Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

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Wird es in einigen Jahrzehnten Frieden in Israel, Palästina und den Nachbarn geben ?

ja, sie werden irgendwie eine Lösung finden
47
28%
nein, das geht noch ewig so weiter
120
72%
 
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Vongole » Mo 29. Apr 2019, 18:45

Alter Stubentiger hat geschrieben:(29 Apr 2019, 18:27)

Ich bitte diese antieuropäische Falschdarstellung über EU-Gelder für den Terror zu unterlassen.

Ich habe nun schon mehrfach klar dargestellt warum diese Behauptung grundfalsch ist. Es ist schon grotesk so etwas in einem Forum zu lesen dass die EU-Flagge im Logo hat.


"According to the Daily Mail, despite public outrage over the UK government’s payments to the PA as part of a commitment to spend £12 billion on foreign aid – following an expose by the paper last year about how taxpayers’ money was going toward paying salaries to convicted terrorists and families of suicide bombers — the schools in question have been continuing to incite students to terrorism through text books and classroom indoctrination.

The Mail on Sunday said that MP Joan Ryan, chair of Labour Friends of Israel – for which a report was prepared by Jerusalem-based research organization Palestinian Media Watch (PMW) — said that though she supports sending aid to the Palestinians, “We cannot stand idly by while the Palestinian Authority sanctions antisemitic incitement which poisons young minds and makes a two-state solution ever more difficult to achieve.”

According to the report, the EU, which gets one-tenth of its aid budget from Britain, is donating £272 million to the PA this year. Both claim that the process of earmarking and monitoring the money is carefully vetted."

https://www.algemeiner.com/2017/03/12/r ... -israelis/


6. The data shows that the EU directly financed organizations which promote anti-Israel
delegitimization and boycotts to the approximate sum of more than five million euros
in 2016 (approximately 20 million NIS). In addition to this sum, the funding provided by
the EU to third party NGOs, which then transferred funds to boycott-promoting NGOs,
should also be taken into account (although lack of data prevents us from determining
the full scope of such funds). Furthermore, it is important to note that some of these
organizations receive aid from individual European Union countries. Thus, a situation
arises in which delegitimization organizations receive “double funding”, from both the
EU and the EU member states.
7. This study also raises the concern that European taxpayers' money is being used to
support ties with terrorist organizations. For example, the report identifies direct EU
funding to the NGO Norwegian People’s Aid (NPA). In April 2018, the US authorities
fined the NPA following an investigation which found that the NGO had sponsored
projects in which the EU-designated terrorist groups Hamas and Palestinian Front
for the Liberation of Palestine (PFLP) took part. The study also identifies indirect EU
funding to the Palestinian Centre for Human Rights (PCHR) and Al-Haq. Al-Haq and
PCHR have multiple links to the PFLP- an entity deemed a terrorist organization by the
EU, United States, Canada and Israel.

https://lizaswelt2010.files.wordpress.c ... o,-274,799
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Vongole » Mo 29. Apr 2019, 19:06

@Stubentiger:

Falls Du kein Englisch sprichst, hier eine Forderung Deiner eigenen Partei zum Thema:

Keine Gelder für den Terror:
Die EU finanziert die Palästinensische Autonomiebehörde jährlich mit ca. 280 Millionen
Euro. Von diesem Geld werden viele sinnvolle Einrichtungen finanziert und es geht darum
die Lebensverhältnisse der Palästinenser*innen zu verbessern.

Darüber hinaus werden allerdings auch Gelder der PA für die Alimentierung palästinensischer
Terrorist*innen ausgegeben. In den Jahren 2011 bis 2013 flossen rund 220 Millionen Euro an
palästinensische Gefangene und deren Familien. In nicht wenigen Fällen wird das Geld aber
auch indirekt zur Förderung terroristischer Organisationen von den Gefangenen genutzt, denn
hier handelt es sich in der Tat um keine zweckgebundene „Sozialhilfe“, sondern um ein „Gehalt“ welches durch Vollmacht denjenigen ausgezahlt wird, die der*die Terrorist*in
benennt – sei es nun die Familie, ein*e Geliebte*r oder eine Terrororganisation wie die Hamas.

http://www.spd-net-sh.de/dith/jusos/ima ... o,-274,769
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 30. Apr 2019, 06:38

Vongole hat geschrieben:(29 Apr 2019, 19:06)

@Stubentiger:

Falls Du kein Englisch sprichst, hier eine Forderung Deiner eigenen Partei zum Thema:

Keine Gelder für den Terror:

http://www.spd-net-sh.de/dith/jusos/ima ... o,-274,769


Es ist einfach nicht so einfach zu steuern. Es fließen auch Gelder aus Steuerabkommen der Palästinenser mit Israel nach Gaza. Auch da ist letztlich nicht kontrollierbar was die Hamas mit dem Geld aus Israel macht. Ich käme aber nie auf die Idee jetzt Israel der Terrrorfinanzierung zu bezichtigen weil auch dieses Geld zur Unterstützung von Märtyrerfamilien mißbraucht werden könnte. So wie jedes Geld, auch aus der EU, für den Terror mißbraucht werden könnte. Und auch private Geldtransfers über das israelische Bankensystem die ja stattfinden könnten letztlich nur dem Terror helfen.

Jeder Schekel und jeder Euro und jeder Dollar der nach Gaza fließt könnte dem Terror dienen. Und jetzt frage ich dich mal warum Israel nicht einfach den Geldhahn zudreht? Es läuft doch alles über das israelische Bankensystem. Warum also läßt Israel Geld nach Gaza? Verrate es mir.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Wolverine » Di 30. Apr 2019, 09:37

Alter Stubentiger hat geschrieben:(30 Apr 2019, 06:38)

Es ist einfach nicht so einfach zu steuern. Es fließen auch Gelder aus Steuerabkommen der Palästinenser mit Israel nach Gaza. ....


Du bist so leicht zu entlarven, Genosse. Wenn Israel Geld an die Palästinenser überweist unterstützen sie natürlich den Terror gegen sich selbst...……. Das lasse ich mal so stehen. Du weißt sehr wenig über Israel. Ich behaupte mal, Du weißt gar nichts. Aber bei der EU ist angeblich alles in Ordnung. Glaubst Du eigentlich wirklich, dass man diesen Nonsens glauben soll?
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Vongole » Di 30. Apr 2019, 14:41

Wolverine hat geschrieben:(30 Apr 2019, 09:37)

Du bist so leicht zu entlarven, Genosse. Wenn Israel Geld an die Palästinenser überweist unterstützen sie natürlich den Terror gegen sich selbst...……. Das lasse ich mal so stehen. Du weißt sehr wenig über Israel. Ich behaupte mal, Du weißt gar nichts. Aber bei der EU ist angeblich alles in Ordnung. Glaubst Du eigentlich wirklich, dass man diesen Nonsens glauben soll?


Das Perfide an seiner Bemerkung ist natürlich die unterschwellige Unterstellung, Israel bräuchte den Terror.
Kannst Du Dir Tigers Gejaule - und das seiner Spießgesellen - vorstellen, wenn Israel den Geldhahn tatsächlich zudrehen würde? "Die armen Palis, Israel lässt sie verhungern, trocknet sie aus, blablablub".
Ist völlig egal, was Israel tut oder nicht tut, es kann nur falsch sein. Oder präziser ausgedrückt: Der Jude ist schuld. :mad:
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Wolverine » Di 30. Apr 2019, 14:52

Vongole hat geschrieben:(30 Apr 2019, 14:41)

Das Perfide an seiner Bemerkung ist natürlich die unterschwellige Unterstellung, Israel bräuchte den Terror.
Kannst Du Dir Tigers Gejaule - und das seiner Spießgesellen - vorstellen, wenn Israel den Geldhahn tatsächlich zudrehen würde? "Die armen Palis, Israel lässt sie verhungern, trocknet sie aus, blablablub".
Ist völlig egal, was Israel tut oder nicht tut, es kann nur falsch sein. Oder präziser ausgedrückt: Der Jude ist schuld. :mad:


Tillman Tarrach hat es trefflich beschrieben in seinem Buch "Der ewige Sündenbock." Dort hat er bereits nachgewiesen, dass die Forderungen zur Unterstützung des Terrors gegen Israel bereits zu Arafats Zeiten ganz offen an die EU und die UN gerichtet waren. Auch damals lautete die Forderung nach Mio. von Dollar "für die Unterstützung der Angehörigen von Märtyrern." Ganz offen. Und die Forderungen wurden bewilligt. Das war damals eine Schande und ist es heute noch. :mad:
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Eulenwoelfchen » Fr 3. Mai 2019, 17:55

Alter Stubentiger hat geschrieben:(29 Apr 2019, 18:27)

Ich bitte diese antieuropäische Falschdarstellung über EU-Gelder für den Terror zu unterlassen.

Ich habe nun schon mehrfach klar dargestellt warum diese Behauptung grundfalsch ist. Es ist schon grotesk so etwas in einem Forum zu lesen dass die EU-Flagge im Logo hat.


Gegen einen antiisraelischen, propalästinensischen Terrorverharmloser und Ignoranten des Nährbodens für den palästinensischen Dauerterror gegen Israel nehmen Sie Ihren
Mund ganz schön voll. Dreist und faktenresistent wie ein Betonklotz. Und ziemlich unverschämt, dazu auch noch dieses Forum suggestiv als eine Plattform darzustellen, deren
EU-Aufgeschlossenheit Sie grotesk finden, wenn hier die terroruntertützenden Geldströme der EU für den palästinensischen Terror angesprochen und benannt werden.

Bin gespannt, was Ihnen noch so einfällt an irrer antiisraelischer Denunzierungspropaganda...und -bezüglich Israel- blinder EU-Anbetung und Verharmlosung.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 6. Mai 2019, 09:15

Alter Stubentiger hat geschrieben:(23 Apr 2019, 15:11)

Es ist sicher richtig Rechtsstaatlichkeit von den Palästinensern einzufordern. Das dort richtig viel Handlungsbedarf besteht ist unbestritten.

Wenn nun eine Ein-Staaten-Lösung angestrebt wird kommt aber auch Israel nicht daran vorbei bisherige Praktiken in Sachen Rechtssicherheit und Gleichheit aufzugeben. #

Und ich bitte darum nicht immer hintenrum die EU als Terrorunterstützer darstellen zu wollen. Auch nicht durch Verweise auf "eingesparte Gelder die dann für den Terror frei werden". Für mich als überzeugtem Europäer ist diese Darstellungsweise weder verständlich noch erträglich. Ich verstehe nicht wie man zu so einer Denkweise gelangen kann. Wer so argumentiert braucht sich dann auch nicht wundern wenn Israel immer weniger Freunde hat....abseits der Europafeinde aus Osteuropa. Ganz sicher nicht gut für das israelische Image.


Die Osteuropäer stehen ja eher schon an der Seite der israelischen Regierung. Wie schon mal kommentiert: Wenige Tage bevor Viktor Orbáns Fidesz nicht zuletzt wegen einer anitsemitisch unterlegten Staatskampagne seine EVP-Mitgliedschaft suspendiert bekam, wurde in Jerusalem eine ungarische Handelsvertretung als Teil der Botschaft eingeweiht. "Die erste diplomatische Mission eines europäischen Landes, die seit Jahren in Jerusalem eröffnet wird" hieß es von Netanjahu in Anwesenheit des ungarischen Außenministers. (https://www.zeit.de/news/2019-03/19/ungarn-eroeffnet-handelsvertretung-in-jerusalem-20190319-doc-1eu0vj). Das ist Politik. Politik ist vor allem Interessenwahrnehmung. Knallhart.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 6. Mai 2019, 09:36

Vongole hat geschrieben:(30 Apr 2019, 17:23)

Ich werde mich garantiert nicht von Wahrheiten trennen, damit Du Dein faktenresistentes krudes Israelbild weiter pflegen kannst.
Die Tragödie von Gaza liegt in ihrer nicht gewählten Regierung, in der Negierung der wahren Bedürfnisse und Menschenrechte der eigenen Bevölkerung, im Missbrauch ihrer Kinder als "Widerstandskämpfer",
in der Ausbeutung intern. Gelder für Terror und eigenes Luxusleben, und in williger Blindheit fast aller westlichen Politiker, das endlich zur Kenntnis zu nehmen, weil sie von den Zuständen ungefähr genauso wenig
Ahnung haben wollen wie Du.

Ob "westliche Politiker" wirklich so wenig Ahnung haben ... da hab' ich aber meine Zweifel. Fragen wir uns liebe, was sie für "Interessen" haben und verfolgen.

Ich sehe mindestens ein Problem darin, dass dieser Mythos der (sogenannten) Nationalen Befreigunsbewegungen noch immer weiterlebt. Absolut ohne jede Ausnahme haben sich diese "Befreiungsbewegungen" als Verbrecherclans erwiesen. Die Diktatur eines Daniel Ortega in Nicaragua ist zum Teil schlimmer und blutiger als die des Somoza-Clans bis 1979. Und immer geht es um Geld und Ressourcen. Nicht anders bei den Palästinensern, im südlichen Afrika, in Algerien, Venezuela usw. usf. Es gab den ZUsammenbruch der SU und des SU-dominierten Staatensystems. Irgendwie hat man darüber vergessen, mit diesem Mythos der Nationalen Befreiungsbewegungen auufzuräumen und die entsprechenden Organisationen als das darzustellen was sie sind: Verbrecherorganisationen. Als wenn den herrschenden Clans von solchen Organisationen wie der (ehemals offiziell marxistischen) namibischen Swapo noch irgendetwas anderes interessieren würde als der Zugriff auf Geld, Gold, Ressourcen und teure Autos.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 6. Mai 2019, 15:59

Vongole hat geschrieben:(06 May 2019, 15:27)

Ganz genau, aus diesen Gründen stützt Europa den vorbildlich demokratischen menschenrechtsfreundlichen Iran.

Auch da gehts nur ums Geschäft. Israel bedient nicht weniger undemokratische Geschäftspartner. So wie alle anderen auch. Da sollte keiner den moralischen Zeigefinger heben. Und gefährlich sind in der Regel nicht die legalen Geschäftskontakte sondern die Verborgenen. Wer hat da keinen Dreck am Stecken?
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Eulenwoelfchen » Mo 6. Mai 2019, 17:39

Alter Stubentiger hat geschrieben:(06 May 2019, 15:59)
...Israel bedient nicht weniger undemokratische Geschäftspartner...

Das hervorzuheben, scheint Ihnen ja besonders wichtig. Nicht dass jemand Israel bei solch wichtigen Feststellungen vergisst.
Dazu "nur" mal zwei Fragen am Rande:
1. Wen "bedient" denn der Staat Israel so?
2. Vor allem mit was genau "bedient" man undemokratische Staaten?

Alter Stubentiger hat geschrieben:(06 May 2019, 15:59)
So wie alle anderen auch...Wer hat da keinen Dreck am Stecken?


Welchen Dreck am Stecken hat denn der Staat Israel Ihrer Meinung nach? - Mindestens soviel am selben als beispielsweise die Russen, die Phillipinen, Sri Lanka, Nordkorea,
Polen, Ungarn, Venezuela, die Türkei, die Saudis, Iran, Canada, Neuseeland, Costa Rica, Haiti, Kuba, die Amis, Schweden, die Dänen, die Chinesen, der Jemen, Sudan, Algerien, Syrien, Nigeria oder Mali...Indien, Pakistan,
Afghanistan...Tibet...und all die anderen ? - Ausgenommen der "Staat der Palästinenser" und die EU. Oder nehmen Sie diese "failed states" - artigen Gebilde auch mit hinein in Ihren
pauschalierenden, linksdrehenden Schlaubärwirbel?
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon schokoschendrezki » Di 7. Mai 2019, 09:00

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(06 May 2019, 17:39)

Das hervorzuheben, scheint Ihnen ja besonders wichtig. Nicht dass jemand Israel bei solch wichtigen Feststellungen vergisst.
Dazu "nur" mal zwei Fragen am Rande:
1. Wen "bedient" denn der Staat Israel so?
2. Vor allem mit was genau "bedient" man undemokratische Staaten?

Bei solchen Fragen geht es nicht um den "Staat Israel" sondern wenn überhaupt um die israelische Regierung und Regierungspolitik. Diese versucht, den bestehenden Keil der EU zu benutzen und weiterzuvertiefen und bedient sich dabei opportunistisch der antidemokratischen Tendenzen in der EU. Dass ein Gipfeltreffen der EU-Visegrád-Staaten im Februar in Jerusalem stattfinden sollte, ist schon mal ... naja, sagen wir mal, ein ziemlich bemerkenswertes Ding. Dass dieser Gipfel dann wegen eines Streits um historische Aufarbeitungen zwischen Polen und und Israel gecancelt wurde auch. Dass ausgerechnet Ungarn mit seinen infamsten antisemitischen Staatskampagnen zu einem der wichtigsten Freunde, "Freunde" (nicht einfach Verbündete) der israelischen Regierung wurde, noch mehr. Dass der eine Verunglückte der Kaczynski-Zwillinge ein Unterstützter des antisemitischen Hetzsenders Radio Marya war und gleichzeitig ebenfalls als wichtiger Freund der israelischen Regierung galt ebenfalls. Merkt ihr was? Geht es in der Politik vielleicht knallhart um Interessenswahrnehmung und nicht um Loyalität und Freundschaft?

Der Bevölkerung in Israel, soweit ich es verstanden habe, sind derlei außenpolitische Stategien im Durschnitt und im Allgemeinen relativ gleichgültig. Schon deshalb sollte man nicht von "Israel" sprechen, wenn eigentlich von der Politik der israelischen Regierung die Rede ist.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Tom Bombadil » Di 7. Mai 2019, 09:29

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(06 May 2019, 17:39)

Das hervorzuheben, scheint Ihnen ja besonders wichtig.

Der typische Anti"zionist" eben.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Eulenwoelfchen » Di 7. Mai 2019, 09:51

schokoschendrezki hat geschrieben:(07 May 2019, 09:00)

Bei solchen Fragen geht es nicht um den "Staat Israel" sondern wenn überhaupt um die israelische Regierung und Regierungspolitik. Diese versucht, den bestehenden Keil der EU zu benutzen und weiterzuvertiefen und bedient sich dabei opportunistisch der antidemokratischen Tendenzen in der EU. Dass ein Gipfeltreffen der EU-Visegrád-Staaten im Februar in Jerusalem stattfinden sollte, ist schon mal ... naja, sagen wir mal, ein ziemlich bemerkenswertes Ding. Dass dieser Gipfel dann wegen eines Streits um historische Aufarbeitungen zwischen Polen und und Israel gecancelt wurde auch. Dass ausgerechnet Ungarn mit seinen infamsten antisemitischen Staatskampagnen zu einem der wichtigsten Freunde, "Freunde" (nicht einfach Verbündete) der israelischen Regierung wurde, noch mehr. Dass der eine Verunglückte der Kaczynski-Zwillinge ein Unterstützter des antisemitischen Hetzsenders Radio Marya war und gleichzeitig ebenfalls als wichtiger Freund der israelischen Regierung galt ebenfalls. Merkt ihr was? Geht es in der Politik vielleicht knallhart um Interessenswahrnehmung und nicht um Loyalität und Freundschaft?

Der Bevölkerung in Israel, soweit ich es verstanden habe, sind derlei außenpolitische Stategien im Durschnitt und im Allgemeinen relativ gleichgültig. Schon deshalb sollte man nicht von "Israel" sprechen, wenn eigentlich von der Politik der israelischen Regierung die Rede ist.


Ich hatte nicht von "Israel" gesprochen, sondern vom Staat! Israel.

Nota: Es ist selbsterklärend, dass das Handeln eines Staates immer durch dessen Regierungen erfolgt. Also lesen und schlußfolgern Sie bitte hinkünftig präzise und logikschlüssig, statt mit wortklauberischen Binsenweisheiten Haare zu spalten. Eigentlich hatte ich nicht Sie gefragt, aber gut, gehen wir "Ihren Fall" trotzdem an:

Dass die israelische Regierung Ungarn mit als wichtigsten Verbündeten hätte oder betrachtet, halte ich für eine wahrheitsgespaltene- und wahrnehmungsgetrübte Aussage Ihrerseits. Und allenfalls für eine zwar nicht ungeschickte, aber deshalb auch besonders infame Faktenverzerrung, die den Staat Israel prächtig diffamiert. Gratulation.

Wie schwach und im Kern der Aussage falsch diese Behauptung Ihrerseits ist, lässt sich übrigens sehr leicht und zweifelsfrei widerlegen: Der mit weitem Abstand WICHTIGSTE Verbündete und Freund des Staates Israel, egal von welcher Regierung er geführt wird, sind, waren und bleiben die Vereinigten Staaten von Amerika.
Dann kommt lange nichts, und bestimmt nicht als nächstes Ungarn oder Polen...

Ich hoffe auch, dass sich auch Deutschland als weitaus wichtigerer, mit einer der wichtigsten Freunde und Verbündeten des Rechtsstaats Israel weiterhin seiner Verantwortung stellt. Ich kann mich nicht entsinnen, dass Herr Orban oder gar die Kacyinski-Zwillinge die Existenz und Sicherheit des Staates Israel und seiner Menschen je zur Staatsräson erklärten, wie das immerhin unsere Bundeskanzlerin hochoffiziell tat.

Gerade auch im Hinblick darauf, dass die EU insgesamt nicht gerade proisraelisch temperiert ist oder gar agiert,
ausgerechnet den relativ kleinen und klar autoritär-antidemokratischen EU-Staat Ungarn und dessen aktuelle Regierung als Freund und einen der wichtigsten Verbündeten bedeutungsverzerrt hochzujubeln, ist gelinde gesagt, schon mehr als merkwürdig zu nennen. Ebenso auf eine enge Freundschaft der israel. Regierung zu dem antidemokratischen, nationalistischen Rechtsausleger Kacynsiki und dessen erzkatholischer, reaktionärer PíS-Regierungspartei zu verweisen ...und so zu suggerieren, Israels Regierung unter Netanjahu suche mit besonders hoher Priorität die Freundschaft mit diesen
werte- und demokratiedefizitären, rechtsnationalen politischen Gruppen in diesen Ländern.

Soll das ein besonders eleganter Versuch sein, den STAAT Israel und dessen aktuelle oder künftige Regierung (samt der negativ - suggestiven Mutmaßungen über die angebliche "mir doch egal"-Denkhaltung des durchschnittlichen israelischen Bürgers/in) wiedereinmal als besonders zweifelhaft hinzustellen? - Dem durchschnittlichen Juden oder der genauso durchschnittlichen jüdischen Frau ist also nach Ihren Behauptungen voll wumpe, wen sich die von Ihnen mehrheitlich gewählten Regierungen als Freunde suchen und halten? Da sieht man mal wieder, was für ein zweilichtiges Volk diese Einwohner des Staates Israel im Durchschnitt sind. Juden eben.
Merkst du was? Y/N? - Ich schon...

Jetzt fehlt eigentlich nur noch, dass Sie der bisherigen und künftigen Regierung unter Netanjahu das Ziel unterjubeln, den Rechtsstaat Israel aushölen und abschaffen zu wollen. In einträchtiger Gemeinsamkeit mit den antidemokratischen Rechtsnationalisten der regierenden PíS-Partei und ihrem, von allen guten Geistern verlassenen, Strippenzieher Kaczynski sowie dem offenen Demokratiefeind Orban...Und den Bürgerinnen und Bürgern Israels ist das sowieso egal.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon schokoschendrezki » So 12. Mai 2019, 08:55

Tom Bombadil hat geschrieben:(07 May 2019, 09:29)

Der typische Anti"zionist" eben.

Der "typische Antisemit" zeichnet sich unter anderem durch das klassische antisemitische Stereotyp aus, nicht mit dem zu argumentieren, was tatsächlich gesagt, geschrieben und getan wird, sondern mit vermuteten und vor allem unterstellten Absichten. Dass "der Jude" immer so tut und in Wirklichkeit aber eine eigentliche Absicht verfolgt. Zum wiederholten male ein Zitat des ungarisch-jüdischen Lyriker Sándor Weöres: "Ihr wahres Handwerk ist die Schmächtigkeit. Zum Schein sind sie Kellner oder Schlosser".
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 22. Mai 2019, 10:57

schokoschendrezki hat geschrieben:(12 May 2019, 08:55)

Der "typische Antisemit" zeichnet sich unter anderem durch das klassische antisemitische Stereotyp aus, nicht mit dem zu argumentieren, was tatsächlich gesagt, geschrieben und getan wird, sondern mit vermuteten und vor allem unterstellten Absichten.

Es gibt durchaus Unterschiede in der Zurschaustellung des Judenhasses zwischen dem ordinärem Anti"zionisten" und dem "klassischen" Antisemiten, der Anti"zionist" ist quasi die nächste Evolutionsstufe, gebildeter und intelligenter als der dumpfe Antisemit nationalsozialistischer oder islamischer Prägung.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Orbiter1 » Mi 5. Jun 2019, 14:56

Die ultraorthodoxen Juden versuchen zunehmend Einfluß auf die Regierungsarbeit in Israel zu gewinnen. Einer von ihnen möchte Justizminister werden.

"Bezalel Smotrich, Parlamentsabgeordneter des national-religiösen Parteienbündnisses rechte Union, will israelischer Justizminister werden. Und er will das Land radikal verändern.
Langfristig stelle er sich einen Staat vor, dessen Gesetze sich an der Thora orientieren, erklärte Smotrich. "Wir wollen das Thorarecht als Grundlage, und es wird so kommen. Wie Nablus, Hebron, die Klagemauer und der Tempelberg zu uns zurückkehrten, wird auch das Thorarecht zu uns zurückkommen."... Die Debatte um das Thorarecht steht stellvertretend für die Versuche streng und national-religiöser Politiker mehr Einfluss auf das Wesen des Staates zu nehmen. Die israelische Gesellschaft wird immer religiöser, das bestätigte das Wahlergebnis vom April. Der Anteil streng-religiöser Juden an der Gesamtbevölkerung liegt mittlerweile bei 15 Prozent. Bei der Staatsgründung 1948 war es ein Prozent. …" Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/thora-israel-101.html

Der religiöse Fanatismus greift auch in Israel immer weiter um sich.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Vongole » Mi 5. Jun 2019, 15:08

Was Smotrich will, steht überhaupt nicht zur Debatte. Die Haredim sind in Israel nicht mal annähernd so beliebt wie bei uns die AfD. :rolleyes:
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Chajm » Mi 5. Jun 2019, 16:00

Vongole hat geschrieben:(05 Jun 2019, 15:08)

Was Smotrich will, steht überhaupt nicht zur Debatte. Die Haredim sind in Israel nicht mal annähernd so beliebt wie bei uns die AfD. :rolleyes:


"His comments generated significant opposition – including a tweet from Netanyahu, in which he said: “The State of Israel will not be a halachic state” – and condemnation from numerous MKs."
https://www.jpost.com/Israel-News/Smotr ... mon-591439

Und aus dem Link zur Tagesschau:
"Israel werde kein Staat nach jüdisch-religiösem Recht werden, erklärte der Regierungschef, und israelische Medien meldeten unter Berufung auf die Führungsebene von Netanyahus Likud-Partei, Smotrich habe nach diesen Äußerungen keine Chance mehr Justizminister zu werden."
https://www.tagesschau.de/ausland/thora-israel-101.html
"Where no counsel is, the people fall, but in the multitude of counselors there is safety."
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Misterfritz » So 9. Jun 2019, 18:05

Orbiter1 hat geschrieben:(09 Jun 2019, 17:39)

Die nächste Unter-den-Nagel-reißen-Aktion wird offenbar vorbereitet.

"Der US-Botschafter David Friedman hat mit Äußerungen, Israel habe ein Recht auf Annexion von Teilen des Westjordanlands, Zorn bei den Palästinensern ausgelöst. ... Friedman hatte in einem Interview der „New York Times“ unter anderem gesagt: „Ich denke, dass Israel unter gewissen Umständen das Recht hat, einen Teil, aber wahrscheinlich nicht alles, vom Westjordanland zu behalten." Quelle: https://amp.tagesspiegel.de/politik/rec ... 39954.html

Mal sehen wann das Recht des Stärkeren wieder zur Anwendung kommt und sich Israel das Westjordanland in sein Staatsgebiet einverleibt. "Aber wahrscheinlich nicht alles" meint der US-Botschafter. Vielleicht trifft ja das Unwahrscheinliche ein und es wird doch alles. Netanjahu hat ja bereits im letzten Wahlkampf damit geworben Teile des Westjordanlands zu annektieren.

Selbst innerhalb Israels gibt es Kritik, sollte es dazu kommen:
Die israelische Organisation Peace Now twitterte, eine Annexion des Westjordanlands würde "die ganze Region in die Katastrophe führen und die Existenz Israels als jüdischer und demokratischer Staat gefährden".
https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 71643.html
Das Salz in der Suppe des Lebens ist nicht Selbstdisziplin, sondern kontrollierte Unvernunft ;)

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