Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

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Tom Bombadil
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon Tom Bombadil » So 2. Jun 2019, 09:42

Ger9374 hat geschrieben:(02 Jun 2019, 01:49)

Kritik an Israelischer Politik ist kein Antisemitismus!!!

Wer behauptet, dass die israelische Politik die deutschen Friedensbemühungen im Nahen Osten (welche sollen das eigentlich sein?) vereitelt und damit einzig den Israelis den schwarzen Peter unterjubeln will, der begibt sich angesichts des andauernden Terrors und Raketenbeschusses durch pal. Terroristen auf sehr, sehr dünnes Eis.
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DarkLightbringer
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon DarkLightbringer » So 2. Jun 2019, 10:06

In der Bundestagsdebatte hat sich Norbert Röttgen (Auswärtiger Ausschuss) dahingehend geäußert, dass es einen Plan B geben müsse, wenn der Atomdeal nicht zu halten ist.

Das spricht für eine erste Bewegung in Richtung Realismus.
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon PeterK » So 2. Jun 2019, 10:18

Dark Angel hat geschrieben:(01 Jun 2019, 19:50)
Nein, da ist nix ähnlich, weil die Bundesregierung nämlich NICHT mit der DDR-Regierung gekuschelt, sondern knallharte Bedingungen gestellt hat und diese Bedingungen waren derart, dass die Bundesregierung die Regierung der DDR gezwungen hat, sich wenigstens ansatzweise an die Schlussakte von Helsinki zu halten, welche die DDR-Regierung unterzeichnet (aber niemals ratifiziert) hat. Kein Eingehen auf die gestellten Bedingungen - keine Devisen und keine Kredite!
Merkste was?

Ja. Du schreibst dumm Tüch.
Um dieses mittelalterliche Verfahren für entwickelte Volkswirtschaften wenigstens halbwegs anwendbar zu machen, wies die Bundesregierung die Frankfurter Bundesbank an, DDR-Bezüge bis zu einem festgelegten Zeitpunkt und bis zu einer festgelegten Höhe kostenfrei zu kreditieren. Dieser sogenannte Swing -- 1972: 585 Millionen Mark verschafft den Ost-Berliner Staatsökonomen einen in dieser Form einmaligen Vorteil: Sie können westdeutsche Waren importieren, ohne im Gegenzug sofort eigene Produkte in der Bundesrepublik absetzen zu müssen: und sie brauchen für diesen Bank-Service dank der Bonner gesamtdeutsch motivierten Großherzigkeit nicht einmal Zinsen zu bezahlen.

https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42762302.html

BTT: Wie "knallhart" soll sich die deutsche Regierung Deiner Ansicht nach gegenüber dem Mullahregime verhalten? Sollte man dem Beispiel der "Resolution 661" (1990) folgen?
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon Ger9374 » So 2. Jun 2019, 10:40

Tom Bombadil hat geschrieben:(02 Jun 2019, 09:42)

Wer behauptet, dass die israelische Politik die deutschen Friedensbemühungen im Nahen Osten (welche sollen das eigentlich sein?) vereitelt und damit einzig den Israelis den schwarzen Peter unterjubeln will, der begibt sich angesichts des andauernden Terrors und Raketenbeschusses durch pal. Terroristen auf sehr, sehr dünnes Eis.



Gewalt ist kein Mittel um seine Interessen durchzusetzen.Das auch Israel diese anwendet ist unbestritten. Wie man dieses verkauft ist egal.Das Recht auf Selbstverteidigung des Staates Israel ist unbestritten. Doch wann hört dieses auf?
Wer zieht die Grenze? Die Naivität von Teilen der Palästinenser die noch immer Raketen auf Israel abschiessen zeigt nur das der Diplomatische Karren im Dreck ist.
Die Palästinenser brauchen Alternativen und eine Zukunftsperspektive. Eine neue jüngere Politische Führung der Plo könnte eventuell helfen .
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon H2O » So 2. Jun 2019, 10:46

Tom Bombadil hat geschrieben:(02 Jun 2019, 09:42)

Wer behauptet, dass die israelische Politik die deutschen Friedensbemühungen im Nahen Osten (welche sollen das eigentlich sein?) vereitelt und damit einzig den Israelis den schwarzen Peter unterjubeln will, der begibt sich angesichts des andauernden Terrors und Raketenbeschusses durch pal. Terroristen auf sehr, sehr dünnes Eis.


Da hätten Sie Recht; aber es ging darum, der Bundesregierung Kritik an israelischer Politik ab zu sprechen, die Gegenrichtung aber zu zu lassen. Das halte ich für unausgewogen.

Sie blenden aus, daß die Bundesrepublik mit allen Mächten, die darauf Einfluß nehmen könnten, viele Monate verhandelt hat, daß Iran seine nukleare Aufrüstung abbricht. Das ist gelungen, wie neutrale Überwachungsinstitutionen bestätigen. Ich halte das für eine anerkennenswerte Leistung, die Sie hier nicht gelten lassen wollen.
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon Tom Bombadil » So 2. Jun 2019, 11:08

Ger9374 hat geschrieben:(02 Jun 2019, 10:40)

Die Naivität von Teilen der Palästinenser die noch immer Raketen auf Israel abschiessen zeigt nur das der Diplomatische Karren im Dreck ist.

Wer den seit 70 Jahren andauernden Krieg und Terror der Araber gegen Israel als "Naivität" verkaufen will, der ist auch nicht objektiv und steht auf der gleichen sehr dünnen Eisdecke.


H2O hat geschrieben:(02 Jun 2019, 10:46)

Da hätten Sie Recht; aber es ging darum, der Bundesregierung Kritik an israelischer Politik ab zu sprechen, die Gegenrichtung aber zu zu lassen.

Hmmm, dann wäre also die Duldung von Antisemitismus in Deutschland gleichzusetzen mit dem Recht auf Selbstverteidigung Israels gegen Krieg und Terrorismus? Ich glaube, das solltest du nochmal überdenken.

Ich halte das für eine anerkennenswerte Leistung, die Sie hier nicht gelten lassen wollen.

Der Iran gehört für mich nicht zum Nahen Osten (kann man aber gerne anders sehen) und dieses "tolle" Atomabkommen halte ich aus drei Gründen für eine Farce:
1. durfte sich der Iran selber kontrollieren,
2. gab es keinen Zutritt zu militärischen Anlagen und
3. wurde damit viel Geld frei, mit dem der Iran im Nahen Osten den Terrorismus geschürt hat.
Ich sehe da nur sehr wenig Grund zum Feiern.

Und last but not least hat ja auch nicht Israel dieses Abkommen aufgekündigt, sondern die USA. Warum also dann Israel kritisieren?
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon Tom Bombadil » So 2. Jun 2019, 11:16

Das Ca­sus knack­sus ist viel mehr, dass Antisemitismus, zu erkennen daran, dass Israel als alleiniger Sündenbock hingestellt wird und der Krieg & Terror der Araber gegen Israel verharmlost werden, wenn man es denn überhaupt erwähnt, zu legitimer Kritik umgebogen werden soll.
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon Ger9374 » So 2. Jun 2019, 11:53

Tom Bombadil hat geschrieben:(02 Jun 2019, 11:16)

Das Ca­sus knack­sus ist viel mehr, dass Antisemitismus, zu erkennen daran, dass Israel als alleiniger Sündenbock hingestellt wird und der Krieg & Terror der Araber gegen Israel verharmlost werden, wenn man es denn überhaupt erwähnt, zu legitimer Kritik umgebogen werden soll.



Wer glaubt denn diese Deutungshoheit zu besitzen . Alles Auslegungssache und Spitzfindigkeiten!Israel ist weder Lamm noch Schlächter, doch in der Anwendung militärischer Mittel auch nicht zimperlich.
Das dieses oft auf Provokationen durch Angriffe und Gewaltakte der Palästinenser
beruht ist Fakt.Aber glaubt jemand ernsthaft das diese Spirale der Gewalt sich von alleine in Wohlgefallen auflöst!?
Wer am längeren Hebel sitzt sollte die Initiative ergreifen. Das wäre Israel .
Und Israel bräuchte glaubwürdige Vermittler, sprich E.U (Deutschland ect.)
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon Tom Bombadil » So 2. Jun 2019, 12:11

Jaja, klar, die Spirale der Gewalt und Israel muss die Initiative ergreifen und mit Terroristen, die sich nichts sehnlicher wünschen als die Auslöschung Israels und einen judenreinen Nahen Osten, verhandeln, das stellt man sich unter ordinärer Israel"kritik" vor. Du bestätigst hier gerade alle Klischees.
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon Senexx » So 2. Jun 2019, 12:21

Ger9374 hat geschrieben:(02 Jun 2019, 11:53)
Und Israel bräuchte glaubwürdige Vermittler, sprich E.U (Deutschland ect.)


Auf Deutschland würde ich mich nicht verlassen.

Deutschland ist ja nicht mal in der EU in der Lage zu vermitteln. Man lässt zu, dass die Franzosen die Briten aus der EU drängen, man verprellt die Osteuropäer.

Man hat selbst überhaupt keine Autorität und kein Durchsetzungsvermögen.

Und angesichts des Holocausts, ausgerechnet Deutschland als von den Israelis akzeptierbaren Vermittler zu sehen, spricht von einer bemerkenswerten Geschichtsvergessenheit.
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon Ger9374 » So 2. Jun 2019, 12:37

Deutschland dürfte trotz seiner Holocaust
belasteten Geschichte am ehesten dem eines ehrlichen Maklers entsprechen .
Ich sehe da Versuche der USA als Vermittler zu agieren eher als gescheitert an .Nun mag Israel das anders sehen , doch wer von vorneherein alles ausschließt
muss besseres präsentieren .Deutsche Aussenpolitik hatte Mal durchaus Gewicht.
Ich denke daran kann man anknüpfen.
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon Tom Bombadil » So 2. Jun 2019, 12:44

Und wieder die Verharmlosungsnummer, den armen Palis bleibt gar nix anderes übrig, als Juden zu ermorden und Raketen zu feuern. Dass sie nur wegen der Angriffskriege gegen Israel in dieser Lage sind, interessiert natürlich nicht.
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon Ger9374 » So 2. Jun 2019, 12:59

Tom Bombadil hat geschrieben:(02 Jun 2019, 12:44)

Und wieder die Verharmlosungsnummer, den armen Palis bleibt gar nix anderes übrig, als Juden zu ermorden und Raketen zu feuern. Dass sie nur wegen der Angriffskriege gegen Israel in dieser Lage sind, interessiert natürlich nicht.




Sie kommen aus ihrer Argumentationsspirale so scheint es auch nicht von alleine raus. Wie sagte Einstein:

"Ein neues Denken ist gefragt wenn die Menschheit überleben will"
So in etwa...

Besser hätte man das Dilemma unserer Zeit nicht beschreiben können!
Das dürfte für alle die menschengemachten Probleme Gültigkeit haben .Nur der Mut zu ungewöhnlichen Schritten fehlt an allen Fronten.Dazu verloren gegangene Glaubwürdigkeit.
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon PeterK » So 2. Jun 2019, 13:01

Ger9374 hat geschrieben:(02 Jun 2019, 11:53)
Wer am längeren Hebel sitzt sollte die Initiative ergreifen. Das wäre Israel .

Das sehe ich anders. Wenn man einen Konflikt wie diesen beilegen will, ist IMO zunächst der Aggressor aufgefordert, die Aggression einzustellen.
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon Tom Bombadil » So 2. Jun 2019, 13:05

Ger9374 hat geschrieben:(02 Jun 2019, 12:59)

Wie sagte Einstein:"Ein neues Denken ist gefragt wenn die Menschheit überleben will"

Auf die Idee, dass die Palis nach 70 Jahren Krieg und Terror einfach mal damit aufhören könnten, kommst du - wie die meisten Israel"kritiker" - nicht.
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon Bobo » So 2. Jun 2019, 13:40

H2O hat geschrieben:(02 Jun 2019, 07:23)

Hier geht es um den Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt. Einigen TeilnehmerInnen paßt es nicht, daß ich hier für den politischen Kurs der Bundesregierung einiges Verständnis äußere. Das ist natürlich ein ganz schlimmes Vergehen, das mit "verlogen heuchlerischem Antisemitismus" noch viel zu schwach bewertet wird.



Ich glaube, dass deutest du falsch. Die Bundesregierung kann sich politisch zu Israel stellen, wie es ihr entspricht. Und das tut sie wohl auch. Hier geht's um die Verlogenheit in dem Zusammenhang. Oder sollte man das für dumm verkaufen nennen, wenn man sich eine Regierung zum Freund eines Landes erklärt und dann weltpolitisch agiert wie eine gemäßigte Hamas - Untergruppe? Sie soll einfach zu ihrer Politik stehen und aufhören, einen Frosch zum Hengst zu verklären. So bescheuert sind die Menschen nicht, dass sie einen Frosch nicht vom Hengst zu unterscheiden wissen.
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon H2O » So 2. Jun 2019, 13:53

Ger9374 hat geschrieben:(02 Jun 2019, 12:37)

Deutschland dürfte trotz seiner Holocaust
belasteten Geschichte am ehesten dem eines ehrlichen Maklers entsprechen .
Ich sehe da Versuche der USA als Vermittler zu agieren eher als gescheitert an .Nun mag Israel das anders sehen , doch wer von vorneherein alles ausschließt
muss besseres präsentieren .Deutsche Aussenpolitik hatte Mal durchaus Gewicht.
Ich denke daran kann man anknüpfen.


Für eine solche deutsche Rolle fehlt uns jede Grundlage:

1.
wir haben eine besondere Beziehung zu Israel; Thema "Staatsraison". Da würde die eine Seite uns unsere Vergangenheit vorhalten, wenn etwas Unbequemes entschieden werden muß. Und die andere Seite würde uns unseren Schuldkomplex vorhalten, wenn ihr etwas zugemutet wird.

2.
uns fehlt jede Möglichkeit, plötzlich aufkommende Gewalt mit Gegengewalt ein zu dämmen und Frieden zu erzwingen

3.
wir haben in der EU eine Baustelle, die unsere wirtschaftlichen und nervlichen Kräfte bindet. Dort spielt unsere Musik!
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon H2O » So 2. Jun 2019, 14:05

Tom Bombadil hat geschrieben:(02 Jun 2019, 13:05)

Auf die Idee, dass die Palis nach 70 Jahren Krieg und Terror einfach mal damit aufhören könnten, kommst du - wie die meisten Israel"kritiker" - nicht.


Das wäre natürlich eine Maßnahme. Darauf müßten die Araber aber von allein kommen, nachdem sie 70 Jahre nur Prügel bezogen haben, wenn sie ihr Glück mit Gewalt erreichen wollten.
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon H2O » So 2. Jun 2019, 14:11

Bobo hat geschrieben:(02 Jun 2019, 13:40)

Ich glaube, dass deutest du falsch. Die Bundesregierung kann sich politisch zu Israel stellen, wie es ihr entspricht. Und das tut sie wohl auch. Hier geht's um die Verlogenheit in dem Zusammenhang. Oder sollte man das für dumm verkaufen nennen, wenn man sich eine Regierung zum Freund eines Landes erklärt und dann weltpolitisch agiert wie eine gemäßigte Hamas - Untergruppe? Sie soll einfach zu ihrer Politik stehen und aufhören, einen Frosch zum Hengst zu verklären. So bescheuert sind die Menschen nicht, dass sie einen Frosch nicht vom Hengst zu unterscheiden wissen.


Ich bin der Überzeugung, daß die Bundesregierung sich im besten Interesse Israels verhält, wenn sie im Einzelfall abwägt, wie sie Beziehungen zu Feinden Israels gestaltet. Das wollen und können Leute nicht verstehen, die auf bedingungslose Gefolgschaft setzen.
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon DarkLightbringer » So 2. Jun 2019, 14:16

Deutschland täte gut daran, die Realitäten zur Staatsräson zu erklären. Das allein wäre allerdings schon ein ziemlich mutiger Schritt.
Was macht man denn in Minsk anderes als zu "vermitteln"? Konkret ruft man stets alle Seiten zur Deeskalation auf. Das klingt zwar hübsch, bringt aber halt in aller Regel rein gar nichts.

Warum verdient eigentlich ein Hisbollah-Terrorist 1.500 Euro und ein erfahrener iranischer Arzt nur 500 Euro? Könnte das mit irgendwas zusammen hängen?
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