wie es ein verständlicher Wunsch ist, in einem Eisenbahnklo eine unintendiert sich öffnende Tür sofort und unkompliziert wieder schließen zu können.

Dass Havariesysteme gleich welcher Sorte vor allem eines zu sein haben: Robust und einfach. Ich hätte eigentlich gedacht, dass das eine Binsenweisheit sei.
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Re: Die Zukunft der Technologie

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 15. Mär 2019, 11:00

Colette hat geschrieben:(14 Mar 2019, 22:09)

Also entscheidet bald die Qualität der künstlichen Intelligenz (KI), die das Auto steuert, ob wir heile ankommen.

In Zukunft vermutlich sogar ein deutlicher Gewinn an Sicherheit.

Blöd nur wenn sich Hacker Zugriff auf ein ganzes Verkehrssystem verschaffen.

Auch hier würde ich lieber von Mustererkennung und maschinellem Lernen und nicht von KI sprechen. Auch wenns wie Wortklauberei aussieht. "KI" läge vor, wenn mich mein Auto zu einem Kino chauffiert, in welchem ein Film läuft, der - obacht! - eventuell auch nicht meinen bisherigen Konsummustern entspricht und am Ende dann aber dennoch genau das ist, was ich schon immer sehen wollte. Etwas derartiges werden wir Zeitgenossen wohl kaum noch erleben.
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Re: Die Zukunft der Technologie

Beitragvon Teeernte » Fr 15. Mär 2019, 11:43

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 Mar 2019, 10:06)

Ja, aber bei einem so großem Unternehmen wie Boeing, weiß man natürlich, dass ein Fall wie der aktuelle mit der "737 Max" unabsehbare Folgen, auch für die Unternehmensgewinne hat. Es ist mit Milliardenverlusten zu rechnen.

Das Problem sehe ich sowohl bei der Regionalbahnklotür wie auch bei sonstigen Assistenzsystemen im Kern bei der fehlenden Simplizität der Übernahme einer manuellen Steuerung. Im Ernstfall muss es schnell gehen und einfach sein. Das ist völlig logisch. Und das dürfte genauso auch Probleme des autonomen Fahrens betreffen.

Ich habe mit diesem ganzen Problemkreis selbst hinreichend leidvolle Erfahrungen gemacht. Speziell, sorry wenn es etwas technisch wird, mit sogenannten LOM-Systemen (Lights Out Management), SW-Modulen in Servern, die in Rechnerräumen stehen, die im allgemeinen nicht mehr von Menschen betreten werden. Bei Servern der Firma Dell ist das zum Beispiel "DRAC" (Dell Remote Access Controller). Und die wichtigste Teilanwendung hier ist das Öffnen einer Vrituellen Konsole. Der Ernstfall sieht im Allgemeinen so aus, dass man einen Anruf bekommt, dass "alle Räder stillstehen", Stress angesagt ist und man den und den Server gefälligst wieder zum Laufen zu bringen hat. Von irgendwo. Von irgendeinem mobilen oder sonstigen Endgerät. Und genau an dieser Stelle stellt sich regelmäßig heraus, dass genau diese Anwendung in hohem Maße von der auf dem Endgerät installierten Software abhängt. Zum beispiel und insbesondere von der Version des installierten Java-Runtime-Systems. Also: Genau dann, wenns drauf ankommt, wirds nicht etwa einfach und robust sondern kompliziert und voraussetzungsabhängig. Dafür kann ich dann für die virtuelle Konsole auch meine persönliche Hintergrundfarbe und Schriftart einstellen. Na toll!

Ich muss beim autonomen Fahren im Bedarfsfall sofort, innerhalb von Sekunden die manuelle Kontrolle (wieder)erlangen können. Nicht erst nach irgendwelchen Bedienschritten oder Manualstudium. Genauso wie es ein verständlicher Wunsch ist, in einem Eisenbahnklo eine unintendiert sich öffnende Tür sofort und unkompliziert wieder schließen zu können.

Dass Havariesysteme gleich welcher Sorte vor allem eines zu sein haben: Robust und einfach. Ich hätte eigentlich gedacht, dass das eine Binsenweisheit sei.


Die Regional-Bahn-Klotür ist eine sehr komplexe Sache. Rollstuhlgerecht/Kinderwagengängig - Automatenschliessung - Sicherheitsverriegelung - mit Vorrangschaltung für den Zug Chef, Notentrieglung, Notauf bei Havarie, Brand, Sprechverbindung für Notöffnung und Nottaster ... Türlauf frei - Meldung - Finger-Quetsch-Schutz für Kinder - jede Menge Sicherheitsaufkleber in den gängigen Bahn Schild Sprachen - Brandschutz, Mechanischer Schutz bei Crash in jeder Nutzungslage, Energieausfallsicherung ......und am Schluss dann auch eine EBA Abnahme. (Zulassung) - das ganze kann bis zu 10 Jahren dauern.

Ich kann Deinen Kummer nachvollziehen - ich hab hier einen alten IBM 8866 stehen ...12 SAS Festplaten , Streamer und auch solch "Fernwartungskarte"... (Speicher/Prozessor hot SWAP)

Hier werden auch automatische Watchdog Karten eingebaut - ....wie ein "Defibrillator" die Wiederbelebung einleiten.

Mit den "Sicherheitssystemen" und der einfachen Bedienung ist dass so eine Sache....

Ich kenne Jemand - der meint - der "HEBEL" in der Mitte zum ZIEHEN ist - wenn die Frau am Lenker einen Fehler macht.....Mann® als Beifahrer ziehen muss.

....und damit Frau garnicht in die Verlegenheit kommt - ists beim Porsche aussen links - bei den älteren Fahrzeugen.

Es wird auch die Kläger geben - die als Fahrer im Womo hinten einen Kaffee brühen - und dann klagen - dass da keine Bremse ist... fürs auto - an der Kaffeemaschine...

DESHALB hat man im Flieger auch auf die Havarie/Notbremse für die Passagiere ganz verzichtet.... ....und die Stewardess sucht sich einen ausgewachsenen/durchtrainierten Mann -...für die Tür (Verteidigung und Bedienung) aus.
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Re: Die Zukunft der Technologie

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 15. Mär 2019, 13:02

Ja. Und ich habe mir im Laufe der Zeit eingeprägt, dass man in einem Brandfall besser die Treppe als den Fahrstuhl benutzt.- Bei der Havarie in der Boeing gab es eine Treppe, nur wusste niemand, wie man da hinkommt. Vereinfacht gesagt. Es sind auch bei hochmodernen, komplexen technischen Anlagen wie einer nagelneuen Passagiermaschine letztendlich ganz einfache Prinzipien.

Bei den Problemen, für die ein manueller Eingriff nötig ist, führt ein automatischer Neustart immer wieder nur zurselben Fehlersituation.

Die DRAC-Karten, die ich jetzt vor meinem geistigen Auge habe sind nur einige Monate alt.

Auch DB-Failover-Cluster sind ein Beispiel dafür, dass ein "Ananke-Syndrom" in der Software, ein zu starker "Kontrollzwang" genau das Gegenteil dessen auslösen kann, was eigentlich gewollt war: Nämlich Aufschaukelung durch Rückkopplungseffekte anstelle von Ausfallsicherheit.

Einfach nur Simplizität als Gegenkonzept ist nicht ganz das Passende. Irgendwann in den 70ern hat man dafür den Begriff "Konvivialität" für technische Systeme ins SPiel gebracht. "Lebensgerechtheit" vielleicht in etwa. Solche Konzepte werden gerade für die anstehenden technologischen Entwicklungen wieder dringend gebraucht.
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Re: Die Zukunft der Technologie

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 15. Mär 2019, 15:12

Colette hat geschrieben:(14 Mar 2019, 22:09)

Also entscheidet bald die Qualität der künstlichen Intelligenz (KI), die das Auto steuert, ob wir heile ankommen.

In Zukunft vermutlich sogar ein deutlicher Gewinn an Sicherheit.

Blöd nur wenn sich Hacker Zugriff auf ein ganzes Verkehrssystem verschaffen.


Bis jetzt gibt es allerdings keine KI die den Namen verdient. Nur Spezialprogramme für hochspezialisierte Probleme wie z.B. für das Spiel Goo. Mit enormen Hardwareaufwand.
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Re: Die Zukunft der Technologie

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 15. Mär 2019, 19:50

Alter Stubentiger hat geschrieben:(15 Mar 2019, 15:12)

Bis jetzt gibt es allerdings keine KI die den Namen verdient. Nur Spezialprogramme für hochspezialisierte Probleme wie z.B. für das Spiel Goo. Mit enormen Hardwareaufwand.

Ob die Programme, die unter KI laufen, den Namen KI verdient haben, ist die Frage. Vielleicht auch eine reine Begriffsverständnisfrage. Aber, dass all diese Programme nur "hochspezialisierte Probleme" lösen, das ist nun wirklich völlig falsch. Automatisierte Sprachübersetzungen, um nur ein Beispiel unter zig Dutzenden zu nennen, sind alles andere als "hochspezialisierte Probleme".

Das wirkliche Grundproblem sehe ich darin, dass nicht die Technik "lebensgerecht" gestaltet werden soll, sondern, umgekehrt, der Mensch "technikgerecht" gemacht werden soll, ist oder sein soll oder auch sein will.
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Re: Die Zukunft der Technologie

Beitragvon Alter Stubentiger » Sa 16. Mär 2019, 17:27

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 Mar 2019, 19:50)

Ob die Programme, die unter KI laufen, den Namen KI verdient haben, ist die Frage. Vielleicht auch eine reine Begriffsverständnisfrage. Aber, dass all diese Programme nur "hochspezialisierte Probleme" lösen, das ist nun wirklich völlig falsch. Automatisierte Sprachübersetzungen, um nur ein Beispiel unter zig Dutzenden zu nennen, sind alles andere als "hochspezialisierte Probleme".

Das wirkliche Grundproblem sehe ich darin, dass nicht die Technik "lebensgerecht" gestaltet werden soll, sondern, umgekehrt, der Mensch "technikgerecht" gemacht werden soll, ist oder sein soll oder auch sein will.

Findest d uSprachübersetungen gelungen? Wenn ich mir einen Text auf Facebook automatisch übersetzen lasse kommt da viel unverständlicher Unsinn.
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Re: Die Zukunft der Technologie

Beitragvon schokoschendrezki » Di 19. Mär 2019, 09:14

Alter Stubentiger hat geschrieben:(16 Mar 2019, 17:27)

Findest d uSprachübersetungen gelungen? Wenn ich mir einen Text auf Facebook automatisch übersetzen lasse kommt da viel unverständlicher Unsinn.

Was heißt denn "gelungen"? Niemals wird eine Maschine, die auf deterministischen Algorithmen basiert, eine Lyrik-Nachdichtung fabrizieren können. Darum geht es ja gar nicht. Sondern darum, praktische, technische aber auch z.B. sozusagen "faktenpolitische" Texte vor allem aus den Nicht-Weltsprachen Englisch, Französisch etc. in ein wenigstens verständliches Deutsch zu übersetzen. Die Translator von Google, Microsoft, DeepL und Facebook bieten Dienste von sehr unterschiedlicher Qualität und Breite in der Sprachauswahl an. Facebook schneidet dabei im Vergleich relativ schlecht ab. Die anderen haben gerade in jüngerer Zeit sehr deutlich aufgeholt. Alles andere als "Spezialanwendungen".
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Re: Die Zukunft der Technologie

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 19. Mär 2019, 10:17

schokoschendrezki hat geschrieben:(19 Mar 2019, 09:14)

Was heißt denn "gelungen"? Niemals wird eine Maschine, die auf deterministischen Algorithmen basiert, eine Lyrik-Nachdichtung fabrizieren können. Darum geht es ja gar nicht. Sondern darum, praktische, technische aber auch z.B. sozusagen "faktenpolitische" Texte vor allem aus den Nicht-Weltsprachen Englisch, Französisch etc. in ein wenigstens verständliches Deutsch zu übersetzen. Die Translator von Google, Microsoft, DeepL und Facebook bieten Dienste von sehr unterschiedlicher Qualität und Breite in der Sprachauswahl an. Facebook schneidet dabei im Vergleich relativ schlecht ab. Die anderen haben gerade in jüngerer Zeit sehr deutlich aufgeholt. Alles andere als "Spezialanwendungen".

Ich nutze nur hin und wieder Facebook und was da rauskommt ist nur mit sehr viel Fantasie verständlich. Gib doch mal einen Link wo die Qualität besser ist.
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Re: Die Zukunft der Technologie

Beitragvon schokoschendrezki » Di 19. Mär 2019, 10:28

Alter Stubentiger hat geschrieben:(19 Mar 2019, 10:17)

Ich nutze nur hin und wieder Facebook und was da rauskommt ist nur mit sehr viel Fantasie verständlich. Gib doch mal einen Link wo die Qualität besser ist.


Ein Mann, der im großen Stil Daten von Facebook-Nutzern gesammelt hat, behauptet, das Unternehmen habe ihn des Lügens beschuldigt. Andererseits will die amerikanische Börsenaufsichtsbehörde Elon Musk immer noch für seine Tweets bestrafen.

1. Alex Kogan vs. Facebook

- Bis 2014 haben wir mit Facebook gesprochen, welche Informationen wir über Nutzer benötigen, und er hat sie uns gegeben - sagte Kogan während der Anhörung vor einem britischen Parlamentsausschuss vor einem Jahr. Laut dem Forscher hat Facebook ihn zum Sündenbock gemacht. - Um mit der PR-Krise fertig zu werden, hat er es vorgezogen, mich, eine Person, die an der Trump-Kampagne beteiligt war, anzuklagen und mein Image zu gefährden. Es ist alles Facebooks Krisenkommunikation.
...


Das ist der Anfang der automatischen Übersetzung eines aktuellen Artikels in der polnischen Zeitung "Gazeta Wyborcza" (http://wyborcza.pl/7,156282,24561544,aleksandr-kogan-naukowiec-odpowiedzialny-za-cambridge-analytica.html) durch den Google-Translator (translate.google.de). Willkürlich herausgegriffen. Zwar mit einigen Holpern aber völlig akzeptabel und durchaus verständlich wie ich meine.
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Re: Die Zukunft der Technologie

Beitragvon Alster » Fr 22. Mär 2019, 11:44

relativ hat geschrieben:(14 Mar 2019, 12:12)

Dann also Windkraft auch weil es ja schon früher die Windmühle gab und die jetzt auch überholt ist. :?:
Natürlich gehören auch Weiterentwicklungen in diesem Bereich der Technologieentwicklung denn fast alle neuen Innovationen bauen auf auf Ältere auf, oder auf deren Grundlagen.

- Ich schrieb "galt nach Erfindung des Anlassers als überholt". Dass dieser Satz nicht synonym ist zu "ist überholt" scheint gewisse Leser zu überfordern
- selbstverständlich hat auch die Windmühle unter "neue Technologien" nichts zu suchen.

Was das batteriebetriebene Elektroauto anbelangt, so ist das allerdings nicht nur KEINE neue Technologie, sondern hat auch keine Zukunft außerhalb bestimmter Nischen. Das ist eine Sackgasse, wie die auf einem Gasentladungsprinzip basierende Energiesparlampe. Die Zukunft ist eher eine Weiterentwicklung der Brennstoffzelle, eine mit regenerativem Methan betriebener Verbrennungskraftmaschine o.ä.
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Re: Die Zukunft der Technologie

Beitragvon relativ » Fr 22. Mär 2019, 11:53

Alster hat geschrieben:(22 Mar 2019, 11:44)

- Ich schrieb "galt nach Erfindung des Anlassers als überholt". Dass dieser Satz nicht synonym ist zu "ist überholt" scheint gewisse Leser zu überfordern
- selbstverständlich hat auch die Windmühle unter "neue Technologien" nichts zu suchen.

Was das batteriebetriebene Elektroauto anbelangt, so ist das allerdings nicht nur KEINE neue Technologie, sondern hat auch keine Zukunft außerhalb bestimmter Nischen. Das ist eine Sackgasse, wie die auf einem Gasentladungsprinzip basierende Energiesparlampe. Die Zukunft ist eher eine Weiterentwicklung der Brennstoffzelle, eine mit regenerativem Methan betriebener Verbrennungskraftmaschine o.ä.


In den nächsten Jahren gibt es aber kaum Alternativen zur E Mobilität, die auch schon so weit wären, wenn man denn den fossilen Antrieb nicht mehr möchte und wenn man es mit selbstgesteckten Klimazielen ernst meint, dann ist es eben aus mit dem fossilen Verbrennungsmotor. Aber selbst bei der E Mobilität wird es noch einige Verbesserungen geben, gerade was die Langlebigkeit und die Reichweite betrifft. es wird z.B. schon erfolgreich getesten wie man Batterien während der Fahrt aufladen kann durch Induktionstechnik im Autobahnbelag.
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Re: Die Zukunft der Technologie

Beitragvon Alster » Fr 22. Mär 2019, 12:03

relativ hat geschrieben:(22 Mar 2019, 11:53)

In den nächsten Jahren gibt es aber kaum Alternativen zur E Mobilität, die auch schon so weit wären, wenn man denn den fossilen Antrieb nicht mehr möchte und wenn man es mit selbstgesteckten Klimazielen ernst meint, dann ist es eben aus mit dem fossilen Verbrennungsmotor. Aber selbst bei der E Mobilität wird es noch einige Verbesserungen geben, gerade was die Langlebigkeit und die Reichweite betrifft. es wird z.B. schon erfolgreich getesten wie man Batterien während der Fahrt aufladen kann durch Induktionstechnik im Autobahnbelag.

Die Technologie um rein fossil das Co2 Aufkommen des Individualverkehrs zu halbieren existiert seit 20 Jahren und mehr (Lupo 3l TDI etc.). Einsparungen in dieser Größe via Batterie E-Auto liegen heute in weiter Ferne.

NAch dem fossilen Verbrennungsmotor kommt der regenerative Verbrennungsmotor, ggf. auch Brennstoffzelle. Das Batterieauto ist eine Sackgassenentwiclung ohne Zukunft.
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Re: Die Zukunft der Technologie

Beitragvon relativ » Fr 22. Mär 2019, 12:11

Alster hat geschrieben:(22 Mar 2019, 12:03)

Die Technologie um rein fossil das Co2 Aufkommen des Individualverkehrs zu halbieren existiert seit 20 Jahren und mehr (Lupo 3l TDI etc.). Einsparungen in dieser Größe via Batterie E-Auto liegen heute in weiter Ferne.
Das ist natürlich Quatsch den Verbrennung bleibt Verbrennung (im Winter sogar mehr als im Sommer) und das die E Mobilität nicht schon früher der Renner wurde, lag ein sowohl praktischen, infrastrukturellen (Lade und Reichweiten) als auch lobby Gründen.

NAch dem fossilen Verbrennungsmotor kommt der regenerative Verbrennungsmotor, ggf. auch Brennstoffzelle. Das Batterieauto ist eine Sackgassenentwiclung ohne Zukunft.
Glaubt man Experten sind solche Alternativantrieb noch Zukunftsmusik. Ich vermute so ein bis zwei Jahrzehnte wird dis noch brauchen um dann auch praktikabel für die Autoindustrie zu sein. Da ist der E Motor wesentlich einfacher zu haben.
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Re: Die Zukunft der Technologie

Beitragvon Alster » Sa 23. Mär 2019, 09:54

relativ hat geschrieben:(22 Mar 2019, 12:11)

Das ist natürlich Quatsch den Verbrennung bleibt Verbrennung (im Winter sogar mehr als im Sommer) und das die E Mobilität nicht schon früher der Renner wurde, lag ein sowohl praktischen, infrastrukturellen (Lade und Reichweiten) als auch lobby Gründen.

Das ist natürlich Quatsch, wenn regenerativ erzeugtes H2/CH4 verbrannt wird, ist das CO2 neutral.
Die Infrastruktur zur Massendistribution von CH4 ist längst vorhanden.


relativ hat geschrieben:(22 Mar 2019, 12:11)
Glaubt man Experten sind solche Alternativantrieb noch Zukunftsmusik. Ich vermute so ein bis zwei Jahrzehnte wird dis noch brauchen um dann auch praktikabel für die Autoindustrie zu sein. Da ist der E Motor wesentlich einfacher zu haben.

H2 oder CH4 in Verbrennungsmotoren sind Gegenwart. Die massenhafte Synthese von regenerativem CH4 scheitert noch an dem dünnen regenerativen Anteil in unserem Energiemix, dasselbe Problem hat dann aber auch das Batterieauto mit seinem derzeit ebenfalls erheblichen CO2 Footprint. Die absurde Idee hunderte kg Batterie spazieren zu fahren wird sich spätestens dann erledigen, wenn sich Leichtbauten durchsetzen.
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Re: Die Zukunft der Technologie

Beitragvon relativ » Sa 23. Mär 2019, 16:28

Alster hat geschrieben:(23 Mar 2019, 09:54)

Das ist natürlich Quatsch, wenn regenerativ erzeugtes H2/CH4 verbrannt wird, ist das CO2 neutral.
Die Infrastruktur zur Massendistribution von CH4 ist längst vorhanden.

Die Masse möchte lieber Klimaneutraleres, du bist da leider nur eine Minderheit.



H2 oder CH4 in Verbrennungsmotoren sind Gegenwart. Die massenhafte Synthese von regenerativem CH4 scheitert noch an dem dünnen regenerativen Anteil in unserem Energiemix, dasselbe Problem hat dann aber auch das Batterieauto mit seinem derzeit ebenfalls erheblichen CO2 Footprint. Die absurde Idee hunderte kg Batterie spazieren zu fahren wird sich spätestens dann erledigen, wenn sich Leichtbauten durchsetzen.

Noch ist sie Gegenwart. Aber schau dir die großen Konzerne doch an, da siehst du wo die die Zunkunft der nächsten Dekaden sehen. Der Energiemix zu mehr EE wird schneller folgen muessen.
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Re: Die Zukunft der Technologie

Beitragvon Papaloooo » Sa 23. Mär 2019, 16:37

watisdatdenn? hat geschrieben:(16 Feb 2019, 09:13)

Hmmm soo schwer dürfte das wirklich nicht umzusetzen sein.
Wäre es für dich akzeptabel, dass jemand mit einem Bild von dir auch Zugriff erlangen kann?

Mal nebenbei, der scann könnte ja einfach stereoskopisch erstellt werden, und dann müsste es eine passgenaue Büste der Person sein - wesentlich schwerer!
Das ist Kapitalismus:
Man kauft Dinge, die man nicht braucht von Geld, das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.

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Re: Die Zukunft der Technologie

Beitragvon Papaloooo » Sa 23. Mär 2019, 16:43

Zur gestellten Frage:
Da ich Beruf dich häufig mit alten Menschen zu tun habe kann, ich sie unterteilen in diejenigen, die mit der Zeit gehen und diejenigen, die gestrig sind.
Diejenigen, die mit der Zeit gehen, bleiben offen für Neuerungen.
Die anderen sind skeptisch gegenüber den jüngeren Leuten heute und der neuen Technik, das sei alles nichts für sie.
Und diese hängen dann sehr schnell ab und haben auch ein wesentlich höheres Demenzrisiko.
Und sagen kann man ihnen sowieso nicht viel, wenn sie, ja aus einer Zeit, wo noch alles besser war (und sie seien die edlere Sorte Mensch).
Das ist Kapitalismus:
Man kauft Dinge, die man nicht braucht von Geld, das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.

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