Alltagskultur in Palästina und Israel

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Umetarek
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von Umetarek »

Adam Smith hat geschrieben:(12 Nov 2019, 17:43)

Sieht man den Granatäpfeln das nicht an?
Wie sollte man ihnen das ansehen?
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von Adam Smith »

Umetarek hat geschrieben:(12 Nov 2019, 17:45)

Wie sollte man ihnen das ansehen?
Sehen die jetzt alle gleich aus und die Unterschiede tauchen erst auf, wenn man sie essen möchte?
Das ist Kapitalismus:

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Orbiter1
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von Orbiter1 »

Adam Smith hat geschrieben:(12 Nov 2019, 17:38)

Und wenn die Tomaten, die in Italien verarbeitet werden, aus China stammen und das nicht draufsteht?
Es geht nicht um verarbeitete Lebensmittel.

".. bei verarbeiteten Lebensmitteln entfällt die verpflichtende Herkunftsangabe. Es muss zwar eine Firmenangabe auf der Dose stehen, dies kann aber der Hersteller, der Verpacker oder der Verkäufer sein. Die Tomaten können also aus China oder jedem anderen Land stammen, ohne dass der Kunde das tatsächliche Ursprungsand erfährt. … Wer auf original italienische Tomaten in welcher Form auch immer Wert legt, sollte auf Hinweise wie „garantiert italienische Tomaten“ oder „100% Pomodoro italiano“ achten." Quelle: https://www.augsburger-allgemeine.de/wi ... 83857.html
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von Moses »

Bitte nicht all zuweit vom Thema abkommen, danke

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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von Umetarek »

Adam Smith hat geschrieben:(12 Nov 2019, 17:50)

Sehen die jetzt alle gleich aus und die Unterschiede tauchen erst auf, wenn man sie essen möchte?
Mein Mann ist ägyptischer Herkunft und hat da nicht ganz unberechtigte Vorbehalte. Und nein, er möchte keine Israelis ins Meer werfen, aber er ist mit den Methoden des Staates Israel in Teilen absolut nicht einverstanden.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von Adam Smith »

Umetarek hat geschrieben:(12 Nov 2019, 17:58)

Mein Mann ist ägyptischer Herkunft und hat da nicht ganz unberechtigte Vorbehalte. Und nein, er möchte keine Israelis ins Meer werfen, aber er ist mit den Methoden des Staates Israel in Teilen absolut nicht einverstanden.
Was sollte denn in Bezug auf Gaza unternommen werden?
Das ist Kapitalismus:

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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von Umetarek »

Adam Smith hat geschrieben:(12 Nov 2019, 18:10)

Was sollte denn in Bezug auf Gaza unternommen werden?
Ich bin da politisch aktuell eher unbedarft, aber natürlich ist die Siedlungspolitik unter aller Sau. Die gegenseitige Zuspitzung hilft keinem weiter.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von Adam Smith »

Umetarek hat geschrieben:(12 Nov 2019, 18:15)

Ich bin da politisch aktuell eher unbedarft, aber natürlich ist die Siedlungspolitik unter aller Sau. Die gegenseitige Zuspitzung hilft keinem weiter.
Die gibt es nicht in Bezug auf Gaza. Hilft das was?
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von JJazzGold »

Cobra9 hat geschrieben:(12 Nov 2019, 10:54)

Wichtig wegen ?

Wo liegt jetzt die Bedeutung des Urteils für Dich. Ich möchte dann auch eine Auszeichung der Waren aus dem Hamas Gebiet usw.
Ich verlange ab jetzt eine gesonderte Kennzeichnung aller Produkte aus Gebieten, die als besetzt gelten, Krim, Ost Ukraine, Tibet, Südossetien, Abchasien, Nordzypern.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von Misterfritz »

JJazzGold hat geschrieben:(12 Nov 2019, 19:26)

Ich verlange ab jetzt eine gesonderte Kennzeichnung aller Produkte aus Gebieten, die als besetzt gelten, Krim, Ost Ukraine, Tibet, Südossetien, Abchasien, Nordzypern.
Es gab das doch früher auch schon, dass Lebensmittel aus Südafrika genau bezeichnet wurden, damit Leute, die die Apartheit nicht so apart fanden, diese Produkte nicht aus Versehen kauften.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von JJazzGold »

Misterfritz hat geschrieben:(12 Nov 2019, 20:39)

Es gab das doch früher auch schon, dass Lebensmittel aus Südafrika genau bezeichnet wurden, damit Leute, die die Apartheit nicht so apart fanden, diese Produkte nicht aus Versehen kauften.
Es werden auch heute schon israelische Produkte als aus den Settlements kommend gekennzeichnet. Dagegen, zumindest nach meinem Wissen, existiert keine solche Vorschrift für Produkte aus analogen Gebieten. Insofern ist das singulär auf Israel bezogene Urteil des EuGH ein devoter außenpolitischer Akt.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von Misterfritz »

JJazzGold hat geschrieben:(12 Nov 2019, 20:51)

Es werden auch heute schon israelische Produkte als aus den Settlements kommend gekennzeichnet. Dagegen, zumindest nach meinem Wissen, existiert keine solche Vorschrift für Produkte aus analogen Gebieten. Insofern ist das singulär auf Israel bezogene Urteil des EuGH ein devoter außenpolitischer Akt.
Dann können die Verbraucher doch auch gegen diese Nicht-Auszeichnung klagen, wenn es denn so gewünscht wird.
Das EuGh kann ja nur verhandeln, wenn es klagen gibt.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von conscience »

Das ist der "Gelbe Stern" für Produkte, die israelische Siedler unter dem Einsatz palästinensischen Arbeiter in den "Besetzten Gebieten" herstellen, damit der Verbraucher keine "zionistischen" Produkte kaufen soll. Hoffentlich geht der Schuss, wenn man sich an die Geschichte Made in Germany erinnert, nach hinten los.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von JJazzGold »

Misterfritz hat geschrieben:(12 Nov 2019, 20:55)

Dann können die Verbraucher doch auch gegen diese Nicht-Auszeichnung klagen, wenn es denn so gewünscht wird.
Das EuGh kann ja nur verhandeln, wenn es klagen gibt.
Ja, könnte man, aber es wird nicht passieren. Die anderen Gebiete beherbergen keine an der Produktion beteiligten Juden in ausreichendem Ausmaß. Sind ergo uninteressant für Antisemiten.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von Misterfritz »

JJazzGold hat geschrieben:(12 Nov 2019, 21:05)

Ja, könnte man, aber es wird nicht passieren. Die anderen Gebiete beherbergen keine an der Produktion beteiligten Juden in ausreichendem Ausmaß. Sind ergo uninteressant für Antisemiten.
Vielleicht sollte man das von der Seite der Verbraucher aus sehen.
Russische Produkte werden meistens (oft sogar in speziellen Supermärkten) an Leute mit russischen/sowjetischen MiGraHi gekauft, die dann auch die kyrillischen Etiketten lesen können. Und bei denen gehe ich mal davon aus, dass sie diese Problematik nicht interessiert - oder sie sogar die "russische Krim" gut finden. Warum sollten die klagen?
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von Kritikaster »

Misterfritz hat geschrieben:(12 Nov 2019, 21:26)

Vielleicht sollte man das von der Seite der Verbraucher aus sehen.
Russische Produkte werden meistens (oft sogar in speziellen Supermärkten) an Leute mit russischen/sowjetischen MiGraHi gekauft, die dann auch die kyrillischen Etiketten lesen können. Und bei denen gehe ich mal davon aus, dass sie diese Problematik nicht interessiert - oder sie sogar die "russische Krim" gut finden. Warum sollten die klagen?
Wenn in diesen Märkten die Waren tatsächlich nur mit Etiketten in kyrillischer Schrift versehen sind, wäre das allein wohl schon ein Klagegrund, fehlt darauf ein entsprechender Herkunftshinweis, nach diesem Urteil erst recht.

Das sollte man als Verbraucher tatsächlich mal in die Wege leiten, wenn man prüfen möchte, wie konsequent die EU-Staaten und in der Folge das EuGH mit dem Thema umgehen.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von Cobra9 »

Misterfritz hat geschrieben:(12 Nov 2019, 21:26)

Vielleicht sollte man das von der Seite der Verbraucher aus sehen.
Russische Produkte werden meistens (oft sogar in speziellen Supermärkten) an Leute mit russischen/sowjetischen MiGraHi gekauft, die dann auch die kyrillischen Etiketten lesen können. Und bei denen gehe ich mal davon aus, dass sie diese Problematik nicht interessiert - oder sie sogar die "russische Krim" gut finden. Warum sollten die klagen?
Da brauche Ich nicht vor dem EGH klagen wenn in Deutschland Etiketten nicht in Deutsch sind. Urteil des LG Köln reicht völlig.

Das Landgericht (LG) Köln hat entschieden, dass ausländische Lebensmittel deutsche Kennzeichnungen enthalten müssen (Urteil vom 30.07.2013, Az. 33 O 5/13) und wer dagegen verstößt kann den Behörden gemeldet werden.

Was aber was völlig anderes ist als eine politisch motivierte Kennzeichnung einer Serie von Produkten. Gut dann muss die EU um Diskriminierung vorzubeugen auch Produkte aus dem Gazastreifen mit dem Label Terroristen Herkunft betiteln. Weil Gaza ist in der Hand von Terroristen. Es geht hier lediglich um politisch motivierten Antisemitismus, nicht um Fairness für den Verbraucher.

Wollen wir wetten das sowas nie passieren wird ?
Mittlerweile zweifel Ich am Verstand, Verständnis unserer Politiker, Verantwortlichen. Was die insgesamt treiben ist idiotisch.

Entschuldige das man Südafrika als Beispiel für Israel herannimmt ist eher nicht so klug. Es ist nämlich das klassische Beispiel das man ungerechtfertigt mit Israel vergleicht.

Eine Situation in Israel vergleichbar mit dem alten Südafrika gibt's nicht. Ja teilweise werden Nichtjüdische Bürger benachteiligt was nicht akzeptabel ist. Aber wie im alten Südafrika ????

Bei weitem nicht.
Zuletzt geändert von Cobra9 am Mi 13. Nov 2019, 09:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von Kritikaster »

Cobra9 hat geschrieben:(13 Nov 2019, 09:16)

Da brauche Ich nicht vor dem EGH klagen wenn in Deutschland Etiketten nicht in Deutsch sind. Urteil des LG Köln reicht völlig.

Das Landgericht (LG) Köln hat entschieden, dass ausländische Lebensmittel deutsche Kennzeichnungen enthalten müssen (Urteil vom 30.07.2013, Az. 33 O 5/13) und wer dagegen verstößt kann den Behörden gemeldet werden.

Was aber was völlig anderes ist als eine politisch motivierte Kennzeichnung einer Serie von Produkten. Gut dann muss die EU um Diskriminierung vorzubeugen auch Produkte aus dem Gazastreifen mit dem Label Terroristen Herkunft betiteln. Weil Gaza ist in der Hand von Terroristen. Es geht hier lediglich um politisch motivierten Antisemitismus, nicht um Fairness für den Verbraucher.

Wollen wir wetten das sowas nie passieren wird ?
Mittlerweile zweifel Ich am Verstand, Verständnis unserer Politiker, Verantwortlichen. Was die insgesamt treiben ist idiotisch.

Entschuldige das man Südafrika als Beispiel für Israel herannimmt ist eher nicht so klug. Es ist nämlich das klassische Beispiel das man ungerechtfertigt mit Israel vergleicht.

Eine Situation in Israel vergleichbar mit dem alten Südafrika gibt's nicht.
Danke für den letzten Hinweis, da bist Du mir zuvor gekommen.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von Cobra9 »

JJazzGold hat geschrieben:(12 Nov 2019, 19:26)

Ich verlange ab jetzt eine gesonderte Kennzeichnung aller Produkte aus Gebieten, die als besetzt gelten, Krim, Ost Ukraine, Tibet, Südossetien, Abchasien, Nordzypern.

Du wirst lachen. Es gab die Idee schon wohl. Aber rate mal was in der EU nicht als notwendig gesehen wurde. Eine besondere Kennzeichnung der Produkte.

Aber natürlich kann man sich weiterhin bequem zurücklehnen und weiterhin sowas nicht einführen. Weil das Urteil ist ja nur gegen Israel gerichtet gewesen und da ist die EU sowas von Neutralität gezeichnet.

Ich sage nicht das Israel alles richtig macht. Bei weitem nicht. Aber Israel soll das und jenes bloß einhalten. Aber in den palästinensischen Gebieten gibt's Schulbücher die Israel zum Dämon machen und TV Propaganda die Terroranschläge toll findet. Gesponsert mit Mitteln der EU.

Da fragt man sich schon ob die Politiker blind oder dumm sind
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von Cobra9 »

Ein wunderbarer Kommentar dazu

https://www.welt.de/debatte/kommentare/ ... srael.html




Ich hab Mich entschlossen zumindest wo es möglich ist das Thema breit zu fächern und auch deutlich zur Sprache zu bringen
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von Misterfritz »

Kritikaster hat geschrieben:(13 Nov 2019, 09:02)

Wenn in diesen Märkten die Waren tatsächlich nur mit Etiketten in kyrillischer Schrift versehen sind, wäre das allein wohl schon ein Klagegrund, fehlt darauf ein entsprechender Herkunftshinweis, nach diesem Urteil erst recht.

Das sollte man als Verbraucher tatsächlich mal in die Wege leiten, wenn man prüfen möchte, wie konsequent die EU-Staaten und in der Folge das EuGH mit dem Thema umgehen.
Natürlich sind auf den Etiketten auch deutsche Bezeichnungen,
aber Markenname und Produktbezeichnung sind gross auf kyrillisch.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von Kritikaster »

Misterfritz hat geschrieben:(13 Nov 2019, 10:13)

Natürlich sind auf den Etiketten auch deutsche Bezeichnungen,
aber Markenname und Produktbezeichnung sind gross auf kyrillisch.
Ich kaufe da nicht ein, drum danke für die Info.

Bliebe also noch die Frage, ob die Kennzeichnung völkerrechtswidrig durch Russland besetzter Gebiete ebenso behandelt wird, wie die israelischen Siedlungsgebiete im besetzten Territorium.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von Misterfritz »

Kritikaster hat geschrieben:(13 Nov 2019, 10:18)

Ich kaufe da nicht ein, drum danke für die Info.

Bliebe also noch die Frage, ob die Kennzeichnung völkerrechtswidrig durch Russland besetzter Gebiete ebenso behandelt wird, wie die israelischen Siedlungsgebiete im besetzten Territorium.
Du findest diese Produkte aber auch in normalen Supermärkten - so zum Nachsehen.
Und nein, ich kaufe die auch nicht, sind mir zu fett, zu salzig, zu .... ;)
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von JJazzGold »

Cobra9 hat geschrieben:(13 Nov 2019, 09:32)

Du wirst lachen. Es gab die Idee schon wohl. Aber rate mal was in der EU nicht als notwendig gesehen wurde. Eine besondere Kennzeichnung der Produkte.

Aber natürlich kann man sich weiterhin bequem zurücklehnen und weiterhin sowas nicht einführen. Weil das Urteil ist ja nur gegen Israel gerichtet gewesen und da ist die EU sowas von Neutralität gezeichnet.

Ich sage nicht das Israel alles richtig macht. Bei weitem nicht. Aber Israel soll das und jenes bloß einhalten. Aber in den palästinensischen Gebieten gibt's Schulbücher die Israel zum Dämon machen und TV Propaganda die Terroranschläge toll findet. Gesponsert mit Mitteln der EU.

Da fragt man sich schon ob die Politiker blind oder dumm sind
Angesichts solcher einseitigen Urteile, ist mir das Lachen vergangen. Es hätte sich aus einem Urteil problemlos die pauschale Vorgabe rekrutieren lassen, dass alle Produkte aus besetzten Gebieten als solche zu kennzeichnen sind. Damit wäre den Klägern ad hoc der antisemitische Wind aus den Segeln genommen worden.
Nur ist das in der EU außenpolitisch nicht gewollt, da es reichlich aussenpolitischen und wirtschaftlichen Zündstoff beinhaltet.

Ich habe es schon vor Jahren geschrieben und ich bleibe nach wie vor dabei, ich wähle keine Partei, weder im Bund, noch in der EU, die meine hart erarbeiteten Steuergelder dazu nutzt palästinensischen Terror zu finanzieren.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von Orbiter1 »

Der saudische Außenminister macht eine klare Aussage wie nah sich Israel und Saudi-Arabien inzwischen gekommen sind.

"Saudi Arabia’s foreign minister said Israelis were not welcome to visit the kingdom after Israel decreed that Saudi citizens could visit its territory under certain circumstances, CNN reported on Monday. “Our policy is fixed. We do not have relations with the state of Israel and Israeli passport holders cannot visit the kingdom at the current time,” the U.S. broadcaster quoted Prince Faisal bin Farhan as saying." Quelle: https://m.jpost.com/Breaking-News/Saudi ... sit-615556
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von Vongole »

Heute Abend beginnt in Israel Yom HaShoah, der Gedenktag an die 6 Millionen Juden, die von den Nationalsozialisten, ihren Verbündeten und Helfern ermordet wurden.

Wegen der Beschränkungen durch Corona muss die Zeremonie in Yad Vashem leider virtuell stattfinden und wird ab 20:00 (19:00 in D) im Netz übertragen:
https://www.yadvashem.org/yv/en/remembr ... adcast.asp
https://www.yadvashem.org/yv/de/remembr ... 20.04.2020 (mit deutschen Untertiteln)
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von Antonius »

Vongole hat geschrieben:(20 Apr 2020, 17:05)
Heute Abend beginnt in Israel Yom HaShoah, der Gedenktag an die 6 Millionen Juden, die von den Nationalsozialisten, ihren Verbündeten und Helfern ermordet wurden.

Wegen der Beschränkungen durch Corona muss die Zeremonie in Yad Vashem leider virtuell stattfinden und wird ab 20:00 im Netz übertragen:
https://www.yadvashem.org/yv/en/remembr ... adcast.asp
Danke, Vongole, für diesen wichtigen Hinweis.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von Chajm »

Hier ist der Link zur Uebertragung mit deutschen Untertiteln:
https://www.yadvashem.org/yv/de/remembr ... 20.04.2020
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von Vongole »

Offensichtlich gibt es nichts, aber auch gar nichts, das die BDS- Antisemiten hindert, ihrem Israel-Hass freien Lauf zu lassen: :dead:

Am Vorabend des Holocaust-Gedenktags Jom Haschoa ist eine von der israelischen Botschaft in Deutschland organisierte Online-Diskussion mit einem Überlebenden des NS-Todeslagers Sobibor gestört worden.
Botschafter Jeremy Issacharoff teilte am Dienstagmorgen über Twitter mit, anti-israelische Aktivisten hätten den Vortrag des aus Israel zugeschalteten Zvi Herschel unterbrochen, Bilder von Adolf Hitler gezeigt und antisemitische Slogans gerufen.

https://www.juedische-allgemeine.de/pol ... -gedenken/
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von Fuerst_48 »

Vongole hat geschrieben:(21 Apr 2020, 15:07)

Offensichtlich gibt es nichts, aber auch gar nichts, das die BDS- Antisemiten hindert, ihrem Israel-Hass freien Lauf zu lassen: :dead:

Am Vorabend des Holocaust-Gedenktags Jom Haschoa ist eine von der israelischen Botschaft in Deutschland organisierte Online-Diskussion mit einem Überlebenden des NS-Todeslagers Sobibor gestört worden.
Botschafter Jeremy Issacharoff teilte am Dienstagmorgen über Twitter mit, anti-israelische Aktivisten hätten den Vortrag des aus Israel zugeschalteten Zvi Herschel unterbrochen, Bilder von Adolf Hitler gezeigt und antisemitische Slogans gerufen.

https://www.juedische-allgemeine.de/pol ... -gedenken/
Also hierzuforum weht solchen Typen ein scharfer Wind entgegen. Zurecht!
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von Vongole »

Fuerst_48 hat geschrieben:(21 Apr 2020, 19:04)

Also hierzuforum weht solchen Typen ein scharfer Wind entgegen. Zurecht!
Na ja, man muss ja nicht Hitler schreien, um seinen Abscheu über Israel auszudrücken. Da reichen auch durchaus "israelkritische" Bemerkungen bzw. Kommentare bestimmter Zeitungen aus,
versehen mit dem passenden eigenen Statement. ;)
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von Fuerst_48 »

Vongole hat geschrieben:(21 Apr 2020, 19:11)

Na ja, man muss ja nicht Hitler schreien, um seinen Abscheu über Israel auszudrücken. Da reichen auch durchaus "israelkritische" Bemerkungen bzw. Kommentare bestimmter Zeitungen aus,
versehen mit dem passenden eigenen Statement. ;)
Seit rund elf Jahren kenne ich die virtuellen Gepflogenheiten gewisser Kreise gegenüber Israel, den Juden und anderen Bereichen des Themenkreises.
Wirklich erschüttern kann mich diesbezüglich nichts mehr... :cool: :thumbup:
Zuletzt geändert von Fuerst_48 am Di 21. Apr 2020, 20:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von Teeernte »

Misterfritz hat geschrieben:(12 Nov 2019, 21:26)

Vielleicht sollte man das von der Seite der Verbraucher aus sehen.
Russische Produkte werden meistens (oft sogar in speziellen Supermärkten) an Leute mit russischen/sowjetischen MiGraHi gekauft, die dann auch die kyrillischen Etiketten lesen können. Und bei denen gehe ich mal davon aus, dass sie diese Problematik nicht interessiert - oder sie sogar die "russische Krim" gut finden. Warum sollten die klagen?
Hier im Osten gibts natürlich Leckerbissen aus Russland .... die Mann//Frau noch kennt .... egal wie die Beschriftet sind.

...gezuckerte Kondensmilch
....kandierte gezuckerte Kondensmilch
...Moskauer Eis
...russisches Konfekt..

(Bei EDEKA) ....sogar meistens teurer als heimische Produkte.

Bin ich in zB in Hannover/Frankfurt/Stuttgart - gibts die Produkte ebenso (ach mit russicher Schrift ), dann aber preiswerter.

Darauf einen Wodka Martini......gerührt....nicht geschüttelt. (nicht gescrambled) :D :D :D

....und da hätt ich jedes leckere Israelische Produkt -.... originalbeschriftet ebenso gekauft.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von Vongole »

Heute feiert Israel den Unabhängigkeitstag Yom Haatzmaut und damit seinen 72. Geburtstag, wegen Corona-Ausgangssperre leider nur mit einer virtuellen Party.
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Masel tov, Israel, Yom Huledet Sameach! :)
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BenJohn

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von BenJohn »

Gott segne die Israel Defense Forces!
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Fuerst_48
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von Fuerst_48 »

JJazzGold hat geschrieben:(13 Nov 2019, 10:36)

Angesichts solcher einseitigen Urteile, ist mir das Lachen vergangen. Es hätte sich aus einem Urteil problemlos die pauschale Vorgabe rekrutieren lassen, dass alle Produkte aus besetzten Gebieten als solche zu kennzeichnen sind. Damit wäre den Klägern ad hoc der antisemitische Wind aus den Segeln genommen worden.
Nur ist das in der EU außenpolitisch nicht gewollt, da es reichlich aussenpolitischen und wirtschaftlichen Zündstoff beinhaltet.

Ich habe es schon vor Jahren geschrieben und ich bleibe nach wie vor dabei, ich wähle keine Partei, weder im Bund, noch in der EU, die meine hart erarbeiteten Steuergelder dazu nutzt palästinensischen Terror zu finanzieren.
Kauf mal im Westjordanland HONIG. Was von unserer Gruppe 2015 welche gemacht hatten. Es hat beim Zoll vor der Ausreise die selbige erschwert.
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JJazzGold
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von JJazzGold »

Fuerst_48 hat geschrieben:(23 May 2020, 11:52)

Kauf mal im Westjordanland HONIG. Was von unserer Gruppe 2015 welche gemacht hatten. Es hat beim Zoll vor der Ausreise die selbige erschwert.
Das habe ich nicht vor. Meinen Honig habe ich jahrelang u.a. aus dem Jemen bezogen - problemlos. ;)
Ist fraglich, ob im Westjordanland von palästinensicher Seite in ausreichender Menge und Qualität soviel produziert wird, dass sich der Export lohnt.
Weshalb es doppelt unsinnig ist, einseitige Kennzeichnung zu verlangen.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von Fuerst_48 »

JJazzGold hat geschrieben:(23 May 2020, 12:19)

Das habe ich nicht vor. Meinen Honig habe ich jahrelang u.a. aus dem Jemen bezogen - problemlos. ;)
Ist fraglich, ob im Westjordanland von palästinensicher Seite in ausreichender Menge und Qualität soviel produziert wird, dass sich der Export lohnt.
Weshalb es doppelt unsinnig ist, einseitige Kennzeichnung zu verlangen.
Naja, Export ist übertrieben. Aber in dem Ort im Westjordanland gab es die Gelegenheit, Honig zu kaufen. Wie die Qualität war (ist) kann ich nicht sagen. Es war nur bei der Heimreise (Zoll im FH von TelAviv) ein Thema.
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Kloß mit Soß
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von Kloß mit Soß »

Was ich ganz spannend find ist die Küche in Israel. Die Würzgewohnheiten zum Beispiel, da wird deutlich stärker gewürzt.
Hat sich sogar MC Donalds drauf eingestellt, die israelischen Fillialen haben eine andere Zutaten-Zusammensetzung bei der Würze.

Wenn sich mal jemand an der koscheren Küche versuchen will, empfehl ich das hier:

Shakshuka (4P)

3 EL Olivenöl
1 m.-große Zwiebel, gehackt
1 Zehe/n Knoblauch, gehackt, nach Belieben
1 Paprikaschote(n), gewürfelt
5 Tomaten, reife, gewürfelt, oder eine Dose Tomaten
2 EL Tomatenmark
1 TL, gestr. Kreuzkümmel
1 TL, gestr. Paprikapulver, edelsüß
1 TL, gestr. Salz
Chilipulver oder Cayennepfeffer oder Pfeffer nach Geschmack
4 Eier
Koriander oder glatte Petersilie

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel, Knoblauch und Paprika unter Rühren ca. 5 Minuten glasig dünsten. Tomaten, Tomatenmark und Gewürze zugeben und ca 10 Minuten offen köcheln lassen. Jetzt mit einem Esslöffel 4 Mulden für die Eier in die Tomatenmasse drücken und jeweils ein Ei hineinschlagen. Deckel auflegen und ca. 5 Minuten weiter köcheln lassen. Das Ei soll innen noch leicht flüssig sein. Dann würzen.
KOH 12:5
Eulenwoelfchen

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von Eulenwoelfchen »

Für Interessierte hier das Orig.-Rezept von Dr. Shakshuka.

(Es gab mal eine Sendung im Fernsehen über ihn, in der er auch die Zubereitung seines shakshuka zeigte. Hatte mir damals die Rezeptur und die Zubereitung notiert.
Ausdrücklich erwähnte Dr. Shakshuka, daß er KEINE Zwiebeln verwendet und NUR GRÜNE Chileschoten)

orig.- shakshuka nach dr. shakshuka

Zutaten (für 2 Personen)

Für das Shakshuka:
100 ml gutes Olivenöl
2 grüne Chilischoten
2 EL frisch gehackter Knoblauch
800 g Tomaten (ca. 6 Stück)
1 TL Paprikapulver edelsüß
ca. 2,5 gestr. TL Meersalz (evtl. weniger)
1 TL schwarzer Pfeffer
4 Eier

Dazu: gutes Weißbrot zum Sauce auftunken (aus der Pfanne)

...und was Gutes zum Saufen (z.B. Holletauer "Kuchlbauer-Hefeweißbier"= keine Empfehlung von Dr. Shakshuka, sondern vom kleinen Eulenwölfchen :D


Zubereitung

- Öl in einer Pfanne erhitzen, die grünen Chilis in Ringe schneiden und im Öl anschmoren***.
- Nach ca. 2 Minuten den frisch gehackten Knoblauch hinzugeben.
- Die Tomaten Achteln, den Strunk herausschneiden und zum Öl geben. Die Sauce ca. 6 Minuten weiterschmoren.
- Das Paprikapulver hinzugeben und mit Salz und Pfeffer würzen.

Nun muss das Shakshuka einkochen – das dauert ca. 20 Minuten.

- Nochmals mit Salz abschmecken und dann die Eier hineinschlagen.

- Das Eiweiß zuletzt mit einer Gabel vorsichtig mit der Tomatensauce verrühren (am besten mit dem Gabelrücken in einer 8-er Bewegung den Eidotter gefühlvoll umrunden", ähnlich wie eine Brustwarzen-Wellness).
- Die Eier solange in der Pfanne schmoren, bis das Eiweiß stockt. Das Eigelb soll flüssig bleiben.
(Sobald das Eiweiß eine ganz leichte, milchig geschlossene Oberfläche zeigt, hat das Ei den richtigen Garpunkt= das Eigelb unter der milchigen Haut ist noch flüssig).

---
***Dr. Shakshuka bereitet das Gericht auf Pfannen über offenem Feuer zu, Gartemperatur/Hitze natürlich nach seiner Erfahrung.
Da ich auf einem Ceranfeld koche, erhitze ich das Olivenöl anfangs auf Maximum (Stufe 9), bis es heiss ist, dann gebe ich die Chilies rein
und reduziere die Hitze auf Stufe 6. Diese Temperatur nehme ich dann durchgehend für die komplette Zubereitung.
Kurz gesagt, das Shakshuka braucht meiner Meinung nach schon einen guten Hitzebumms, da Tomaten sehr viel Flüssigkeit haben und
eindicken sollten. Ebenso braucht das Ei zum Stocken in der offenen Pfanne Hitze...Sonst kann man warten, bis "ER" kommt...und das kann
bekanntlich dauern. :D
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JJazzGold
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von JJazzGold »

Bisher wurde seitens der Hamas der Eindruck vermittelt, Gaza sei ein von Hunger und Elend geplagter Appendix der autonomen palästinensischen Gebiete, der jeden Cent internationaler Unstützing dringend bedarfs. Da staunt man nicht schlecht, wenn man die Bilder sieht die unter #TheGazaYouDontSee geladen sind.

https://mobile.twitter.com/hashtag/TheG ... htag_click

Benötigt man dort tatsächlich noch meine Steuergelder?
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von Keoma »

JJazzGold hat geschrieben:(22 Jun 2020, 17:04)

Bisher wurde seitens der Hamas der Eindruck vermittelt, Gaza sei ein von Hunger und Elend geplagter Appendix der autonomen palästinensischen Gebiete, der jeden Cent internationaler Unstützing dringend bedarfs. Da staunt man nicht schlecht, wenn man die Bilder sieht die unter #TheGazaYouDontSee geladen sind.

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Nur wenn die Munition wieder knapp wird.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von JJazzGold »

Keoma hat geschrieben:(22 Jun 2020, 17:51)

Nur wenn die Munition wieder knapp wird.
So etwas Ähnliches dachte ich auch, als ich die Bilder sah. Mall, Luxushotel, Reitbahn, Restaurants, Eisdielen, Supermärkte, etc., dagegen sieht manche deutsche Kleinstadt schäbig aus.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von Keoma »

JJazzGold hat geschrieben:(22 Jun 2020, 18:16)

So etwas Ähnliches dachte ich auch, als ich die Bilder sah. Mall, Luxushotel, Reitbahn, Restaurants, Eisdielen, Supermärkte, etc., dagegen sieht manche deutsche Kleinstadt schäbig aus.
Freiluftgefängnis halt.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von tabernakel »

JJazzGold hat geschrieben:(22 Jun 2020, 17:04)

Bisher wurde seitens der Hamas der Eindruck vermittelt, Gaza sei ein von Hunger und Elend geplagter Appendix der autonomen palästinensischen Gebiete, der jeden Cent internationaler Unstützing dringend bedarfs. Da staunt man nicht schlecht, wenn man die Bilder sieht die unter #TheGazaYouDontSee geladen sind.

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Ja die werden weiterhin dringendst benötigt. Zum einen zum Kauf/Bau von Rüstungsgütern und Tunneln um den "heiligen" Krieg gegen Israel fortzusetzen, das kostet schießlich ne Menge! Zweitens um die Terrorstipendien weiterhin auszahlen zu können, auch sehr teuer. Und dann um die politische Elite in Gaza weiterhin zu finanzieren, das ist schließlich Dein Beitrag damit Du als Ungläubiger überhaupt weiter leben darfst! Wenigsten ne Weile bis das Kopfgeld ins Stocken gerät, oder einer in Gaza schlicht mal schlechte Laune bekommt ...
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von Elmar Brok »

JJazzGold hat geschrieben:(22 Jun 2020, 17:04)

Bisher wurde seitens der Hamas der Eindruck vermittelt, Gaza sei ein von Hunger und Elend geplagter Appendix der autonomen palästinensischen Gebiete, der jeden Cent internationaler Unstützing dringend bedarfs. Da staunt man nicht schlecht, wenn man die Bilder sieht die unter #TheGazaYouDontSee geladen sind.

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Benötigt man dort tatsächlich noch meine Steuergelder?
Ein komisches Statement. Dessen Message mir nicht so wirklich klar ist. Willst du die Lebensbedingungen ernsthaft auf Grundlage dieser Bilderreihe beurteilen und verallgemeinern?

Ist dein Schluss, dass es den Menschen dort “gut” geht?
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von JJazzGold »

tabernakel hat geschrieben:(24 Jun 2020, 21:28)

Ja die werden weiterhin dringendst benötigt. Zum einen zum Kauf/Bau von Rüstungsgütern und Tunneln um den "heiligen" Krieg gegen Israel fortzusetzen, das kostet schießlich ne Menge! Zweitens um die Terrorstipendien weiterhin auszahlen zu können, auch sehr teuer. Und dann um die politische Elite in Gaza weiterhin zu finanzieren, das ist schließlich Dein Beitrag damit Du als Ungläubiger überhaupt weiter leben darfst! Wenigsten ne Weile bis das Kopfgeld ins Stocken gerät, oder einer in Gaza schlicht mal schlechte Laune bekommt ...
Nicht zu vergessen die Märtyrer-Rente, die muss auch finanziert werden.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von JJazzGold »

Elmar Brok hat geschrieben:(24 Jun 2020, 21:51)

Ein komisches Statement. Dessen Message mir nicht so wirklich klar ist. Willst du die Lebensbedingungen ernsthaft auf Grundlage dieser Bilderreihe beurteilen und verallgemeinern?

Ist dein Schluss, dass es den Menschen dort “gut” geht?
Haben Sie das Gefühl, dass es den Menschen dort schlecht geht?

Offensichtlich existiert in Gaza sowohl eine Mittel-, als auch Oberschicht.
Die wird dafür sorgen, dass es den Menschen nicht schlecht geht.
Stichwort Reichensteuer.

Meine Steuergelder werden dazu nicht benötigt.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von Elmar Brok »

JJazzGold hat geschrieben:(24 Jun 2020, 22:44)

Haben Sie das Gefühl, dass es den Menschen dort schlecht geht?

Offensichtlich existiert in Gaza sowohl eine Mittel-, als auch Oberschicht.
Die wird dafür sorgen, dass es den Menschen nicht schlecht geht.
Stichwort Reichensteuer.

Meine Steuergelder werden dazu nicht benötigt.
Ich fand eigentlich nur die Argumentationsgrundlage recht schwach und gefährlich, sollte so etwas Systematik haben, wovon ich aber nicht ausgehe ;)

Eine Diskussion über die Lebensbedingungen wollte ich eher nicht anfangen. Dafür fehlt mir die Expertise, das gebe ich gerne zu. Vielmehr als erste Eindrücke und Nachgeplappere wäre das nicht.
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Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitrag von JJazzGold »

Elmar Brok hat geschrieben:(24 Jun 2020, 23:16)

Ich fand eigentlich nur die Argumentationsgrundlage recht schwach und gefährlich, sollte so etwas Systematik haben, wovon ich aber nicht ausgehe ;)

Eine Diskussion über die Lebensbedingungen wollte ich eher nicht anfangen. Dafür fehlt mir die Expertise, das gebe ich gerne zu. Vielmehr als erste Eindrücke und Nachgeplappere wäre das nicht.

Die Kluft, die zwischen veröffentlichter Information und privater Information der Gazaner über den Hashtag liegt, halte ich für bedenklich. In der Regel wird Gaza über die Hamas öffentlich als ein verelendeter Landstrich voll Blut, Schweiß und Tränen dargestellt und schuld daran ist selbstverständlich Israel. Die wenigsten von uns dürften in der Lage sein, das vor Ort zu überprüfen. Es lässt sich einfacher über die Shoppingmeile in Ramallah flanieren, als mal eben so im Luxushotel in Gaza zu residieren.

Dass die Hamas den #TheGazaYouDontSee gerne unterbinden möchte, ist nachvollziehbar. Weder im sog. Westen, noch bei den arabischen Brüdern dürfte angesichts der realen Bilder große Lust aufkommen, weiterhin Gelder in Gaza zu pumpen, da dieses offensichtlich dank einer florierenden Mittel- und Oberschicht hinreichend selbst in der Lage ist dafür zu sorgen, dass alle Gazaner ein Dach über dem Kopf, Essen auf dem Tisch haben und Kindern Schulen zur Verfügung stehen. Und das erstaunlicherweise, obwohl Israel angeblich Gaza wirtschaftlich stranguliert.

Anscheinend kann man es sich seitens der Hamas auch leisten Coronahilfe seitens arabischer Seite abzulehnen, nur weil die Hilfsgüter zwangsläufig auf dem nächstgelegenen Airport in Israel landeten. Es entbehrt nicht der Irritation, dass diese Hilfsgüter wieder auf die Reise gehend über Frankreich geflogen werden mussten, um nach Gaza geliefert werden zu können.

Bei mir bleibt die Frage zurück, woher die UN Organisation UNRWA, ausschließlich für Palästineser etabliert, mit ihrem großzügigen Mitarbeiterstab und reichlich internationalem finanziellen Sponsoring nach wie vor ihre Existenzberechtigung bezieht und es wundert mich nicht, dass sukzessive Staaten, wie z.B. die Schweiz und die Niederlande, aus dem Sponsoring aussteigen. Darüber sollte Deutschland auch nachdenken.

Nach zwanzig Jahren Tätigkeit im Nahen Osten und demzufolge einem nach wie vor existierenden Netzwerk, habe ich den zunehmend den Eindruck, dass der arabische Bruder die Faxen der Fake Darstellung durch die jeweilige Führung der Palästinenser, explizit der Hamas satt hat und am liebsten statt Gelder den Ratschlag, “Hilf dir selbst, dann hilft dir Allah“, gen Gaza und die weiteren palästinensischen autonomen Gebiete schicken würden. Man hat erkannt, dass es in der Hauptsache die palästinensischen Brüder sind, die eine vor den Kulissen stattfindende Zusammenarbeit mit Israel verhindern. Die ohnehin hinter den Kulissen längst stattfindet, momentan beschleunigt durch Corona.
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