LKW-Transporte und die Folgen

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LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon jack000 » Do 9. Aug 2018, 19:28

Also ich habe das auf dem Weg zur Arbeit und auf dem Weg zurück wieder mal erlebt, das mit den "Elefantenrennen" kann so nicht weiter gehen!
=> LKW-Fahrer müssen Beschäftigte sein, die ohne Druck und Stress ihren Job machen können! Alles andere ist eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer und für die selbst!
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 9. Aug 2018, 19:39

jack000 hat geschrieben:(09 Aug 2018, 20:28)

Also ich habe das auf dem Weg zur Arbeit und auf dem Weg zurück wieder mal erlebt, das mit den "Elefantenrennen" kann so nicht weiter gehen!
=> LKW-Fahrer müssen Beschäftigte sein, die ohne Druck und Stress ihren Job machen können! Alles andere ist eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer und für die selbst!

Man sollte diesen menschenverachtenden Beruf zügig abschaffen.
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Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon jack000 » Do 9. Aug 2018, 19:46

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(09 Aug 2018, 20:39)

Man sollte diesen menschenverachtenden Beruf zügig abschaffen.

Man kann auch einfach Blödsinn labern anstatt sich zu Lösungen äußern ...
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon Alexyessin » Do 9. Aug 2018, 23:13

jack000 hat geschrieben:(09 Aug 2018, 20:28)

Also ich habe das auf dem Weg zur Arbeit und auf dem Weg zurück wieder mal erlebt, das mit den "Elefantenrennen" kann so nicht weiter gehen!
=> LKW-Fahrer müssen Beschäftigte sein, die ohne Druck und Stress ihren Job machen können! Alles andere ist eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer und für die selbst!


Es geht nicht nur um den Termin, sondern auch um den langfristigen Verbrauch.
Wenn einer weniger geladen hat, ist er schneller und verbraucht auch unterm Strich weniger.
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Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon jack000 » Fr 10. Aug 2018, 00:01

Alexyessin hat geschrieben:(10 Aug 2018, 00:13)

Es geht nicht nur um den Termin, sondern auch um den langfristigen Verbrauch.
Wenn einer weniger geladen hat, ist er schneller und verbraucht auch unterm Strich weniger.

Ist dafür aber x mal mehr unterwegs und hat weniger Ladung an Bord und verbraucht im Schnitt pro Ladung mehr!
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Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Fr 10. Aug 2018, 05:03

jack000 hat geschrieben:(09 Aug 2018, 20:46)

Man kann auch einfach Blödsinn labern anstatt sich zu Lösungen äußern ...

Du denkst nicht mit. Natürlich neigen Automaten nicht dazu, Regeln zu umgehen, haben keine Lenkzeiten und fühlen sich auch nicht betroffen, wenn mal ein Termin nicht gehalten wird.
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Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon Alexyessin » Fr 10. Aug 2018, 16:05

jack000 hat geschrieben:(10 Aug 2018, 01:01)

Ist dafür aber x mal mehr unterwegs und hat weniger Ladung an Bord und verbraucht im Schnitt pro Ladung mehr!


Weniger Gewicht ist nicht gleich automatisch weniger Ladung. Daher kann deine Rechnung nicht pauschal aufgehen.
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Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon jack000 » Fr 10. Aug 2018, 16:30

Alexyessin hat geschrieben:(10 Aug 2018, 17:05)

Weniger Gewicht ist nicht gleich automatisch weniger Ladung. Daher kann deine Rechnung nicht pauschal aufgehen.

Natürlich macht es einen Unterschied ob man Smartphones oder Milchtüten transportiert. Logischerweise geht die Rechnung nur auf, wenn wenn es jeweils um die gleichen Produkte geht.
=> Die Tatsache aber, dass Milch durch ganz Europa gekarrt und sogar als Milchpulver bis nach Afrika (Wo es die lokalen Märkte zerstört) transportiert wird, zeigt das hier was ganz gewaltig falsch läuft.
=> Es gibt keinen moralischen Anspruch darauf um jeden Preis alles Mögliche über unsägliche Bedingungen von A-B zu transportieren nur des Transportieren wegens für Produkte die lokal verfügbar sind!
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Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon Alexyessin » Fr 10. Aug 2018, 16:55

jack000 hat geschrieben:(10 Aug 2018, 17:30)

Natürlich macht es einen Unterschied ob man Smartphones oder Milchtüten transportiert. Logischerweise geht die Rechnung nur auf, wenn wenn es jeweils um die gleichen Produkte geht.
=> Die Tatsache aber, dass Milch durch ganz Europa gekarrt und sogar als Milchpulver bis nach Afrika (Wo es die lokalen Märkte zerstört) transportiert wird, zeigt das hier was ganz gewaltig falsch läuft.
=> Es gibt keinen moralischen Anspruch darauf um jeden Preis alles Mögliche über unsägliche Bedingungen von A-B zu transportieren nur des Transportieren wegens für Produkte die lokal verfügbar sind!


Ich weiß jetzt nicht, ob wir diese große Thematik im Helpdesk bequatschen sollten. Du bist doch als Mod hier gelistet, daher verschiebe doch dann die Diskussion in einen neuen Thread :)
1. Es wird nur gefahren, wenn es einen Markt dafür gibt. Den kann es tatsächlich geben oder dieser Markt wird durch Subventionen ermöglicht. Es sind aber weder die Trucker noch die Spediteure, die einen Markt generieren.
2. Es geht doch nie um moralische Ansprüche sondern schlichtweg um reines Marktwirtschafliches Denken. Wenn es jemanden gibt, der etwas von A - B transportieren möchte, dann wird es auch jemanden geben, der dies fahren wird. Die Transportbranche ist ein reines Angebot/Nachfrage Geschäft.
Um dir ein Beispiel zu geben. Transporte nach München sind teurer als Transporte aus München wieder raus. Warum? Weil München eine sogenannte Eingangs- Verbrauchsstadt ist. Daraus ergibt sich in München grundsätzlich ein Überangebot bei Laderaum zu vergebenden Ladungen. In Stuttgart ist das anders, Transport aus Stuttgart heraus können bei selber Strecke auch mal 15 % über den Preis von München kosten.
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Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon roadrunner » Mo 27. Aug 2018, 12:59

Alexyessin hat geschrieben:(10 Aug 2018, 17:55)

Ich weiß jetzt nicht, ob wir diese große Thematik im Helpdesk bequatschen sollten. Du bist doch als Mod hier gelistet, daher verschiebe doch dann die Diskussion in einen neuen Thread :)
1. Es wird nur gefahren, wenn es einen Markt dafür gibt. Den kann es tatsächlich geben oder dieser Markt wird durch Subventionen ermöglicht. Es sind aber weder die Trucker noch die Spediteure, die einen Markt generieren.
2. Es geht doch nie um moralische Ansprüche sondern schlichtweg um reines Marktwirtschafliches Denken. Wenn es jemanden gibt, der etwas von A - B transportieren möchte, dann wird es auch jemanden geben, der dies fahren wird. Die Transportbranche ist ein reines Angebot/Nachfrage Geschäft.
Um dir ein Beispiel zu geben. Transporte nach München sind teurer als Transporte aus München wieder raus. Warum? Weil München eine sogenannte Eingangs- Verbrauchsstadt ist. Daraus ergibt sich in München grundsätzlich ein Überangebot bei Laderaum zu vergebenden Ladungen. In Stuttgart ist das anders, Transport aus Stuttgart heraus können bei selber Strecke auch mal 15 % über den Preis von München kosten.


Das wesentliche Problem liegt in den heute nicht mehr den Anforderungen entsprechenden Gegebenheiten der Infrastruktur. Jeder Spediteur würde täglich eine Dankeskerze anzünden, wenn z. B. die Schiene auch nur annähernd in der Lage wäre, Streckentransporte JIT in alle Richtungen durchzuführen und nur die Fläche mit LKW bedient werden müsste. Von dieser Lösung sind wir aber noch Jahrzehnte entfernt.
Es ist schlimm, wenn Sachkundige keine Entscheidungsbefugnis und Entscheidungsbefugte keine Sachkunde haben!
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Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon Der Neandertaler » Mo 27. Aug 2018, 16:34

Hallo jack.
jack000 hat geschrieben:=> LKW-Fahrer müssen Beschäftigte sein, die ohne Druck und Stress ihren Job machen können! Alles andere ist eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer und für die selbst!
Das hättest Du mal unserem ehemaligen jugendlichen Zahlenjongleur, was sich mein Chef nannte, erzählen sollen.
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Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon jack000 » Mo 27. Aug 2018, 16:35

Der Neandertaler hat geschrieben:(27 Aug 2018, 17:34)

Hallo jack.Das hättest Du mal unserem ehemaligen jugendlichen Zahlenjongleur, was sich mein Chef nannte, erzählen sollen.

Du warst LKW-Fahrer?
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon Der Neandertaler » Mo 27. Aug 2018, 16:40

jack000 hat geschrieben:Du warst LKW-Fahrer?
Im Grunde genommen bin ich gelernter Berufskraftfahrer - ich fahre nur zufällig Lkw. Da ich aber Otto-normal-Fahrer kaum erklären kann, worin der Unterschied besteht - selbst einige Kollegen haben schon ihre lieben Mühe damit, dies zu verstehen, ... deshalb bin ich halt Lkw-Fahrer - schon seit über
Jahren.
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Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon jack000 » Mo 27. Aug 2018, 16:57

Der Neandertaler hat geschrieben:(27 Aug 2018, 17:40)

Im Grunde genommen bin ich gelernter Berufskraftfahrer - ich fahre nur zufällig Lkw. Da ich aber Otto-normal-Fahrer kaum erklären kann, worin der Unterschied besteht - selbst einige Kollegen haben schon ihre lieben Mühe damit, dies zu verstehen, ... deshalb bin ich halt Lkw-Fahrer - schon seit über
Jahren.

Ich war mal Express-Kurierfahrer, d.h. es ging um kleine Sendungen die halt zum richtigen Zeitpunkt am Ort sein mussten.
=> Das bedeutet das man halt früh genug los fahren muss um die Ware zum richtigen Zeitpunkt an den Ort zu bringen. JIT bedeutet m.E. nicht, dass LKW-Fahrer oder auch Kurierfahrer wie die Bekloppten über die Autobahnen heizen müssen.
=> Deswegen kritisiere ich auch, das Berufskraftfahrer unter Druck gesetzt werden was die entsprechenden Folgen hat. Natürlich muss da wirtschaftlich geplant werden, aber ich selbst bin damals nie unter Druck gesetzt worden und konnte trotzdem alles pünktlich liefern!
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Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon Der Neandertaler » Mo 27. Aug 2018, 17:19

jack000 hat geschrieben:Ich war mal Express-Kurierfahrer, d.h. es ging um kleine Sendungen die halt zum richtigen Zeitpunkt am Ort sein mussten.
=> Das bedeutet das man halt früh genug los fahren muss um die Ware zum richtigen Zeitpunkt an den Ort zu bringen. JIT bedeutet m.E. nicht, dass LKW-Fahrer oder auch Kurierfahrer wie die Bekloppten über die Autobahnen heizen müssen.
=> Deswegen kritisiere ich auch, das Berufskraftfahrer unter Druck gesetzt werden was die entsprechenden Folgen hat. Natürlich muss da wirtschaftlich geplant werden, aber ich selbst bin damals nie unter Druck gesetzt worden und konnte trotzdem alles pünktlich liefern!
Jack, unter Druck setzen bedeutet immer, daß dazu mindesens zwei gehören - einer der, unter Druck setzt und einer, der es mit sich machen läßt.
    Termin ist, wenn ich da bin und nicht vorher!
Meine ersten beiden Chefs waren noch in Ordnung - vermutlich lags am Alter. Sie hatten auch immer ein offenes Ohr für ihre Fahrer. Der letzte war ein reiner Zahlenjongleur, der wahrscheinlich gerade von der Uni kam - jedenfalls hatte ich das Gefühl. Er kannte nichts außer Zahlen - wenn er überhaupt etwas im Kopf hatte. Er wußte zudem, was ich von ihm hielt, daher versuchte er mich mit Abmahnung über Abmahnung hinauszuekeln - letztlich kam es dem Konzern sehr teuer ... zudem kostete es ihm seinen Job.
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Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon jack000 » Mo 27. Aug 2018, 17:27

Der Neandertaler hat geschrieben:(27 Aug 2018, 18:19)

Jack, unter Druck setzen bedeutet immer, daß dazu mindesens zwei gehören - einer der, unter Druck setzt und einer, der es mit sich machen läßt.

Das ist richtig, aber nicht unwesendlich viele Fahrer haben da keine Wahl. Daher bin ich der Meinung, dass es gesetzlich geregelt werden muss, dass die Fahrer nicht unter Druck gesetzt werden dürfen.

... zudem kostete es ihm seinen Job.

Na das ist doch mal eine gute Nachricht ...
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Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon Der Neandertaler » Mo 27. Aug 2018, 18:47

jack000 hat geschrieben:Daher bin ich der Meinung, dass es gesetzlich geregelt werden muss, dass die Fahrer nicht unter Druck gesetzt werden dürfen.
Jack, derartige Regeln gibt es doch schon! Nur werden sie kaum beachtet. Erstens, weil eben, wie Du richtig sagst, einige Fahrer auf diesen Job angewiesen sind - wie und wo sollen sie sonst einigermaßen genug Geld verdienen. Zweitens: wo kein Kläger, da kein Richter - es kann und will niemand so genau kontrollieren.

Das Fahrpersonalgesetz (FPersG), was ja EU-weit gilt, bestimmt in § 2 daß jeder EU-Mitgliedsstaat
    "zur Gewährleistung der Sicherheit im Straßenverkehr oder zum Schutz von Leben und Gesundheit der Mitglieder des Fahrpersonals, Rechtsverordnungen über Arbeitszeiten, Lenkzeiten, Fahrtunterbrechungen und Schichtzeiten, Ruhezeiten und Ruhepausen, ... über die Zulässigkeit tarifvertraglicher Regelungen über Arbeits-, Lenk-, Schicht- und Ruhezeiten sowie Ruhepausen und Fahrtunterbrechungen"
Vorschriften zu erlassen hat. Dies ist ja auch in diversen Gesetzen geschehen! Da diese aber recht viele Ausnahmen kennen, werden diese Ausnahmen eben zur Regel umfunktioniert. Diese Ausnahmeregeln können nunmal (bis dato) nur in einer Betriebprüfung erkannt werden. Aber aufgrund fehlenden Ordnungsamt-Kontroll-Personals ist eine lückenlose Prüfung schlechterdings unmöglich.

§ 3 besagt ja zudem:
    "Mitglieder des Fahrpersonals dürfen als Arbeitnehmer nicht nach den zurückgelegten Fahrstrecken oder der Menge der beförderten Güter entlohnt werden, auch nicht in Form von Prämien oder Zuschlägen für diese Fahrstrecken oder Gütermengen. Ausgenommen sind Vergütungen, die nicht geeignet sind, die Sicherheit im Straßenverkehr zu beeinträchtigen."
Somit sind nun auch bestimmte Akkordlöhne, Prämien und Zuschläge verboten.

Als ich 1987 als Kraftfahrer anfing, durfte man als Ausnahme noch bis zu 74 Stunden in der Woche arbeiten - aber auch nur mit Ausgleich bis zum Ende der dritten Woche. Da ich aber nur maximal sieben Scheiben mithaben durfte, konnte der Polizist vorort auch nur maximal eine Woche kontrollieren. Somit wurde diese Ausnahme von einigen kurzerhand zur Regel erklärt - sowohl (teilweise freiwillig) von einigen Fahrern, als auch (verlangt) von einigen Disponenten. Sukzessive wurde sodann das FPersG geändert. Heute gilt eine maximale Arbeitszeit von 45 Stunden - aber auch wieder mit Ausnahmen. Diese besagen, daß ich meine Arbeitszeit bis auf 60 Stunden in der Woche ausdehnen darf, wenn sich dann aber rückwirkend innerhalb der letzten vier Monate (rein rechnerisch) wieder 45 Stunden ergeben. Da aber zur Zeit die Polizei vorort nur 28 Tage kontrollieren kann und darf, ... Ausnahme wird zur Regel!

Aber seinen wir doch mal ehrlich:
    unabhängig von dem, was ich zuvor gesagt habe - bezüglich, daß zum unter-Druck-setzen mindestens zwei gehören, möchtest Du eventuell Deinen Rotwein selber aus Italien oder Spanien holen, wenn dieser vom Fahrer nicht pünktlich angeliefert wird?
      ... oder die Butter aus Holland oder Irland?
Also, irgendwo sind wir Verbraucher es auch ein wenig mitschuldig, wenn die Situation so ist wie sie ist.
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Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon jack000 » Mo 27. Aug 2018, 19:29

Der Neandertaler hat geschrieben:(27 Aug 2018, 19:47)

Jack, derartige Regeln gibt es doch schon! Nur werden sie kaum beachtet.

Genau das ist das Problem ...
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Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 28. Aug 2018, 07:48

Der Neandertaler hat geschrieben:(27 Aug 2018, 19:47)
Aber seinen wir doch mal ehrlich:
    unabhängig von dem, was ich zuvor gesagt habe - bezüglich, daß zum unter-Druck-setzen mindestens zwei gehören, möchtest Du eventuell Deinen Rotwein selber aus Italien oder Spanien holen, wenn dieser vom Fahrer nicht pünktlich angeliefert wird?
      ... oder die Butter aus Holland oder Irland?
Also, irgendwo sind wir Verbraucher es auch ein wenig mitschuldig, wenn die Situation so ist wie sie ist.

Wenn der Rotwein ein paar Tage später eintrifft, ist das kein Schaden. Ist immer welcher im Keller.
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Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon roadrunner » Di 28. Aug 2018, 13:25

Der Neandertaler hat geschrieben:(27 Aug 2018, 17:40)

Im Grunde genommen bin ich gelernter Berufskraftfahrer - ich fahre nur zufällig Lkw. Da ich aber Otto-normal-Fahrer kaum erklären kann, worin der Unterschied besteht - selbst einige Kollegen haben schon ihre lieben Mühe damit, dies zu verstehen, ... deshalb bin ich halt Lkw-Fahrer - schon seit über
Jahren.


Der Unterschied ist doch einfach:
Berufskraftfahrer/-in ist in Deutschland die Berufsbezeichnung für ausgebildete Kraftfahrer bestimmter Kraftfahrzeuge für den Güter- oder Personenkraftverkehr. In Deutschland ist die Grundqualifikation und die Weiterbildung in diesem Ausbildungsberuf im Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz (BKrFQG)[2] und in den Vorschriften zur Umsetzung der Berufskraftfahrer-Qualifikation (BKrFQV)[3] geregelt.

Der LKW-Fahrer benötigt zum Führen von Kraftfahrzeugen auf öffentlichem Verkehrsgrund eine Fahrerlaubnis und einen Führerschein, der eine vorhergehende Ausbildung zum Führen von LKW und Prüfung sowie die Fahreignung voraussetzt.

Kurzform: Berufskraftfahrer/-in = anerkannter Ausbildungsberuf, LKW-Fahrer = Anlernberuf
Es ist schlimm, wenn Sachkundige keine Entscheidungsbefugnis und Entscheidungsbefugte keine Sachkunde haben!

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