Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

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Wird es in einigen Jahrzehnten Frieden in Israel, Palästina und den Nachbarn geben ?

ja, sie werden irgendwie eine Lösung finden
46
28%
nein, das geht noch ewig so weiter
118
72%
 
Abstimmungen insgesamt: 164
Eulenwoelfchen
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Eulenwoelfchen » Fr 10. Aug 2018, 04:25

Tom Bombadil hat geschrieben:(09 Aug 2018, 23:47)

Nix offenkundige Tatsachen. Die sogenannte Nakba ist Teil von Pallywood...

Wobei noch anzufügen wäre, dass sie auch Teil einer umfassenden, antizionistischen und antisemitischen Pallywood-Propaganda ist.
Sie bedient sich dabei sowohl aus kindischen Heldenmythen wie der Saladin-Verklärung, diverser Übertreibungen und Falschdarstellungen von Vertreibungsmythen,
die die sprichwörtliche Mücke zum Elefanten aufblasen, glaubensmotivierter Verbohrtheit, faktenignorierender Verlogenheit und
weinerlicher Freiheitskampf-Solidarisierung.

Derlei verquasten Unsinn findet man leider nicht nur in Köpfen mit eindeutiger Kopfbedeckung, sondern auch im mitteleuropäischen Durchschnittsschädel - ohne jeden Strohkastenschutz - immer wieder.
Irgendein Al-Azahr-Universitäts - Fuzzi, genauer der Ex-Rektor, der sich wenigstens selbst für wichtig genug hielt, begrüßte 2014 Ägyptens Abd al-Fattah as-Sisi als Nachfolger Saladins, der Jerusalem erobern werde.
Es ist leider nicht nur zum Kringeln, was da unter so mancher Schädeldecke dämmert und vor sich hinköchelt.

Im Gegensatz zu mancher Meierei, die sich für schlau hält (andere dafür nicht), think once-Einsichtsresistenz und ermüdender Faktenunkenntnis ist Kurt Tucholskys Geschichte "Papa, wo kommen die Löcher im Käse her?" weitaus lehrreicher und unterhaltsamer.
Finden Sie nicht auch, Herr Bombadil?

Auch beim Bart des Propheten, diese ewige Nachilfe ist einfach ermüdend...


Tom Bombadil hat geschrieben:(09 Aug 2018, 23:47)

...dass sich der Flüchtlingsstatus vererben würde, ist ebensolcher Unsinn.


Ich erlaube mir, zu korrigieren: Es ist natürlich Unsinn, generell gesehen. Das stimmt. Aber es ist auch Fakt, DASS er vererbar ist und dieser weltweit einmalige
und bevorzugende Status nur den ewigen Flüchtlingsjammerlappen der Palästinenser wie selbstverständlich zugestanden wird. Was wiederum gebündelter Unsinn ist,
während man dieses Erb"recht" allen anderen - wirklichen Flüchtlingen dieser Welt - verwehrt. Was wiederum und selbstverständlich die Palästinenser und
ihre gleichgesinnte Gesinnungsgefolgschaft kalt lässt.

Da kommt dann schnell die vielfach anzutreffende Teppichhändlermentalität durch, die in muslimisch oder orientalisch geprägten
Ländern scheinbar epidemisch und genartig verbreitet ist:

Kommt man in einen Suq, als erkennbarer Europäer oder als eindeutig indentifizierbarer Ungläubiger, also Tourist,
und lehnt man ein lässliches, im Preis zigfach überhöhtes und übertöpelwollendes Angebot für irgendein Zeuch, das man nur kurz anguckte, mit dem Hinweis ab,
"Nein danke, will ich nicht!" - geht die Post ab und es wird aufdringlich:

"Ich lasse Ihnen 50% im Preis nach!!" - "Nochmals, nein danke. Ich will es nicht und brauche es nicht!" (Man will ja höflich und diplomatisch bleiben, statt mit der
Tür der Wahrheit ins Haus zu fallen) - Da der Herr Händler sich - gerissen wie er sich wähnt - nun vollends blöd stellt und situationsresistent gegenüber jedem
Kundenwillen zeigt, erwartet er mit blitzenden Augen ein Gegenangebot:
"Sagen sie mir Ihren Preis, wir werden uns bestimmt einigen können". - "Nein, ich will das nicht. Es weder kaufen noch geschenkt haben".

"Ich lasse Ihnen nochmals 50% nach!!!" (Seine Miene verrät dabei, dass er sich für den großmütigsten, großzügisten und gleichzeitig dümmsten Händler unter Allahs Sonne hält,
der sich mit diesem lächerlichen Preis vorne und hinten nur selbst bescheißt und benachteiligt.

Der abermalige, jetzt deutlichere Hinweis, der auf der zusehends genervten Gegenseite eigentlich nur dezent signalisieren soll, dass das Angebot keines ist und auch nie war,
sondern nur eine einseitige, seinem Vorteil dienende Veranstaltung wie jenes Erb"recht" der Palästinenser, führt zur Eskalation in seinem Kopf: Vom Christenhund Karl Mays
bis zum Ungläubigen, den jeder "wahre", sunnitische Saladin-Muslime sofort abkrageln sollte, vom Kaiser Wilhelm II. - Schänder bis … egal was noch alles … geht es wirr durcheinander.

Fazit: Hätte man sich auf eine tatsächliche Verhandlung unter diesen Teppichhändlerbedingungen eingelassen, bar jeder realistischen Einschätzung zum Angebot selbst und dessen
Gegenwert, und hätte man dann vielleicht für 15 % des ersten Preisangebots gekauft, mit stufenweiser, fast endloser, gegenseitiger Feilscherei um einzelne Prozentpunkte,
wäre das immer noch ein 4-fach zu hoher Preis gewesen, gemessen am tatsächlichen Gegenwert, den man da "kaufte".

Einschließlich der Gewissheit, dass dich der "Teppich"händler danach klammheimlich für einen Vollidioten gehalten hätte, der unfähig ist, den Wert eines Angebots
realistisch einzuschätzen oder besser - gar nicht zu kaufen.

Jetzt kann man natürlich darüber eifrig diskutieren, ob es klüger ist, sich mit der Wut des Händlers wg. seines Misserfolgs im Verkauf abzufinden oder
als naiver und blauäugiger Depp, den man locker über den Tisch ziehen kann, jeden Respekt und jede Achtung zu verlieren…

Wie auch immer. Es gibt keinerlei Anzeichen seitens der Palästinensischen Vertreter, Frieden mit Israel und den Juden generell zu wollen und entsprechend eine Umkehr
ihrer Teppichhändlermentalität: Die nicht nur Nichtpalästinenser, Israel und die Juden bescheissen und über den Tisch ziehen will, sondern vor allem auch das eigene Volk nachhaltig und
gezielt um eine eigene Zukunft prellt.

Was nicht heissen muss, dass es keine kritischen Palästinenser und -innen gäbe, die es statt mit Saladin lieber mit Aladin halten und denen langsam aber sicher
und immer mehr ein Licht aufgeht, wo der lepus im piper nigrum liegt.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon think twice » Fr 10. Aug 2018, 05:16

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(10 Aug 2018, 05:25)

Wobei noch anzufügen wäre, dass sie auch Teil einer umfassenden, antizionistischen und antisemitischen Pallywood-Propaganda ist.
Sie bedient sich dabei sowohl aus kindischen Heldenmythen wie der Saladin-Verklärung, diverser Übertreibungen und Falschdarstellungen von Vertreibungsmythen,
die die sprichwörtliche Mücke zum Elefanten aufblasen, glaubensmotivierter Verbohrtheit, faktenignorierender Verlogenheit und
weinerlicher Freiheitskampf-Solidarisierung.

Derlei verquasten Unsinn findet man leider nicht nur in Köpfen mit eindeutiger Kopfbedeckung, sondern auch im mitteleuropäischen Durchschnittsschädel - ohne jeden Strohkastenschutz - immer wieder.
Irgendein Al-Azahr-Universitäts - Fuzzi, genauer der Ex-Rektor, der sich wenigstens selbst für wichtig genug hielt, begrüßte 2014 Ägyptens Abd al-Fattah as-Sisi als Nachfolger Saladins, der Jerusalem erobern werde.
Es ist leider nicht nur zum Kringeln, was da unter so mancher Schädeldecke dämmert und vor sich hinköchelt.

Im Gegensatz zu mancher Meierei, die sich für schlau hält (andere dafür nicht), think once-Einsichtsresistenz und ermüdender Faktenunkenntnis ist Kurt Tucholskys Geschichte "Papa, wo kommen die Löcher im Käse her?" weitaus lehrreicher und unterhaltsamer.
Finden Sie nicht auch, Herr Bombadil?

Auch beim Bart des Propheten, diese ewige Nachilfe ist einfach ermüdend...




Ich erlaube mir, zu korrigieren: Es ist natürlich Unsinn, generell gesehen. Das stimmt. Aber es ist auch Fakt, DASS er vererbar ist und dieser weltweit einmalige
und bevorzugende Status nur den ewigen Flüchtlingsjammerlappen der Palästinenser wie selbstverständlich zugestanden wird. Was wiederum gebündelter Unsinn ist,
während man dieses Erb"recht" allen anderen - wirklichen Flüchtlingen dieser Welt - verwehrt. Was wiederum und selbstverständlich die Palästinenser und
ihre gleichgesinnte Gesinnungsgefolgschaft kalt lässt.

Da kommt dann schnell die vielfach anzutreffende Teppichhändlermentalität durch, die in muslimisch oder orientalisch geprägten
Ländern scheinbar epidemisch und genartig verbreitet ist:


Wie bemerkte neulich ein User? Du ziehst wirklich alles und jeden in den Dreck. Ekelhaft.
Menschen, die seit vielen Jahrzehnten auf engstem Raum besetzt, ohne Rechte, ohne Perspektive, in Armut leben, als "ewige Fluechtlingsjammerlappen" zu bezeichnen....menschenverachtender geht es nicht.
Was die Teppichhaendlermentalitaet der Muslime betrifft (abgesehen davon, dass der Monolog astreiner Spam ist):
Du scheinst noch nicht oft aus deinem Gewächshaus mit niedersächsischen Biokartoffeln herausgekommen zu sein, sonst wuesstest du, dass diese Händlermentalität in allen südlichen Ländern zu finden ist. In Spanien, in Portugal, in Italien.
Daraus nun politische Verhandlungsinkompetenz abzuleiten, ist mehr als gaga.

Und da du es geschafft hast, dass mir heute morgen gleich mal der Morgenkaffee hochgekommen is, noch eins: Ihr, die einseitig Hass und Häme auskuebelt, seid wahrhaftig nicht prädestiniert, für Frieden zu werben und ihr vertretet ihn auch nicht.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 10. Aug 2018, 07:53

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(10 Aug 2018, 05:25)

Finden Sie nicht auch, Herr Bombadil?
Auch beim Bart des Propheten, diese ewige Nachilfe ist einfach ermüdend...

Ja, das ist es wohl, aber man muss trotzdem immer wieder widersprechen und die Fakten auf den Tisch bringen, ich glaube bei den Kandidaten auch nicht an Nichtwissen, au contraire, da geht es um Propaganda, nichts anderes.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 10. Aug 2018, 07:58

think twice hat geschrieben:(10 Aug 2018, 06:16)

Menschen, die seit vielen Jahrzehnten auf engstem Raum besetzt, ohne Rechte, ohne Perspektive, in Armut leben...

Jeder ist seines Glückes Schmied. Wer nach vielen Jahrzehnten verlorener Kriege und Terrorismus immer noch nicht eingesehen hat, dass er eine krachende Niederlage eingefahren hat, muss eben mit den Umständen leben. Geht ja auch dank internationaler Milliardenhilfe ganz gut, verglichen mit anderen arabischen Ländern.

...wahrhaftig nicht prädestiniert, für Frieden zu werben und ihr vertretet ihn auch nicht.

Auf jeden Fall nicht so einen Frieden wie ihn sich die Paliführer vorstellen. Der allererste Schritt der Palis muss sein, endlich mit dem Terror und den Anschlägen aufzuhören, dann kann man verhandeln.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon relativ » Fr 10. Aug 2018, 08:23

Tom Bombadil hat geschrieben:(10 Aug 2018, 08:58)

Jeder ist seines Glückes Schmied. Wer nach vielen Jahrzehnten verlorener Kriege und Terrorismus immer noch nicht eingesehen hat, dass er eine krachende Niederlage eingefahren hat, muss eben mit den Umständen leben. Geht ja auch dank internationaler Milliardenhilfe ganz gut, verglichen mit anderen arabischen Ländern.

Komplexe Vorgänge auf einfache Nenner zu bringen scheint auch so eine Vorliebe zu sein. Wie den Palästinenser geht es verglichen mit anderen Arabern besonders gut? Wau, das ist mal ein Statment. :cool:

Auf jeden Fall nicht so einen Frieden wie ihn sich die Paliführer vorstellen. Der allererste Schritt der Palis muss sein, endlich mit dem Terror und den Anschlägen aufzuhören, dann kann man verhandeln.

Ja stimmt, aber wer schon mal in einem Land war, daß quasi über Generationen nur Hass und Krieg kennt, der weiss auch, daß sowas unmöglich auf Knopfdruck geht und auch nicht mit einfachen Lippenbekenntnissen.
Aber genau daruf fixierst du dich und anderer liebe Leute auch.
Klar das sowas dann auch nicht funktioniert.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Liegestuhl » Fr 10. Aug 2018, 08:32

keinproblem hat geschrieben:Libanon, sogar direkt neben Israel. Haben vor nicht allzu langer Zeit gewählt.


*gacker*

Im Libanon ist es Palästinensern verboten, bestimmte Berufe wie z. B. Anwalt zu ergreifen. In Israel dagegen gibt es staatliche Programme, die arabische junge Leute an den Universitäten fördert. Die Rechte libanesischer Frauen und Mädchen werden systematisch eingeschränkt. Im Süden Libanons bildet die Hisbollah (eine bewaffnete Terrormiliz und Regierungspartei) einen Staat im Staat. Sie beherrschen ganze Regionen und sind dort Judikative, Legislative und Exekutive in einem.

Ich habe ein anderes Verständnis von Demokratie.
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon relativ » Fr 10. Aug 2018, 08:59

Liegestuhl hat geschrieben:(10 Aug 2018, 09:32)

*gacker*

Im Libanon ist es Palästinensern verboten, bestimmte Berufe wie z. B. Anwalt zu ergreifen. In Israel dagegen gibt es staatliche Programme, die arabische junge Leute an den Universitäten fördert. Die Rechte libanesischer Frauen und Mädchen werden systematisch eingeschränkt. Im Süden Libanons bildet die Hisbollah (eine bewaffnete Terrormiliz und Regierungspartei) einen Staat im Staat. Sie beherrschen ganze Regionen und sind dort Judikative, Legislative und Exekutive in einem.

Ich habe ein anderes Verständnis von Demokratie.

Das haben wir wohl alle, trotzdem wurde dort gewählt. Freie Wahlen sind nunmal ein, wenn nicht der Aspekt der Demokratie.
Auch die Hamas wurde in Gaza gewählt, darauf weisst man hier doch ziemlich häufig hin.
Wer sowas wählt muss auch mit den Konsequenzen leben, auch diese Ausage wurde getroffen und ist auch völlig richtig.
Libanon, Gaza ect, alle diese Beispiele können doch nicht Ansatzweise mit westlichen, oder auch israelischen Maßstäben gemessen werden. Da gilt es jeden kleinen Strohhalm als mögliche Verbesserungsgrundlage zu interpretieren.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon JJazzGold » Fr 10. Aug 2018, 11:05

keinproblem hat geschrieben:(10 Aug 2018, 11:40)

Wie relativ schon sagte, nur weil uns der Ausgang von Wahlen nicht gefällt können wir daraus nicht ableiten, dass es sich nicht um eine Demokratie handelt.


Dein verunglimpfender Hasstext richtet sich völlig unsachlich gegen die palästinensische Bevölkerung, besonders gegen die Leidtragenden welche im Gazastreifen keine Arbeit finden und teilweise Hunger leiden. Dein Werk ist 100% konzentrierter Antisemitismus und ich würde dich ernsthaft in voller Bescheidenheit bitten, deine Aktion und ggf. deine Lebenseinstellung mit ein wenig Selbstreflexion zu beleuchten.


Zahlen denn die Tunnelmillionäre keine Steuern und Sozialabgaben?
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Ammianus » Fr 10. Aug 2018, 11:05

keinproblem hat geschrieben:(10 Aug 2018, 11:40)

...

Dein Werk ist 100% konzentrierter Antisemitismus und ich würde dich ernsthaft in voller Bescheidenheit bitten, deine Aktion und ggf. deine Lebenseinstellung mit ein wenig Selbstreflexion zu beleuchten.


Der Begriff "Antisemitsmus" meint immer nur und ausschließlich und ohne jegliche Ausnahem den rassistisch bedingten Hass auf Juden. Der Versuch, dem eine andere Bedeutung zu geben findet sich in der Regel nur bei dummen Menschen oder eben Antisemiten ob nun dumm oder halbwegs intelligent. Und da ist er ein wertvoller Indikator um reale Antisemiten zu erkennen.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Liegestuhl » Fr 10. Aug 2018, 11:22

relativ hat geschrieben:(10 Aug 2018, 09:59)
Das haben wir wohl alle, trotzdem wurde dort gewählt. Freie Wahlen sind nunmal ein, wenn nicht der Aspekt der Demokratie.

Nein. Du kannst ein gewisses Maß an Rechtsstaatlichkeit nicht von der Demokratie trennen.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon imp » Fr 10. Aug 2018, 11:29

Liegestuhl hat geschrieben:(10 Aug 2018, 12:22)

Nein. Du kannst ein gewisses Maß an Rechtsstaatlichkeit nicht von der Demokratie trennen.

Das ist eine relativ moderne Behauptung. Tatsächlich hat sich historisch und weltweit ein hohes Maß an praktischem Ausschluß, praktischer Willkür und Rechtsunsicherheit mit Demokratie oft gepaart, auch wenn andere Herrschaftsformen augenscheinlich näher liegen.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Antonius » Fr 10. Aug 2018, 12:16

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(10 Aug 2018, 12:29)

Das ist eine relativ moderne Behauptung. Tatsächlich hat sich historisch und weltweit ein hohes Maß an praktischem Ausschluß, praktischer Willkür und Rechtsunsicherheit mit Demokratie oft gepaart, auch wenn andere Herrschaftsformen augenscheinlich näher liegen.
Ein solcher Staat kann aber schwerlich als demokratischer Rechtsstaat bezeichnet werden,
zumal die universalen Menschenrechte iaR nicht respektiert werden.
SAPERE AUDE - Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Antonius » Fr 10. Aug 2018, 12:18

Ammianus hat geschrieben:(10 Aug 2018, 12:05)

Der Begriff "Antisemitsmus" meint immer nur und ausschließlich und ohne jegliche Ausnahem den rassistisch bedingten Hass auf Juden..(...)
So ist es.
SAPERE AUDE - Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon imp » Fr 10. Aug 2018, 12:19

Antonius hat geschrieben:(10 Aug 2018, 13:16)

Ein solcher Staat kann aber schwerlich als demokratischer Rechtsstaat bezeichnet werden,
zumal die universalen Menschenrechte iaR nicht respektiert werden.

Der erste Teil stimmt offenkundig: Wenn zur Demokratie kein Rechtsstaat hinzutritt oder nur ein mangelhafter, dann soll man von einem Rechtsstaat nicht sprechen. Der zweite Teil kennt ein Spektrum der Relativierung, das über die Einzelfälle verteilt doch arg breit ist.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon relativ » Fr 10. Aug 2018, 12:59

Liegestuhl hat geschrieben:(10 Aug 2018, 12:22)

Nein. Du kannst ein gewisses Maß an Rechtsstaatlichkeit nicht von der Demokratie trennen.

Wie muss die Rechtsstaatlichkeit den aussehen? Ich meine wir haben hier Leute im Froum die glauben in Deutschalnd gebe es keine Rechtsstaalichkeit mehr, weil sie wohl glauben unsere Gesetze passen nicht mehr.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 10. Aug 2018, 13:43

relativ hat geschrieben:(10 Aug 2018, 09:23)

Wie den Palästinenser geht es verglichen mit anderen Arabern besonders gut?

Es ist Fakt, dass in Gaza die Säuglingssterblichkeit niedriger und die Lebenserwartung höher ist als in anderen arabischen Staaten, zB. Ägypten, darüber hinaus es gibt mehr Ärzte und mehr Krankenhausbetten.

Ja stimmt, aber wer schon mal in einem Land war, daß quasi über Generationen nur Hass und Krieg kennt, der weiss auch, daß sowas unmöglich auf Knopfdruck geht und auch nicht mit einfachen Lippenbekenntnissen.

Dann sollten die Palis vllt. mal aufhören, schon Kleinkindern und Kindern Hass auf die Juden einzubläuen, sei es im Kindergarten, in Kinderfernsehen oder in den Sommercamps der Hamas-Jugend. Wie wäre es damit?
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Eulenwoelfchen » Fr 10. Aug 2018, 14:06

Den Usern Ammianus und Antonius möchte ich zuerst für Ihren Scharfblick gratulieren und Ihnen auch danken,
dass sie das auch kurz und bündig zeigten.

----------------------------------------------------------------------------------
Die Unterstellungen gegen mich wie Antisemitismus und rassistischem Hass gegen AraberInnen oder auch
Islamophibie weise ich als üble Nachrede und gezielte Wahrheitsentstellung zurück. Mit der Bemerkung, dass wohl auch der Islam als Religion seine
Gläubigen dazu anhält, nicht wider besseren Wissens falsches Zeugnis über andere abzulegen...

Zu den weiteren Unterstellungen, Faktenverdrehungen und durchschaubaren Versuchen, einem typischen Verhalten,
das die Schatten im eigenen Haus (siehe hierzu Arno Gruen) gerne auf andere projeziert, egal ob bewusst propagandistisch vorgehend,
oder von boshaften Motiven geleitet oder auch schlicht, weil es zu mehr nicht reicht, nehme ich nicht weiter Stellung.

Inhaltlich geht oder ging es (mir) lediglich darum, beispielhaft auch prinzipielle Verhandlungsstrukturen transparent zu machen,
die neben den ohnehin komplexen, politischen Fakten und Sachverhalten die Dinge durchaus auch emotional zusätzlich aufladen können. Beispielsweise aufgrund der persönlichen Mentalitätsunterschiede
wie etwa kultureller Konditionierungen und anderer Sozialisierungseffekte.

Mit dem Ergebnis nach nüchterner Analyse, dass eben all diese sog. Verhandlungsangebote auf palästinensisch - arabischer Seite
seit der Staatsgründung Israels bis heute eines waren und weiter sind, sofern nicht Krieg, Terror und Mord gegenüber Verhandlungen als bessere Lösung auf Palästinensischer Seite gewählt wird oder wurde:
Teppichhändlerangebote, die weder vertrauenswürdig noch politisch zuverlässig und berechenbar sind.

Vor allem hinsichtlich der Ernsthaftigkeit, die andere, hier die jüdische/israelische Seite tatsächlich in Frieden und unbedroht an Leib und Leben
zu lassen. Es ist schlicht kein Wille dazu erkennbar. Allenfalls jener, mit durchaus geschickter und propagandistisch vernebelter Verhandlungskompetenz
Gott, die Welt, die andere Verhandlungsseite (die Israels und der Juden) ... und auch das eigene Volk gleich mit … einzuseifen, zu bescheissen und zu dominieren.

Ich spreche hier von den politisch Verantwortlichen auf palästinensischer und auch arabischer/persischer Seite … Im Falle des Staates Israel und seinem Existenzrecht heisst das nachwievor,
diesen über kurz oder lang auszulöschen zu wollen… und was das für die in diesem Staat lebende jüdische Bevölkerung (aber auch für alle Jüdinnen und Juden weltweit, für die Israel die einzige, verlässliche Schutzstätte im Falle des Falls ist), bedeuten wird,
mag ich an dieser Stelle nicht weiter ausführen.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Ammianus » Fr 10. Aug 2018, 15:29

Was geschieht in Israel mit einem muslimischen Araber, der mit einer Jüdin einvernehmlichen Geschlechtsverkehr hat?

Nachtrag:

"muslimischen" zur Präzisierung und Vorbeugung gegen eventuelle Tricksereien hinzugefügt, Ammianus
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon think twice » Sa 11. Aug 2018, 08:01

Ich habe eben mal aus Interesse die ersten Seiten des Threads "Der israelisch-palaestinensische binationale Staat", gestartet am 15.2.2015, nachgelesen. Vor 3 1/2 Jahren war es anscheinend noch möglich, auch die palaestinensische Sicht darzustellen, ohne von pro-israelischen Hardlinern, die inzwischen die Meinungshoheit übernommen haben, als Diffamierer und Antisemiten beschimpft zu werden.

Hier ein Beitrag des im Forum hoch geschätzten User Wasteland vom 16. 02.2015, den heute so wohl niemand mehr schreiben könnte, ohne virtuell gelyncht zu werden, dem ich jedoch vorbehaltlos zustimme:

" Es geht dabei nicht um Vorteile, sondern um Selbstverständlichkeiten. Welches Volk verzichtet denn freiwillig auf das Recht seine Sicherheitsangelegenheiten selber zu bestimmen, vor allem wenn der Verdacht im Raum steht -und das tut er bei Netanyahu- das dieser Zustand ausgenutzt werden soll um weiterhin illegale Siedlungen zu bauen.
Es ist doch offensichtlich das dies für die Palästinenser vollkommen inakzeptabel ist. Und wie gesagt. Ein Staat der in diesen Angelegenheiten nicht souverän ist, ist keiner.
Die zynische Schlussfolgerung lautet also, wenn die Palästinenser nicht alles an Souveränität und Selbstbestimmung aufgeben, werden sie bis an das Ende aller Tage windelweich geprügelt, einfach weil man es kann.
Das so die Hardliner unter den Palästinensern zulaufe gewinnen ist eigentlich nur zwingend logisch. Diese wiederum bestärken dann die israelische Rechte die ebenso rücksichtslos vorgeht.
Wie gesagt, ein Teufelskreis ohne Gewinner."
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Milady de Winter » Sa 11. Aug 2018, 08:08

think twice hat geschrieben:(11 Aug 2018, 09:01)

Ich habe eben mal aus Interesse die ersten Seiten des Threads "Der israelisch-palaestinensische binationale Staat", gestartet am 15.2.2015, nachgelesen. Vor 3 1/2 Jahren war es anscheinend noch möglich, auch die palaestinensische Sicht darzustellen, ohne von pro-israelischen Hardlinern, die inzwischen die Meinungshoheit übernommen haben, als Diffamierer und Antisemiten beschimpft zu werden.

Hier ein Beitrag des im Forum hoch geschätzten User Wasteland vom 16. 02.2015, den heute so wohl niemand mehr schreiben könnte, ohne virtuell gelyncht zu werden, dem ich jedoch vorbehaltlos zustimme:

" Es geht dabei nicht um Vorteile, sondern um Selbstverständlichkeiten. Welches Volk verzichtet denn freiwillig auf das Recht seine Sicherheitsangelegenheiten selber zu bestimmen, vor allem wenn der Verdacht im Raum steht -und das tut er bei Netanyahu- das dieser Zustand ausgenutzt werden soll um weiterhin illegale Siedlungen zu bauen.
Es ist doch offensichtlich das dies für die Palästinenser vollkommen inakzeptabel ist. Und wie gesagt. Ein Staat der in diesen Angelegenheiten nicht souverän ist, ist keiner.
Die zynische Schlussfolgerung lautet also, wenn die Palästinenser nicht alles an Souveränität und Selbstbestimmung aufgeben, werden sie bis an das Ende aller Tage windelweich geprügelt, einfach weil man es kann.
Das so die Hardliner unter den Palästinensern zulaufe gewinnen ist eigentlich nur zwingend logisch. Diese wiederum bestärken dann die israelische Rechte die ebenso rücksichtslos vorgeht.
Wie gesagt, ein Teufelskreis ohne Gewinner."

Ich bin mir sehr sicher, dass niemand gelyncht würde, der diesen Beitrag heute schreiben würde. Problem in meinen Augen ist dabei nur, dass es den wenigsten Usern - egal, wo sie stehen - gegeben ist, so differenziert zu argumentieren, wie Waste es konnte.
- When he called me evil I just laughed -

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