Alltagskultur in Palästina und Israel

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Maxxy01
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Maxxy01 » Mo 6. Jul 2020, 15:45

Eulenwoelfchen hat geschrieben:Weitere Wahrheiten von Frau Meir:

„Wenn es Frieden gibt, werden wir den Arabern vielleicht noch rechtzeitig verzeihen können, dass sie unsere Söhne getötet haben. Aber es wird schwieriger für uns sein, ihnen zu verzeihen, dass sie uns gezwungen haben, ihre Söhne zu töten.“
...


Manche Politiker sind geradezu genial darin, sich als Friedensengel darzustellen.
Und zu anderen würde sowas wiederum gar nicht passen.
Ich muss wieder an den unsäglichen Donald Trump denken. Der würde nicht einmal im Traum daran denken, sich selber als fleischgewordene Barmherzigkeit zu verkaufen.
Eulenwoelfchen

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Eulenwoelfchen » Mo 6. Jul 2020, 15:56

Maxxy01 hat geschrieben:(06 Jul 2020, 15:45)

Manche Politiker sind geradezu genial darin, sich als Friedensengel darzustellen.


Es soll auch welche gegeben haben, die am Jom Kippur-Feiertag, dem höchsten jüdischen Festtag nicht mir
der geradezu tödlichen Unheiligkeit und alles Jüdische in den Dreck tretenden Hinterhältigkeit eines militärischen Angriffs mehrer arabischer Staaten
gerechnet hatten. Selbst auf palästinensisch/arabischer Seite einen religiösen und politischen Restanstand voraussetzten.
Sowas kann sog. Friedensengel den politischen Kopf kosten. Vor allem auch, weil diese allzu wohlmeinende, politisch etwas leichtsinnige Haltung den Staat Israel
beinahe denselbigen gekostet hätte...

Zu Ihrer kruden VS-Theorie, die Anerkennung des Staates Israel durch die Palästinenser wäre nur "geniales" Täuschungsmanöver lese ich hingegen nichts...*plafonds*
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Maxxy01
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Maxxy01 » Mo 6. Jul 2020, 16:27

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(06 Jul 2020, 15:56)

Es soll auch welche gegeben haben, die am Jom Kippur-Feiertag, dem höchsten jüdischen Festtag nicht mir
der geradezu tödlichen Unheiligkeit und alles Jüdische in den Dreck tretenden Hinterhältigkeit eines militärischen Angriffs mehrer arabischer Staaten
gerechnet hatten. Selbst auf palästinensisch/arabischer Seite einen religiösen und politischen Restanstand voraussetzten.
Sowas kann sog. Friedensengel den politischen Kopf kosten. Vor allem auch, weil diese allzu wohlmeinende, politisch etwas leichtsinnige Haltung den Staat Israel
beinahe denselbigen gekostet hätte...

Na siehst du. Also nix Friedensengel, sondern knallharte Abwehr der Aggression.

Ich persönlich halte nämlich überhaupt nichts von Feindesliebe, wie sie der Angenagelte gepredigt hat. Allerdings finde ich geheuchelte Barmherzigkeit auch nicht so toll.
Doch Politiker sind eben so. Sie vertreten ihre Partei oder ihr Land und dabei wird nunmal übertrieben, geheuchelt und gelogen, dass sich die Balken biegen. Ganz normal.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Vongole » Mo 6. Jul 2020, 17:34

Der isr. Reporter Zvi Yechezkeli filmte mit versteckter Kamera im Westjordanland, um palästinensische Ansichten über isr. Annexionspläne zu erfahren.
Die Antworten dürften einige überraschen, mich weniger. Es scheint eine große Kluft zwischen den Verlautbarungen der PA und der Einstellung der Bewohner zu geben.
Ein Beispiel:

One Palestinian woman speaking to the reporter by phone estimated that in her village, about 80 percent of people would prefer Israeli citizenship and 20 percent want it but would not say so publicly, according to the report posted on Channel 13 earlier this month. The Kohelet Policy Forum posted the video with an English translation on YouTube on Tuesday.

Die deutlichen Aussagen anderer sind hier in englischer Übersetzung zu hören:
https://www.jns.org/undercover-reporter ... tizenship/
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Orbiter1 » Mo 6. Jul 2020, 18:02

Vongole hat geschrieben:(06 Jul 2020, 17:34)

Der isr. Reporter Zvi Yechezkeli filmte mit versteckter Kamera im Westjordanland, um palästinensische Ansichten über isr. Annexionspläne zu erfahren.
Die Antworten dürften einige überraschen, mich weniger. Es scheint eine große Kluft zwischen den Verlautbarungen der PA und der Einstellung der Bewohner zu geben.
Ein Beispiel:

One Palestinian woman speaking to the reporter by phone estimated that in her village, about 80 percent of people would prefer Israeli citizenship and 20 percent want it but would not say so publicly, according to the report posted on Channel 13 earlier this month. The Kohelet Policy Forum posted the video with an English translation on YouTube on Tuesday.

Die deutlichen Aussagen anderer sind hier in englischer Übersetzung zu hören:
https://www.jns.org/undercover-reporter ... tizenship/
Jetzt müssen sie uns nur noch erzählen die israelische Regierung hat die Absicht die Palästinenser im Westjordanland zu israelischen Staatsbürgern zu machen und die Komplettverarschung ist perfekt.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Maxxy01 » Mo 6. Jul 2020, 18:03

Vongole hat geschrieben:[i]One Palestinian woman speaking to the reporter by phone estimated that in her village, about 80 percent of people would prefer Israeli citizenship and 20 percent want it but would not say so publicly ...


Interessant.
Was lässt sie vermuten, dass das ihre Lage verbessern würde?
Naja, wer in der Scheiße sitzt, ist dankbar für jeden Strohhalm, an dem er sich eventuell herausziehen kann.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Maxxy01 » Mo 6. Jul 2020, 18:06

Orbiter1 hat geschrieben:(06 Jul 2020, 18:02)

Jetzt müssen sie uns nur noch erzählen die israelische Regierung hat die Absicht die Palästinenser im Westjordanland zu israelischen Staatsbürgern zu machen ...

Wenn dieses Land an Israel fällt, gibt es wohl keine andere Möglichkeit, denn die Menschen sind schließlich da.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Vongole » Mo 6. Jul 2020, 18:57

Orbiter1 hat geschrieben:(06 Jul 2020, 18:02)

Jetzt müssen sie uns nur noch erzählen die israelische Regierung hat die Absicht die Palästinenser im Westjordanland zu israelischen Staatsbürgern zu machen und die Komplettverarschung ist perfekt.

Gut, dann für Sie noch mal in einfachen Worten: Die Reportage sagt nichts anderes aus, als dass Palästinenser lieber unter einer isr. als der augenblicklichen Regierung leben würden, und auch warum das so ist.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Senexx » Mo 6. Jul 2020, 19:34

Vongole hat geschrieben:(06 Jul 2020, 18:57)

Gut, dann für Sie noch mal in einfachen Worten: Die Reportage sagt nichts anderes aus, als dass Palästinenser lieber unter einer isr. als der augenblicklichen Regierung leben würden, und auch warum das so ist.
Sagt die Reportage nicht.

N=? Jedenfalls eine kleine Zahl nicht repräsentativ ausgewählter Interviewpartner.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon jellobiafra » Mo 6. Jul 2020, 21:09

Das ist halt das Problem, dass man kein jüdisches, demokratisches Grossisrael haben kann.
Schrieb Broder in "Die Irren von Zion". Ist schon eine Zeitlang her.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Adam Smith » Mo 6. Jul 2020, 21:28

jellobiafra hat geschrieben:(06 Jul 2020, 21:09)

Das ist halt das Problem, dass man kein jüdisches, demokratisches Grossisrael haben kann.
Schrieb Broder in "Die Irren von Zion". Ist schon eine Zeitlang her.


Für dich ist also ein Israel mit dem Westjordanland ein Grossisrael.

Einige haben sich ja den IS oder das Osmanische Reich zum Vorbild genommen um Grossisrael darzustellen.

https://mobile.twitter.com/provomed/sta ... 8259459072

Das Völkerbundmandat für Palästina sah so aus.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6 ... C3%A4stina

Wobei zur Region Palästina auch Syrien gehört.

Anzumerken wäre noch, dass das Osmanisch Reich die Bezeichnung Palästina nicht verwendet hat.
Das ist Kapitalismus:

Die ständige Wahl der Bürger bestimmt das Angebot.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon jellobiafra » Mo 6. Jul 2020, 21:35

Adam Smith hat geschrieben:(06 Jul 2020, 21:28)

Für dich ist also ein Israel mit dem Westjordanland ein Grossisrael.

Einige haben sich ja den IS oder das Osmanische Reich zum Vorbild genommen um Grossisrael darzustellen.

https://mobile.twitter.com/provomed/sta ... 8259459072

Das Völkerbundmandat für Palästina sah so aus.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6 ... C3%A4stina

Wobei zur Region Palästina auch Syrien gehört.

Anzumerken wäre noch, dass das Osmanisch Reich die Bezeichnung Palästina nicht verwendet hat.


Eine Gleichsetzung Osmanisches Reich = Grossisrael wäre mir neu und ist auch historisch schwer zu begründen. Aber ich lerne gerne dazu.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Adam Smith » Mo 6. Jul 2020, 21:37

jellobiafra hat geschrieben:(06 Jul 2020, 21:35)

Eine Gleichsetzung Osmanisches Reich = Grossisrael wäre mir neu und ist auch historisch schwer zu begründen. Aber ich lerne gerne dazu.


Wie kommen die sonst auf dieses grosse Gebiet?
Das ist Kapitalismus:

Die ständige Wahl der Bürger bestimmt das Angebot.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon jellobiafra » Mo 6. Jul 2020, 21:46

Adam Smith hat geschrieben:(06 Jul 2020, 21:37)

Wie kommen die sonst auf dieses grosse Gebiet?


Antiisraelische Propaganda.

Broder hat das jedenfalls nicht so gemeint.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon JJazzGold » Mo 6. Jul 2020, 22:20

Orbiter1 hat geschrieben:(06 Jul 2020, 19:26)

Das ist ja wirklich erstaunlich. Offenbar gibt es Menschen die lieber selbstbestimmt in Freiheit leben würden als in einem Staat der zu 100% vom Ausland abhängig sowie von hohen Mauern umgeben ist und den man auch nicht verlassen kann wenn man es möchte. Wer hätte das gedacht?


Jeder, dem bekannt ist, dass schon bei früheren Gebietstausch Gedanken Palästinenser geäussert haben, dann die israelische Regierung zu bevorzugen.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Vongole » Di 7. Jul 2020, 00:21

JJazzGold hat geschrieben:(06 Jul 2020, 22:20)

Jeder, dem bekannt ist, dass schon bei früheren Gebietstausch Gedanken Palästinenser geäussert haben, dann die israelische Regierung zu bevorzugen.

Die palästinensische Polizei hat übrigens nach Ausstrahlung des Interviews alle Personen verhaftet, die sich pro-israelisch äußerten.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Eulenwoelfchen » Di 7. Jul 2020, 01:23

Maxxy01 hat geschrieben:(06 Jul 2020, 16:27)

Na siehst du. Also nix Friedensengel, sondern knallharte Abwehr der Aggression....


Den Schubladen-Käse vom Friedensengel brachten Sie ins Spiel, nicht ich.
Ich halte und hielt Frau Meir immer für eine sehr kluge politische Frau, die im Unterschied zu Ihrer Verächtlichmachung Ihrer politischen Person
nie einen Zweifel daran hatte, dass sie sowohl als Aussenministerin als auch als Premierministerin den Schutz und die Verteidigung
des Staates Israel niemals preisgaben würde oder gar für irgendwelche Friedensträume auf Spiel setzte.
Ob man jemandem wie Frau Meir vorwerfen kann, dass sie als damalige Premierministerin Israels grundsätzlich jede arabische Regung,
sprich Arabische Politiker für unheilbare Verbrecher halten sollte, oder ihnen einen gewissen Restanstand und -verstand zubilligen könne,
der kühlen Kopf bewahrt statt fanatisiert loszurennen, darüber kann man diskutieren.

Die damaligen Warnungen von jordanischer Seite kurz vor Beginn des Jom-Kippur-Angriffs hielt sie für zu unrealistisch. Was sie letztlich später auch ihr Amt kostete.
Aber eine reine Friedenstaube (in Ihrem Verachtungssprech "Friedensengel") war Golda Meir sicher nicht.
Sondern durchaus wehrhaft bis zum Äussersten. Sie hat damals, als es anfangs für Israael im Jom Kippur-Krieg sehr kritisch wurde,
auch die atomare Gefechtsbereitschaft Israels angeordnet. (Unter anderem mit Kairo und Damaskus als Zielen).

Was die USA dazu bewegte, mit einer gigantischen Luftbrücke über den portugiesischen Stützpunkt der USA
auf den Azoren Israel mit Waffen und Versorgung von kriegswichtigen Material zu stützen. Mit Airforce Begleitschutz ab den Azoren
und einer Schutzkette der Navy, die alle 300 Meilen über die gesamte Mittelmeerroute mit amerikanischen Kriegsschiffen incl. Flugzeugträger
die Lufttransporte schützte. Bis vor die Haustüre Israels. Ab da übernahm dann der Begleitschutz der Luftstreitkräfte unter dem Davidstern
den Weg bis zum Landepunkt Ben Gurion.

Fast alle europäischen Staaten, vor allem auch Deutschland, verweigerten nämlich den USA Hafennutzung oder Lande- bzw. Überflugsrechte.
Als Kotau der Ölerpressung der arabischen Staaten. Lieber Israel über die Klinge springen lassen als auf Öl aus Arabien zu verzichten.
Wenn man so will, war damals Portugal das einzige europäische Land, dass sich der US-Hilfe und damit der Hilfe für Israel nicht
versperrte. DAS sollte man diesem EU-Land bis heute hoch anrechnen. Genauso hoch, wie man speziell Deutschland die
Hilfsverweigerung anlasten sollte. Eine der schlimmsten, und wieder gegen Juden gerichtete Entscheidung eines deutschen Staates.
Unter dem damaligen deutschen Bundeskanzler Herbert Ernst Karl Frahm einer SPD/FDP-Koalition. *Pfui Teufel*

Die USA halfen also faktisch als einzige ernstzunehmende Macht dem Staat Israel in dessen Überlebenskampf. Auch um eine atomare
Eskalation zu verhindern, weil man für diesen Fall ein Eingreifen der UDSSR befürchtete, die Ägypten und Syrien des
Blutdiktators Hafiz al Assad damals als mächtiger Verbündeter und Lieferant neuester, auch für Israel sehr gefährlicher Kriegswaffen, sehr nahe stand.

Allerdings ist es aller Ehren wert, auch darüber nachzudenken, wie man Frieden mit Nachbarn erreichen kann.
Oder sind Sie der generellen Ansicht, dass es bessere Lebensumstände sind, wenn sich Nachbarn, Staaten usw.
regelmäßig und zuverlässig bedrohen und die Köpfe einzuschlagen versuchen, statt dauerhafte und zuverlässige
friedliche Lebensbedinungen zu schaffen?

Immerhinque kostete es zwei Politiker ihr Leben. Anwar al Sadat und Jitzchak Rabin. Politiker, die kriegs- und kampferfahren letzlich umdachten, ohne naiv zu sein.
Frieden als einzigen zukunftsfähigen Ausweg sahen. Obwohl sie beide wussten, was Krieg ist und bedeutet. Einerseits Aggression mit dem Ziel,
den anderen zu zerstören und auf der anderen Seite Verteidigung des nackten Überlebens eines Staates und Schutz seiner Menschen.

Kurz bevor Rabin von einem fanatisierten Attentäter erschossen wurde, hielt er noch eine denkwürdige Rede, in der er sagte:
"Der Weg des Friedens ist dem Weg des Krieges vorzuziehen. Ich sage euch dies als jemand, der 27 Jahre lang ein Mann des Militärs war.“

Israel wurde viermal von vereinigten arabischen und ägyptischen Armeen angegriffen, um es zu vernichten.
Und unzählige Male nachfolgend von palästinensisch-arabischer und mittlerweile auch iranischer Seite,
um das zu vollenden, was mehreren arabischen Armeen nie gelang: Israel zu zerstören. Unter welchem Vorwand einer Rechtfertigung auch immer...

Kurz gesagt, auch wenn Jordanien und vor allem Ägypten Friedensverträge mit Israel schlossen, bedeutete das nur weniger bis keine Bedrohung
von diesen Seiten. Dafür umso mehr von dieser pseudomuslimisch angestrichenen, gottlosen und korrupten Terrorpolitikerkaste der Hamas und PA/Fatah & Co. und deren Unterstützerstaaten - Eine friedensunwillige, politische Erpresser- und Falschspielerkaste incl. der Menschen, die sie angeblich vertreten (und dauerverhetzen). Eine mörderische palästinensische Politiker-Elite, die in summa recht gut davon lebt: Mord, Terror und Friedensunwilligkeit (als Geschäftsmodell).

Realistischer Weise wird es keine Zweistaaten-Friedenslösung geben. Das zeichnet sich immer mehr ab. Es gab seitens der Palästinenser
genügend ernsthafte Handreichungen Israels, die stets mit Terror. Bedrohung und Mord beantwortet wurden. Als Botschaft, dass es keinen
Frieden und Verhandlungen als Lösung geben könne, sondern nur die Zerstörung Israels.

Ob dieses Kalkül aufgeht, ist zu bezweifeln. Denn egal, wer in Israel das politische Sagen hat oder haben wird,
an oberster Stelle wird immer der Schutz und die Verteidigung des Rechtsstaates Israel, seiner Menschen und seiner
demokratischen Freiheitsrechte stehen.
Die IDF heisst ja nicht umsonst, und gemäß ihres Daseinszwecks, so wie sie eben heisst: Defense Force...

Ob und wie lange die schon angesprochenen antisemitischen Dauerlügner und politischen Falschspieler und Hassverbreiter auf der palästinensischen Seite
ihren Terror nach innen und aussen weiter vollführen können, wird sehr von den Entscheidungen der Finanzgeber und Unterstützerstaaten abhängen.
Solange die USA die einzige politische Macht sind, die mehr und mehr von der finanziellen Unterstützung "Geld gegen Frieden" Abstand nehmen,
damit alleine sind. Vor allem die EU ungerührt weiterhin die politischen Lügen und leeren Versprechungen von HAMAS und PA/Fatah glaubt oder auf
den gespielten Friedenswillen hereinfällt, wird es so weitergehen. No real future für die heutigen und morgigen Generationen der Menschen in den
sog. palästinensischen Autonomiegebieten und dem hamasterrorisierten Gaza.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon JJazzGold » Di 7. Jul 2020, 07:44

Vongole hat geschrieben:(07 Jul 2020, 00:21)

Die palästinensische Polizei hat übrigens nach Ausstrahlung des Interviews alle Personen verhaftet, die sich pro-israelisch äußerten.


Das ist die Gefahr bei den Interviews. Kein Wunder, dass die Menschen Angst haben, sich zu äussern. Es sei denn im Gebrüll gegen Israel. Ich habe vor kurzem einen Bericht über die Al-Azhar Universität gelesen. Dort wird willkürlich von der Hamas Gesinnungspolizei verhaftet, von Professoren bis Studenten. Da wirken solche Auftritte

https://www.sueddeutsche.de/politik/isr ... 945202!amp

nicht mehr nur peinlich, sondern menschenverachtend.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt

Kranich oder gar nicht!
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Senexx » Mi 8. Jul 2020, 09:40

JJazzGold hat geschrieben:(07 Jul 2020, 07:44)

Das ist die Gefahr bei den Interviews. Kein Wunder, dass die Menschen Angst haben, sich zu äussern. Es sei denn im Gebrüll gegen Israel. Ich habe vor kurzem einen Bericht über die Al-Azhar Universität gelesen. Dort wird willkürlich von der Hamas Gesinnungspolizei verhaftet, von Professoren bis Studenten. Da wirken solche Auftritte

https://www.sueddeutsche.de/politik/isr ... 945202!amp

nicht mehr nur peinlich, sondern menschenverachtend.

Einschränkung der Meinungsfreiheit kann durchaus auch positive Aspekte haben.

Ich würde mich nicht wundern, wenn die Mehrheit der Ägypter die Vernichtung Israels begrüßen würden.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon JJazzGold » Mi 8. Jul 2020, 10:40

Senexx hat geschrieben:(08 Jul 2020, 09:40)

Einschränkung der Meinungsfreiheit kann durchaus auch positive Aspekte haben.

Ich würde mich nicht wundern, wenn die Mehrheit der Ägypter die Vernichtung Israels begrüßen würden.


Das kann ich mir auch gut vorstellen. Ich habe, zwangläufig in einem begrenzten Umfeld, die Erfahrung gemacht, dass die Kopten eher pro Israel sind und muslimische die Mittel- und Unterschicht eher gegen Israel eingestellt ist.
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