Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Alter Stubentiger » Do 11. Jul 2019, 16:31

Gutmensch1 hat geschrieben:(11 Jul 2019, 11:35)

Wessen Friedensbemühung soll Netanjahu denn verhindert haben? Er stand und er steht weiterhin für Verhandlungen offen und für einen stabilen Frieden. Er vertritt die Interessen Israels und diese können nicht sein, den Iran erstarken zu lassen bis er die Atombombe samt Trägerraketen entwickelt.
Dem Iran zu gestatten Raketen zu bauen und parallel die Sanktionen abzubauen, ist kein Beitrag zum Frieden. Das müsste jedem Menschen eigentlich einleuchten. Machen wir uns nichts vor, das Abkommen mit dem Iran hat grobe Fehler, die korrigiert gehören.
Ich teile deine Meinung zu Obama, er war ein guter Präsident, der für Versöhnung und Frieden eintrat aber im Falle des Nahost hat er sich leider über den Tisch ziehen lassen. Er wäre gut beraten gewesen im Einvernehmen mit Israel gemeinsam ein Abkommen zu formulieren, denn Israel kennt die Mentalität, die Zielsetzungen und die Achillesfersen der Nahost-Akteure sehr viel besser. Trump mag ein Unsympath sein und er macht viele Fehler aber im Falle des Nahost, scheint er bislang die richtigen Akzente zu setzen.


Netabjahu ist ein Lügner wenn er behauptet er stünde zu Verhandlungen bereit. Obama hat sich nicht über den Tisch ziehen lassen. Für jede Erleichterung für den Iran waren Bedingungen zu erfüllen die der Ira auch erfüllt hat.

Und natürlich ist es bedauerlich dass der Iran nicht von sich aus seine Politik radikal geändert hat. Aber es ist eben auch total unrealistisch dies zu erwarten. Und wer wie Netanjahu auf Maximalforderungen besteht macht damit eigentlich nur klar dass er den status quo erhalten will. Netanjahu nutzt diesen ja weidlich zum Machterhalt. Die Sicherheit Israels gefährdet die Politik Netanjahus zwar. Aber auch das ist Kalkül. Er weiß genau dass Teheran in Wirklichkeit weit weg ist und nicht mal die Hisbollah im Norden hat ein Interesse an einem Waffengang mit Israel. An der Grenze herrscht ein militärisches Patt. Das wissen alle. Netanjahu kann also immer und immer wieder die Bedrohung beschwören, nichts Substanzielles gegen die imaginäre Bedrohung tun und so das Volk hinter sich bringen. Er macht dem Volk Angst. Er beschwört die Bedrohung. Das ist sein Trick.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Eulenwoelfchen » Do 11. Jul 2019, 16:32

Alter Stubentiger hat geschrieben:(11 Jul 2019, 16:21)

Israel hat sich in keinster Weise konstruktiv an den Verhandlungen zum Atomvertrag beteiligt. Man war einfach nur dagegen. Das werfe ich der rechtsnationalen Regierung in Israel vor. Mit "pauschalem Israelbashing" hat dies nichts aber auch gar nichts zu tun.


DAS ist keine Antwort auf meine Frage!
Etwas einfach zu fordern, ohne einen eigenen Plan zu haben, ist einfach. Zu einfach...
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Alter Stubentiger » Do 11. Jul 2019, 18:36

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(11 Jul 2019, 16:32)

DAS ist keine Antwort auf meine Frage!
Etwas einfach zu fordern, ohne einen eigenen Plan zu haben, ist einfach. Zu einfach...

Nein. Ich bin nur Zuschauer. Ich sehe was die Beteiligten tun und ich sehe die Ergebnisse ihres tuns. Und die bewerte ich.
Trump und Netanjahu müssen die richtigen Schlüsse aus dem Ergebnis ihrer Politik ziehen. Und das tun sie eben nicht. Und hier sehen wir die Bilanz ihres Scheiterns:
https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 76905.html

Im Ergebnis wurde also die Sicherheit Israels und der ganzen Welt gefährdet. Das ist eindeutig. Die Kräfte im Iran die die Atombombe wollen und den Terror unterstützen wurden gestärkt. Nur deinesgleichen will das einfach nicht wahr haben. Und darum taumelt die Welt auf einen neuen Weltkrieg zu.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Eulenwoelfchen » Fr 12. Jul 2019, 04:29

Alter Stubentiger hat geschrieben:(11 Jul 2019, 18:36)

Nein. Ich bin nur Zuschauer. Ich sehe was die Beteiligten tun und ich sehe die Ergebnisse ihres tuns. Und die bewerte ich.
Trump und Netanjahu müssen die richtigen Schlüsse aus dem Ergebnis ihrer Politik ziehen. Und das tun sie eben nicht. Und hier sehen wir die Bilanz ihres Scheiterns:
https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 76905.html

Im Ergebnis wurde also die Sicherheit Israels und der ganzen Welt gefährdet. Das ist eindeutig. Die Kräfte im Iran die die Atombombe wollen und den Terror unterstützen wurden gestärkt. Nur deinesgleichen will das einfach nicht wahr haben. Und darum taumelt die Welt auf einen neuen Weltkrieg zu.


Der Spiegelartikel belegt gar nichts, ausser unterdurchschnittlichen, schnell hingeschmiertem "Ich weiss was-Journalismus", der bestimmte - reichlich oberflächliche, mullahverstehende - Mitleidsdenkweisen befördert. Und VT-Husten.
Weil er Behauptungen in den Raum stellt, die als pauschale Allgemeinplätze gut klingen: Etwa, Trump (und natürlich klammheimlich im Hintergrund die Juden...also Netanjahu),
würden die radikalen Kräfte in Iran stärken, und Gemäßigte wie Rohani behindern oder sogar zum Scheitern bringen...usw. ...undsofort. Geht's eigentlich noch blinder und einfältiger, was die tatsächliche politische Realität
des Mullah-Iran angeht?

Wer dort, lange vor dem Atomdeal, lange vor den aktuellen US-Sanktionen, bis heute die ultraradikale, fundamentalistische Falkenmacht hat und ausübt? Sprich, irgendwelche obskuren Hardliner in Iran nicht gestärkt wurden oder werden, weil sie immer schon die Terroraussenpolitik des Iran bestimmten und auch radikal ins Werk setzten und wie wir aktuell sehen, setzen. Nämlich die geistlichen Führer um den inneren Machtzirkel
ihres derzeitigen Schiitengurus und machtpolitischen Oberbosses Ali Chamenei. Es gab keine Stärkung radikaler Falken in Iran. Sie waren immer am Ruder, ungeschwächt und ungehemmt.

Siehe auch die brutale Niederschlagung eines eigenen Volksaufstandes einer Opposition, die ein besseres, demokratischeres Leben und vor allem Befreiung vom Joch der frauenverachtenden, steinzeitpartriarchischen schiitischen Religionsdiktatur verlangte. Eine Wende forderte: Öffnung, ökonomische Verbesserung und friedfertige (verlässliche) Partnerschaft zum Westen (einschließlich Israel!). Statt irrer Isolation und fundamentalistischer Erpressungs- und Konfrontationspolitik.

Wie sogar Ihnen bekannt sein dürfte, haben sich die politischen Hardliner durchgesetzt. Und diese Hoffnungen brutal und blutig am Ideologiekran aufgehängt. Und beerdigt. Nicht der Westen, nicht die USA. Nicht Israel. Nicht Netanjahu. Wie schon immer (zu anderen Zeiten, in anderen Ländern und anderen radikalen Diktaturen) ist auch im Iran eine beträchtliche Zahl von Profiteuren und Opportunisten des Systems am Tun und Mithelfen. Nur allzu willig. Wir Deutsche können das ja besonders gut verstehen und nachvollziehen. Sollten es zumindest...



Wie wirkungslos sogenannte, wegsehende Appaesementpolitik des Westens samt Obama war und ist, kann man an den realpolitischen Fakten und geschehenen Tatsachen, nicht irgendwelchen Spiegelergüssen, in der jüngeren Vergangenheit ablesen:

Als dieser Atomdeal mit Iran nämlich genau jene Hardliner und ultraradikalen Mullahs und ihre kranke politische, religiös fanatisierte, Ideologie einer irren islamischen Wahrheit und Revolution endlich auch wirtschaftlich in die gewünschte Position brachte: Man konnte die Menschen im Lande materiell soweit hätscheln, dass sie Ruh geben UND gleichzeitig aussenpolitisch das dreckige Terror-, Bedrohungs- und Erpressungsnetzwerk verstärken.

Für diesen längerfristigen Zielpunkt der ultraradikalen Hardliner um Ali Chamenei & Co. war der Atomdeal ein politischer Lottogewinn. Jene Radikalen Mullah-Ultras, die die Politik des Iran seit 1979 bestimmen und kontrollieren, sowohl ideologisch, als auch wirtschaftlich. Siehe diverse "Mullah"-Stiftungen, die Milliardenvermögen halten, und direkt den erzreaktionären, schiitischen Theokraten um Chamenei unterstellt sind und nach deren Hardcore-Pfeife tanzen= den iranischen Terror im Ausland (und gegen Israel) befördern und finanzieren! Und auch den Terror im Innern, den eigenen Leuten gegenüber.
"Stiftungen", die garantiert keinen "Frieden" stiften. Schon gar nicht für Israel.

Ihr Stiftungsziel ist identisch und durch die (obersten radikal-religiösen) politischen Machthaber des Iran bestimmt und definiert. Das Ziel war und ist immer klar und fundamental-religiös ideologiesiert auf politische (und militärische) Dominanz des Iran im Nahen und Mittleren Osten ausgerichtet. Mit dem weiteren strategischen Anspruch, einerseits durch die ständige Aggressivität der Terror- und Vernichtungsaktivitäten gegen Israel den Westen, besonders die USA in Atem zu halten oder bezüglich der eigenen, weitergehenden Machterweiterungsaktivitäten zu beschäftigen und abzulenken. Ziele, die natürlich auch längerfristig darin gipfeln, irgendwann den Besitz eigener Atomwaffen zu erlangen. Um die eigene, aggressive, gewalttätige und skurpellose Bedrohungspolitik nach aussen - auch für die USA - unantastbar zu machen.

Gleichzeitig betreibt Iran eine sowieso höchst fragwürdige Energiepolitik, die voll auf Atomkraftwerke setzt... Was offenbar im GRÜNEN Klimaschutz - und Anti-AKW Europa und Deutschland keine Sau interessiert oder kratzt. Dabei würde allein diese friedliche Nutzung der Kernenergie, die die Mullahs betreiben, ausreichen, um Ihnen den Risikovogel zu zeigen. Iran ist eine höchst erdbebengefährdete Region und ich denke, recht viel weiter als von Tschernobyl nach good ol' europe hätte ein radioaktives fallout-Lüfterl aus Iran auch nicht zu uns. Noch weniger zu seinen näheren und weiteren Nachbarn... Aber wayne interessiert's? Eben...

Und zur Umsetzung vorgenannter Mullahziele braucht es - neben wissenschaftlichem Fortschritt und erfolgreicher Verbesserung des eigenen waffentechnologischen Know-Hows (konventionell und kerntechnisch) - auch wirtschafliche/finanzielle Power. Von nix kommt ja nix. Nicht mal im Zauberland der "iranischen Mullahwahreit". Dass ein atomar bewaffneter Iran generell aufgrund der geistigen Fanatikerstruktur seiner Mullah-Diktatoren samt Führerideologie ihres "Adolftollah" Khomeini eine globale Gefahr darstellen, sollte eigentlich einleuchten. Tut es aber nicht immer...

Eine Bedrohung, auch und besonders natürlich für Europa. Was man leider gerade auf diesem Kontinent sehr gerne ignoriert. Lieber hin- und herlavieren zwischen "wasch mich- aber mach mir den Pelz nicht naß" und der insgeheimen Hoffnung "da wird der Ami nicht zusehen". Tut er das tatsächlich nicht, der böse judengesteuerte, oder deiner Denkweise nach, netanjahu-befehligte amerikanische "Satan", noch dazu in einer Trump-Version, ist es auch nicht recht. Oder zu rechts. Oder noch schlechter.

Denn Sie und fast ganz Europa sind schlauer und besser: Man will mit dem Iran gute Geschäfte machen und das so arg trumpgeschädigte Mullahregime allein aus humanitären Motiven heraus stützen und schützen. Und auf der anderen Seite natürlich auch Israel, dessen Existenz und rechtsstaatlichen Prinzipien und Werten offiziell zur Seite stehen ...ähm...sie sogar staatsraisonistisch "verteidigen". Zumindest in diesem unserem EU-Land.

Aber insgeheim denkt man:
"Mein Gott(?), wenn sich der Iran und US-Präsident Netanjahu in die Haare kriegen sollten, ist das zwar nicht schön, aber wir werden uns da raushalten. Und die Amis sollten das gefälligst auch tun. Das müssen die dort unten schon selbst miteinander ausmachen. Gell.
Was haben wir damit zu tun? Wir waren ja immer für Frieden und Diplomatie und machen das auch weiterhin. Und überhaupt, dieses Israel ist ja auch irgendwie selber schuld. Wenn sie dem Netanjahu nicht (immer wieder) so derb auf seinen kriegstreiberischen und völlig friedensunwilligen Leim gehen würden, wären sie auch sicher".

Ist halt blöd gelaufen, wie Sie das kolportieren:
Dass dieser jüdische Kriegstreiber Netanjahu jetzt ausgerechnet auch noch diesen aussen- und sicherheitspolitischen Immobilienmakler, Russenfreund, Chinesenstänkerer und Europagefährder Trump geschenkt bekam, ist so quasi schon "Judennetanjahu- und USA-verursachter Dritter Weltkrieg ante portas"! - Der Mullah-Iran kann da rein gar nichts für. Der ist im Prinzip völlig überbewertet und im Kern harmlos. Für Sie. Für die Amis. Für Europa. Für den Rest der Welt (ausser den Saudis vielleicht). Und ganz besonders für Israel. Wenn da nicht dieser Netanjahu und das Weltfinanztum wäre, das global die Kriegsstrippen gegen Iran zieht. Das wollen Sie uns doch sagen, und ständig loswerden, nicht wahr? - Y/N?
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Ger9374 » Fr 12. Jul 2019, 04:49

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(12 Jul 2019, 04:29)

Der Spiegelartikel belegt gar nichts, ausser unterdurchschnittlichen, schnell hingeschmiertem "Ich weiss was-Journalismus", der bestimmte - reichlich oberflächliche, mullahverstehende - Mitleidsdenkweisen befördert. Und VT-Husten.
Weil er Behauptungen in den Raum stellt, die als pauschale Allgemeinplätze gut klingen: Etwa, Trump (und natürlich klammheimlich im Hintergrund die Juden...also Netanjahu),
würden die radikalen Kräfte in Iran stärken, und Gemäßigte wie Rohani behindern oder sogar zum Scheitern bringen...usw. ...undsofort. Geht's eigentlich noch blinder und einfältiger, was die tatsächliche politische Realität
des Mullah-Iran angeht?

Wer dort, lange vor dem Atomdeal, lange vor den aktuellen US-Sanktionen, bis heute die ultraradikale, fundamentalistische Falkenmacht hat und ausübt? Sprich, irgendwelche obskuren Hardliner in Iran nicht gestärkt wurden oder werden, weil sie immer schon die Terroraussenpolitik des Iran bestimmten und auch radikal ins Werk setzten und wie wir aktuell sehen, setzen. Nämlich die geistlichen Führer um den inneren Machtzirkel
ihres derzeitigen Schiitengurus und machtpolitischen Oberbosses Ali Chamenei. Es gab keine Stärkung radikaler Falken in Iran. Sie waren immer am Ruder, ungeschwächt und ungehemmt. Siehe auch die brutale Niederschlagung eines eigenen Volksaufstandes einer Opposition, die ein besseres, demokratischeres Leben und vor allem Befreiung vom Joch der frauenverachtenden, steinzeitpartriarchischen schiitischen Religionsdiktatur.
verlangte. Eine Wende forderte: Öffnung, ökonomische Verbesserung und friedfertige (verlässliche) Partnerschaft zum Westen (einschließlich Israel!). Statt irrer Isolation und fundamentalistischer Erpressungs- und Konfrontationspolitik.
Wie sogar Ihnen bekannt sein dürfte, haben sich die politischen Hardliner durchgesetzt. Und diese Hoffnungen brutal und blutig am Ideologiekran aufgehängt. Und beerdigt. Nicht der Westen, nicht die USA. Nicht Israel. Nicht Netanjahu. Wie schon immer (zu anderen Zeiten, in anderen Ländern und anderen radikalen Diktaturen) ist auch im Iran eine beträchtliche Zahl von Profiteuren und Opportunisten des Systems am Tun und Mithelfen. Nur allzu willig. Wir Deutsche können das ja besonders gut verstehen und nachvollziehen. Sollten es zumindest...

Wie wirkungslos sogenannte, wegsehende Appaesementpolitik des Westens samt Obama war und ist, kann man an den realpolitischen Fakten und geschehenen Tatsachen, nicht irgendwelchen Spiegelergüssen, in der jüngeren Vergangenheit ablesen.

Als dieser Atomdeal mit Iran nämlich genau jene Hardliner und ultraradikalen Mullahs und ihre kranke politische, religiös fanatisierte, Ideologie einer irren islamischen Wahrheit und Revolution endlich auch wirtschaftlich in die gewünschte Position brachte: Man konnte die Menschen im Lande materiell soweit hätscheln, dass sie Ruh geben UND gleichzeitig aussenpolitisch das dreckige Terror-, Bedrohungs- und Erpressungsnetzwerk verstärken.

Für diesen längerfristigen Zielpunkt der ultraradikalen Hardliner um Ali Chamenei & Co. war der Atomdeal ein politischer Lottogewinn. Jene Radikalen Mullah-Ultras, die die Politik des Iran seit 1979 bestimmen und kontrollieren, sowohl ideologisch, als auch wirtschaftlich. Siehe diverse "Mullah"-Stiftungen, die Milliardenvermögen halten, und direkt den erzreaktionären, schiitischen Theokraten um Chamenei unterstellt sind und nach deren Hardcore-Pfeife tanzen= den iranischen Terror im Ausland (und gegen Israel) befördern und finanzieren! Und auch den Terror im Innern, den eigenen Leuten gegenüber.
"Stiftungen", die garantiert keinen "Frieden" stiften. Schon gar nicht für Israel.

Ihr Stiftungsziel ist identisch und durch die (obersten radikal-religiösen) politischen Machthaber des Iran bestimmt und definiert. Das Ziel war immer klar und fundamental-religiös ideologiesiert auf politische (und militärische) Dominanz des Iran im Nahen und Mittleren Osten ausgerichtet. Mit dem weiteren strategischen Anspruch, einerseits durch die ständige Aggressivität der Terror- und Vernichtungsaktivitäten gegen Israel den Westen, besonders die USA in Atem zu halten oder bezüglich der eigenen, weitergehenden Machterweiterungsaktivitäten zu beschäftigen und abzulenken. Ziele, die natürlich auch längerfristig darin gipfeln, irgendwann den Besitz eigener Atomwaffen zu erlangen. Um die eigene, aggressive, gewalttätige und skurpellose Bedrohungspolitik nach aussen - auch für die USA - unantastbar zu machen.

Gleichzeitig betreibt Iran eine sowieso höchst fragwürdige Energiepolitik, die voll auf Atomkraftwerke setzt...
Was offenbar im GRÜNEN Klimaschutz - und Anti-AKW Europa und Deutschland keine Sau interessiert oder kratzt. Dabei würde allein diese friedliche Nutzung der Kernenergie, die die Mullahs betreiben, ausreichen, um Ihnen den Risikovogel zu zeigen. Iran ist eine höchst erdbebengefährdete Region und ich denke, recht viel weiter als von Tschernobyl nach good ol' europe hätte ein radioaktives fallout-Lüfterl aus Iran auch nicht zu uns. Noch weniger zu seinen näheren und weiteren Nachbarn... Aber wayne interessiert's? Eben...

Und zur Umsetzung vorgenannter Mullahziele braucht es - neben wissenschaftlichem Fortschritt und erfolgreicher Verbesserung des eigenen waffentechnologischen Know-Hows (konventionell und kerntechnisch) - auch wirtschafliche/finanzielle Power. Von nix kommt ja nix. Nicht mal im Zauberland der "iranischen Mullahwahreit". Dass ein atomar bewaffneter Iran generell aufgrund der geistigen Fanatikerstruktur seiner Mullah-Diktatoren samt Führerideologie ihres "Adolftollah" Khomeini eine globale Gefahr darstellen, sollte eigentlich einleuchten. Tut es aber nicht immer...

Eine Bedrohung, auch und besonders natürlich für Europa. Was man leider gerade auf diesem Kontinent sehr gerne ignoriert. Lieber so zwischen "wasch mich- aber mach mir den Pelz nicht naß" und der insgeheimen Hoffnung "da wird der Ami nicht zusehen" hin- und her lavieren. Tut er das tatsächlich nicht, der böse judengesteuerte, oder deiner Denkweise nach, netanjahu-gesteuerte amerikanische "Satan", noch dazu in einer Trump-Version, ist es auch nicht recht. Oder zu rechts. Oder noch schlechter.

Denn Sie und fast ganz Europa sind schlauer und besser: Man will mit dem Iran gute Geschäfte machen und das so arg trumpgeschädigte Mullahregime allein aus humanitären Motiven heraus stützen und schützen. Und auf der anderen Seite natürlich auch Israel, dessen Existenz und rechtsstaatlichen Prinzipien und Werten offiziell zur Seite stehen ...ähm...sie sogar staatsraisonistisch "verteidigen". Zumindest in diesem unserem EU-Land.

Aber insgeheim denkt man:
"Mein Gott(?), wenn sich der Iran und US-Präsident Netanjahu in die Haare kriegen sollten, ist das zwar nicht schön, aber wir werden uns da raushalten. Und die Amis sollten das gefälligst auch tun. Das müssen die dort unten schon selbst miteinander ausmachen. Gell.
Was haben wir damit zu tun? Wir waren ja immer für Frieden und Diplomatie und machen das auch weiterhin. Und überhaupt, dieses Israel ist ja auch irgendwie selber schuld. Wenn sie dem Netanjahu nicht (immer wieder) so derb auf seinen kriegstreiberischen und völlig friedensunwilligen Leim gehen würden, wären sie auch sicher".

Ist halt blöd gelaufen, wie Sie das kolportieren:
Dass dieser jüdische Kriegstreiber Netanjahu jetzt ausgerechnet auch noch diesen aussen- und sicherheitspolitischen Immobilienmakler, Russenfreund, Chinesenstänkerer und Europagefährder Trump geschenkt bekam, ist so quasi schon "Judennetanjahu- und USA-verursachter Dritter Weltkrieg ante portas"! - Der Mullah-Iran kann da rein gar nichts für. Der ist im Prinzip völlig überbewertet und im Kern harmlos. Für die Amis. Für Europa. Für den Rest der Welt (ausser den Saudis vielleicht). Und ganz besonders für Israel. Wenn da nicht dieser Netanjahu und das Weltfinanztum wäre, das global die Kriegsstrippen gegen Iran zieht. Das wollen Sie uns doch sagen, und ständig loswerden, nicht wahr? - Y/N?



Auch wenn ich deinen Schlussfolgerungen
nicht in allem zustimme, bin ich von deinem Beitrag doch beeindruckt!
Nicht zu Oberflächlich und regt zum Nachdenken an.Spontan geschrieben?
Respekt was da an hintergrundwissen Einflüsse.:-)
Jede meinung ist wichtig,sofern man eine eigene hat!
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Ger9374 » Fr 12. Jul 2019, 04:51

Ger9374 hat geschrieben:(12 Jul 2019, 04:49)

Auch wenn ich deinen Schlussfolgerungen
nicht in allem zustimme, bin ich von deinem Beitrag doch beeindruckt!
Nicht zu Oberflächlich und regt zum Nachdenken an.Spontan geschrieben?
Respekt was da an hintergrundwissen Einfliesst.:-)
Jede meinung ist wichtig,sofern man eine eigene hat!
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Cobra9 » Fr 12. Jul 2019, 07:12

Alter Stubentiger hat geschrieben:(11 Jul 2019, 18:36)

Nein. Ich bin nur Zuschauer. Ich sehe was die Beteiligten tun und ich sehe die Ergebnisse ihres tuns. Und die bewerte ich.
Trump und Netanjahu müssen die richtigen Schlüsse aus dem Ergebnis ihrer Politik ziehen. Und das tun sie eben nicht. Und hier sehen wir die Bilanz ihres Scheiterns:
https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 76905.html

Im Ergebnis wurde also die Sicherheit Israels und der ganzen Welt gefährdet. Das ist eindeutig. Die Kräfte im Iran die die Atombombe wollen und den Terror unterstützen wurden gestärkt. Nur deinesgleichen will das einfach nicht wahr haben. Und darum taumelt die Welt auf einen neuen Weltkrieg zu.


Die Welt taumelt nicht auf einen Weltkrieg zu. Wie kommst Du auf so einen Blödsinn ?

China und Russland kritisierten zwar die Usa. Aber mehr auch nicht. Richtiger ist erstmal das man sich hinter Trump stellen sollte in der Frage des Iran. Das Abkommen war ein Versuch. Das Ziel die Region zu befrieden ist verfehlt. Das Regime ist aggressiver als es je war. Deshalb ist die Kritik des US-Präsidenten am Abkommen berechtigt und notwendig.

Man glaubte das Abkommen bringt Frieden. Weit gefehlt. Den die wahre Natur des Regime im Iran ist anders. Der Iran wird von Hardlinern regiert und will seine Ideologie plus Religion verbreiten. Es will eine Macht werden am Golf werden. Was passierte den mit dem Geld ? Doch wofür nutzte Teheran das Geld? Für Straßenbau? Krankenhäuser? Umweltschutz?

Es floß in die Garde. Um das Regime in Syrien zu erhalten, die Huthis, Hamas und wie Sie alle heissen zu fördern. Von Kooperation mit dem Westen oder arabischen Staaten keine Spur.

Israels Lage hat sich in wie fern verbessert ? Erklärung bitte. Oder die Lage der Palästinenser.

Das Abkommen erweist sich als Fehler

Selbst in der Atomfrage erweist der Deal sich. Das Abkommen mag 2015 den Weg zu einer Bombe versperrt haben, es ebnet aber zugleich den Weg zu Dutzenden legalen Atomsprengköpfen ab 2035. Was für ein Gewinn.
Das Böse hat einen Namen. Schokolade !

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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Eulenwoelfchen » Fr 12. Jul 2019, 14:04

Ger9374 hat geschrieben:(12 Jul 2019, 04:49)

Auch wenn ich deinen Schlussfolgerungen
nicht in allem zustimme, bin ich von deinem Beitrag doch beeindruckt!
Nicht zu Oberflächlich und regt zum Nachdenken an.Spontan geschrieben?
Respekt was da an hintergrundwissen Einflüsse.:-)


Ja spontan inswoweit, als ich ja im Zehnfingersystem schreibe.
Die inhaltliche Zusammenfassung basiert auf meinen Beobachtungen und der
ebensolchen Begleitung, Erinnerung und Schlussfolgerung der politischen Fakten und Geschehnisse.
Und soweit möglich auch basierend auf allen möglichen - über viele Jahr zum Thema Nahost/Middle East/ speziell auch Iran/USA/Israel gesammelten Hintergrundinformationen - die in diesem besonderen Zusammenhang
durchaus wichtig sind. Auch wenn diese tagesaktuell oder teils von den jüngsten Vorgängen und politischen
Geschehnissen überdeckt werden...

Gerade bei diesem brisanten Thema Atomdeal mit Iran, der ja schon eine mehr als zehnjährige Vorgeschichte hatte, bevor er überhaupt 2015 geschlossen wurde,
und dessen Verhandlungen im wesentlichen mit dem Beginn der ersten Amtszeit Obamas ernsthafter begannen.

Ob unter den richtigen Voraussetzungen und mit den richtigen Vertragsinhalten, war damals - und bis zum Vertragsabschluß - SEHR umstritten und wurde je nach politischer Haltung zu Iran, USA oder Israel
sehr kontrovers diskutiert. Gerade auch im von mir beschriebenen erweiterten Kontext eines Mullah-Iran und seiner generellen politischen Ziele und Aktivitäten
und der sich dadurch ergebenden Schlußfolgerungen der generellen Sicherheitslage in Nahost/Mittelost. Israels Sicherheit und Existenz natürlich miteingeschlossen.

Welche Rückschlüsse und letztlich zwingende politische Handlungspositionen sich daraus ergeben, obliegt - wie immer - dem eigenen Urteilsvermögen. Das
möglichst auf nüchternen Fakten und weniger auf emotionaler Antipathie oder Symphathie der gerade aktiven politischen Gestalter basieren sollte, sondern
mehr auf dem, was sich über lange Jahre so auf diesem Konfliktfeld tat und weiter tut. Und vor allem auch, wer welche Motive hat.

Wenn mein Beitrag Sie zum Nachdenken anregte, war das schon mehr, als man im Allgemeinen erhoffen darf, wenn man sich - gerade zu dem in mehrerlei Hinsicht sicherheitspolitisch sehr KOMPLEXEN Thema "Verhinderung einer
iranischen Atombombe" äussert.

Schönen Tag noch für Sie, so ganz spontan gewünscht! ;) :D
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 12. Jul 2019, 16:37

Cobra9 hat geschrieben:(12 Jul 2019, 07:12)

Die Welt taumelt nicht auf einen Weltkrieg zu. Wie kommst Du auf so einen Blödsinn ?

China und Russland kritisierten zwar die Usa. Aber mehr auch nicht. Richtiger ist erstmal das man sich hinter Trump stellen sollte in der Frage des Iran. Das Abkommen war ein Versuch. Das Ziel die Region zu befrieden ist verfehlt. Das Regime ist aggressiver als es je war. Deshalb ist die Kritik des US-Präsidenten am Abkommen berechtigt und notwendig.

Man glaubte das Abkommen bringt Frieden. Weit gefehlt. Den die wahre Natur des Regime im Iran ist anders. Der Iran wird von Hardlinern regiert und will seine Ideologie plus Religion verbreiten. Es will eine Macht werden am Golf werden. Was passierte den mit dem Geld ? Doch wofür nutzte Teheran das Geld? Für Straßenbau? Krankenhäuser? Umweltschutz?

Es floß in die Garde. Um das Regime in Syrien zu erhalten, die Huthis, Hamas und wie Sie alle heissen zu fördern. Von Kooperation mit dem Westen oder arabischen Staaten keine Spur.

Israels Lage hat sich in wie fern verbessert ? Erklärung bitte. Oder die Lage der Palästinenser.

Das Abkommen erweist sich als Fehler

Selbst in der Atomfrage erweist der Deal sich. Das Abkommen mag 2015 den Weg zu einer Bombe versperrt haben, es ebnet aber zugleich den Weg zu Dutzenden legalen Atomsprengköpfen ab 2035. Was für ein Gewinn.


Klügere Leute kommen zu anderen Schlüssen.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Cobra9 » Sa 13. Jul 2019, 10:42

Alter Stubentiger hat geschrieben:(12 Jul 2019, 16:37)

Klügere Leute kommen zu anderen Schlüssen.


Klüger nach deinem Maßstab. Du ignorierst was Fakt ist und wenn die Lunte brennt ist es zu spät. Mir ist das aber offen gesagt völlig egal.

Du hast keine Argumente gebracht. Aber gut was hat Israel getan um die Feindschaft des Iran zu verdienen ganz am Anfang
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Gutmensch1 » Sa 13. Jul 2019, 11:49

Alter Stubentiger hat geschrieben:(11 Jul 2019, 16:31)

Netabjahu ist ein Lügner wenn er behauptet er stünde zu Verhandlungen bereit. Obama hat sich nicht über den Tisch ziehen lassen. Für jede Erleichterung für den Iran waren Bedingungen zu erfüllen die der Ira auch erfüllt hat.


Die Bedingungen führten dazu, dass der Iran inzwischen in jeder Eskalation in der Region militärisch involviert ist und sie führten dazu, dass der Iran verstärkt das Raketenprogramm vorantreibt. Die passenden Atomsprengköpfe werden später entwickelt. Du brauchst nur deine Augen zu öffnen, um zu erkennen, dass die Mullahs die Milliarden Dollar Einnahmen nach Lockerung der Sanktionen in Rüstung, in Weiterentwicklung von Langstreckenraketen, in die Verbreitung und Internationalisierung der schiitischen Revolution, in Terrorismus und in die Unterdrückung der eigenen Bevölkerung gesteckt haben, die iranische Bevölkerung hat nichts von den Sanktionslockerungen gehabt, die Mangelwirtschaft ist geblieben.

Und natürlich ist es bedauerlich dass der Iran nicht von sich aus seine Politik radikal geändert hat. Aber es ist eben auch total unrealistisch dies zu erwarten.


Wenn der Iran die Milliarden Einnahmen für Krieg und Destabilisierung der Region steckt, dann war das Abkommen doch kein Beitrag zum Frieden?

Und wer wie Netanjahu auf Maximalforderungen besteht macht damit eigentlich nur klar dass er den status quo erhalten will.


Zähle doch mal diese "Maximalforderungen" auf, welche sollen das denn sein? Netanjahu fordert nichts weiter als das der Iran aufhören soll den Terror zu finanzieren, den Krieg zu befördern und die Angriffe auf Israel einzustellen. Der Iran soll darüber hinaus von dem Aufruf Israel zu vernichten abrücken. Was ist an der Forderung, höre auf zu töten, denn verwerflich?

Netanjahu nutzt diesen ja weidlich zum Machterhalt. Die Sicherheit Israels gefährdet die Politik Netanjahus zwar. Aber auch das ist Kalkül. Er weiß genau dass Teheran in Wirklichkeit weit weg ist und nicht mal die Hisbollah im Norden hat ein Interesse an einem Waffengang mit Israel. An der Grenze herrscht ein militärisches Patt. Das wissen alle. Netanjahu kann also immer und immer wieder die Bedrohung beschwören, nichts Substanzielles gegen die imaginäre Bedrohung tun und so das Volk hinter sich bringen. Er macht dem Volk Angst. Er beschwört die Bedrohung. Das ist sein Trick.


Du hast dich auf Personen und Feindbilder eingeschossen und verkennst dabei die regionale Situation. Israel ist nicht "imaginär" bedroht, wie du behauptest, Israel wird angegriffen und muss sich deswegen verteidigen. Die Angriffe vom Gaza sind iranisch finanziert und die Angriffe aus dem Libanon kommen von der Hisbollah, der 5. Kolonne des Irans im Libanon. Inzwischen gibt es auch Angriffe aus syrischem Gebiet, wo die Iraner gemeinsam mit Assad wüten. Die Israelis wissen um die Realität der Angriffe, sie werden nicht von Netanjahu diesbzgl. belogen. An der Grenze zum Libanon ist auch kein militärisches Patt, wie kommst du darauf? Israel könnte die Hisbollah in wenigen Wochen vollständig vernichten. Es wird nicht aus humanitären Gründen gemacht, weil die zivilen Verluste extrem hoch wären. Gleiches gilt für die Hamas im Süden.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Alter Stubentiger » Sa 13. Jul 2019, 16:24

Cobra9 hat geschrieben:(13 Jul 2019, 10:42)

Klüger nach deinem Maßstab. Du ignorierst was Fakt ist und wenn die Lunte brennt ist es zu spät. Mir ist das aber offen gesagt völlig egal.

Du hast keine Argumente gebracht. Aber gut was hat Israel getan um die Feindschaft des Iran zu verdienen ganz am Anfang


Ich habe die Argumente gebracht die auch im Spiegel-Artikel gebracht wurden den ich verlinkt habe. Dort wird die aktuelle Politik von Trump/Netanjahu sogar noch mehr in Frage gestellt als ich es tue. Meine Argumentation ist stringent. Aber eure Ignoranz ist so groß dass weder du noch andere in diesem Thread einer vernünftigen Argumentation überhaupt zugänglich sind.

Von daher verharrt doch in eurem Starrsinn. In eurer Welt wo Trump gute Politik macht und Obama ein Linker und Israelhasser ist. Ich bin raus.
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...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Eulenwoelfchen » Sa 13. Jul 2019, 19:12

Alter Stubentiger hat geschrieben:(13 Jul 2019, 16:24)

Ich habe die Argumente gebracht die auch im Spiegel-Artikel gebracht wurden den ich verlinkt habe. Dort wird die aktuelle Politik von Trump/Netanjahu sogar noch mehr in Frage gestellt als ich es tue. Meine Argumentation ist stringent. Aber eure Ignoranz ist so groß dass weder du noch andere in diesem Thread einer vernünftigen Argumentation überhaupt zugänglich sind.

Von daher verharrt doch in eurem Starrsinn. In eurer Welt wo Trump gute Politik macht und Obama ein Linker und Israelhasser ist. Ich bin raus.


Die Argumente des Spiegelartikels sind keine Argumente, sondern - wie bereits beschrieben - jenseits der tatsächlichen iranischen und gesamtpolitischen Realitäten einfach nur
antiisraelische und antitrumpgefärbte Mutmaßungen. Die ausserdem den langjährigen und unveränderten radikalen Kurs des Iran und dessen Macht- und Dominanzstrategien
genauso ausklammern/verdrängen, wie die UNSTRITTIGEN sicherheitspolitischen Defizite, die der Atomdeal mit Iran von Anfang an hatte und weiterhin hat.

Niemand hat im übrigen hier geschrieben, Obama sei ein Israelhasser (gewesen). Was erzählen Sie da für einen unterstellenden Stuß? - Sie wollen wohl mit allen Mitteln
andere Meinungen als Ihre -hier im Thread - denunzieren. *nice try...

Israel hat zu keiner Zeit Iran Anlaß gegeben, so aggressiv auf eine Vernichtung Israels aus zu sein, wie das seit Jahren zu beobachten ist. Im übrigen nicht erst seit
dem Zeitpunkt, als der Atomdeal unterschrieben wurde.

Amadineshads Holocaust- Leugner Konferenzen und die wüsten Ausfälle, ausdrücklich nicht von Chamenei und dem obersten Mullahrat zurechtgerückt,
sollten sogar jemandem wie Ihnen aufgefallen sein und sie vielleicht auch daran erinnern, dass dieser Iran strategisch und langfristig an einer Bedrohung und dem
Ziel arbeitet und arbeitete, Israel von Landkarte zu tilgen und in diesem Zusammenhang Dominanz über den ganzen Nahen/mittleren Osten zu erlangen.
Solange die militärische Macht Israels nicht gebrochen ist, kann Iran sein Ziel als unangefochtene Regionalmacht dieser Region natürlich auch nicht umsetzen.

Aber all das interessiert Sie ja nicht. Muss es auch nicht. Aber sie können auch nicht erwarten, dass man ihrer recht schlichten und einseitigen
antiisraelischen/antiamerikanischen Meinung zu diesem Themenkomplex ohne Widerspruch hinterherläuft wie ein merkbefreiter Fratzenbuch-"Liker".
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Chajm » Sa 13. Jul 2019, 19:30

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(13 Jul 2019, 19:12)
( ... )
Israel hat zu keiner Zeit Iran Anlaß gegeben, so aggressiv auf eine Vernichtung Israels aus zu sein, wie das seit Jahren zu beobachten ist. Im übrigen nicht erst seit dem Zeitpunkt, als der Atomdeal unterschrieben wurde.
( ... )

Bezueglich des auszugsweise zitierten Teils Deines Beitrags moechte ich widersprechen - es ist schon die alleinige Existenz des Judenstaates, die die Vernichtungsphantasien der Mullahs befeuert.
Aber wie auch dem arbeitslosen Postkartenmaler wird es den Mullahs und ihren Claqueuren nicht gelingen, eine Endloesung zu bewerkstelligen!
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Eulenwoelfchen » So 14. Jul 2019, 11:51

Chajm hat geschrieben:(13 Jul 2019, 19:30)

Bezueglich des auszugsweise zitierten Teils Deines Beitrags moechte ich widersprechen - es ist schon die alleinige Existenz des Judenstaates, die die Vernichtungsphantasien der Mullahs befeuert.
Aber wie auch dem arbeitslosen Postkartenmaler wird es den Mullahs und ihren Claqueuren nicht gelingen, eine Endloesung zu bewerkstelligen!


Kann man so sehen. Allerdings, den Mullah-Staat gibt es erst seit 1979. Und Israels Verhältnis zu Iran war bis zur Revolution von Khomeini nicht von Vernichtungsfantasien geprägt, die alleine
schon die Staatsgründung und Existenz des jüdischen Rechtsstaates Israels aus - vor Khomeini nicht islamistisch-ideologisch verseuchter - iranischer Sicht begründeten.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Cobra9 » So 14. Jul 2019, 14:25

Alter Stubentiger hat geschrieben:(13 Jul 2019, 16:24)

Ich habe die Argumente gebracht die auch im Spiegel-Artikel gebracht wurden den ich verlinkt habe. Dort wird die aktuelle Politik von Trump/Netanjahu sogar noch mehr in Frage gestellt als ich es tue. Meine Argumentation ist stringent. Aber eure Ignoranz ist so groß dass weder du noch andere in diesem Thread einer vernünftigen Argumentation überhaupt zugänglich sind.

Von daher verharrt doch in eurem Starrsinn. In eurer Welt wo Trump gute Politik macht und Obama ein Linker und Israelhasser ist. Ich bin raus.



Weil der Spiegel was schreibt oder Du deine Argumente für überlegen hälst muss Ich jetzt grundsätzlich meinen Meinung ändern ?

Junge komm runter von deinem hohen Roß, behaupte keinen Unsinn darüber was andere User schreiben. Das Trump durchweg gute Politik macht behaupte Ich bsp. nicht. Und oh jesses man kritisiert Obama. Furchtbar.


Seine Außenpolitik war nun mal bestenfalls durchwachsen eher mies. Sagt auch der Spiegel. Der muss es ja wissen

https://m.spiegel.de/politik/ausland/ba ... 29357.html


Möchtest Du behaupten das die Außenpolitik von früher keine Auswirkungen auf die heutige Situation hatte ?

Weil Obama ja alles gut gemacht hat. Was hat Israel eigentlich bitte getan das der Iran ein Feindbild geschaffen hat ?

Bei den Usa kann ich es ja irgendwie nachvollziehen. Aber Israel war sicher kein Feind. Und wenn es Dich beruhigt ich halte Trump für nicht so toll. Was aber den Iran betrifft in Bezug auf Atomwaffen und Terroristen hat Er eben mal das Richtige gesagt.

Soll man jetzt weil es Trump ist sagen trotz der eigenen Meinung........fuck Trump sagt was vernünftiges. Ich muss also das Gegenteil sagen
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon blues » Mi 17. Jul 2019, 11:50

Alter Stubentiger hat geschrieben:(06 Jul 2019, 20:30)

Ich denke die Vernichtungsdrohung 1962 durch Atomraketen auf Kuba war kein Witz. Hätte man damals keine diplomatische Lösung gefunden sähe die Welt heute wohl recht unerfreulich aus.

eine diplomatische Lösung der eine manifeste Drohung vorausging. Das wirkt aber bei den religiösen Fanatikern und Kriegstreibern in Teheran nicht
Ich denke weder du noch die Hardliner in Washington oder Jerusalem sind an einer diplomatischen Lösung interessiert. Ihr folgt der Logik der Militärs. Der Logik des Krieges.

Das ist Unsinn, ich hatte dir doch schon in der Weinstube erklärt, dass ich nur auf Verhandlungen setze und den einseitigen Ausstieg Trumps aus dem Abkommen für absolut falsch halte - jedwede Ungereimtheit im Abkommen hätte innerhalb des Abkommens weiter verhandelt werden müssen.
Die Führungsqualitäten eines Kennedys gibt es wohl heute bei den Führern der Welt nicht mehr. Und dies wird uns unweigerlich in die Katastrophe führen.


Na, Kennedy drohte und bot bei Einigung den Abzug einiger Raketen aus, der Türkei an wenn ich das richtig erinnere.

Wenn das Trumpeltier noch blöder wäre, hätte er jetzt 3x einen "Vorwand" gehabt militärisch reagieren zu können, darauf legen es die Kriegstreiber aus Teheran ja an, glücklicherweise hat da das Trumpeltier nachgedacht und nicht reagiert.

Was du aber wieder vollkommen ausser Acht läßt sind die Provokationen der Teheraner Kriegstreiber, die - deiner Meinung nach ignoriert werden sollen - warum eigentlich? Genau diese Drohungen machen die Teheraner Kriegstreiber so Brand gefährlich.

Meinst du nicht, dass man ebendiese Drohungen thematisieren muß um einen dauerhaften Frieden durch Verhandlungen zu erreichen.

Wie aber mit jemanden verhandeln der die einzige Demokratie in der Region vernichten und Juden weltweit ermorden lassen will auch durch die Hamashisbollahdschihadterroristen).

Also, wieso willst du diese Vernichtungsdrohungen ignorieren?
Zuletzt geändert von blues am Mi 17. Jul 2019, 15:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon blues » Mi 17. Jul 2019, 12:14

Alter Stubentiger hat geschrieben:(08 Jul 2019, 16:16)

Die Hamas hat nur eine handvoll iranischer, russischer und chinesischer Raketen. Die werden aber nicht eingesetzt. Und überhaupt ist das iranische Raketenprogramm legal. Jeder hat Raketenprogramme. Das ist heute nichts besonderes mehr und für die israelische Raketenabwehr auch nicht dass Problem. Die Hamas schießt ja mit Eigenentwicklungen. Die sind billiger und müssen nicht mühsam über Ägypten nach Gaza gebracht werden.


"die Hamas hat nur eine Handvoll ..." die Hamasterroristen sind in denen Augen wahrscheinlich edle Freiheitskämpfer die nur eine Handvoll Handgranaten und Vorderlader besitzt und dadurch eigentlich ja vollkommen harmlos - sie sind die alles andere als harmlos:

"... sind 1292 tote Zivilisten durch palästinensische Attentate in Israel seit der Jahrtausendwende. Hochgerechnet auf die deutsche Bevölkerung wären das 12.000 Tote durch Terroranschläge in 15 Jahren." ... in den letzten 15 Jahren ...
aus
https://www.welt.de/debatte/kolumnen/sc ... nicht.html


Ach was ? die Hisbollahterroristen schließen Frieden mit Israel ... woher hast du denn dies kryptische Vorhersage?
Zuletzt geändert von blues am Mi 17. Jul 2019, 13:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 17. Jul 2019, 12:22

blues hat geschrieben:(17 Jul 2019, 11:50)

eine diplomatische Lösung der eine manifeste Drohung vorausging. Das wirkt aber bei den religiösen Fanatikern und Kriegstreibern in Teheran nicht

Das ist Unsinn, ich hatte dir doch schon in der Weinstube erklärt, dass ich nur auf Verhandlungen setze und den einseitigen Ausstieg Trumps aus dem Abkommen für absolut falsch halte - jedwede Ungereimtheit im Abkommen hätte innerhalb des Abkommens weiter verhandelt werden müssen.


Na, Kennedy drohte und bot bei Einigung den Abzug einiger Raketen aus, der Türkei an wenn ich das richtig erinnere.

Wenn das Trumpeltier noch blöder wäre, hätte er jetzt 3x einen "Vorwand" gehabt militärisch reagieren können, darauf legen es die Kriegstreiber aus Teheran ja an, glücklicherweise hat da das Trumpeltier nachgedacht.

Was du aber wieder vollkommen ausser Acht läßt sind die Provokationen der Teheraner Kriegstreiber, die - deiner Meinung nach ignoriert werden sollen - warum eigentlich? Genau diese Drohungen machen die Teheraner Kriegstreiber so Brand gefährlich.

Meinst du nicht, dass man ebendiese Drohungen thematisieren muß um einen dauerhaften Frieden durch Verhandlungen zu erreichen.

Wie aber mit jemanden verhandeln der die einzige Demokratie in der Region vernichten und Juden weltweit ermorden lassen will auch durch die Hamashisbollahdschihadterroristen).

Also, wieso willst du diese Vernichtungsdrohungen ignorieren?


Weil es nichts bringt drauf rumzureiten. Und es bringt nichts die Iraner als einen monolithischen Block zu betrachten der sich durch nichts davon abbringen lässt Israel zu vernichten.
Die meisten hier hängen aber dieser Vorstellung und wenn ich auch nur erwähne dass es Machtstrukturen mit unterschiedlichen Zielen gibt dann kommt sofort wieder der Spruch mit den Todesdrohungen in Richtung Israel und deshalb kann man ja gar nicht verhandeln. Das ist hier die Denke. Und dass ist wohl auch die Denke bei den rechten Parteien in Israel. Bei Trump wahrscheinlich nicht. Der macht einfach was um möglichst viel Getöse zu erzeugen. Hat man ja auch wieder bei seinem rassistischen Angriff auf 4 farbige Demokratinnen gesehen. Aber viele heir berufen sich auf Trump und glauben wirklich daran dass er Israel hilft. Und darum muß es wohl zum Krieg kommen.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon blues » Mi 17. Jul 2019, 13:12

Alter Stubentiger hat geschrieben:(08 Jul 2019, 16:08)

Chrustchow hat sich nicht so leicht zum Einlenken bringen lassen wie du es darstellst. Wenn du dich näher mit der Historie befasst siehst du dass es mehere Eskalationsstufen gab. Es gab nach dem ersten Ultimatum noch einen U-2 Abschuß und die ersten SS-2 auf Kuba wurden startklar gemacht. Die Russen gaben nur nach weil Chrustchow über inoffizielle Kanäle eine Garantie gegeben wurde nicht in Kuba eizumarschieren und nach einem halben Jahr die Jupiter-Raketen in der Türkei abzubauen. Mit der Bedingung das von diesen Vereinbarungen kein Wort an die Presse gelangen durfte. Es war wirklich haarscharf und erforderte ein gewisses Vertrauen in die Sowjetführer und andererseits in das Verhalten der USA beim jeweiligen Gegner. Das Beispiel zeigt sehr deutlich wie Fehleinschätzungen sehr schnell eine Eskalationsspirale in Gang setzen können die man dann nur noch mit viel Mühe und gutem Willen durchbrechen kann.

Heute haben wir das Glück dass die Mullahs sich im Vergleich mit den Russen damals geradezu moderat verhalten. Damit der Iran mal mit der Vernichtungsrethorik gegen Israel und Amerika aufhört sollte man dem Iran auch mal was anbieten. Das tut man nur von Seiten der Europäer. Vielleicht werden deshalb keine deutschen und französischen Flaggen verbrannt?

Es ist ohnehin bemerkenswert wie du jeden Hinweis auf andere Wege abseits der totalen Konfrontation von vorne herein ablehnst. Und auch der Gedanke dass sich Israel ja vielleicht auch mal bewegen müsste ist dir völlig fremd.


Ach ja? wohin bitte solle sich Israel bewegen? Nach deiner Meinung wahrscheinlich selbst auflösen oder wie, die Teheraner Kriegstreiber wollen Israel vernichten, wie bitte stellst du dir Verhandlungen vor mit einem Verhandlungspartner der dich und die deinen töten, auslöschen, ermorden, vernichten
will.

Erkläre das mal bitte.

Und bedenke, im Friedensprozess in Oslo, bot Israel, boten Rabin und Barak weitgehende Zugeständnisse an und was taten die Palis? sie lehnten ab, ohne Gegenvorschlag lehnten sie ihren Staat das zweite Mal ab und verließen die Verhandlungen, weil sie nicht von ihren Maximalforderungen Abstand nehmen wollten.
(Palestinensische Nakba betreffend die die jüdische Nakba nie bedenken)

Wohin soll sich da also Israel denn noch bewegen. Und bedenke, in Israel gibt es eine starke politische Opposition die fehlt auf Seiten der Palis und im Iran ...
le chaim !

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