Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

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Wird es in einigen Jahrzehnten Frieden in Israel, Palästina und den Nachbarn geben ?

ja, sie werden irgendwie eine Lösung finden
47
28%
nein, das geht noch ewig so weiter
120
72%
 
Abstimmungen insgesamt: 167
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Vongole » Fr 26. Apr 2019, 17:06

Orbiter1 hat geschrieben:(26 Apr 2019, 16:59)

Sie meinen der UNO-Sicherheitsrat kennt sich im Gegensatz zu ihnen nicht so recht aus bei der Siedlungspolitik der Israelis? Oder wie kommt der sonst zu der Verurteilung und zur x-fachen Forderung keine weiteren Siedlung zu bauen?


Ja, genau das hab ich mich auch schon öfter gefragt. Und übrigens auch, was Abbas 2008 davon abhielt, Olmerts Angebot anzunehmen:

Olmert offered Abbas more than 100% of West Bank,and Abbas still refused peace deal
http://www.palwatch.org/main.aspx?fi=157&doc_id=27617
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Adam Smith
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Adam Smith » Fr 26. Apr 2019, 17:06

Orbiter1 hat geschrieben:(26 Apr 2019, 16:59)

Sie meinen der UNO-Sicherheitsrat kennt sich im Gegensatz zu ihnen nicht so recht aus bei der Siedlungspolitik der Israelis? Oder wie kommt der sonst zu der Verurteilung und zur x-fachen Forderung keine weiteren Siedlung zu bauen?


Die Anzahl der Araber verringert sich also.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Adam Smith » Fr 26. Apr 2019, 17:08

Alter Stubentiger hat geschrieben:(26 Apr 2019, 17:06)

Es geht nicht nur um Geld. Die BRD hat sich ganz bewußt als Freund der Völker im Osten präsentiert. Was denkst du wie viele Alt-Nazis und Nationalisten diese Politik nicht verstanden und die Willy Brand als Vaterlandsverräter bezeichnet haben? Israel muß sich ganz anders präsentieren um auch positiv wahrgenommen zu werden. Dazu braucht es nicht mal so viel Geld. Es ist eine politische Frage. Und in der Knesset sitzen eben Leute die ganz andere Vorstellungen von Politik haben.


Es geht hier darum, ob Juden in Gaza leben können. Und du kommst mir mit Israel.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Vongole » Fr 26. Apr 2019, 17:16

Adam Smith hat geschrieben:(26 Apr 2019, 17:08)

Es geht hier darum, ob Juden in Gaza leben können. Und du kommst mir mit Israel.


Juden wollen doch gar nicht im Gaza leben, das Gebiet gehört ganz allein den Palästinensern und dient als "gutes" Beispiel dafür, wie ein pal. Staat aussehen könnte:

Sie schlugen zu, verhafteten Tausende und folterten Hunderte: Wie die Hamas eine der grössten Demonstrationswellen des Gazastreifes zum Schweigen brachte.
https://www.nzz.ch/international/gaza-h ... ld.1476729
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 26. Apr 2019, 17:23

Adam Smith hat geschrieben:(26 Apr 2019, 17:08)

Es geht hier darum, ob Juden in Gaza leben können. Und du kommst mir mit Israel.

Diese Frage stellt sich doch gar nicht zu diesem Zeitpunkt. 1968 war es auch undenkbar dass Deutsche wieder in Schlesien wohnen können. Nach dem Kniefall von Warschau erst recht.
Diese Frage hat sich nach dem EU-Beitritt Polens zur EU in Luft aufgelöst.

In einem echten Frieden ist die freie Wahl des Wohnorts selbstverständlich. Dann können Juden überall wohnen. Die Araber aber auch! Wenn sie es sich leisten können!
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Saxon » Fr 26. Apr 2019, 17:27

Alter Stubentiger hat geschrieben:(26 Apr 2019, 17:23)

Diese Frage stellt sich doch gar nicht zu diesem Zeitpunkt. 1968 war es auch undenkbar dass Deutsche wieder in Schlesien wohnen können. Nach dem Kniefall von Warschau erst recht.
Diese Frage hat sich nach dem EU-Beitritt Polens zur EU in Luft aufgelöst.

In einem echten Frieden ist die freie Wahl des Wohnorts selbstverständlich. Dann können Juden überall wohnen. Die Araber aber auch! Wenn sie es sich leisten können!


In Israel darf kein Araber einreisen
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Adam Smith » Fr 26. Apr 2019, 17:29

Vongole hat geschrieben:(26 Apr 2019, 17:16)

Juden wollen doch gar nicht im Gaza leben, das Gebiet gehört ganz allein den Palästinensern und dient als "gutes" Beispiel dafür, wie ein pal. Staat aussehen könnte:

Sie schlugen zu, verhafteten Tausende und folterten Hunderte: Wie die Hamas eine der grössten Demonstrationswellen des Gazastreifes zum Schweigen brachte.
https://www.nzz.ch/international/gaza-h ... ld.1476729


Aber wenn Juden hier leben könnten, dann wäre ja vieles möglich.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Adam Smith » Fr 26. Apr 2019, 17:30

Alter Stubentiger hat geschrieben:(26 Apr 2019, 17:23)

Diese Frage stellt sich doch gar nicht zu diesem Zeitpunkt. 1968 war es auch undenkbar dass Deutsche wieder in Schlesien wohnen können. Nach dem Kniefall von Warschau erst recht.
Diese Frage hat sich nach dem EU-Beitritt Polens zur EU in Luft aufgelöst.

In einem echten Frieden ist die freie Wahl des Wohnorts selbstverständlich. Dann können Juden überall wohnen. Die Araber aber auch! Wenn sie es sich leisten können!


Schon. Sind aber die Araber dazu in der Lage? Hier können ja noch nicht mal Schiiten oder Jesiden überall leben.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Adam Smith » Fr 26. Apr 2019, 17:32

Saxon hat geschrieben:(26 Apr 2019, 17:27)

In Israel darf kein Araber einreisen


Leben schon aber nicht einreisen. Und der Beleg?
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Bobo » Fr 26. Apr 2019, 17:45

Orbiter1 hat geschrieben:(26 Apr 2019, 17:04)

Ja, mit dem eingeführten Apartheidsystem klappt das recht gut. https://www.welt.de/politik/deutschland ... egime.html


Hmmm. Ganz weit unten! Siegmar Gabriel hat sich einlullen lassen. War sicher nicht schwer mit dem späteren Gesprächspartner der "Kauft nicht beim Juden" Fraktion. Offenbar glauben linke Spinner die Allüren der NS-Ganoven besser (sauberer?) wieder gesellschaftsfähig machen zu können. Wie armselig.
Zuletzt geändert von Bobo am Fr 26. Apr 2019, 18:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Orbiter1 » Fr 26. Apr 2019, 18:07

Vongole hat geschrieben:(26 Apr 2019, 17:06)

Ja, genau das hab ich mich auch schon öfter gefragt.
Dann lesen sie mal die Resolution des UNO-Sicherheitsrasts (14 Ja-Stimmen, 1 Enthaltung (USA)) über die Verurteilung des israelischen Siedlungsbaus durch (sind nur 2 1/2 Seiten), dann kommen sie vielleicht noch drauf. https://www.un.org/webcast/pdfs/SRES2334-2016.pdf
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Vongole » Fr 26. Apr 2019, 18:11

Saxon hat geschrieben:(26 Apr 2019, 17:27)

In Israel darf kein Araber einreisen


Das stimmt nicht, nur umgekehrt wirds kritisch: Wer im deutschen Pass einen Einreisestempel Israels hat, darf in viele arabische Länder nicht einreisen.
Ebenso ist Israelis die Einreise in viele arabische Staaten verboten, außerdem die Beförderung durch einige arabische Fluglinien, selbst wenn das Ziel in Europa liegt.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Keoma » Fr 26. Apr 2019, 18:17

Orbiter1 hat geschrieben:(26 Apr 2019, 18:07)

Dann lesen sie mal die Resolution des UNO-Sicherheitsrasts (14 Ja-Stimmen, 1 Enthaltung (USA)) über die Verurteilung des israelischen Siedlungsbaus durch (sind nur 2 1/2 Seiten), dann kommen sie vielleicht noch drauf. https://www.un.org/webcast/pdfs/SRES2334-2016.pdf

Wen oder warum der Israel - besessene Laberklub verurteilt, ist doch völlig irrelevant.
Die Mehrheit der vertretenen Staaten erfüllen nicht einmal Mindeststandarts in Demokratie und Menschenrechten.
Die muslimischen Länder mit ihrer "Erklärung der Menschenrechte" sollten überhaupt die Klappe halten.
Auch Moralapostel sollten, aus Gründen der Abschreckung, dann und wann gekreuzigt werden.
(Martin Gerhard Reisenberg)
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Adam Smith » Fr 26. Apr 2019, 18:17

Alter Stubentiger hat geschrieben:(26 Apr 2019, 17:06)

Es geht nicht nur um Geld. Die BRD hat sich ganz bewußt als Freund der Völker im Osten präsentiert. Was denkst du wie viele Alt-Nazis und Nationalisten diese Politik nicht verstanden und die Willy Brand als Vaterlandsverräter bezeichnet haben? Israel muß sich ganz anders präsentieren um auch positiv wahrgenommen zu werden. Dazu braucht es nicht mal so viel Geld. Es ist eine politische Frage. Und in der Knesset sitzen eben Leute die ganz andere Vorstellungen von Politik haben.


Müssen sich Jesiden anders präsentieren um als positiv wahrgenommen zu werden?
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Vongole » Fr 26. Apr 2019, 18:18

Orbiter1 hat geschrieben:(26 Apr 2019, 18:07)

Dann lesen sie mal die Resolution des UNO-Sicherheitsrasts (14 Ja-Stimmen, 1 Enthaltung (USA)) über die Verurteilung des israelischen Siedlungsbaus durch (sind nur 2 1/2 Seiten), dann kommen sie vielleicht noch drauf. https://www.un.org/webcast/pdfs/SRES2334-2016.pdf


Och, die Resolutionen kenne ich alle, trotzdem danke für die Nachhilfe.
Sehr bezeichnend übrigens, dass Sie den Rest meines Posts offensichtlich für unwichtig hielten.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Bobo » Fr 26. Apr 2019, 18:35

Orbiter1 hat geschrieben:(26 Apr 2019, 18:07)

Dann lesen sie mal die Resolution des UNO-Sicherheitsrasts (14 Ja-Stimmen, 1 Enthaltung (USA)) über die Verurteilung des israelischen Siedlungsbaus durch (sind nur 2 1/2 Seiten), dann kommen sie vielleicht noch drauf. https://www.un.org/webcast/pdfs/SRES2334-2016.pdf



Lesen Sie die auch mal und versuchen Sie die auch zu verstehen, dann kommen Sie vielleicht dahinter, welch halbgarer Mumpitz das ist. Die Resolution richtete sich übrigens an alle Parteien. Gleichen Sie die mit den Präambeln der beteiligten ab und schon erkennen Sie, dass die Resolution ein satirischer Rohrkrepierer ist. Besonders interessant scheint die Hervorhebung der Bemühungen der russischen Föderation. Das meint vermutlich die Annektion der Krim und der Ostukraine, oder was denken Sie, von welchen Bemühungen die Rede sein könnte? Gütiger Himmel. Ist das nicht dieselbe UN, die 1993 den Völkermord in Ruanda zurückwies und den Kommandeuren der Blauhelme empfahl, die örtlichen Behörden zu informieren?
Lebe, als würdest Du morgen sterben, lerne, als würdest zu ewig leben.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Eulenwoelfchen » Sa 27. Apr 2019, 14:22

Saxon hat geschrieben:(26 Apr 2019, 17:00)

Die Überwachung des Programms ist ein Problem. Der Iran bestimmt wann, wie und muss immer Tage vorher informiert werden. Wirkungsvolle Kontrollen sehen anders aus.

Das ist absolut richtig und wird immer wieder verdrängt. Es war auch von Anfang an ein Schwachpunkt des Atomabkommens, der besonders von iraelischer und US-amerikanischer Seite
zurecht kritisiert wurde.

Was aber noch entscheidender ist, wird kaum erwähnt:
Dass der Iran den Zugang zu Bereichen oder Anlagen oder Arrealen vollständig verweigern kann, sobald dies die nationale Sicherheit
des Landes gefährdet. Niemand weiss, was dort geschieht, ausser der Iran und dessen Dienste. Die Internationale Atomenergiebehörde oder wer auch immer den Iran auf die Einhaltung
des Abkommens hin kontrolliert und prüft, kann also gar nicht zweifelsfrei feststellen, dass der Iran nicht doch heimlich an der Weiterentwicklung und Forschung einer A-Bombe und den
damit zusammenhängenden ebenfalls sehr wichtigen Technolgoien arbeitet, wie z.B. der Entwicklung geeigneter Trägerraketen (welcher Reichweite und welchen Verwendungstyps auch immer), die man atomar bestücken kann.

Aus vorstehender Erläuterung ergibt sich daher zwingend eine sicherheitspolitische Wahrnehmung und Ausrichtung anhand der tatsächlichen Faktenlage:
Einem klar auf die Vernichtung Israels festgelegtem Staat wie Iran, der die Tilgung des Staates Israel von der Landkarte von offizieller, höchster politischer Entscheiderseite immer wieder propagiert, einfach zu glauben, dass man dem Iran als klarem und vernichtungswilligem Feind Israels dahingehend vertraut oder vertrauen sollte, ohne den Iran hinsichtlich seiner Aktivitäten bei der Kernwaffenforschung/Entwicklung wirklich vollständig und tatsächlich sicher kontrollieren zu können, wäre diplomatischer Leichtsinn hochdrei und sicherheitspolitischer Selbstmord.

Gerade einem Land gegenüber, dessen radikalklerikale Mullahdiktatur als eigentlichen Hauptgegner den Satan USA ansieht. Der eng verbündet mit Israel ist. Uand ausserdem die einzig ernstzunehmende und glaubwürdige militärische bzw. sicherheitspolitische Schutzmacht des demokratischen, jüdischen Rechtsstaates Israel.
Eulenwoelfchen

Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Eulenwoelfchen » Sa 27. Apr 2019, 14:56

Alter Stubentiger hat geschrieben:(26 Apr 2019, 16:52)

...In der alten BRD hat man da eine andere Politik gemacht. Man hat die Ost-Diktaturen umarmt. "Wandel durch Annäherung". Es gab wirtschaftliche Zusammenarbeit und sogar Kredite aus dem Westen. Dadurch konnten die Ostdiktaturen keinen ausländischen Feind mehr glaubhaft darstellen. Es wurde zwar vom kapitalistischen Ausland und der historischen Überlegenheit des Sozialismus gefaselt in der Propaganda. Aber es hat keiner mehr geglaubt. Und so verfaulten die Machtstrukturen im Inneren und der Ostblock brach fast geräuschlos zusammen.

So funktioniert intelligente Politik. ...


Man muss schon irgendwo in einem - auch in historischer Hinsicht - völlig vernebelten, Wolkenkuckucksheim herumflattern, um einen so irrwitzigen und völlig untauglichen Vergleich des Verhältnisses der vormaligen BRD und der DDR
mit der Situation Israels und seinen palästinensichen Terrorgegnern zu vergleichen. Um dann auch noch eine politische Umarmung als intelligentere Politik (Israels) anzudienen. Die, falls dieser Staat endlich - ausgerechnet einer DEUTSCHEN Blaupause folgend - gegenüber Fatah, PFLP, Al Aksa-Brigaden und besonders den Terrordiktatoren von Gaza, der HAMAS einen politischen Wandel durch Annäherung und "Umarmung" einleiten würde. Völlig hirnverbrannte Vergleiche und Vorschläge gibt es natürlich immer wieder. Aber der hier hat schon was besonderes, von der Art "politisch vollgaga".

Haben Sie schon mal die Charta der HAMAS durchgelesen? Y/N? Das ist das politische Programm und so etwas wie deren "Verfassung", oder auch die des autonomen "Pseudo-Staates" Gaza. - Nein? Dann lesen Sie mal nach! Dort steht nicht nur, jede Verhandlung mit Israel abzulehnen, sondern als einzigen Lösungweg den bewaffneten Kampf zu gehen. Ebenso wie die Aufforderung und Pflicht, Juden, wo immer man sie trifft, zu töten und zu vernichten. Was auch geschieht, soweit man von HAMAS-Seite dazu in der Lage ist, eigene Leute so weit gehirnzuwaschen, dass sie dann auch "freiwillig" jede Gelegenheit nutzen, um Juden abzustechen, zu erschießen oder in die Luft zu sprengen.

Ich habe nirgends gelesen, dass der damalige Staat DDR seine Bürgerinnen und Bürger damals dazu aufgefordert hat oder hätte, BRD-ler oder -innen umzubringen, wo immer man sie antrifft. Als staatsbürgerliche (und moralische/ethische oder gar religiöse) Pflicht. Am Balaton oder anderswo traf sich der DDR-Mensch mit dem Pendant WEST, aber statt sich gegenseitig abzustechen, paarte man sich höchstens einvernehmlich. :thumbup:
Egal wie unterschiedlich die politischen Ansichten und Systemgegensätze waren und vor allem im Mauerstaat von Kindesbeinen an in das Hirn gekloppt wurden: Westler zu ermorden stand nicht im Erziehungsplan.

Hamas oder Fatah politisch zu umarmen ist ungefähr so intelligent wie sich das Messer gleich selbst in den Bauch zu rammen. Sich freiwillig ermorden zu lassen, ist zwar in gewissem Sinne auch ein "Wandel durch Annäherung", aber ein höchst ungesunder. Ich empfehle diesen Wandel keinesfalls... :dead:
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Alter Stubentiger » Sa 27. Apr 2019, 16:42

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(27 Apr 2019, 14:56)

Man muss schon irgendwo in einem - auch in historischer Hinsicht - völlig vernebelten, Wolkenkuckucksheim herumflattern, um einen so irrwitzigen und völlig untauglichen Vergleich des Verhältnisses der vormaligen BRD und der DDR
mit der Situation Israels und seinen palästinensichen Terrorgegnern zu vergleichen. Um dann auch noch eine politische Umarmung als intelligentere Politik (Israels) anzudienen. Die, falls dieser Staat endlich - ausgerechnet einer DEUTSCHEN Blaupause folgend - gegenüber Fatah, PFLP, Al Aksa-Brigaden und besonders den Terrordiktatoren von Gaza, der HAMAS einen politischen Wandel durch Annäherung und "Umarmung" einleiten würde. Völlig hirnverbrannte Vergleiche und Vorschläge gibt es natürlich immer wieder. Aber der hier hat schon was besonderes, von der Art "politisch vollgaga".

Haben Sie schon mal die Charta der HAMAS durchgelesen? Y/N? Das ist das politische Programm und so etwas wie deren "Verfassung", oder auch die des autonomen "Pseudo-Staates" Gaza. - Nein? Dann lesen Sie mal nach! Dort steht nicht nur, jede Verhandlung mit Israel abzulehnen, sondern als einzigen Lösungweg den bewaffneten Kampf zu gehen. Ebenso wie die Aufforderung und Pflicht, Juden, wo immer man sie trifft, zu töten und zu vernichten. Was auch geschieht, soweit man von HAMAS-Seite dazu in der Lage ist, eigene Leute so weit gehirnzuwaschen, dass sie dann auch "freiwillig" jede Gelegenheit nutzen, um Juden abzustechen, zu erschießen oder in die Luft zu sprengen.

Ich habe nirgends gelesen, dass der damalige Staat DDR seine Bürgerinnen und Bürger damals dazu aufgefordert hat oder hätte, BRD-ler oder -innen umzubringen, wo immer man sie antrifft. Als staatsbürgerliche (und moralische/ethische oder gar religiöse) Pflicht. Am Balaton oder anderswo traf sich der DDR-Mensch mit dem Pendant WEST, aber statt sich gegenseitig abzustechen, paarte man sich höchstens einvernehmlich. :thumbup:
Egal wie unterschiedlich die politischen Ansichten und Systemgegensätze waren und vor allem im Mauerstaat von Kindesbeinen an in das Hirn gekloppt wurden: Westler zu ermorden stand nicht im Erziehungsplan.

Hamas oder Fatah politisch zu umarmen ist ungefähr so intelligent wie sich das Messer gleich selbst in den Bauch zu rammen. Sich freiwillig ermorden zu lassen, ist zwar in gewissem Sinne auch ein "Wandel durch Annäherung", aber ein höchst ungesunder. Ich empfehle diesen Wandel keinesfalls... :dead:


Keiner fordert einer Blaupause zu folgen. Ich möchte nur dass darüber nachgedacht wird ob das Beharren auf einen Konfrontationskurs wirklich alternativlos ist. Das hätte man in der alten BRD ja auch machen können. Gab ja genug alte Betonköpfe die auf den Grenzen von 1938 beharrten und jede Form von Zugeständnissen ablehnten. Was mich stört dass man so fixiert darauf ist einen Weg der seit Jahrzehnten niemanden weiter bringt bedingungslos weiter zu folgen.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 27. Apr 2019, 16:46

Wurde die BRD denn dreimal aus dem Ostblock heraus angegriffen mit dem Ziel der totalen Zerstörung? Wurden danach andauernd Raketen von der DDR auf die BRD abgefeuert? Wurden andauernd Selbstmordattentäter losgeschickt?
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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