Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

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Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Beitragvon zollagent » Fr 14. Sep 2018, 13:19

Audi hat geschrieben:(14 Sep 2018, 13:46)

Nein weil man gesehen hat wie die tsk vorgeht in Nord Syrien

tsk? :?:
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Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Beitragvon Audi » Fr 14. Sep 2018, 14:16

türkischen Streitkräfte
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Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Beitragvon zollagent » Fr 14. Sep 2018, 15:03

Audi hat geschrieben:(14 Sep 2018, 15:16)

türkischen Streitkräfte

O.K. Dann solltest du auch genauer erklären, "wie sie vorgehen, die tsk". Und was zu bemängeln wäre.
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Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Beitragvon Audi » Fr 14. Sep 2018, 15:05

zollagent hat geschrieben:(14 Sep 2018, 16:03)

O.K. Dann solltest du auch genauer erklären, "wie sie vorgehen, die tsk". Und was zu bemängeln wäre.

Schlechte Taktik wo man schon einige Panzer verloren hat und sogar aus dem Panzer geflogen ist, sogar Islamisten haben intakte Panzer erbeuten können.
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Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Beitragvon zollagent » Fr 14. Sep 2018, 15:24

Audi hat geschrieben:(14 Sep 2018, 16:05)

Schlechte Taktik wo man schon einige Panzer verloren hat und sogar aus dem Panzer geflogen ist, sogar Islamisten haben intakte Panzer erbeuten können.

Das kann vorkommen. Auch die Türken sind keine Überflieger. Was ich von den Syrern auch nicht annehme.
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Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Beitragvon King Kong 2006 » So 16. Sep 2018, 09:40

Fake News und Lügenpresse at full speed? Auch dank der Kultivierung des US-Präsidenten Donald T.

Ein US-Senator befürchtet, daß der brit. MI6 ein chemischen Angriff in Syrien faken könnte.

US senator claims Britain's MI6 is planning a fake chemical weapons attack on Syria

Mr Black said Britain’s MI6 intelligence service was planning a chemical weapons attack on the Syrian people, which it would then blame on Mr Assad.

“Around four weeks ago, we knew that British intelligence was working towards a chemical attack in order to blame the Syrian government, to hold Syria responsible,” Mr Black said on Al Mayadeen, an Arab news channel based in Beirut.

https://www.independent.co.uk/news/worl ... 29681.html


Britische undercover Operationen haben in der Region eine gewisse Tradition.

2005 wurden britische Agenten in "arabischer Kleidung" bei einer Straßenkontrolle auffällig. Sie hatten im Kofferraum Munition/Sprengmittel, in der Zeit wurden Besatzungstruppen regelmäßig mit Sprengfallen bekämpft oder Bomben in Menschenmengen, vornehmlich bei Schiiten gezündet. Sie eröffneten sofort das Feuer auf die irakische Polizei und töteten einen Beamten. Die SAS-Agenten konnten allerdings verhaftet und in ein Gefängnis verbracht werden. Die brit. Besatzungsmacht zögerte nicht, da das Thema arabisch verkleidete Spione, militärische Ausrüstung im Auto alles im Kontext der Ereignisse blöd aussah und man nicht abwarten wollte, ob die Agenten dazu etwas sagen würden. Britische Besatzungstruppen stürmten das Gefängnis mit Kampfpanzern, die gleich durch die Wände fuhren. Dabei gab es wieder Tote und über 100 Gefangene/Kriminelle flohen gleich mit. Solche Vorgehen sorg(t)en nicht gerade für Vertrauen.

British tanks storm Basra jail to free undercover soldiers

In a day of dramatic incidents in the heart of the British-controlled area of Iraq, the two undercover soldiers - almost certainly special forces - were held by Iraqi security forces after clashes that reportedly left two people dead and threatened to escalate into a diplomatic incident between London and Baghdad.

The soldiers, who were said to have been wearing Arab headdress, were accused of firing at Iraqi police when stopped at a road block.

https://www.theguardian.com/world/2005/ ... q.military


British “Undercover Soldiers” Caught driving Booby Trapped Car

"They refused to say what their mission was."

A report of Al Jazeera TV, which preceeded the raid on the prison, suggests that the British undercover soldiers were driving a booby trapped car loaded with ammunition. The Al Jazeera report (see below) also suggests that the riots directed against British military presence were motivated because the British undercover soldiers were planning to explode the booby trapped car in the centre of Basra

https://www.globalresearch.ca/british-u ... ed-car/972


Zum Thema Fakeoperationen bzw. "undercover". ;)
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Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Beitragvon Audi » So 16. Sep 2018, 10:16

King Kong 2006 hat geschrieben:(16 Sep 2018, 10:40)

Fake News und Lügenpresse at full speed? Auch dank der Kultivierung des US-Präsidenten Donald T.

Ein US-Senator befürchtet, daß der brit. MI6 ein chemischen Angriff in Syrien faken könnte.



Britische undercover Operationen haben in der Region eine gewisse Tradition.

2005 wurden britische Agenten in "arabischer Kleidung" bei einer Straßenkontrolle auffällig. Sie hatten im Kofferraum Munition/Sprengmittel, in der Zeit wurden Besatzungstruppen regelmäßig mit Sprengfallen bekämpft oder Bomben in Menschenmengen, vornehmlich bei Schiiten gezündet. Sie eröffneten sofort das Feuer auf die irakische Polizei und töteten einen Beamten. Die SAS-Agenten konnten allerdings verhaftet und in ein Gefängnis verbracht werden. Die brit. Besatzungsmacht zögerte nicht, da das Thema arabisch verkleidete Spione, militärische Ausrüstung im Auto alles im Kontext der Ereignisse blöd aussah und man nicht abwarten wollte, ob die Agenten dazu etwas sagen würden. Britische Besatzungstruppen stürmten das Gefängnis mit Kampfpanzern, die gleich durch die Wände fuhren. Dabei gab es wieder Tote und über 100 Gefangene/Kriminelle flohen gleich mit. Solche Vorgehen sorg(t)en nicht gerade für Vertrauen.





Zum Thema Fakeoperationen bzw. "undercover". ;)

Ich dachte schon die Briten und co hätten die Wahrheit für sich gepachtet. Aber die Geschichten sind bekannt

War diesmal und letztes Mal zu auffällig das Theater mit dem Chlor.
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Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Beitragvon King Kong 2006 » Do 20. Sep 2018, 08:44

Wie wird sich die Rolle Putins in Syrien entwickeln?

Nach dem Abschuß eines russischen Aufklärers durch die syrische Luftabwehr und einer Rolle der israelischen Luftwaffe, die nicht weiter von Israel kommentiert wird, stellt sich zunehmend die Frage, ob man sich den Pelz waschen kann, also beim russischen Bären, ohne sich naß zu machen.

Die Position Russlands in Syrien ist primär politisch zu sehen. Die Entscheidungen finden auf dem Boden statt. Nicht in der Luft. Das sah man dramatisch, als der IS z.B. die Basis T4 bei Palmyra einfach überrannte, als Bodentruppen abgezogen wurden. Die russische Luftwaffe konnte das nicht verhindern. Als Teheran Boden-Kampfeinheiten zurückbeorderte konnte die Basis wieder gesichert werden.

An entire Russian helicopter unit based in Syria was wiped out in an Islamic State attack, satellite images appear to suggest.

https://www.theguardian.com/world/2016/ ... ack-report


Islamic State militants capture Palmyra despite heavy Russian strikes

https://www.reuters.com/article/us-mide ... SKBN13Z073


Der Abschuß eines russischen Flugzeuges wirft die Frage wieder auf.

The loss of a Russian plane in Syria reveals how Putin is strangely powerless to protect his own troops

Russia's ally Syria shot down one of its planes on Tuesday, and it exposes how Russian President Vladimir Putin is strangely powerless to protect his own people or do much more than enforce the status quo.

Russia has suffered a number of humiliating defeats in Syria while its economy has entered a downward spiral.

Putin portrays himself as powerful, but he has failed to protect Russians time and time again.

https://www.businessinsider.de/russian- ... ?r=US&IR=T


Russland hat bei seinem Engagement natürlich im Sinn ein Gegengewicht zu den Entwicklungen in der Ukraine zu haben. Dadurch höheres politisches Gewicht zu erlangen. Daraus einen Gewinn zu erzielen. Aber einige Entwicklungen in Syrien lassen Putin nicht gut aussehen. Russland soll das S-400 Abwehrsystem nicht einschalten. Weil dann vielleicht Reaktionen stattfinden, die die Situation weiter eskalieren. Andererseits zeigen solche Entwicklungen wie zuletzt beim Flugzeugabschuß die Grenzen auf. Putin will oder kann sich nicht mehr engagieren als auf einem gewissen Niveau.

Neben der Ukraine/Syrien war sicher auch Putins Ansinnen ein wichtiger Broker zwischen Israel und dem Iran zu sein. Etwas, was kein anderes Land in der Form kann. Wenn man aber auf mehreren Hochzeiten tanzt, dann kann das stressig werden.

Muß er jetzt Zeichen setzen? Wenn Putin etwas über die Lufthoheit in Syrien bestimmten will, dann ist er auch "verantwortlich" für den Luftraum. Und seine Verletzungen. Wenn er sich da nicht durchsetzen kann, das wird offenbar, wie bei dem letzten Abschuß, dann sieht das nicht gut aus.

IS ISRAEL’S ERA OF FREELY OPERATING IN SYRIA OVER?

While Israel will very likely continue to strike targets deemed an “intolerable risk” to the Jewish state, Israeli pilots will have to remember the warning Russian Defense Minister Sergei Shoigu told his Israeli counterpart Avigdor Liberman: “Such actions will not be left unanswered.”

https://www.jpost.com/Israel-News/Is-Is ... ver-567554
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Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Beitragvon zollagent » Do 20. Sep 2018, 09:01

Das Problem dabei ist für Putin, daß Israel eine andere Nummer ist als die Schwachköpfe vom IS.
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Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Beitragvon King Kong 2006 » So 23. Sep 2018, 19:10

In Moskau sind sich Politiker und Militärs nicht einig, wie es nach dem Abschuß des russischen Flugzeugs weitergehen soll.

Syrischer Abschuss eines russischen Flugzeugs

Russlands Militär erneuert Vorwürfe gegen Israel

Den Abschuss eines russischen Aufklärungsflugzeugs vor Syrien nannte Wladimir Putin ein "Unglück". Das russische Militär widerspricht seinem Präsidenten - und gibt Israel die Schuld an 15 toten Soldaten.


Der Abschuss eines russischen Aufklärungsflugzeugs über Syrien entwickelt sich für Russlands Präsident Wladimir Putin zum Dilemma: Erneut hat das russische Militär der israelischen Luftwaffe die Schuld am Abschuss vor der syrischen Küste gegeben. Das Verhalten der israelischen Piloten sei "unprofessionell oder kriminell fahrlässig" gewesen, sagte der Armeesprecher Igor Konaschenkow in Moskau.


Jetzt erklingen andere Töne: Der Vorsitzende des Außenausschusses im russischen Parlament, Leonid Sluzki, forderte, politische Kontakte zu Israel sollten ausgesetzt werden. Sein Abgeordnetenkollege Juri Schwytkin verlangte, der Luftraum solle für israelische Flugzeuge geschlossen werden.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/s ... 29613.html


Für die einen sicherlich eine gute Entwicklung von Politiker und Militärs mit Putin nicht derselben Meinung sind (gerade in Syrien sind russische Militärs und Hardliner wohl eher unzufrieden mit Putins Verhalten), das könnte sich aber durch eine harte Haltung in der Außenpolitik ausdrücken.
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Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Beitragvon Audi » So 23. Sep 2018, 19:18

King Kong 2006 hat geschrieben:(23 Sep 2018, 20:10)

In Moskau sind sich Politiker und Militärs nicht einig, wie es nach dem Abschuß des russischen Flugzeugs weitergehen soll.







Für die einen sicherlich eine gute Entwicklung von Politiker und Militärs mit Putin nicht derselben Meinung sind (gerade in Syrien sind russische Militärs und Hardliner wohl eher unzufrieden mit Putins Verhalten), das könnte sich aber durch eine harte Haltung in der Außenpolitik ausdrücken.

Dann braucht Moskau abr mehr basen um Israel Paroli bieten zu können. Mehr moderne Abfangjäger, mehr Luftabwehr usw. Putin ist nicht blöd, er weiß was es kostet. Für die Militärs wäre es ein teurer Spielplatz
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Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Beitragvon King Kong 2006 » So 23. Sep 2018, 22:35

Audi hat geschrieben:(23 Sep 2018, 20:18)

Dann braucht Moskau abr mehr basen um Israel Paroli bieten zu können. Mehr moderne Abfangjäger, mehr Luftabwehr usw. Putin ist nicht blöd, er weiß was es kostet. Für die Militärs wäre es ein teurer Spielplatz


Ich glaube, es ist vielmehr eine politische Frage. Das muß nicht mehr kosten. Es soll ja kein Krieg gegen Israel geführt werden. Nur ernsthaft gedroht und notfalls gehandelt werden. Das ist ganz offensichtlich nicht der Fall.

Russland will letztendlich keine Konfrontation mit Israel. Man bräuchte nur Abwehrsysteme wie das S-400 mal anzuschalten. Lt. JPost ist dies nicht der Fall. Natürlich kann man israelische Kampfflugzeuge abschiessen. Sogar die syrische Luftabwehr schaffte dies im Februar. Ich bin mir sicher, daß die russische Abwehr bzw. Luftwaffe das auch kann. Bzw. damit ernsthaft zu drohen. Das reicht ja. Nur sie machen es nicht.

Dieser Konflikt bricht jetzt offener in Moskau aus. Militärische Hardware ist vor Ort. Schiffe, U-Boote, Flugzeuge, Luftabwehr als Droh- und Abwehrpotential. Das macht Putin aber nicht. Sein Ziel ist in Falle Syriens eher damit wieder international eine Rolle zu spielen. Und im Kontext der Ukraine arbeiten zu können. Die russischen Militärs und einige Parlamentarier fühlen sich dadurch allerdings vorgeführt. Das gilt nicht nur für die Israelis. Bei den Kämpfen bei Khasham Februar 2018 tötete die US-Airforce "hunderte" pro Assad-Kämpfer bei dem Versuch auf weitere Gebiete vorzustossen, die man unter Kontrolle der YPG/PKK/PJAK belassen hatte. Dabei ist eine nicht weiter geklärte Anzahl von "russischen Berufssöldnern" (Wagner-Gruppe), mutmaßlich (Ex-)Militärs getötet worden. Von der US-Airforce. Angeblich bis zu 200. Es war von Rache aus russischen Kreisen zu hören. Putin blieb realpolitisch. Ruhig. Jetzt Israel.

Unofficial Russian sources version

Shortly after the strikes, various Russian unofficial sources began to publicize information that a number of Russian "volunteers" (PMCs) had been killed in the strikes,[2][41] with some posts on Russian social media making claims of over 200 Russian PMCs being killed, although the veracity of this information was questioned[42] and could not be confirmed.[43] A Russian paramilitary chief, a known critic of the company that hired the contractors, also claimed 218 PMCs were killed and that the families were still waiting for their remains.[44] Additionally, a Russian military doctor, a leader of a PMC-linked paramilitary Cossack organization and a source with ties to Wagner claimed 80–100 PMCs were killed and 200 wounded.[45]

Contrary to the claims of hundreds of deaths among the PMCs, a Russian investigative group, the Conflict Intelligence Team (CIT), confirmed 10 contractor deaths[46] and estimated a total of between 20 and 30 had died.[47] A Russian journalist also believed between 20 and 25 PMCs died in the strikes.[42] On 17 February,[48] a Wagner leader, Andrey Troshev, was quoted as saying 14 ″volunteers″ died in the battle.[28] Three other Wagner commanders also stated the claim of 200 dead was an exaggeration and that 15 PMCs were killed at the most.[49]

A Russian newspaper, citing Russian military and contractor sources, reported pro-government forces were attempting to capture the Conoco (locally called Al Tabiyeh) gas field from the SDF.[50][51]

https://en.wikipedia.org/wiki/Battle_of_Khasham


Russian mercenaries reportedly want revenge after getting whooped by US forces in Syria

https://www.businessinsider.de/russia-m ... ?r=US&IR=T


Putin versucht den Ball flach zu halten. "Shit happens". Das summiert sich aber. Abgeschossene Flugzeuge, getötete Russen. Von den USA, im Kontext Israels und durch die Türkei, der Putin jetzt auch noch bei Idlib entgegengekommen ist. Darauf nicht zu reagieren kann auch als ein Zeichen von Schwäche gelten. Putin hat sicher Prioritäten. Dazu gehört kein Krieg, nicht weil er Pazifist ist, die russische Armee kämpft ja in Syrien, aber gegen die USA, Israel und die Türkei ist das schon etwas anderes. Es geht vielmehr um die Ukraine und Handlungsspielräume. Nur muß er jetzt schauen, daß man ihm in Moskau nicht am Stuhl sägt. Schwäche zeigen kann sich gerade ein Putin nicht erlauben. Ein Dilemma.
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Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 26. Sep 2018, 22:18

Trump bedankt sich bei Russland, Iran und Syrien betreffs deren Operationen in der Idlib-Frage.

"I want to thank Iran, Russia and Syria for at my very strong urging and request substantially slowing down their attack on the Idlib province," Trump said.

https://www.urdupoint.com/en/world/trum ... 41461.html
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Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Beitragvon King Kong 2006 » Mo 1. Okt 2018, 19:08

Die iranischen Streitkräfte haben einen Raketenschlag auf Stellungen bei Abu Kamal im Osten Syriens, in denen der IS noch existiert nahe der irakischen Grenze ausgeführt. Bewaffnete Drohnen sollen auch eingesetzt worden sein. US-Truppen sind nur einige Meilen von den syrischen Oppositionskräften die Ziel waren entfernt. Sie sollen im Zusammenhang mit Saudi-Arabien und den Terroristen stehen, die im Iran jüngst in der Provinz Ahwaz einen Anschlag mit vielen Toten und Verletzten ausgeführt haben.

IRGC reveals details of revenge attack on terrorists

https://www.presstv.com/Detail/2018/10/ ... ist-attack
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Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Beitragvon Kardux » Di 2. Okt 2018, 13:52

King Kong 2006 hat geschrieben:(01 Oct 2018, 20:08)

Die iranischen Streitkräfte haben einen Raketenschlag auf Stellungen bei Abu Kamal im Osten Syriens, in denen der IS noch existiert nahe der irakischen Grenze ausgeführt. Bewaffnete Drohnen sollen auch eingesetzt worden sein. US-Truppen sind nur einige Meilen von den syrischen Oppositionskräften die Ziel waren entfernt. Sie sollen im Zusammenhang mit Saudi-Arabien und den Terroristen stehen, die im Iran jüngst in der Provinz Ahwaz einen Anschlag mit vielen Toten und Verletzten ausgeführt haben.


Und wieviele dieser 8 Raketen sind in Abu Kamal angekommen?
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Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Beitragvon King Kong 2006 » Di 2. Okt 2018, 19:25

Kardux hat geschrieben:(02 Oct 2018, 14:52)

Und wieviele dieser 8 Raketen sind in Abu Kamal angekommen?


Kurdische Quellen behaupten 2 Raketen wären "Blindgänger" gewesen. Die Welt ist voll von Blindgängern, ob Patriot-Raketen in Nahost oder Granaten aus diversen Kriegen der Jahrhunderte.

"Based on the information we have received, around 40 top leaders of Daesh were killed in this attack," General Amirali Hajizadeh, head of the Guards' aerospace division, was quoted on Tuesday by Iran's state media as saying. "Daesh" is a derogatory Arabic acronym for Islamic State.

"One of the highlights of this operation was that the Quds force had provided the intelligence needed for the attack."

https://www.usnews.com/news/world/artic ... amic-state


Der syrische Außenminister Walid Muallem begrüsst die Aktion.

Netanyahu sieht das "positiv", da es zeigen würde, das Israel mit dem Terroranschlag im Iran nichts zu tun hätte. Also, der Vergeltungsschlag landete ja in Syrien.

Prime Minister Benjamin Netanyahu responded to Iran's attack on Syria later on Monday, saying the strikes prove Israel was not involved in the shooting at the military parade.

https://www.haaretz.com/middle-east-new ... -1.6515362


Wie Dinge ausgeführt werden tragen ja auch eine Botschaft. Es wurden Waffensysteme eingesetzt, die ganz klar nicht die Reichweite bis nach Israel haben. Dafür sollen sie relativ präzise sein, die Systeme der Fateh-Raketen sind dafür ausgelegt. Da US-Personal in der Nähe war, war das wohl auch besser so. Auch anhand des trackings der Flugbahn wird Israel klar gewesen sein, wohin sie fliegen. Das ist ja nicht unerheblich, wenn von der großen Raketenbasis bei Kermanshah im Iran Raketen aufsteigen und gen Westen fliegen. Da liegt ja neben Syrien auch Israel. Würde mich nicht wundern, wenn man (Teheran) vorher durch Kanäle Israel daraufhingewiesen hat, das die Ziele in Syrien liegen, nicht in Israel. Das könnte sonst ziemliche Aufregung erzeugen. Man warnt sich in der Region ja offenbar gegenseitig früh genug.

Interessanter sind wohl die Einsätze der Tarnkappen-Drohnen bei der Operation.

Strategic breakthrough for Iran in unimpeded drone-missile attack on E. Syria

Neither Israel nor the US intervened when Iran broke new strategic ground on Monday, Oct. 1 by sending a squadron of 11 stealth UAVs to attack ISIS in E. Syria. DEBKAfile: The attack drones were greater cause for concern than the six surface missiles the Revolutionary Guards launched from their base in Kermanshah in western Iran. Like the missiles, the assault drones cut through Iraqi air space to their targets in Syria, without asking Baghdad for permission; but, unlike the missiles, they also returned to home base by the same route unhindered. Not a single Israeli or American aircraft took to the air stop them.


DEBKAfile’s military sources identified the UAVs as “Saeqehs” (Thunderbolts), a replica of the US RQ-170 Sentinel spy drone which the Iranians downed seven years ago and reconstructed with the help of Chinese engineers. Nine months ago, Israeli Air Force jets brought down an armed drone of this type over the Jordan Valley after it entered Jordanian airspace from Syria. Monday saw Iran deploying a full squadron of these super drones for their first operation. By this action, Tehran has demonstrated its capacity to launch missiles and attack drones from bases in Iran for air strikes against US targets in Syria, as well as Israel’s homeland. They are therefore a major menace to US interests in Syria and Iraq.

https://www.debka.com/strategic-breakth ... n-e-syria/
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Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Beitragvon King Kong 2006 » So 7. Okt 2018, 22:19

Die Türkei, der Iran und die USA. Östlich des Euphrat.

Östlich des Euphrat gibt es eine US-Präsenz. Es scheint so, das sich mittelfristig Ankara und Teheran zu einer Interessensgemeinschaft hinsichtlich der Zukunft dieser Region zusammensetzen.

Will Iran, Turkey jointly confront US influence east of the Euphrates?

Theoretically, Iran’s prioritization of the areas east of the Euphrates puts it on track to accommodate Turkey’s strategic concerns in SDF-held territory. While Turkey perceives the Democratic Union Party (PYD) as a terrorist organization, Tehran sees the PYD’s American patrons as the destabilizing actor. Generally, however, Iran and Turkey’s goals intersect as they both focus on SDF-held territory. Therefore, it is likely that the two will work on the common ground that exists in northern Syria. Turkey’s anti-PYD posture is useful for Iran to effectively push back against the United States. Likewise, to encounter the PYD, Turkey cannot shy away from confronting US policy in Syria — and for that, it needs Iran and the “Axis of Resistance,” which can in effect ratchet up the pressure against the United States east of the Euphrates.

https://www.al-monitor.com/pulse/origin ... idlib.html


Expanding Turkey-Iran Cooperation In Syria

Despite numerous western mainstream media predictions about possible conflict of interest between Iran, Turkey and Russia in Syria, this conflict hasn’t happened. On the contrary, prospects and possibilities of cooperation continue to increase as the war in Syria nears its end.


Iranian leaders have recently voiced how important it is to rid areas to the east of Euphrates of the US influence. This makes Iran a natural ally of Turkey, which, too, has been seeking to achieve this goal, which is also the underlying source of persisting tension in the US-Turkey relations.

https://iranian.com/2018/10/07/expandin ... -in-syria/


Die Türkei sieht die Kurdenfrage primär als staatsgefährdend ein. Solange die USA eine Präsenz im Osten Syriens hat, nimmt Ankara diese als Unterstützung der YPG/PKK/PJAK wahr. Diese wiederum streckt zunehmend die Fühler nach Damaskus aus. Die Lage eruieren. Die Kurden haben die Wahrnehmung, das Trump zwar ein ramponiertes, mittlerweile verändertes Verhältnis zur Türkei hat, aber im Zweifel an ein besseres Verhältnis zum NATO-Partner Türkei hat, denn zur YPG/PKK/PJAK.

Ground zero Syria: Damascus, Moscow, Tehran set for clear victory - Part I

I still remember taking a flight from Tehran to Damascus sometime in the autumn of 2014, probably the worst year for the government. Every single square inch of land in the vicinity of Damascus Airport was under rebels’ control. Rebels that comprised of al Qaeda operatives and various other Islamists. Only the military garrison at the airport somehow held. Syrian Arab Army’s elite Republican Guards were barely managing to secure the lone road connecting the airport to downtown Damascus. The strain was unbearable. Flights used to land with lights switched off as the West’s peace-loving rebels used to fire on the inbound and outbound civilian aircraft with medium and small arms. Some of the biggest suburbs, Ghouda, Douma, Harasta and Jobar, were under rebel control as mortar rained on the areas under government control. In Bab Touma itself, several buildings were specifically targeted because of their Christian dwellers.


In the east, along with the western and south of river Euphrates, the government has managed to flush out Islamic State terrorists and re-establish its writ. The road to Deir az Zor from Aleppo is puckered with several dozens of checkpoints manned by soldiers from Syrian Arab Army, NDF, Hezbollah and Afghan Hazara militia named Fatimayoun. The checks are stringent but its manner relaxed. There are few settlements in this Badia al-Sham desert, but it leads to the Kurdish SDF-controlled region where the US has made as many as eight bases. They control some of the biggest gas and oil fields in Syria.


Notwithstanding the posture, Kurds know that their game is up. None of the countries, whether it is Turkey, Iraq, Iran or Syria will like to see an independent Kurdish state in their midst doing its bidding for Washington and Tel Aviv, and Kurds have started to realise this. Although belatedly. Their hubris in Iraq was dealt with severely by Baghdad, and they have only as many cards to play in Syria.

In some of the meetings that have taken place lately between Damascus and Kurdish leadership, Kurds have agreed to several of the demands set by the Syrian government, a development that was unthinkable only a few months ago.The Kurd-led SDF agreed to open several crossings along the Euphrates valley, against the wishes of the United States. After the deal, as many as nine crossings have been opened in Deir az Zor, and another seven are being planned in Raqqa. Most of the crossings are in and around the government-held town of al Mayadeen.


In exchange, Damascus has offered them one-third of all the oil revenue coming directly from their areas to them, and share in other revenues as well. Kurds are also demanding that the Oil Ministry shall have three director-level officials of which one should be a Kurd of their choice. This demand is under consideration and might be accepted by Damascus on a later date.

https://www.nationalheraldindia.com/int ... ory-part-i
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Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Beitragvon King Kong 2006 » Mo 15. Okt 2018, 23:41

Die Opposition in Syrien stellt sich (noch?) quer.

Syriens HTS-Dschihadisten ziehen nicht aus Pufferzone in Idlib ab

https://www.welt.de/newsticker/news1/ar ... ib-ab.html


Wenige Stunden vor Ablauf der Frist hatte das Dschihadisten-Bündnis "Hajat Tahrir al-Scham" (HTS) erklärt: "Wir haben unsere Entscheidung zum Dschihad und zum Kampf zur Umsetzung unserer gesegneten Revolution nicht aufgegeben."

https://www.dw.com/de/idlib-rebellen-bl ... a-45890117


Damaskus zeigt sich entschlossen.

Syrien - Bereit zur Vernichtung des Terrorismus in Idlib

Die syrische Regierung droht mit einem militärischen Eingreifen in der Rebellenprovinz Idlib, sollten die Extremisten nicht den vereinbarten Abzug aus einer geplanten Pufferzone umsetzen.

https://www.finanzen.net/nachricht/akti ... an-6706819


Teheran ist sich möglicher großer Verluste bei der Rückeroberung bewußt und verweist auf die Verhandlungen in Astana zur Konfliktlösung.

'Massacre in Syria’s Idlib is Iran’s red line'

While the return of Idlib to Syrian government control could hypothetically take place swiftly with a full military assault, such an offensive would only lead to massive collateral damage, the Iranian official said.
That, he said unequivocally, was a red line for Iran.

Any such massacre would also have “grave humanitarian and moral, as well as political costs, which is unacceptable,” he stressed.

Given the complexity of the matters in Idlib, he said, Iran sought, in negotiations with its partners in the Astana process — a peace initiative for Syria launched jointly with Russia and Turkey — to make the case for a solution that is exclusive to Idlib and its special status.

He said the solution was phased and composite to include security, military, and political components that would have to be agreed upon.

https://www.presstv.com/Detail/2018/10/ ... y-massacre


Christliche Milizen auf Seiten der syrischen Regierung berichten, das die Oppositionskräfte in Idlib Bunker und Verteidigungsstellungen ausbauen.

In dem Gebiet im Nordwesten Syriens leben drei Millionen Menschen. Bereit zum Angriff - das sind christliche Milizen auch und gerade jetzt. Sie sind zwei Kilometer entfernt von der Frontlinie. Sie unterstehen dem Oberbefehl von Assad. Sie sollen die Christen verteidigen gegen radikale Islamisten. Die sollen sich bis Montag zurückziehen. Russland meldet einen Teilabzug. Die Realität sei eine andere, erläutert der Anführer der Miliz. Sie haben sich nicht zurückgezogen. Sie sind noch immer da. Sie bauen Bunker und Befestigungsanlagen. Wir sehen Planierraupen, Bagger und Lastwagen. Hier hatten islamistische Rebellen einst das Sagen. Sindschar wurde vor neun Monaten von syrischen Truppen zurückerobert. Der Sieg im Süden der Provinz Idlib war teuer erkauft. Häuser in Trümmern. Kein Strom und kein fließend Wasser. 200 Familien leben hier. Die meisten sind Anhänger der Regierung. An eine politische Lösung mag kaum einer glauben. Man kann ihnen nicht vertrauen. Sie sind Lügner. Ich hoffe, dass die Armee die Provinz unter ihre Kontrolle bringt.

https://www.daserste.de/information/nac ... t-true.xml
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Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Beitragvon Audi » Mi 17. Okt 2018, 09:58

Mein Gott, was bringen die Bunker? Nehmen wir Beispiel ost Aleppo
Als die Feuerpause gegolten hat, wurde von Russland ein Monat lang aufgeklärt mit Drohnen, eloka.
Dann kamen die Luftschläge mit Bunkerbrecher und die Rebellen haben geheult wie die Hunde. Ich erinnere mich noch an das Geheule der BILD Zeitung. Kurze Zeit später war Aleppo befreit und Feierabend für die Rebellen. Das würde sich in idlib wiederholen. Wozu die Zivilbevölkerung als Geisel nehmen? Irgendwann reicht der Geduldsfaden und dann gibt's wieder eine auf die Mütze. Nur wohin mit tausenden Islamisten? Türkei will die nicht, Syrien auch nicht, Kurden nicht, Irak nicht. Deutschland vielleicht?
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Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Beitragvon King Kong 2006 » Do 18. Okt 2018, 20:35

Audi hat geschrieben:(17 Oct 2018, 10:58)

Mein Gott, was bringen die Bunker? Nehmen wir Beispiel ost Aleppo
Als die Feuerpause gegolten hat, wurde von Russland ein Monat lang aufgeklärt mit Drohnen, eloka.
Dann kamen die Luftschläge mit Bunkerbrecher und die Rebellen haben geheult wie die Hunde. Ich erinnere mich noch an das Geheule der BILD Zeitung. Kurze Zeit später war Aleppo befreit und Feierabend für die Rebellen. Das würde sich in idlib wiederholen. Wozu die Zivilbevölkerung als Geisel nehmen? Irgendwann reicht der Geduldsfaden und dann gibt's wieder eine auf die Mütze. Nur wohin mit tausenden Islamisten? Türkei will die nicht, Syrien auch nicht, Kurden nicht, Irak nicht. Deutschland vielleicht?


Idlib wird wohl noch länger Thema bleiben.
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