Ist unsere Demokratie in Gefahr?

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Selina
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Selina » Fr 13. Jul 2018, 20:06

Da gehts auch nicht um solche kleinen Unternehmen des Mittelstandes (Realist), sondern um strukturbestimmende Großbetriebe der Wirtschaft und um Unternehmen der Daseinsvorsorge (Wohnen, Wasser, Strom, Nahverkehr). Natürlich sollen alle Formen des Eigentums an Produktionsmitteln erhalten bleiben bzw. ausgebaut werden: Staatliches, kommunales und genossenschaftliches Eigentum, Belegschaftseigentum, privates Eigentum. Im Zentrum steht vor allem der Gedanke, dass die Beschäftigten künftig viel mehr Mitsprache-Rechte erhalten, als das heute der Fall ist.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon think twice » Fr 13. Jul 2018, 20:08

Selina hat geschrieben:(13 Jul 2018, 20:56)

Er meint die Eigentumsfrage. Hat Angst davor, dass ich ihn enteigne :D Nee, da steht nichts von Enteignung. Es geht lediglich um Wirtschaftsdemokratie und um das Zurückdrängen des Einflusses großer multinationaler Konzerne auf das Wohl und Wehe der Menschen. Daran kann ich nix Schlechtes sehen. Solche Transformationsprozesse, die in ferner Zukunft irgendwann mal anstehen könnten, vollziehen sich immer nach demokratischen Regeln und in Übereinstimmung mit der Verfassung. Da is kein Umsturz oder dergleichen geplant, vor dem der Realist zittert :D

Ich halte ehrlich gesagt nicht viel davon, den Reichen zu nehmen, um den Armen zu geben. Deutschland sitzt auf genügend Steuergeldern, man bräuchte sie nur gerecht einfordern und verteilen .
Fakt ist aber, dass der Realist ausser Phrasen nichts zu bieten hat.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Realist2014 » Fr 13. Jul 2018, 20:12

think twice hat geschrieben:(13 Jul 2018, 21:08)


Fakt ist aber, dass der Realist ausser Phrasen nichts zu bieten hat.



Fakt ist, dass DU mein angeführten Fakten nicht widerlegen kannst
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon zollagent » Fr 13. Jul 2018, 20:12

Selina hat geschrieben:(13 Jul 2018, 20:56)

Er meint die Eigentumsfrage. Hat Angst davor, dass ich ihn enteigne :D Nee, da steht nichts von Enteignung. Es geht lediglich um Wirtschaftsdemokratie und um das Zurückdrängen des Einflusses großer multinationaler Konzerne auf das Wohl und Wehe der Menschen. Daran kann ich nix Schlechtes sehen. Solche Transformationsprozesse, die in ferner Zukunft irgendwann mal anstehen könnten, vollziehen sich immer nach demokratischen Regeln und in Übereinstimmung mit der Verfassung. Da is kein Umsturz oder dergleichen geplant, vor dem der Realist zittert :D

Der ewige Kampf gegen "Konzerne" wird schon deswegen verlorengehen, weil ebendiese Konzerne eine Menschheitsentwicklung voraus nehmen, nämlich eine Internationalisierung. Über Kurz oder Lang werden die Nationalstaaten politisch unbedeutend werden und Größere Konförderationen, die ganz sicher nicht immer unseren Vorstellungen von Rechtsstaaten entsprechen werden, das Heft in der Hand haben. Und solche Konzerne werden das verbindende Glied zwischen ihnen sein.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon think twice » Fr 13. Jul 2018, 20:13

Realist2014 hat geschrieben:(13 Jul 2018, 21:12)

Fakt ist, dass DU mein angeführten Fakten nicht widerlegen kannst

Welche Fakten? Habe ich deine angefuehrten Beispiele für die Verfassungsfeindlichkeit des linken Wahlprogrammen über lesen?
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Realist2014 » Fr 13. Jul 2018, 20:16

Selina hat geschrieben:(13 Jul 2018, 21:06)

Da gehts auch nicht um solche kleinen Unternehmen des Mittelstandes (Realist), sondern um strukturbestimmende Großbetriebe der Wirtschaft und um Unternehmen der Daseinsvorsorge (Wohnen, Wasser, Strom, Nahverkehr). Natürlich sollen alle Formen des Eigentums an Produktionsmitteln erhalten bleiben bzw. ausgebaut werden: Staatliches, kommunales und genossenschaftliches Eigentum, Belegschaftseigentum, privates Eigentum. Im Zentrum steht vor allem der Gedanke, dass die Beschäftigten künftig viel mehr Mitsprache-Rechte erhalten, als das heute der Fall ist.


Nochmal für dich

es gibt keine "demokratischen Prozess" die HEUTIGEN Eigentümer dieser "strukturbestimmenden Großbetriebe" von ihrem Eigentum zu enteignen

WER soll das übrigens beim "Wohnen" sein?

Beim "Strom" haben wir tausende von Unternehmen...

Beim Wasser sind die Eigentümer HEUTE schon meistens die Kommunen


WER sind denn dann die "strukturbestimmenden Großbetriebe"?

nenne doch mal ein paar...
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Realist2014 » Fr 13. Jul 2018, 20:16

think twice hat geschrieben:(13 Jul 2018, 21:13)

Welche Fakten? Habe ich deine angefuehrten Beispiele für die Verfassungsfeindlichkeit des linken Wahlprogrammen über lesen?


ja, hast du
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Realist2014 » Fr 13. Jul 2018, 20:17

zollagent hat geschrieben:(13 Jul 2018, 21:12)

Der ewige Kampf gegen "Konzerne" wird schon deswegen verlorengehen, w .



60% der Aktien der DAX 100 gehören AUSLÄNDERN...
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Realist2014 » Fr 13. Jul 2018, 20:19

Selina hat geschrieben:(13 Jul 2018, 21:06)

. Im Zentrum steht vor allem der Gedanke, dass die Beschäftigten künftig viel mehr Mitsprache-Rechte erhalten, als das heute der Fall ist.


gibt es ja bei jedem DAX Unternehmen

im Aufsichtsrat
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Selina » Fr 13. Jul 2018, 20:23

think twice hat geschrieben:(13 Jul 2018, 21:08)

Ich halte ehrlich gesagt nicht viel davon, den Reichen zu nehmen, um den Armen zu geben. Deutschland sitzt auf genügend Steuergeldern, man bräuchte sie nur gerecht einfordern und verteilen .
Fakt ist aber, dass der Realist ausser Phrasen nichts zu bieten hat.


Der letzte Satz stimmt natürlich :D Und das mit "den Reichen nehmen und den Armen geben", das steht da so nicht drin und ist auch nicht vorgesehen. Und gegen Steuergerechtigkeit hat ja eigentlich keiner was. Oder? Es geht vor allem um Wirtschaftsdemokratie, um mehr Mitsprache der Beschäftigten und um Zurückdrängung des Einflusses ganz weniger großer Weltkonzerne auf das Leben der Menschen. Spricht eigentlich nix dagegen. Hat aber nichts damit zu tun, dass irgendwer enteignet wird. Schon gar nicht die kleinen Mittelständler. Das werden alles demokratische Prozesse sein. Wir sind da auch alle nicht mehr am Leben, wenn das mal soweit ist :D
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon unity in diversity » Fr 13. Jul 2018, 20:27

Selina hat geschrieben:(13 Jul 2018, 21:23)

Der letzte Satz stimmt natürlich :D Und das mit "den Reichen nehmen und den Armen geben", das steht da so nicht drin und ist auch nicht vorgesehen. Und gegen Steuergerechtigkeit hat ja eigentlich keiner was. Oder? Es geht vor allem um Wirtschaftsdemokratie, um mehr Mitsprache der Beschäftigten und um Zurückdrängung des Einflusses ganz weniger großer Weltkonzerne auf das Leben der Menschen. Spricht eigentlich nix dagegen. Hat aber nichts damit zu tun, dass irgendwer enteignet wird. Schon gar nicht die kleinen Mittelständler. Das werden alles demokratische Prozesse sein. Wir sind da auch alle nicht mehr am Leben, wenn das mal soweit ist :D

Gibt es einen Unterschied zwischen Realwirtschaft und Finanzwirtschaft?
Für jedes Problem gibt es zwei Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Realist2014 » Fr 13. Jul 2018, 20:28

Selina hat geschrieben:(13 Jul 2018, 21:23)

? Es geht vor allem um Wirtschaftsdemokratie, um mehr Mitsprache der Beschäftigten und um Zurückdrängung des Einflusses ganz weniger großer Weltkonzerne auf das Leben der Menschen.


die Weltkonzern lachen sich schlapp

Hat aber nichts damit zu tun, dass irgendwer enteignet wird.


so?

dann kannst DU ja sicher erklären, wie der "demokratische Prozess" GEGEN den Willen der HEUTIGE Eigentümer DANN genannt werden soll?





es gibt keine "demokratischen Enteignungsprozesse" für dieses Vorhaben
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Dark Angel » Fr 13. Jul 2018, 21:05

think twice hat geschrieben:(13 Jul 2018, 21:13)

Welche Fakten? Habe ich deine angefuehrten Beispiele für die Verfassungsfeindlichkeit des linken Wahlprogrammen über lesen?

Schon blöd, wenn man den Unterschied zwischen Grundatzprogramm der Linken und Wahlprogramm der Linken nicht auf die Reihe kriegt. gelle?
Da steht nämlich genau das drin, was User Realist geschrieben hat.

"Wir wollen eine demokratische Vergesellschaftung weiterer strukturbestimmender Bereiche auf der Grundlage von staatlichem, kommunalem, genossenschaftlichem oder Belegschaftseigentum."

Und das heißt schlicht und ergreifen entschädigungslose Enteignung der Unternehmer/Aktionäre.
Eine "demokratische Vergesellschaftung" gibt es nicht!

Wenn ich es mir genau überlege, so ist das bei Engels und seinen Vorstellungen vom Kommunismus/einer kommunistischen Gesellschaft fast 1:1 abgekupfert.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Dark Angel » Fr 13. Jul 2018, 21:10

Selina hat geschrieben:(13 Jul 2018, 21:06)

Da gehts auch nicht um solche kleinen Unternehmen des Mittelstandes (Realist), sondern um strukturbestimmende Großbetriebe der Wirtschaft und um Unternehmen der Daseinsvorsorge (Wohnen, Wasser, Strom, Nahverkehr). Natürlich sollen alle Formen des Eigentums an Produktionsmitteln erhalten bleiben bzw. ausgebaut werden: Staatliches, kommunales und genossenschaftliches Eigentum, Belegschaftseigentum, privates Eigentum. Im Zentrum steht vor allem der Gedanke, dass die Beschäftigten künftig viel mehr Mitsprache-Rechte erhalten, als das heute der Fall ist.

Nein es sollen eben NICHT alle Eigentumsformen erhalten bleiben!

"Wir wollen eine demokratische Vergesellschaftung weiterer strukturbestimmender Bereiche auf der Grundlage von staatlichem, kommunalem, genossenschaftlichem oder Belegschaftseigentum."

Da steht nix von Privateigentum (an Produktionsmitteln) - ganz im Gegenteil! Da steht nur was von Kontrolle drin - alles und jedes soll kontrolliert werden. Hat nicht das geringste mit Demokratie zu tun, auch dann nicht, wenn das Wort "demokratisch" inflationär verwendet wird.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Realist2014 » Fr 13. Jul 2018, 21:14

Dark Angel hat geschrieben:(13 Jul 2018, 22:05)

Schon blöd, wenn man den Unterschied zwischen Grundatzprogramm der Linken und Wahlprogramm der Linken nicht auf die Reihe kriegt. gelle?
Da steht nämlich genau das drin, was User Realist geschrieben hat.

"Wir wollen eine demokratische Vergesellschaftung weiterer strukturbestimmender Bereiche auf der Grundlage von staatlichem, kommunalem, genossenschaftlichem oder Belegschaftseigentum."

Und das heißt schlicht und ergreifen entschädigungslose Enteignung der Unternehmer/Aktionäre.
Eine "demokratische Vergesellschaftung" gibt es nicht!

Wenn ich es mir genau überlege, so ist das bei Engels und seinen Vorstellungen vom Kommunismus/einer kommunistischen Gesellschaft fast 1:1 abgekupfert.



diese linken VERFASSUNGSFEINDE müssen mit allen Mitteln bekämpft werden

möglicherweise ist dieses pathologische Problem der Linken mit dem Eigentum ANDERER auch ein Gen-Defekt...
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Julian » Sa 14. Jul 2018, 07:42

think twice hat geschrieben:(13 Jul 2018, 20:47)

Die Linke kann nicht die offizielle Nachfolgepartei sein, weil sie aus einer Verschmelzung der ostdeutschen SED und der westdeutschen WSAG besteht.

Kommst du jetzt noch mit einem konkreten Beispiel für die Verfassungsfeindlichkeit des linken Wahlprogrammen oder bleibt es bei den ueblichen, stereotypen Einsatz-Behauptungen?


Wir hatten das schon mal: Die Partei Die Linke ist noch mehr als der Nachfolger der SED, denn sie ist rechtsidentisch mit ihr.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon think twice » Sa 14. Jul 2018, 07:45

Julian hat geschrieben:(14 Jul 2018, 08:42)

Wir hatten das schon mal: Die Partei Die Linke ist noch mehr als der Nachfolger der SED, denn sie ist rechtsidentisch mit ihr.

Ja, ja....Wahrscheinlich waren sie auch für den 2. Weltkrieg verantwortlich. :rolleyes:
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Julian » Sa 14. Jul 2018, 07:55

Marmelada hat geschrieben:(13 Jul 2018, 19:12)

Nein, wenn sie ihre Vorstellungen zur Umsetzung konkret formulierte, würde das auf Verfassungswidrigkeit hinauslaufen.

Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Die AfD hat von ihren Plänen teilweise Abstand genommen, weil sie ihrem eigenen Personal schaden würden.

https://www.n-tv.de/politik/AfD-will-Eh ... 84586.html


Eben nicht wie Alice Weidel. Die AfD will, dass sich die Familienpolitik des Bundes und der Länder am Bild der Familie aus Vater, Mutter und Kindern orientiert. Wir lehnen alle Versuche ab, den Sinn der Wörter „Familie“ und „Ehe“ in Art. 6 Abs. 1 Grundgesetz auf andere Gemeinschaften auszudehnen und der Familie auf diesem Wege den besonderen staatlichen Schutz zu entziehen. Das heißt konkret, die AfD will sowohl Alleinerziehende als auch gleichgeschlechtliche Familien aus dem Grundgesetz und somit aus der Familienpolitik herausnehmen und ihnen auf diese Weise den "besonderen staatlichen Schutz entziehen". Sie will genau das ausführen, was sie anderen fälschicherweise vorwirft. Alice Weidel mit Schweizer Wohnsitz kann das natürlich egal sein.

Und nun zum zweiten Artikel, den du rein zufällig ignoriert hast.

https://www.lto.de/recht/hintergruende/ ... z-politik/
In [...] stehen jeweils die Ausführungen, weshalb er diese Punkte mit dem GG nicht für vereinbar hält. Ja, ich weiß: Einen AfD-Fan ficht das nicht an.


Ich brauche doch gar nicht weiterzulesen als bis zum ersten "Argument", das die EU betrifft. Ob die AfD wirklich eine Auflösung der oder einen Austritt aus der EU möchte, sei dahingestellt - der AfD geht es meinem Eindruck nach eher um eine Reform der EU im Sinne eines Europas der Vaterländer. Aber selbst, wenn man diese Unterstellung akzeptiert, dann verstehe ich immer noch nicht, warum eine Auflösung der EU oder ein Austritt aus ihr verfassungswidrig sein sollte. Das ist doch blanker Unsinn.

Gerade die Entwicklung der EU halte ich für die größte Gefahr unserer eigenen Verfassung; unsere Institutionen werden zunehmend ausgehöhlt durch das unverschämte Machtbewusstsein der europäischen Institutionen, die nicht durch das deutsche Volk - und dieses stellt immer noch den im Grundgesetz niedergelegten Souverän in diesem Lande dar, so wenig das Leuten wie dir oder diesem Juristen gefallen dürfte - legitimiert sind.

Gerade die europäischen Verwicklungen in der Asyl- und Flüchtlingspolitik zeigen, wer das Grundgesetz mit Füßen tritt, denn nach dem Grundgesetz würde sich keiner der Migranten, die aus sicheren Drittländern einreisen, auf das Asylrecht berufen können. Aber, wie die Merkelregierung sagt: Hier geht dann eben europäisches vor deutschem Recht, inklusive vor dem Grundgesetz.

Und du willst mir weismachen, die AfD sei eine Gefahr für das Grundgesetz, und nicht die Merkelregierung und die EU-Bürokratie? Merkst du, wie lächerlich das klingen muss in den Ohren der Leute, die sich tatsächlich über die Fakten informieren und nicht nur der Merkelregierung und ihren Speichelleckern nachplappern?

Ich gehe mal davon aus, dass der Rest der vorgebrachten Argumente ähnlich politisch, aber eben nicht juristisch motiviert sind. Im übrigen lehrt dieser Typ ja auch noch an einer Verwaltungshochschule, da weiß man dann auch gleich, auf welche Weise unsere Beamtenschaft indoktriniert wird.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Marmelada » Sa 14. Jul 2018, 08:24

Realist2014 hat geschrieben:(13 Jul 2018, 22:14)

diese linken VERFASSUNGSFEINDE müssen mit allen Mitteln bekämpft werden
Mit allen Mitteln? So pinochetmäßig mit Hubschraubern und so?

Julian hat geschrieben:(14 Jul 2018, 08:55)

Ich brauche doch gar nicht weiterzulesen
Natürlich. Lieber eine Propaganda-Tapete fabrizieren.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon zollagent » Sa 14. Jul 2018, 08:43

Realist2014 hat geschrieben:(13 Jul 2018, 22:14)

diese linken VERFASSUNGSFEINDE müssen mit allen Mitteln bekämpft werden

möglicherweise ist dieses pathologische Problem der Linken mit dem Eigentum ANDERER auch ein Gen-Defekt...

Dieser "Gen-Defekt" scheint nicht nur bei Linken vorzuliegen, sondern auch bei Anderen, die den Klassenkampf von der anderen Seite betreiben. :D

Dieses ständige Wiederholen all der gleichen Anwürfe hier wird langsam lächerlich.
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