Produktionswege ohne Preise

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Realist2014
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Realist2014 » Mi 19. Sep 2018, 20:19

Occham hat geschrieben:(19 Sep 2018, 21:08)

Die Power in einem teurem Auto kann in einer Stadt überhaupt gar nicht zur Geltung kommen.


das sehen tausende von Münchnern anders

Ein schöner Smart reicht und man hat immer einen Parkplatz...


stimmt, deswegen haben wir so eine Gehhilfe für die Stadt...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Winzer » Do 20. Sep 2018, 03:28

franktoast hat geschrieben:(07 Jun 2018, 12:52)

Liest du auch, was ich schreibe. Das war Zahlen zur Illustration. Ausgedacht.


Äh nein. Das hat diverse Gründe.


Ok, ich versuch es mal so: Wäre es denn sinnvoller, wenn jeder seine Lebensmittel im eigenen Garten (der dann entsprechend größer wäre) herstellt? Und auch andere Güter. Die Transportkosten wären ja bei 0. Vielleicht macht man alles sogar noch ohne Stromerzeugung und per Hand, um die Umwelt minimal zu belasten.

Da wirst du mir zustimmen, dass das wenig Sinn macht.
Zu viel Arbeitsteilung macht auch keinen Sinn.

Wo ziehst du die Grenze und warum? Machst du das primär an nationalen Grenzen fest?


Oh, es wäre sinnvoll das sich die Leute im Gärtchen mal mit der Produktion von Lebensmitteln beschäftigen würden, schon alleine um diese mal wieder wert zu schätzen. Was in D-Land an Lebensmitteln vernichtet wird ist haarsträubend, wenn jemand seinen Salat mit der Hacke vor gierigen Schnecken beschützte hat dieser viel mehr Wertschätzung.
Zuletzt geändert von Winzer am Do 20. Sep 2018, 03:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Winzer » Do 20. Sep 2018, 03:46

Getreide und Wein ist n dämlicher Vergleich, Wein ist ein Veredelungsprodukt und nicht lebensnotwendig, also Luxus, unnötig.

Das Bauern keine Geschäftsleute seien halte ich für ein Gerücht, das Problem ist jedoch oft, es MUSS gemolken oder geerntet werden und der Handel weis das ganz genau und nutz den Umstand aus. Wenn der Handel für Deckenpanelen weniger zahlen möchte kann der Produzent die Produktion mehr oder weniger einfach von jetzt auf gleich drosseln, der Bauer kann das nur sehr sehr schwierig, das Getreide ist gesät, gehegt, gepflegt und ist exakt in einem bestimmten Zeitfenster reif und muss dann geerntet werden. Wobei Getreide noch recht gut lagerbar ist.
Er kann wenn der Preis in einem Jahr Mist ist evtl. fürs Folgejahr ne andere Kultur einsäen, kann gut gehen, kann aber wieder ne Niete sein, weil Andere genau so dachten.

Und ja, der Bauer sitzt heut mehr auf dem Bürostuhl als auf dem Traktor und schaut in den Flachbildschirm statt durch die Windschutzscheibe. Beobachtung des Marktes, Marktanalyse, Preistrends z.B. beim Einkauf von Dünger und Verkauf von Produkten sind heute elementar. Traktor ist was für die kleinen Jungs.
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Papaloooo
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Papaloooo » Do 20. Sep 2018, 05:32

Vielleicht ist in einer gar nicht mehr allzu fernen Zukunft das kommunistische Utopia auf technische Weise erreicht:

In fast allen Haushalten steht ein Molekulardrucker und übers Netz lassen sich alle möglichen Druckvorlange herunterladen,
und jeder kann die Baupläne verbessern und z.B. seltene Metalle wegen Verknappung mit andern Materialien ersetzen.

Dass das Ganze dann enorme Gefahren in sich birgt ist unbestritten.
Man denke an Drogen aller Art, die man sich mal zum Zeitvertreib ausdrucken lässt, etc.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Gruwe » Do 20. Sep 2018, 06:25

Winzer hat geschrieben:(20 Sep 2018, 04:46)

Getreide und Wein ist n dämlicher Vergleich, Wein ist ein Veredelungsprodukt und nicht lebensnotwendig, also Luxus, unnötig.



Wieso sollte das ein dämlicher Vergleich sein? Beide Güter werden gehandelt und wahrscheinlich werden auch 90% der Bauern regelmäßig ihr Erzeugnis auf irgendeinem Weg am Markt gegen Wein eintauschen.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon franktoast » Do 20. Sep 2018, 07:10

Winzer hat geschrieben:(20 Sep 2018, 04:28)

Oh, es wäre sinnvoll das sich die Leute im Gärtchen mal mit der Produktion von Lebensmitteln beschäftigen würden, schon alleine um diese mal wieder wert zu schätzen. Was in D-Land an Lebensmitteln vernichtet wird ist haarsträubend, wenn jemand seinen Salat mit der Hacke vor gierigen Schnecken beschützte hat dieser viel mehr Wertschätzung.

Ja, oder er stellt sich hin und kocht aufwändig was. Das ist ja die Regel. Man lässt sich ja eher selten gegen Entgelt bekochen.

Aber auch bei den Lebensmitteln. Was ist besser? Supermärkte haben jeden Tag genauso so viele Lebensmittel, damit alle verkauft werden. Das würde den Stückpreis sogar geringer machen. Aldi verwendet diese Taktik, wenn sie Notebooks verkaufen. Da bleibt keiner übrig. Niedriger Preis und Menge, so dass alle weggehen. Aber wer ne Stunde vor Ladenöffnung kommt, geht leer aus. Und wenn alle Lebensmittel verkauft werden sollen, dann sind die Gurken um 12 weg, die Tomaten um 13Uhr und die Bananen um 16 Uhr. Und am nächsten Tag ganz anders (unterschiedliche Nachfrage). Was schätzen die Menschen mehr? Dass immer alles verfügbar ist, auch um 20Uhr oder dass es etwas günstiger ist und nix weggeworfen wird.

Was zu Hause vernichtet wird? Ähnliches Problem. Kauf ich eine oder zwei Bananen? Ich hab definitiv Bock auf eine, aber ich weiß nicht, ob auf die Zweite.
- wie viel Aufwand macht es, wenn ich zwei kaufe, aber nur eine will? (Preis und Entsorgung einer Banane)
- wie viel Aufwand macht es, wenn ich eine kaufe, aber zwei will?(nochmal extra losfahren und eine kaufen, Sprit?)
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon franktoast » Do 20. Sep 2018, 07:19

Papaloooo hat geschrieben:(20 Sep 2018, 06:32)

Vielleicht ist in einer gar nicht mehr allzu fernen Zukunft das kommunistische Utopia auf technische Weise erreicht:

In fast allen Haushalten steht ein Molekulardrucker und übers Netz lassen sich alle möglichen Druckvorlange herunterladen,
und jeder kann die Baupläne verbessern und z.B. seltene Metalle wegen Verknappung mit andern Materialien ersetzen.

Das geht mit einigen Gütern, ja. Aber Transport, Erlebnisse, Konzerte und Vieles andere nicht. Die Qualität wird auch eine sein, wie wenn du dir ein Foto ausdruckst oder im Laden ausdrucken lässt. Ich bevorzuge klar Letzteres. Private Fotodrucker gibt es seit 20 Jahren, aber die Qualität... Außerdem besteht immer noch ein Markt für den Input, den es ebenso in unterschiedlicher Qualität geben muss und auf unterschiedliche Arten hergestellt werden kann.

Dass das Ganze dann enorme Gefahren in sich birgt ist unbestritten.
Man denke an Drogen aller Art, die man sich mal zum Zeitvertreib ausdrucken lässt, etc.

Oh ja, könnte ich mir Heroin ausdrucken, würde ich schon ein paar Pullen pro Tag spritzen. Klar. Aber da ich es mir nicht drucken kann (geht ja zB. nur anonym über Netz von gerateten Anbietern kaufen), muss ich das wohl lassen. :?:
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Betrachter » Do 20. Sep 2018, 07:32

Gruwe hat geschrieben:(19 Sep 2018, 21:13)

Auch in einer Planwirtschaft regnet das Manna nicht vom Himmel und sämtliche Güter fallen auch nicht aus einem schwarzen Loch so mir nichts, dir nichts in die Supermarktregale!
Logischerweise wird auch in kapitalistischen bzw. marktwirtschaftlichen Systemen nach den Bedürfnissen produziert...denn letzten Endes kann ich nur dadurch Einkommen (oder wie du sagen würdest: Geld) erwirtschaften, in dem ich Bedürfnisse befriedige!


In einer Planwirtschaft wird für Bedürfnisse produziert. In einer Marktwirtschaft werden Bedürfnisse benutzt, um Gewinn zu erwirtschaften.
Unterschied erkannt?

Wenn in der Marktwirtschaft für Bedürfnisse produziert würde, dann würden keine Menschen vor vollen Getreidesilos verhungern. Es gäbe keine Obdachlosen bei gleichzeitigem Wohnungsleerstand.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Skull » Do 20. Sep 2018, 07:41

Guten Morgen,

wenn das hier zu einem weiteren und üblichen Kommunismus/Kapitalismus-Strang mutieren sollte,
wandert er in den Sammelthread...oder in die Ablage.

Noch...ist das ergebnisoffen.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Dampflok94 » Do 20. Sep 2018, 09:23

Realist2014 hat geschrieben:(19 Sep 2018, 20:12)

Der Begriff "potentielle Kunden" ist bei Fahrzeugen der Premiumklasse wohl kaum in Richtung "Putzfrauen und Hofkehrer" zu interpretieren.

Logischerweise setzt die Erfüllung der Bedürfnisse eine "Tauschkompatibilität" voraus. Schon seit tausenden von Jahren .

Geld ist lediglich eine normierte Tauschwährung.

Das mag ja alles sein. Es geht aber eben nicht um die Befriedigung der Bedürfnisse. Das wird aber gerne behauptet. Das kann die Marktwirtschaft genauso wenig leisten wie jede andere Wirtschaftsform. Bisher kommt die Marktwirtschaft hier aber am weitesten. Deswegen ist das momentan zu recht das führende System.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon schokoschendrezki » Do 20. Sep 2018, 09:27

So ganz verstehe ich die Frage nicht. In einem aktuellen heutigen Produktpreis ist kumulativ alles mögliche enthalten ... von Lohnkosten über Angebotsknappheit und Nachfragesituation bis eben auch Transportaufwand. Ein preiswertes Produkt muss noch lange nicht deshalb preiswert sein, weil es transportkostengünstig hergestellt wurde. Da kann unter Umständen sogar das Gegenteil der Fall sein.

Die Alternative wären sozusagen vektorielle anstelle von skalaren Preisangaben.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Dampflok94 » Do 20. Sep 2018, 09:33

Betrachter hat geschrieben:(20 Sep 2018, 08:32)

In einer Planwirtschaft wird für Bedürfnisse produziert. In einer Marktwirtschaft werden Bedürfnisse benutzt, um Gewinn zu erwirtschaften.
Unterschied erkannt?

Wenn in der Marktwirtschaft für Bedürfnisse produziert würde, dann würden keine Menschen vor vollen Getreidesilos verhungern. Es gäbe keine Obdachlosen bei gleichzeitigem Wohnungsleerstand.

Es geht letztlich immer um die Ressourcenallokation. Und dafür ist in der Marktwirtschaft der Preis nun mal ein wichtiges Instrument.

In der Planwirtschaft wird keineswegs nur für die Bedürfnisse produziert. Vor allem wird geplant, welche Bedürfnisse die Menschen gefälligst haben sollen. Das mag ja bei den Grundbedürfnissen (Nahrung, Wohnung, Kleidung) noch einfach sein. Aber auch da geht es eben ins Detail. Es geht bei Nahrung eben nicht nur darum, den Bedarf an Kalorien und sonstigen Nährstoffen zu erfüllen. Wenn die Menschen also ihren Nahrungsbedarf teilweise mit Südfrüchten erffüllen wollen, diese aber von der Plankommission nicht vorgesehen sind, dann gibt es knatsch.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Betrachter » Do 20. Sep 2018, 09:44

Dampflok94 hat geschrieben:(20 Sep 2018, 10:33)

Es geht letztlich immer um die Ressourcenallokation. Und dafür ist in der Marktwirtschaft der Preis nun mal ein wichtiges Instrument.

In der Planwirtschaft wird keineswegs nur für die Bedürfnisse produziert. Vor allem wird geplant, welche Bedürfnisse die Menschen gefälligst haben sollen. Das mag ja bei den Grundbedürfnissen (Nahrung, Wohnung, Kleidung) noch einfach sein. Aber auch da geht es eben ins Detail. Es geht bei Nahrung eben nicht nur darum, den Bedarf an Kalorien und sonstigen Nährstoffen zu erfüllen. Wenn die Menschen also ihren Nahrungsbedarf teilweise mit Südfrüchten erffüllen wollen, diese aber von der Plankommission nicht vorgesehen sind, dann gibt es knatsch.


Allokation über Preise... wohin das führt, siehst du doch überall. Menschen verhungern, obwohl genug da ist. Sie könnten sich ja auch nehmen, was sie brauchen. Aber nein, überall hängt ein Preisschild dran.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Dampflok94 » Do 20. Sep 2018, 09:51

Betrachter hat geschrieben:(20 Sep 2018, 10:44)

Allokation über Preise... wohin das führt, siehst du doch überall. Menschen verhungern, obwohl genug da ist. Sie könnten sich ja auch nehmen, was sie brauchen. Aber nein, überall hängt ein Preisschild dran.

Du hast ein sehr romantisches Menschenbild. :)

Einfache Frage: Welchen Anreiz hat der Bauer mehr als für den eigenen Bedarf zu produzieren, wenn sich jeder einfach so an der Frucht seiner Arbeit bedienen darf.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Betrachter » Do 20. Sep 2018, 09:57

Dampflok94 hat geschrieben:(20 Sep 2018, 10:51)

Du hast ein sehr romantisches Menschenbild. :)

Einfache Frage: Welchen Anreiz hat der Bauer mehr als für den eigenen Bedarf zu produzieren, wenn sich jeder einfach so an der Frucht seiner Arbeit bedienen darf.


Wer stellt sich denn hin und produziert alleine(!) für seinen Bedarf? Baut sich der Bauer auch seine Möbel?
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 20. Sep 2018, 09:58

Betrachter hat geschrieben:(20 Sep 2018, 10:57)

Wer stellt sich denn hin und produziert alleine(!) für seinen Bedarf? Baut sich der Bauer auch seine Möbel?


Nö, er tauscht sein Getreide gegen Möbel. Aber tauschen willst du ja nicht.
„Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem.“ (Karl Valentin)
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Occham » Do 20. Sep 2018, 10:00

Ohne Preise funktioniert doch in ärmeren Ländern, da ist sogar "Gleichmacherei" gern gesehen, weil jeder das minimum an Nahrung haben will. Aber wenn die Auswahl ziemlich groß ist... Braucht es eben ein Rechtssystem und dann funktioniert es nur über "Unterschiede".

Man sieht... Jedes system ist Nahrungsgebunden.
Die beste Lösung eines Problems ist meist die Einfachste.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Betrachter » Do 20. Sep 2018, 10:08

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(20 Sep 2018, 10:58)

Nö, er tauscht sein Getreide gegen Möbel. Aber tauschen willst du ja nicht.


Warum sollte der Bauer unbedingt tauschen- und wie soll da ein "gerechtes" Tauschverhältnis ermittelt werden? Eine Stunde Feldarbeit gegen eine Stunde
Arbeit in der Möbelfabrik?
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Dampflok94 » Do 20. Sep 2018, 10:08

Betrachter hat geschrieben:(20 Sep 2018, 10:57)

Wer stellt sich denn hin und produziert alleine(!) für seinen Bedarf? Baut sich der Bauer auch seine Möbel?

Warum sollte der Bauer mehr produzieren, also mehr arbeiten, wenn er davon nix hat. Wenn der Tischler also trotzdem fleißig Möbel produziert. So aus einem Gemeinschaftsgefühl heraus? Das meinte ich mit romantischem Menschenbild.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 20. Sep 2018, 10:21

Betrachter hat geschrieben:(20 Sep 2018, 11:08)

Warum sollte der Bauer unbedingt tauschen- und wie soll da ein "gerechtes" Tauschverhältnis ermittelt werden? Eine Stunde Feldarbeit gegen eine Stunde
Arbeit in der Möbelfabrik?


Der Markt sorgt schon für ein gerechtes Tauschverhältnis. Das ist ja das schöne am tauschen.
„Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem.“ (Karl Valentin)

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