Alltagskultur in Palästina und Israel

Moderator: Moderatoren Forum 3

Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 34234
Registriert: So 13. Sep 2015, 13:49

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon H2O » So 29. Nov 2020, 21:19

Wozu ein Streitgespräch doch gut sein kann! Was ist Judaismus... solides Unwissen meinerseits. Die Antwort findet man hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Judaismus

Zusammengefaßt:
    Es gab zu neutestamentlicher Zeit christliche Juden, die aus dem überlieferten Judentum neu gewonnene Christen nur über deren Beschneidung in ihre Gemeinschaft aufnahmen: Judenchristen. Der Begriff Judaismus muß offenbar diesen Gemeinschaften zugewiesen werden... wenn wiki die Wahrheit wiedergibt.

    Heidenchristen verzichteten auf diese Überlieferung. So gesehen sind wir europäischen Christen von Haus aus vermutlich den Heidenchristen zu zu ordnen. ;)

    Und nun kommt es einigermaßen verwirrend: Antijudaismus beschreibt nicht etwa die Ablehnung der Judenchristen, sondern richtet sich gegen das unveränderte Judentum... wieder unter dem Vorbehalt, daß wiki damit richtig liegt.

    Damit aber nicht genug: Beim Googeln mit "Judaismus" landet man unmittelbar beim Judentum, nicht etwa bei der Gemeinschaft der Judenchristen:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Judentum

    Und wenn man sich dort über die Überschrift hinaus vorwagt, dann findet man, daß die altgriechische "Schreibweise" für das Judentum "ioudaismos" ist... das vermutlich in unsere Kirchengeschichte so eingeführt wurde.

Schon diese äußerst oberflächliche Suche zeigt, daß man viele Dinge lernen muß, bevor man in Sachen Judaismus trittsicher durch vermintes Gelände gehen kann. Aber ein religionswissenschaftliches Studium will ich mir und den Lesern dieses Beitrags nicht zumuten... zumal sich der klassische Gottesglaube als Massenerscheinung in Religionsgemeinschaften aufzulösen scheint, zumindest in unserem europäischen Kulturkreis.
Benutzeravatar
Papaloooo
Beiträge: 2938
Registriert: Sa 8. Jul 2017, 15:11
Wohnort: Nürnberg
Kontaktdaten:

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Papaloooo » Mo 30. Nov 2020, 06:52

Chajm hat geschrieben:(29 Nov 2020, 21:16)

Um 19:46Uhr https://www.politik-forum.eu/viewtopic. ... 8#p4883008 hatte ich Sie um Folgendes gebeten:
"Definieren/erklaeren Sie den Begriff "Judaismus" und leiten sie aus dieser Definition ab, inwiefern jener dann fuer Palaestinenser gefaehrlich sein kann."
Bislang hat mich das von Ihnen geaeusserte noch nicht einmal ansatzweise ueberzeugt, geschweige denn ueberhaupt in irgend einer Form zur Klaerung der von mir gestellten Frage beigetragen.
Gaebe es Schulnoten dazu...! :rolleyes:

PS: Zu Ihrer Aussage , dass Sie nichts gegen Juden haetten - lesen Sie sich diesen Artikel https://taz.de/Kommentar-Antisemitismus/!5516058/der taz durch und denken Sie darueber nach!

Ich arbeite übrigens morgen wieder in einem jüdischem Heim,
wo ich Patienten behandele.

Nein.

Ich kritisiere Dogmatismus als solchen.
Und da ist es mir völlig egal, in welcher Religion dieser stattfindet.
Glaubensinhalte sollten nicht zu Denkverboten führen.
Und bitte nochmal mein Posting lesen, es richtete sich an viele Religionen,
worunter ich auch noch schrieb, ich möchte weder für den einen noch für den anderen Stellung beziehen.

Zweifellos bringt heute der Islam die meiste Gewalt hervor.
Zweifellos war es noch vor Jahrhunderten das Christentum.
Es ist verkehrt, wenn in Israel eine Expansionspolitik betrieben wird,
wobei die Palästinenser zurückgedrängt werden und ihnen auch vom Wasser zu wenig übrig gelassen wird.
Und es ist unglaublich, dass Muslime heute noch Juden als den Feinde ansehen,
nur, weil ihr Prophet vor Jahrtausenden gegen Juden, aus welchen Gründen auch immer, gekämpft hatte.

Nun kann man jede Kritik immer gleich als Ablehnung einer ganzen Menschengruppe ansehen.
So macht es z.Zt. z.B. Erdogan wegen der Meinungsfreiheit in Frankreich, dass er behauptet, man sähe dort Hass gegen den Islam.
Nein, das ist es nicht.
Es ist das Recht, auf freie Meinungsäußerung, und diese müssen auch Glaubensangehörige nun mal ertragen können.
Angebracht wäre es übrigens auch, Menschen wie den "Heiligen" Moses zu hinterfragen, ob dieser wirklich so heilig war:
"So tötet nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Frauen, die schon einen Mann erkannt und bei ihm gelegen haben; 18aber alle Mädchen, die noch nicht bei einem Mann gelegen haben, die lasst für euch leben." (4 Mos 31.17-18)
Aber das wollen auch die Christen oft nicht wissen.
Aus heutiger Sicht wäre das ein klares Kriegsverbrechen.
Gut, damals galten andere Maßstäbe,
aber das zeigt zugleich, dass manche Glaubensinhalte eben veraltet sind.
Diese Erkenntnis wünsche ich derzeit vor allen den Muslimen.

Ich verstehe nun umgekehrt nicht.
Weshalb du bei meinem Posting ausgerechnet das Judentum herauspickst und sagst, es sei gegen das Judentum bzw. Antizionistisch.
Dieses Posting wäre dann aber genauso Antichristlich und Antimuslimisch und Antibuddistisch.
Das fällt aber dann unter den Tisch.
Warum nur?
Das ist Kapitalismus:
Man kauft Dinge, die man nicht braucht von Geld, das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.

Volker Pispers
Benutzeravatar
Adam Smith
Beiträge: 32981
Registriert: Mi 18. Jan 2012, 21:57

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Adam Smith » Mo 30. Nov 2020, 09:31

Israel nimmt niemanden Wasser weg. Es verfügt nur über mehr Wasser als Jordanien, weil Israel Meerwasser entsalzt.

https://m.geo.de/natur/oekologie/545-rt ... re-kaempft

Israel müsste natürlich auch für Jordanien Meerwasser entsalzen.
Das ist Kapitalismus:

Die ständige Wahl der Bürger bestimmt das Angebot.
Senexx

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Senexx » Mo 30. Nov 2020, 09:51

Adam Smith hat geschrieben:(30 Nov 2020, 09:31)

Israel nimmt niemanden Wasser weg. Es verfügt nur über mehr Wasser als Jordanien, weil Israel Meerwasser entsalzt.

https://m.geo.de/natur/oekologie/545-rt ... re-kaempft

Israel müsste natürlich auch für Jordanien Meerwasser entsalzen.

Wieso "müsste" es das tun? Wo es doch noch nicht einmal die Hälfte seines Wasserbedarfs durch Entsalzung decken kann?

Jordanien hat Zugang zum Meer. Die könnten das selber tun. Da müsste man sich halt mal am Riemen reißen und investieren. Statt die archaische Gesellschaft weiter zu pflegen und das Geld mit dicken Autos und Klunkern zu verschwenden.

Ich finde, die Forderung, andere müssten für die, die selber nichts hinkriegen in die Bresche springen, reichlich daneben.

Keine Solidarität mit den Faulen und Bequemen.
Benutzeravatar
Cobra9
Beiträge: 29798
Registriert: Mo 10. Okt 2011, 11:28

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Cobra9 » Mo 30. Nov 2020, 14:02

Adam Smith hat geschrieben:(30 Nov 2020, 09:31)

Israel nimmt niemanden Wasser weg. Es verfügt nur über mehr Wasser als Jordanien, weil Israel Meerwasser entsalzt.

https://m.geo.de/natur/oekologie/545-rt ... re-kaempft

Israel müsste natürlich auch für Jordanien Meerwasser entsalzen.



Müssen auf welcher Grundlage?

Das müssen seh ich nicht gegeben
Immer wieder grüßt das Murmeltier

Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt
Benutzeravatar
Adam Smith
Beiträge: 32981
Registriert: Mi 18. Jan 2012, 21:57

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Adam Smith » Mo 30. Nov 2020, 14:14

Cobra9 hat geschrieben:(30 Nov 2020, 14:02)

Müssen auf welcher Grundlage?

Das müssen seh ich nicht gegeben


Vielleicht sollte Israel weniger Wasser entnehmen. Laut diesem Artikel liefert Israel Wasser um die Lage zu entspannen.


22.04.2016

Die israelische Trinkwassergesellschaft „Mekorot“ hat angekündigt, die Wasserlieferungen nach Jordanien in den kommenden Jahren schneller als vereinbart zu verdoppeln. Das haschemitische Königreich zählt zu den zehn wasserärmsten Ländern der Welt. Durch die 600.000 syrischen Flüchtlinge, die seit 2011 in das Land gekommen sind, hat sich der Wasserbedarf erhöht.


https://www.israelnetz.com/politik-wirt ... jordanien/
Das ist Kapitalismus:

Die ständige Wahl der Bürger bestimmt das Angebot.
Benutzeravatar
Cobra9
Beiträge: 29798
Registriert: Mo 10. Okt 2011, 11:28

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Cobra9 » Mo 30. Nov 2020, 14:25

Adam Smith hat geschrieben:(30 Nov 2020, 14:14)

Vielleicht sollte Israel weniger Wasser entnehmen. Laut diesem Artikel liefert Israel Wasser um die Lage zu entspannen.



https://www.israelnetz.com/politik-wirt ... jordanien/



Das ist nicht im Kontext zu meiner Frage. Warum muss Israel aus seiner Produktion an Wasser den Jordanien irgendwie Wasser liefern.

Wenn Israel Wasser generiert in seinen Anlagen besteht meiner Meinung nach keine Verpflichtung jemand was abzutreten.
Immer wieder grüßt das Murmeltier

Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt
PeterK
Beiträge: 9522
Registriert: Di 31. Mai 2016, 11:06

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon PeterK » Mo 30. Nov 2020, 14:36

Papaloooo hat geschrieben:(29 Nov 2020, 20:38)
Das tue ich aber nicht, weil ich nichts gegen Juden habe!

Aber die Frage, inwiefern Deiner Ansicht nach der Judaismus (also das Judentum) eine Gefahr für "die Palästinenser" darstellt, ist doch berechtigt und eine Antwort wäre interessant. Ich habe Dir dazu ja schon geschrieben:
PeterK hat geschrieben:(28 Nov 2020, 10:19)
Ich denke, für "die Palästinenser" ist eher der Islamismus gefährlich.
Benutzeravatar
Adam Smith
Beiträge: 32981
Registriert: Mi 18. Jan 2012, 21:57

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Adam Smith » Mo 30. Nov 2020, 14:37

Cobra9 hat geschrieben:(30 Nov 2020, 14:25)

Das ist nicht im Kontext zu meiner Frage. Warum muss Israel aus seiner Produktion an Wasser den Jordanien irgendwie Wasser liefern.

Wenn Israel Wasser generiert in seinen Anlagen besteht meiner Meinung nach keine Verpflichtung jemand was abzutreten.


Weil Menschen auf die Idee kommen könnten, dass die Aufbereitungsanlagen Wasser nach Jordanien liefern, wenn sie im Besitz von Jordanien sind.
Das ist Kapitalismus:

Die ständige Wahl der Bürger bestimmt das Angebot.
Benutzeravatar
Adam Smith
Beiträge: 32981
Registriert: Mi 18. Jan 2012, 21:57

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Adam Smith » Mo 30. Nov 2020, 16:19

Oder hier.


Mit dieser Frage hat sich die Konrad Adenauer Stiftung und das Institut EcoPeace in einem Forschungsprojekt auseinander gesetzt. „Wie kann der Wasser-Energie-Nexus dazu beitragen, die regionalen Wasserprobleme zu überwinden“, lautete die Herausforderung. Am Ende stand ein Lösungsvorschlag, der einfach formuliert lautet: Solar-Energie aus Jordanien oder dem Gaza-Streifen könnte israelischen Meerwasserentsalzungsanlagen geliefert werden, um im Gegenzug Trinkwasser zu erhalten. Auch die Küste von Gaza könnte sich künftig als Investitionsort für Entsalzungsanlagen anbieten. Jetzt wirken sie auf die Realisierung dieser Idee mit Hilfe internationaler Unterstützung hin (siehe auch dieses Video).



https://www.lebensraumwasser.com/chance ... s-loesung/
Das ist Kapitalismus:

Die ständige Wahl der Bürger bestimmt das Angebot.
Benutzeravatar
Bleibtreu
Beiträge: 8308
Registriert: Mi 27. Feb 2013, 11:58
Benutzertitel: freigeist
Wohnort: TelAviv / Paris

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Bleibtreu » Mo 30. Nov 2020, 16:36

Papaloooo hat geschrieben:(30 Nov 2020, 06:52)

[...]Es ist verkehrt, wenn in Israel eine Expansionspolitik betrieben wird,
wobei die Palästinenser zurückgedrängt werden und ihnen auch vom Wasser zu wenig übrig gelassen wird.
Und es ist unglaublich, dass Muslime heute noch Juden als den Feinde ansehen,
nur, weil ihr Prophet vor Jahrtausenden gegen Juden, aus welchen Gründen auch immer, gekämpft hatte.

Und da kommen wir wieder Mal zu den platten StandardVorwuerfen. Eine mehr als simplifizierte Wiedergabe sehr komplexer und vielschichtiger Realitaeten. Die Diskussionen dazu stehen in diesem Forum zu Tausenden.

Es ist das Recht, auf freie Meinungsäußerung, und diese müssen auch Glaubensangehörige nun mal ertragen können.

Ich bin saekulare Juedin - isch haaabe keine unsichtbare Freund! :cool:
Im Uebrigen muss der, der eine Meinung aeussert es ebenso ertragen, dass man diese hinter fragt! ;)

Angebracht wäre es übrigens auch, Menschen wie den "Heiligen" Moses zu hinterfragen, ob dieser wirklich so heilig war:
"So tötet nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Frauen, die schon einen Mann erkannt und bei ihm gelegen haben; 18aber alle Mädchen, die noch nicht bei einem Mann gelegen haben, die lasst für euch leben." (4 Mos 31.17-18)
Aber das wollen auch die Christen oft nicht wissen.

Du machst genau denselben Fehler wie Alle, die vom Judentum keine Ahnung haben. Wie schafft man es eigentlich sich ohne Ahnung eine Meinung zu bilden, die auf Fakten basieren sollte, nicht auf BauchGefuehlen oder den ueblichen StandardVorurteilen, die ohne Wissen und Reflexion einfach nur wiederholt werden, weil es sich so huebsch ins eigene WeltBild einpasst? :?

Im Judentum wird die Torah [der Pentateuch, die 5 Buecher Mose] nicht einfach als Text 1:1 genommen. Bei uns ist die TorahExegese ein uralte Tradition, die sich im Talmud, der Gemara und Mischna niederschlaegt. Was willst du jetzt also mit deinem kleinen TextZitat in Bezug auf das Judentum zum Ausdruck bringen? Vor allem in Hinblick auf deine Aussage, dass der Judaismus [das Judentum] fuer die Palaestinenser gefaehrlich sei?

Ich verstehe nun umgekehrt nicht.
Weshalb du bei meinem Posting ausgerechnet das Judentum herauspickst und sagst, es sei gegen das Judentum bzw. Antizionistisch.
Dieses Posting wäre dann aber genauso Antichristlich und Antimuslimisch und Antibuddistisch.
Das fällt aber dann unter den Tisch.
Warum nur?

Ich habe mich auch gefragt, warum du im ThemenStrang zum Islam ueber alle moeglichen Religionen schwadronierst, statt dich ans Thema Islam zu halten! Ich hatte doch in meiner ersten Antwort an dich noch extra darauf hingewiesen, dass ich Chajms Frage "Definieren/erklaeren Sie den Begriff "Judaismus" und leiten sie aus dieser Definition ab, inwiefern jener dann fuer Palaestinenser gefaehrlich sein kann." genau deshalb hierher verlagert habe. Und genauso haette ich es mit all deinen anderen Aeusserungen zu den anderen Religionen machen muessen, um nicht themenfremd im IslamStrang zu spamen. Ein Bisschen arg vielverlangt, um deiner Spamerei die Krone zu brechen, hm? :)

Und wieso sollten sich ein Jude [chajm] und eine Juedin [ich] dafuer rechtfertigen muessen, dass uns vorrangig deine Aeusserung zum Judentum/Israel und Palaestinensern interessiert? Hat man da als Jude gefaelligst die Klappe zu halten?
• Wer fuer alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein.
https://www.shabak.gov.il/english/Pages/index.html#=2
Concordia - Integritas - Industria
Benutzeravatar
Papaloooo
Beiträge: 2938
Registriert: Sa 8. Jul 2017, 15:11
Wohnort: Nürnberg
Kontaktdaten:

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Papaloooo » Mo 30. Nov 2020, 17:35

Bleibtreu hat geschrieben:(30 Nov 2020, 16:36)

Und da kommen wir wieder Mal zu den platten StandardVorwuerfen. Eine mehr als simplifizierte Wiedergabe sehr komplexer und vielschichtiger Realitaeten. Die Diskussionen dazu stehen in diesem Forum zu Tausenden.


Ich bin saekulare Juedin - isch haaabe keine unsichtbare Freund! :cool:
Im Uebrigen muss der, der eine Meinung aeussert es ebenso ertragen, dass man diese hinter fragt! ;)


Du machst genau denselben Fehler wie Alle, die vom Judentum keine Ahnung haben. Wie schafft man es eigentlich sich ohne Ahnung eine Meinung zu bilden, die auf Fakten basieren sollte, nicht auf BauchGefuehlen oder den ueblichen StandardVorurteilen, die ohne Wissen und Reflexion einfach nur wiederholt werden, weil es sich so huebsch ins eigene WeltBild einpasst? :?

Im Judentum wird die Torah [der Pentateuch, die 5 Buecher Mose] nicht einfach als Text 1:1 genommen. Bei uns ist die TorahExegese ein uralte Tradition, die sich im Talmud, der Gemara und Mischna niederschlaegt. Was willst du jetzt also mit deinem kleinen TextZitat in Bezug auf das Judentum zum Ausdruck bringen? Vor allem in Hinblick auf deine Aussage, dass der Judaismus [das Judentum] fuer die Palaestinenser gefaehrlich sei?


Ich habe mich auch gefragt, warum du im ThemenStrang zum Islam ueber alle moeglichen Religionen schwadronierst, statt dich ans Thema Islam zu halten! Ich hatte doch in meiner ersten Antwort an dich noch extra darauf hingewiesen, dass ich Chajms Frage "Definieren/erklaeren Sie den Begriff "Judaismus" und leiten sie aus dieser Definition ab, inwiefern jener dann fuer Palaestinenser gefaehrlich sein kann." genau deshalb hierher verlagert habe. Und genauso haette ich es mit all deinen anderen Aeusserungen zu den anderen Religionen machen muessen, um nicht themenfremd im IslamStrang zu spamen. Ein Bisschen arg vielverlangt, um deiner Spamerei die Krone zu brechen, hm? :)

Und wieso sollten sich ein Jude [chajm] und eine Juedin [ich] dafuer rechtfertigen muessen, dass uns vorrangig deine Aeusserung zum Judentum/Israel und Palaestinensern interessiert? Hat man da als Jude gefaelligst die Klappe zu halten?

Ja sicherlich hast du da recht.
Ich habe darüber zu wenig Fachkenntnis.
Und ja, Judentum ist und bleibt ein Glaubensbekenntnis,
und ist keine Nationalität.
So oder so.
Was aus meiner Sicht (und diese ist sicherlich unvollständig) einer diplomatischen Lösung im Nahostkonflikt im Wege steht,
ist, dass beide Seiten so ziemlich dasselbe Fleckchen Erde als ihnen von Gott zugesprochen ansehen.
Und genau das ist das religiöse Dogma, welches Menschen oft nicht nachdenken lässt,
ob es nicht vielleicht auch ganz anders sein kann.

Zum anderen entwickeln manche Themen eine gewisse Dynamik wenn man diese zulässt.
Und diese nehme ich mir auch raus, solange das auch von den Moderatoren zugelassen wird.
Es ist verkehrt, einfach nur zu sagen, der Islam sei eine Religion von der nur Gewalt ausgeht.
Aber von ihm geht der Islamismus hervor, von welchem die Gewalt ausgeht.

Zugegeben, mir fehlt es mit Sicherheit an der Kenntnis bzgl. der Sache, die andere wie du oder Chajm.
Und wenn man es anders sieht, dann darf man mich darauf hinweisen.
Ich habe nirgendwo gesagt, jemand solle "die Klappe halten",
aus meiner Sicht nicht mal durch die Blume, was ich generell nicht tue.
Das ist Kapitalismus:
Man kauft Dinge, die man nicht braucht von Geld, das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.

Volker Pispers
Benutzeravatar
Papaloooo
Beiträge: 2938
Registriert: Sa 8. Jul 2017, 15:11
Wohnort: Nürnberg
Kontaktdaten:

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Papaloooo » Mo 30. Nov 2020, 17:44

PeterK hat geschrieben:(30 Nov 2020, 14:36)

Aber die Frage, inwiefern Deiner Ansicht nach der Judaismus (also das Judentum) eine Gefahr für "die Palästinenser" darstellt, ist doch berechtigt und eine Antwort wäre interessant. Ich habe Dir dazu ja schon geschrieben:

Ich schrieb dazu:
Papaloooo hat geschrieben:(28 Nov 2020, 08:27)
(Ohne da klar Stellung für eine Seite beziehen zu wollen.)

Eine Einseitigkeit lag nicht in meiner Aussage, noch war sie als solche gemeint.
Ich bedaure im Nachhinein allenfalls, dass ich das nicht noch deutlicher ausgeführt habe.

Dass ich Juden und Palästinenser seit Jahrzehnten gegenseitig bekriegen,
steht ja wohl außer Frage, oder?

Ergänzen möchte ich es noch mit dem Zusatz, dass ich eben die Menschen dort in Israel-Palästina meine,
und von denen eben die (und nur die), die sich gegenseitig unversöhnlich gegenüberstehen.
Das ist Kapitalismus:
Man kauft Dinge, die man nicht braucht von Geld, das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.

Volker Pispers
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 49058
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 16:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 30. Nov 2020, 18:05

Papaloooo hat geschrieben:(30 Nov 2020, 17:44)

Dass ich Juden und Palästinenser seit Jahrzehnten gegenseitig bekriegen,
steht ja wohl außer Frage, oder?

Ja, das steht außer Frage, daran ist aber nicht "der Judaismus"*) Schuld, der eine Gefahr für die Palästinenser sein soll, vielmehr sind Araber eine Gefahr für Juden, wie mehrere völkerrechtswidrige Angriffskriege arabischer Staaten demonstriert haben.

*) Was ist das denn jetzt, "Judaismus"?
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Diffamierer der Linken.
Benutzeravatar
Papaloooo
Beiträge: 2938
Registriert: Sa 8. Jul 2017, 15:11
Wohnort: Nürnberg
Kontaktdaten:

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Papaloooo » Mo 30. Nov 2020, 18:15

Tom Bombadil hat geschrieben:(30 Nov 2020, 18:05)

Ja, das steht außer Frage, daran ist aber nicht "der Judaismus"*) Schuld, der eine Gefahr für die Palästinenser sein soll, vielmehr sind Araber eine Gefahr für Juden, wie mehrere völkerrechtswidrige Angriffskriege arabischer Staaten demonstriert haben.

*) Was ist das denn jetzt, "Judaismus"?

Gut ich sage hiermit in aller Förmlichkeit,
dass ich dazu nicht viel sagen kann,
weil es mir da an Fachkompetenz fehlt.
Das ist Kapitalismus:
Man kauft Dinge, die man nicht braucht von Geld, das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.

Volker Pispers
Benutzeravatar
Bleibtreu
Beiträge: 8308
Registriert: Mi 27. Feb 2013, 11:58
Benutzertitel: freigeist
Wohnort: TelAviv / Paris

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Bleibtreu » Mo 30. Nov 2020, 19:00

Papaloooo hat geschrieben:(30 Nov 2020, 17:35)

Ja sicherlich hast du da recht.
Ich habe darüber zu wenig Fachkenntnis.
Und ja, Judentum ist und bleibt ein Glaubensbekenntnis,
und ist keine Nationalität.

So oder so.

Kaum ausgesprochen, brichst du umgehend dein Eingestaendnis zu den Kenntnissen! :D

Und auch noch gleich ein weiterer "bekannter" Klobber. "Wer Jude ist bestimme ich!" - Falsch, darueber bestimmst du definitiv nicht. Und um Nationalitaet geht es dabei auch nicht.
Es gibt genauso nichtreligioese Juden, wie religioese - das Judentum ist nicht nur eine Religion - auch wenn du dich noch so sehr weigerst dies zu akzeptieren. Wie du meiner Verlinkung zum saekularen Judentum entnehmen konntest, identifiziere ich mich als Kind juedischer Eltern ethnisch, ethisch, kulturell + politisch als Juedin. Das geht ganz wunderbar auch ohne Religioesitaet. Das juedische Volk [also nix Nationalitaet wie Israelin] gehoert naemlich zu den ethno-religioesen Gruppen wie zB auch die Drusen und Sikhs - wieder was gelernt, gelt? :p

Und was sagen dir jetzt deine neu gewonnen Erkenntnisse zu deiner These dass der Judaismus [das Judentum] fuer die Palaestinenser gefaehrlich sei?


Was aus meiner Sicht (und diese ist sicherlich unvollständig) einer diplomatischen Lösung im Nahostkonflikt im Wege steht,
ist, dass beide Seiten so ziemlich dasselbe Fleckchen Erde als ihnen von Gott zugesprochen ansehen.
Und genau das ist das religiöse Dogma, welches Menschen oft nicht nachdenken lässt,
ob es nicht vielleicht auch ganz anders sein kann.

Fuer mich als Israelin hat das NullKommaNix mit religioeser Rechtfertigung zutun. Die UN Resolution hat uns einen juedischen Staat fuer das juedische Volk zugestanden und fertig! Die Araber haben ihrerseits aus den MandatsGebieten viele und grosse Staaten bekommen: Libanon, Syrien, Irak, [Trans]Jordanien - wir einen kleinen Furz. Auch die sogenannten Palaestinenser haetten einen eigenen Staat gruenden koennen, was sie offenbar nicht wollten. SO schaut die Wahrheit aus ;)

Zum anderen entwickeln manche Themen eine gewisse Dynamik wenn man diese zulässt.
Und diese nehme ich mir auch raus, solange das auch von den Moderatoren zugelassen wird.
Es ist verkehrt, einfach nur zu sagen, der Islam sei eine Religion von der nur Gewalt ausgeht.
Aber von ihm geht der Islamismus hervor, von welchem die Gewalt ausgeht.

Die von dir angesprochene Dynamik faellt nicht vom Himmel. Sie ist selbst erschaffen. So einfach ist das.

Du haeltst also eine Diskussion darueber, dass der Judaismus fuer die Palaestinenser gefaehrlich sei, im IslamStrang richtig platziert? Sorry, ich definitiv nicht. Ich war hier 2 Mal Moderator in verschiedenen SachForen [auch diesem] + haette dem ganz klar das StopSchild gezeigt, wie es viele Moderatoren auch aktuell praktizieren. Das nennt sich umsetzen der ForenRegeln, denen du mit deiner Registrierung zugestimmt hast :D

Du kannst aber gerne im ModerationsStrang des ReligionsForums nachfragen, ob die dortige Moderation kein Problem damit hat, wenn im IslamStrang auch das Christentum, Buddhismus und andere Religionen ausfuehrlich behandelt werden. Nur zu!
• Wer fuer alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein.
https://www.shabak.gov.il/english/Pages/index.html#=2
Concordia - Integritas - Industria
Benutzeravatar
Papaloooo
Beiträge: 2938
Registriert: Sa 8. Jul 2017, 15:11
Wohnort: Nürnberg
Kontaktdaten:

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Papaloooo » Mo 30. Nov 2020, 19:40

Bleibtreu hat geschrieben:(30 Nov 2020, 19:00)

Kaum ausgesprochen, brichst du umgehend dein Eingestaendnis zu den Kenntnissen! :D

Und auch noch gleich ein weiterer "bekannter" Klobber. "Wer Jude ist bestimme ich!" - Falsch, darueber bestimmst du definitiv nicht. Und um Nationalitaet geht es dabei auch nicht.
Es gibt genauso nichtreligioese Juden, wie religioese - das Judentum ist nicht nur eine Religion - auch wenn du dich noch so sehr weigerst dies zu akzeptieren. Wie du meiner Verlinkung zum saekularen Judentum entnehmen konntest, identifiziere ich mich als Kind juedischer Eltern ethnisch, ethisch, kulturell + politisch als Juedin. Das geht ganz wunderbar auch ohne Religioesitaet. Das juedische Volk [also nix Nationalitaet wie Israelin] gehoert naemlich zu den ethno-religioesen Gruppen wie zB auch die Drusen und Sikhs - wieder was gelernt, gelt? :p

Wieso sollte ich mich weigern, etwas zu akzeptieren?
Wenn jemand die Expertise hat und mich überzeugt,
wäre ich der Letzte, der auf seinen Standpunkt auf Teufel komm raus beharrt.

Nur nochmals:
Wenn ich über religiöse Konfliktpotentiale schreibe, und schreibe
- über Buddhisten-Rohingya
- über katholische und evangelische Christen in Irland.
- über Judäa-Palästina (wie hier im Thread)

Warum stürzt man sich denn dann nur auf das eine Thema und lässt die anderen vollkommen außen vor?

Und nochmals, wenn ich schreibe, ich möchte für keine der beiden Seiten Stellung beziehen,
warum wird mir dann unterstellt, dass ich genau dies täte?

Aber vielleicht ist es einfach so,
dass es Menschen, die sich darin recht gut auskennen überaus nervt,
wenn andere Menschen sich da eine Meinung bilden,
die aus ihrer Sichtweise nicht stimmt.
Liegt darin diese heftige Reaktion?
Ich kann mir allerdings so eine Reaktion bei evangelischen oder katholischen Christen nicht vorstellen,
wenn man sie auf Irland und die Konfessionskämpfe dort anspricht.
Was ist hier so grundlegend anders?
Wieso steckt hier gleich so unglaublich viel Emotion drin?
Das ist Kapitalismus:
Man kauft Dinge, die man nicht braucht von Geld, das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.

Volker Pispers
Benutzeravatar
Liegestuhl
Beiträge: 37542
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 12:04
Benutzertitel: Herzls Helfer
Wohnort: אולדנבורג

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Liegestuhl » Mo 30. Nov 2020, 20:17

Papaloooo hat geschrieben:(28 Nov 2020, 08:27)
Für die Rohingyas ist allerdings der Buddhismus durchaus gefährlich.
Für die Palästinenser ist es der Judaismus.


Nein, für die Palästinenser sind weder Juden, Judaismus, Judentum oder Zionismus gefährlich. Sie wären eine Chance gewesen. Hätten sich die in Palästina ansässigen Araber dafür entschieden, gemeinsam mit den einwandernden Zionisten einen Staat zu errichten, wären sie neben den Juden der größte Nutznießer dieses Staates geworden. Sie hätten von materiellen Werten, der Einstellung und vom Knowhow der Zionisten profitiert. Was Bildungsgrad und Vermögen angeht, wären sie heute die Schweizer unter den Arabern. Diese Chance hätte es sogar mehrfach in der gemeinsamen Geschichte gegeben.

Was den Palästinensern immer wieder gefährlich wird, ist der Irrglaube, man müsse nur zu jedem und allem NEIN sagen, um irgendwann wieder auf den Status ante bellum zu gelangen. Zerstörung, Ablehnung und destruktives Verhalten prägt dieses Volk und ihre Führung seit Jahrzehnten. Seit Mitte des letzten Jahrhunderts wird der aussichtslose Kampf gegen einen militärisch übermächtigen Gegner geführt. Das Ergebnis ist jedes Mal, dass sich die Palästinenser anschließend in einer schlechteren Lage befinden. Das ist leider Teil der palästinensischen Tragödie.

Die Israelis sind nicht dumm. Ich bin davon überzeugt, dass die überwältigende Mehrheit gerne mit den Palästinensern kooperieren würde, anstatt sie mit militärischen Mitteln in Schach zu halten. Das ist unglaublich teuer, ressourcenfressend und greift das jüdische Selbstverständnis an. Leider ist Israel diesen Sachzwängen ausgesetzt.

Und wenn du mal in die Geschichte schaust, wie sich palästinensische Führer im arabischen Ausland aufgeführt haben und wie das palästinensische Volk anschließend für dieses Verhalten leiden musste, wird dir auffallen, dass nicht die Juden oder das Judentum das Übel für die Palästinenser sind.
Ich schulde dem Leben das Leuchten in meinen Augen.
PeterK
Beiträge: 9522
Registriert: Di 31. Mai 2016, 11:06

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon PeterK » Mo 30. Nov 2020, 20:24

Papaloooo hat geschrieben:(30 Nov 2020, 17:44)
Dass ich Juden und Palästinenser seit Jahrzehnten gegenseitig bekriegen,steht ja wohl außer Frage, oder?

Nein, das steht nicht "außer Frage".

Richtig ist IMO, dass Israel sich seit Jahrzehnten gegen Angriffe der lieben Nachbarschaft wehrt. Unter den Aggressoren gibt es auch arabische Palästinenser. Das bedeutet aber keineswegs, dass Israel "die Palästinenser bekriegt", zumal - wenn man es ganz genau nehmen will - die Bevölkerung Israels zumindest teilweise aus jüdischen und arabischen Palästinensern besteht.

Ich lasse mich aber gern eines Besseren belehren, falls ich mich irren sollte.
Benutzeravatar
aleph
Moderator
Beiträge: 10702
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 18:25
Benutzertitel: Hat den Überblick
Wohnort: ប្រទេសអាល្លឺម៉ង់

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon aleph » Mo 30. Nov 2020, 20:45

Liegestuhl hat geschrieben:(30 Nov 2020, 20:17)

Nein, für die Palästinenser sind weder Juden, Judaismus, Judentum oder Zionismus gefährlich. Sie wären eine Chance gewesen. Hätten sich die in Palästina ansässigen Araber dafür entschieden, gemeinsam mit den einwandernden Zionisten einen Staat zu errichten, wären sie neben den Juden der größte Nutznießer dieses Staates geworden. Sie hätten von materiellen Werten, der Einstellung und vom Knowhow der Zionisten profitiert. Was Bildungsgrad und Vermögen angeht, wären sie heute die Schweizer unter den Arabern. Diese Chance hätte es sogar mehrfach in der gemeinsamen Geschichte gegeben.

Was den Palästinensern immer wieder gefährlich wird, ist der Irrglaube, man müsse nur zu jedem und allem NEIN sagen, um irgendwann wieder auf den Status ante bellum zu gelangen. Zerstörung, Ablehnung und destruktives Verhalten prägt dieses Volk und ihre Führung seit Jahrzehnten. Seit Mitte des letzten Jahrhunderts wird der aussichtslose Kampf gegen einen militärisch übermächtigen Gegner geführt. Das Ergebnis ist jedes Mal, dass sich die Palästinenser anschließend in einer schlechteren Lage befinden. Das ist leider Teil der palästinensischen Tragödie.

Die Israelis sind nicht dumm. Ich bin davon überzeugt, dass die überwältigende Mehrheit gerne mit den Palästinensern kooperieren würde, anstatt sie mit militärischen Mitteln in Schach zu halten. Das ist unglaublich teuer, ressourcenfressend und greift das jüdische Selbstverständnis an. Leider ist Israel diesen Sachzwängen ausgesetzt.

Und wenn du mal in die Geschichte schaust, wie sich palästinensische Führer im arabischen Ausland aufgeführt haben und wie das palästinensische Volk anschließend für dieses Verhalten leiden musste, wird dir auffallen, dass nicht die Juden oder das Judentum das Übel für die Palästinenser sind.

Ich glaube, es war der israelische Botschafter Avi Primor, der im Presseclub sagte, die Juden würden gerne die Mehrheit in Israel bleiben wollen.
Auf dem Weg zum Abgrund kann eine Panne lebensrettend sein. Walter Jens
Besser schweigen und als Narr zu scheinen, als sprechen und jeden Zweifel zu beseitigen. Abraham Lincoln

Zurück zu „35. Israel & Palästina“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste