Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

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McKnee
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon McKnee » Di 5. Feb 2019, 06:32

Senexx hat geschrieben:(05 Feb 2019, 05:45)

FDP will Anti-Israel-Irrsinn stoppen

https://www.bild.de/politik/ausland/pol ... .bild.html



Behauptung und Wirklickeit: Offiziell gebärden sie sich als Freunde Israels. Die Wirklichkeit sieht anders aus.

Es wird Zeit, den bundesregierungamtlichen Antisemitismus einmal genauer zu verfolgen und zu kommentieren.


Dann fange ich mit der zentralen Frage an.

Was haben die Kritik an einem Staat, die Kritik an der israelischen Regierung mit Antisemitismus zu tun?

Hat sich Deutschland an einer Resolution gegen den jüdischen Glauben beteiligt?
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

Es ist mir egal, ob es ein Albert-Einstein-Zitat ist ...

.....er wusste es :D
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McKnee
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon McKnee » Di 5. Feb 2019, 07:04

Mal unabhängig davon, dass es nicht darum geht, gegen igendjemanden zu sein und es vielmehr um konkrete Kritik und Maßnahmen geht, ...

Israel
Religionen/Kirchen:
74,4 Prozent Juden,
17,7 Prozent Muslime,
1,9 Prozent Christen,
1,6 Prozent Drusen,
4,43 Prozent andere (Dezember 2017)

(https://www.auswaertiges-amt.de/de/auss ... ael/203560)

Wer "gegen Israel" ist, ist also auch gegen Muslime, Christen, Drusen und einige mehr oder er ist lediglich gegen Entscheidungen einer israelischen Regierung.

Ist die Kritik der israelischen Regierung an Deutschland Christenhass?

Antisemitismus ist geprägt von Hass und Feindschaft, nicht von berechtigter und nachvollziehbarer Kritik. Also müssen wir uns genau ansehen, was aus welchem Grund kritisiert und mit welchen Mitteln gearbeitet wird.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

Es ist mir egal, ob es ein Albert-Einstein-Zitat ist ...

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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon Senexx » Di 5. Feb 2019, 07:26

Hier ist übrigens die Position eines der FDP-Abgeordneten nachzulesen. Und dort auch verlinkt die ausweichenden Antworten von Nils Annen, Staatsminister im AA.

https://fmueller-rosentritt.abgeordnete ... gen-israel
Zuletzt geändert von Senexx am Di 5. Feb 2019, 07:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon Senexx » Di 5. Feb 2019, 07:36

Weitere Details zu dem regierungsamtlichen antisemitischen Abstimmungsverhalten

https://www.israelnetz.com/kommentar-an ... freund-ab/
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon Kritikaster » Di 5. Feb 2019, 07:37

Senexx hat geschrieben:(05 Feb 2019, 07:26)

Und dort auch verlinkt die ausreichenden Antworten von Nils Annen, Staatsminister im AA.

Dem ist zuzustimmen.
Der am höchsten entwickelte Sinn ist der Unsinn. (Peter E. Schumacher)
Wo der Sinn aufhört, beginnt der Wahnsinn. (Erhard Horst Bellermann)
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon Alexyessin » Di 5. Feb 2019, 08:00

Erstmal zu. Wir beratschlagen erstmal, ob wir diesen Thread überhaupt so stehen lassen werden. Info folgt.

Der Strang ist wieder offen mit folgendem Hinweis:

Ich werde in diesem Strang jede Form der Schredderei sofort und ohne weitere Erklärung beenden und entsprechende Beiträge kommentarlos entsorgen.

Jegliche Form von verdecktem oder offenem Antisemitismus wird anstandslos und ebenfalls kommentarlos entsorgt und unnachgiebig sanktioniert.

Wer in diesem Strang postet erkennt diese Regel an. Ich bin nicht willens darüber oder über die erfolgten Konsequenzen zu diskutieren.

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Re: Bundesregierungsamtlicher Antisemitismus

Beitragvon Tom Bombadil » Di 5. Feb 2019, 23:49

Senexx hat geschrieben:(05 Feb 2019, 05:45)

Behauptung und Wirklickeit: Offiziell gebärden sie sich als Freunde Israels. Die Wirklichkeit sieht anders aus.

Ja, das zeigt sehr schön die Heuchelei deutscher Politiker, die Freundschaft zu Israel ist ein reines Lippenbekenntnis, das man aus der historischen Verantwortung heraus ablegt, dabei gibt es zwischen Deutschen und den Osmanen bzw. deren Nachfolgern und anderen Staaten im Nahen und Mittleren Osten in Wirklichkeit viel mehr Freundschaft und Zusammenarbeit, das sieht man auch an den Bestrebungen der EU, die Sanktionen gegen den Iran zu unterlaufen, nicht umsonst ist der Geschäftsführer der INSTEX ein Deutscher. Und man merkt es auch daran, dass der Kampf gegen den Antisemitismus nur auf dem Papier geführt wird, bei antiisraelischen Demos nimmt man lieber Israelfahnen ab anstatt die Volksverhetzer festzunehmen. Nein, die Juden sind in Deutschland und auch in Europa nicht sicher, sie müssen Israel immer noch als sicheren Hafen verteidigen, einzig die USA stehen noch zu Israel.
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Re: Bundesregierungsamtlicher Antisemitismus

Beitragvon Teeernte » Mi 6. Feb 2019, 00:07

Tom Bombadil hat geschrieben:(05 Feb 2019, 23:49)

Ja, das zeigt sehr schön die Heuchelei deutscher Politiker, die Freundschaft zu Israel ist ein reines Lippenbekenntnis, das man aus der historischen Verantwortung heraus ablegt, dabei gibt es zwischen Deutschen und den Osmanen bzw. deren Nachfolgern und anderen Staaten im Nahen und Mittleren Osten in Wirklichkeit viel mehr Freundschaft und Zusammenarbeit, das sieht man auch an den Bestrebungen der EU, die Sanktionen gegen den Iran zu unterlaufen, nicht umsonst ist der Geschäftsführer der INSTEX ein Deutscher. Und man merkt es auch daran, dass der Kampf gegen den Antisemitismus nur auf dem Papier geführt wird, bei antiisraelischen Demos nimmt man lieber Israelfahnen ab anstatt die Volksverhetzer festzunehmen. Nein, die Juden sind in Deutschland und auch in Europa nicht sicher, sie müssen Israel immer noch als sicheren Hafen verteidigen, einzig die USA stehen noch zu Israel.



Deutschland ist die Heimat von rund 300 Mitgliedern der Hamas sowie 950 Mitgliedern der Hisbollah, heisst es im neusten Jahresbericht des Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV).
„Die Anhänger islamistisch-terroristischer Gruppierungen wie HAMAS und „Hizb Allah“, deren Ziel die Vernichtung des jüdischen Staates Israel ist, sind auf ihre Herkunftsregionen fokussiert und wenden schwerpunktmässig dort terroristische Gewalt an“, wird im 317 Seiten langen Jahresbericht des Verfassungsschutzes ausgeführt.

Überraschend ist dabei nicht die hohe Anzahl der Mitglieder von Hamas, Hisbollah und anderen islamistischen Gruppen, die in Deutschland operieren – Geheimdienstberichte bestätigen dies seit Jahren. Vielmehr überrascht die Unfähigkeit der deutschen Behörden erfolgreich gegen diese Aktivitäten vorzugehen.

Die vom Iran gesponserte Terrororganisation macht sich nicht einmal die Mühe, ihre Präsenz in Deutschland zu verbergen. Gemäss der Jerusalem Post „marschierten ungefähr 800 Pro-Hisbollah-Aktivisten und Unterstützer des iranischen Regimes an der jährlichen Al-Quds-Demonstration am Samstag durch Berlin.“

„Es ist unklar, weshalb Deutschland Hamas-Mitglieder beherbergt. Die EU klassifiziert die gesamte Organisation der Hamas als terroristische Entität. (…)

Der deutsche Geheimdienstbericht gibt keine detaillierten Zahlen zu Mitgliedern von Al Kaida und Islamischem Staat an, aber gemäss den Zahlen des neusten Berichtes sind schätzungsweise 8’350 Salafisten und über 1’000 Mitglieder der Muslimbruderschaft in Deutschland aktiv.

Ebenfalls beunruhigend ist die Infiltration der Bundeswehr durch Jihadisten. Bis zu 29 ehemalige Bundeswehr-Soldaten haben sich dem Islamischen Staat angeschlossen. Gegen 320 aktive Soldaten wurde wegen möglichen Verbindungen zu islamischem Terrorismus ermittelt.


Zum "Zählen" reichts noch....dagegen etwas unternehmen ....will die Regierung nicht.
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Re: Bundesregierungsamtlicher Antisemitismus

Beitragvon Wolverine » Mi 6. Feb 2019, 10:00

Tom Bombadil hat geschrieben:(05 Feb 2019, 23:49)

Ja, das zeigt sehr schön die Heuchelei deutscher Politiker, die Freundschaft zu Israel ist ein reines Lippenbekenntnis, das man aus der historischen Verantwortung heraus ablegt, dabei gibt es zwischen Deutschen und den Osmanen bzw. deren Nachfolgern und anderen Staaten im Nahen und Mittleren Osten in Wirklichkeit viel mehr Freundschaft und Zusammenarbeit, das sieht man auch an den Bestrebungen der EU, die Sanktionen gegen den Iran zu unterlaufen, nicht umsonst ist der Geschäftsführer der INSTEX ein Deutscher. Und man merkt es auch daran, dass der Kampf gegen den Antisemitismus nur auf dem Papier geführt wird, bei antiisraelischen Demos nimmt man lieber Israelfahnen ab anstatt die Volksverhetzer festzunehmen. Nein, die Juden sind in Deutschland und auch in Europa nicht sicher, sie müssen Israel immer noch als sicheren Hafen verteidigen, einzig die USA stehen noch zu Israel.


Exakt genau so ist es.
If Israel were to put down its arms there would be no more Israel.
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon Teeernte » Mi 6. Feb 2019, 11:06

Wolverine hat geschrieben:(06 Feb 2019, 10:54)

Ja, da ist was dran.


Platz und Schutz für den öffentlichen Auftritt der Terroristen, ....eine Bühne - da räumt die Polizei die Strasse frei ... unter brandpolizeilicher Aufsicht werden Israelflaggen verbrannt ...

Nicht irgendwo - in der Provinz... In der Bundeshauptstadt - direkt unter Aufsicht der Bundesregierung.

Bis zur Abnahme der Parade und Abschreiten der Flaggenfront wird es noch dauern....
bennyh

Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon bennyh » Mi 6. Feb 2019, 11:28

Wolverine hat geschrieben:(06 Feb 2019, 10:01)

Das ist eine seltsame Auffassung von Solidarität mit Israel, wenn man seinen erklärten Todfeinden Schutz bietet. Vor was eigentlich?

So ist es :thumbup:
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon Teeernte » Mi 6. Feb 2019, 11:30

DarkLightbringer hat geschrieben:(06 Feb 2019, 11:16)

Wieso vertuscht, es wurde auch schon vor 2015 ermittelt, in allen drei Bereichen. Deine Zahl ist vermutlich eine neuere und lässt die übrigen Extremisten außen vor.


Hamas und Hisbollah finden Unterschlupf in Deutschland
Von Redaktion Audiatur - 13. Juli 2016

https://www.audiatur-online.ch/2016/07/ ... utschland/

„Die Anhänger islamistisch-terroristischer Gruppierungen wie HAMAS und „Hizb Allah“, deren Ziel die Vernichtung des jüdischen Staates Israel ist, sind auf ihre Herkunftsregionen fokussiert und wenden schwerpunktmässig dort terroristische Gewalt an“, wird im 317 Seiten langen Jahresbericht des Verfassungsschutzes ausgeführt.


UND

Bis Ende Dezember 2015 reisten ca. 800 deutsche Staatsbürger nach Syrien und Irak mit dem Ziel, sich dem Islamischen Staat anzuschliessen. Ungefähr 20% dieser IS-Aspiranten sind laut dem Bericht Frauen. Ungefähr ein Drittel der IS-Kämpfer sind nach Deutschland zurückgekehrt, viele davon kampferprobt und mit terroristischer Ausbildung.

Ebenfalls beunruhigend ist die Infiltration der Bundeswehr durch Jihadisten. Bis zu 29 ehemalige Bundeswehr-Soldaten haben sich dem Islamischen Staat angeschlossen. Gegen 320 aktive Soldaten wurde wegen möglichen Verbindungen zu islamischem Terrorismus ermittelt.



ALT bekannte 2015-ner zahlen.

NICHTS NEUES - aber auch keine AKTION dagegen.

NA vielleicht mischt man die Terror toten bald unter die Strassenverkehrsopfer.... Äussere Gewalteinwirkung.

Damit man gegen den muslimischen Terror NICHTS tun muss... Feste den Buhmann RECHTS und AfD weiter Aufblasen....
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon Wolverine » Mi 6. Feb 2019, 13:03

Teeernte hat geschrieben:(06 Feb 2019, 11:30)

Hamas und Hisbollah finden Unterschlupf in Deutschland
Von Redaktion Audiatur - 13. Juli 2016

https://www.audiatur-online.ch/2016/07/ ... utschland/



UND




ALT bekannte 2015-ner zahlen.

NICHTS NEUES - aber auch keine AKTION dagegen.

NA vielleicht mischt man die Terror toten bald unter die Strassenverkehrsopfer.... Äussere Gewalteinwirkung.

Damit man gegen den muslimischen Terror NICHTS tun muss... Feste den Buhmann RECHTS und AfD weiter Aufblasen....


Mich wundert gar nichts mehr.
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon Moses » Mi 6. Feb 2019, 15:39

Das Thema Bundeswehr ist sicherlich auch in Hinsicht auf Rechtsextremismus ein interessantes Thema, aber nicht im 35er.

Zurück zum Thema, auch Spam werde ich hier nicht dulden.

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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon Teeernte » Mi 6. Feb 2019, 19:21

Wolverine hat geschrieben:(06 Feb 2019, 13:03)

Mich wundert gar nichts mehr.


Worte ...und keine Taten...

Die Bundesregierung will sich nicht festlegen, ob sie das Existenzrecht Israels – von Bundeskanzlerin Angela Merkel (63, CDU) 2008 zur „Staatsräson“ erklärt – auch mit der Entsendung von Kampfsoldaten verteidigen würde.
Genau das hatte AfD-Fraktionschef Alexander Gauland (76) in Frage gestellt. Wenn das Existenzrecht Israels zur Staatsräson Deutschlands gehöre, sagte Gauland, „dann müssen wir auch bereit sein, deutsche Soldaten zur Verteidigung des jüdischen Staates einzusetzen“.
Denn: Zur Staatsräson müsse gehören, „dass wir auch wirklich bereit sind, unser Leben für den Staat Israel einzusetzen“.
Gauland legte nach: „Das spüre ich nicht.“

https://www.bild.de/politik/inland/isra ... .bild.html
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon Vongole » Mi 6. Feb 2019, 19:55

Teeernte hat geschrieben:(06 Feb 2019, 19:21)

Worte ...und keine Taten...


https://www.bild.de/politik/inland/isra ... .bild.html


Sollte der Bündnisfall eintreten, wird Deutschland nicht umhin kommen, sich zu beteiligen.
Wie Israel allerdings zu deutschen Soldaten im eigenen Land oder an der Grenze (Kampftruppe) steht, bliebe abzuwarten.
Gaulands Vorstoß betrachte ich im Hinblick auf seine Einstellung zur Wehrmacht als ziemlich unglücklich, gerade auch hinsichtlich Israels.
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 6. Feb 2019, 21:56

Welchen Bündnisfall meinst du?
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon H2O » Mi 6. Feb 2019, 22:21

Vongole hat geschrieben:(06 Feb 2019, 19:55)

Sollte der Bündnisfall eintreten, wird Deutschland nicht umhin kommen, sich zu beteiligen.
Wie Israel allerdings zu deutschen Soldaten im eigenen Land oder an der Grenze (Kampftruppe) steht, bliebe abzuwarten.
Gaulands Vorstoß betrachte ich im Hinblick auf seine Einstellung zur Wehrmacht als ziemlich unglücklich, gerade auch hinsichtlich Israels.


Der hier angedeutete Bündnisfall kann dann und nur dann wirḱsam werden, wenn Israel sehr offensichtlich durch äußere Gewalt in seiner Existenz bedroht ist. Wir sollten hier aufhören, jeden sich bietenden Streit, in den Israel verwickelt ist, zur ernsten Existenzbedrohung Israels zu erklären und die gebotene Zurückhaltung Deutschlands als Flucht aus der erklärten Staatsraison an zu klagen. Israel wird mit diesen Bedrohungen derzeit ganz hervorragend ohne Einsatz deutscher Soldaten fertig.

Da müßte ja eine völlig vernagelte politische Führung unsere Streitkräfte in Bewegung setzen... um welches Ziel zu erreichen? Vielleicht auch noch die Zurückweisung großer Teile der israelischen Bürger... so wie hier schon angedeutet?

Dringend erforderlich ist aber schon, daß die Bundesregierung klar beschreibt, welche Umstände sie als existenzielle Bedrohung Israels anerkennt, die dann ohne Wenn und Aber als Staatsraison den Einsatz deutscher Soldaten nach sich ziehen. Denn da gebe ich den Kritikern der Kanzlerin Recht: Solche Fragen sollte man nicht als Wortnebel wabern lassen, der möglicherweise auch noch ausgetestet wird.

Die Glaubwürdigkeit solcher Zusicherungen muß allerdings auch durch dazu passende Fähigkeiten unterlegt werden... und auf dem Gebiet sieht es nach 3 Jahrzehnten der Vernachlässigung und Schrumpfung ziemlich jämmerlich aus.
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon Dissident » Mi 6. Feb 2019, 23:14

Deutschland soll sich dafür schämen, dass es mit Feinden Israels ins Geschäft kommen will?

Kein Problem, wir können sofort damit aufhören, wenn Israel das aucht tut. Antisemitische Klischees entfernt. Moses, Mod Israel macht trotz Embargo munter Geschäfte mit dem Iran, böse ist das nur wenn andere es machen:

https://www.handelsblatt.com/politik/in ... 2tRUjf-ap5

Israelische Firma wegen Iran-Geschäften unter Beschuss
Israel tritt als stärkster Unterstützer der Iran-Sanktionen auf. Jetzt soll ausgerechnet eine israelische Firma gegen das Embargo verstoßen und Handel mit dem Erzfeind des jüdischen Staates getrieben haben.
30.05.2011 - 15:17 Uhr 1 Kommentar Jetzt teilen
Israelische Nationalflagge. Quelle: ap
Israelische Nationalflagge.

(Foto: ap)

Tel Aviv
Berichte über Handelsbeziehungen einer israelischen Firma mit dem Erzfeind Iran haben in Israel für große Empörung gesorgt. Die Gruppe Ofer-Brüder soll der staatlichen iranischen Reederei (IRISL) im vergangenen Jahr über eine Tochtergesellschaft unter anderem ein Tankschiff für 8,65 Millionen Dollar (etwa sechs Millionen Euro) verkauft haben.

Das US-Außenministerium teilte vergangene Woche mit, man habe Sanktionen gegen die israelische Firma verhängt, weil sie gegen das Iran-Embargo verstoßen habe. In Israel werden jetzt polizeiliche Ermittlungen gegen die Ofer-Brüder gefordert. Israel fürchtet angesichts der Affäre einen schweren Imageschaden - sieht es sich doch als Vorkämpfer der internationalen Sanktionen gegen den Iran.

Ein israelischer Parlamentsausschuss will sich am Dienstag mit der Affäre befassen. Der israelische Rundfunk meldete am Montag, die Regierung werde sich nicht für die Ofer-Brüder einsetzen. Die Geschäftsmänner Sammy und Yuli Ofer betreiben Israels größte private Reederei. Ihre Tanker sollen mehrfach in iranischen Häfen angelegt und Rohöl transportiert haben.

Die in Israel sehr einflussreiche Firma bestreitet, wissentlich mit dem Iran gehandelt zu haben. Die israelische Zeitung "Jediot Achronot" berichtete allerdings am Montag unter Berufung auf Vertraute der israelischen Geschäftsmänner, das Anlegen der Tanker sowie der Kauf von Rohöl im Iran seien ausdrücklich von der israelischen Führung gebilligt worden.
...
Der ultrarechte oppositionelle Abgeordnete Arye Eldad forderte am Montag, die Polizei müsse in der Sache ermitteln. Die Ofer-Gruppe, eine "Firma im Herzen des Establishments", habe gegen das israelische Gesetz verstoßen, das Handel mit dem Feind verbiete. "Es ist besonders peinlich, weil Israel die Fahne der Sanktionen gegen den Iran hochhält", sagte Eldad dem israelischen Rundfunk.

Israel sieht sich von dem Erzfeind Iran existenziell bedroht und fordert von der internationalen Gemeinschaft einen entschlossenen Kampf gegen das iranische Atomprogramm. Israel und der Westen verdächtigen die Führung in Teheran, unter dem Deckmantel ziviler Forschung Atomwaffen bauen zu wollen. Die iranische Führung bestreitet das.

dpa


:rolleyes:
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon Dissident » Mi 6. Feb 2019, 23:33

Vongole hat geschrieben:(06 Feb 2019, 19:55)

Sollte der Bündnisfall eintreten, wird Deutschland nicht umhin kommen, sich zu beteiligen.
Wie Israel allerdings zu deutschen Soldaten im eigenen Land oder an der Grenze (Kampftruppe) steht, bliebe abzuwarten.
Gaulands Vorstoß betrachte ich im Hinblick auf seine Einstellung zur Wehrmacht als ziemlich unglücklich, gerade auch hinsichtlich Israels.

Von welchem Bündnisfall sprichst du?
Außerdem gibts regelmäßig deutsche Soldaten in Israel.

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