Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

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Realist2014
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon Realist2014 » Sa 15. Sep 2018, 12:54

Dampflok94 hat geschrieben:(15 Sep 2018, 13:48)

Auch Mütter erbringen eine Leistung. Und genau darum geht es. Nicht jede Leistung wird mit Arbeitslohn vergolten.


die Rente ist aber primär ein System, welches an die Beiträge in Abhängigkeit von Bruttolöhnen gekoppelt ist

Und nicht jeder Arbeitslohn ist angemessen.


welcher nicht für welche Tätigkeit in welchen konkreten Unternehmen?

nenn doch einfach ein paar
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Bielefeld09
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon Bielefeld09 » Sa 15. Sep 2018, 19:45

Durchdachte Konzepte,
das wäre hier mal eine Antwortmöglichkeit.
Möglicherweise verschreckt hier ein User,
alle anderen User.
Gute Lösungen sind gefragt!
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Gruwe
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon Gruwe » So 16. Sep 2018, 08:25

Bielefeld09 hat geschrieben:(15 Sep 2018, 20:45)

Durchdachte Konzepte,
das wäre hier mal eine Antwortmöglichkeit.
Möglicherweise verschreckt hier ein User,
alle anderen User.
Gute Lösungen sind gefragt!


Dann bring doch bitte auch einfach mal ein durchdachtes Konzept ein! Die Betonung liegt auf "durchdacht"!
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon Wähler » So 16. Sep 2018, 08:42

Gruwe hat geschrieben:(16 Sep 2018, 09:25)
Dann bring doch bitte auch einfach mal ein durchdachtes Konzept ein! Die Betonung liegt auf "durchdacht"!

Dafür gründen Politiker heutzutage immer eine Kommission. Früher haben die Parteien wenigstens noch selbst Modelle entwickelt, Kopfpauschale oder Bürgerversicherung bei der Krankenversicherung zum Beispiel. Unsere Generation hat es sich wohl zu gemütlich in der Komfortzone eingerichtet und jammert leider viel zu viel.
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Occham
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon Occham » So 16. Sep 2018, 08:52

Bielefeld09 hat geschrieben:(15 Sep 2018, 20:45)

Durchdachte Konzepte,
das wäre hier mal eine Antwortmöglichkeit.
Möglicherweise verschreckt hier ein User,
alle anderen User.
Gute Lösungen sind gefragt!

Was bringt es, sich das beste Rentenkonzept auszudenken, ein Versprechen zu machen, dieses man dann brechen MUSS, sobald sich das Niveau am Arbeitsmarkt ändert, um so die Rente anzupassen?

Die Modifizierungen, bzw. die durchdachten Konzepte sollten also am Arbeitsmarkt ansetzen...
Die beste Lösung eines Problems ist meist die Einfachste.
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon jorikke » So 16. Sep 2018, 10:19

Dampflok94 hat geschrieben:(15 Sep 2018, 13:48)

Auch Mütter erbringen eine Leistung. Und genau darum geht es. Nicht jede Leistung wird mit Arbeitslohn vergolten. Und nicht jeder Arbeitslohn ist angemessen.


Meine Frau hat drei Kinder aufgezogen. In den 60-Jahren geboren. Kindergeld für´s erste Kind gab es erst ab 1975.
War also mager, wir hatten wenig Kohle und mussten uns finanziell irgendwie durchwurschteln.
Die sozialen Leistungen wurden deutlich erhöht, als wir nicht mehr darauf angewiesen waren.
Nicht falsch verstehen, ist kein Klagelied, war halt so.
Jetzt plötzlich, nachdem wir finanziell gut dastehen und diese Mütterrente überhaupt nicht bräuchten, bekommen wir plötzlich - für 50 Jahre zurück liegende Dinge - Zusatzkohle.
Der Staat ist ja so gut, damals als wir das Geld gebraucht hätten, gab´s nix. Heute aus heiterem Himmel.
Nicht das ich mich darüber beschweren will, sinnvoll ist es jedenfalls nicht.
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon JJazzGold » So 16. Sep 2018, 11:19

jorikke hat geschrieben:(16 Sep 2018, 11:19)

Meine Frau hat drei Kinder aufgezogen. In den 60-Jahren geboren. Kindergeld für´s erste Kind gab es erst ab 1975.
War also mager, wir hatten wenig Kohle und mussten uns finanziell irgendwie durchwurschteln.
Die sozialen Leistungen wurden deutlich erhöht, als wir nicht mehr darauf angewiesen waren.
Nicht falsch verstehen, ist kein Klagelied, war halt so.
Jetzt plötzlich, nachdem wir finanziell gut dastehen und diese Mütterrente überhaupt nicht bräuchten, bekommen wir plötzlich - für 50 Jahre zurück liegende Dinge - Zusatzkohle.
Der Staat ist ja so gut, damals als wir das Geld gebraucht hätten, gab´s nix. Heute aus heiterem Himmel.
Nicht das ich mich darüber beschweren will, sinnvoll ist es jedenfalls nicht.


Dahinter könnte der Gedanke stecken, bitte nicht auf dich beziehen, dass der allein verantwortliche Versorger nicht in der Lage war, oder gewillt, oder eine Kombination aus beidem, soweit voraus zu planen, dass heute die Rente für beide, noch, im Fall seines Ablebens, für seine Frau reicht. Ergo passiert mit der nachträglich gewährleisteten Mütterrente nur das, was in anderen Ländern auch ohne staatliches Rentensystem quasi direkt umlagefinanziert passiert. Die Generation der Kinder und Enkel kommt für die Finanzierung auf. Wenn auch bei uns die komplette Generation in Pflicht genommen wird und nicht der familieneigene Nachkomme.

Deiner Betrachtung, dass dies damals besser als Invest in die Zukunft der Kinder geschehen wäre, widerspricht dem nicht. Das hätte das Familienbudget entlastet und somit ggfls zu einer Vergrößerung der heute bezogenen Rente geführt. Wenn ich mich richtig erinnere, dann gab es damals schon die Möglichkeit durch individuelle Einzahlung den späteren Rentensatz zu erhöhen.
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Gruwe
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon Gruwe » So 16. Sep 2018, 11:20

Wähler hat geschrieben:(16 Sep 2018, 09:42)

Dafür gründen Politiker heutzutage immer eine Kommission. Früher haben die Parteien wenigstens noch selbst Modelle entwickelt, Kopfpauschale oder Bürgerversicherung bei der Krankenversicherung zum Beispiel. Unsere Generation hat es sich wohl zu gemütlich in der Komfortzone eingerichtet und jammert leider viel zu viel.


Na klar...früher haben sich sämtliche tausend Mitglieder einer Partei zusammengesetzt und Konzepte zusammengewurschtelt!?

Glaubste doch selbst nicht! :|
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Gruwe
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon Gruwe » So 16. Sep 2018, 11:23

Occham hat geschrieben:(16 Sep 2018, 09:52)

Was bringt es, sich das beste Rentenkonzept auszudenken, ein Versprechen zu machen, dieses man dann brechen MUSS, sobald sich das Niveau am Arbeitsmarkt ändert, um so die Rente anzupassen?

Die Modifizierungen, bzw. die durchdachten Konzepte sollten also am Arbeitsmarkt ansetzen...


Deshalb gehört zur Entwicklung eines Konzepts auch immer die Betrachtung dazu, was passiert, wenn such relevante makroökonomische Parameter ändern. Auch, wie wahrscheinlich diese Änderungen sind!

Da allerdings Niemand in die Zukunft schauen kann, wird es eben immer ein gewisses Maß an Unsicherheit geben!
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon jorikke » So 16. Sep 2018, 11:42

JJazzGold hat geschrieben:(16 Sep 2018, 12:19)

Dahinter könnte der Gedanke stecken, bitte nicht auf dich beziehen, dass der allein verantwortliche Versorger nicht in der Lage war, oder gewillt, oder eine Kombination aus beidem, soweit voraus zu planen, dass heute die Rente für beide, noch, im Fall seines Ablebens, für seine Frau reicht. Ergo passiert mit der nachträglich gewährleisteten Mütterrente nur das, was in anderen Ländern auch ohne staatliches Rentensystem quasi direkt umlagefinanziert passiert. Die Generation der Kinder und Enkel kommt für die Finanzierung auf. Wenn auch bei uns die komplette Generation in Pflicht genommen wird und nicht der familieneigene Nachkomme.

Deiner Betrachtung, dass dies damals besser als Invest in die Zukunft der Kinder geschehen wäre, widerspricht dem nicht. Das hätte das Familienbudget entlastet und somit ggfls zu einer Vergrößerung der heute bezogenen Rente geführt. Wenn ich mich richtig erinnere, dann gab es damals schon die Möglichkeit durch individuelle Einzahlung den späteren Rentensatz zu erhöhen.


Kein Problem, war ohnehin leicht ironisch gemeint.
Allerdings, wenn man am Anfang einer Ehe finanziell zu knapsen hat, ist es nicht zielführend durch Zusatzeinzahlungen, die in Dekaden zum tragen kommen, Geld dafür abzuzweigen, das man ohnehin nicht hat.
Bis 1975 gab es anstelle des Kindergeldes einen Lohnsteuerfreibetrag für jedes Kind.
Dadurch wurden die Kinder von Gutverdienern automatisch mehr gepampert als die, die es nötig hatten.
… man muss ja nicht alles verstehen.
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon Realist2014 » So 16. Sep 2018, 17:14

Occham hat geschrieben:(16 Sep 2018, 09:52)

Was bringt es, sich das beste Rentenkonzept auszudenken, ein Versprechen zu machen, dieses man dann brechen MUSS, sobald sich das Niveau am Arbeitsmarkt ändert, um so die Rente anzupassen?


das ist ja NICHT der Fall. Es gibt keinen Parameter "Niveau am Arbeitsmarkt" in der Rentenanpassungsformel.

Die Modifizierungen, bzw. die durchdachten Konzepte sollten also am Arbeitsmarkt ansetzen...


Rente gibt es für bezahlte Beiträge. Punkt

Was hat das mit dem Arbeitsmarkt zu tun?
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon Occham » Mo 17. Sep 2018, 05:03

Realist2014 hat geschrieben:(16 Sep 2018, 18:14)

das ist ja NICHT der Fall. Es gibt keinen Parameter "Niveau am Arbeitsmarkt" in der Rentenanpassungsformel.



Rente gibt es für bezahlte Beiträge. Punkt

Was hat das mit dem Arbeitsmarkt zu tun?

Der Arbeitsmarkt erwirtschaftet die Rente... Wenn du das anders siehst, hast du mein volles Mitleid. Folglich MUSS sich die Rente, von mir aus mit Formeln (denn anders scheint es ja nicht zu gehen), am Arbeitsmarkt orientieren. Und genau das passiert ja auch, Renten werden derzeit immer ein kleines Stück erhöht.

Und überhaupt hat man in Deutschland Anspruch auf Existenzminimum... Für den der wenig Rente bekommt, ist dieses Konzept von bezahlten Beiträgen sinnlos...
Die beste Lösung eines Problems ist meist die Einfachste.
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon Realist2014 » Mo 17. Sep 2018, 07:05

Occham hat geschrieben:(17 Sep 2018, 06:03)

Der Arbeitsmarkt erwirtschaftet die Rente... Wenn du das anders siehst, hast du mein volles Mitleid. Folglich MUSS sich die Rente, von mir aus mit Formeln (denn anders scheint es ja nicht zu gehen), am Arbeitsmarkt orientieren. Und genau das passiert ja auch, Renten werden derzeit immer ein kleines Stück erhöht.


Die Renten sind an die Lohnentwicklung gekoppelt. Logischerweise.

Aber nicht an den "Arbeitsmarkt". Das ist ja etwas völlig anderes


Und überhaupt hat man in Deutschland Anspruch auf Existenzminimum... Für den der wenig Rente bekommt, ist dieses Konzept von bezahlten Beiträgen sinnlos...


das ist in ALLEN Ländern der Fall, wo es ein derartiges Rentensystem und Existenzsicherung gibt.

Das ist alternativlos, weil die Existenzsicherung ja nicht "gestrichen" werden kann.
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon Klopfer » Fr 21. Sep 2018, 09:31

" Zit. BueMonday: ....Zuvor war es üblich, dass der alte Mensch auf seinem "Altenteil" im Kreise seiner größeren Familie lebte, die ihn bis zum Tode mit dem Nötigen (Nahrung, Wohnrecht, Kleidung, Pflege etc.) versorgte. Mittlerweile ist das Ganze zu einem sozialistischen Umlagesystem entglitten, bei dem naturgemäß die Spannungen zwischen Zahlenden und Empfängern immer weiter wachsen, wo immer wieder justiert und "verhandelt" werden muss...."

Da wurde man genötigt zu Gunsten der Wirtschaft (geforderte Mobilität etc.) die Verbände von Grossfamilien zu sprengen um sich dann so einem sozilistischen System wie einer umlagefinazierten, staatlichen Rentenversicherung anzuschliessen.
Nur ohne die hätten viele gar nichts, so wie viele libertäre Freiberufler und Klitschenbetreiber die dann am Ende ihres Lebens eben genau diesem sozialistischen Umlagesystem (Steuern sind ja auch nichts anderes) auf die Tasche zu fallen. Was sollte man sonst mit denen machen?
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon Realist2014 » Sa 22. Sep 2018, 10:00

Klopfer hat geschrieben:(21 Sep 2018, 10:31)

" Zit. BueMonday: ....Zuvor war es üblich, dass der alte Mensch auf seinem "Altenteil" im Kreise seiner größeren Familie lebte, die ihn bis zum Tode mit dem Nötigen (Nahrung, Wohnrecht, Kleidung, Pflege etc.) versorgte. Mittlerweile ist das Ganze zu einem sozialistischen Umlagesystem entglitten, bei dem naturgemäß die Spannungen zwischen Zahlenden und Empfängern immer weiter wachsen, wo immer wieder justiert und "verhandelt" werden muss...."

Da wurde man genötigt zu Gunsten der Wirtschaft (geforderte Mobilität etc.) die Verbände von Grossfamilien zu sprengen um sich dann so einem sozilistischen System wie einer umlagefinazierten, staatlichen Rentenversicherung anzuschliessen.
?


da bringst du wohl die Reihenfolge durcheinander..

Unser umlagefinanziertes Rentensystem gibt es seit 1958

die" Mobilität" hat sich so seit den 80ern entwickelt

Nur wurde niemand dazu "genötigt"

Das geschah alles freiwillig
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon Klopfer » So 23. Sep 2018, 08:55

Realist2014 hat geschrieben:(22 Sep 2018, 11:00)

da bringst du wohl die Reihenfolge durcheinander..

Unser umlagefinanziertes Rentensystem gibt es seit 1958

die" Mobilität" hat sich so seit den 80ern entwickelt

Nur wurde niemand dazu "genötigt"

Das geschah alles freiwillig

Aha, dann meinst du also die Mobilität (für einen Arbeitsplatz von A nach B zu ziehen z.B.) hätte keinen Einfluss auf die Entwicklung der Wirtschaft gehabt und man könne zukünftig wieder vor Ort bleiben und auf grosse, lokale Familienverbände bauen. Realist? Fakt ist jedoch dass das hier als sozialistich betitelte GRV- und Sozialsystem für viele, sogar sehr viele libertäre und liberale Freiberufler etc. im Alter der Rettungsanker der sie alimentiert ist. Eigentlich Schade, meinst du nicht man sollte sie auch im Alter ihre vielgelobte (wirtschaftliche) Freiheit geniessen lassen, eigenverantwortlich, so ganz ohne staatliche Eingriffe. Ich bin dafür!
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon Realist2014 » So 23. Sep 2018, 13:59

Klopfer hat geschrieben:(23 Sep 2018, 09:55)

Aha, dann meinst du also die Mobilität (für einen Arbeitsplatz von A nach B zu ziehen z.B.) hätte keinen Einfluss auf die Entwicklung der Wirtschaft gehabt und man könne zukünftig wieder vor Ort bleiben und auf grosse, lokale Familienverbände bauen. Realist?


Ich meine das nicht- denn DEINE Behauptung war eine andere- eine UNSINNIGE

Fakt ist jedoch dass das hier als sozialistich betitelte GRV- und Sozialsystem für viele, sogar sehr viele libertäre und liberale Freiberufler etc. im Alter der Rettungsanker der sie alimentiert ist. Eigentlich Schade, meinst du nicht man sollte sie auch im Alter ihre vielgelobte (wirtschaftliche) Freiheit geniessen lassen, eigenverantwortlich, so ganz ohne staatliche Eingriffe. Ich bin dafür!


Welchen Unsinn möchtest du jetzt noch suggerieren?

Und dein letztes "dafür" soll wohl der Entzug des Existenzminimums im Alter für ehemals Selbständige bedeuten?

Hast du noch weitere geistlose "Vorschläge"?
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon Klopfer » So 23. Sep 2018, 19:09

Realist2014 hat geschrieben:(23 Sep 2018, 14:59)

Ich meine das nicht- denn DEINE Behauptung war eine andere- eine UNSINNIGE



Welchen Unsinn möchtest du jetzt noch suggerieren?

Und dein letztes "dafür" soll wohl der Entzug des Existenzminimums im Alter für ehemals Selbständige bedeuten?

Hast du noch weitere geistlose "Vorschläge"?

Wieso entziehen? Lediglich nach ihrer Maxime verfahren, Freiheit, kein Sozialismus, wenn dann das Existenzminimum nicht drin ist, Pech gehabt. Der Umfang meiner Aussage entspricht allerdings nicht Ihrer Pauschalierung. Umgekehrt ist man ja auch nicht zimperlich und lässt keine Gelegenheit aus um gegen Arbeitnehmer zu agieren.
Aber mal was anderes, können sie nur persönlich werden um ihre Stellung zu verteidigen oder haben sie eventuell Argumente.
Zurück zum Thema Rente. So lange so grosse Anteile der Bevölkerung, z.B. Beamte und Freiberufler etc., einen Sonderstatus geniessen, muss das Rentensystem irgendwann scheitern. Und das hat absolut nichts mit Sozialismus zu tun, so wie von dem Libertären Foristen skandiert sondern ist logisch. In vielen Nachbarländern klappt das System ja auch.
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon Realist2014 » Mo 24. Sep 2018, 11:57

Klopfer hat geschrieben:(23 Sep 2018, 20:09)

Wieso entziehen? Lediglich nach ihrer Maxime verfahren, Freiheit, kein Sozialismus, wenn dann das Existenzminimum nicht drin ist, Pech gehabt.

Lies einfach unsere Verfassung...


Umgekehrt ist man ja auch nicht zimperlich und lässt keine Gelegenheit aus um gegen Arbeitnehmer zu agieren.


wer ist "man"?



Aber mal was anderes, können sie nur persönlich werden um ihre Stellung zu verteidigen oder haben sie eventuell Argumente.


Unsere Verfassung und die Gewährung des Existenzminimums ist nun was? "Persönlich" oder ein Argument?

Zurück zum Thema Rente. So lange so grosse Anteile der Bevölkerung, z.B. Beamte und Freiberufler etc., einen Sonderstatus geniessen, muss das Rentensystem irgendwann scheitern.


Ah ja. es "muss" also schon seit 1958 scheitern....

Und das hat absolut nichts mit Sozialismus zu tun, so wie von dem Libertären Foristen skandiert sondern ist logisch. In vielen Nachbarländern klappt das System ja auch.


1) Beamte. WAS soll das bringen? Bei bestehenden Beamtenverhältnissen ist das NICHT änderbar. Also nur bei den "neuen".

2) Freiberufler: Ich bin einer, und werde freiwillig einzahlen. Weil ich überzeugt bin, dass ich lange lebe und es dann mehr Rendite gibt als mit jeder Rürup-rente

3) Auch wenn beide obigen Gruppen ab jetzt einzahlen WÜRDEN, dann würde sich für die aktuellen Rentner kaum was ändern...
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon Klopfer » Mo 24. Sep 2018, 17:46

Realist2014 hat geschrieben:(24 Sep 2018, 12:57)

Lies einfach unsere Verfassung...




wer ist "man"?





Unsere Verfassung und die Gewährung des Existenzminimums ist nun was? "Persönlich" oder ein Argument?



Ah ja. es "muss" also schon seit 1958 scheitern....



1) Beamte. WAS soll das bringen? Bei bestehenden Beamtenverhältnissen ist das NICHT änderbar. Also nur bei den "neuen".

2) Freiberufler: Ich bin einer, und werde freiwillig einzahlen. Weil ich überzeugt bin, dass ich lange lebe und es dann mehr Rendite gibt als mit jeder Rürup-rente

3) Auch wenn beide obigen Gruppen ab jetzt einzahlen WÜRDEN, dann würde sich für die aktuellen Rentner kaum was ändern...

Sorry, es ging und geht nicht um dich. Vielleicht solltest du dich etwas weniger als Zentrum des Universums betrachten.
Es ging um die Aussage des Foristen BlueMonday, Versorgung durch Familienverbund oder "sozialistisches" Rentensystem. Das ist defintiv ein Statement das nur kranken Libertärenfantasien entspringen kann.
Dass du dich berufen fühlst das zu interpretieren zu versuchen ist nicht mein Problem.
Bei dir verhält sich das wie üblich bei sogenannten Liberalen, der Opportunismus lässt die Hemmungen und den Stolz fallen.
Übrigens, für jemanden der so abwertend auf arbeitnehmende Bevölkerung herabsieht ein merkwürdiges Verhalten.
Wie kommt man auf so etwas Bizarres wie die Rürup?
Was istdenn deine Lösung?

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