Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

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Julian
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Julian » Do 19. Jul 2018, 20:09

Orbiter1 hat geschrieben:(19 Jul 2018, 14:25)

Ungarn wird endlich wg seiner nicht-EU-konformen Asylgesetze verklagt.

"Die EU-Kommission klagt vor dem Europäischen Gerichtshof gegen Ungarn: Das Land weigert sich, seine Asylgesetze europäischem Recht anzupassen. Unter anderem stellt es "Behilfe zu illegaler Migration" unter Strafe." Quelle: http://www.tagesschau.de/ausland/eu-ung ... e-101.html

Ein Bußgeld in Höhe von 1 Mrd Euro sollte drin. Mit Steigerung, wenn sich Ungarn weiter so verhält als ob sie nicht zur EU gehören würden.


Auf Knien rutschend sollten diese rotzfrechen EU-Typen den Ungarn danken dafür, dass sie Europa vor einer noch schlimmeren Flüchtlingskatastrophe bewahrt haben!

Dass Beihilfe zu illegaler Migration nicht unter Strafe gestellt werden darf, erschließt sich mir dadurch, dass ja sonst große Teile des deutschen Polizei-, Justiz- und Politikapparates, die über Jahre illegale Migration zugelassen und sogar gefördert haben, dran wären. Das ginge ja gar nicht.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon H2O » Do 19. Jul 2018, 20:49

Julian hat geschrieben:(19 Jul 2018, 21:09)

Auf Knien rutschend sollten diese rotzfrechen EU-Typen den Ungarn danken dafür, dass sie Europa vor einer noch schlimmeren Flüchtlingskatastrophe bewahrt haben!

Dass Beihilfe zu illegaler Migration nicht unter Strafe gestellt werden darf, erschließt sich mir dadurch, dass ja sonst große Teile des deutschen Polizei-, Justiz- und Politikapparates, die über Jahre illegale Migration zugelassen und sogar gefördert haben, dran wären. Das ginge ja gar nicht.


Ja, je unmenschlicher der Staatschef, desto mehr sollten wir Europäer seinetwegen auf den Knien rutschen... richtig?
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Quatschki » Do 19. Jul 2018, 21:03

Brüssel verrät einmal mehr die Interessen der Völker Europas
Wäre besser, due würden sich als Kommissare bei der afrikanischen Union bewerben
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon watisdatdenn? » Do 19. Jul 2018, 21:05

H2O hat geschrieben:(19 Jul 2018, 21:49)
Ja, je unmenschlicher der Staatschef, desto mehr sollten wir Europäer seinetwegen auf den Knien rutschen... richtig?

Unsinn. Hier soll niemand auf Knien rutschen.
Hier soll zum Wohle der europäischen Völker (!) regiert werden.

Das tut die EU Kommission im Gegensatz zu Ungarn nicht! Im Gegenteil die EU Kommission positioniert sich mit dem angestrebten Resettlement (als Flüchtlingspolitik) klar gegen die Interessen europäischen Völker und bestraft Ungarn welches mit der Grenzsicherung den totalen staatlichen Kontrollverlust effektiv gestoppt hat.

Das verwundert nicht sonderlich, da sie im Gegensatz zum europäischen Parlament in keinster Weise demokratisch legitimiert sind.

Vor kurzem fand ich es noch schade, dass die UK die EU verlassen und sah darin eine große Mitschuld Merkels. Mittlerweile fange ich an die UK für ihren Austritt zu beneiden..
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Alpha Centauri » Do 19. Jul 2018, 21:17

watisdatdenn? hat geschrieben:(19 Jul 2018, 22:05)

Unsinn. Hier soll niemand auf Knien rutschen.
Hier soll zum Wohle der europäischen Völker (!) regiert werden.

Das tut die EU Kommission im Gegensatz zu Ungarn nicht! Im Gegenteil die EU Kommission positioniert sich mit dem angestrebten Resettlement (als Flüchtlingspolitik) klar gegen die Interessen europäischen Völker und bestraft Ungarn welches mit der Grenzsicherung den totalen staatlichen Kontrollverlust effektiv gestoppt hat.

Das verwundert nicht sonderlich, da sie im Gegensatz zum europäischen Parlament in keinster Weise demokratisch legitimiert sind.

Vor kurzem fand ich es noch schade, dass die UK die EU verlassen und sah darin eine große Mitschuld Merkels. Mittlerweile fange ich an die UK für ihren Austritt zu beneiden..


UK zu beneiden bei dem politischen Brexit Chaos was da derzeit los ist? ( wie hätte man es gerne hart oder weich? Und der Machtkampf zwischen EU Befürworter ( die Schotten) und Brexitisten um Johnson. Eher das Gegenteil ist richtig.

Uk alleine ist viel zu klein und global nicht so mächtig wie man behauptet
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Teeernte » Do 19. Jul 2018, 21:23

watisdatdenn? hat geschrieben:(19 Jul 2018, 22:05)


Vor kurzem fand ich es noch schade, dass die UK die EU verlassen und sah darin eine große Mitschuld Merkels. Mittlerweile fange ich an die UK für ihren Austritt zu beneiden..


..man könnte weiter versuchen - die Bevölkerung mittels Propaganda umzuerziehen .....oder einfach austauschen...
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon watisdatdenn? » Do 19. Jul 2018, 21:29

Alpha Centauri hat geschrieben:(19 Jul 2018, 22:17)
Uk alleine ist viel zu klein und global nicht so mächtig wie man behauptet

Das ist die Schweiz auch. Trotzdem geht es den Schweizern gut.
Bei Norwegen ist das auch so.

Ich bin von der Einstellung eigentlich klar pro europäisch, weil sich dadurch Synergien zum Wohle aller Europäer heben lassen.

Wenn die EU aber weiter durch volksferne Kommissare in Handlungen getrieben wird, die für die Europäer schädlicher sind als die positiven Synergieeffekte, dann hat die EU ihren elementaren Zweck (Nutzen für die europäische Bevölkerung bringen) verloren!

Dann sollte man zurück auf Los (Freihandel in der EU) und die EU politisch komplett neu aufbauen. Und diesmal von Anfang an (!) konsequent demokratisch (!), ohne solche undemokratischen "elitären" Perversitäten wie die EU-Kommission!
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Teeernte » Do 19. Jul 2018, 21:33

watisdatdenn? hat geschrieben:(19 Jul 2018, 22:29)

Das ist die Schweiz auch. Trotzdem geht es den Schweizern gut.
Bei Norwegen ist das auch so.

Ich bin von der Einstellung eigentlich klar pro europäisch, weil sich dadurch Synergien zum Wohle aller Europäer heben lassen.

Wenn die EU aber weiter durch volksferne Kommissare in Handlungen getrieben wird, die für die Europäer schädlicher sind als die positiven Synergieeffekte, dann hat die EU ihren elementaren Zweck (Nutzen für die europäische Bevölkerung bringen) verloren!

Dann sollte man zurück auf Los (Freihandel in der EU) und die EU politisch komplett neu aufbauen. Und diesmal von Anfang an (!) konsequent demokratisch (!), ohne solche undemokratischen "elitären" Perversitäten wie die EU-Kommission!


Ein Bürger eine Stimme ? Demokratie ? Mit der Eu - nie .
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Julian » Do 19. Jul 2018, 21:35

H2O hat geschrieben:(19 Jul 2018, 21:49)

Ja, je unmenschlicher der Staatschef, desto mehr sollten wir Europäer seinetwegen auf den Knien rutschen... richtig?


Was würden Sie sagen, wenn hier jedes Jahr eine Million Schutzsuchende aufkreuzen würden?

Danken Sie Herrn Orban und den anderen Verantwortlichen in Ungarn und den anderen Visegrad-Staaten, Österreich und natürlich Mazedonien, dass Sie die Balkan-Route geschlossen haben - wenn auch nicht ganz dicht, dann doch zu 90% dicht.

Von mir aus können Sie denen auch nur insgeheim danken, und sich gleichzeitig moralisch gut fühlen, weil wir nicht die Bösen sind, aber vergessen Sie es nicht.

Zu solch einer Leistung wäre unser Deutschland einfach nicht fähig.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon H2O » Do 19. Jul 2018, 22:44

@watisdatdenn? @Julian @Quatschki

Herr Orban hat die in seinem Land befindlichen Flüchtlinge unmenschlich behandelt. Die Kanzlerin hat sich erbarmt und unser Volk mit Aufnahme und Versorgung dieser Menschen belastet. Dagegen ist gar nichts zu sagen, es sei denn, man will Unmenschlichkeit zur Norm erheben.

Ich finde nach wie vor auch in Ordnung, daß man die Last auf alle Mitglieder der EU nach einem als vernünftig empfundenen Schlüssel verteilen wollte. Das hat der EU Ministerrat mit qualifizierter Mehrheit so entschieden. Die EU-Kommission hat da überhaupt keine Befugnisse... kann und darf nicht entscheiden. Daran ändert sich auch nichts, wenn Sie diese Fehleinschätzung zig-mal wiederholen. Dann rechtfertigt diese hartnäckige Wiederholung das Wort Lüge! Denn diesen Zusammenhang habe ich in diesem Forum schon zig-mal aufgeklärt... und immer wieder kommt die Lüge von der demokratisch nicht legitimierten EU-Kommission! Die hat gar nichts zu bestimmen! Die politische Macht liegt in den Händen der Regierungschefs des EU Ministerrats, und diese Regierungschefs oder ihre zeitweiligen Vertreter sind durch die nationalen Parlamente entscheidungsbefugt... zumal EU-Gesetze grundsätzlich in den nationalen Parlamenten ratifiziert werden müssen.

Ärgern kann man sich darüber, daß sich in diese große Menge von bei ihrem Leben bedrohten Menschen auch Trittbrettfahrer und terroristische Verbrecher eingeschlichen haben, die hier für viele Straftaten und terroristische Verbrechen verantwortlich zu machen sind. Diese Leute müssen nun ausgewiesen werden nach den Maßstäben, die wir auch uns selbst auferlegen, um in einer zivilisierten Gesellschaft leben zu können. Menschenrechte stehen über allem!

In letzterem Punkt haben unsere Gutmenschen viel Mist zu verantworten. Selbstverständlich ist es kein Menschenrecht, sich für ein Leben in unserer Gesellschaft zu entscheiden, weil hier ein Leben leichter gestaltet werden kann als an vielen anderen Stellen dieser Welt. Die Ausnahme davon bildet die Flucht vor der Bedrohung von Leib und Leben.

Das muß in Ordnung gebracht werden; am besten in Eintracht mit unseren Nachbarn. Insofern war der Ansatz zur "Lastenteilung" sehr vernünftig. Da sind Herr Orban und anschließend weitere Politiker ausgeschert und versteifen sich auf "Tür zu". Meine Meinung dazu: Auch "Tür zu", nun aber zu den Ländern, die nicht solidarisch an der Lastenteilung mitwirken. Auch eine gewisse Dankbarkeit, daß diese Politiker und ihr Anhang zeigen, was ihnen Mitmenschlichkeit bedeutet... nämlich gar nichts. Warum also mit diesen Leuten in einer Wertegemeinschaft weiter machen, die sie täglich verhöhnen?

Im Kalten Krieg haben wir auch mit der Sowjetunion wirtschaftlich zusammen gearbeitet; diese Art der Zusammenarbeit kann man unter so ungleich gesonnenen Regimen immer pflegen... aber eine "Wertegemeinschaft" wollte das damals wirklich nicht sein. Die EU muß sich sehr dringend neu aufstellen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon unity in diversity » Do 19. Jul 2018, 23:14

Es wird immer noch nicht zwischen Flüchtlingspolitik und Migrationspolitik unterschieden.
Sich um Flüchtlinge zu kümmern, darf und muß jedem EU-Land auferlegt werden, so ihm die Menschenrechte etwas bedeuten.
Mit der Migration ist das anders. Jedes Land entscheidet selber, wie viele „Neubürger“ sinnvoll beschäftigt werden können, um das Land voranzubringen.
Wenn es nur darum geht, die Ressourcen des Landes zu Ungunsten der Eingeborenen umzuverteilen, ist das eine unbewaffnete Invasion, eine besonders heimtückische Form der Eroberung und Übernahme.
Im Übrigen gilt in freien Staaten das Prinzip der Eigenverantwortung. Das kann man global nicht einfach so durch Armutsmigration außer Kraft setzen.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon H2O » Do 19. Jul 2018, 23:25

unity in diversity hat geschrieben:(20 Jul 2018, 00:14)

Es wird immer noch nicht zwischen Flüchtlingspolitik und Migrationspolitik unterschieden.
Sich um Flüchtlinge zu kümmern, darf und muß jedem EU-Land auferlegt werden, so ihm die Menschenrechte etwas bedeuten.
Mit der Migration ist das anders. Jedes Land entscheidet selber, wie viele „Neubürger“ sinnvoll beschäftigt werden können, um das Land voranzubringen.
Wenn es nur darum geht, die Ressourcen des Landes zu Ungunsten der Eingeborenen umzuverteilen, ist das eine unbewaffnete Invasion, eine besonders heimtückische Form der Eroberung und Übernahme.
Im übrigen gilt in freien Staaten das Prinzip der Eigenverantwortung. Das kann man global nicht einfach so außer Kraft setzen.


Sehr vernünftig aufgebaute Darlegung; die kann man gar nicht oft genug hervor kramen! Ihr letzter Satz nimmt vermutlich Bezug auf Verlautbarungen der UNHCR, die genau dieses Recht eines Staats auf Kontrolle seiner Zuwanderer anzweifelte. Auch da fehlte die eingeforderte Trennschärfe.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Senexx » Do 19. Jul 2018, 23:43

unity in diversity hat geschrieben:(20 Jul 2018, 00:14)

Es wird immer noch nicht zwischen Flüchtlingspolitik und Migrationspolitik unterschieden.
Sich um Flüchtlinge zu kümmern, darf und muß jedem EU-Land auferlegt werden, so ihm die Menschenrechte etwas bedeuten.
Mit der Migration ist das anders. Jedes Land entscheidet selber, wie viele „Neubürger“ sinnvoll beschäftigt werden können, um das Land voranzubringen.
Wenn es nur darum geht, die Ressourcen des Landes zu Ungunsten der Eingeborenen umzuverteilen, ist das eine unbewaffnete Invasion, eine besonders heimtückische Form der Eroberung und Übernahme.
Im Übrigen gilt in freien Staaten das Prinzip der Eigenverantwortung. Das kann man global nicht einfach so durch Armutsmigration außer Kraft setzen.

Das hätten Sie wohl gerne. Uns durch die Hintertür eine Unterscheidung zwischen Flüchtlingen und Migranten unterzujubeln.

Diese Unterscheidung ist nicht haltbar. Die Kriegs"Flüchtlinge" sind lediglich ein Syndrom des Migrantenproblems. Die Ursache liegt in der demographischen Entwicklung, die wiederum zu Konflikten und Kriegen führt.

Flüchtlinge aufzunehmen ist nicht human, sondern unethisch. Denn es schafft ein Ventil, damit sich die Konflikte in dern Herkunftsländern weiter ausbreiten können und perpetuiert werden.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Vongole » Do 19. Jul 2018, 23:49

Senexx hat geschrieben:(20 Jul 2018, 00:43)

Das hätten Sie wohl gerne. Uns durch die Hintertür eine Unterscheidung zwischen Flüchtlingen und Migranten unterzujubeln.

Diese Unterscheidung ist nicht haltbar. Die Kriegs"Flüchtlinge" sind lediglich ein Syndrom des Migrantenproblems. Die Ursache liegt in der demographischen Entwicklung, die wiederum zu Konflikten und Kriegen führt.

Flüchtlinge aufzunehmen ist nicht human, sondern unethisch. Denn es schafft ein Ventil, damit sich die Konflikte in dern Herkunftsländern weiter ausbreiten können und perpetuiert werden.


Okay, in diesem Sinne, raus mit Puigdemont, denn ihm droht in Spanien ja nur Haft, Spanien ist ein Mitgliedsstaat der EU, Fluchtgründe sind keine gegeben.
Ist zwar nicht meine Meinung, aber wäre durchaus folgerichtig.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Senexx » Do 19. Jul 2018, 23:54

Puigdemont ist ein politisch Verfolgter, dem eigentlich Asyl gebührt. Er ist nicht Flüchtling in einem Bürgerkrieg, der auf der demographischen Entwicklung beruht. Spanien steht noch nicht mal am Rande eines Bürgerkriegs. Es handelt sich stattdessen um einen nicht funktionierenden Rechtsstaat, und die Diskriminierung und Unterdrückung eines Volkes durch die Herrschenden.

Für Fälle wie Puigdemont wurde unser Asylrecht geschaffen. Nicht für Bürgerkriege infolge demographischer Entwicklungen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Schnitter » Do 19. Jul 2018, 23:55

Senexx hat geschrieben:(20 Jul 2018, 00:54)

Puigdemont ist ein politisch Verfolgter, dem eigentlich Asyl gebührt.


Puigdemont ist ein handelsüblicher Krimineller.

Und wer den Unterschied zwischen Flüchtlingen und Migranten nicht kennt sollte per se eine Ehrenrunde auf der Hauptschule absolvieren.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Vongole » Fr 20. Jul 2018, 00:01

Schnitter hat geschrieben:(20 Jul 2018, 00:55)

Puigdemont ist ein handelsüblicher Krimineller.

Und wer den Unterschied zwischen Flüchtlingen und Migranten nicht kennt sollte per se eine Ehrenrunde auf der Hauptschule absolvieren.


Nein, das ist er nicht.
Dem zweiten Satz stimme ich zu.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Vongole » Fr 20. Jul 2018, 00:04

Senexx hat geschrieben:(20 Jul 2018, 00:54)

Puigdemont ist ein politisch Verfolgter, dem eigentlich Asyl gebührt. Er ist nicht Flüchtling in einem Bürgerkrieg, der auf der demographischen Entwicklung beruht. Spanien steht noch nicht mal am Rande eines Bürgerkriegs. Es handelt sich stattdessen um einen nicht funktionierenden Rechtsstaat, und die Diskriminierung und Unterdrückung eines Volkes durch die Herrschenden.

Für Fälle wie Puigdemont wurde unser Asylrecht geschaffen. Nicht für Bürgerkriege infolge demographischer Entwicklungen.


Na gut, dann spinnen wir das mal ein bisschen weiter.
Fiktiver Fall: Durch das Verbot der Abspaltung Kataloniens kommt es zu einem Bürgerkrieg in Spanien.
Hätten Katalonen das Recht auf Asyl in anderen europäischen Staaten?
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Senexx » Fr 20. Jul 2018, 00:05

Schnitter hat geschrieben:(20 Jul 2018, 00:55)

Puigdemont ist ein handelsüblicher Krimineller.


Aus spanischer Sicht, die Spanier betonen ja so gern den angeblichen "Rechtsstaat", ist er höchstens ein Tatverdächtiger. Und unterläge, zumindest in einem Rechtsstaat, der Unschuldvermutung. Solange er nicht verurteilt ist, könne Sie ihn nicht als Kriminellen bezeichnen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Senexx » Fr 20. Jul 2018, 00:07

Vongole hat geschrieben:(20 Jul 2018, 01:04)

Na gut, dann spinnen wir das mal ein bisschen weiter.
Fiktiver Fall: Durch das Verbot der Abspaltung Kataloniens kommt es zu einem Bürgerkrieg in Spanien.
Hätten Katalonen das Recht auf Asyl in anderen europäischen Staaten?

Ja, denn es ist ein rein politischer Konflikt. Hätte nichts zu tun mit den Migrationsproblemen aus Afrika und Asien. Auch Bosnier wurden ja bei uns aufgenommen, als Jugoslawien zerfallen ist und die Serben Krieg geführt haben.
Hinweis aus gegebenen Anlass: Ich verwende niemals "copy paste". Jede Zeile ist selbst verfasst.
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