Die Zukunft der SPD

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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alexyessin » Fr 21. Sep 2018, 09:50

yogi61 hat geschrieben:(21 Sep 2018, 10:47)

Korrekt, allerdings muss man sagen, dass die Kanzlerkandidaten oder der Kanzler dann auch immer pro forma zum Vorsitzenden gewählt wurden


Putsch von Oskar hab ich nicht vergessen. Dann hier die Geschichte Platzeck, Beck usw.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Fr 21. Sep 2018, 13:24

yogi61 hat geschrieben:(21 Sep 2018, 10:47)

Korrekt, allerdings muss man sagen, dass die Kanzlerkandidaten oder der Kanzler dann auch immer pro forma zum Vorsitzenden gewählt wurden

Ich glaube, Münte hat Schröder zeitig abgelöst als Parteichef. Schröder hatte wohl keinen Bock.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Fr 21. Sep 2018, 13:38

firlefanz11 hat geschrieben:(20 Sep 2018, 10:13)

Wohl wahr. Um so tragischer wenn man sieht was in den Parteien heute so nicht nur in der ersten sondern auch zweiten Reihe spielt. Da sieht die Zukunft düster aus. :|
Aber vor allem halt in der SPD. Man nehme nur diesen verkappten Linken von den Jusos Kühnert... *schauder*
Einziger Lichtblick in meinen Augen ist Lindner...

Die Juso-Chefs haben meistens ziemlich links gepoltert und wurden dann vollkommen mitte-rechts. Niels Annen? Gerhard Schröder?

Drohsel ist glaube ich irgendwie zurück ins Glied gerutscht. Jemand weiß irgendwas und offiziell brauchte sie privat mehr Zeit. Böhning hat kurz versucht, SPD-Linke für Erwachsene zu repräsentieren und sich dann doch lieber ins Ministerium verzogen und die Klappe gehalten. Ich glaube, er ist beim Tasche aufmachen erwischt worden und dann erstmal aus der ersten Liga abgemeldet, bis er wiederkommt. Kommen ja alle wieder, Özdemir bei den Grünen, Gysi, Schäuble... alle kommen immer wieder. Außer Möllemann. Nahles hat nach ihrer Jusozeit immer große Reden geschwungen und sich von der Parteilinken in Ämter heben lassen, in denen sie dann gemacht hat, was jeder vor oder nach ihr genauso ohne besonders linke Duftmarke veranstaltet hätte. Uekermann hat als junges Mädchen auf stammtischlinks und traditionell-sozialdemokratisch gemacht, weil das zuhause in Bayern in SPD-Gremien mit lauter Opas gut ankam. GEW, Asta, Willy-Brandt-Verein, was man eben so mitnimmt. Heute stimmt sie im Parteivorstand regelmäßig ab im Zeichen einer großen Koalition, die sie immer ablehnte. Hört man da was von Opponententum?

Machen wir uns nichts vor. Als Jusos linkes Zeug erzählen, das ist Folklore für die Karriere. Man hat ja sonst nichts, das einen auszeichnet.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon firlefanz11 » Fr 21. Sep 2018, 14:17

Alexyessin hat geschrieben:(21 Sep 2018, 10:45)

Wundert mich jetzt nicht.

Warum nicht?
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon firlefanz11 » Fr 21. Sep 2018, 14:23

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(21 Sep 2018, 14:38)

Machen wir uns nichts vor. Als Jusos linkes Zeug erzählen, das ist Folklore für die Karriere. Man hat ja sonst nichts, das einen auszeichnet.

JA, aber dem Kühnert kauf ich diesen "Linksextremismus" tatsächlich ab. Kann auch sein, dass sich das mit dem erwachsen werden legt... Schaun mer mal...
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Fr 21. Sep 2018, 14:26

firlefanz11 hat geschrieben:(21 Sep 2018, 15:23)

JA, aber dem Kühnert kauf ich diesen "Linksextremismus" tatsächlich ab. Kann auch sein, dass sich das mit dem erwachsen werden legt... Schaun mer mal...

Drohsel hatte damals diese Rote-Hilfe-Nummer abgezogen und ist bei Solid-Parteitagen rumgerannt. Ich kauf denen nichts ab.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon jorikke » Fr 21. Sep 2018, 14:38

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(21 Sep 2018, 14:38)

Die Juso-Chefs haben meistens ziemlich links gepoltert und wurden dann vollkommen mitte-rechts. Niels Annen? Gerhard Schröder?

Drohsel ist glaube ich irgendwie zurück ins Glied gerutscht. Jemand weiß irgendwas und offiziell brauchte sie privat mehr Zeit. Böhning hat kurz versucht, SPD-Linke für Erwachsene zu repräsentieren und sich dann doch lieber ins Ministerium verzogen und die Klappe gehalten. Ich glaube, er ist beim Tasche aufmachen erwischt worden und dann erstmal aus der ersten Liga abgemeldet, bis er wiederkommt. Kommen ja alle wieder, Özdemir bei den Grünen, Gysi, Schäuble... alle kommen immer wieder. Außer Möllemann. Nahles hat nach ihrer Jusozeit immer große Reden geschwungen und sich von der Parteilinken in Ämter heben lassen, in denen sie dann gemacht hat, was jeder vor oder nach ihr genauso ohne besonders linke Duftmarke veranstaltet hätte. Uekermann hat als junges Mädchen auf stammtischlinks und traditionell-sozialdemokratisch gemacht, weil das zuhause in Bayern in SPD-Gremien mit lauter Opas gut ankam. GEW, Asta, Willy-Brandt-Verein, was man eben so mitnimmt. Heute stimmt sie im Parteivorstand regelmäßig ab im Zeichen einer großen Koalition, die sie immer ablehnte. Hört man da was von Opponententum?

Machen wir uns nichts vor. Als Jusos linkes Zeug erzählen, das ist Folklore für die Karriere. Man hat ja sonst nichts, das einen auszeichnet.


Dein letzter Satz stimmt wohl.
Gerade das macht mir die Truppe aber sympathisch.
Wider den Stachel zu löcken erforderte schon immer etwas mehr Courage.
In den frühen 60gern war ich in der JU.
Mitglied, Beisitzer, Kassenwart, Stellvertretender Vorsitzender, Vorsitzender.
Hätte ich mich wie die Jungs von der Konkurrenz verhalten, beim Beisitzer wäre es Ende der Fahnenstange gewesen.
Andere Zeiten.
Als ich dann Mitte der 60ger die Beschäftigung mit der aktiven Politik an den Nagel gehängt habe, hatte ich trotzdem viel gelernt.
Im beruflichen Werdegang wäre Anpassung fatal gewesen.
Es hat sich noch nicht überall rumgesprochen aber Chefs, wenngleich nicht in der direkten Etage über einen, lieben Kritik.
Die Jungs von den Jusos hatten das viel früher begriffen.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Zunder » Fr 21. Sep 2018, 14:42

yogi61 hat geschrieben:(21 Sep 2018, 10:47)

Korrekt, allerdings muss man sagen, dass die Kanzlerkandidaten oder der Kanzler dann auch immer pro forma zum Vorsitzenden gewählt wurden

Helmut Schmidt war nie Parteivorsitzender. Peer Steinbrück auch nicht.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alexyessin » Fr 21. Sep 2018, 17:33

Jetzt stehen sie wieder in der Sch.... Kündigung der Gro Ko um dann ins Nirvana zu versenken?
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon yogi61 » Sa 22. Sep 2018, 08:03

Zunder hat geschrieben:(21 Sep 2018, 15:42)

Helmut Schmidt war nie Parteivorsitzender. Peer Steinbrück auch nicht.


Deswegen wurde das ja auch anschliessend geänderd und Steinbrück hätte man zum Vorsitzenden gemacht, aber da ist man eh nicht davon ausgegangen, dass er die Wahl gewinnt.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alpha Centauri » Mo 24. Sep 2018, 21:26

Die SPD wird wohl nach der AFD auch bald von den Grünen überflügelt werden
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Wähler » Di 25. Sep 2018, 08:29

Alpha Centauri hat geschrieben:(24 Sep 2018, 22:26)
Die SPD wird wohl nach der AFD auch bald von den Grünen überflügelt werden

Das dauernde Starren auf Wahlumfragen hat noch niemandem geholfen. Die SPD muss jetzt beim Einwanderungsgesetz ein klare unterscheidbare Position beziehen. Das Alleinstellungsmerkmal finanzierbarer Sozialstaat reicht schon lange nicht mehr aus.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon 51423benam » Di 25. Sep 2018, 20:21

Wähler hat geschrieben:(25 Sep 2018, 09:29)

Das dauernde Starren auf Wahlumfragen hat noch niemandem geholfen. Die SPD muss jetzt beim Einwanderungsgesetz ein klare unterscheidbare Position beziehen. Das Alleinstellungsmerkmal finanzierbarer Sozialstaat reicht schon lange nicht mehr aus.

Ich finde, die SPD sollte mehr Druck in der Regierung machen. Das Machtgeplänkel der CSU hat ihr geschadet, sie wurde zum Spielball. Jetzt hat sie auch mal das Recht, entschiedener (allerdings auf tatsächliche Sachthemen bezogen) ihre Themen durchzusetzen. Dazu wäre es aber schön, wenn sie einiger und konzentrierter wäre.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Cat with a whip » Fr 28. Sep 2018, 15:55

Gute Nacht, alte Tante.

In einer Rede (ab Minute 18.40) beim Bundesverband der Deutschen Industrie stellte sie Menschen, die sich nur für Klimaschutz interessieren (und nicht auch für Arbeitsplätze und Energiepreise) auf eine Stufe mit der AfD, die den menschengemachten Klimawandel bestreitet. „Beides sind meiner Meinung nach komplett unhaltbare Positionen, denen wir uns auch entgegenstellen müssen“, sagte Nahles allen Ernstes.

Schon die Annahme, Klimaschutz und Arbeitsplätze seien Widersprüche, zeugt dabei von wenig Sachkenntnis – schließlich zeigen alle Erfahrungen und Prognosen, dass konsequenter Klimaschutz zu mehr Jobs führt und volkswirtschaftlich positive Effekte hat. Doch selbst wenn Nahles das nicht wissen sollte, zeugt ihre Aussage von unglaublicher Dummheit.

Denn 73 Prozent der Deutschen wollen einer aktuellen Umfrage zufolge (PDF) bis spätestens 2030 aus der Kohle aussteigen, 46 Prozent sogar schon bis 2025. Alle diese Menschen wissen dank der ehrlichen Worte der SPD-Vorsitzenden nun, wen sie definitiv nicht wählen sollten.

Statt der breiten gesellschaftlichen Mehrheit, die der nächsten Generation einen lebenswerten Planeten hinter­lassen will, umwirbt Nahles lieber andere Zielgruppen: die Industriebosse (die ihrer Rede begeistert applaudierten, aber am Ende vermutlich trotzdem nicht SPD wählen werden) und die 20.000 Beschäftigten der deutschen Kohle­industrie (die übrigens auch bei einem Kohleausstieg kaum von Kündigung bedroht wären). Immerhin: Die Stimmen dieser 0,04 Prozent der Wahlberechtigten dürften der SPD unter Nahles weiterhin sicher sein.

http://www.taz.de/Kolumne-Liebeserklaerung/!5536497/
"Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen." Joseph Weizenbaum
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Fliege » Mo 1. Okt 2018, 17:08

Warum wird von Leuten in der SPD versucht, verbliebene Sympathieträger wie Buschkowsky und Sarrazin aus der Partei zu werfen? Weiß die SPD nicht, dass der Faden, der sie mit dem Wahlvolk verbindet, nur noch sehr dünn ist?
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein; gelten "als politisch ungefestigt und unklar".
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Laertes » Mo 1. Okt 2018, 20:29

Sozialdemokratie ist 2018 so notwendig wie ein Telefon mit Wählscheibe und Kabel oder ein Schwarz-Weiß-Röhrenfernseher.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Fliege » Mo 1. Okt 2018, 22:28

Laertes hat geschrieben:(01 Oct 2018, 21:29)
Sozialdemokratie ist 2018 so notwendig wie ein Telefon mit Wählscheibe und Kabel oder ein Schwarz-Weiß-Röhrenfernseher.

Dem möchte ich zwar nicht widersprechen, doch darauf aufmerksam machen, dass auch Handy und Schlauguckkasten die SPD nicht glücklich gemacht haben. ;-)
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alexyessin » Mi 3. Okt 2018, 08:48

Fliege hat geschrieben:(01 Oct 2018, 18:08)

Warum wird von Leuten in der SPD versucht, verbliebene Sympathieträger wie Buschkowsky und Sarrazin aus der Partei zu werfen? Weiß die SPD nicht, dass der Faden, der sie mit dem Wahlvolk verbindet, nur noch sehr dünn ist?


Weil Sarrazin vom gesellschaftlich-politischen Standpunkt doch etwas sehr weit weg ist von der SPD. Die Sozialdemokratie ist im Kern eine linke Partei - und da kommt ein Gebashe aufgrund von unseriösen pseudowissenschaftlichen Thesen nicht gut an.
Bukowsky ist ein anderes Thema, der ist wenigstens noch ein Sozialdemokrat, der den Namen auch verdient. Er hat sich am Thema Integration fast zu Grunde abgearbeitet und manche Wahrheiten ausgesprochen die in den Funktionsetagen der SPD nicht gerne gehört wurden. Aber er hat halt nie versucht daraus so einen Schwachsinn wie Sarrazin zu produzieren.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Fliege » Mi 3. Okt 2018, 10:39

Alexyessin hat geschrieben:(03 Oct 2018, 09:48)
Weil Sarrazin vom gesellschaftlich-politischen Standpunkt doch etwas sehr weit weg ist von der SPD. Die Sozialdemokratie ist im Kern eine linke Partei - und da kommt ein Gebashe aufgrund von unseriösen pseudowissenschaftlichen Thesen nicht gut an.
Bukowsky ist ein anderes Thema, der ist wenigstens noch ein Sozialdemokrat, der den Namen auch verdient. Er hat sich am Thema Integration fast zu Grunde abgearbeitet und manche Wahrheiten ausgesprochen die in den Funktionsetagen der SPD nicht gerne gehört wurden. Aber er hat halt nie versucht daraus so einen Schwachsinn wie Sarrazin zu produzieren.

Regierungsfähig war die SPD im wesentlichen dann, wenn die SPD-Rechte stark genug war, um die SPD-Linke unter Kontrolle zu halten. Selbst Brandt rückte mit dem Godesberger Programm nach rechts in der Hoffnung auf eine Regierungschance. Großartig war Schmidt und Schröder immerhin lernfähig genug (Agenda 2010). Heute besteht die SPD fast nur noch aus der SPD-Linke. Daher kommt wohl die Täuschung, Buschkowsky und Sarrazin stünden zu weit rechts.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alexyessin » Mi 3. Okt 2018, 14:26

Fliege hat geschrieben:(03 Oct 2018, 11:39)

Regierungsfähig war die SPD im wesentlichen dann, wenn die SPD-Rechte stark genug war, um die SPD-Linke unter Kontrolle zu halten. Selbst Brandt rückte mit dem Godesberger Programm nach rechts in der Hoffnung auf eine Regierungschance. Großartig war Schmidt und Schröder immerhin lernfähig genug (Agenda 2010). Heute besteht die SPD fast nur noch aus der SPD-Linke. Daher kommt wohl die Täuschung, Buschkowsky und Sarrazin stünden zu weit rechts.

Was Sarrazin angeht brauchst du natürlich nicht auf die Argumente eingehen.
Ansonsten ist es bei den Sozialdemokraten eben wie bei den Christdemokraten. In der Regierung gehst du in die Mitte. Nichts neues.
Nebenbei Godesberger Programm wurde eher von Ollenhauer und Onkel Herbert durchgepeitscht.
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