Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon King Kong 2006 » Di 30. Jul 2019, 14:00

blues hat geschrieben:(29 Jul 2019, 23:13)

Das ist Unsinn.

Einen Einheitsstaat mit Feinden der Freiheit und Demokratie gründen zu wollen ist vollkommen illusorisch.

Es liegt an der mangelnden Kompromissbereitschaft, am mangelnden Friedenswillen der Palis weshalb jedwede Verhandlungen derzeit nicht weiterbringen.
Vielleicht sind die Palis auch zufrieden generell durch weltweite Hilfszahlungen finanziert zu werden.

Warum übrigens meint Abbas die Erfolge von Oslo I einfach negieren zu wollen?

Macht das Sinn?


Was sich politisch und demografisch entwickelt ist nicht immer gezielt planbar oder muß Sinn (für den einen oder anderen aus jeweiligen Blickwinkeln) machen. Manche Dinge rollen irgendwann einfach. Für viele Sowjets oder weiße Afrikaner machten die rollenden Entwicklungen, die alles veränderten auch nicht unbedingt Sinn.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Wolverine » Di 30. Jul 2019, 14:09

King Kong 2006 hat geschrieben:(30 Jul 2019, 13:58)

Ich glaube auch, das sie keine Rolle spielen.

Das haben sie nie. Jedenfalls war es ja immer recht egal, was sie machten. Ob gewaltfrei, mit Nobelpreisträgern oder Raketen und bewaffneten Widerstand, Terrorismus. Völlig egal. Mein Augenmerk ist nur, wie sie als Bürger und Bewohner der besetzten Gebiete Israel verändern werden. Das wurde eben auch von Peres oder Barak uva. thematisiert. Das sind sie extrem wirkmächtig. Langsam, aber das hat Potential.

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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Liegestuhl » Di 30. Jul 2019, 14:19

King Kong 2006 hat geschrieben:(30 Jul 2019, 13:58)
Ob gewaltfrei,....


Wann soll das gewesen sein?
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon King Kong 2006 » Di 30. Jul 2019, 23:46

Naja, Abbas wird wohl bei den Verhandlungen kaum auf die Israelis geschossen haben. Und Arafat und Peres und Rabin haben sich bei deren Verhandlungen miteinander auch nicht beschossen. Was mit dem Friedensnobelpreis honoriert wurde. Erschossen wurde dann Rabin. Wobei sicher über alle drei gesagt wird, das das Terroristen sind oder waren. Je nachdem, wen man fragt.

Aber die Palästinenser spielen tatsächlich im Rahmen von Verhandlungen keine nennenswerte Rolle. Das Konfliktpotential besteht einfach darin, das sie da sind. Wie im Falle der Israelis. Zuwenig Platz für alle in der Selbstverwirklichung. Das ist meines Wissens in der Geschichte nie glimpflich ausgegangen. Auch nicht in anderen Staaten. Das stabilste wäre eine scharfe Trennung, nicht in einem Staat, das wäre Apartheid, sondern in zwei Staaten. Das ist wohl aber nicht möglich.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Liegestuhl » Mi 31. Jul 2019, 09:31

King Kong 2006 hat geschrieben:(30 Jul 2019, 23:46)

Naja, Abbas wird wohl bei den Verhandlungen kaum auf die Israelis geschossen haben.

Nein, Abbas nicht. Andere schon. Man ist sich in der palästinensischen Community ja selbst nicht so richtig einig.
..., sondern in zwei Staaten. Das ist wohl aber nicht möglich.


Möglich wäre das, wenn man es nur wollte. Die entscheidenden Personen auf beiden Seiten haben aber überhaupt kein Interesse daran.

Das Problem daran ist, dass die Israelis mit der Beibehaltung des Status quo weitaus besser leben können als die Palästinenser.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Wolverine » Mi 31. Jul 2019, 09:56

King Kong 2006 hat geschrieben:(30 Jul 2019, 23:46)

Naja, Abbas wird wohl bei den Verhandlungen kaum auf die Israelis geschossen haben. Und Arafat und Peres und Rabin haben sich bei deren Verhandlungen miteinander auch nicht beschossen. Was mit dem Friedensnobelpreis honoriert wurde. Erschossen wurde dann Rabin. Wobei sicher über alle drei gesagt wird, das das Terroristen sind oder waren. Je nachdem, wen man fragt.

Aber die Palästinenser spielen tatsächlich im Rahmen von Verhandlungen keine nennenswerte Rolle. Das Konfliktpotential besteht einfach darin, das sie da sind. Wie im Falle der Israelis. Zuwenig Platz für alle in der Selbstverwirklichung. Das ist meines Wissens in der Geschichte nie glimpflich ausgegangen. Auch nicht in anderen Staaten. Das stabilste wäre eine scharfe Trennung, nicht in einem Staat, das wäre Apartheid, sondern in zwei Staaten. Das ist wohl aber nicht möglich.


Sorry, aber wer einen Terroristen mit dem Friedensnobelpreis honoriert, der hält auch die Mutter Gottes für einen Raubvogel. :rolleyes:
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon imp » Mi 31. Jul 2019, 10:02

King Kong 2006 hat geschrieben:(30 Jul 2019, 23:46)

Naja, Abbas wird wohl bei den Verhandlungen kaum auf die Israelis geschossen haben. Und Arafat und Peres und Rabin haben sich bei deren Verhandlungen miteinander auch nicht beschossen. Was mit dem Friedensnobelpreis honoriert wurde. Erschossen wurde dann Rabin. Wobei sicher über alle drei gesagt wird, das das Terroristen sind oder waren. Je nachdem, wen man fragt.

Aber die Palästinenser spielen tatsächlich im Rahmen von Verhandlungen keine nennenswerte Rolle. Das Konfliktpotential besteht einfach darin, das sie da sind. Wie im Falle der Israelis. Zuwenig Platz für alle in der Selbstverwirklichung. Das ist meines Wissens in der Geschichte nie glimpflich ausgegangen. Auch nicht in anderen Staaten. Das stabilste wäre eine scharfe Trennung, nicht in einem Staat, das wäre Apartheid, sondern in zwei Staaten. Das ist wohl aber nicht möglich.

Die Welt wächst zusammen, die Menschen werden immer mobiler, die Städte diverser. Es wird wohl schwer, zwei Länder mit scharf getrennter Bevölkerung zu realisieren, wenn dann Arbeit, Liebe, Religion, Bildung, Sport, ... die Leute wieder hin und her reisen lassen. Mal abgesehen von denen, die schon heute jeweils im "falschen" Sorengel wohnen. Sollen die Umziehen? Nochmal Indien nachspielen?
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 31. Jul 2019, 12:05

imp hat geschrieben:(31 Jul 2019, 10:02)

Die Welt wächst zusammen, die Menschen werden immer mobiler, die Städte diverser. Es wird wohl schwer, zwei Länder mit scharf getrennter Bevölkerung zu realisieren, wenn dann Arbeit, Liebe, Religion, Bildung, Sport, ... die Leute wieder hin und her reisen lassen. Mal abgesehen von denen, die schon heute jeweils im "falschen" Sorengel wohnen. Sollen die Umziehen? Nochmal Indien nachspielen?


Ja, wenn ich was zu sagen hätte. :D

Dabei ist mein Augenmerk nicht auf das Leid, Chaos und Tote die seinerzeit waren gerichtet.

Aber alles andere führt zwangsläufig zum Einheitsstaat, vielleicht zum Umweg über den Apartheitsstaat. Der gemeinsame jüdisch-muslimisch-christliche-arabische Staat wird nicht funktionieren. Den will eigentlich auch keiner. Das beste wäre die Zweistaatenlösung. Und dann tatsächlich eine Umsiedlung von israelischen Palästinensern, das müssten auch nicht alles sein. Das würde dann tatsächlich nicht gut funktionieren. Eine Zwangsaussiedlung würde diejenigen bestärken, die Israel ohnehin nicht als Rechtsstaat sehen, wenn auch wohl den umfassendsten in der Region. Das wird alles Ärger geben. Aber dieser Ärger wäre wohl nix gegen eine Implosion/Explosion eines Gesamtstaates...(wie immer der wohl dann heißt- Israel kann er dann ja nicht mehr heißen, vielleicht Israstina oder Paläsrael klingt gut). Man muß ihn auch nicht umbenennen und keine Rücksicht auf den nicht-jüdischen Teil nehmen. Aber das wird dann nicht gut laufen.

Wie gesagt, die Zweistaatenlösung ist nicht perfekt und danach geht auch kein Regenbogen des Friedens auf, der geht übrigens weltweit auch nicht für alle Zeiten irgendwo auf, aber dann hätte Israel bessere Chancen. Und die Palästinenser ihren Staat.

Aber ich glaube, der Zug ist abgefahren.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Cobra9 » Mi 31. Jul 2019, 13:05

King Kong 2006 hat geschrieben:(31 Jul 2019, 12:05)

Ja, wenn ich was zu sagen hätte. :D

Dabei ist mein Augenmerk nicht auf das Leid, Chaos und Tote die seinerzeit waren gerichtet.

Aber alles andere führt zwangsläufig zum Einheitsstaat, vielleicht zum Umweg über den Apartheitsstaat. Der gemeinsame jüdisch-muslimisch-christliche-arabische Staat wird nicht funktionieren. Den will eigentlich auch keiner. Das beste wäre die Zweistaatenlösung. Und dann tatsächlich eine Umsiedlung von israelischen Palästinensern, das müssten auch nicht alles sein. Das würde dann tatsächlich nicht gut funktionieren. Eine Zwangsaussiedlung würde diejenigen bestärken, die Israel ohnehin nicht als Rechtsstaat sehen, wenn auch wohl den umfassendsten in der Region. Das wird alles Ärger geben. Aber dieser Ärger wäre wohl nix gegen eine Implosion/Explosion eines Gesamtstaates...(wie immer der wohl dann heißt- Israel kann er dann ja nicht mehr heißen, vielleicht Israstina oder Paläsrael klingt gut). Man muß ihn auch nicht umbenennen und keine Rücksicht auf den nicht-jüdischen Teil nehmen. Aber das wird dann nicht gut laufen.

Wie gesagt, die Zweistaatenlösung ist nicht perfekt und danach geht auch kein Regenbogen des Friedens auf, der geht übrigens weltweit auch nicht für alle Zeiten irgendwo auf, aber dann hätte Israel bessere Chancen. Und die Palästinenser ihren Staat.

Aber ich glaube, der Zug ist abgefahren.




Nur mal so am Rande. Wie soll Israel oder überhaupt jemand eine Lösung finden wenn sogar die Palästinenser intern gespalten sind bei wichtigen Entscheidungen.

Das erinnert daran man baut ein Haus und will mit dem Dach anfangen.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Liegestuhl » Mi 31. Jul 2019, 13:24

Cobra9 hat geschrieben:(31 Jul 2019, 13:05)

Nur mal so am Rande. Wie soll Israel oder überhaupt jemand eine Lösung finden wenn sogar die Palästinenser intern gespalten sind bei wichtigen Entscheidungen.

Das erinnert daran man baut ein Haus und will mit dem Dach anfangen.


Man könnte auch fragen: Warum sollte sich Israel um eine Zweistaatenlösung bemühen, wenn man immer wieder vor Augen geführt bekommt, dass die palästinensische Seite das überhaupt nicht will?
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Cobra9 » Mi 31. Jul 2019, 13:25

Liegestuhl hat geschrieben:(31 Jul 2019, 13:24)

Man könnte auch fragen: Warum sollte sich Israel um eine Zweistaatenlösung bemühen, wenn man immer wieder vor Augen geführt bekommt, dass die palästinensische Seite das überhaupt nicht will?



Wissen die Palästinenser überhaupt was Sie wollen
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Wolverine » Mi 31. Jul 2019, 16:32

Cobra9 hat geschrieben:(31 Jul 2019, 13:25)

Wissen die Palästinenser überhaupt was Sie wollen


Ja, wissen sie. Israel soll vernichtet und dadurch "Palästina befreit " werden.

So jedenfalls der Tenor. Deshalb will man auch keine Verhandlungen.

Im Arabischen Fernsehen sagen sie immer die Wahrheit. Dann heißt es immergleich Israel muss verschwinden und keine Zustimmung zu keiner Verhandlung. Im restlichen Fernsehen heißt es immer : "Man habe sich geeinigt."
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon imp » Mi 31. Jul 2019, 18:27

King Kong 2006 hat geschrieben:(31 Jul 2019, 12:05)

Ja, wenn ich was zu sagen hätte. :D

Dabei ist mein Augenmerk nicht auf das Leid, Chaos und Tote die seinerzeit waren gerichtet.

Aber alles andere führt zwangsläufig zum Einheitsstaat, vielleicht zum Umweg über den Apartheitsstaat. Der gemeinsame jüdisch-muslimisch-christliche-arabische Staat wird nicht funktionieren. Den will eigentlich auch keiner. Das beste wäre die Zweistaatenlösung. Und dann tatsächlich eine Umsiedlung von israelischen Palästinensern, das müssten auch nicht alles sein. Das würde dann tatsächlich nicht gut funktionieren. Eine Zwangsaussiedlung würde diejenigen bestärken, die Israel ohnehin nicht als Rechtsstaat sehen, wenn auch wohl den umfassendsten in der Region. Das wird alles Ärger geben. Aber dieser Ärger wäre wohl nix gegen eine Implosion/Explosion eines Gesamtstaates...(wie immer der wohl dann heißt- Israel kann er dann ja nicht mehr heißen, vielleicht Israstina oder Paläsrael klingt gut). Man muß ihn auch nicht umbenennen und keine Rücksicht auf den nicht-jüdischen Teil nehmen. Aber das wird dann nicht gut laufen.

Wie gesagt, die Zweistaatenlösung ist nicht perfekt und danach geht auch kein Regenbogen des Friedens auf, der geht übrigens weltweit auch nicht für alle Zeiten irgendwo auf, aber dann hätte Israel bessere Chancen. Und die Palästinenser ihren Staat.

Aber ich glaube, der Zug ist abgefahren.

Ich denke auch, dass das aktuell nicht ansteht. Es ist auch wie gesagt kein sehr modernes Konzept.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon tabernakel » Mo 19. Aug 2019, 15:41

King Kong 2006 hat geschrieben:(31 Jul 2019, 12:05) Wie gesagt, die Zweistaatenlösung ist nicht perfekt und danach geht auch kein Regenbogen des Friedens auf, der geht übrigens weltweit auch nicht für alle Zeiten irgendwo auf, aber dann hätte Israel bessere Chancen. Und die Palästinenser ihren Staat.

Aber ich glaube, der Zug ist abgefahren.
Der Zug ist abgefahren solange die Palästinenser ihre herrschende Elite nicht ablösen, sowohl Hamas als auch Fatah, weil beide im Terror ihre Basis haben. Israel ist schlicht nicht zu vermitteln wie ein Frieden mit Leuten funktionieren soll die nichts anderes im Schilde führen als Israel möglichst schnell von der Landkarte zu tilgen, und deren einziger wirklicher Unterschied darin besteht dass die einen das mittels Terror selbst erledigen wollen, und die anderen ihre Mitbürger mittels Terror-Stipendien zu ihren Taten animieren.

Und am Ende ist auch wahr dass die Palästinenser heute ihren Staat ausrufen könnten. Wollen sie aber nicht, die PA will dass die UN ihnen gleichzeitig ihre Landansprüche sichert, und der Rest der Welt ihnen ihr Auskommen finanziert. Beides würde wohl größtenteils wegfallen wenn sie einen Staat ausrufen würden. Dass Israelis seit Jahren in Area A der Westbank als auch in Gaza maximal in Ausnahmesituationen auftauchen sagen die Berufsunterdrückten natürlich nicht, das senkt das Einnahmepotential ...
Zuletzt geändert von tabernakel am Mo 19. Aug 2019, 16:07, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Wolverine » Mo 19. Aug 2019, 15:44

tabernakel hat geschrieben:(19 Aug 2019, 15:41)

Der Zug ist abgefahren solange die Palästinenser ihre herrschende Elite nicht ablösen, sowohl Hamas als auch Fatah, weil beide im Terror ihre Basis haben. Israel ist schlicht nicht zu vermitteln ist wie ein Frieden mit Leuten funktionieren soll die nichts anderes im Schilde führen als Israel möglichst schnell von der Landkarte zu tilgen, und deren einziger wirklicher Unterschied darin besteht dass die einen das mittels Terror selbst erledigen wollen, und die anderen ihre Mitbürger mittels Terror-Stipendien zu ihren Taten animieren.

Und am Ende ist auch wahr dass die Palästinenser heute ihren Staat ausrufen könnten. Wollen sie aber nicht, die PA will dass die UN ihnen gleichzeitig ihre Landansprüche sichert, und der Rest der Welt ihnen ihr Auskommen finanziert. Beides würde wohl größtenteils wegfallen wenn sie einen Staat ausrufen würden ...

Absolut richtig erkannt und auf den Punkt gebracht. :thumbup:
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon tabernakel » Mo 19. Aug 2019, 15:55

Wolverine hat geschrieben:(19 Aug 2019, 15:44) Absolut richtig erkannt und auf den Punkt gebracht. :thumbup:
Mich würde mal interessieren was hierzulande los wäre wenn die Bundesrepublik (analog zur Fatah) lebenslange Stipendien in Höhe von 2300€ pro Monat für den Täter, oder bei Ableben für die Familie, für die Ermordung Angehöriger einer Zielgruppe ausloben würde. Sagen wir "schwarze Haare, schade", oder "kleiner als 1.6m oder größer als 2m, Pech gebabt", oder "älter als 60, dumm gelaufen" ... nehmen wir für Täter/Angehörige auch nur 50 Jahre Restlebenserwartung an, reden wir immerhin über 1.38 Millionen Euro pro Tat ...
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Wolverine » Mo 19. Aug 2019, 16:33

tabernakel hat geschrieben:(19 Aug 2019, 15:55)

Mich würde mal interessieren was hierzulande los wäre wenn die Bundesrepublik (analog zur Fatah) lebenslange Stipendien in Höhe von 2300€ pro Monat für den Täter, oder bei Ableben für die Familie, für die Ermordung Angehöriger einer Zielgruppe ausloben würde. Sagen wir "schwarze Haare, schade", oder "kleiner als 1.6m oder größer als 2m, Pech gebabt", oder "älter als 60, dumm gelaufen" ... nehmen wir für Täter/Angehörige auch nur 50 Jahre Restlebenserwartung an, reden wir immerhin über 1.38 Millionen Euro pro Tat ...


Da würden die Sympathisanten der Hamas oder von wem auch immer Amok laufen. Die "Palästinenser" sind immer Opfer, egal was sie anstellen. Mich wundert es eh, dass solche Verhaltensweisen von der EU und auch der UN finanziell gefördert werden, wohlwissend in Kenntnis der tatsächlichen Praxis.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon tabernakel » Mo 19. Aug 2019, 19:56

Wolverine hat geschrieben:(19 Aug 2019, 16:33) Da würden die Sympathisanten der Hamas oder von wem auch immer Amok laufen. Die "Palästinenser" sind immer Opfer, egal was sie anstellen. Mich wundert es eh, dass solche Verhaltensweisen von der EU und auch der UN finanziell gefördert werden, wohlwissend in Kenntnis der tatsächlichen Praxis.
Mehr Amok als normalerweise? Wieso? Weil wir damit eine Kulturelle Aneignung begehen würden, also die Palästinenser eines Kern-Bestandteils ihrer Identität berauben würden? Und wieso die Hamas-Anhänger, die sind es doch die das mit dem Terror lieber selbst erledigen satt rein als Auftraggeber zu agieren und die Sache notdürftig als "Sozialleistung" zu verstecken ... würden die dann Amok laufen weil wir die Fatah kopieren und nicht sie?

Warum die EU das ignoriert? Da musst Du Gabriel, Mogherini & Co fragen. Vielleicht gab's ja mal 3% "Mengenrabatt" für andauernde treue Dienste auf Öllieferungen aus dem Iran ... würde auch einige weitere seltsame Vorkommnisse unsere Aussenpolitik der letzten 10+ Jahre betreffend erklären ... und hey, für -3% an der Zapfsäule sollen Autofahrer hierzulande schon Schwiegermütter geopfert haben, unterschätz das nicht. Wenn's nicht das ist, vielleicht das Versprechen eines Pink Floid Privatkonzerts von BDS-Ikone Roger Waters für langjährige treue Willfährigkeit? :D
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon King Kong 2006 » Mo 19. Aug 2019, 20:13

tabernakel hat geschrieben:(19 Aug 2019, 15:41)

Der Zug ist abgefahren solange die Palästinenser ihre herrschende Elite nicht ablösen, sowohl Hamas als auch Fatah, weil beide im Terror ihre Basis haben. Israel ist schlicht nicht zu vermitteln wie ein Frieden mit Leuten funktionieren soll die nichts anderes im Schilde führen als Israel möglichst schnell von der Landkarte zu tilgen, und deren einziger wirklicher Unterschied darin besteht dass die einen das mittels Terror selbst erledigen wollen, und die anderen ihre Mitbürger mittels Terror-Stipendien zu ihren Taten animieren.

Und am Ende ist auch wahr dass die Palästinenser heute ihren Staat ausrufen könnten. Wollen sie aber nicht, die PA will dass die UN ihnen gleichzeitig ihre Landansprüche sichert, und der Rest der Welt ihnen ihr Auskommen finanziert. Beides würde wohl größtenteils wegfallen wenn sie einen Staat ausrufen würden. Dass Israelis seit Jahren in Area A der Westbank als auch in Gaza maximal in Ausnahmesituationen auftauchen sagen die Berufsunterdrückten natürlich nicht, das senkt das Einnahmepotential ...


Das ist nicht der springende Punkt bei der Überlebensfrage Israels.

Wenn man auf einen Eisberg zufährt, der vorher nicht auf der Route war, kann man natürlich darauf beharren, daß dies ärgerlich ist und bei den Berechnungen seinerzeit noch gar nicht da war. Da kann man dann wütend auf den Boden stampfen. Das hilft aber nichts. Entweder man fährt drauf (Einstaatenlösung oder Apartheid mit meist ungutem Ausgang für den Staat) oder man macht eine Kurskorrektur. Das muß nicht bedeuten, das man später noch öfters Kurskorrekturen machen muß und nie wieder Ärger hat. Aber die Einstaatenlösung ist das game over für den jüdischen Staat.

Du kannst gerne den Schwarzen Peter an die Palästinenser abgeben. Das hilft aber nichts. Dadurch verschwindet der Eisberg nicht. Und bei dem Kurs ist das eine Frage der Zeit, nicht ob.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon tabernakel » Mo 19. Aug 2019, 20:36

King Kong 2006 hat geschrieben:(19 Aug 2019, 20:13)Das ist nicht der springende Punkt bei der Überlebensfrage Israels.

Wenn man auf einen Eisberg zufährt, der vorher nicht auf der Route war, kann man natürlich darauf beharren, daß dies ärgerlich ist und bei den Berechnungen seinerzeit noch gar nicht da war. Da kann man dann wütend auf den Boden stampfen. Das hilft aber nichts. Entweder man fährt drauf (Einstaatenlösung oder Apartheid mit meist ungutem Ausgang für den Staat) oder man macht eine Kurskorrektur. Das muß nicht bedeuten, das man später noch öfters Kurskorrekturen machen muß und nie wieder Ärger hat. Aber die Einstaatenlösung ist das game over für den jüdischen Staat.

Du kannst gerne den Schwarzen Peter an die Palästinenser abgeben. Das hilft aber nichts. Dadurch verschwindet der Eisberg nicht. Und bei dem Kurs ist das eine Frage der Zeit, nicht ob.

ich versuche mal eine Antwort darauf mit Deinen Bildern zu formulieren:

Die Israelis haben in deutlicher Mehrheit begriffen dass eine Einstaatenlösung am Ende Israel selbst versenken würde, das ist dort allen bis auf den rechten Rand (wie Bennett der es zuletzt nicht mal in die Knesset schaffte) klar. Es geht nicht darum eine Einstaaten-Lösung zu generieren, das ist eine Fata Morgana.

Nur haben sie auch begriffen dass die Eisberge rund um sie herum sind, und daher nen Eisbrecher konstruiert. Ein Deal in dem sie die Palästinenser mit massig Land für ein Stück Papier beschenken welches am Ende die Tinte drauf nicht wert ist fällt daher auch aus. Das ist der Punkt wo auch Du Dir schlicht zu viel vormachst, es gibt schlicht keinen fundamentalen Unterschied zwischen Fatah und Hamas! Letztere terrorisieren schlicht lieber selber, erstere lassen dagegen lieber den Westen indirekt für den Terror zahlen, das kommt bei der UN besser an. Was beide wollen ist die Zerstörung Israels, u.A. nachzulesen in der Hamas Charta (der neuen wie der originalen), der original PLO Charta, und den aktuellen Schulbüchern die beide Fraktionen an ihre Kinder verteilen. Die Israelis sind schlicht nicht willens dieser Fata Morgana aufzusitzen. Und natürlich die Macht im Lande, auch so ein Konfliktherd ...

Und daher wird es niemals eine Einstaatenlösung geben. Genauso wird es keine von Israel unterschriebene Zwei- oder X-Staatenlösung geben solange sich die politische Landschaft der Palästinenser nicht fundamental reformiert. Denn die solcherhand entstandenen Staaten würden dann absehbar nichts anderes tun als wie versprochen sofort Millionen Raketen importieren und den Terror auf dem Luftwege fortsetzen, wie aktuell per Homeshop in Gaza. Und die Reaktion der UN wäre ebenso absehbar beide Seiten zur Mäßigung aufzurufen während Haifa abbrennt, und die Juden für die Luftverschmutzung anzuschwärzen ... vor dem Menschrechtsrat wegen der bei den Bränden entstehenden Atemprobleme der Kinder in Gaza, unter Vorsitz von Venezuela, Somalia, Afghanistan, Pakistan, dem Kongo, Katar und dem Iran.

Was die Palästinenser bereits heute haben könnten sind zwei Staaten in Gaza und in der Westbank Area A+B, sie müssten sie nur ausrufen. Das will da aber keiner weil sich Israel natürlich die Kontrolle der Importe nicht nehmen lassen würde (siehe Raketen weiter oben), und sie dann für ihr eigenes Auskommen sorgen müssten ohne ihre Chancen auf eine Zerstörung Israels zu steigern. Ist viel einfacher die "dummen Europäer" zahlen zu lassen, wenn die "dummen Amis" schon nicht mehr wollen.

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