Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

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jack000
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon jack000 » Di 19. Jun 2018, 19:25

think twice hat geschrieben:(19 Jun 2018, 19:57)

Wenn wir die Morde und andere Schandtaten von Deutschen aus jedem Kaeseblatt listen würden, haetten wir in drei Stunden 25 Seiten voll. Aber die sind ja uninteressant.

Werden die also gar nicht veröffentlicht?
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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think twice
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon think twice » Di 19. Jun 2018, 19:30

ThorsHamar hat geschrieben:(19 Jun 2018, 20:21)

Da ich mich hier, wie Du auch, in einem Diskussionsforum, also einem Freizeitmedium im Internet, befinde, mit Nick und relativer, erlaubter Anonymität, darf ich berichten, wovon ich will und muss keinen Lebenslauf abgeben.
ICH glaube Dir ja auch nur im Zusammenhang mit diesem Forum, denn als Person kenne ich Dich gar nicht.
Wahrscheinlich bist Du eh ein fetter Nazi aus Dresden, der sich Flüchtlingsgeschichten ausdenkt. Oder hast Du schon Bilder von Dir und Deiner Arbeit hier eingestellt?
In Pakistan war mein letztes Projekt, deshalb ist das eben präsenter ...

Wenn ich leibhaftige Kindersoldaten gesehen haette, haette ich damit angefangen, dass ich beispielsweise in Ruanda war und Wasserleitungen verlegt habe und dann habe ich erlebt, dass...
Du bist wahrscheinlich ein frustrierter Berliner aus dem Ostteil, der auf mal auf Montage in Pakistan war, um das schnelle Geld zu machen und ab und zu mal sich gruselnd durch den Wedding schleicht, um seine Vorurteile zu nähren. ;)
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon ThorsHamar » Di 19. Jun 2018, 22:21

think twice hat geschrieben:(19 Jun 2018, 20:30)

Wenn ich leibhaftige Kindersoldaten gesehen haette, haette ich damit angefangen, dass ich beispielsweise in Ruanda war und Wasserleitungen verlegt habe und dann habe ich erlebt, dass...
Du bist wahrscheinlich ein frustrierter Berliner aus dem Ostteil, der auf mal auf Montage in Pakistan war, um das schnelle Geld zu machen und ab und zu mal sich gruselnd durch den Wedding schleicht, um seine Vorurteile zu nähren. ;)


Ja, genau .... Vorurteile werden übrigens durch Begegnung mit der Realität abgebaut, nämlich zerstreut oder zu Urteilen aus Erfahrung.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon relativ » Mi 20. Jun 2018, 07:29

ThorsHamar hat geschrieben:(19 Jun 2018, 23:21)

Ja, genau .... Vorurteile werden übrigens durch Begegnung mit der Realität abgebaut, nämlich zerstreut oder zu Urteilen aus Erfahrung.

Richtig, man sollte sich aber von partiellen Erfahrungen nicht verleiten lassen, man wüsste jetzt wie der 0815 Moslems tickt und könne sich deshalb ein Urteil über die Moslems erlauben. Meine Erfahrungen sind diese, daß die Unterschiede min. genauso groß sind wie in den westlichen Gesellschaften und wie think auch schon richtig erwähnte, die Geschichten und Erfahrungen dieser Menschen sind so unterschiedlich, daß man die gar nicht über einen Kamm scheren kann.
Das macht jetzt deine Beobachtungen nicht Grundsätzlich falsch, aber als Überbau für Urteile taugen sie m.M. eben nix.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon ThorsHamar » Mi 20. Jun 2018, 15:16

relativ hat geschrieben:(20 Jun 2018, 08:29)

Richtig, man sollte sich aber von partiellen Erfahrungen nicht verleiten lassen, man wüsste jetzt wie der 0815 Moslems tickt und könne sich deshalb ein Urteil über die Moslems erlauben. Meine Erfahrungen sind diese, daß die Unterschiede min. genauso groß sind wie in den westlichen Gesellschaften und wie think auch schon richtig erwähnte, die Geschichten und Erfahrungen dieser Menschen sind so unterschiedlich, daß man die gar nicht über einen Kamm scheren kann.
Das macht jetzt deine Beobachtungen nicht Grundsätzlich falsch, aber als Überbau für Urteile taugen sie m.M. eben nix.


Aber sie sind doch MEINE Erfahrungen und ich wäre ja bekloppt, wenn ich diese ignorieren würde und anstatt dessen irgendwelche Puzzleteile in mein Leben integrierte, die mir von Anderen als Alternative vorgeschrieben werden.
Natürlich sind meine Urteile deshalb nicht allgemeingültig oder gar Gesetz, sie bestimmen aber die Prioritäten für mein Leben.
Vorurteile gibt es bei mir jedenfalls nicht ....
Für mich ist klar begründbar, warum ich dafür bin, dass meine Kinder und Enkel kein Leben in einer religiös geprägten Gesellschaft führen müssen.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon sunny.crockett » Do 21. Jun 2018, 17:45

Interessantes Interview mit einem Leiter einer Asylunterkunft

https://www.cicero.de/innenpolitik/asyl ... migrantion

Herr Valluzzi*, Sie leiten eine Asylunterkunft in Bayern. Jetzt haben Sie ein Buch über Ihre Erfahrungen dort geschrieben. Warum?
Der Auslöser war ganz einfach, dass mehrheitlich keine Flüchtlinge sondern Migranten kommen. Was wir momentan tun, hat so keinen Sinn. Die Leute sind nicht die, für die wir sie halten: Es sind eben keine Ingenieure, Integrationswillige oder Flüchtinge wie uns immer erzählt wurde. Es kommen eher Menschen, die daheim schon Probleme hatten und nicht Fuß fassen konnten. Die Leute kommen aus Perspektivlosigkeit und bleiben hier perspektivlos.

In diesem Zusammenhang bemängeln Sie auch immer wieder die finanziellen Anreize in Deutschland. Sollen diese Ihrer Meinung nach komplett gestrichen werden?
Ja. Ich habe einen Nigerianer in meiner Unterkunft, der vorher wie viele andere seiner Kumpels jahrelang in Italien war. Der bekommt mit seiner Familie bei drei Kindern 1.300 Euro im Monat. Das ist viel Geld: Die Familie muss keine Miete zahlen und hat keine Ausgaben. Natürlich kommen sie da eher nach Deutschland, als in Italien für wenig Geld zu arbeiten. So locken wir die Armen und Ungebildeten an.

Es kann schon mal vorkommen, dass die Betroffenen dann das Ausländeramt auseinander nehmen. Bei Konflikten ist es überhaupt keine Drohung mehr, die Polizei zu rufen. Die meisten finden es belustigend, weil sie wissen, dass ihnen so gut wie nichts passiert und ihr Verhalten auf das Asylverfahren sowieso keine Rolle hat. Das frustriert natürlich alle Beteiligten. Es herrscht bereits eine ziemliche Resignation.

Denn wir lassen zwar alle Menschen rein, aber dann hocken sie hier nur auf der Stelle rum. Das birgt auch ein großes Konfliktpotenzial. Die Leute haben nichts zu tun und kommen nie in Deutschland an. Ihre Kinder tun es ihnen gleich, sie werden die nächste große Baustelle werden. Bei mir in der Unterkunft sind fast alle Frauen schwanger. Die Kinder werden allerdings nicht speziell gefördert. So werden sie in der Schule scheitern. Das hat aber nichts mit deren eigentlicher Intelligenz zu tun. Genau das ist das Problem: Neulich hätte ich jemanden für Hausaufgabenhilfe benötigt, aber niemand hat sich freiwillig gemeldet.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon ThorsHamar » Do 21. Jun 2018, 18:54

sunny.crockett hat geschrieben:(21 Jun 2018, 18:45)

Interessantes Interview mit einem Leiter einer Asylunterkunft

https://www.cicero.de/innenpolitik/asyl ... migrantion

Herr Valluzzi*, Sie leiten eine Asylunterkunft in Bayern. Jetzt haben Sie ein Buch über Ihre Erfahrungen dort geschrieben. Warum?
Der Auslöser war ganz einfach, dass mehrheitlich keine Flüchtlinge sondern Migranten kommen. Was wir momentan tun, hat so keinen Sinn. Die Leute sind nicht die, für die wir sie halten: Es sind eben keine Ingenieure, Integrationswillige oder Flüchtinge wie uns immer erzählt wurde. Es kommen eher Menschen, die daheim schon Probleme hatten und nicht Fuß fassen konnten. Die Leute kommen aus Perspektivlosigkeit und bleiben hier perspektivlos.

In diesem Zusammenhang bemängeln Sie auch immer wieder die finanziellen Anreize in Deutschland. Sollen diese Ihrer Meinung nach komplett gestrichen werden?
Ja. Ich habe einen Nigerianer in meiner Unterkunft, der vorher wie viele andere seiner Kumpels jahrelang in Italien war. Der bekommt mit seiner Familie bei drei Kindern 1.300 Euro im Monat. Das ist viel Geld: Die Familie muss keine Miete zahlen und hat keine Ausgaben. Natürlich kommen sie da eher nach Deutschland, als in Italien für wenig Geld zu arbeiten. So locken wir die Armen und Ungebildeten an.

Es kann schon mal vorkommen, dass die Betroffenen dann das Ausländeramt auseinander nehmen. Bei Konflikten ist es überhaupt keine Drohung mehr, die Polizei zu rufen. Die meisten finden es belustigend, weil sie wissen, dass ihnen so gut wie nichts passiert und ihr Verhalten auf das Asylverfahren sowieso keine Rolle hat. Das frustriert natürlich alle Beteiligten. Es herrscht bereits eine ziemliche Resignation.

Denn wir lassen zwar alle Menschen rein, aber dann hocken sie hier nur auf der Stelle rum. Das birgt auch ein großes Konfliktpotenzial. Die Leute haben nichts zu tun und kommen nie in Deutschland an. Ihre Kinder tun es ihnen gleich, sie werden die nächste große Baustelle werden. Bei mir in der Unterkunft sind fast alle Frauen schwanger. Die Kinder werden allerdings nicht speziell gefördert. So werden sie in der Schule scheitern. Das hat aber nichts mit deren eigentlicher Intelligenz zu tun. Genau das ist das Problem: Neulich hätte ich jemanden für Hausaufgabenhilfe benötigt, aber niemand hat sich freiwillig gemeldet.


Das ist doch wieder viel zu viel Realität, um geglaubt zu werden .... think twice sollte dort die Sachlage richten ...
Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft; wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon think twice » Do 21. Jun 2018, 19:05

ThorsHamar hat geschrieben:(21 Jun 2018, 19:54)

Das ist doch wieder viel zu viel Realität, um geglaubt zu werden .... think twice sollte dort die Sachlage richten ...

Aus dem Artikel:

" *Thomas Valluzzi heißt eigentlich anders, möchte aber lieber unkenntlich bleiben. Sein Name ist der Redaktion bekannt."

Hat Herr Valluzzi keine Eier? Oder hat unter einem Pseudonym der gute Gauland geschrieben? Vielleicht gar das Buch? :?
Vom Inhalt her wuerde es ja passen.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon think twice » Do 21. Jun 2018, 19:21

Natürlich hat er sein Buch auch unter Pseudonym geschrieben. Der Titel lautet: "Der Fluechtlings-Gau".

Gau? Gauland? Oder in Anlehnung an " Super-Gau" = Katastrophe unvorstellbaren Ausmasses?

Auf jeden Fall die Rhetorik eines AfDlers und nicht die eines Leiters eines Asylantenheimes.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon jack000 » Do 21. Jun 2018, 20:14

think twice hat geschrieben:(21 Jun 2018, 20:05)

Aus dem Artikel:

" *Thomas Valluzzi heißt eigentlich anders, möchte aber lieber unkenntlich bleiben. Sein Name ist der Redaktion bekannt."

Hat Herr Valluzzi keine Eier? Oder hat unter einem Pseudonym der gute Gauland geschrieben? Vielleicht gar das Buch? :?
Vom Inhalt her wuerde es ja passen.

Ich zweifele die Quelle ebenso an. Aber nicht weil der Verfasser anonym bleiben will (Man muss bei sowas immer sich vor Linksgewalt schützen), sondern weil es rein inhaltlich zu polarisierend ist.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Billie Holiday » Fr 22. Jun 2018, 12:37

Wer mich beleidigt, bestimme ich.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon relativ » Fr 22. Jun 2018, 12:41

Billie Holiday hat geschrieben:(22 Jun 2018, 13:37)

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-di ... ld.1396760

Böse aber lesenswert.

Nach dem ersten Abschnitt aufgehört zu lesen.
Alte Argumentationsmasche der Kritiker, die Kritik an ihrer Kritik nicht ertragen konnten, noch wollten.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Billie Holiday » Fr 22. Jun 2018, 12:42

relativ hat geschrieben:(22 Jun 2018, 13:41)

Nach dem ersten Abschnitt aufgehört zu lesen.
Alte Argumentationsmasche der Kritiker, die Kritik an ihrer Kritik nicht ertragen konnten, noch wollten.


Ich habs bis zum Schluß gelesen, um mir eine Meinung zu bilden.
Der Autor sollte doch passen?
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon relativ » Fr 22. Jun 2018, 12:45

Billie Holiday hat geschrieben:(22 Jun 2018, 13:42)

Ich habs bis zum Schluß gelesen, um mir eine Meinung zu bilden.
Der Autor sollte doch passen?

Der Autor ist mir egal.
Meist dient der erste Abschnitt dazu das Thema vorzugeben, auch für den Rest des Artikels, selbst wenn dazwischen mal was kommt, wo man zustimmt, so ist das Thema vorgegeben und es wiederholt sich. Ist wie bei guter Filmmusik. ;)
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Vongole » Fr 22. Jun 2018, 13:27

Billie Holiday hat geschrieben:(22 Jun 2018, 13:37)

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-di ... ld.1396760

Böse aber lesenswert.


Leicht übezeichnet, aber treffend, hat mich an meine anfängliche Euphorie und die spätere teilweise Ernüchterung erinnert.
Gut erklärt die Differenzierung zur AfD.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Orbiter1 » Fr 22. Jun 2018, 14:03

Noch ein Indiz dass der Aktionismus der CSU eindeutig den bayerischen Landtagswahlen geschuldet ist.

"... Woher die Aufständigen um den CSU-Vorsitzenden und Innenminister Horst Seehofer die Erkenntnis ziehen, dass die Deutschen die „Asylwende“ einfordern, noch bevor die Sommerferien beginnen, und dafür selbst den Sturz der Kanzlerin in Kauf nehmen würden, bleibt allerdings unklar. Seit Anfang 2016, also seit dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise, fragt die Forschungsgruppe Wahlen monatlich die Stimmungslage ab. ... „Kann Deutschland die vielen Flüchtlinge verkraften?“ lautet die erste der Zeitreihen. Angela Merkels „Wir schaffen das“ steckt dahinter und sie lässt den Schluss zu, dass sich die Grundauffassung der Deutschen seit Anfang 2016 kaum verändert hat: Bis heute finden rund 60 Prozent, dass der Flüchtlingszuzug zu verkraften ist, 40 Prozent sind nicht dieser Auffassung. Beim Blick auf diese lange Befragungszeitreihe könne man „keine signifikante Stimmungsänderung“ erkennen, heißt es bei der Forschungsgruppe Wahlen. Und schon gar keine, die die Politik derart besorgen müsste, dass sie daraus die Aufforderung zu einem abrupten Kurswechsel herausliest. Keine Frage: Die Asylpolitik ist seit dem Sommer 2015 das „wichtigste politische Problem“ der Deutschen, weit vor Themen wie Arbeitslosigkeit, Rente oder der Wirtschaftslage. Aber auch hier lassen die Befragungen keine messbaren Ausschläge erkennen. Man könnte das als hohes Problembewusstsein deuten, aber nicht als Alarmsignal. Ein solches – zumal in diesem Frühjahr – scheinen die Deutschen auch hinsichtlich der Flüchtlingspolitik ihrer Kanzlerin nicht abgeben zu wollen. Seit dem Herbst 2017 beurteilen knapp mehr als die Hälfte der Deutschen Merkels Asylpolitik als „eher schlecht“ und etwas über 40 Prozent als „eher gut“. Tendenz: gleichbleibend." Quelle: https://www.tagesspiegel.de/politik/umf ... 21674.html
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon jack000 » Fr 22. Jun 2018, 17:44

Sechs Afghanen wurde im deutschen Landkreis Fürstenfeldbruck bei München mit insgesamt 931.000 Euro gefördert. Der Erfolg des Projekts hält sich indes laut Medienberichten in Grenzen.

Zwölf betreute Asylanten und ihre Zukunftsprognosen wurden im Jugendhilfeausschuss des Kreistages vorgestellt. Zusätzlich wurden auch die Kosten aufgeführt, die deren Unterbringung und Betreuung den deutschen Steuerzahler kosten.

Ein Geförderter tauchte ab
Das Projekt soll den jugendlichen Asylanten helfen ein selbstständiges Leben, wenn nötig mit staatlicher Betreuung, zu ermöglichen. 121 Betreuungsplätze wären in dem Programm vorgesehen, bisher wurden jedoch erst 51 Asylanten betreut.

Einer der sechs jungen Afghanen im Alter von 19 Jahren tauchte laut der bayerischen Zeitung „Merkur“ vermutlich nach Frankreich ab. Er galt als Analphabet, unter ambulanter Betreuung wurden ihm aber Chancen zugerechnet ein eigenständiges Leben zu führen. Vor Abschluss seines Sprachkurses tauchte er unter. Bis zum Verschwinden kostete er den Steuerzahler 149.688,03 Euro.

Hilfe selten erfolgreich

Ein anderer, angeblich 1999 geborener Afghane wurde wegen einer Vielzahl an Problemen aus der Jugendhilfe entlassen. Laut dem Protokoll war er nicht bereit mitzuarbeiten und hatte massive Alkoholprobleme. Er neigte auch zu Gewaltausbrüchen gegen sich, seine Mitmenschen und Gegenstände. Dieser Fall schlägt mit insgesamt 179.145,21 Euro zu Buche.

Insgesamt wurden den sechs Afghanen ohne weitere Betreuung nur mäßige Chancen ausgerechnet auf sich selbst gestellt ihren Alltag meistern zu können. Landrat Thomas Karmasin (CSU) resümierte über das Flüchtlingshilfe-Programm: „Es gibt Erfolge. Vereinzelt.“

https://www.wochenblick.at/asyl-fast-ei ... -afghanen/

Das muss man sich mal vorstellen, 3-stellige Beträge werden da pro Person aufgewendet. Es kann sich ein jeder mal ausrechnen wie lange man arbeiten müsste wenn die eigene komplette Lohn-/Einkommensteuer nur dafür verwendet würde um die Förderung von solchen Leuten zu bezahlen :eek:

(Von den restlichen Kosten mal abgesehen)
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon sunny.crockett » Fr 22. Jun 2018, 18:16

jack000 hat geschrieben:(22 Jun 2018, 18:44)

https://www.wochenblick.at/asyl-fast-ei ... -afghanen/

Das muss man sich mal vorstellen, 3-stellige Beträge werden da pro Person aufgewendet. Es kann sich ein jeder mal ausrechnen wie lange man arbeiten müsste wenn die eigene komplette Lohn-/Einkommensteuer nur dafür verwendet würde um die Förderung von solchen Leuten zu bezahlen :eek:

(Von den restlichen Kosten mal abgesehen)


Das Geld spart man dann an anderer Stelle ein, z.B. bei Menschen, die dann an den Tafeln zu finden sind.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 22. Jun 2018, 18:30

Das Geld ist ja nicht, weg es wandert nur in die Geldsäckel der Flüchtlingsuindustrie.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon sunny.crockett » Fr 22. Jun 2018, 18:30

Was so alles für Flüchtlinge gemacht wird

Im Januar werden 90 Flüchtlinge nach Harheim kommen und in den Neubau aus acht Reihenhäusern einziehen.
Nach einiger Aufregung im Stadtteil darüber, dass Flüchtlinge in das Neubaugebiet nach Harheim kommen, hat sich nun der zweite Runde Tisch getroffen, um ihnen bei der Integration behilflich zu sein. 35 Bürger und Vereinsvertreter sind in den katholischen Gemeindesaal gekommen, um sie zu unterstützen. „Gesucht werden vor allem noch Bürger mit Zeit“, so Christina Weber von der Koordinierungsstelle ehrenamtliches Engagement der Stadt. „Vor allem bei Behördengängen brauchen die neuen Bürger oft Unterstützung.“ Ehrenamtliche werden für Hausaufgabenhilfe, Kinderbetreuung, ein Willkommensfest und Ortsrundgänge gesucht.

Große Bereitschaft

Die Freiwillige Feuerwehr bietet Kindern und Jugendlichen an, sich ausbilden zu lassen; der Musikverein will die Flüchtlinge zu Workshops mit Instrumenten einladen; der Katholische Jugendverein offeriert Übungs- und Ausbildungsangebote für Kinder und Jugendliche zur Musikausbildung, zur Mitwirkung bei Fastnachtgarden und beim Platzkonzert im Niederfeld sowie Vereinsfesten. Auch sportlich sollen die Flüchtlinge integriert werden. Der Turnverein will sie in das Vereinsleben und in ihr Sportprogramm integrieren, der Tischtennisverein wird Angebote zum Lernen und Spielen machen und der Fußballverein SHG wird Kinder und Eltern zum sportlichen Engagement einladen. Der Katholische Pfarrgemeinderat will Räume anbieten, sie zum Willkommens-Kaffee einladen, Kaffeetreffen für Frauen anbieten und Kinder zu Gruppenveranstaltungen und Zeltlager mitnehmen. Auch im Kirchenchor und beim offenen Singen sind die neuen Bürger willkommen. Der Kulturverein wird ebenfalls Angebote bereitstellen.

Sorge besteht, ob alle Kinder in Krabbelstuben, Kindergärten und Horten oder Grundschulen untergebracht werden können, da die Plätze bereits jetzt sehr knapp sind. „Da muss das Stadtschulamt ran“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Quirin.


http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Im- ... 75,3023915


Bei so vielen Integrationsangeboten ist zu hoffen, dass sich die Flüchtlinge überhaupt integrieren wollen. Die Freude wird auch groß sein, dass man im Vorortbereich von Frankfurt einfach so Wohnraum bekommt, den sich dort Normalverdiener schon kaum leisten können.

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