Landtagswahl in Bayern 2018

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Uffzach
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Uffzach » Di 10. Jul 2018, 14:08

Xexes hat geschrieben:(10 Jul 2018, 14:58)

Senexx hat sieinen Standbpunkt bereits mit dem Zeiten Kommentar verdeutlicht, die Stichprobengröße ist nicht relevant, sofern sie eine repräsentative Menge erreicht hat. Diese besteht i.d.R aus 1000 Personen für Wahlumfragen, ob du diese "kritische" Menge um ein vielfaches überschreitest oder nicht, spielt keine Rolle, da die gewichteten Daten zum selben Ergebnis führen.


Das ist natürlich nicht richtig, denn die Zahl ab der eine Umfrage als repräsentativ gelten kann, hängt davon ab wie die Stichprobe erhoben bzw geplant wird. Ist das Ziel z.B auch Städte unterschiedlicher Sozialstruktur oder Industrieansiedlung zu erfassen, so wird dann natürlich ein entsprechend größerer Anteil von Befragungen der Landbevölkerung erforderlich, um keinen Bias entstehen zu lassen.

Xexes hat geschrieben:Was die Umfrage von Civey betrifft, stellt sich die Frage, wie die Stimmen gemäß der zeitlichen Abgabe gewichtet wurden, und wie viele vor dem 2. Juli abgestimmt haben. Solange du diese Informationen nicht hast, lassen sich die Umfragen von Civey und Forsa kaum vergleichen.

Genau gegen die Vergleichbarkeit habe ich ja unermüdlich argumentiert, weil die Civey Studie von jenen, denen das Ergebnis von Forsa ideologisch zusagte, einfach abqualifiziert wurde, bloß weil aus deren Sicht nicht sein kann, was nicht sein darf.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Xexes » Di 10. Jul 2018, 14:53

Uffzach hat geschrieben:(10 Jul 2018, 15:08)

Das ist natürlich nicht richtig, denn die Zahl ab der eine Umfrage als repräsentativ gelten kann, hängt davon ab wie die Stichprobe erhoben bzw geplant wird. Ist das Ziel z.B auch Städte unterschiedlicher Sozialstruktur oder Industrieansiedlung zu erfassen, so wird dann natürlich ein entsprechend größerer Anteil von Befragungen der Landbevölkerung erforderlich, um keinen Bias entstehen zu lassen.


Genau gegen die Vergleichbarkeit habe ich ja unermüdlich argumentiert, weil die Civey Studie von jenen, denen das Ergebnis von Forsa ideologisch zusagte, einfach abqualifiziert wurde, bloß weil aus deren Sicht nicht sein kann, was nicht sein darf.


Üblicherweise gelten solche Stichproben bereits ab einer Größe von 1000 Personen als repräsentativ. Wenn du nicht gerade die lokale Verteilung der Stimmen in jeder Kummune wissen willst, ist eine größere Umfrage auch nicht nötig. Hier ging es immer um die bayernweite Verteilung und die "Rohdaten" werden durch passende statistische Verfahren gewichtet, um ein repräsentatives Ergebnis zu gewährleisten.

Das Problem der Civey Studie ist, dass der Einfluss des Kompromisses am 2. Juli nicht eingeordnet werden kann, solange man die Gewichtung nicht kennt. Deshalb lässt diese Studie sehr viel Spielraum für interpretationen. Die Forsa Umfrage hingegen hat dieses Problem nicht, da sie eine "Momentaufnahme" bildet (Umfrage war vom 4. bis 6. Juli). Vorrausgestzt, dass beide Umfrageinstiute fachlich sauber gearbeitet haben, ist das Ergebnis der Forsa Umfrage also aktueller.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Uffzach » Di 10. Jul 2018, 15:12

Xexes hat geschrieben:(10 Jul 2018, 15:53)

Üblicherweise gelten solche Stichproben bereits ab einer Größe von 1000 Personen als repräsentativ.

Dein Wort "üblicherweise" kann nicht negieren, dass die Repräsentationsfähigkeit einer Stichprobe abhängt vom Umfang und der Zusammensetzung der Stichprobe und dass die Zusammensetzung den erforderlichen Umfang bedingt.

Xexes hat geschrieben:Wenn du nicht gerade die lokale Verteilung der Stimmen in jeder Kummune wissen willst, ist eine größere Umfrage auch nicht nötig. Hier ging es immer um die bayernweite Verteilung und die "Rohdaten" werden durch passende statistische Verfahren gewichtet, um ein repräsentatives Ergebnis zu gewährleisten.

Wieder weichst du der entscheidenden Fragestellung mit deinen Platitüden aus: was ist die Voraussetzung dafür, dass eine Stichprobe "repräsentativ" genannt werden kann. Je nach Diversifizierung des zugrundeliegenden Kollektivs hinsichtlich Wohnumgebung, Arbeitswelt, Sozialfaktoren etc ändert sich notwendigerweise die erforderliche qualitative und quantitative Stichprobenzusammensetzung und damit die erforderliche Mindest-Stichprobengröße.

Xexes hat geschrieben:Das Problem der Civey Studie ist, dass der Einfluss des Kompromisses am 2. Juli nicht eingeordnet werden kann, solange man die Gewichtung nicht kennt. Deshalb lässt diese Studie sehr viel Spielraum für interpretationen. Die Forsa Umfrage hingegen hat dieses Problem nicht, da sie eine "Momentaufnahme" bildet (Umfrage war vom 4. bis 6. Juli). Vorrausgestzt, dass beide Umfrageinstiute fachlich sauber gearbeitet haben, ist das Ergebnis der Forsa Umfrage also aktueller.

Die Forsastudie wurde später durchgeführt, nicht mehr und nicht weniger. Du kannst das "aktueller" nennen, aber das bedeutet nicht "aussagekräftiger".

s.a.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon watisdatdenn? » Di 10. Jul 2018, 15:26

JJazzGold hat geschrieben:(10 Jul 2018, 12:58)
Ich will in einem Deutschland, einem Bayern, leben, dass mir trotz kontinuierlich anstehender, zu bewältigender Probleme, alle Freiheiten, die mir im Laufe der Jahrzehnte, explizit durch zahlreiche Auslandsaufenthalte, unentbehrlich geworden sind, diese liberale Freiheit konstant gewährt.

Danke erstmal für die interessante Sichtweise auf Fidez und PiS. Kannte ich so nicht. :thumbup:

Da haben wir letztlich das gleiche Ziel.
Es ist mir schon auf der Pegida-Demo in München bei der Diskussion mit Gegendemonstranten aufgefallen:
Die Gegendemonstranten hatten Angst vor Nazis und die Demonstranten Angst vor Islamisten.
Und: Bei den Gegendemonstranten gab es echte Islamisten und bei den Demonstranten gab es echte Nazis. Eigentlich hätte die Grenze bei der Demo anderes verlaufen müssen..

Ich sehe langfristig (~100 Jahre) tatsächlich die größte Gefahr für diese Freiheit (die wir beide anscheinend sehr schätzen) durch den erstarkten konservativen Islam. Du siehst die Gefahr anscheinend vor allem durch stark konservative / Nazis.

Wäre es nicht schön, wenn es eine Partei gäbe, die sich gegen Massenzuwanderung und Islamisierung und auch gegen Nazis aussprechen würde?
Eigentlich wäre das die logische Rolle der CDU/CSU. Diese verweigert sich aber etwas gegen Masseneinwanderung und Islamisierung zu tun..
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon watisdatdenn? » Di 10. Jul 2018, 15:51

JJazzGold hat geschrieben:(10 Jul 2018, 12:58)

D.h., bei 18,3% AfD und der Gefahr, diese in eine Regierung eingebunden zu sehen, ist bei mir Schluß. Das mag Ihnen momentan übertrieben erscheinen, aber glauben Sie mir, ich werde nicht die Einzige sein, die so denkt und entsprechend handeln wird.

Ich nehme ihre Sorge ernst, aber lassen sie uns für Bayern doch mal ein (aus meiner Sicht erstrebenswertes) Szenario durchdenken:

Die AfD gewinnt genug Stimmen und koaliert mit der CSU. Diese Koalition drückt wichtige und wirksame Reformen bei der Abschiebung abgelehnter Flüchtlinge durch.
Es werden alle die keinen Asyl haben (geduldete etc..) konsequent abgeschoben.
Des weiteren werden an der Grenze Bayerns Flüchtlinge zurückgewiesen und die anderen europäischen Länder machen das in der Folge analog.

Ergebnis: Die akute Flüchtlingsfrage ist gelöst und die AfD fokussiert sich auf das Thema direkte Demokratie (und Euro).
Verliert dann natürlich auch Stimmen, weil das Hauptthema gelöst ist.

Ein gutes Szenario? Man muss ja nicht alles immer pessimistisch sehen.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon JJazzGold » Di 10. Jul 2018, 17:16

watisdatdenn? hat geschrieben:(10 Jul 2018, 16:26)

Danke erstmal für die interessante Sichtweise auf Fidez und PiS. Kannte ich so nicht. :thumbup:

Da haben wir letztlich das gleiche Ziel.
Es ist mir schon auf der Pegida-Demo in München bei der Diskussion mit Gegendemonstranten aufgefallen:
Die Gegendemonstranten hatten Angst vor Nazis und die Demonstranten Angst vor Islamisten.
Und: Bei den Gegendemonstranten gab es echte Islamisten und bei den Demonstranten gab es echte Nazis. Eigentlich hätte die Grenze bei der Demo anderes verlaufen müssen..

Ich sehe langfristig (~100 Jahre) tatsächlich die größte Gefahr für diese Freiheit (die wir beide anscheinend sehr schätzen) durch den erstarkten konservativen Islam. Du siehst die Gefahr anscheinend vor allem durch stark konservative / Nazis.

Wäre es nicht schön, wenn es eine Partei gäbe, die sich gegen Massenzuwanderung und Islamisierung und auch gegen Nazis aussprechen würde?
Eigentlich wäre das die logische Rolle der CDU/CSU. Diese verweigert sich aber etwas gegen Masseneinwanderung und Islamisierung zu tun..


Die für meine Anforderungen passende Partei existiert bereits. Eine Partei, die eine strikte Trennung von Asylbedürftigen und Migrationswilligen je nach Migrationsbedarf fordert. Die erst nach gelungener Integration und nachgewiesenem Selbsterhalt die Trennlinie zur Migration aufhebt. Ohne dabei das Recht auf Asyl anzutasten. Die sich noch dazu gegen eine Verwässerung meines Rechts auf persönliche Freiheit, einschließlich Entscheidungsfreiheit stemmt und weitaus mehr interessanten, fortschrittlichen Themen widmet, als es die Ein Thema Partei AfD tut. Es nicht die CSU. ;) Insofern ist mein Bedarf gedeckt.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon JJazzGold » Di 10. Jul 2018, 17:47

watisdatdenn? hat geschrieben:(10 Jul 2018, 16:51)

Ich nehme ihre Sorge ernst, aber lassen sie uns für Bayern doch mal ein (aus meiner Sicht erstrebenswertes) Szenario durchdenken:

Die AfD gewinnt genug Stimmen und koaliert mit der CSU. Diese Koalition drückt wichtige und wirksame Reformen bei der Abschiebung abgelehnter Flüchtlinge durch.
Es werden alle die keinen Asyl haben (geduldete etc..) konsequent abgeschoben.
Des weiteren werden an der Grenze Bayerns Flüchtlinge zurückgewiesen und die anderen europäischen Länder machen das in der Folge analog.

Ergebnis: Die akute Flüchtlingsfrage ist gelöst und die AfD fokussiert sich auf das Thema direkte Demokratie (und Euro).
Verliert dann natürlich auch Stimmen, weil das Hauptthema gelöst ist.

Ein gutes Szenario? Man muss ja nicht alles immer pessimistisch sehen.


Mich interessiert in gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und politischer Entwicklung so viel mehr, als nur das ohnehin schon reichlich bearbeitete Thema Flüchtlinge, dass ich es der CSU bereits zurzeit übel nehme, sich im Wahlkampf vorrangig diesem Thema zu widmen. Würde sich die CSU mit der AfD zusammenschließen, stünde zu befürchten, dass z.B. das ohnehin schon Widerstand hervorrufende PAG in Kürze weitere Verschärfung erfahren würde, nebst zu erwartender weiterer Verschärfungen und Einschnitte in meinen bisher gewahrten persönlichen Freiraum mit dem Verweis auf meine angeblich dadurch gewährleistete Sicherheit. Fraglich auch, wie weit sich der Zwist zum Bund verschärfen würde, indem mit Hilfe der AfD bundespolizeiliche Aufgaben auf die Landespolizei übertragen würden. Noch dazu in einer Verbalisierung in der Auseinandersetzung, die sich konstant weiter von dem entfernt, was ich unter sachlicher, fachlich versierter politischer und gesellschaftlicher Auseinandersetzung verstehe.

Eine AfD, die bisher nicht ein einziges Thema kolportiert, das ich als wichtig für unser friedliches und bisher bayrisch liberales Zusammenleben erachte, in der bayerischen Regierung, wäre für mich definitiv der Anlass, Bayern zu verlassen.

Ich habe durch meine diversen Aufenthalte keine Angst vor Muslimen und keine Angst vor einer Islamisierung Deutschlands, aber ich habe familiengeschichtlich bedingt höchste Bedenken bezüglich der Auswirkungen, die eine Regierungsbeteiligung der AfD mit sich brächte. Ein Bayern, in dem bereits Kinder dazu angehalten würden, sich als Bmockwart oder STASI 2.0 zu betätigen, in den physisch oder psychisch Behinderte oder sexuell anders Orientierte gelistet oder sogar polizeilich erfasst würden, in dem ich als Frau seitens einer Regierung dazu angehalten würde, mich vorrangig der Reproduktion zu widmen, dass wäre nicht mehr mein Bayern.
Ein koalitionärer Zusammenschluss der CSU mit der AfD ist ein Schritt in die Vergangenheit und nicht der Weg in eine gemeisterte fortschrittliche Zukunft, die ich mir für Bayern wünsche.

Mein Bayern ist, wie es Europa 2050 richtig ausdrückte, leben und leben lassen. Ganz sicher nicht ein Bayern das den Weg Polens, Ungarns, oder auch nur Österreichs beschreitet.

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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Klarsteller » Mi 11. Jul 2018, 08:57

JJazzGold hat geschrieben:(10 Jul 2018, 18:16)

Die für meine Anforderungen passende Partei existiert bereits. Eine Partei, die eine strikte Trennung von Asylbedürftigen und Migrationswilligen je nach Migrationsbedarf fordert. Die erst nach gelungener Integration und nachgewiesenem Selbsterhalt die Trennlinie zur Migration aufhebt. Ohne dabei das Recht auf Asyl anzutasten. Die sich noch dazu gegen eine Verwässerung meines Rechts auf persönliche Freiheit, einschließlich Entscheidungsfreiheit stemmt und weitaus mehr interessanten, fortschrittlichen Themen widmet, als es die Ein Thema Partei AfD tut. Es nicht die CSU. ;) Insofern ist mein Bedarf gedeckt.


Möglicherweise glaubt man dieser Partei auch nicht mehr so sehr, nachdem sie hinsichtlich von Untersuchungsausschüssen immer wieder Rückzieher vollzogen hat und selbst dann nicht mit der AfD abstimmt, wenn es den eigenen Parteiinteressen und dem Wahlprogramm entspricht. Übrigens was anderes bzgl. Asyl und Migration fordert die AfD auch nicht. Aber mir ist schon aufgefallen, dass insbesondere Anhänger der FDP dies nicht gerne hören wollen, während es anderen Parteianhängern der SPD, der Linken und der Grünen und zum Teil der Unionsparteien bereits längst aufgefallen ist.

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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon JJazzGold » Mi 11. Jul 2018, 10:09

"Klarsteller"

Möglicherweise glaubt man dieser Partei auch nicht mehr so sehr, nachdem sie hinsichtlich von Untersuchungsausschüssen immer wieder Rückzieher vollzogen hat und selbst dann nicht mit der AfD abstimmt, wenn es den eigenen Parteiinteressen und dem Wahlprogramm entspricht. Übrigens was anderes bzgl. Asyl und Migration fordert die AfD auch nicht. Aber mir ist schon aufgefallen, dass insbesondere Anhänger der FDP dies nicht gerne hören wollen, während es anderen Parteianhängern der SPD, der Linken und der Grünen und zum Teil der Unionsparteien bereits längst aufgefallen ist.


Welche AfD Anträge sollten das sein, die FDP analog wären?
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Wobei die Bayern laut Umfragen das Thema als ganz wichtig ansehen.


Mich interessiert ein Bayern, das in Bildung, Technologie, Digitales, Landwirtschaft, Gesellschaft fortschrittlich und erfolgreich zukunftsorientiert ist.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Klarsteller » Mi 11. Jul 2018, 11:18

JJazzGold hat geschrieben:(11 Jul 2018, 11:09)

Welche AfD Anträge sollten das sein, die FDP analog wären?


Mich interessiert ein Bayern, das in Bildung, Technologie, Digitales, Landwirtschaft, Gesellschaft fortschrittlich und erfolgreich zukunftsorientiert ist.


Würde aus Bayern rausführen. Und der Vorstand Alexyessin hatte mich gerstern netterweise darauf hingewiesen, dass man sich zumindest grob an das Threadthema halten sollte. Darum hatte ich das nur allgemein formuliert.

Bildung ist doch ein gutes Thema. Wie Bildung mit immer mehr sogenannter Flüchtlinge aussieht, kann man ganz toll in den Klassen bestaunen, bei welchen der Ausländer- und Migrantenanteil die Mehrheit stellt.
Technologie funktioniert ohne vernünftige Bildung nicht, wo wir wieder bei Punkt 1 sind.
Was meinst mit Digitales?
Was genau bei Landwirtschaft?
Eine fortschrittliche und erfolgreich zukunftsorientierte Gesellschaft beißt sich eben mit Werten aus dem Mittelalter oder noch älter. Und schon sind wir wieder bei den sogenannten Flüchtlingen.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon JJazzGold » Mi 11. Jul 2018, 11:47

"Klarsteller"

Würde aus Bayern rausführen. Und der Vorstand Alexyessin hatte mich gerstern netterweise darauf hingewiesen, dass man sich zumindest grob an das Threadthema halten sollte. Darum hatte ich das nur allgemein formuliert.


Schade, es hätte mich interessiert zu erfahren, welcher AfD Antrag angeblich FDP konform hätte sein sollen. Bisher hat diese Behauptung keiner Überprüfung standgehalten, anteilig nachzulesen im AfD Thread.


Bildung ist doch ein gutes Thema. Wie Bildung mit immer mehr sogenannter Flüchtlinge aussieht, kann man ganz toll in den Klassen bestaunen, bei welchen der Ausländer- und Migrantenanteil die Mehrheit stellt.
Technologie funktioniert ohne vernünftige Bildung nicht, wo wir wieder bei Punkt 1 sind.
Was meinst mit Digitales?
Was genau bei Landwirtschaft?
Eine fortschrittliche und erfolgreich zukunftsorientierte Gesellschaft beißt sich eben mit Werten aus dem Mittelalter oder noch älter. Und schon sind wir wieder bei den sogenannten Flüchtlingen.


Bildung ist ein viel zu wichtiges Thema, um es auf die Schallplatte mit Sprung “Flüchtlinge“ und “nach mir die Sintflut“ zu reduzieren. Dazu gehören fortschrittliche Konzeption, entsprechende Ausbildung des Lehrpersonals, enge Verknüpfung mit digitaler Entwicklung, Eliteförderung, eigenverantwortliche Projektarbeit, sowie intensive Betreuung weniger schnell umsetzender Schüler. Dann klappt's auch mit der fortschrittlichen Technologie. Eine Sparte, in der Bayern führend war, es anteilig immer noch ist, die aber in Bayern wesentlich ausbaufähiger wäre.

Mit “Digitales“ meine ich die Nutzung aller Vorteile, die die digitale Anwendung und Verknüpfung, insbesondere im Bereich Bildung und Anbindung ländlicher Regionen, aber auch in Betrieben, vom Konzern, über den mittelständischen Ausbildungsbetrieb bis in landwirtschaftliche Betriebe bietet.

Gleich wird mich der Welfenprinz beißen, aber ich würde im Bezug auf eigenverantwortliche landwirtschaftliche Betriebe einen Blick nach Neuseeland werfen.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Klarsteller » Mi 11. Jul 2018, 12:44

JJazzGold hat geschrieben:(11 Jul 2018, 12:47)


Schade, es hätte mich interessiert zu erfahren, welcher AfD Antrag angeblich FDP konform hätte sein sollen. Bisher hat diese Behauptung keiner Überprüfung standgehalten, anteilig nachzulesen im AfD Thread.


Bildung ist ein viel zu wichtiges Thema, um es auf die Schallplatte mit Sprung “Flüchtlinge“ und “nach mir die Sintflut“ zu reduzieren. Dazu gehören fortschrittliche Konzeption, entsprechende Ausbildung des Lehrpersonals, enge Verknüpfung mit digitaler Entwicklung, Eliteförderung, eigenverantwortliche Projektarbeit, sowie intensive Betreuung weniger schnell umsetzender Schüler. Dann klappt's auch mit der fortschrittlichen Technologie. Eine Sparte, in der Bayern führend war, es anteilig immer noch ist, die aber in Bayern wesentlich ausbaufähiger wäre.

Mit “Digitales“ meine ich die Nutzung aller Vorteile, die die digitale Anwendung und Verknüpfung, insbesondere im Bereich Bildung und Anbindung ländlicher Regionen, aber auch in Betrieben, vom Konzern, über den mittelständischen Ausbildungsbetrieb bis in landwirtschaftliche Betriebe bietet.

Gleich wird mich der Welfenprinz beißen, aber ich würde im Bezug auf eigenverantwortliche landwirtschaftliche Betriebe einen Blick nach Neuseeland werfen.


Schönes passendes Blau übrigens.

Der AfD Thread ist mir dann doch ein "wenig" zu lang zum Nachlesen. Aber mir war so als wurde einem U-Ausschuss wegen der BAMF Affäre nicht zugestimmt.
Ausschuss ja – aber nicht mit denen ... AfD und FDP fordern einen Untersuchungsausschuss zur Flüchtlingskrise. Die Liberalen wollen ganz anders sein als die Rechtspopulisten – doch ihre Fragen sind ähnlich.

Natürlich ist Bildung weitreichender. Aber was eine zu hohe Anzahl in den Klassen bedeutet, kannst in jeder Statistik nachlesen. Und ohne Vermittlung von Bildung, nützen die besten Bildungsabsichten nichts.
Ich finde zBsp auch die weitreichende Konklussion in NRW gefährlich, zumal entsprechende Verwandte und Bekannte mir das auch bestätigen. Ich weiß, dass das natürlich nicht mit sogenannten Flüchtlingen zu tun hat.

Das beste Lehrerpersonal ist nicht gut genug, um in ein paar Stunden das Verhalten ausreichend zu beeinflußen, wobei auch noch die Machtlosigkeit der Lehrer hinzukommt, weil sofort die Eltern ständig auf der Matte stehen und alles verbieten. War früher in den Schulen anders. Mit früher meine ich übrigens die 80er und 90er.

Eliteförderung ist toll, aber bringt der Mehrheit nichts. Sollte natürlich dennoch nicht unbeachtet bleiben, wobei das in Bayern doch ganz gut klappt oder?

Für jeden Schüler, der nicht mitkommt einen Extra-Lehrer oder wie soll man sich intensive Betreuung vorstellen? Aus NRW kenne ich es, auch bei der Inklussion so, dass der Lehrer sich nur noch auf die speziellen Schüler konzentriert, noch weniger Stoff vermittelt wird und der gesamte Notendurchschnitt der Klasse sinkt. Aber das wirst Du wohl kaum wollen.

Im Bereich Digitales kann ich Dir nur beipflichten, da fehlt es in ganz Deutschland. Dies erkennt man auch an beA im Bereich der Rechtsanwälte oder die nicht kompatiblen Systeme der einzelnen Gerichte. Unter den Ländern ist es nicht besser. Wobei es noch viel mehr Beispiele gibt.

Klingt vielleicht blöd, aber was ist in Neuseeland da Gutes vorhanden?
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon JJazzGold » Mi 11. Jul 2018, 13:35

"Klarsteller"

Schönes passendes Blau übrigens.


Danke, ich finde auch dass der weiß-blaue Himmel im Avatar und meine blaue Schrift auf weißem Grund hervorragend harmonieren. :)


Der AfD Thread ist mir dann doch ein "wenig" zu lang zum Nachlesen. Aber mir war so als wurde einem U-Ausschuss wegen der BAMF Affäre nicht zugestimmt.
[url=https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-06/bamf-untersuchungsausschuss-bundestag-afd-fdp-fluechtlinge-asyl]Ausschuss ja – aber nicht mit denen ... AfD und FDP fordern einen Untersuchungsausschuss zur Flüchtlingskrise. Die Liberalen wollen ganz anders sein als die Rechtspopulisten – doch ihre Fragen sind ähnlich.


Nur bei flüchtigem Lesen.

Der FDP Antrag zielt auf Aufklärung der Vorgänge bezogen auf das Bamf, dessen Strukturen und daraus resultierender Verbesserungen.

Der AfD zielt auf populistisch garnierten Rundumschlag und resultierendem “Merkel muss weg“.

Dass die FDP explizit den Teilen A , B II 6/12/20 im AfD Antrag nicht zustimmt, halte ich für eine Selbstverständlichkeit.


Natürlich ist Bildung weitreichender. Aber was eine zu hohe Anzahl in den Klassen bedeutet, kannst in jeder Statistik nachlesen. Und ohne Vermittlung von Bildung, nützen die besten Bildungsabsichten nichts.
Ich finde zBsp auch die weitreichende Konklussion in NRW gefährlich, zumal entsprechende Verwandte und Bekannte mir das auch bestätigen. Ich weiß, dass das natürlich nicht mit sogenannten Flüchtlingen zu tun hat.

Das beste Lehrerpersonal ist nicht gut genug, um in ein paar Stunden das Verhalten ausreichend zu beeinflußen, wobei auch noch die Machtlosigkeit der Lehrer hinzukommt, weil sofort die Eltern ständig auf der Matte stehen und alles verbieten. War früher in den Schulen anders. Mit früher meine ich übrigens die 80er und 90er.

Eliteförderung ist toll, aber bringt der Mehrheit nichts. Sollte natürlich dennoch nicht unbeachtet bleiben, wobei das in Bayern doch ganz gut klappt oder?

Für jeden Schüler, der nicht mitkommt einen Extra-Lehrer oder wie soll man sich intensive Betreuung vorstellen? Aus NRW kenne ich es, auch bei der Inklussion so, dass der Lehrer sich nur noch auf die speziellen Schüler konzentriert, noch weniger Stoff vermittelt wird und der gesamte Notendurchschnitt der Klasse sinkt. Aber das wirst Du wohl kaum wollen.


Sie denken in viel zu kleinem Maßstab. Insbesondere durch die Nutzung der Digitalisierung wird die Klassenstärke, ebenso wie der Fokus auf 1:1 Betreuung in Unterstützung langsam Lernender irrelevant, weil die Nutzung und Handhabung digitaler Medien davon befreit. Um Sie das erfassen lassen zu können, müsste ich Ihnen aufschlüsseln, wie dies in einem meiner Fachbereiche längst erfolgreich angewandt wird und das führt hier definitiv zu weit.

Aber Ihre Auffassung, gute Noten hingen generell von kleinen Klassen und überbordendem Lehrpersonal ab, zeigt mir, wie dringend wir eine Überarbeitung unseres Bildungssystems benötigen.


Im Bereich Digitales kann ich Dir nur beipflichten, da fehlt es in ganz Deutschland. Dies erkennt man auch an beA im Bereich der Rechtsanwälte oder die nicht kompatiblen Systeme der einzelnen Gerichte. Unter den Ländern ist es nicht besser. Wobei es noch viel mehr Beispiele gibt.


Es gibt viele Bereiche, nicht nur innerhalb Deutschlands, oder noch genauer Bayerns, sondern auch innerhalb der EU, in denen die Vorteile der digitalen Vernetzung nicht positiv genutzt werden. Statt dessen setzt man auf Aussetzung des Datenschutzes.

Klingt vielleicht blöd, aber was ist in Neuseeland da Gutes vorhanden?


Vielleicht hilft Ihnen dieser Artikel weiter.

https://www.wiwo.de/politik/ausland/fre ... 56254.html
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Klarsteller » Mi 11. Jul 2018, 15:14

JJazzGold hat geschrieben:(11 Jul 2018, 14:35)

Danke, ich finde auch dass der weiß-blaue Himmel im Avatar und meine blaue Schrift auf weißem Grund hervorragend harmonieren. :)


Darum fand ich das so passend. :)

Nur bei flüchtigem Lesen.

Der FDP Antrag zielt auf Aufklärung der Vorgänge bezogen auf das Bamf, dessen Strukturen und daraus resultierender Verbesserungen.

Der AfD zielt auf populistisch garnierten Rundumschlag und resultierendem “Merkel muss weg“.

Dass die FDP explizit den Teilen A , B II 6/12/20 im AfD Antrag nicht zustimmt, halte ich für eine Selbstverständlichkeit.


Ich muss zugeben, dass ich die genauen Wortlaute nicht gelesen hatte. Ich bin einfach davon ausgegangen, dass die Zeit keinen Blödsinn schreibt. Ansonsten erinnere ich mich eben noch an die Aussagen, dass man der AfD nie zustimmen wird oder nie auf Stimmen von denen angewiesen sein will. Ich empfinde dies alles als sehr undemokratisch. Aber das gleiche Vorgehen gab es damals gegen die Grünen, dann gegen die PDS bzw. die Linke und wird wohl immer wieder so kommen. Immerhin will man den Trog verteidigen.


Sie denken in viel zu kleinem Maßstab. Insbesondere durch die Nutzung der Digitalisierung wird die Klassenstärke, ebenso wie der Fokus auf 1:1 Betreuung in Unterstützung langsam Lernender irrelevant, weil die Nutzung und Handhabung digitaler Medien davon befreit. Um Sie das erfassen lassen zu können, müsste ich Ihnen aufschlüsseln, wie dies in einem meiner Fachbereiche längst erfolgreich angewandt wird und das führt hier definitiv zu weit.

Aber Ihre Auffassung, gute Noten hingen generell von kleinen Klassen und überbordendem Lehrpersonal ab, zeigt mir, wie dringend wir eine Überarbeitung unseres Bildungssystems benötigen.


Dieser Maßstab ist zumindest für viele Kinder von Verwandten und Bekannten der derzeit gültige. Und da läuft seit einigen Jahren vieles schief. Wieso sollte durch die Digitalisierung die Klassenstärke irrelevant werden? Digitale Medien erleichtern einiges, allzu oft ersetzen sie sogar das Lernen, was mAn ein Fehler ist, aber ich kann mir keine Nutzung in den Klassen derart vorstellen, dass die Klassenstärke oder eben Probleme mit langsamen Schülern oder extra betreuten Schülern irrelevant macht. Vielleicht fehlt mir da die Phantasie.

Von kleinen Klassen habe ich gar nichts geschrieben. Keine Ahnung, wie Du darauf gekommen bist. Und um meine Bildung brauchst Dir keine Sorgen machen.

Es gibt viele Bereiche, nicht nur innerhalb Deutschlands, oder noch genauer Bayerns, sondern auch innerhalb der EU, in denen die Vorteile der digitalen Vernetzung nicht positiv genutzt werden. Statt dessen setzt man auf Aussetzung des Datenschutzes.

Aussetzung des Datenschutzes nebst Gängelung der Nicht-Großkonzerne u.a. durch das DSGVO oder der Allgemeinheit durch das NetzDG. Da läuft einiges falsch in der Politik.


Vielleicht hilft Ihnen dieser Artikel weiter.

https://www.wiwo.de/politik/ausland/fre ... 56254.html


Danke für den Artikel. Sehr interessant zu lesen.
Da ist aber nicht nur ein Problem in Bayern, sondern insbesonderes eines der EU.
Privatisiert sollte die Landwirtschaft in Bayern aber sein. Oder gibt es noch LPGs? (Da ich heute schon einmal falsch verstanden wurde: Das war Spaß.)


ohne Tante Edith: Warum siezt Du mich? Ist das hier im Forum üblich? Weil mir das schon bei einigen aufgefallen ist, wobei manche beides nutzen im gleichen Post. Das verwirrt mich ein wenig.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon JJazzGold » Mi 11. Jul 2018, 16:52

"Klarsteller"


Ich muss zugeben, dass ich die genauen Wortlaute nicht gelesen hatte. Ich bin einfach davon ausgegangen, dass die Zeit keinen Blödsinn schreibt. Ansonsten erinnere ich mich eben noch an die Aussagen, dass man der AfD nie zustimmen wird oder nie auf Stimmen von denen angewiesen sein will. Ich empfinde dies alles als sehr undemokratisch. Aber das gleiche Vorgehen gab es damals gegen die Grünen, dann gegen die PDS bzw. die Linke und wird wohl immer wieder so kommen. Immerhin will man den Trog verteidigen.



Blödsinn schreibt die Zeit nicht, einige Punkte kann man als deckungsgleich bezeichnen, aber die o.g. Punkte zeigen, dass die Intention der AfD eine völlig andere ist, die die FDP nicht unterstützen wird. Was auch Die Zeit konstatiert.



“Die Fragen scheinen also weniger dem Erkenntnisinteresse zu dienen, sondern in erster Linie dazu, der Kanzlerin und ihrer Koalition auf parlamentarischer Bühne Fehler und Rechtsbrüche nachweisen und vorhalten zu können. Den Stoff für ihren Antrag sammelte die AfD seit dem Wahlkampf. Wohl deshalb handeln nur sieben der 28 Fragenkomplexe von den jüngst bekannt gewordenen Problemen im Bamf.“

Da die AfD personell, wie in der Intention einen eindeutigen Kurs konträr zur liberalen FDP eingeschlagen hat, ist es für die FDP völlig unproblematisch zu erklären, sie werde keinem AfD Antrag zustimmen. Denn es steht nicht zu erwarten, dass die AfD ihren Kurs ändert.

Dieser Maßstab ist zumindest für viele Kinder von Verwandten und Bekannten der derzeit gültige. Und da läuft seit einigen Jahren vieles schief. Wieso sollte durch die Digitalisierung die Klassenstärke irrelevant werden? Digitale Medien erleichtern einiges, allzu oft ersetzen sie sogar das Lernen, was mAn ein Fehler ist, aber ich kann mir keine Nutzung in den Klassen derart vorstellen, dass die Klassenstärke oder eben Probleme mit langsamen Schülern oder extra betreuten Schülern irrelevant macht. Vielleicht fehlt mir da die Phantasie.


Ich habe den Satz gefettet, der mich dazu bewegt zu konstatieren, dass wir dringend eine Reform des Bildungssystems benötigen, denn so dürften das noch viele Eltern sehen, bis man ihnen die Vorteile der Digitalisierung vor Augen führt, die u.a. daran besteht per WBT (Web based Trainingsmodulen) und digitalen Klassenzimmern, digitalen Vorbereitungen und Wiederholungsprüfungen, digitalen Bibliotheken, etc. jedem Kind seine eigene Lerngeschwindigkeit zuzugestehen und Hilfe gezielt dort zu leisten, wo es hakt. Das könnte in überregionaler Zusammenfassung von Schülern geschehen, unter direkter Betreuung per digitalem Klassenzimmer, oder überregional zur Verfügung stehendem Personal bei Nachfragen. Das spart in der Tat Personal. Und ich wäre, um mal wieder auf's Thema zu kommen, höchst erfreut, wenn Bayern hier den Vorreiter geben würde. Aber die jetzige CSU lässt nicht erkennen, dass sie das Thema, im oder ausserhalb des Wahlkampfs interessiert. Weshalb ich hier auf die FDP setze.


Von kleinen Klassen habe ich gar nichts geschrieben. Keine Ahnung, wie Du darauf gekommen bist. Und um meine Bildung brauchst Dir keine Sorgen machen.


Um Ihre Bildung mache ich mir keine Sorgen, es geht mir ausschließlich um die Bildung nachfolgender Generationen.


Danke für den Artikel. Sehr interessant zu lesen.
Da ist aber nicht nur ein Problem in Bayern, sondern insbesonderes eines der EU.
Privatisiert sollte die Landwirtschaft in Bayern aber sein. Oder gibt es noch LPGs? (Da ich heute schon einmal falsch verstanden wurde: Das war Spaß.)


Ein analoges Vorgehen würde die EU wahrscheinlich in die größte Krise seit ihrem Bestehen werfen. Weshalb ich auch keine Umsetzungsmöglichkeit in naher Zukunft sehe.
In Bayern gibt es Genossenschaften und die scheinen, dafür bin ich keine Fachfrau, im Großen und Ganzen recht erfolgreich zu arbeiten.


ohne Tante Edith: Warum siezt Du mich? Ist das hier im Forum üblich? Weil mir das schon bei einigen aufgefallen ist, wobei manche beides nutzen im gleichen Post. Das verwirrt mich ein wenig.


Ich sieze grundsätzlich erst einmal jeden User. Mich interessiert nicht, was im Net üblich sein soll, oder nicht. Ich handhabe das nach meiner persönlichen Präferenz.
Das “du“ muss man sich bei mir verdienen. ;) Das haben hier einige User im Laufe der Zeit schon geschafft.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Welfenprinz » Fr 13. Jul 2018, 05:39

JJazzGold hat geschrieben:(11 Jul 2018, 12:47)

[

Gleich wird mich der Welfenprinz beißen, aber ich würde im Bezug auf eigenverantwortliche landwirtschaftliche Betriebe einen Blick nach Neuseeland werfen.[/color]


Du rennst bei mir offene Türen ein. Von meiners wegen gehört das Beihilfesxstem der EU komplett abgeschafft,besser gestern als heute.
Bayern ist aber definitiv nicht der Ausgangspunkt dafür,nirgends sind die Bauern derart gepampert wie zwischen Würzburg und Garmisch. CSU Stammwählerschaft,gut bezahlte Stimmen.
Der Wiwo Artikel bezgl Neuseeland ist allerdings etwas schönfärberisch. Ganz davon abgesehen liesse sich das hierzulande derzeit nicht im Ansatz durchsetzen.


Sehe ich das richtig,dass der werte user Klarsteller auch bei den Themen Impotenz und Hühneraugen direkt im nächsten Satz bei “Flüchtlinge“ landen würde?
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon JJazzGold » Fr 13. Jul 2018, 18:01

"Welfenprinz"

Du rennst bei mir offene Türen ein. Von meiners wegen gehört das Beihilfesxstem der EU komplett abgeschafft,besser gestern als heute.
Bayern ist aber definitiv nicht der Ausgangspunkt dafür,nirgends sind die Bauern derart gepampert wie zwischen Würzburg und Garmisch. CSU Stammwählerschaft,gut bezahlte Stimmen.
Der Wiwo Artikel bezgl Neuseeland ist allerdings etwas schönfärberisch. Ganz davon abgesehen liesse sich das hierzulande derzeit nicht im Ansatz durchsetzen.


Alles richtig, was du schreibst und erfreulich, dass du genau wie ich der Meinung bist, dass die Subventionen kontraproduktiv sind. Aber die Abschaffung ist in der EU ist schlichtweg nicht machbar, zumindest momentan. Die Mittel für Subventionen im neuen Haushalt einzuschränken, hat schon kräftigen Protest generiert. Ich kann mir gut vorstellen was los wäre, würde in der EU, oder auch nur Bayern ;), laut über einen analogen Weg zu Neuseeland laut nachgedacht. Eines der vielen Versäumnisse.



Sehe ich das richtig,dass der werte user Klarsteller auch bei den Themen Impotenz und Hühneraugen direkt im nächsten Satz bei “Flüchtlinge“ landen würde?

Kennst du die Geschichte vom Schüler, der sich darauf vorbereitet hat, über den Regenwurm zu referieren?
Er bekam das Thema Elefant.

“Der Elefant hat einen Rüssel. Der sieht aus wie ein großer Regenwurm. Der Regenwurm ist taub und blind und lebt im Boden...........“

Das stellt die thematische Bandbreite der, nicht nur bayerischen, AfD und deren Wählerklientel dar, was sich auch im anstehenden Wahlkampf wieder beweisen wird.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Hyde » Sa 14. Jul 2018, 00:36

watisdatdenn? hat geschrieben:(10 Jul 2018, 03:09)

Ich kann nichts dafür, dass sich die CDU/CSU im Bundestag glasklar gegen direkte Demokratie ausspricht (und auch entsprechend abstimmt):
https://m.youtube.com/watch?v=ZZ_HlXHU2mE
https://m.youtube.com/watch?v=lTD8v7y85iQ

https://www.bundestag.de/dokumente/text ... tie/548640

Mir wäre es anders auch lieber..

Die Grünen sind da leider auch nicht besser..
https://m.youtube.com/watch?v=VSfbVibF9PA
Da geht es den Grünen auf einmal um Minderheitenschutz (und "Mimimi"?), kaum gibt es eine ernsthafte Möglichkeit direkte Demokratie einzuführen..


Möglicherweise unterliegen Sie dem Trugschluss, dass nur direkte Demokratie Demokratie sei.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon watisdatdenn? » Sa 14. Jul 2018, 06:38

Hyde hat geschrieben:(14 Jul 2018, 01:36)
Möglicherweise unterliegen Sie dem Trugschluss, dass nur direkte Demokratie Demokratie sei.

Das tue ich nicht.
Natürlich ist auch parlamentarische Demokratie demokratisch (wenn auch nicht ganz so demokratisch wie ihr antikes athenische Vorbild, bei der ein Abgeordneter auf ca. 30 Wähler kam. Bei uns ist es eher 1:100.000).

Aber: Wer weiß wie Lobbyismus funktioniert, kennt die Schwächen des indirekten Systems, welche die parlamentarische Demokratie in Endeffekt zu einer Mischform aus Demokratie und Oligarchie macht, in der die Interessen der Mehrheit oft den Interessen einer Minderheit (mit starker Lobby) unterliegen.


Die direkte Demokratie ist natürlich die reinste Form der Demokratie, da zwischen dem Demos (Volk) und dem Gesetz kein Mittler mehr ist, welcher den (gemittelten) Willen des Volkes verfälschen kann (und es auch ausgiebig tut, wie wir ja in der Praxis sehr häufig erleben)

Ich möchte schon zumindest auf das demokratische Niveau des antiken Athens kommen. Noch lieber mit Hilfe von Internet (gerne auch mit aristokratischen Elementen wie bei Liquid Feedback), etc.. eine direkte Mitbestimmung haben!
Ich finanziere die ganzen Dinge hier ordentlich mit, da will ich dann auch ordentlich mitbestimmen können (mehr als jetzt).

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es nur mir so geht.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Misterfritz » Sa 14. Jul 2018, 07:53

watisdatdenn? hat geschrieben:(14 Jul 2018, 07:38)
Aber: Wer weiß wie Lobbyismus funktioniert, kennt die Schwächen des indirekten Systems, welche die parlamentarische Demokratie in Endeffekt zu einer Mischform aus Demokratie und Oligarchie macht, in der die Interessen der Mehrheit oft den Interessen einer Minderheit (mit starker Lobby) unterliegen.
Und wer sich die Brexit-Abstimmung in GB angesehen hat, weiss, dass direkte Demokratie auch nicht das gelbe vom Ei ist.

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