Alltagskultur in Palästina und Israel

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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Vongole » Mo 29. Apr 2019, 17:04

Studierende im Norden Israels erleben jeden Tag auf dem Campus in Haifa ein tolerantes Miteinander von verschiedenen Religionen.

An der Universität Haifa ist Diversität selbstverständlich. Ebenso wie die Hochschule ist die gleichnamige Hafenstadt im Norden Israels ein Schmelztiegel verschiedener Kulturen: Juden, Muslime, Christen und Drusen leben dort; sie arbeiten zusammen, treffen im Bus oder im Fußballstadion aufeinander. „Es ist ganz normal, dass Juden auch in arabische Restaurants gehen“, berichtet der 22-jährige Politikwissenschaftsstudent Daniel Kanevski. Dass er an der Uni Haifa studieren kann, sieht er als eine „große Chance“.

https://www.fr.de/wissen/schmelztiegel- ... chComments

In Israel ist das möglich, warum nicht in den Palästinenser-Gebieten?
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Wolverine » Mo 29. Apr 2019, 17:12

Vongole hat geschrieben:(29 Apr 2019, 17:04)

Studierende im Norden Israels erleben jeden Tag auf dem Campus in Haifa ein tolerantes Miteinander von verschiedenen Religionen.

An der Universität Haifa ist Diversität selbstverständlich. Ebenso wie die Hochschule ist die gleichnamige Hafenstadt im Norden Israels ein Schmelztiegel verschiedener Kulturen: Juden, Muslime, Christen und Drusen leben dort; sie arbeiten zusammen, treffen im Bus oder im Fußballstadion aufeinander. „Es ist ganz normal, dass Juden auch in arabische Restaurants gehen“, berichtet der 22-jährige Politikwissenschaftsstudent Daniel Kanevski. Dass er an der Uni Haifa studieren kann, sieht er als eine „große Chance“.

https://www.fr.de/wissen/schmelztiegel- ... chComments

In Israel ist das möglich, warum nicht in den Palästinenser-Gebieten?


Dieses Beispiel zeigt deutlich, dass der "gewöhnliche Palästinenser" durchaus (gewöhnlich jetzt nicht falsch verstehen) dazu bereit und in der Lage ist, mit Juden zu leben und zu arbeiten. Aber offensichtlich geht das nur in Israel. Ein Palästinenserstaat würde auch keine jüdischen Bewohner dulden. Das liegt wohl aber darin begründet, dass man in AG Israel insgesamt als Besatzer und Landräuber betrachtet, was natürlich rechtlich und sachlich falsch ist.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Vongole » Do 2. Mai 2019, 14:42

Gestern Abend begann in Israel Yom haSchoa, das ganze Land gedenkt der 6 Millionen ermordeten Juden und der Millionen anderer, die an den Folgen der Shoah zugrunde gingen.
Die Zeremonie wurde in Yad Vashem eröffnet und steht dieses Jahr unter dem Motto: »The War Within the War: the Struggle of the Jews to Survive During the Holocaust«,
und erinnert damit auch den den heldenhfaften Widerstand der Juden gegen die Deutschen in den besetzten Gebieten.
https://www.yadvashem.org/yv/de/remembr ... /theme.asp

Heute Vormittag heulten landesweit für 2 Minuten die Sirenen, alles stand still, jedes Arbeiten wurde eingestellt, um den Opfern der Shoah Respekt zu zollen.
In allen Teilen des Landes wird bei verschiedenen Veranstaltungen in Schulen, Arbeitsplätzen, Militärbasen, Stadtverwaltungen, Radio- und Fernsehanstalten an den Holocaust erinnert.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Bleibtreu » Di 7. Mai 2019, 17:09

Es ist wieder soweit. Dieses Jahr feiern wir von heute bis morgen Abend Yom Hazikaron und direkt im Anschluss Yom Haatzmaut

Es ist der Gedenktag fuer die gefallenen israelischen Soldaten und Opfer des Terrorismus - genau eine Woche nach dem ShoahGedenktag [Yom HaShoah] Dieser Tag ist sehr festlich. Unterhaltungsplaetze sind geschlossen, Fahnen auf Halbmast gesetzt und es gibt viele Zeremonien in den Zentren der Gemeinden und bei den Gedenkstaetten in Jerusalem und Israel.

Es gibt zwei Sirenen am Yom Hazikaron. Eine einminuetige Sirene laeutet um 20.00 Uhr am Abend und eine zweiminuetige Sirene um 11.00 am naechsten Morgen. Aehnlich wie bei den Sirenen vom ShoahGedenktag, stellen die Menschen alles zur Seite, sobald sie die Sirenen hoeren, sogar wenn sie mit dem Auto fahren, und halten inne waehrend die Sirene laeutet. Es ist empfehlenswert draussen zu stehen um zu erleben, wie eine gesamte Nation zum Stillstand kommt um jene zu ehren, die fuer unsere Freiheit gestorben sind.

An den Gedenktag schliesst sich direkt der Yom Haatzmaut an, Israels Unabhaengigkeitstag. Es ist oftmals Brauch im Judentum, sich an den Schmerz gemeinsam mit der Freude zu erinnern. Wir erkennen die direkte Verbindung zwischen unserem Verlust und der Unabhaengigkeit und Souveraenitaet, die wir heute so sehr schaetzen, an

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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Vongole » Di 7. Mai 2019, 17:18

"For the honey and for the sting", leider muss Israel gerade heute wieder vieler Opfer gedenken. :(
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Vongole » Mi 8. Mai 2019, 18:20

Jom Haazmaut Sameach!
Masal Tow, Israel, herzlichen Glückwunsch zu deinem 71. Geburtstag! :)

Den Song, den ich gerne eingestellt hätte, hat mir Bleibtreu gestern gemopst, ;) aber der zeigt auch prima die Feierlaune in Israel:

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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 8. Mai 2019, 23:28

Mögen noch viele weitere Geburtstage folgen, hoffentlich bald auch in friedlichen Zeiten!
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Bleibtreu » Do 9. Mai 2019, 02:28

Vongole hat geschrieben:(08 May 2019, 18:20)

Den Song, den ich gerne eingestellt hätte, hat mir Bleibtreu gestern gemopst, ;)


Vielen Dank fuer die guten Wuensche, meine Liebe + Tom.
Umgekehrt wird ein Schuh daraus - ich war auf dem Event zum 70. schliesslich dabei ;) :)
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Vongole » Do 9. Mai 2019, 15:38

Was ich mir von Europa zum 71. Geburtstag des jüdischen Staates wünsche:

Wer die Wahlen in Israel in europäischen Medien verfolgt hat, kommt wahrscheinlich zu folgendem Fazit: Die Mehrheit der Israelis ist religiös, neigt zum politischen Extremismus, und will keinen Frieden mit den Palästinensern. Nichts könnte die Wirklichkeit stärker verzerren.
Information ist das A und O der Meinungsbildung. Aus Meinungen wird Haltung. Aus Haltung Emotion. So entstehen Ressentiments. Dass Information missbraucht, verdreht, verschwiegen oder erfunden werden kann, wissen wir seit der Antike. Wohin Propaganda führen kann, begreifen wir seit Goebbels.
Natürlich sind nicht alle Berichte über die Wahlergebnisse in Israel Propaganda. Aber die Diskrepanz zwischen der gesellschaftspolitischen Realität in Israel und ihrer Darstellung sowie Wahrnehmung vor allem in Europa, ist immens.

(..)
Alleine 2018 wurden 138 Millionen Dollar an Terroristen gezahlt. Eine von EU‐Steuergeldern mitfinanzierte Belohnung für Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Und ein enorm effektives Kapital für den nächsten Anschlag.
Anstatt, dass Macron von Abbas forderte, diesen Wahnsinn zu stoppen und das Geld in die Zukunft der Palästinenser zu investieren, bittet er Netanjahu, den Terror‐Geldhahn gegen die eigene Bevölkerung wieder aufzudrehen.
Europa muss diesem Fiasko ein Ende setzen. Europäische Staaten, die den Terror in Sri Lanka aufs schlimmste verurteilen, und den Hamas Terror gegen Israel schweigend hinnehmen, bestärken damit die islamistische Ideologie der Hamas. Die gefährdet Europa genauso wie Israel. Ein seltener Hoffnungsschimmer: die deutliche Verurteilung des Raketen‐Terrors der Hamas durch die EU am Samstag.

https://www.juedische-allgemeine.de/mei ... ow-israel/

Allem, was sonst noch in diesem Kommentar erwähnt und beschrieben wird, kann ich mich nur anschließen.
Es ist an der Zeit, dass Europa endlich aufwacht und zu seinem Verbündeten Israel steht, und zwar nicht nur mit wohlfeilen Worten.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Antonius » Di 4. Jun 2019, 18:02

Auch ich kann mich der Analyse von Melody Sucharewicz nur vehement anschließen.
Jede Art von Unterstützung des HAMAS-Terrors durch einzelne Verblendete in Europa oder gar durch Regierungen muß unterbleiben.
SAPERE AUDE - Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 29. Jul 2019, 11:14

In einem aktuellen Feature-Beitrag des DLF gehts um die sehr seltenen Fälle von gemischten israelisch-palästinensischen Paaren. "Wo die Liebe nicht sein soll - Gemischte Paare in Israel". https://www.deutschlandfunkkultur.de/gemischte-paare-im-nahostkonfikt-wo-die-liebe-nicht-sein.3720.de.html?dram:article_id=450399
Hörenswert.
Das, was von einem israelischen Ministerium als "Gefahr der Assimilierung" und als "Bedrohung getrennter Identitäten" bezeichnet wird,. . . . Für die palästinensische Gegenseite gitl sinngemäß das gleiche. Die Verwandtschaft des Ehemanns wird niemals mit einer Jüdin auf einer Hochzeit tanzen.

Was soll man als Gegenstrategie wählen?

A: Politisch gehört diese "Assimilationsangst" ins 18./19. Jahrhundert. Von daher: Israel/WJL mit einem absurden Staat wie Bosnien-Herzogowona vergleichen. Auch wenn die historischen und vor allem wirtschaftlichen Gegebenheiten völlig andere sind. Dass etwas wie der Erhalt des Serbentums irgendeinen Wert darstellen könnte ... absurd

B: Der ganzen unguten identitären Entwicklung in der Welt den Rücken kehren. Zumindest in einigen Metropolregionen ist es egal. So wie für junge Israelis in Berlin. Du bist ein gesuchter IT-Fachmensch? Du hast dann überall in der Welt ein gutes Einkommen und kannst dich in der Freizeit mit Fragen wie der nach dem Sinn des Universums befassen. Ich neige von Jahr zu Jahr mehr dieser Lebensauffassung zu.

Edit: unangemessene vergleiche entfernt. Moses, Mod.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Wolverine » Mo 29. Jul 2019, 12:07

Tom Bombadil hat geschrieben:(08 May 2019, 23:28)

Mögen noch viele weitere Geburtstage folgen, hoffentlich bald auch in friedlichen Zeiten!


Dem schließe ich mich an. :thumbup:
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Wolverine » Mo 29. Jul 2019, 12:09

Antonius hat geschrieben:(04 Jun 2019, 18:02)

Auch ich kann mich der Analyse von Melody Sucharewicz nur vehement anschließen.
Jede Art von Unterstützung des HAMAS-Terrors durch einzelne Verblendete in Europa oder gar durch Regierungen muß unterbleiben.


Das wäre die erste und wichtigste Maßnahme. Einem vollkommen aussichtslosen Kampf den Geldhahn zudrehen. Gelder nur noch, wenn der Terror selbst von der palästinensischen Führung unterbunden werden.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Vongole » Fr 9. Aug 2019, 14:36

Triumpf über die Nazis:

Schoschana Ovitz überlebte Auschwitz. KZ-Arzt Josef Mengele schickte ihre Mutter vor ihren Augen in den Tod. Ihren 104. Geburtstag feierte sie nun mit ihrer Familie
und 400 Nachkommen an der Westmauer in Jerusalem.
https://www.welt.de/vermischtes/article ... ommen.html

Schön und sehr bewegend! :)
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon VaterMutterKind » Fr 9. Aug 2019, 14:59

Vongole hat geschrieben:(09 Aug 2019, 14:36)

Triumpf über die Nazis:

Schoschana Ovitz überlebte Auschwitz. KZ-Arzt Josef Mengele schickte ihre Mutter vor ihren Augen in den Tod. Ihren 104. Geburtstag feierte sie nun mit ihrer Familie
und 400 Nachkommen an der Westmauer in Jerusalem.
https://www.welt.de/vermischtes/article ... ommen.html

Schön und sehr bewegend! :)


Ja, habe ich heute auch gelesen. 400 Nachkommen aus aller Welt sind gekommen. Schön zu sehen, dass die, die vernichtet werden sollten, so viel Leben gestiftet haben.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Adam Smith » Fr 9. Aug 2019, 15:46

schokoschendrezki hat geschrieben:(29 Jul 2019, 11:14)

B: Der ganzen unguten identitären Entwicklung in der Welt den Rücken kehren. Zumindest in einigen Metropolregionen ist es egal. So wie für junge Israelis in Berlin. Du bist ein gesuchter IT-Fachmensch? Du hast dann überall in der Welt ein gutes Einkommen und kannst dich in der Freizeit mit Fragen wie der nach dem Sinn des Universums befassen. Ich neige von Jahr zu Jahr mehr dieser Lebensauffassung zu.


Den Staat Israel gibt es aus dem Grund, weil es ja gerade nicht egal ist. Auch in Berlin nicht. In den USA schon fast überall, aber das dürfte jetzt nicht reichen.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Gutmensch1 » Mo 12. Aug 2019, 09:59

Vongole hat geschrieben:(09 Aug 2019, 14:36)

Triumpf über die Nazis:

Schoschana Ovitz überlebte Auschwitz. KZ-Arzt Josef Mengele schickte ihre Mutter vor ihren Augen in den Tod. Ihren 104. Geburtstag feierte sie nun mit ihrer Familie
und 400 Nachkommen an der Westmauer in Jerusalem.
https://www.welt.de/vermischtes/article ... ommen.html

Schön und sehr bewegend! :)



Frau Ovitz hat das Grauen der Nazi-Barbarei überlebt und ihren 104! Geburtstag feiern kann. Mögen noch weitere ü100 Geburtstage folgen! Das ist ein so wunderbares Beispiel menschlicher Stärke.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 14. Aug 2019, 09:15

Adam Smith hat geschrieben:(09 Aug 2019, 15:46)

Den Staat Israel gibt es aus dem Grund, weil es ja gerade nicht egal ist. Auch in Berlin nicht. In den USA schon fast überall, aber das dürfte jetzt nicht reichen.

Die Infragestellung der Sinnhaftigkeit von Nationalstaatlichkeit in der Welt des 21. Jahrhunderts ist durchaus legitim. Problematisch wird sie dann, wenn man sie in Bezug auf Israel anders formuliert als in Bezug auf andere Staaten. Oder wenn man sie überhaupt nur für Israel stellt.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon imp » Fr 16. Aug 2019, 07:53

schokoschendrezki hat geschrieben:(14 Aug 2019, 09:15)

Die Infragestellung der Sinnhaftigkeit von Nationalstaatlichkeit in der Welt des 21. Jahrhunderts ist durchaus legitim. Problematisch wird sie dann, wenn man sie in Bezug auf Israel anders formuliert als in Bezug auf andere Staaten. Oder wenn man sie überhaupt nur für Israel stellt.

Das ist schon richtig. Andererseits dreht bei uns ein Teil des Landes schon durch wegen ein paar Fremder und ein anderer Teil sagt opportunistisch ja zu dieser Ängstelei - (oder findet endlich den Anlass, selbst mitzutun. Wer will das sauber trennen?)

Bei Israel geht es um andere Verhältnisse, da haben wir einerseits die Millionen Flüchtlinge und Nachkommen im Ausland, andererseits die Millionen im faktischen Zugriff Israels und das kann leicht eine Mehrheit werden, die vielleicht eine andere Politik zu vielen wichtigen Fragen haben könnte. An dem Versuch, das zu befrieden, sind schon viele gescheitert. Ist das vielleicht so nicht wegen der Grenzen, die es gibt sondern wegen jener, die es heute noch nicht gibt?
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Adam Smith » Fr 16. Aug 2019, 08:00

schokoschendrezki hat geschrieben:(14 Aug 2019, 09:15)

Die Infragestellung der Sinnhaftigkeit von Nationalstaatlichkeit in der Welt des 21. Jahrhunderts ist durchaus legitim. Problematisch wird sie dann, wenn man sie in Bezug auf Israel anders formuliert als in Bezug auf andere Staaten. Oder wenn man sie überhaupt nur für Israel stellt.


Nur würden ohne Staat keine Juden mehr in diesem Gebiet leben. Das ist schon problematisch.

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