Australische vasallen verlassen den irak.

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davidbektas
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Re: Australische vasallen vewrlassen den irak.

Beitragvon davidbektas » Di 3. Jun 2008, 17:26

Samogon hat geschrieben:Hol dir schmerzmittel aus der apotheke.


Brauch ich nicht, ich kann die schmerzliche Wahrheit, das die Amerikaner nicht an jedem Furz schuld sind und es einen offenen Krieg zw. Sunniten und Shiiten gibt, auch so ertragen. Aber ich weiß nicht wie das bei dir aussieht, du siehst hinter den Anschlägen sunnitischer Extremisten scheinbar immer noch verkleidete CIA-Agenten. Krieg zw. Sunniten und Shiiten? Niemals! :twitch:
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Lord Anubis
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Re: Australische vasallen vewrlassen den irak.

Beitragvon Lord Anubis » Di 3. Jun 2008, 17:34

davidbektas hat geschrieben:
Das bezweifel ich. 150 000 ist wohl eine realistischere Zahl (siehe Studie der WHO, die umfangreichste Studie bzgl. der Kriegstoten im Irak bisher).


Da sagt die Studie aus 2006 was anderes, schon da spricht man von mehr als 650k toten, nach denn neuen Rechnungen soll es schon weit über 1 Million tote geben.
NATO = North Atlantic Terror Organisation

http://daserste.ndr.de/panorama/media/dalailama74.html
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Re: Australische vasallen vewrlassen den irak.

Beitragvon davidbektas » Di 3. Jun 2008, 17:43

Samogon hat geschrieben:Amerikaner haben irak völkerrechtswidrig unter vorspielung falscher tatsachen überfallen.


Das stimmt.

Samogon hat geschrieben:Sie sind primär für das chaos, die zerstörung und die tausende toten verantwortlich.


Sie sind Mitverantwortlich, aber einen großen Teil an der Verantwortung tragen auch die Leute die Bomben auf Märkten, in Bäckereien,... platziert haben um damit so viele Leute wie möglich zu töten. Und das sind die sunnitischen Extremisten, die Shiiten haben erst mit Gewalt reagiert als das Fass überlief. Sie konnten im Frieden schließlich nur gewinnen (sie stellen ja auch die Mehrheit im Irak) und hatten kein Interesse an einem Bürgerkrieg (Sistani hat ihn korrekterweise als Falle für die Shiiten bezeichnet).

Die Gewalt im Irak ist so extrem weil die Sunniten nicht damit fertig werden das sie das Land endgültig an die Shiiten verloren haben. Das ist eine Auseinandersetzung mit historischen Dimension, der Irak war für die Shiiten schon immer ein Land der Unterdrückung durch Sunniten (was meinst du wohl warum so viele shiitischen Heiligtümer dort stehen -> die Sunniten haben die Imame und hohen Geistlichen der Shiiten dort umgebracht, das geht schon so seit Jahrhunderten).

Ich glaube du siehst das "big picture" (diese historische Auseinandersetzung) nicht. Selbst Sarkawi hat gesagt das die Amerikaner nicht das größte Problem sind. Die "Kreuzfahrer" werden verschwinden, wenn nicht Morgen dann am Tag danach, aber die Shiiten bleiben.
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Re: Australische vasallen vewrlassen den irak.

Beitragvon davidbektas » Di 3. Jun 2008, 17:46

Lord Anubis hat geschrieben:Da sagt die Studie aus 2006 was anderes, schon da spricht man von mehr als 650k toten, nach denn neuen Rechnungen soll es schon weit über 1 Million tote geben.


Ich kenne diese Studie. Ich halte mich lieber an die umfangreichsten Studie die bisher gemacht wurde, nämlich die WHO-Studie, die weit mehr beinhaltete als einfaches rumfragen und hochrechnen. Die WHO-Studie deckt sich btw. mit den Angaben des irakischen Gesundheitsministerium, ein weiterer Grund dieser Studie glauben zu schenken.
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Gretel
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Re: Australische vasallen vewrlassen den irak.

Beitragvon Gretel » Fr 11. Jul 2008, 18:09

Lord Anubis hat geschrieben:

Verglichen was jetzt mit Irak los ist, war der Irak unter Saddam ein Paradies. Seit der Amerikanischen "Befreiung" sind mehr als 1Million Menschen getötet worden.

So? Quelle? Von wem getötet?
? Ohne die Terroristen und Gruppierungen, die ort ihre Pfründe sichern wollen, wären die Besatzer längst abgezogen.



Die Schuld des Baath-Regimes:
Etwa eine Million irakische Bürger aller Nationalitäten und religiösen Gemeinschaften fielen Saddam zum Opfer (Zahl OHNE Kriegsopfer)


Göttingen, 01. Juli 2004
Nach der Vorführung des irakischen Diktators Saddam Hussein vor einen irakischen Haftrichter erinnert die Gesellschaft für bedrohte Völker an die Schuld des Baath-Regimes und seines Führers. Etwa eine Million irakische Bürger aller Nationalitäten und religiösen Gemeinschaften sind Saddam zum Opfer gefallen.

Allein im Nordirak sind in den vergangenen 35 Jahren rund eine halbe Million Kurden – unter ihnen auch assyrisch-aramäische Christen, Yeziden und Turkmenen – vernichtet worden. 182.000 dieser 500.000 Opfer starben bei der so genannten Anfal-Offensive 1987/88 entweder durch den Einsatz chemischer Kampfstoffe einen qualvollen Tod oder sie wurden – wenn sie den Giftgaseinsatz überlebt hatten - bei Massenerschießungen von Einsatzgruppen getötet. Unter diesen Toten wiederum waren allein 8.000 Männer und Knaben des Barzani-Stammes. Der Organisator der Anfal-Offensive, der Cousin Saddam Husseins, Ali Hassan Al-Majid, hat 100.000 Opfer eingestanden. Diesen Genozid haben Administration, Armee und Einsatzgruppen Saddams in allen Einzelheiten registriert und akribisch festgehalten. 14 Tonnen des Materials wurden in den USA von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch gesichtet und analysiert.

Organisationen der Schiiten im Südirak beklagen 300.000 Tote seit 1991, unter ihnen 9.000 Geistliche. Diese Angaben werden von Menschenrechtlern bestätigt. Nach der planmäßigen Austrocknung der Marschen des Euphrat- und Tigris-Deltas wurden etwa 500.000 so genannte Marscharaber vertrieben. Zehntausende kamen bei Bombardements, durch Exekutionen und auf der Flucht ums Leben. Bereits Mitte der 70-er Jahre hatte die Baath-Partei die ohnehin nur noch 3.000 Mitglieder zählende jüdische Gemeinschaft nach öffentlichen Hinrichtungen und Verfolgungen fast ausnahmslos aus dem Lande gejagt.

Weiteren Massakern, Einzel- und Massenhinrichtungen fielen Vertreter aus allen Oppositionsparteien, Intellektuelle und Angehörige der Arbeiter- und Frauenbewegung zum Opfer. Zahlreiche Emigranten wurden in ihrem Gastland von irakischen Agenten ermordet. Saddam Hussein ließ Tausende Angehörige des Regimes, darunter Diplomaten, Geheimdienstler, Mitglieder des Offizierkorps und sogar seiner Republikanischen Garden sowie seiner Familie liquidieren.

Die GfbV kritisiert, dass die westeuropäischen Staaten, die USA, die damalige Sowjetunion und ihre Satelliten, insbesondere die DDR, viele dieser Verbrechen durch Lieferungen von Waffen und militärischem Know-how, durch enge diplomatische, ökonomische und politische Zusammenarbeit erst ermöglicht haben. 86 Firmen aus der Bundesrepublik Deutschland haben wesentlichen Anteil am Aufbau der irakischen Giftgasindustrie gehabt.

Dokumentation der Gesellschaft für bedrohte Völker
Chronik des Schreckens von Saddam Hussein


1969 Bombardement zahlreicher kurdischer Dörfer mit Napalm und Raketen; Tod von vielen Frauen und Kindern; allein zwischen dem 14. und 16. Mai Zerstörung von 544 Wohnhäusern, 65 Todesopfer unter Zivilisten.

1973 politische Oppositionelle, unter ihnen Linksbaathisten, Kommunisten, Kurden, Schiiten u.a., werden gefoltert oder ermordet. Es wird bestätigt, dass dem ehemaligen Premierminister Albazzaz 1968in der Haft Arme und Beine gebrochen und ein Auge ausgeschlagen wurden. 450 von 130.000 im Irak verbliebenen Juden werden rücksichtslos unterdrückt, 20 seit November 1972 verschwundene Juden starben an den Folterungen, ein 11-jähriges jüdisches Mädchen gestand nach 3 Tagen Folter und Vergewaltigung ihre angebliche Mitgliedschaft in einem zionistisch-imperialistischen Spionagering.

1974-1976 291 bekannt gewordene Hinrichtungen, darunter Kurden, Kommunisten, Maoisten und Nasseristen.

1975 Einrichtung von KZs für 14.000 Kurdische Peshmerga. Vertreibung von 25.000 Yeziden und 30.000 Khanakin-Kurden, Flucht von 250.000 Kurden in den Iran. 1975-1978 Vertreibung von 500.000 Kurden.

1976-1988 Mordanschläge durch irakische Diplomaten und Sicherheitsbeamte an irakischen und kurdischen Emigranten u.a. in Lausanne (an GfbV-Beiratsmitglied Ismet Cherif Vanly), London, Paris, Wien, Beirut, Berlin, Khartoum und Modesto/Kalifornien.

1977 Exekution von mehreren hundert Kurden.

1978 Hinrichtung von 253 Kurden im Gefängnis von Mossul.

1987 Zahl der zerstörten chaldäischen und nestorianischen Kirchen erreicht 85.

1980-1988 Angriffskrieg gegen den Iran mit etwa einer Million Toten.

1981 300 vollstreckte Todesurteile an Kurden und Anhängern der Baath-Partei.

1982 Hinrichtung von 27 Turkmenen, 166 Schiiten und 35 Kommunisten.

1983 300 Hinrichtungen von Offizieren, Deserteuren, Demokraten und Schiiten.

1984 Hunderte von Hinrichtungen darunter Schüler, Studenten.

1985 Ermordung von 300 Kurden, Hinrichtung von Assyrern und Kommunisten.

1986 Hinrichtung von 83 kurdischen Studenten, 25 KDP-Mitgliedern, 38 Studenten der PUK und Ermordung von 300 kurdischen Kindern nach Folterung mit Elektroschocks und sexuellem Missbrauch.

1987 Verschwinden von 180 Schiiten, Exekution von 360 Kurden, darunter 17 Kindern, Vergiftung von 40 Angehörigen des Geheimdienstes, Beginn der Anfal-Offensive mit Giftgas, Deportationen und Massenerschießungen von Kurden, Yeziden, Assyrer und anderer im Nordirak.

1988 Erschießung von 8.000 männlichen Angehörigen der Barzani-Großfamilie, Hinrichtung von 400 durch Luftangriffe verletzten kurdischen Zivilisten in der Tamjaro-Kaserne, Hinrichtung von tausend Kurden in Dohuk; Anfal-Offensive fordert nach unterschiedlichen Quellen 60.000 Opfer (Gutman, Handbuch Kriegsverbrechen), 150.000 Opfer (der britische Nahostexperte Prof. David Mc Dowall), nach Angaben des irakischen Verantwortlichen 100.000 Opfer, nach kurdischen und anderen Angaben bis zu 182.000 Opfer; Zerstörung von 5.000 kurdischen, assyrischen und yezidischen Dörfern.

1988 Giftgasangriff auf Kurden-Stadt Halabja, 5.000 Opfer.

1989 Verschwinden von 33 Assyrern, Hinrichtung von 94 Deserteuren, Hinrichtung von drei Generälen.

1991 Invasion Kuwaits.

1991 Niederschlagung des Schiitenaufstandes, Genozid: 60.000-100.000 Tote (laut anderen Schätzungen bis zu 300.000 Tote).

1991 Niederschlagung des Kurdenaufstandes, Flucht von etwa 1,5 Millionen Kurden in die Bergregionen des türkischen und iranischen Kurdistan, Zehntausende zivile Opfer sterben an den Strapazen. Zwischen März und Mai werden Tausende Kurden, Shiiten und Angehörige anderer Gruppen verhaftet, viele in Schnellverfahren hingerichtet, darunter auch Frauen und Kinder; Tausende verschwinden. Im Süden werden am 16. März etwa 150 schiitische Männer und Jugendliche im Garnisonsstützpunkt al-Mahawil exekutiert.

1992 Nach Verhängung des Flugverbots im südlichen Irak Verhaftungswelle unter mehreren Tausend mehrheitlich nicht an Kampfhandlungen beteiligten schiitischen Zivilisten; eine unbekannte Zahl unbewaffneter Zivilisten fällt extralegalen Hinrichtungen zum Opfer.

1992 im März ergeht Befehl, alle Bewohner der Sumpfgebiete (Marscharaber und Schiiten) in eigens für sie errichtete Lager außerhalb der Sümpfe umzusiedeln; im Mai beschießt ein Kampfhubschrauber eine Hochzeitsgesellschaft in der Provinz al‘Amara im Süden und tötet 13 Zivilisten.

1992 In der Nähe von Arbil, Sulaimaniya und in anderen Gebieten werden Massengräber mit den Überresten zahlreicher kurdischer Dorfbewohner und Kombattanten gefunden, die im Gewahrsam irakischer Behörden "verschwanden"; 107 Tote, die bei Arbil gefunden werden, gehören zu den etwa 360 Kurden, die die Angriffe mit chemischen Kampfstoffen überlebt hatten, dann aus den Krankenhäusern in Arbil entführt und verschleppt worden waren.

1993 Offensiven der Regierungsstreitkräfte, um die Sumpfgebiete im Süden unter Kontrolle zu bekommen, extralegale Hinrichtungen zahlreicher Zivilisten; bis zu 8.000 Marscharaber fliehen vor den Angriffen und aufgrund der Trockenlegung der Sümpfe; bei einem Angriff am 26.9. in den Sümpfen werden mehrere hundert Menschen getötet.

1994 Revolutionsrat (RCC) führt grausame Strafen wie Überkreuzamputationen der Gliedmaße, Abtrennung der Ohren oder Brandmarkung ein; a.i. erhält erneut Berichte über die Festnahme Tausender Oppositioneller, darunter auch Ärzte, die sich weigerten, die o. g. Amputationen durchzuführen; Folterung von Häftlingen; extralegale Hinrichtung Oppositioneller.

1995 Im August flüchten Generalleutnant Hussein Kamel al-Hassan al-Majid, ehemals Verteidigungsminister und Führungsoffizier bei den Republi-kanischen Garden, und sein Bruder, Oberstleutnant Saddam Kamel, Leiter der Präsidialgarde, beide Schwiegersöhne Saddam Husseins, mit ihren Frauen nach Jordanien. Irakische Behörden nehmen eine unbekannte Zahl führender Militärangehöriger und Funktionäre der Baathpartei fest, die in enger Verbindung zu diesen standen.

1995 Extralegale Hinrichtungen vermeintlicher Oppositioneller (genaue Zahl nicht bekannt).

1996 Im Februar werden Hussein Kamel al-Hassan al-Majid und Saddam Kamel kurz nach ihrer Rückkehr in den Irak trotz vorheriger Begnadigung getötet.

1996 Nach einem angeblichen Putschversuch werden im Juni mehr als 120 Armeeoffiziere hingerichtet. Das Schicksal weiterer 300 in diesem Zusammenhang festgenommener Personen bleibt ungewiss.

1996 Im August exekutieren Regierungskräfte unweit von Arbil mindestens 96 Mitglieder des oppositionellen Irakischen Nationalen Kongresses und vier Mitglieder der Irakisch-Nationalen Turkmenen-Partei.

1997 Bei Prozessionen werden am 9. Juni in Karbala Hunderte Schiiten verhaftet und viele getötet, als Regierungskräfte wahllos in die Menge schießen.

1997 14 Offiziere des Geheimdienstes, von Sondereinheiten und regulären Sicherheitskräften sowie ehemalige Mitglieder der Baathpartei werden zwischen Juli und Oktober wegen Beteiligung an einem Putschversuch und einer Verschwörung hingerichtet.

1997 a.i. fordert vom Irak Aufklärung über das Schicksal mehrerer Hunderttausender Menschen, die seit Beginn der 80er Jahre "verschwunden" sind.

1997 UN Sonderberichterstatter für den Irak Max van der Stoel berichtet, dass im November und Dezember mehr als 1.500 politische Gefangene in den bei Bagdad gelegenen Haftanstalten Abu Ghraib und al-Radhwaniya hingerichtet wurden.

1998 Im September werden Berichten zufolge mindestens 100 politische Gefangene, darunter 21 Frauen, hingerichtet, ihre Leichen in Massengräbern verscharrt.

1999 Mindestens 19 politische Gefangene sind unter den mehr als 100 Menschen, die im Oktober im Abu Ghraib-Gefängnis hingerichtet werden.

2000 Laut a.i. werden neue Strafen wie Hinrichtung durch Enthauptung oder das Herausschneiden der Zunge, z.B. wegen Verleumdung des Präsidenten, eingeführt; im Februar werden 38 Offiziere der Republikanischen Garde wegen eines gescheiterten Attentats auf den Präsidenten hingerichtet.

2000 Das Regime setzt die 1997 begonnene Vertreibung von Kurden und Turkmenen aus Kirkuk, Khaniqin, Makhmour, Sinjar, Tuz Khormatu und anderen Distrikten als Teil ihres Arabisierungsprogramms fort. Zwischen Januar und Juni sind davon 800 Menschen betroffen, was die Gesamtzahl der seit 1991 Vertriebenen auf mehr als 94.000 erhöht.

2001 Zahlreiche Menschen werden ai-Berichten zufolge hingerichtet, unter ihnen Offiziere, vermeintliche Oppositionelle – vor allem Schiiten -, muslimische Geistliche, Rechtsanwälte und Lehrer. Aber auch Angehörige von mutmaßlichen Regimegegnern sind unter den Ermordeten. Berichtet wird über willkürliche Verhaftungen, nichtöffentliche Prozesse vor Sondergerichten, systematischer Folter und Misshandlungen in Haft und unmenschlichen Strafen wie Herausschneiden der Zunge, vollstreckt auf öffentlichen Plätzen. Die Vertreibung von Minderheitenangehörigen dauert an.

2002 Die durch ein Dekret vom 20. Oktober angeordnete Amnestie aller Gefangenen wurde laut Aussagen von Familienangehörigen offensichtlich nicht auf die politischen Gefangenen ausgedehnt. Die Vertreibung von Kurden, Turkmenen und Assyrer-Aramäern wird fortgesetzt. Es sind vor allem Familien betroffen, die das so genannte "Formular zur Korrektur ihrer Nationalität" nicht unterschreiben wollten und sich so dem Arabisierungsprogramm widersetzten, die der Baath-Partei trotz Aufforderung nicht beitreten oder deren Kinder sich den Jugendorganisationen des Diktators (Saddams Ashbal) nicht anschließen wollten.


Verbrechen unter Saddam Hussein: Hinrichtungs- und Foltermethoden
Tötungs- und Hinrichtungsarten:


"Normale" Hinrichtungen (in der Regel heißt es, Jahr für Jahr in Berichten von Menschen­rechtsorganisationen – unter ihnen Amnesty international -: "...im Berichtsjahr wurden Hun­derte von Personen hingerichtet")
Zu Tode Foltern
ohne Warnung in Ansammlungen von Zivilisten schießen
Demonstrationen durch Schusswaffengebrauch auflösen
Angehörige staatlicher Dienste mit Thallium vergiften
Dorfgemeinschaften überfallen, massakrieren oder bombardieren
mehrere hunderttausend Menschen verschwinden lassen
Massenexekutionen von Verschleppten und Verscharren der Toten in Massengräbern (z.B. 8.000 Knaben und Männer des Barzanistammes)
Bombardieren von Dörfern und Städten (Ha-labja) mit Giftgas
Massenexekutionen von Überlebenden der Giftgasangriffe
Vernichtung von Zehntausenden Alten, Kranken, Säuglingen, Kleinkindern, Schwangeren, Verwundeten, Hungernden als Konsequenz der Lebensbedingungen während und nach den Massenvertrei-bungen 1975, 1987/88 und 1991 und durch Zerstörung von 5.000 Dörfern und Vergiftung der Brunnen
gezielte Einzelerschießungen von Menschen bei Autofahrten, auf den Straßen, in Dörfern und Städten
Anschläge/Attentate auf Exilierte in allen fünf Kontinenten durch Diplo-maten und Geheimdienstagenten des Regimes
Öffentliche Enthauptung von Frauen, von angeblichen Prostituierten und von Angehörigen der weiblichen Opposition mit Schwertern
Ertränken von Menschen im Tigris, die mit Gewichten beschwert worden waren
Erhängen von Menschen an Leitungsmasten
Menschen aus Krankenhausetagen stürzen lassen



Foltermethoden


Herausschneiden der Zunge
Ausstechen der Augen
Elektroschocks
Verbrennungen mit Zigaretten
Ausreißen von Fingernägeln
Vergewaltigung von Häftlingen
Aufhängen an Gelenken über lange Zeiträume
Schläge mit Kabeln
Schläge auf die Fußsohlen
Durchbohren der Hände mit Bohrmaschinen
Scheinhinrichtungen (1997 Todesstrafe festgelegt für 18 Straftatbestände)
Einzelhaft über Jahre
Festnahme weiblicher Angehöriger eines Häftlings und deren Vergewaltigung in dessen Gegenwart
Zusendung von Videobändern an ins Ausland geflüchtete Oppositionelle, auf denen Vergewaltigungen weiblicher Angehöriger zu sehen sind
Amputation beider Hände
Übergabe zu Tode Gefolterter an Angehörige
Hetzen von Bluthunden auf Häftlinge
Amputation beider Ohren oder von rechter Hand und linkem Fuß mit Fernsehübertragung
Einbrennen von Brandzeichen auf die Stirn von Deserteuren
Brechen von Gliedmaßen
Verbrennen bei lebendigem Leibe
Entziehung von Wasser über längere Zeiträume


Die Opfergruppen
Kurden (Yeziden, Failis, Barzanis), Schiiten, Marscharaber, assyrisch-aramäische Christen (Nestorianer, Chaldäer, u.a.), Turkmenen, Kuwaitis, andere Araber, sonstige Ausländer, iranische Gefangene, iranische Araber, vermeintliche und tatsächliche Regierungsgegner, vermeintliche und tatsächliche Kriminelle, so genannte Prostituierte, Frauen und Kinder aller Nationalitäten, vermeintliche und tatsächliche Schmuggler, Ärzte- und Pflegepersonal (das verwundete Kurden oder Schiiten versorgt oder Strafamputationen verweigert hatte), Oppositionelle (Kommunisten, Sozialisten, Demokraten, Gewerkschaftler, Intellektuelle, früher Maoisten und Nasseristen), Baathparteimitglieder und Regimeangehörige, Angehörige der republikanischen Garden, Armee: Offiziere und Generäle, Geheimdienstler, Politiker, Angehörige der Familie Saddam Husseins, u.a. die beiden Schwiegersöhne.

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Re: Australische vasallen vewrlassen den irak.

Beitragvon Gretel » Sa 12. Jul 2008, 18:26

Samogon hat geschrieben:
Also keine seriöse quelle



Das einzige, was keine seriöse Quelle ist, ist Edit über das Leid von hundertausenden Menschen hinwegsetzt. Man muß kein Freund der amerikanischen Aussenpolitik sein, um zu sehen und zu sagen, das Saddam ein Schlachter war.
Zuletzt geändert von aleph am Di 15. Jul 2008, 10:41, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: http://www.politik-forum.eu/viewtopic.php?p=68503#p68503
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Re: Australische vasallen vewrlassen den irak.

Beitragvon borus » Sa 12. Jul 2008, 18:36

Gretel hat geschrieben:

Das einzige, was keine seriöse Quelle ist, ist Dein ehrloses Schandmaul, das sich aus niedrigen, tendenziösen Beweggründen über das Leid von hundertausenden Menschen hinwegsetzt. Man muß kein Freund der amerikanischen Aussenpolitik sein, um zu sehen und zu sagen, das Saddam ein Schlachter war.
die usa haben ja wohl das giftgas mal geliefert? und in scheinhinrichtung sollen sie ja jetzt wahre experten sein in der ganzen welt..
Sollte ich jemanden persönlich verletzt haben,das war nicht meine absicht und bitte ich hiermit offiziell um Entschuldigung. wahrheit ist wahrheit nur muss es einen geben der sie sagt und kein feigling sein
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Re: Australische vasallen vewrlassen den irak.

Beitragvon gallerie » Sa 12. Jul 2008, 18:39

Gretel hat geschrieben:

Das einzige, was keine seriöse Quelle ist, ist Dein ehrloses Schandmaul, das sich aus niedrigen, tendenziösen Beweggründen über das Leid von hundertausenden Menschen hinwegsetzt. Man muß kein Freund der amerikanischen Aussenpolitik sein, um zu sehen und zu sagen, das Saddam ein Schlachter war.

...nanana, bei der Quellenangabe habe ich auch meine Zweifel. Aber da muss "frau" nicht gleich unsachlich werden.
Das Saddam viele Menschen auf dem Gewissen hat muss da nicht explizite ausgewiesen werden.
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Re: Australische vasallen vewrlassen den irak.

Beitragvon Gretel » Sa 12. Jul 2008, 18:57

gallerie hat geschrieben:...nanana, bei der Quellenangabe habe ich auch meine Zweifel. Aber da muss "frau" nicht gleich unsachlich werden.
Das Saddam viele Menschen auf dem Gewissen hat muss da nicht explizite ausgewiesen werden.



GENAU DAS muß leider anscheinend IMMER WIEDER explizit ausgewiesen werden.
Unsachlich ist das Geschwätz, die GBV sei keine seriöse Quelle. Es steht jedem frei, auch bei Amnesty die Jahresberichte Irak nachzuschlagen.

FAZ - Artikel (Ausschnitt)

Zurück nach Zebari will keiner mehr von ihnen. Der Sohn ebenfalls nicht. Er schlägt sich in Arbil als Tagelöhner durch. Von dem Dorf ist ja nichts mehr übrig. Auch nichts von den anderen 4500 zerstörten kurdischen Dörfern. Wenn die Regierung ihnen nur helfen würde, hier ein Haus zu bauen, in das es nicht hineinregnet! Auch dauerhafte Arbeit wünschen sie sich, sagt der Vater. Wahrscheinlich wird man auf die Überreste von Fadhilas Mann in einem der über 300 Massengräber stoßen, die inzwischen im Irak bekannt sind. Noch mehr werden entdeckt werden. Eine vollständige Liste der Massengräber mit den Opfern von Saddam Hussein wird es wohl nie geben. Kriminalbeamte und Forensiker, Archäologen und Anthropologen suchen noch. Sie tragen Beweise gegen den gestürzten Diktator zusammen. Ihre Ergebnisse liefern sie an das „Verbindungsbüro für die Verbrechen des Regimes“. Es arbeitet dem Sondergericht zu, das über die frühere Führung richtet.

Grauenvolle Bedingungen

Vieles von dem, was heute bekannt wird, war nie geheim. Jeder wußte es, schwieg aber aus Angst. Bekannt waren die Mechanismen des Massenmords. Die „Anfal-Kampagne“ gegen die Kurden hatte vom Februar bis September 1988 gedauert. Die Männer, unter ihnen der Bräutigam Fadhilas, und auch Frauen wurden zunächst an „Sammelstellen“ gebracht. Topzawa nahe Kirkuk war die wichtigste. Von dort ging der Todeszug nach Süden, etwa nach Nukret Salman in der Provinz Muthanna, der südlichsten und heißesten Provinz.

Spätestens dort wurden die deportierten Männer von ihren Frauen und Kindern getrennt. Viele Männer wurden ins Garnisonsgefängnis gebracht. Die Bedingungen müssen grauenvoll gewesen sein. Sie wurden gefoltert, und viele verhungerten. Andere wurden sofort getötet, Frauen und Kinder mit Kopfschüssen. Den Männern wurden die Hände gefesselt, die Augen verbunden, sie wurden mit Maschinengewehren erschossen. Immer noch werden in Muthanna neue Massengräber entdeckt.

Nur ein Teil der Brutalität

Die Leichname sollten eigentlich nicht gefunden werden. Daher habe Saddam sie so weit von Kurdistan wegschaffen lassen, sagt eine deutsche Archäologin. Das Baath-Regime habe den Menschen jegliche Würde genommen. Es wurde nicht diskutiert, sondern exekutiert. Die Massengräber seien nur ein Teil der Brutalität des Regimes gewesen, das am 9. April 2003 aufgehört hat zu existieren, sagt sie.

Auch die Überreste von 8000 Opfern des Barzani-Stamms sind in der Provinz Muthanna gefunden worden. Aus einem Massengrab bei Bussia wurden in den vergangenen vier Wochen 560 Leichen geborgen. Auf dem Rollfeld des Flughafens Arbil werden sie nach ihrer Rückkehr in den Norden aufgebahrt. 560 einfache Holztische stehen aufgereiht, eingehüllt in weißes Leinen, das still im Wind weht. Seite an Seite marschieren die beiden Kurdenführer Talabani und Barzani an ihnen vorbei, der eine als Staatspräsident des Iraks, der andere als Präsident der Region Irakisch-Kurdistan. Es herrscht Totenstille. Jeder der Trauergäste hatte 1983 bei der Strafaktion Saddams mindestens einen Angehörigen verloren.

Burgfrieden und Aufstand

Irakische Soldaten und Sicherheitskräfte hatten am Morgen des 30. Juli 1983 die beiden Sammellager KuStepe und Diyana nahe Arbil umstellt. Sie zerrten alle Männer im Alter von 12 bis 80 Jahren auf Lastwagen und deportierten sie in den „Süden“. Keiner von ihnen überlebte dort. Freiwillig hatten sich die Kurden nicht in KuStepe angesiedelt. Im März 1975 hatte Saddam Hussein gerade unter amerikanischer Vermittlung einen Burgfrieden mit dem Schah in Iran geschlossen. Im Jahr zuvor hatte der Kurdenführer Mustafa Barzani zu einem Aufstand aufgerufen. Nun ließ der junge Diktator aus Rache Zehntausende des Barzani-Stamms in den Südirak umsiedeln. Die Kurden hätten ja ein Verbrechen gegen das irakische Volk begangen und müßten dafür nun bezahlen, sagte Saddams rechte Hand Tariq Aziz damals.

1978 wurden die Barzanis wieder umgesiedelt, diesmal in die Lager von KuStepe und Diyana. Bauern waren sie einst gewesen, nun mußten sie sich als Tagelöhner durchschlagen. Bis zum Juli 1983, als die iranische Armee im Krieg, den Saddam Hussein eröffnet hatte, bei Hadschi Omran erstmals auf irakisches Territorium vorstieß. Saddam Hussein suchte einen Sündenbock - und fand ihn in den Kurdenführern Idris und Massud Barzani. Da er sie nicht ergreifen konnte, ließ er die 8000 kurdischen Männer von KuStepe in die südirakische Wüste verschleppen und dort töten. Wahrscheinlich testeten die Chemiker Saddams an vielen von ihnen die chemischen Substanzen von Saddams Waffen.

Das Ausland schläft

Diese Aktion gegen die Barzanis war der Probelauf für die große „Anfal-Kampagne“ fünf Jahre später. 1983 gab es keinen internationalen Aufschrei. Auch nicht 1987, als Saddam Hussein am 16. April im Tal von Balisan erstmals Chemiewaffen gegen die kurdische Zivilbevölkerung einsetzte. Am 20. Juni 1987 unterzeichnete Saddams Cousin Hassan Ali al Madschid das Dekret SF/4008. In dem ordnete er die Ermordung aller Männer im Alter von 15 bis 70 Jahren an, die in einem breiten Streifen entlang der Grenze zu Iran lebten. Das Ausland wachte erst auf, als Saddams Chemiewaffen am 16. März 1988 die mehr als 5000 Einwohner der Stadt Halabdscha töteten.

Die Barzani-Kurden aus KuStepe aber kamen schon fünf Jahre früher in der irakischen Wüste um, nahe der Grenze zu Saudi-Arabien. Erst 2005 konnten dort ihre Massengräber eindeutig identifiziert werden. In den vergangenen Tagen waren die ersten 560 Leichname mit Hubschraubern nach Arbil gebracht worden. Hier werden sie mit militärischen Ehren beigesetzt: Durch das Spalier einer in Weiß gekleideten Ehrengarde tragen sie kurdische Peschmerga auf das Rollfeld. Eingehüllt in die kurdische Flagge mit den Farben Rot, Weiß und Grün und der goldenen Sonne in der Mitte.

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Zuletzt geändert von Gretel am Sa 12. Jul 2008, 19:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Australische vasallen vewrlassen den irak.

Beitragvon Gretel » Sa 12. Jul 2008, 19:11

Samogon hat geschrieben:MAn muss aber auch kein feind amerikas sein um zu wissen, das die sog gesellschaft zu dem menschenverachtenden überfall auf den irak aufgerufen hat. Auserdem wissen die iraker selbst was besser für sie ist und brauchen keine ungezogene gretel göre dazu.


Soso. Hat die Gfbv das. Dafür hätte ich gerne eine Quelle.

Die politischen Oppositionellen waren zu der Zeit, da nicht lebensmüde, bereits im Ausland. Ich war damals auf einer Antikriegsdemo in Hamburg, es gab da grosse emotionalisierte Auseinandersetzungen mit Exilirakern, die heulend dastanden und Fotos von ermordeten oder verschleppten Anghörigen hochhielten. Sie waren in schwerem Zwiespalt nach langen internen Auseinandersetzungen für die Invasion.

Wiki:

Von manchen Kriegsbefürwortern wurde das Ziel, die Beseitigung des Regimes des Saddam Hussein und damit die Beendigung von ethnischer Verfolgung, Folter und grauenvoller Diktatur als entscheidender Kriegsgrund genannt. Tatsächlich hatte das Regime zahlreiche Massenmorde begangen, hauptsächlich an Schiiten z. B. 1991 nach dem zweiten Golfkrieg und Kurden.

Kurz nach dem Krieg sagte Tony Blair, es seien bisher die Überreste von 400.000 Personen in Massengräbern entdeckt worden. [12]

Die Gesellschaft für bedrohte Völker gab 2004 bekannt, dass dem Baath-Regime „etwa eine Million irakische Bürger aller Nationalitäten und religiösen Gemeinschaften zum Opfer gefallen” waren.[13]

Auch der irakische Premierminister Iyad Allawi sprach 2004 von einer Million Opfern.

Human Rights Watch schätzte 2003, dass durch Saddam Husseins Herrschaft in den vorhergegangenen zwei Jahrzehnten bis zu 290.000 Menschen „verschwanden”[14]. Davon etwa 100.000 Kurden, die das Regime 1988 tötete.

2003 und 2004 wurden 55 von 270 der verdächtigten Massengräber untersucht. 2004 reduzierte Human Rights Watch ihre Schätzung bezüglich der Al-Anfal-Massenmorde an den Kurden um ein Drittel. [15] Bis zu dem Zeitpunkt wurden laut HRW 5000 Leichen entdeckt.

Der völkerrechtlich umstrittene Kosovokrieg war 1998 mit Menschenrechtsverletzungen begründet worden. Einen Vergleich des Irak-Kriegs mit dem Kosovo-Krieg hält der Direktor des Human Rights Watch, Kenneth Roth, allerdings für unzulässig:

„Die wichtigste Frage bleibt diejenige nach den Massenmorden. So brutal Saddams Regime auch war, seine Repressionsakte im März 2003 waren nicht von jener außergewöhnlichen Größenordnung, die eine humanitäre Intervention gerechtfertigt hätte. In der Vergangenheit hatte es solche Fälle zwar gegeben, etwa den Genozid von 1988, als das Regime 100.000 Kurden abschlachtete. Aber 2003 gab es einen solchen Anlass nicht.”[16]

Kenneth Roth schloss aus dem Fehlen eines Massenmordes außergewöhnlicher Größenordnung (Februar 2004): „Also ist das erste und wichtigste Kriterium für eine Intervention nicht erfüllt. Auch war das Motiv, Saddam anzugreifen, nicht in erster Linie humanitär. Als der Krieg begann, waren Saddams Menschenrechtsverstöße höchstens ein Randthema.”[17]

Schon kurz vor dem Krieg sagte Kenneth Roth: „Dieser Krieg, das ist zunächst mal festzuhalten, ist kein Krieg, der für das Wohlergehen der Menschen im Irak geführt wird”[18].
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Re: Australische vasallen vewrlassen den irak.

Beitragvon Gretel » Sa 12. Jul 2008, 19:39

Samogon hat geschrieben:Vielleicht liest du selbst was du postest...
Der völkerrechtlich umstrittene Kosovokrieg war 1998 mit Menschenrechtsverletzungen begründet worden. Einen Vergleich des Irak-Kriegs mit dem Kosovo-Krieg hält der Direktor des Human Rights Watch, Kenneth Roth, allerdings für unzulässig:

„Die wichtigste Frage bleibt diejenige nach den Massenmorden. So brutal Saddams Regime auch war, seine Repressionsakte im März 2003 waren nicht von jener außergewöhnlichen Größenordnung, die eine humanitäre Intervention gerechtfertigt hätte. In der Vergangenheit hatte es solche Fälle zwar gegeben, etwa den Genozid von 1988, als das Regime 100.000 Kurden abschlachtete. Aber 2003 gab es einen solchen Anlass nicht.”[16]

Kenneth Roth schloss aus dem Fehlen eines Massenmordes außergewöhnlicher Größenordnung (Februar 2004): „Also ist das erste und wichtigste Kriterium für eine Intervention nicht erfüllt. Auch war das Motiv, Saddam anzugreifen, nicht in erster Linie humanitär. Als der Krieg begann, waren Saddams Menschenrechtsverstöße höchstens ein Randthema.”[17]


Du bist ja ein richtiger Blitzmerker.
Deshalb habe ich den Kommentar von Kenneth Roth gepostet.
Wo bleibt die Quelle, die GfbV hätte zur Invasion getrieben?


Wie ich bereits oben richtig anmerkte, gehörst Du zu den Leuten, die Saddams Untaten relativieren möchten, damit JA kein Argument für die Invasion bestehen bleibt. ICH hingegen halte und hielt das damals für eine sehr schwierige Frage, wie Du auch aus meiner Erzählung über die Exiliraker siehst.
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Re: Australische vasallen verlassen den irak.

Beitragvon Gretel » Sa 12. Jul 2008, 20:04

Samogon hat geschrieben:http://archiv.hamburger-illustrierte.de/arc2003/international/derkriegirakcrisisresponse/gfbvzumirakkriegundeinemkuenftigenfrieden.html

Das Beispiel Irak macht deutlich, dass Menschenrechtspolitik immer auch präventive Friedenspolitik ist.

Hat man ja gesehen welch ein tolles beispiel das präventive bomben gebracht hat.

Edit: Ich hab nicht geschrieben die sog gesellschaft hätte usa zur invasion getrieben, sie hat die invasion aber unterstützt und befürwortet, was man auch in semtlichen texten dieser sog. gesellschaften nachlesen kann. Also lass deine kirche im dorf.


Du schriebst: MAn muss aber auch kein feind amerikas sein um zu wissen, das die sog gesellschaft zu dem menschenverachtenden überfall auf den irak aufgerufen hat.

Wo ist nun die Quelle? Gut, es gibt sie nicht.
Auf die Fakten von Amnesty, Human Rights Watch und die Gfbv wurde sich argumentativ gestützt. Mehr nicht.
Oder dürfen sie nur ihre Berichte bei den Menschenrechtsverletzungen der USA veröffentlichen?
Im Übrigen läßt sich weder Guantanamo noch das Verhalten der Amis in USA mit Saddams Regime vergleichen.
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Re: Australische vasallen verlassen den irak.

Beitragvon borus » Sa 12. Jul 2008, 20:38

Gretel hat geschrieben:
Du schriebst: MAn muss aber auch kein feind amerikas sein um zu wissen, das die sog gesellschaft zu dem menschenverachtenden überfall auf den irak aufgerufen hat.

Wo ist nun die Quelle? Gut, es gibt sie nicht.
Auf die Fakten von Amnesty, Human Rights Watch und die Gfbv wurde sich argumentativ gestützt. Mehr nicht.
Oder dürfen sie nur ihre Berichte bei den Menschenrechtsverletzungen der USA veröffentlichen?
Im Übrigen läßt sich weder Guantanamo noch das Verhalten der Amis in USA mit Saddams Regime vergleichen.
ach eine unschuldige fam.im irak zu erschiessen kann man nicht vergleichen ,warum nicht ?
Sollte ich jemanden persönlich verletzt haben,das war nicht meine absicht und bitte ich hiermit offiziell um Entschuldigung. wahrheit ist wahrheit nur muss es einen geben der sie sagt und kein feigling sein
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Re: Australische vasallen verlassen den irak.

Beitragvon Gretel » Sa 12. Jul 2008, 20:42

borus hat geschrieben:ach eine unschuldige fam.im irak zu erschiessen kann man nicht vergleichen ,warum nicht ?


Werfe keine Nebelkerzen und lese Dir noch einmal gaaanz langsam die Berichte durch.
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