Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

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sünnerklaas
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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon sünnerklaas » Mo 17. Sep 2018, 09:52

Julian hat geschrieben:(16 Sep 2018, 11:25)

Was für ein Kurzschluss. Nur weil die Leute keine unkontrollierte Masseneinwanderung und keine übermäßige Abgabe nationaler Souveränität an die EU wünschen, wollen sie noch lange nicht die Demokratie abschaffen.


Es stellt sich dann aber die Frage, warum diese Länder in der EU sind und warum sie sämtliche Verträge unterschrieben haben. Man ist heute gegen etwas, was man noch vor einigen Jahren bejubelt hat. Und es konnte ja alles gar nicht schnell genug gehen...
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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon Tomaner » Mo 17. Sep 2018, 10:25

Julian hat geschrieben:(16 Sep 2018, 11:25)

Was für ein Kurzschluss. Nur weil die Leute keine unkontrollierte Masseneinwanderung und keine übermäßige Abgabe nationaler Souveränität an die EU wünschen, wollen sie noch lange nicht die Demokratie abschaffen.

Nur weil du es immer wieder wiederholst wird es nicht richtiger. Mein Neffe, also der Sohn meiner Schwester die ein Kind hat von einem Einwanderer nach Holland, von einer holländischen Kolonie in 3. Generation, bekam in Unterfranken geboren in Jena keine Wohnung wegen seinem leicht ausländischen aussehen, wo er studieren wollte und dies wurde ihm so direkt ins Gesicht gesagt. Das ist offener Rassismus und hat mit vorgeschobener unkontrollierter Einwanderung nichts zu tun. Ebenso Vorgänge wie in Chemnitz, wo es Jagtszenen auf Ausländer gab und ich erheblich daran zweifele, ob die sich erst die Geburtsurkunde vorher anschauen oder nur nach Aussehen gehen. Ebenso ist der Ausländeranteil im Osten wesentlich geringer.

Demokratie hat bestimmte Werte und Rassismus, Selbstjustiz oder die Würde aller Menschen nicht anzuerkenennen verstößt dagegen, ebenso wie gegen Religionsfreiheit. Dann haben wir im Osten erheblich Angriffe auf freier Presse und Berichtserstattung, was ebenfalls ein elementare Säule der Demokratie darstellt. Wenn man dann auch noch die sogenannten "besorgten Bürger" befragt, sagen die zum Teil offen, sie wollen von Russland unter Putin regiert werden und wünschen sich, er soll hier mal richtig aufräumen. Wenn man also sich selbst als Benachteilgter anschaut und dann für russischer Verhältnisse steht, mit dortigen Durchschnittsrenten von 220 Euro, kann dies nichts mehr mit Demokratie zu tun haben. Niemend läst doch bei uns heutige Harz4 Sätze halbieren, für reguläre russische Renten, in dem Bewußtsein das in Russland Journalisten verschwinden und ermordet werden und Demonstranten zusmmengeschlagen werden, sowie Opposition zum Teil jahrelang eingesperrt werden. Was soll dies mit Demokratie oder sogar noch bessere zu tun haben?
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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon Tomaner » Mo 17. Sep 2018, 10:34

sünnerklaas hat geschrieben:(17 Sep 2018, 10:52)

Es stellt sich dann aber die Frage, warum diese Länder in der EU sind und warum sie sämtliche Verträge unterschrieben haben. Man ist heute gegen etwas, was man noch vor einigen Jahren bejubelt hat. Und es konnte ja alles gar nicht schnell genug gehen...

Nimmt man Ungarn ist ein Fünftel deren Einnahmen und Haushalt EU Gelder. Dazu kommt noch Einnahmen aus Fremdenverkehr hauptsächlich aus EU Ländern und größte Industrieansiedlungen kommen aus Deutschland. Ohne EU müßten die fast die Rinde von den Bäumen kratzen. Aufwachen würden die Ungarn erst, wenn es keine EU Gelder mehr gibt, nachdem die Regierung nicht nur gegen EU hetzt, demokratische Rechte abschafft und behindert und auch noch EU Gelder veruntreut für Bauten, die nie gebaut wurden sondern lediglich für Orbans Wahlkampf propagiert wurden. Jeder normale Mensch müßte wissen, man kann nicht dauerhaft auf die hand schlagen, die einem füttert. Da glaubt man Lügen der Regierung mehr, als ureigene Logik und erwacht erst, wenn es einem dann selbst an den Kragen geht. Irgendwie ähnlich wie Naziverbrecher: "Hauptsache wir haben 13 Jahre gut gelebt". Die Rechnung zahlen dann alle.
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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon Skull » Mo 17. Sep 2018, 11:12

Um mal auf das eigentliche Thema hier zurückzukommen.

Ich denke nicht, dass "die Ostdeutschen" eine andere Republik als "die" Westdeutschen wollen. :)

Wenn knapp 20 Prozent der Wahlberechtigten die AfD wählen,
wählen sie (wie andere schon erwähnt) 80 Prozent eben auch nicht.
Auch ist solch' eine Thematik nicht einfach nur an der AfD festzumachen.

In Europa, den USA und (der übrigen Welt) ist derzeit ja ähnliche "Kritik" an der der Demokratie festzustellen.
GEGEN Kompromisse, gegen Internationalisierung, gegen ... gegen...gegen.
DIe Unsicherheiten und Veränderungen der Welt...begründen Ängste und den Wunsch nach EINFACHSTlösungen.
Oftmals verbunden mit "starken" Männern (oder Regierungen), die das schon irgendwie machen ... sollen.

Nur...die wird es und kann es ja nicht geben. Weder die Lösungen, noch die Männer. :D

Hoffen wir, das dieses Jahrzehnt nur eine kleine Episode sein wird.
Und das wieder mehr Menschen begreifen, was sie HABEN und was sie u.U. aufgeben.

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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon ThorsHamar » Mo 17. Sep 2018, 11:27

Tomaner hat geschrieben:(17 Sep 2018, 11:25)

Nur weil du es immer wieder wiederholst wird es nicht richtiger. Mein Neffe, also der Sohn meiner Schwester die ein Kind hat von einem Einwanderer nach Holland, von einer holländischen Kolonie in 3. Generation, bekam in Unterfranken geboren in Jena keine Wohnung wegen seinem leicht ausländischen aussehen, wo er studieren wollte und dies wurde ihm so direkt ins Gesicht gesagt. Das ist offener Rassismus und hat mit vorgeschobener unkontrollierter Einwanderung nichts zu tun.....


Das ist mit Sicherheit ein unvollständige Beschreibung des Vorgangs ...
"bekam in Jena keine Wohnung" ist garantiert falsch, und wenn er dort EINE spezielle Wohnung tatsächlich wegen seines Aussehens nicht bekommen hat, ist das ein juristisch relevantes Thema.
Und das hat definitiv nichts mit der Ortslage von Jena zu tun!

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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon zollagent » Mo 17. Sep 2018, 11:31

Julian hat geschrieben:(16 Sep 2018, 11:25)

Was für ein Kurzschluss. Nur weil die Leute keine unkontrollierte Masseneinwanderung und keine übermäßige Abgabe nationaler Souveränität an die EU wünschen, wollen sie noch lange nicht die Demokratie abschaffen.

Da es keine "unkontrollierte Masseneinwanderung" gibt und es auch die Möglichkeit einer Entziehung der "Abgabe nationaler Souveränität" gibt, sind das einfach nur Popanze, die im ersten Fall nur rechten (völkischen) Thesen und Paranoia und im zweiten Fall nur von den verlorenen Zuschüssen der Gemeinschaft leben.
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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon zollagent » Mo 17. Sep 2018, 11:34

Ebiker hat geschrieben:(16 Sep 2018, 12:27)

Genau, und sie haben ein sehr feines Gespür dafür in welch grosser Gefahr sie ist

Zweifellos. Man konnte es auf den Krawallen sehen, welche Art der "Demokratie" von einigen da bevorzugt wird.
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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon zollagent » Mo 17. Sep 2018, 12:42

Vongole hat geschrieben:(16 Sep 2018, 17:11)

Ich rede nicht von "Vereinnahmung in grenzenloser Güte", ich rede von Begegnung auf Augenhöhe.
Auch erwachsene Menschen können sich diskriminiert, abgewertet fühlen, z.B. durch niedrigere Löhne oder Renten, oder ganz einfach, weil man ihre Lebensleistung nur an der DDR festmacht.
Während und nach der Wiedereinigung ist vieles falsch gemacht worden, z.B. durch die Treuhand, und das wirkt bis heute nach.

Mal Hand aufs Herz, daß nach einem Bankrott von dem, der bis dahin im Betrieb das Sagen hatte, manche Dinge anders bewertet werden, als von dem, der den Betrieb dann übernimmt oder saniert, ist eigentlich naturgemäß. Daß eine Wirtschaft, die schlichtweg einer Marktwirtschaft nicht gewachsen war, weil sie bis dato nach anderen Prämissen geführt worden ist, radikal umgebaut werden mußte, und daß das Veränderungen mit sich bringt, hätte jedem klar sein müssen. Ich frage mich wirklich, was konkret hätte anders gemacht werden sollen? Vor allem in der recht kurzen Zeit, die da zur Verfügung stand. Ich weiß, das klingt gefühllos, wer aber auch im Westen schon mal eine Insolvenz mitgemacht hat, der wird wissen, von was ich rede. Das ist immer auch mit Verlust verbunden, selbst, wenn man selbst weder "schuld" daran hatte, noch Einfluß darauf. Ich selbst habe die ersten fünf Jahre nach der Wende im Auftrag der Firma, für die ich damals gearbeitet habe, in "Neufünfland" zugebracht und dabei insgesamt 21 Betriebe neu eröffnet, bzw. bis dahin stillgelegte Treuhandbetriebe aufgekauft. 18 davon bestehen bis heute. Über die Schwierigkeiten, solche Betriebe zu rentablem Arbeiten zu bringen, könnte man Bücher schreiben. Hätte man aber weitergemacht wie bisher, dann wäre die ganze Geschichte ein einziges riesiges Geldgrab geworden. Und hätte nicht "nur" die 1,5 Bio. € gekostet, die letztlich aufgebracht werden mußten.
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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon zollagent » Mo 17. Sep 2018, 12:47

ThorsHamar hat geschrieben:(17 Sep 2018, 10:22)

Was soll das jetzt? Ich habe Dir doch gerade eben in Erinnerung gerufen, dass es de facto nicht so ist ?!




....


Da liegst du schlicht falsch. Es IST SO! Schon allein deswegen, daß die überwiegende Last eben dort aufgebracht wird, wo auch mehr Geld verdient wird. Und warum wird mehr Geld verdient? Weil es eine besser ausgebaute Wirtschaft gibt. Schon allein, daß nach der Wende viele (ich denke mal, so um die drei Millionen) Menschen in den Westen abgewandert sind, ziemlich genau die Leute, die "den Laden am Laufen hielten" und die Verbleibenden halt mit den Resten einer gescheiterten Wirtschaft umgehen mußten, das aber nie wirklich gelernt hatten. Mal von ein paar "Leuchttürmen" abgesehen, kamen doch die Anstöße für funktionierende Betriebe aus dem Westen, was nicht heißt, daß der besser gewesen sei, sondern eher, daß man da so einige Lehren für die Marktwirtschaft beherrschte, was im Osten erst gelernt werden mußte. Auch im Saarland und im Ruhrgebiet hatte man Umstrukturierungen zu stemmen, da hat es einigermaßen geklappt. Dieser Unterschied hatte Ursachen. Und darüber muß man sich klar werden.
Zuletzt geändert von zollagent am Mo 17. Sep 2018, 12:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon zollagent » Mo 17. Sep 2018, 12:57

ThorsHamar hat geschrieben:(17 Sep 2018, 12:27)

Das ist mit Sicherheit ein unvollständige Beschreibung des Vorgangs ...
"bekam in Jena keine Wohnung" ist garantiert falsch, und wenn er dort EINE spezielle Wohnung tatsächlich wegen seines Aussehens nicht bekommen hat, ist das ein juristisch relevantes Thema.
Und das hat definitiv nichts mit der Ortslage von Jena zu tun!

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Nein, mit der offenen Einstellung der Vermieter.
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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 17. Sep 2018, 13:11

Europa2050 hat geschrieben:(16 Sep 2018, 10:59)
Es sind ja nicht nur die Ostdeutschen, es sind (bis auf das Baltikum) alle ex-ComeCon-Staaten, bei denen nationalistische, autoritäre teils sogar faschistische Parolen in verschiedener Intensität verfangen und sogar regierungsfähig sind. Wir bekommen es halt nur in Deutschland besser mit.

Schön wärs ja. In Schweden ist bei den aktuellen Parlamentswahlen nun das nachvollzogen worden, was in den anderen Skandinavienstaaten sowieso und seit längerem schon der Fall ist: 15 bis 25 Prozent Wähler für rechtspopulistische Parteien. In Benelux siehts nicht viel anders aus.

Erstaunlicherweise fällt Südeuropa da irgendwie raus. Oder der Rechtspopulismus äußert sich dort eben irgendwie anders. (Wie in der aktuellen italienischen regierungskoalition). Eine der möglichen Erklärungen dafür könnten die Erfahrungen mit faschistischen Regimes auch nach dem 2. WK sein (Portugal, Griechenland, SPanien).
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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon ThorsHamar » Mo 17. Sep 2018, 13:38

zollagent hat geschrieben:(17 Sep 2018, 13:47)

Da liegst du schlicht falsch. Es IST SO! Schon allein deswegen, daß die überwiegende Last eben dort aufgebracht wird, wo auch mehr Geld verdient wird. Und warum wird mehr Geld verdient? Weil es eine besser ausgebaute Wirtschaft gibt. ....


Und was hat das damit zu tun, dass auch jeder ostdeutsche Steuerzahler den sog. Soli bezahlt?
Wenn man jetzt aufrechnet, wieviel jeder in den Topf einzahlt und dann für grössere Summen Dankbarkeit verlangt, müsste ja das gesamte Steuersystem auf den emotionalen Prüfstand!
Ausserdem kann ich sagen, dass die Firmen, die damals den Osten "erobert" haben, so auch die, mit der ich damals zusammengearbeitet habe, sich dumm und dämlich verdient und die Steuern am Firmensitz bei uns entrichtet haben.
Also: Fakt ist, dass JEDER deutsche Steuerzahler nach Gesetz den sog. Solibeitrag zahlt! Alles Andere ist falsch.
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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon ThorsHamar » Mo 17. Sep 2018, 13:42

zollagent hat geschrieben:(17 Sep 2018, 13:57)

Nein, mit der offenen Einstellung der Vermieter.


Ja, und als irgendwie anders aussehender Ausländer bekommst Du dann "im Westen" jede Wohnung, oder was?
Meine Güte .... :mad:
An der Geschichte des Users fehlen so viele Infos, die Du bei anderen Gelegenheiten sofort verlangen würdest, und zwar berechtigt!
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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon jorikke » Mo 17. Sep 2018, 13:54

ThorsHamar hat geschrieben:(17 Sep 2018, 14:38)

Und was hat das damit zu tun, dass auch jeder ostdeutsche Steuerzahler den sog. Soli bezahlt?
Wenn man jetzt aufrechnet, wieviel jeder in den Topf einzahlt und dann für grössere Summen Dankbarkeit verlangt, müsste ja das gesamte Steuersystem auf den emotionalen Prüfstand!
Ausserdem kann ich sagen, dass die Firmen, die damals den Osten "erobert" haben, so auch die, mit der ich damals zusammengearbeitet habe, sich dumm und dämlich verdient und die Steuern am Firmensitz bei uns entrichtet haben.
Also: Fakt ist, dass JEDER deutsche Steuerzahler nach Gesetz den sog. Solibeitrag zahlt! Alles Andere ist falsch.


Ich verstehe nicht warum man das immer wieder hervorhebt.
Das diejenigen, denen die ganze Kohle zugute kommt, sich auch an deren Aufkommen beteiligen, ist doch eine schiere Selbstverständlichkeit.
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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon ThorsHamar » Mo 17. Sep 2018, 14:26

jorikke hat geschrieben:(17 Sep 2018, 14:54)

Ich verstehe nicht warum man das immer wieder hervorhebt.
Das diejenigen, denen die ganze Kohle zugute kommt, sich auch an deren Aufkommen beteiligen, ist doch eine schiere Selbstverständlichkeit.


ja, aber es gibt im tiefen Westen eben ein paar dumpfbackige Leute, die meinen, dass SIE allein diesen Soli für Ossis zahlen würden und deshalb Dankbarkeit verlangen. Deshalb ist es wichtig, ab und zu mal wieder darauf hinzuweisen, dass auch der Ossi diesen Beitrag zahlt, nämlich FÜR DEUTSCHLAND.
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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon Skull » Mo 17. Sep 2018, 14:52

ThorsHamar hat geschrieben:(17 Sep 2018, 15:26)

ja, aber es gibt im tiefen Westen eben ein paar dumpfbackige Leute,
die meinen, dass SIE allein diesen Soli für Ossis zahlen würden

Intereessant.

Und weil es irgendwo ... solche Dumpfbacken gibt,
muss man das HIER, in diesem Thread
und mit anderen User, die nichts dergleichen denken und behaupten...
jetzt über meherer Posts immer wieder schreiben ?

Entschuldigung, das ich DAS nicht verstehe.

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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon zollagent » Mo 17. Sep 2018, 15:07

ThorsHamar hat geschrieben:(17 Sep 2018, 14:38)

Und was hat das damit zu tun, dass auch jeder ostdeutsche Steuerzahler den sog. Soli bezahlt?
Wenn man jetzt aufrechnet, wieviel jeder in den Topf einzahlt und dann für grössere Summen Dankbarkeit verlangt, müsste ja das gesamte Steuersystem auf den emotionalen Prüfstand!
Ausserdem kann ich sagen, dass die Firmen, die damals den Osten "erobert" haben, so auch die, mit der ich damals zusammengearbeitet habe, sich dumm und dämlich verdient und die Steuern am Firmensitz bei uns entrichtet haben.
Also: Fakt ist, dass JEDER deutsche Steuerzahler nach Gesetz den sog. Solibeitrag zahlt! Alles Andere ist falsch.

Muß es nicht. Man muß auch nicht "Dankbarkeit" verlangen. Aber man kann verlangen, daß weniger gejammert, sondern an den Mißständen gearbeitet wird. Wie gesagt, im Saarland gings auch, genau wie im Ruhrgebiet.
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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon ThorsHamar » Mo 17. Sep 2018, 15:09

Skull hat geschrieben:(17 Sep 2018, 15:52)

Intereessant.

Und weil es irgendwo ... solche Dumpfbacken gibt,
muss man das HIER, in diesem Thread
und mit anderen User, die nichts dergleichen denken und behaupten...
jetzt über meherer Posts immer wieder schreiben ?

Entschuldigung, das ich DAS nicht verstehe.

mfg


Und? Was willst DU jetzt von mir?
Dass Du was nicht verstehst, interessiert mich überhaupt nicht, also ....
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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon zollagent » Mo 17. Sep 2018, 15:09

ThorsHamar hat geschrieben:(17 Sep 2018, 14:42)

Ja, und als irgendwie anders aussehender Ausländer bekommst Du dann "im Westen" jede Wohnung, oder was?
Meine Güte .... :mad:
An der Geschichte des Users fehlen so viele Infos, die Du bei anderen Gelegenheiten sofort verlangen würdest, und zwar berechtigt!

Na ja, ich habe ja auch mal 5 Jahre in Neufünfland gewohnt. Und nicht nur in Hotels. ;)
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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon Skull » Mo 17. Sep 2018, 15:10

ThorsHamar hat geschrieben:(17 Sep 2018, 16:09)

Und? Was willst DU jetzt von mir?
Dass Du was nicht verstehst, interessiert mich überhaupt nicht, also ....

Was ich will ?

Das man sich ... nicht ... dauernd...in Nebenschauplätze...flüchtet. :)

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