Der israelisch-palästinensische binationale Staat

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bennyh

Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon bennyh » Mi 12. Sep 2018, 14:55

Bobo hat geschrieben:(12 Sep 2018, 13:30)

Lieber Julian,

bei der wie selbstverständlich benutzten Formulierung „Palästinenser“ als Synonym für die arabische Seite liegt bereits ein Fehler. Es gibt sie nicht, die Palästinenser. Sie sind eine Eigenkreation der arabischen Seite, um eben die affektive Assoziation „Palästinenser – Palästina“ ins Leben zu rufen. Will man den Terminus benutzen, gäbe es arabische Palästinenser und israelische Palästinenser. Und wenn man schon von Ungerechtigkeiten bei der Aufteilung des Mandatsgebietes spricht, meint man doch wohl, dass Transjordanien, welches der arabischen Bevölkerung zugesprochen wurde, flächenmäßig eindeutig der größere Happen war. Bitte nicht vergessen! Das Volk „Palästinenser“ als Synonym für den arabischen Bevölkerungsteil in Palästina war nur ein trickreicher Propagandazug der arabischen Seite, der zumindest bei dir verfing. Wenn Palästinenser, dann meint es alle dort unten lebenden Menschen, einschließlich der Israelis.

Das ist richtig :thumbup:
Die Benutzung des Kampfbegriffs "Palästinenser" ist antisemitisch, da es sich um einen im Jahre 1976 vom Terrorfürsten Arafat erfundenen Begriff handelt, mit dem die Weltgemeinschaft hinters Licht geführt und den Israelis ihr rechtmäßiges Land zugunsten der Araber weggenommen werden soll. Und dass, obwohl diese bereits 22 verschiedene Länder haben.
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon King Kong 2006 » Do 13. Sep 2018, 08:17

Ein Nachruf auf die Zweistaatenlösung.

Nachruf auf die tote Zweistaatenlösung

Trump schließt die diplomatische Vertretung der Palästinenser in Washington. Das Oslo-Abkommen ist nach 25 Jahren endgültig tot.


Der Terminus Zweistaatenlösung ist aus der Sprache der US-Regierung gestrichen. Oslo, wie der Prozess genannt wird, der zu einem Palästinenserstaat führen hätte sollen – auch wenn das Wort Staat anfangs nicht vorkam -, ist tot. Stattdessen geistert ein ominöser "großer Deal" à la Trump durch den diplomatischen Raum, der Israelis und Araber strategisch vereinen und auch die Palästinenser irgendwie abfinden soll.


Mord und Terror

Fünf Wochen später war Rabin tot, am 4. November 1995 erschossen von einem israelischen Extremisten, genau deshalb, weil er einen Kompromiss mit den Palästinensern gesucht hatte. Gleichzeitig begann eine Terrorwelle der palästinensischen Hamas schrecklichen Ausmaßes auch innerhalb Israels. Peres, der Rabin nachfolgen und sein Werk vollenden sollte, verlor die Wahlen, der nächste Premier hieß Benjamin Netanjahu.

Es lohnt sich, daran zu erinnern, wie es überhaupt zum Oslo-Prozess kam. Hinter dem Friedenswillen der israelischen Arbeiterpartei stand nicht zuletzt eine demografische Einsicht: In einem gemeinsamen israelisch-palästinensischen Raum würden die Palästinenser früher oder später die Mehrheit bilden. Dazu kam ab 1987 die Intifada.

https://derstandard.at/2000087228828/Na ... tenloesung


Die Zweistaatenlösung ist tot, lange lebe die Einstaatenlösung! :?:
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon imp » Do 13. Sep 2018, 12:19

King Kong 2006 hat geschrieben:(13 Sep 2018, 08:17)

Ein Nachruf auf die Zweistaatenlösung.







Die Zweistaatenlösung ist tot, lange lebe die Einstaatenlösung! :?:


Die spannende Frage ist, welche.
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon bennyh » So 23. Sep 2018, 15:41

King Kong 2006 hat geschrieben:(13 Sep 2018, 08:17)

Ein Nachruf auf die Zweistaatenlösung.







Die Zweistaatenlösung ist tot, lange lebe die Einstaatenlösung! :?:

Die Einstaatenlösung wäre natürlich der feuchte Traum jeglicher israelhassender Antisemiten weltweit, weil dadurch die Idee, einen Zufluchtshafen abseits des islamistischen Antisemitengesindels zu haben, unmöglich wäre. Dass Sie sich diese "Lösung" herbeisehnen, ist schon bezeichnend.
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Lady Madonna » So 23. Sep 2018, 17:27

Einen weiteren lebensunfähigen, arabischen Staat wird es nicht geben. Der Rest der Welt unterstützt lieber die Terroristen, weil sie in dem Irrglauben leben, die Juden wären die neuen Nazis.
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Lady Madonna » So 23. Sep 2018, 17:36

Julian hat geschrieben:(12 Sep 2018, 11:36)

Quod erat demonstrandum.

Ich hatte darauf hingewiesen, dass es bei der Gründung Israels zu Ungerechtigkeiten kam, dass der Teilungsplan nicht zum Vorteil der Palästinenser war, dass Palästinenser vertrieben wurden, dass Anfang des 19. Jahrhundert die Juden eine kleine, im übrigen arabischsprachige Minderheit dort waren, und dass folglich die Palästinenser Rechte als autochthone Minderheit genießen sollten, was die Anerkennung des Arabischen als Amtssprache einschließt.

Es wurde dann sofort auf mich eingedroschen, sinngemäß, dass wer das offizielle Narrativ der Gründung Israels anzweifle, ja damit auch das Existenzrecht Israels in Frage stelle und mithin des Antisemitismus verdächtig sei. Wenig nutzte es, dass ich betonte, dass ich im gegenwärtigen Konflikt aus pragmatischen Gründen eher auf der Seite Israels als der Palästinenser stehe.

Ich würde von daher einfach um mehr Differenzierung, mehr Gelassenheit und weniger Hysterie bitten und darum, dass man sich eingehender mit den Positionen anderer Foristen beschäftigt, bevor man sie verurteilt.


Hast Du vergessen, dass das so ziemlich unbewohnte Palästina lediglich eine südsyrische Provinz war und noch nicht mal die Araber dort gerne lebten? Es bestand nämlich fast zu 100 % aus Wüste, Moor und Sumpf. Dieses gesamte Gebiet einschließlich Jordaniens war eigentlich zur jüdischen Besiedlung vorgesehen. Die dort lebenden Araber hätten locker in den Nachbarstaaten unterkommen können. Es waren übrigens zu Zeiten der Teilung keine Palästinenser. Es waren Araber aus den umliegenden arabischen Staaten.
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon King Kong 2006 » So 23. Sep 2018, 18:02

bennyh hat geschrieben:(23 Sep 2018, 15:41)

Die Einstaatenlösung wäre natürlich der feuchte Traum jeglicher israelhassender Antisemiten weltweit, weil dadurch die Idee, einen Zufluchtshafen abseits des islamistischen Antisemitengesindels zu haben, unmöglich wäre. Dass Sie sich diese "Lösung" herbeisehnen, ist schon bezeichnend.


Ich plädiere weiterhin gegen die Einstaatenlösung. Finde aber offenbar keinerlei Gehör.
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon tabernakel » Mo 24. Sep 2018, 21:19

King Kong 2006 hat geschrieben:(23 Sep 2018, 18:02) Ich plädiere weiterhin gegen die Einstaatenlösung. Finde aber offenbar keinerlei Gehör.
Eine Einstaatenlösung fordern in Israel nur ganz extreme Rechte und Linke. Also brauchst Du Dir in der Richtung keinerlei Sorgen machen, keine Israelische Regierung wird Millionen von Palästinensern das Bürgerrecht verleihen, oder überhaupt ohne Grenzkontrolle als Besucher empfangen. Alleine schon weil die 2. Intifada zeigte dass Palästinenser methodisch und über Stipendien finanziert Israelische Zivilisten ermorden darf ohne dass die UN daran allzu viel auszusetzen hätte.. Aber die Sorge machst Du Dir ja auch nicht wirklich ...
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Wolverine » Mo 24. Sep 2018, 22:06

Fazer hat geschrieben:(09 May 2016, 22:58)

Die Terror-Palästinenser beginnen schon wieder Tunnel von Gaza nach Israel zu buddeln. Solange dafür noch Beton und Geld da ist, sollte niemand Mitleid mit der Bevölkerung in Gaza haben, jede Hilfe ist Hilfe für den Terror gegen Israel.

Das Geld dafür bekommen sie fast ausschließlich von der EU und einigen anderen Dummköpfen. Mir soll keiner erklären, er wüsste nicht, dass das Geld zu fast 100% für den Terror gegen Israel ausgegeben wird. Für die dämlichen Europäer sind die Palästinenser immer die Opfer, obwohl die übelsten Teile der Bevölkerung in Wahrheit die Täter sind.
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Wolverine » Mo 24. Sep 2018, 22:12

tabernakel hat geschrieben:(24 Sep 2018, 21:19)

Eine Einstaatenlösung fordern in Israel nur ganz extreme Rechte und Linke. Also brauchst Du Dir in der Richtung keinerlei Sorgen machen, keine Israelische Regierung wird Millionen von Palästinensern das Bürgerrecht verleihen, oder überhaupt ohne Grenzkontrolle als Besucher empfangen. Alleine schon weil die 2. Intifada zeigte dass Palästinenser methodisch und über Stipendien finanziert Israelische Zivilisten ermorden darf ohne dass die UN daran allzu viel auszusetzen hätte.. Aber die Sorge machst Du Dir ja auch nicht wirklich ...


Eine Zwei-Staaten-Lösung wird es definitiv nicht geben. Ganz unschuldig sind die Israelis nicht daran, obwohl sie mehr für den Frieden getan haben, als jeder andere. Mit dem Ergebnis, dass- egal was sie vorschlugen- von den Palästinensern abgelehnt wurde. Es gibt definitiv kein Interesse innerhalb der palästinensischen Gesellschaft am Frieden mit Israel. Deshalb wird auch von den Terrorgruppen die Illusion des Endsieges gegen die Juden aufrechterhalten. Man kann in jeder Charta von Fatah, Hamas oder PLO nachlesen, dass alle Verhandlungen nur dazu dienen das scheinbare Interesse am Frieden aufrecht zu erhalten, um heimlich weiterhin an der Vernichtung des jüdischen Staates zu arbeiten. Die Israelis spielen auch nicht immer sauber, aber ihnen kaufe ich ab, dass sie Frieden wollen. Den anderen nicht.
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon King Kong 2006 » Mo 24. Sep 2018, 22:23

tabernakel hat geschrieben:(24 Sep 2018, 21:19)

Eine Einstaatenlösung fordern in Israel nur ganz extreme Rechte und Linke. Also brauchst Du Dir in der Richtung keinerlei Sorgen machen, keine Israelische Regierung wird Millionen von Palästinensern das Bürgerrecht verleihen, oder überhaupt ohne Grenzkontrolle als Besucher empfangen. Alleine schon weil die 2. Intifada zeigte dass Palästinenser methodisch und über Stipendien finanziert Israelische Zivilisten ermorden darf ohne dass die UN daran allzu viel auszusetzen hätte.. Aber die Sorge machst Du Dir ja auch nicht wirklich ...


Es bleibt eben nicht viel übrig, wenn man die Zweistaatenlösung nicht möchte. Dreistaatenlösung gibt es nicht. Das ist durchaus auch in Israel im Bewußtsein. Politiker wie Peres oder Barak haben dazu klare Worte gefunden.
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Wolverine » Di 25. Sep 2018, 10:34

King Kong 2006 hat geschrieben:(24 Sep 2018, 22:23)

Es bleibt eben nicht viel übrig, wenn man die Zweistaatenlösung nicht möchte. Dreistaatenlösung gibt es nicht. Das ist durchaus auch in Israel im Bewußtsein. Politiker wie Peres oder Barak haben dazu klare Worte gefunden.

Es gibt eine Lösung, die hat Liegestuhl schon mal eingestellt, mit einem kleinen Video. Für beide Seiten gut, aber der Glaube an einen Endsieg des Islam wird dem einen Strich durch die Rechnung machen.
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon bennyh » Di 25. Sep 2018, 10:49

Wolverine hat geschrieben:(24 Sep 2018, 22:12)

Eine Zwei-Staaten-Lösung wird es definitiv nicht geben. Ganz unschuldig sind die Israelis nicht daran, obwohl sie mehr für den Frieden getan haben, als jeder andere. Mit dem Ergebnis, dass- egal was sie vorschlugen- von den Palästinensern abgelehnt wurde. Es gibt definitiv kein Interesse innerhalb der palästinensischen Gesellschaft am Frieden mit Israel. Deshalb wird auch von den Terrorgruppen die Illusion des Endsieges gegen die Juden aufrechterhalten. Man kann in jeder Charta von Fatah, Hamas oder PLO nachlesen, dass alle Verhandlungen nur dazu dienen das scheinbare Interesse am Frieden aufrecht zu erhalten, um heimlich weiterhin an der Vernichtung des jüdischen Staates zu arbeiten. Die Israelis spielen auch nicht immer sauber, aber ihnen kaufe ich ab, dass sie Frieden wollen. Den anderen nicht.

Das ist richtig. Wobei es schon ganz schön dreist ist, zu behaupten, die Israelis seien "nicht ganz unschuldig" daran. Es gibt nur einen einzigen Grund, warum es keinen Frieden im Mandatsgebiet gibt und den hat Golda Meir ihrerzeit treffend formuliert: Weil die Araber ihre Kinder weniger lieben, als sie die Israelis hassen. Ich muss mich doch schon sehr wundern, dass Sie da die Schuld teilweise bei den Israelis suchen :?:
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Wolverine » Di 25. Sep 2018, 11:16

bennyh hat geschrieben:(25 Sep 2018, 10:49)

Das ist richtig. Wobei es schon ganz schön dreist ist, zu behaupten, die Israelis seien "nicht ganz unschuldig" daran. Es gibt nur einen einzigen Grund, warum es keinen Frieden im Mandatsgebiet gibt und den hat Golda Meir ihrerzeit treffend formuliert: Weil die Araber ihre Kinder weniger lieben, als sie die Israelis hassen. Ich muss mich doch schon sehr wundern, dass Sie da die Schuld teilweise bei den Israelis suchen :?:


Was bezwecken Sie eigentlich mit ihrem " ich spiele jetzt mal den Israelversteher?" Das kauft Ihnen doch wirklich niemand ab. Machen Sie sich doch nicht ohne Not lächerlich. :rolleyes:

Nach wie vor ist die Verweigerungshaltung der Palästinenser der einzige Grund, warum es niemals Frieden geben wird. Solange solche "Führer" in den Reihen der arabischstämmigen Mandatsbewohner das Sagen haben, die immer noch von der "Befreiung Palästinas" träumen und in Wirklichkeit einen islamischen Gottesstaat daraus machen wollen, einschließlich der vollständigen Zerstörung Israels, wird es keinen Frieden geben. Die Israelis haben nicht immer alles richtig gemacht, aber die Terroristen findet man auf der arabischen Seite.
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon bennyh » Di 25. Sep 2018, 19:17

Wolverine hat geschrieben:(25 Sep 2018, 11:16)

Was bezwecken Sie eigentlich mit ihrem " ich spiele jetzt mal den Israelversteher?"

Tut mir leid, aber der Begriff "Israelversteher" klingt wie "Putinversteher". Als ob es da irgendeinen Vergleich gäbe. Provokation entfernt. Moses, Mod
Wolverine hat geschrieben:(25 Sep 2018, 11:16)

Die Israelis haben nicht immer alles richtig gemacht, aber die Terroristen findet man auf der arabischen Seite.

Provokation entfernt. Moses, Mod Mich würde mal interessieren, wo genau die Israelis Ihrer Meinung nach "nicht immer alles richtig gemacht" haben? :?:
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Vongole » Mi 26. Sep 2018, 15:55

Hamas entfernt sich weiter von jedem möglichen Friedensschluss mit Israel, die Gewalt an der Grenze eskaliert:

Die im Gazastreifen herrschende Hamas erklärte am Sonntag, ihre indirekten Verhandlungen über ein langfristiges Waffenstillstandsabkommen mit Israel seien suspendiert worden und sie werde die gewaltsamen Ausschreitungen entlang der Grenze intensivieren. Schuld an der Entwicklung sei die im Westjordanland ansässige Palästinensische Autonomiebehörde, die sich massiv gegen die von Ägypten vermittelten Gespräche ausgesprochen habe.

https://www.timesofisrael.com/hamas-say ... um=twitter
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 26. Sep 2018, 20:33

US-Präsident Trump setzt nun doch für die Zweistaatenlösung ein.

Trump will sich für Zweistaatenlösung im Nahost-Konflikt einsetzen

Dabei würde ein unabhängiger Staat Palästina neben Israel entstehen. "Ich denke, die Zweistaatenlösung ist das, was am besten funktioniert", sagte Trump bei einem Treffen mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Mittwoch in New York.

https://derstandard.at/2000088147243/Tr ... -am-besten


Good luck! :cool:

Der wird auch nicht zu anderen Ergebnissen kommen als Obama, Sarkozy, Merkel oder Bush Junior. Die kann er ja mal um Erfahrungswerte fragen...
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Liegestuhl » Mi 26. Sep 2018, 20:53

King Kong 2006 hat geschrieben:(26 Sep 2018, 20:33)
Good luck! :cool:

Der wird auch nicht zu anderen Ergebnissen kommen als Obama, Sarkozy, Merkel oder Bush Junior. Die kann er ja mal um Erfahrungswerte fragen...


Trump würde die Israelis an die Wand nageln, wenn er merkt, dass sie eine Zweistaatenlösung blockieren. Trump als Friedensstifter im Nahostkonflikt würde seinem Ego über alle Maße schmeicheln. Leider ist die palästinensische Führung viel zu dämlich, um diese Chance zu erkennen und wahrzunehmen.
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Wolverine » Do 27. Sep 2018, 12:49

Liegestuhl hat geschrieben:(26 Sep 2018, 20:53)

Trump würde die Israelis an die Wand nageln, wenn er merkt, dass sie eine Zweistaatenlösung blockieren. Trump als Friedensstifter im Nahostkonflikt würde seinem Ego über alle Maße schmeicheln. Leider ist die palästinensische Führung viel zu dämlich, um diese Chance zu erkennen und wahrzunehmen.

Ich bin absolut kein Fan von Trump, aber ich bewundere seine Entschlossenheit, bestimmten Leuten einfach die Terrorgrundlage (finanziell) wegzunehmen. Die israelfeindliche EU spendet weiterhin in Milliardenhöhe, wohl wissend, dass von dem Geld neuer Terror und Renten für die Angehörigen sowie der Tunnelbau von Gaza nach Israel finanziert wird. So müssten eigentlich alle Spender ( die ein Interesse daran haben, dass den Menschen vor Ort geholfen wird) darauf bestehen, dass die finanziellen Mittel zweckgebunden werden. So bleiben sie lediglich Terrorfinanzierer und sollten die Leute hungern, kann man ja Israel - den Feind der Welt - einfach wie immer dafür verantwortlich machen. Die Palästinenser leiden unter ihrer Führung, nicht unter den Israelis. In Gaza gibt es keinen israelischen Soldaten mehr und trotzdem schickt man gewalttätige Dummköpfe an die Grenze zu Israel, die in der indoktrinierten Illusion leben, dass sie für die "Befreiung Palästinas" sterben.
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon King Kong 2006 » Do 27. Sep 2018, 22:09

Liegestuhl hat geschrieben:(26 Sep 2018, 20:53)

Trump würde die Israelis an die Wand nageln, wenn er merkt, dass sie eine Zweistaatenlösung blockieren. Trump als Friedensstifter im Nahostkonflikt würde seinem Ego über alle Maße schmeicheln. Leider ist die palästinensische Führung viel zu dämlich, um diese Chance zu erkennen und wahrzunehmen.


Bibi wird dem niemals zustimmen. Was soll Trump denn machen? Bush hat sich zwar nie öffentlich über Netanjahu beschwert, aber das Zurückhalten von Waffensystemen hat gezeigt, daß man seinerzeit mit einigem nicht zufrieden war. Unter Obama wurde dies offensichtlicher. Netanjahu wird wieder mauern. Der wird niemals einer Zweistaatenlösung zustimmen. Selbst ein Donald kann da keine "Israelis an die Wand nageln". Vielleicht wird es in Washington dann in einer Phase weniger offene Ohren und Türen geben, wie unter Bush und Obama, aber ich kann mir keine massiven Schritte selbst unter Trump vorstellen.

Trump mag sie. Die israelische Opposition findet sie auch gut. Nur in Israels Regierung sieht man die Zweistaatenlösung als Gefahr


Faktisch ist das das übliche Trump-Gelabere. Heute so, morgen so. Die Einstaatenlösung fände er nämlich auch gut...

Dass Trump kurze Zeit später auf Nachfrage von Journalisten meinte, er würde auch eine Einstaatenlösung akzeptieren, wenn die Konfliktparteien es wünschen, ging in den Diskussionen unter.


Überhaupt ist fraglich, ob eine Zweistaatenlösung noch möglich sein wird. Denn der Siedlungsbau geht ununterbrochen voran. Nun steht noch die Räumung des Beduinendorfs Khan Al Ahmar bevor. Sollte es zu einer Zwangsräumung kommen und sollten auf jenem Land Wohneinheiten für Israelis entstehen, dann würde ein Siedlungsblock das Westjordanland in zwei Teile teilen. Ein zusammenhängender palästinensischer Staat wäre dann kaum noch denkbar.

derstandard.at/2000088231855/Hoffnung-und-Zweifel-in-Israel-und-Palaestina


Ich gehe weiterhin davon aus, das die Zweistaatenlösung nicht mehr möglich ist. Genausowenig, wie Trump es schaffen wird die EU, Kanada, China und Mexiko zur Gefolgschaft zu zwingen, die Technologie im Iran wegzuzaubern oder Nordkorea nuklear abzurüsten, wird Trump eine Zwei- oder Einstaatenlösung hinbekommen.
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