Gemeinwohlökonomie

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Bielefeld09
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Re: Gemeinwohlökonomie

Beitragvon Bielefeld09 » Mo 23. Apr 2018, 20:36

Misterfritz hat geschrieben:(23 Apr 2018, 21:12)

Welche "Verteilungsgerechtigkeit"?
Dass Menschen, die mit Hartz4 leben, nicht unbedingt zufrieden sind, ist völlig unabhängig von ihrem Wahlverhalten wahrscheinlich mehrheitlich so.
Aber was heisst das?

Was fragst du?
Armut ist eben nicht diskutabel.
Sie ist.
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Misterfritz
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Re: Gemeinwohlökonomie

Beitragvon Misterfritz » Mo 23. Apr 2018, 20:51

Bielefeld09 hat geschrieben:(23 Apr 2018, 21:36)

Was fragst du?
Armut ist eben nicht diskutabel.
Sie ist.
Natürlich ist Armut scheisse. Aber viele könnten etwas dagegen unternehmen, wenn sie denn wollten.
Ich denke nicht, dass ein wesentlich höherer Hartz4-Satz dazu führen würde, dass die Menschen sich anstrengen würden, da raus zu kommen.
(Und es geht mir nicht um Alleinerziehende, Kranke und so.)
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Bielefeld09
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Re: Gemeinwohlökonomie

Beitragvon Bielefeld09 » Mo 23. Apr 2018, 21:12

Misterfritz hat geschrieben:(23 Apr 2018, 21:51)

Natürlich ist Armut scheisse. Aber viele könnten etwas dagegen unternehmen, wenn sie denn wollten.
Ich denke nicht, dass ein wesentlich höherer Hartz4-Satz dazu führen würde, dass die Menschen sich anstrengen würden, da raus zu kommen.
(Und es geht mir nicht um Alleinerziehende, Kranke und so.)

Ach so,
und wer befindet sich in Hartz 4?
Du bist eben auch ein Realitätsverweigerer.
Na denn,
Armut und Obdachlosigkeit.
Das ist Realität.
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: Gemeinwohlökonomie

Beitragvon Misterfritz » Mo 23. Apr 2018, 21:16

Bielefeld09 hat geschrieben:(23 Apr 2018, 22:12)

Ach so,
und wer befindet sich in Hartz 4?
Du bist eben auch ein Realitätsverweigerer.
Na denn,
Armut und Obdachlosigkeit.
Das ist Realität.
Ich bin kein Realitätsverweigerer.
Im Übrigen sind Armut und Obdachlosigkeit nicht unbedingt gegenseitig bedingt.
Und in Hartz4 befinden sich auch viele jüngere Menschen, die weder krank noch alleinerziehend oder so sind, die arbeiten könnten, die eine Ausbildung anstreben könnten, es aber nicht tun.
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Re: Gemeinwohlökonomie

Beitragvon Skull » Mo 23. Apr 2018, 21:20

Guten Abend,

dieses ist kein weiterer HartzIV Strang.

Hier gibt es ein Thema.

Danke für Beachtung.
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streicher
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Re: Gemeinwohlökonomie

Beitragvon streicher » So 16. Sep 2018, 17:33

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(21 Mar 2018, 15:51)

natürlich. Mehr Konsum ist mehr Wohlstand. Was denn sonst?
Mehr Müll?
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Re: Gemeinwohlökonomie

Beitragvon Occham » Mo 17. Sep 2018, 05:10

Bielefeld09 hat geschrieben:(23 Apr 2018, 22:12)
Obdachlosigkeit.

Obdachlose sind obdachlos weil sie vermutlich schlechte Erfahrung haben und auf diese Weise frei sind.
Die beste Lösung eines Problems ist meist die Einfachste.
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Re: Gemeinwohlökonomie

Beitragvon Dampflok94 » Di 18. Sep 2018, 20:31

Occham hat geschrieben:(17 Sep 2018, 06:10)

Obdachlose sind obdachlos weil sie vermutlich schlechte Erfahrung haben und auf diese Weise frei sind.

Soll das heißen, Du meinst Obdachlose sind in diesem Zustand aus freiem Willen? Weil sie es wollen?
Leute kauft mehr Dampflokomotiven!!!
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Re: Gemeinwohlökonomie

Beitragvon Occham » Di 18. Sep 2018, 20:48

Dampflok94 hat geschrieben:(18 Sep 2018, 21:31)

Soll das heißen, Du meinst Obdachlose sind in diesem Zustand aus freiem Willen? Weil sie es wollen?

Ich denke schon, ja
Die beste Lösung eines Problems ist meist die Einfachste.
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Re: Gemeinwohlökonomie

Beitragvon Dampflok94 » Di 18. Sep 2018, 20:57

Occham hat geschrieben:(18 Sep 2018, 21:48)

Ich denke schon, ja

Das mag im Einzelfall so sein. Halte ich aber im Normalfall für höchst unwahrscheinlich. Glaubst Du wirklich im Winter unter einer Brücke zu erfrieren ist das Traumziel eines Menschen?
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Re: Gemeinwohlökonomie

Beitragvon Misterfritz » Di 18. Sep 2018, 21:02

Dampflok94 hat geschrieben:(18 Sep 2018, 21:57)

Das mag im Einzelfall so sein. Halte ich aber im Normalfall für höchst unwahrscheinlich. Glaubst Du wirklich im Winter unter einer Brücke zu erfrieren ist das Traumziel eines Menschen?
Es ist aber oft so, dass es tatsächlich so ist.
Viele Obdachlose haben z.B. ein Alkoholproblem und die üblichen Übernachtungsstellen pochen auf Abstinenz. Was aus ihrer Sicht bestimmt sinnvoll ist, aber eben viele Obdachlose schlicht davon abhält, statt unter der Brücke in einem warmen und trockenen Bett zu nächtigen.
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Re: Gemeinwohlökonomie

Beitragvon Occham » Di 18. Sep 2018, 21:09

Dampflok94 hat geschrieben:(18 Sep 2018, 21:57)

Das mag im Einzelfall so sein. Halte ich aber im Normalfall für höchst unwahrscheinlich. Glaubst Du wirklich im Winter unter einer Brücke zu erfrieren ist das Traumziel eines Menschen?

Im Winter wird man natürlich ins Obdachlosenheim gezwungen.
Die beste Lösung eines Problems ist meist die Einfachste.
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Re: Gemeinwohlökonomie

Beitragvon Dampflok94 » Di 18. Sep 2018, 21:11

Misterfritz hat geschrieben:(18 Sep 2018, 22:02)

Es ist aber oft so, dass es tatsächlich so ist.
Viele Obdachlose haben z.B. ein Alkoholproblem und die üblichen Übernachtungsstellen pochen auf Abstinenz. Was aus ihrer Sicht bestimmt sinnvoll ist, aber eben viele Obdachlose schlicht davon abhält, statt unter der Brücke in einem warmen und trockenen Bett zu nächtigen.

Alkoholismus ist bekanntlich eine Krankheit. An der wahrscheinlich eine ganze Menge Obdachlose leiden. Und häufig auch Ursache ihrer Obdachlosigkeit ist. Aber soll das bedeuten, sie hätten Freude an ihrem Zustand? Das wäre grotesk.

Meist haben Obdachlose (Mit-)Schuld an ihrer Lage. Aber sagt das irgendwas dazu aus, ob sie in diese Lage geraten wollten? Wenn ich bei Rot über die Ampel renne und überfahren werde, also Schuld am Unfall hatte, wollte ich dann überfahren werden? Wohl eher nicht!
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Re: Gemeinwohlökonomie

Beitragvon Misterfritz » Di 18. Sep 2018, 21:18

Dampflok94 hat geschrieben:(18 Sep 2018, 22:11)

Alkoholismus ist bekanntlich eine Krankheit. An der wahrscheinlich eine ganze Menge Obdachlose leiden. Und häufig auch Ursache ihrer Obdachlosigkeit ist. Aber soll das bedeuten, sie hätten Freude an ihrem Zustand? Das wäre grotesk.

Meist haben Obdachlose (Mit-)Schuld an ihrer Lage. Aber sagt das irgendwas dazu aus, ob sie in diese Lage geraten wollten? Wenn ich bei Rot über die Ampel renne und überfahren werde, also Schuld am Unfall hatte, wollte ich dann überfahren werden? Wohl eher nicht!
Wie ich schon sagte:
Die Häuser, die Obdachlosen Unterkunft geben, sind natürlich daran interessiert, dass dort kein Stress abläuft.
Aber, Du wirst in diesen Häusern nicht auch gleich Alkoholabhängigkeit lösen können. Denn, das muss jeder selbst wollen, sonst funzt ett nicht.
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Re: Gemeinwohlökonomie

Beitragvon jorikke » Sa 22. Sep 2018, 10:18

Misterfritz hat geschrieben:(18 Sep 2018, 22:02)

Es ist aber oft so, dass es tatsächlich so ist.
Viele Obdachlose haben z.B. ein Alkoholproblem und die üblichen Übernachtungsstellen pochen auf Abstinenz. Was aus ihrer Sicht bestimmt sinnvoll ist, aber eben viele Obdachlose schlicht davon abhält, statt unter der Brücke in einem warmen und trockenen Bett zu nächtigen.


Kompliment.
"Es ist aber oft so, dass es tatsächlich so ist."
Für solcherlei wunderschöne Sinnlossätze habe ich bislang immer Carl Valentin verantwortlich gemacht.
Weiter so!
:thumbup:

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