Die Araber und der Nahostkonflikt

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Geri2
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Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Geri2 » Fr 30. Mär 2018, 17:30

Araber leben, ebenso wie Juden, in unterschiedlichen Staaten, haben dort ihre nationale Identität und haben aber gleichzeitig noch eine weitere, eigenständig arabische (bzw. jüdische) Identität.

Als die neuzeitliche Version des Nahostkonflikts begann, lebten auf dem Territorium, das man Palästina nannte, mehrheitlich Menschen, welche wir Araber nennen und zwar unabhängig von ihrer zusätzlichen, religiösen Identität. Alle anderen Gruppen, welche dort vor Ausbruch des modernen Nahostkonflikts lebten, waren Minderheiten. Christen europäischer Herkunft, Juden usw.

Das galt zum Ende der osmanischen Herrschaft Palästinas. Denn auch die Osmanen waren dort keine Mehrheit. Sie hatten halt noch Ende des 19. Jahrhunderts dort die politische und militärische Macht.

Was ist das eigentlich, ein Araber?

Vielleicht gibt es unter den Usern studierte Anthropologen, welche sich mit diesem Thema wissenschaftlich auseinander gesetzt haben?

Vor einiger Zeit hörte ich ein sehr schönes hebräisches bzw. israelisches Lied immer wieder und versuchte mit meinen spärlichen Iwrit-Kenntnissen den Text zu verstehen, googelte deshalb gelegentlich nach Wörtern, die ich nicht kannte. In diesem Lied taucht auch das Wort aravi auf. Dabei handelt es sich um das hebräische Wort für Araber. Aber im Zusammenhang des sonstigen Liedtextes machte die Bedeutung Araber hier überhaupt keinen Sinn.

Ich stellte schließlich fest, dass das Wort Araber, wie jedes andere Wort auch, eine ursächliche etymologische Bedeutung hat und das hebräische Wort aravi deshalb weit mehr als Araber bedeutet.

Aus meiner groben Erinnerung bedeutet das Wort Araber so etwas Ähnliches wie "Steppe, in der Wüste lebende Menschen, Getriebene, Nichtsesshafte" usw. Die Hebräer unter den Usern dürfen meine nur grobe Zuordnung gerne korrigieren.

Am Ende der osmanischen Herrschaft lebten in Palästina, wozu auch wie gesagt das heutige Jordanien gehört, noch sehr viele Nomaden, Beduinen. Das passt inhaltlich auch einigermaßen zur Bedeutung des Wortes Araber.

Religionshistorisch stammen die Araber von den sogenannten Ismaeliten ab, den Abkömmlingen des erst geborenen Sohnes Abrahams, Ismael. Dabei ist es völlig unerheblich, ob man die Existenz dieser in den heiligen Schriften genannten Menschen tatsächlich wissenschaftlich nachweisen kann.

Für die kollektive Identitätsbildung ist das trotzdem überaus maßgebend. Was die moderne Wissenschaft beweisen kann und was nicht, das spielt für bestimmte kollektive Prozesse keine Rolle.

Innerhalb der religiösen Schriften des Judentums wird die Geschichte der legitimen Erbschaft des gemeinsamen Urvaters Abraham so geschrieben, dass der zweitgeborene Sohn Isaak diesen Segen erhielt und auch die entsprechende Opfergeschichte hat ihn im Mittelpunkt. Ismael ist laut den religiösen Schriften zwar der Erstgeborene, war aber kein Sohn Saras, der Ehefrau Abrahams, weil Sara lange Zeit keine Kinder bekommen konnte und sie deshalb ihrem Mann erlaubte, mit der eigenen Magd ein Kind zu zeugen, Ismael. Später wurde dann Sara doch noch schwanger, mit Isaak.

Es kam zum Streit zwischen der Magd bzw. Mutter Ismaels, vor allem mit Sara. Die Magd wurde samt ihrem Sohn Ismael in die Steppen der Region vertrieben und Ismael wurde laut jüdischer Schriften sozusagen von Gott ebenfalls die Gründung eines Volkes versprochen. Der Araber?

Die Araber und auch deren spätere Hauptreligion, der Islam, schreiben diese Geschichte andersherum, schreiben die Version von der legitimen Haupterbschaft Ismaels von seinem Vater Abraham und schreiben dadurch auch die Legitimierung des Landstrichs, das man Palästina nennt, den Arabern zu.

Wenn so mancher Israelkritiker den Juden vorwirft, sie würden sich auf etwas berufen, was 2000 Jahre zurück liegt, dann verdrängt man einerseits die Tatsache, dass sich die Araber auf etwas berufen, was deutlich älter ist als 2000 Jahre und dass jüdische Israelis, welche Israel dort sehen, wo es sich gerade befindet, überwiegend gar nicht mit dem hier genannten historischen "Recht" begründen, dass die Juden, die so argumentieren, in der israelischen Gesellschaft eher nicht einmal die Mehrheit sind.

Diese Dimension des heutigen Nahostkonflikts wird hierzulande gerne verdrängt. Man sollte sich aber darüber im klaren sein, dass dieser Konflikt zumindest bis Mitte der 70er Jahre primär ein arabisch-jüdischer war und nicht primär ein palästinensisch-israelischer.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Sole.survivor@web.de » So 15. Apr 2018, 09:54

Das sind alte Geschichten. Man sollte besser vorwärts gucken, wie man gemeinsam gut auskommt und ein schönes Leben hat statt in alten Dreiecksbeziehungen RTL-mäßig rumzurechten, wer da wem unfair in die Sendezeit gequatscht hat.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Dark Angel » Mo 16. Apr 2018, 10:29

Geri2 hat geschrieben:(30 Mar 2018, 18:30)

Araber leben, ebenso wie Juden, in unterschiedlichen Staaten, haben dort ihre nationale Identität und haben aber gleichzeitig noch eine weitere, eigenständig arabische (bzw. jüdische) Identität.

Juden leben erst seit der 2. Diaspora - Vertreibung nach dem Zelotenaufständen und dem Fall der Festung Masada im Jahre 70 n.Chr. - in verschiedenen Staaten.
Ab dem ausgehenden 2. Jahrtausend bc existierten im heutigen Gebiet des Staates Israel, einschließlich des Sinai, Gaza und Golanhöhen zwei jüdische Königreiche - Königreich Israel und Königreich Judäa. Das Königreich Israel existierte jedoch nur etwas mehr als 300 Jahre, wähend das Königreich Judaä - als römische Provinz Judäa - bis zur Vertreibung im Jahre 70 durch die Römer relative Autonomie genoss.
Deine Behauptung - Juden hätten in unterschiedichen Staaten gelebt, ist schlicht und ergreifend falsch!

Geri2 hat geschrieben:(30 Mar 2018, 18:30)]Was ist das eigentlich, ein Araber?

Vielleicht gibt es unter den Usern studierte Anthropologen, welche sich mit diesem Thema wissenschaftlich auseinander gesetzt haben?

Vor einiger Zeit hörte ich ein sehr schönes hebräisches bzw. israelisches Lied immer wieder und versuchte mit meinen spärlichen Iwrit-Kenntnissen den Text zu verstehen, googelte deshalb gelegentlich nach Wörtern, die ich nicht kannte. In diesem Lied taucht auch das Wort aravi auf. Dabei handelt es sich um das hebräische Wort für Araber. Aber im Zusammenhang des sonstigen Liedtextes machte die Bedeutung Araber hier überhaupt keinen Sinn.

Ich stellte schließlich fest, dass das Wort Araber, wie jedes andere Wort auch, eine ursächliche etymologische Bedeutung hat und das hebräische Wort aravi deshalb weit mehr als Araber bedeutet.

Aus meiner groben Erinnerung bedeutet das Wort Araber so etwas Ähnliches wie "Steppe, in der Wüste lebende Menschen, Getriebene, Nichtsesshafte" usw. Die Hebräer unter den Usern dürfen meine nur grobe Zuordnung gerne korrigieren.

Am Ende der osmanischen Herrschaft lebten in Palästina, wozu auch wie gesagt das heutige Jordanien gehört, noch sehr viele Nomaden, Beduinen. Das passt inhaltlich auch einigermaßen zur Bedeutung des Wortes Araber.

Der Begriff "Araber" hat wahrscheinlich assyrisch/hebräische Wurzeln und bedeutet "die nicht in Städten wohnen". Die früheste Erwähnung dieser Nomadenstämme stammen aus der Zeit Assurbanipals im 7. Jh. bc. Erwähnung finden sie insbesondere durch die Domestikation des Kamels und als gedungene Söldner der Assyrer.

Geri2 hat geschrieben:(30 Mar 2018, 18:30)Religionshistorisch stammen die Araber von den sogenannten Ismaeliten ab, den Abkömmlingen des erst geborenen Sohnes Abrahams, Ismael. Dabei ist es völlig unerheblich, ob man die Existenz dieser in den heiligen Schriften genannten Menschen tatsächlich wissenschaftlich nachweisen kann.

Für die kollektive Identitätsbildung ist das trotzdem überaus maßgebend. Was die moderne Wissenschaft beweisen kann und was nicht, das spielt für bestimmte kollektive Prozesse keine Rolle.

Religionshistorisch stammt das AT, wie wir es heute kennen, aus dem 7. Jh bc und damit auch die Geschichten/Chroniken um die so genannten Urväter/Patriarchen der jüdischen Stämme. Dies passt zu den archäologischen Befunden der Domestikation des Kamels und dessen Verwendung als Lasttier arabischer Beduinen/Händler.
Es geht auch gar nicht darum, nachzuweisen, ob die genannten Personen jemals existierten, sondern darum, aus welchen Gründen das AT erarbeitet wurde. Diese Gründe bestehen in der Entwicklung einer nationalen und ethnischen Identität.
Die Entstehung des AT korreliert mit dem Aufstieg des Königreichs Judäa als Wirtschafts- und Militärmacht sowie mit der Konsolidierung als Staat ==> archäologisch belegt!

Geri2 hat geschrieben:(30 Mar 2018, 18:30)Innerhalb der religiösen Schriften des Judentums wird die Geschichte der legitimen Erbschaft des gemeinsamen Urvaters Abraham so geschrieben, dass der zweitgeborene Sohn Isaak diesen Segen erhielt und auch die entsprechende Opfergeschichte hat ihn im Mittelpunkt. Ismael ist laut den religiösen Schriften zwar der Erstgeborene, war aber kein Sohn Saras, der Ehefrau Abrahams, weil Sara lange Zeit keine Kinder bekommen konnte und sie deshalb ihrem Mann erlaubte, mit der eigenen Magd ein Kind zu zeugen, Ismael. Später wurde dann Sara doch noch schwanger, mit Isaak.

Es kam zum Streit zwischen der Magd bzw. Mutter Ismaels, vor allem mit Sara. Die Magd wurde samt ihrem Sohn Ismael in die Steppen der Region vertrieben und Ismael wurde laut jüdischer Schriften sozusagen von Gott ebenfalls die Gründung eines Volkes versprochen. Der Araber?

Die Geschichte einer "legitimen Erbschaft" ist nun tatsächlich irrelevant, weil diese Geschichten/Chroniken überhaupt erst im 7.Jh. bc und damit nach dem Untergang des Königreichs Israel entstanden sind.
Unabhängig davon sind die Geschichten/Chroniken, wie sie sich im AT finden, die originalen Erzählungen.
(Vergl. Finkelstein, Silbermann "Keine Posaunen vor Jericho")

Geri2 hat geschrieben:(30 Mar 2018, 18:30)Die Araber und auch deren spätere Hauptreligion, der Islam, schreiben diese Geschichte andersherum, schreiben die Version von der legitimen Haupterbschaft Ismaels von seinem Vater Abraham und schreiben dadurch auch die Legitimierung des Landstrichs, das man Palästina nennt, den Arabern zu.

Nur, dass es diese "Legitimation/Erbschaft" zu keiner Zeit gab. Der Koran entstand ca. 1300(!) Jahre nach dem AT und etwa 600(!) Jahre nach der Vertreibung der Juden aus ihrer angestammten Heimat.
Die Siedlunggeschichte der Stämme, aus denen sich das jüdische Volk entwickelte, begann nachweislich im 4.Jahrtausend bc, die der Sesshaftwerdung im 3. Jahrtausend bc und zwar genau in dem Gebiet, in dem später die Königreiche Israel und Judäa entstanden.
Das Siedlungsgebiet der Araber - die überhaupt erst im 7.Jh bc Erwähnung finden - lag östlich und südöstlich der Levante.
Und was den Begriff "Palästina" angeht, dieser wurde von Kaiser Hadrian im 2. Jh. geprägt und von den Briten übernommen.
Es gibt in der Levante kein Gebiet mit der originären Bezeichnung "Palästina"!

Geri2 hat geschrieben:(30 Mar 2018, 18:30)Wenn so mancher Israelkritiker den Juden vorwirft, sie würden sich auf etwas berufen, was 2000 Jahre zurück liegt, dann verdrängt man einerseits die Tatsache, dass sich die Araber auf etwas berufen, was deutlich älter ist als 2000 Jahre und dass jüdische Israelis, welche Israel dort sehen, wo es sich gerade befindet, überwiegend gar nicht mit dem hier genannten historischen "Recht" begründen, dass die Juden, die so argumentieren, in der israelischen Gesellschaft eher nicht einmal die Mehrheit sind.

Genau umgekehrt wird ein Schuh draus!
Nicht die Araber berufen sich auf etwas, was deutlich länger als 2000 Jahre zurück liegt, sondern die Juden berufen sich - zu Recht - auf ihr angestammtes Siedlungsgebiet, weil die Besiedlung durch die Stämme, die sich selbst als Juden bezeichnen, 6000 bis 5500 Jahre zurückreicht, während die Araber tatsächlich erst nach der Vertreibung der Juden aus Judäa - im Jahre 70 n.Chr. in dieses Gebiet einwanderten, sogar erst nach dem Niedergang anderer Hochkulturen in der Levante - etwa ab dem 2./3. Jh. n.Chr - also vor etwa 1300 Jahren!
Da wird gar nichts verdrängt, weil sich Araber gar nicht auf etwas berufen können, was deutlich älter als 2000 Jahre ist!

Die heilige Schrift der Araber ist nochmals 300 Jahre jünger und basiert auf einer Umschreibung von AT und NT für ihre Ziele/Zwecke - nämlich der Eroberung der gesamten arabischen Halbinsel, des zum Imperium Romanum gehörenden Gebiete Nordafrikas.


Geri2 hat geschrieben:(30 Mar 2018, 18:30)Diese Dimension des heutigen Nahostkonflikts wird hierzulande gerne verdrängt. Man sollte sich aber darüber im klaren sein, dass dieser Konflikt zumindest bis Mitte der 70er Jahre primär ein arabisch-jüdischer war und nicht primär ein palästinensisch-israelischer.

Es gibt KEINE "diese Dimension des Nahostkonfliktes"!
Wer hier etwas verdrängt bzw Geschichtsklittelung betreibt, das sind so Typen wie DU, die nämlich ignorieren, dass den Juden - lt. UNO-Resulution die Gründung eines Staates, im Gebiet ihrer ursprünglichen Heimat zugesichert wurde, dass genauso den Arabern, die in diesem Gebiet lebten, die Gründung eines Staates zugesichert wurde, von dem die Araber jedoch bis heute keinen Gebrauch gemacht haben. So Typen wie DU ignorieren beflissentlich, dass der Konflikt bereits am Tag der Gründung des Staates Israel begann und somit von Anfang an ein Konflikt war, welcher von den Arabern begonnen wurde.
Es gibt keine Palästinenser/palästinensischen Volk, weil es a) niemals einen Staat Palästina gab und b) der Begriff Palästinenser (als "Volk") erst in den 1960ern durch die PLO und Arafath geprägt wurde.

Sorry - aber was du hier von dir gibst, hat nix mit Israelkritik zu tun, sondern ist klar antisemitisch, weil Geschichtsklittelung und -verdrehung betrieben wird!
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Liegestuhl » Di 1. Mai 2018, 13:07

Palestinians Should ‘Shut Up’ or Make Peace, Saudi Crown Prince Told Jewish Leaders

https://www.haaretz.com/middle-east-new ... -1.6036624

Den Saudis ist es jetzt wohl auch schon aufgefallen.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Vongole » Di 1. Mai 2018, 17:31

Liegestuhl hat geschrieben:(01 May 2018, 14:07)

Palestinians Should ‘Shut Up’ or Make Peace, Saudi Crown Prince Told Jewish Leaders

https://www.haaretz.com/middle-east-new ... -1.6036624

Den Saudis ist es jetzt wohl auch schon aufgefallen.


Tja, da sind sie weiter als die Europäer, und viel weiter als Abbas, der mal wieder zum Rundumschlag gegen die Juden ausholt:

"Abbas gibt den Juden die Schuld am Holocaust"
http://www.spiegel.de/politik/ausland/m ... 05676.html
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Tom Bombadil » Di 1. Mai 2018, 18:41

Er wird sicher bald wieder ins EU-Parlament eingeladen, um den dicken Scheck abzuholen...
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Alexyessin » Di 1. Mai 2018, 18:46

Vongole hat geschrieben:(01 May 2018, 18:31)

Tja, da sind sie weiter als die Europäer, und viel weiter als Abbas, der mal wieder zum Rundumschlag gegen die Juden ausholt:

"Abbas gibt den Juden die Schuld am Holocaust"
http://www.spiegel.de/politik/ausland/m ... 05676.html


Damit dürfte er sich in Deutschland nicht mehr blicken lassen.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 1. Mai 2018, 19:33

Alexyessin hat geschrieben:(01 May 2018, 19:46)

Damit dürfte er sich in Deutschland nicht mehr blicken lassen.

Wie alt ist der? 90? Der geht nirgendwo mehr hin.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Bleibtreu » Di 1. Mai 2018, 19:56

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(01 May 2018, 20:33)

Wie alt ist der? 90? Der geht nirgendwo mehr hin.

82 ist er - Braucht er auch nicht, deutsche RegierungsPolitiker besuchen ihn + schuetteln ihm die Hand!
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon van Kessel » Di 1. Mai 2018, 23:47

Eine frühe bedeutende Schriftquelle, in der „Palästina“ als Landesname erscheint, ist die um 200 v. Chr. in Alexandria entstandene jüdisch-griechische Bibelübersetzung, die Septuaginta. Hier leitet sich der Begriff vom hebräischen Wort „Pleschet“ her, mit dem die hebräische Bibel die Küstenebene südlich von Joppe (dem späteren Jaffa), ein vom Volk der Philister bewohntes Gebiet, bezeichnete.[1][2] Der griechische Historiker Herodot (fünftes Jahrhundert v. Chr.) verwendete die Bezeichnung „Syria palaistinē“ für den ganzen Küstenstreifen zwischen Phönikien (der Levante d. h. vor allem Libanon), dessen Südgrenze er vermutlich am Karmelgebirge zog, und der Gegend von Gaza, in der die Stadt Kadytis lag (Historien II, 5). Die griechische Namensform „Palaistinē“ wurde im Lateinischen zu „Palaestina“. (aus wikipedia)

Scheint doch ein wenig 'älter' zu sein, als man es so publiziert. Auch dass die Archäologie nicht die Bibel wahrhaftig machen kann, solle nicht verschwiegen werden. Archäologie als Wissenschaft muss unvoreingenommen sein.
EIn Moderator sollte eigentlich moderieren und nicht polemisieren oder 'abwatschn' wenn 'etwas' nicht in sein Weltbild passt.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Dark Angel » Mi 2. Mai 2018, 07:48

van Kessel hat geschrieben:(02 May 2018, 00:47)

Eine frühe bedeutende Schriftquelle, in der „Palästina“ als Landesname erscheint, ist die um 200 v. Chr. in Alexandria entstandene jüdisch-griechische Bibelübersetzung, die Septuaginta. Hier leitet sich der Begriff vom hebräischen Wort „Pleschet“ her, mit dem die hebräische Bibel die Küstenebene südlich von Joppe (dem späteren Jaffa), ein vom Volk der Philister bewohntes Gebiet, bezeichnete.[1][2] Der griechische Historiker Herodot (fünftes Jahrhundert v. Chr.) verwendete die Bezeichnung „Syria palaistinē“ für den ganzen Küstenstreifen zwischen Phönikien (der Levante d. h. vor allem Libanon), dessen Südgrenze er vermutlich am Karmelgebirge zog, und der Gegend von Gaza, in der die Stadt Kadytis lag (Historien II, 5). Die griechische Namensform „Palaistinē“ wurde im Lateinischen zu „Palaestina“. (aus wikipedia)

Die griechische Übersetzung des hebräischen Begriffes "Pleschet" in "Palaistine" (im 2. Jh.bc) macht aus dem "Land der Philister" immer noch nicht das Gebiet des Königreichs Juda und noch viel weniger das gesamte Gebiet Kanaan.
Kanaan ist nämlich der originäre Name für das Gebiet, in dem das "Land der Philister" und das Königreich Juda lagen.
Und die griechische Übersetzung aus dem 2.Jh. bc ändert auch nichts an der Tatsache, dass es der Römische Kaiser Hadrian war, der den Begriff "Palästina" für das gesamte Gebiet Kanaan prägte und zwar mit dem Ziel, jede Erinnerung an einen jüdischen Staat/an das Königreich Juda zu tilgen.

Und nochwas: die (antiken) Philister - auf die sich die griechische Übersetzung bezieht, waren KEINE Araber, sie waren nicht einmal Hebräer!

Araber/arabische Stämme waren bis ins 7./ 8.Jh hinein Nomaden, Sesshaftwerdung und Reichsgründungen begannen erst mit dem Islam.
Die Bezeichnung "Palästinenser" (als Volk) hingegen stammt aus dem 20.Jh ==> taucht erst in der zweiten Charta der PLO 1967/68 auf.

van Kessel hat geschrieben:(02 May 2018, 00:47)Scheint doch ein wenig 'älter' zu sein, als man es so publiziert. Auch dass die Archäologie nicht die Bibel wahrhaftig machen kann, solle nicht verschwiegen werden. Archäologie als Wissenschaft muss unvoreingenommen sein.

Die Wissenschaft Archäologie IST unvoreingenommen!
Archäologie kann nämlich nachweisen, dass das "Palaistine" - das "Land der Philister" von dem Herodot spricht, so ziemlich genau das Gebiet umfasst, welches heute als Gaza/Gazastreifen bekannt ist.
Archäologie kann auch nachweisen, dass das herodotche "Syria Palaistine" an das Königreich Juda grenzte.
Also nix mit "ein bisschen älter", sondern verschwurbeln von Äpfel mit Birnen.
Ebenso kann Archäologie sehr wohl aufzeigen, WO die Bibel (das AT) historische Tatsachen beschreibt und WO mythologischer Bezug besteht und vor allem kann Archäologie den Nachweis über die Siedlungsgeschichte und die Entwicklung von Staaten erbringen.
Vor allem sollten User, wenn sie schon archäologische Befunde und Erkenntnisse kritisieren wollen, über ein Mindestmaß an Geschichtskenntnissen verfügen und nicht irgendwelchen Unsinn verzapfen.

van Kessel hat geschrieben:(02 May 2018, 00:47)EIn Moderator sollte eigentlich moderieren und nicht polemisieren oder 'abwatschn' wenn 'etwas' nicht in sein Weltbild passt.

Ich bin in diesem Forum ganz normaler User und KEIN Moderator!
Und ich polemisiere auch nicht, sondern beziehe mich auf die entsprechenden Fachleute und die entsprechende Fachliteratur - dazu gehört Wikipedia allerdings nicht!

Wenn du schon meinen Beitrag - weiter oben - kritisieren willst, dann bringe die entsprechenden Fakten, die meine Aussagen widerlegen. Wikipedia ist dazu allerdings ungeeignet!
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 2. Mai 2018, 15:39

Bleibtreu hat geschrieben:(01 May 2018, 20:56)

82 ist er - Braucht er auch nicht, deutsche RegierungsPolitiker besuchen ihn + schuetteln ihm die Hand!
Selbst an Arafats Grab wird der Diener gemacht. :dead:

Sogar Heiko Maas mag nicht mehr relativieren, dass solche Aussagen nicht gehen. http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 05810.html
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Europa2050 » Mi 2. Mai 2018, 16:07

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(02 May 2018, 16:39)

Sogar Heiko Maas mag nicht mehr relativieren, dass solche Aussagen nicht gehen. http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 05810.html


Maas hab ich da noch nicht relativieren hören, eher seine Parteigenossen und Vorgänger und Fastvorgänger. Deswegen: weiter so Herr Maas.

Auch den anderen in dem Artikel genannten (und auch ungenannten) Politikern von FDP und Grünen meinen Respekt.
Insbesondere die klare Kante der Grünen gefällt mir außerordentlich.
Nationalismus lehrt Dich,
stolz auf Dinge zu sein, die Du nie getan hast und
Leute zu hassen, denen Du nie begegnet bist.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 2. Mai 2018, 16:36

Langsam scheint man ja wachzuwerden:
"Es ist höchste Zeit, dass mit deutschen und europäischen Steuergeldern keine Terror-Renten und kein Antisemitismus in palästinensischen Schulbüchern finanziert wird, direkt oder indirekt."

Manche brauchen eben den ganzen dicken Holzhammer, ehe sie etwas merken, aber immerhin :thumbup: Mal sehen, ob der Worte dann auch Taten folgen oder ob das schnell vergessen ist.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Quatschki » Mi 2. Mai 2018, 17:31

Dark Angel hat geschrieben:(16 Apr 2018, 11:29)
Genau umgekehrt wird ein Schuh draus!
Nicht die Araber berufen sich auf etwas, was deutlich länger als 2000 Jahre zurück liegt, sondern die Juden berufen sich - zu Recht - auf ihr angestammtes Siedlungsgebiet, weil die Besiedlung durch die Stämme, die sich selbst als Juden bezeichnen, 6000 bis 5500 Jahre zurückreicht, während die Araber tatsächlich erst nach der Vertreibung der Juden aus Judäa - im Jahre 70 n.Chr. in dieses Gebiet einwanderten, sogar erst nach dem Niedergang anderer Hochkulturen in der Levante - etwa ab dem 2./3. Jh. n.Chr - also vor etwa 1300 Jahren!
Da wird gar nichts verdrängt, weil sich Araber gar nicht auf etwas berufen können, was deutlich älter als 2000 Jahre ist!

Wenn man mit solchen Überlegungen darüber sinniert, wem Schlesien gehört, ist man bestimmt ein "Rechter"...
Oder die Krim?

Letzlich gibt keinen unverjährbaren Ewigkeitsanspruch auf ein Territorium. Sondern man behält das, was man gegen die Begehrlichkeiten der anderen behaupten kann.
Das einzige israelische Argument, das für die Araber zählt, ist die Stärke der israelischen Streitkräfte.
Zuletzt geändert von Quatschki am Mi 2. Mai 2018, 17:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Ammianus » Mi 2. Mai 2018, 17:58

Quatschki hat geschrieben:(02 May 2018, 18:31)

Wenn man mit solchen Überlegungen darüber sinniert, wem Schlesien gehört, ist man bestimmt ein "Rechter"...
Oder die Krim?


Na ja, die Juden verloren ihr Land, weil sie es nicht lassen konnten sich gegen die Römer zu erheben. Wie sinnvoll das war, mag mal dahingestellt sein.
Wir verloren Schlesien, Pommern und Ostpreußen weil wir unbedingt einen Raubmordkrieg starten mussten und den dann auch noch verloren. Zum Glück ...

In Gaza hätte bis 1967 ein palästinensischer Staat entstehen können. Nichts geschah. Sie träumten davon die Juden ins Meer zu jagen. Ich stelle mir vor, wir würden die Deutschen aus Ostpreußen, Pommern und Schlesien heute noch in Lagern halten und davon fantasieren uns alles - mit Wotans Hilfe - wiederzuholen.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Gutmensch1 » Do 3. Mai 2018, 14:50

Europa2050 hat geschrieben:(02 May 2018, 17:07)

Maas hab ich da noch nicht relativieren hören, eher seine Parteigenossen und Vorgänger und Fastvorgänger. Deswegen: weiter so Herr Maas.

Auch den anderen in dem Artikel genannten (und auch ungenannten) Politikern von FDP und Grünen meinen Respekt.
Insbesondere die klare Kante der Grünen gefällt mir außerordentlich.



Mit Heiko Maas haben wir wieder einmal einen guten Aussenminister. Deine Einschätzung zu Gabriel und Schulz kann ich nur unterstreichen. Die zwei haben den Nahostkonflikt nie verstanden.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Gutmensch1 » Do 3. Mai 2018, 14:53

Ammianus hat geschrieben:(02 May 2018, 18:58)

Na ja, die Juden verloren ihr Land, weil sie es nicht lassen konnten sich gegen die Römer zu erheben. Wie sinnvoll das war, mag mal dahingestellt sein.
Wir verloren Schlesien, Pommern und Ostpreußen weil wir unbedingt einen Raubmordkrieg starten mussten und den dann auch noch verloren. Zum Glück ...

In Gaza hätte bis 1967 ein palästinensischer Staat entstehen können. Nichts geschah. Sie träumten davon die Juden ins Meer zu jagen. Ich stelle mir vor, wir würden die Deutschen aus Ostpreußen, Pommern und Schlesien heute noch in Lagern halten und davon fantasieren uns alles - mit Wotans Hilfe - wiederzuholen.


Sie träumten? Sie träumen noch immer. Deswegen war und ist kein palästinensischer Führer bereit Frieden zu schliessen, denn das hieße im weitesten Sinn, Israels Existenz anzuerkennen.
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Liegestuhl
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Liegestuhl » Do 3. Mai 2018, 14:59

Gutmensch1 hat geschrieben:(03 May 2018, 15:53)
Deswegen war und ist kein palästinensischer Führer bereit Frieden zu schliessen, denn das hieße im weitesten Sinn, Israels Existenz anzuerkennen.


Richtig. Die Anerkennung Israels wäre aus deren Augen eine Aufgabe palästinensischen Landes und kein palästinensischer Politiker will als Verräter am eigenen Volk in die Geschichte eingehen. Von der Familienehre ganz abgesehen.
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon bennyh » Sa 19. Mai 2018, 09:44

Liegestuhl hat geschrieben:(03 May 2018, 15:59)

Richtig. Die Anerkennung Israels wäre aus deren Augen eine Aufgabe palästinensischen Landes und kein palästinensischer Politiker will als Verräter am eigenen Volk in die Geschichte eingehen. Von der Familienehre ganz abgesehen.

Arafat hat Israel doch bereits 1993 anerkannt. Abbas hat diese Position nicht revidiert.
"Dafür bekommst Du ne saftige Sperre, Junge!"
"Bei uns herrschen Regeln. Nimm dich gefälligst zurück, sonst bist du hier raus, aber für immer!"
"Ich kann dir auch eine reinhauen."

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