Wird Putin Russland in einen Bürgerkrieg stürzen ?

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Dr. Nötigenfalls

Re: Wird Putin Russland in einen Bürgerkrieg stürzen ?

Beitragvon Dr. Nötigenfalls » Fr 1. Jun 2012, 09:19

Cheburashka » Mi 30. Mai 2012, 00:50 hat geschrieben:Es wird die Zeit kommen, da wird die russische Demokratie so "Lupenrein" sein, wie der Schröder sie nannte!


Das kann man für alle Russen nur dringend hoffen.
Wurden sie doch immer von allen Seiten nur ausgebeutet.

Würde Putin eine soziale Marktwirtschaft auf den Weg bringen,würde er gleich in einem anderen Licht erscheinen.
Aber bis dahin wirds wohl noch ein weiter Weg sein,....
Der Dreh an einer gesunden Wirtschaft ist es,das eigene Volk in die Lage zu versetzen sich den Konsum auch leisten zu können,dies erfordert ein gegenseitiges "Leben und Leben lassen".

und letzteres nennt sich numal "soziale Marktwirtschaft".
kilowog

Re: Wird Putin Russland in einen Bürgerkrieg stürzen ?

Beitragvon kilowog » Fr 1. Jun 2012, 21:44

weißt du überhaupt, um wieviel die löhne in russland seit putin zugenohmen haben und um wieviel sie hier im gleichen zeitraum gesunken sind?

keine lupenreine demokratie:
"So macht die Erdöl- und Erdgasindustrie in Russland 20% der gesamten Industrieproduktion und 40% der Steuereinnahmen aus. Allein das Unternehmen Gazprom trägt 25% zum Staatshaushalt bei."
http://web.archive.org/web/201101051050 ... urope.html

timoschenko a.k.a. demokratie-göttin:
"Ende 1996 kontrolliert das Mädchen aus dem »Haus des Taxifahrers« ein Viertel der ukrainischen Volkswirtschaft. Für dasselbe Geschäftsjahr zahlt ihr Gaskonsortium laut Wall Street Journal nur 11.000 Dollar Steuern."
http://www.zeit.de/2012/19/DOS-Timoschenko/seite-2
Cheburashka
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Re: Wird Putin Russland in einen Bürgerkrieg stürzen ?

Beitragvon Cheburashka » So 3. Jun 2012, 16:17

Dr. Nötigenfalls hat geschrieben:Würde Putin eine soziale Marktwirtschaft auf den Weg bringen,würde er gleich in einem anderen Licht erscheinen.

Was glaubst du wohl, warum 2/3 der Russen Putin wählen? (Nebenbei bemerkt: Es sind im russischen Fernsehen auch die Oppositionspolitiker aufgetreten. Die Russen hätten auch ohne oppositions-Zeitung lesen zu müssen genug alternativen zu Putin.)
Ich kann mal eine Kurzbeschreibung der "90er Jahre" geben. Jelzin "verschenkte" effektiv gesehen Staatsbetriebe in Privathände, d.h. er verkaufte sie für lächerliche Preise. Jedenfalls ging es bei dieser "Privatisierung" auch viel mit korruption zu. Letzendlich haben nur ganz wenige neureiche in ganz kurzer Zeit Reichtum aus ehemaligen produktiven Kapazitäten des Staates aufgebaut. Dass es diesen Leuten dann um Profitt ging und nicht um Produktion oder Arbeitsplätze sollte wohl klar sein. Während ein Paar arogante Neureiche (sog. "Neue Russen") immer reicher wurden, ist das meiste Russland total verarmt. Außerdem ging nach dem Zerfall es alten Systems auch die Kriminalität in die Höhe. Viele dieser "Privatisierer" waren nichts weiter als ehemalige Bandenschefs. Es gab zahlreiche Auftragsmorde (z.B. Gegen Politiker oder Firmenschefs, die den Neuen Russen im Weg standen). In Einigen Städten gab es Schutzgelderpressung. Mein Vater hatte mal ein Geschäft in Minsk. Da tauchten irgendwann auch so Paar Leute auf, die "Sicherheit gegen Geld" versprachen. Danach hat er das Geschäft geschlossen, den er wollte nicht dort arbeiten, wo sich solche Gestalten rumtreiben.
Als Putin an die Macht kam, hat er den ganzen kriminellen Oligarchen gezeigt, was man darf und was nicht. Vielen Neuen Russen gings an den Kragen, außerdem hatten sie nicht mehr "freie Hand", was sie mit ehemaligen Staatsbetrieben anstellen dürfen. Da hat der Kremlj auch mal eingegriffen. Wie das Beispiel von Kilovog zeigt, haben die ganzen Betriebe erst unter Putin angefangen, Steuern zu zahlen.
Putin hat Also die anarchistische, wilde Privatisierung erst mal in legale Rahmen gelenkt. Das könnte man als einen ersten Schritt richtung Soziale Marktwirtschaft sehen.
Kritisch zu betrachten wäre vielleicht, dass ein Paar Kremljnahe Oligarchen immer noch frei rumlaufen. Allerdings hat Putin ende 90er auch die Hilfe von ein Paar Oligarchen benötigt, um an die Macht zu kommen, denn diese hatten nun mal ende 90er das Parlament und vor allem den Presidenten Jelzin in der Hand. Du kannst ja nicht dem ganzen Machtblock auf ein mal den Krieg erklären, sondern musst eine loyale Seite finden.

Mich wurde noch eine Frage interresieren: Was verstehst du unter "Sozialer Marktwirtschaft"? Ist das, was wir jetzt hier in Deutschland oder EU haben eine?
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Re: Wird Putin Russland in einen Bürgerkrieg stürzen ?

Beitragvon Cheburashka » So 3. Jun 2012, 16:19

kilowog hat geschrieben:willkommen hier towarisch! ich sehe, dass uns nicht nur cheburaschka verbindet. :thumbup:

Ja, uns verbindet wohl mehr. Na dann - lang lebe Russland, mögest du dich hoffentlich zu einem "wirklich" demokratischen Vielvölkerstaat entwickeln!
Zuletzt geändert von Cheburashka am Mo 4. Jun 2012, 16:11, insgesamt 1-mal geändert.
Doktor Schiwago

Re: Wird Putin Russland in einen Bürgerkrieg stürzen ?

Beitragvon Doktor Schiwago » So 3. Jun 2012, 20:24

Cheburashka » So 3. Jun 2012, 16:17 hat geschrieben:Jelzin "verschenkte" effektiv gesehen Staatsbetriebe in Privathände, d.h. er verkaufte sie für lächerliche Preise.

Unsinn. Er ließ Eigentumsanteile (Coupons) an die jeweiligen Beschäftigten der Betriebe austeilen.
Jedenfalls ging es bei dieser "Privatisierung" auch viel mit korruption zu.

Das ist richtig, insbesondere durch das "Kredite-für-Aktien-Programm" kamen viele der Oligarchen spottbillig an Aktien und so zu märchenhaftem Reichtum.
Dr. Nötigenfalls

Re: Wird Putin Russland in einen Bürgerkrieg stürzen ?

Beitragvon Dr. Nötigenfalls » Mo 4. Jun 2012, 06:33

Cheburashka » So 3. Jun 2012, 15:17 hat geschrieben:Was glaubst du wohl, warum 2/3 der Russen Putin wählen? (Nebenbei bemerkt: Es sind im russischen Fernsehen auch die Oppositionspolitiker aufgetreten. Die Russen hätten auch ohne oppositions-Zeitung lesen zu müssen genug alternativen zu Putin.)
Ich kann mal eine Kurzbeschreibung der "90er Jahre" geben. Jelzin "verschenkte" effektiv gesehen Staatsbetriebe in Privathände, d.h. er verkaufte sie für lächerliche Preise. Jedenfalls ging es bei dieser "Privatisierung" auch viel mit korruption zu. Letzendlich haben nur ganz wenige neureiche in ganz kurzer Zeit Reichtum aus ehemaligen produktiven Kapazitäten des Staates aufgebaut. Dass es diesen Leuten dann um Profitt ging und nicht um Produktion oder Arbeitsplätze sollte wohl klar sein. Während ein Paar arogante Neureiche (sog. "Neue Russen") immer reicher wurden, ist das meiste Russland total verarmt. Außerdem ging nach dem Zerfall es alten Systems auch die Kriminalität in die Höhe. Viele dieser "Privatisierer" waren nichts weiter als ehemalige Bandenschefs. Es gab zahlreiche Auftragsmorde (z.B. Gegen Politiker oder Firmenschefs, die den Neuen Russen im Weg standen). In Einigen Städten gab es Schutzgelderpressung. Mein Vater hatte mal ein Geschäft in Minsk. Da tauchten irgendwann auch so Paar Leute auf, die "Sicherheit gegen Geld" versprachen. Danach hat er das Geschäft geschlossen, den er wollte nicht dort arbeiten, wo sich solche Gestalten rumtreiben.
Als Putin an die Macht kam, hat er den ganzen kriminellen Oligarchen gezeigt, was man darf und was nicht. Vielen Neuen Russen gings an den Kragen, außerdem hatten sie nicht mehr "freie Hand", was sie mit ehemaligen Staatsbetrieben anstellen dürfen. Da hat der Kremlj auch mal eingegriffen. Wie das Beispiel von Kilovog zeigt, haben die ganzen Betriebe erst unter Putin angefangen, Steuern zu zahlen.
Putin hat Also die anarchistische, wilde Privatisierung erst mal in legale Rahmen gelenkt. Das könnte man als einen ersten Schritt richtung Soziale Marktwirtschaft sehen.
Kritisch zu betrachten wäre vielleicht, dass ein Paar Kremljnahe Oligarchen immer noch frei rumlaufen. Allerdings hat Putin ende 90er auch die Hilfe von ein Paar Oligarchen benötigt, um an die Macht zu kommen, denn diese hatten nun mal ende 90er das Parlament und vor allem den Presidenten Jelzin in der Hand. Du kannst ja nicht dem ganzen Machtblock auf ein mal den Krieg erklären, sondern musst eine loyale Seite finden.

Mich wurde noch eine Frage interresieren: Was verstehst du unter "Sozialer Marktwirtschaft"? Ist das, was wir jetzt hier in Deutschland oder EU haben eine?


Sehr Interssante Ausführungen.
Ich danke dir für die Einblicke,da ich mich zugegeben nur recht wenig mit Russland beschäftigt habe,aber zumindest habe ich es in teilen selbst befahren,konnnte Land und Leute kennen lernen.

Um deine Frage direkt zu beantworten:
Ja,was wir haben ist eine soziale Marktwirtschaft,die allerdings gerade dabei ist völlig aus dem Ruder zu laufen.

Denn wie es sich gezeigt hat,ist längst nicht mehr jeder Deutscher,.. Deutschland.
Dieses Prädikat bekommen zunehmend nur jene die mehr oder minder direkt am Export beteiligt sind.
Alle anderen,wie Dienstleister oder geringer gebildete Arbeitnehmer werden zunehmend ausgepresst.
Ich wähle ganz gezielt diese Formulierung,da unsere Politik scheinbar nicht mehr in der Lage ist wirksam,gegen einen globalen ruinösen Wettbewerb vorzugehen.

Um es ganz klar zu sagen:Ich halte unsere Art des Wirtschaftens für ein Auslaufmodell,da nur wenige,und immer weniger in den Genuss kommen daran teil zu haben.
Sicher derzeit läuft es noch,aber längst nicht mehr gut für alle.
Wie immer sind es die unten welche die Zeche zu zahlen haben.
Gemeint ist die Totale Liberalisierung,sowie der globale Warenhandel.

So wie ich das sehe,nur eine unhaltbare Episode,weil zuviele Menschen im eigenen Land durchs Gitter fallen.
Deutschlands Arbeitslosenquote bewegt sich offiziel um die 3,5 Millionen.
Tatsächlich wird aber getrickst mit den Statistiken,denn mindestens nochmal soviele arbeiten als Gering verdiener,und fallen damit aus der Statistik.
Auch bewegen sich Löhne und Gehälter in den allermeisten Fällen auf einem lächerlich niedrigen Niveau von vor über 20 Jahren.
Bei den heutigen gestiegenen Kosten.

Alles um dem Globalen Markt Paroli bieten zu können,jedenfalls ist das die Parole.
Obs in jedem Fall so ist,oder nur die Gier nach dem eigenen möglichst hohen Profit,kann nicht immer genau ermittelt werden.

Meiner Meinung nach sollte Putin diesen Chinesen nicht trauen.
Sie schleichen sich mit ihren Produkten wie ein Gift ein das süchtig macht.
Und wenn sich die Wirtschaft erstmal darauf eingestellt hat,dann ist sie mehr oder weniger gefangen,und wird bestrebt sein mit allerhöchster Effiziens zu laufen,...was sich ers einmal gut anhört.
Später jedoch merkt man das hohe Effiziens (zb.mit sehr wenigen Arbeitskräften auskommend) enorme Nachteile mit sich bringen.
Quasi werden die Gewinne der Erfolgreichen vom Staat subventioniert.
Ein Staat sollte ja bekanntlich immer an alle Denken,und so müssen auch Arbeitslose finanziert werden.
Allein schon aus dem Grund des inneren Friedens.

Gestattet man also der Wirtschaft an einem Rennen der Besten teilzunehmen (hohe Qualität bei niedrigsten Kosten) landet man am Ende bei einer Produktion per Versand.
Also ausgelagerter Produktion,..Indien,China etc.
das mag interessant sein für globale Unternehmen,...also Einzelunternehmerische Gewinnmaximierung,....aber ein Land als ganzes wird dies bei starkem Konkurrenzdruck aus dem Ausland nicht weiter vorwärts bringen.
Ja eher das gegenteil ist der Fall.
und das beklage ich gerade.
:-)
kilowog

Re: Wird Putin Russland in einen Bürgerkrieg stürzen ?

Beitragvon kilowog » Mo 4. Jun 2012, 21:51

Cheburashka » So 3. Jun 2012, 16:17 hat geschrieben:Was glaubst du wohl, warum 2/3 der Russen Putin wählen? (Nebenbei bemerkt: Es sind im russischen Fernsehen auch die Oppositionspolitiker aufgetreten. Die Russen hätten auch ohne oppositions-Zeitung lesen zu müssen genug alternativen zu Putin.)
Ich kann mal eine Kurzbeschreibung der "90er Jahre" geben. Jelzin "verschenkte" effektiv gesehen Staatsbetriebe in Privathände, d.h. er verkaufte sie für lächerliche Preise. Jedenfalls ging es bei dieser "Privatisierung" auch viel mit korruption zu. Letzendlich haben nur ganz wenige neureiche in ganz kurzer Zeit Reichtum aus ehemaligen produktiven Kapazitäten des Staates aufgebaut. Dass es diesen Leuten dann um Profitt ging und nicht um Produktion oder Arbeitsplätze sollte wohl klar sein. Während ein Paar arogante Neureiche (sog. "Neue Russen") immer reicher wurden, ist das meiste Russland total verarmt. Außerdem ging nach dem Zerfall es alten Systems auch die Kriminalität in die Höhe. Viele dieser "Privatisierer" waren nichts weiter als ehemalige Bandenschefs. Es gab zahlreiche Auftragsmorde (z.B. Gegen Politiker oder Firmenschefs, die den Neuen Russen im Weg standen). In Einigen Städten gab es Schutzgelderpressung. Mein Vater hatte mal ein Geschäft in Minsk. Da tauchten irgendwann auch so Paar Leute auf, die "Sicherheit gegen Geld" versprachen. Danach hat er das Geschäft geschlossen, den er wollte nicht dort arbeiten, wo sich solche Gestalten rumtreiben.
Als Putin an die Macht kam, hat er den ganzen kriminellen Oligarchen gezeigt, was man darf und was nicht. Vielen Neuen Russen gings an den Kragen, außerdem hatten sie nicht mehr "freie Hand", was sie mit ehemaligen Staatsbetrieben anstellen dürfen. Da hat der Kremlj auch mal eingegriffen. Wie das Beispiel von Kilovog zeigt, haben die ganzen Betriebe erst unter Putin angefangen, Steuern zu zahlen.
Putin hat Also die anarchistische, wilde Privatisierung erst mal in legale Rahmen gelenkt. Das könnte man als einen ersten Schritt richtung Soziale Marktwirtschaft sehen.
Kritisch zu betrachten wäre vielleicht, dass ein Paar Kremljnahe Oligarchen immer noch frei rumlaufen. Allerdings hat Putin ende 90er auch die Hilfe von ein Paar Oligarchen benötigt, um an die Macht zu kommen, denn diese hatten nun mal ende 90er das Parlament und vor allem den Presidenten Jelzin in der Hand. Du kannst ja nicht dem ganzen Machtblock auf ein mal den Krieg erklären, sondern musst eine loyale Seite finden.

Mich wurde noch eine Frage interresieren: Was verstehst du unter "Sozialer Marktwirtschaft"? Ist das, was wir jetzt hier in Deutschland oder EU haben eine?


gut getextet, ich unterstreiche das ganze mal mit folgender analyse:

"So viel zur Wahldemokratie. Was nun Freiheit und Liberalismus betrifft, so hat die Mehrheit der russländischen Bevölkerung in den Jahren nach Gorbatschow die bittere Erfahrung machen müssen, daß ihr im Namen von Freiheit, Liberalismus und Privatisierung die sozialen Sicherheiten und auch Rechte, in denen sie vor der Auflösung des sowjetischen Staates durch Jelzin gelebt hat, zerstört, ja, wortwörtlich geraubt worden sind. Freiheit und Liberalität, ja, sogar Demokratie haben in den Ohren der Mehrheit der Bevölkerung daher, freundlich gesprochen, einen schlechten Klang. Demokratie wurde in der Volkssprache zu Dermokratie (von dermo, sehr vulgär – Scheiße) und Privatisierung zu Prichwatisierung (von prichwats – rauben). Deutlich gesagt, Demokratie, Freiheit und Liberalismus haben bei der großen Mehrheit der russischen Bevölkerung rundum „verschissen“. Für sie hat soziale Sicherheit, die ihnen im ökonomischen und sozialen Alltag ein selbst bestimmtes Leben erlaubt, eindeutig Priorität vor formalen demokratischen Standards von Freiheit, ganz zu schweigen von Liberalismus, der nicht nur mit der Zerstörung der Union, sondern auch mit dem Verlust der eigenen Lebensqualität assoziiert wird. Nur eine Minderheit der russländischen Bevölkerung, Superreiche, deren neureiches Umfeld, Städter und unabhängige Intellektuelle blieben von diesen Folgen des Liberalismus verschont."
http://russlandonline.ru/mainmore.php?t ... iditem=239
Cheburashka
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Re: Wird Putin Russland in einen Bürgerkrieg stürzen ?

Beitragvon Cheburashka » Di 5. Jun 2012, 03:39

Dr. Nötigenfalls hat geschrieben:Um deine Frage direkt zu beantworten:
Ja,was wir haben ist eine soziale Marktwirtschaft,die allerdings gerade dabei ist völlig aus dem Ruder zu laufen.

Dr. Nötigenfalls hat geschrieben:Sicher derzeit läuft es noch,aber längst nicht mehr gut für alle.
Wie immer sind es die unten welche die Zeche zu zahlen haben.
Gemeint ist die Totale Liberalisierung,sowie der globale Warenhandel.

Also was du insgesamt beschreibst (ich beziehe mich auf den gesamten Text. Das Oben seien nur die herausstechenden Punkte) hört sich so ziemlich exakt nach einer freien Marktwirtschaft an, was (im Rahmen der "westlichen" Ökonomien des 20en Jahrhunderts zumindest) das genaue Gegenteil der sozialen Marktwirtschaft ist.

In einer sozialen Marktwirtschaft gibt es starke Gewerkschaften, Gesetze, die Marktmanipulationen und Spekulation erschweren oder verbieten und generell eine auf Realökonomie ausgelegte Wirtschaft, die aber grundlegend erst mal durch den Markt geregelt wird (was sie deutlich vom Sozialismus unterscheidet).
In einer freien Marktwirtschaft hält man mindestens die Gewerkschaften, in der heutigen freien Marktwirtschaft aber auch generell jeden staatlichen Eingriff für Gift und unterlässt die oben genannten Gesetze, was so seine Folgen hat...

Kurz vor der Krise haben mansche Autofirmen mehr an Marktspekulationen verdient, als durch den Verkauf von Autos. Das zeigt, wie extrem die Wirtschaft "befreit" wurde. Lohndumping ist da noch die weniger lukrative Methode, viel Geld zu machen im vergleich zu den Möglichkeiten, Geld direkt aus Geld zu machen. Und letzteres ist ein Anzeichen für eine FREIE Marktwirtschaft, die aus dem Ruder läuft (die Variante, wo das Lohndumping lukrativer ist, wäre eine "funktionierende" freie Marktwirtschaft).
Dr. Nötigenfalls

Re: Wird Putin Russland in einen Bürgerkrieg stürzen ?

Beitragvon Dr. Nötigenfalls » Di 19. Jun 2012, 18:13

Cheburashka » Di 5. Jun 2012, 02:39 hat geschrieben:
Also was du insgesamt beschreibst (ich beziehe mich auf den gesamten Text. Das Oben seien nur die herausstechenden Punkte) hört sich so ziemlich exakt nach einer freien Marktwirtschaft an, was (im Rahmen der "westlichen" Ökonomien des 20en Jahrhunderts zumindest) das genaue Gegenteil der sozialen Marktwirtschaft ist.

In einer sozialen Marktwirtschaft gibt es starke Gewerkschaften, Gesetze, die Marktmanipulationen und Spekulation erschweren oder verbieten und generell eine auf Realökonomie ausgelegte Wirtschaft, die aber grundlegend erst mal durch den Markt geregelt wird (was sie deutlich vom Sozialismus unterscheidet).
In einer freien Marktwirtschaft hält man mindestens die Gewerkschaften, in der heutigen freien Marktwirtschaft aber auch generell jeden staatlichen Eingriff für Gift und unterlässt die oben genannten Gesetze, was so seine Folgen hat...

Kurz vor der Krise haben mansche Autofirmen mehr an Marktspekulationen verdient, als durch den Verkauf von Autos. Das zeigt, wie extrem die Wirtschaft "befreit" wurde. Lohndumping ist da noch die weniger lukrative Methode, viel Geld zu machen im vergleich zu den Möglichkeiten, Geld direkt aus Geld zu machen. Und letzteres ist ein Anzeichen für eine FREIE Marktwirtschaft, die aus dem Ruder läuft (die Variante, wo das Lohndumping lukrativer ist, wäre eine "funktionierende" freie Marktwirtschaft).


Eine freie Marktwirtschaft,naja...
In Deutschland haben wir immer noch die sozialste Marktwirtschaft der Welt.
Das diese zunehmend unter Druck geriet,ist dem wachsenden Chinesichen Produkteflut zuzuschreiben,ebenso auch der Turboerweiterung der EU.

So wurden immer wieder die Gesetze von Angebot und Nachfrage unterminiert,und es etablierte sich ein ruinöser Wettbewerb.
Letzterer lief durch die Chinesiche Expansion zu bisher ungeahnter Größe auf.

Genau deswegen bin ich dafür das der Westen seinen Chinahandel zurück fährt.
Dazu müsste Russland mitmachen,und bei sich investieren,und zusammen mit Europa und den USA ein Macht/Wirtschaftsblock bilden,der sich vor dem ruinösen Chinesichen Handel schützt.
kilowog

Re: Wird Putin Russland in einen Bürgerkrieg stürzen ?

Beitragvon kilowog » Di 26. Jun 2012, 22:50

als ob hier jemand für den stundenlohn eines chinesen arbeiten würde. wenn man wieder hier alles produziert, dann kommt man dem manchester-kapitalismus näher als der sozialen marktwirtschaft.
Morgenröte

Re: Wird Putin Russland in einen Bürgerkrieg stürzen ?

Beitragvon Morgenröte » Mi 27. Jun 2012, 12:43

Was es so alles gibt?.

Russland
: Putin-Kritiker Kasparow ist ein Rothschild-Agent
http://die-rote-pille.blogspot.de/2012/ ... -wird.html
kilowog

Re: Wird Putin Russland in einen Bürgerkrieg stürzen ?

Beitragvon kilowog » Mi 27. Jun 2012, 21:45

ob kasparow ein agent der rothschilds ist, geht aus der quelle nicht wirklich hervor. er war lediglich dieses jahr auf der bilderberg-konferrenz und ob dann jeder, der da war ein agent der rothschilds ist, bezweifle ich mal. kasparow ist eher ein mann der amis. die rothschilds haben da natürlich auch ihre beziehungen. chodorkowski hat ja auch mit den rothschilds rumgehurt. die westlichen pressevertreter wurden deswegen wohl auf den bilderberg-konferrenzen angewiesen gut über diesen verbrecher zu berichten.


"Kasparow ist nicht nur in seiner Gesinnung, sondern auch institutionell mit dem neokonservativen Klüngel verbunden. Kasparow ist Mitglied des Beirats für Fragen der Nationale Sicherheit (National Security Advisory Council - NSAC) des von Frank Gaffney (Protegé Richard Perles) geleiteten militaristischen Think Tanks Center for Security Policy (CSP). Unter den weiteren Mitgliedern des Beirats sind Politiker, neokonservative Intellektuelle, ehemalige Regierungsbeamte, pensionierte Generale und Admirale (die meisten von ihnen dürften durch Beraterverträge mit dem Militärisch-Industriellen Komplex verbunden sein) und Vertreter der Rüstungsindustrie. Ehrenvorsitzende des Beirats sind der republikanische Senator Jon Kyl (der christlichen Rechten nahestehend) und James Woolsey (2002 bis 2005 Kuratoriumsvorsitzender der „Menschenrechtsorganisation“ Freedom House, Vizepräsident der Beratungsfirma Booz Allen Hamilton [einer der größten Auftragnehmer der Regierung], Propagandist für den „Vierten Weltkrieg“, von 1993 bis 1995 CIA-Chef) . Woolsey hatte als Chef von Freedom House zu den Drahtziehern der „Orangenen Revolution“ gehört."
http://www.berlinerumschau.com/index.ph ... neoconsneu

"Chodorkowskis Anwalt Anton Drel hatte die Entscheidung nach einem Unteredung mit seinem Mandanten am Nachmittag bekanntgegeben. Drel dementierte zugleich einen Bericht der britischen Sunday Times, demzufolge, ein bedeutender Teil der Yukos-Aktien bereits auf einen Treuhänder übertragen worden sei. Die Sunday Times hatte berichtet, dass Chodorkowski bereits vor Monaten mit dem Unternehmer und Präsidenten des Instituts for Jewish Policy Research, Lord Rothschild, vereinbart habe, dass im Falle seiner Verhaftung die Verfügungsgewalt über seinen Aktienanteil auf Rothschild übergehen sollte. Rothschild ist einer von insgesamt fünf Kuratoren der von Chodorkowski initiierten Stiftung "Open Russia". Dass Chodorkowski Vorkehrungen für den Fall seiner Verhaftung getroffen habe, dementierte sein Anwalt indes nicht. Die Zukunftspläne des Unternehmens sollen während einer Pressekonferenz am Dienstag bekannt gegeben werden."
http://www.berlinonline.de/berliner-zei ... index.html
Dr. Nötigenfalls

Re: Wird Putin Russland in einen Bürgerkrieg stürzen ?

Beitragvon Dr. Nötigenfalls » Mi 27. Jun 2012, 23:49

Immer noch gefangen im Stil der 50er Jahre.
Witzig.
:D
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Re: Wird Putin Russland in einen Bürgerkrieg stürzen ?

Beitragvon Konder » Fr 29. Jun 2012, 10:18

Morgenröte » Mi 27. Jun 2012, 12:43 hat geschrieben:Was es so alles gibt?.

Russland
: Putin-Kritiker Kasparow ist ein Rothschild-Agent
http://die-rote-pille.blogspot.de/2012/ ... -wird.html


Was wundert dich hier ?
Schon was von geopolitischen krieg gehört ?

Rothschilds werden gerade aus Russland Verjagt.

Trozki - Chruchöv - Gorbachöv- Hodokovski und zich andere Agenten der Rothschilds sind schon längst in Russland bekant.

Rotschilds Klan ist einer von der Mächtigen Klans diese Erde , da gibt es noch Katolische Kirche, Rocke-fehler.
Zuletzt geändert von Konder am Fr 29. Jun 2012, 10:18, insgesamt 1-mal geändert.
Faschismus ist wenn die Unteren klassen in eine Menge-Elitärischen Gesellschaft die Elitäre Diktatur unterschützen.
somit ist in Deutschland keine Demokratie sondern Faschismus.

http://www.youtube.com/watch?v=ApTEhzH4P5Q
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Re: Wird Putin Russland in einen Bürgerkrieg stürzen ?

Beitragvon Alexyessin » Sa 30. Jun 2012, 20:06

Ihr Verschwörungsspinner bringts immer noch einen zusätzlichen Lacher. :)
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Wird Putin Russland in einen Bürgerkrieg stürzen ?

Beitragvon Konder » So 1. Jul 2012, 12:36

Alexander Reither » Sa 30. Jun 2012, 20:06 hat geschrieben:Ihr Verschwörungsspinner bringts immer noch einen zusätzlichen Lacher. :)


du benimmst dich wie ein kleines Kind , wenn du etwas nicht verstehst dann ist das auch unmöglich .
Ist auch eigentlich kein Wunder in Deutschland ist Geopolitik verboten, deswegen weiß hier zu lande kaum einer was davon.
Es ist viel einfacher göbels Propoganda - bild zu glauben als eigenständig zu denken.
Zuletzt geändert von Konder am So 1. Jul 2012, 12:36, insgesamt 1-mal geändert.
Faschismus ist wenn die Unteren klassen in eine Menge-Elitärischen Gesellschaft die Elitäre Diktatur unterschützen.
somit ist in Deutschland keine Demokratie sondern Faschismus.

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Re: Wird Putin Russland in einen Bürgerkrieg stürzen ?

Beitragvon Alexyessin » So 1. Jul 2012, 14:16

Konder » So 1. Jul 2012, 12:36 hat geschrieben:
du benimmst dich wie ein kleines Kind , wenn du etwas nicht verstehst dann ist das auch unmöglich .
Ist auch eigentlich kein Wunder in Deutschland ist Geopolitik verboten, deswegen weiß hier zu lande kaum einer was davon.
Es ist viel einfacher göbels Propoganda - bild zu glauben als eigenständig zu denken.


Weder glaub ich an Göbbels Propaganda ( was von deiner Seite aus erstmal zu beweisen wäre ) noch an die Bildzeitung - ich halte, wie 98 % der hiesigen Bevölkerung, das Glauben an eine Weltverschwörung wie du sie beschreibst für so hirnrissig, das jede UFO-VT noch glaubwürdiger wirkt.
Bring doch erstmal FAKTEN, aus QUELLEN, die nicht VT sind. Dann kannst wieder kommen und rumblödeln.
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Re: Wird Putin Russland in einen Bürgerkrieg stürzen ?

Beitragvon Konder » So 1. Jul 2012, 20:41

Alexander Reither » So 1. Jul 2012, 14:16 hat geschrieben:
Weder glaub ich an Göbbels Propaganda ( was von deiner Seite aus erstmal zu beweisen wäre ) noch an die Bildzeitung - ich halte, wie 98 % der hiesigen Bevölkerung, das Glauben an eine Weltverschwörung wie du sie beschreibst für so hirnrissig, das jede UFO-VT noch glaubwürdiger wirkt.
Bring doch erstmal FAKTEN, aus QUELLEN, die nicht VT sind. Dann kannst wieder kommen und rumblödeln.


Noch mal , alles was du nicht verstehst nennst du VT.
Also sehr Beckqueme Position.
Und du glaubst ganz sicher der Göbels Propaganda denn genau das ist die Komplete Westliche presse.
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Re: Wird Putin Russland in einen Bürgerkrieg stürzen ?

Beitragvon Alexyessin » So 1. Jul 2012, 22:10

Konder » So 1. Jul 2012, 20:41 hat geschrieben:
Noch mal , alles was du nicht verstehst nennst du VT.
Also sehr Beckqueme Position.
Und du glaubst ganz sicher der Göbels Propaganda denn genau das ist die Komplete Westliche presse.


Oh doch, ich verstehe sehr viel. Nur wenn eine Verschwörungstheorie eine Verschwörungstheorie ist, dann nenn ich das Kind beim Namen.
Und Göbbels Propaganda ist die gesamte westliche Presse? Das ist ja zu geil abgedreht.....
Quelle bitte.
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Re: Wird Putin Russland in einen Bürgerkrieg stürzen ?

Beitragvon Konder » Di 3. Jul 2012, 11:21

Alexander Reither » So 1. Jul 2012, 22:10 hat geschrieben:
Oh doch, ich verstehe sehr viel. Nur wenn eine Verschwörungstheorie eine Verschwörungstheorie ist, dann nenn ich das Kind beim Namen.
Und Göbbels Propaganda ist die gesamte westliche Presse? Das ist ja zu geil abgedreht.....
Quelle bitte.


Quelle für was ? du willst das ich dir ein Quelle gebe wo die Göbels Propaganda sich selbst enlaft ?

Langsam ist deine "Quelle bitte " Absurd.
findest du nicht?

aber fahls du was mit denken anfangen kannst dann
prüfe mal bitte wem gehört die Ganze Presse ?
Prüfe das einfach.
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somit ist in Deutschland keine Demokratie sondern Faschismus.

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