Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon relativ » Mi 13. Jun 2018, 08:00

busse hat geschrieben:(13 Jun 2018, 08:46)

Man merkt das Du vom "Fanclub Nationalmannschaft" bzw. den mitreisenden Fans der N11 Null Ahnung hast, aber träume mal weiter von Rechtsknallern u.s.w. *lach*
busse

Wahrscheinlich nicht von denen, mit denen du angeblich immmer reist. Man kann die jetzt aber häufiger Pfeifen hören, wo sie vorher kaum support aus ihren Mäulern bekommen haben. :D
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon ThorsHamar » Mi 13. Jun 2018, 08:06

relativ hat geschrieben:(13 Jun 2018, 08:30)

...also dies These halte ich so gut wie unmöglich. So ein rechtes und xenophobes Denkmuster ist anerzogen und sozialisiert. Kein Kind nimmt so eine Denke mit der Muttermilch auf.


Eben ... aber Du argumentierst doch praktisch trotzdem mit dieser Annahme, also einem Denkmuster, denn für Dich gibt es nur "recht" oder "xenophob" als Ergebnis von "anerzogen und sozialisiert".
Was ist mit "realistisch" aus eigener Erfahrung, also keinem Denkmuster, sondern einem zwangsläufigen Ergebnis von flexiblem Denken?


Das Beispiel Özil Gündogan zeigt nur zu deutlich woran sich die Rechtsausleger festhalten.


Das ist Deine Meinung, weil DU die Aktion und die Reaktion aus Deiner Sicht beurteilst.
Ich habe auch meine Meinung, aus meiner Sicht, logo ...
Für mich haben beide Sportler eindeutig dargestellt, wer IHR Präsident ist. Das habe ich zur Kenntnis genommen und keinerlei Änderung ihrer Meinung verlangt.
In meiner Erfahrung ist das Verhalten dieser beiden Sportler genau das, was auf so gut wie alle Türken in meiner Umgebung zutrifft, egal, ob in D geboren oder nicht.
Die Aktion passt haargenau in meine Erfahrungswelt.

Vor 2015 wäre dies kaum eine Schlagzeile wert gewesen.


Nein, das stimmt nicht. Dass Özil die Hymne nicht mitgesungen hat, war schon immer ein Thema. Er hat bislang nur nie erklärt, warum er das nicht tut.
Jetzt ist das klar geworden.

Denen geht es nur um Ab und Ausgrenzung. Je mehr Futter sie dafür bekommen umso besser.


Wieder eine Verdrehung der Realität, finde ich: Wenn es dieses "Futter" gibt, ist DAS eben die Realität, unabhängig von "Denen" !
Und ich bin eben der Meinung: Gäbe es diese Realität gar nicht, gäbe es weniger von denen, die von Jenen zu "Denen" gemacht werden ....
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon relativ » Mi 13. Jun 2018, 08:46

ThorsHamar hat geschrieben:(13 Jun 2018, 09:06)

Eben ... aber Du argumentierst doch praktisch trotzdem mit dieser Annahme, also einem Denkmuster, denn für Dich gibt es nur "recht" oder "xenophob" als Ergebnis von "anerzogen und sozialisiert".
Was ist mit "realistisch" aus eigener Erfahrung, also keinem Denkmuster, sondern einem zwangsläufigen Ergebnis von flexiblem Denken?
Wir reden hier ja nicht über eine normale Kritik von normal kritischen Bürgern, denn diese fahren nicht zu einem Spiel der deutschen Nationalmannsnchaft und pfeifen einen Spieler den sie kritisieren wollen 90 zig Minuten lang aus. Also wenn dies "normale kritishce Bürger" sind, dann hab ich so einiges in unser Republik wohl verpasst.




Das ist Deine Meinung, weil DU die Aktion und die Reaktion aus Deiner Sicht beurteilst.
Ich habe auch meine Meinung, aus meiner Sicht, logo ...
Für mich haben beide Sportler eindeutig dargestellt, wer IHR Präsident ist. Das habe ich zur Kenntnis genommen und keinerlei Änderung ihrer Meinung verlangt.

Aus meiner Sicht ist dies nicht klar, aber wir können ja mal einen Umfrage starten wieviel Deutsche ohne Migrationshintergrund Steinmeier für ihren Präsidenten halten und am Besten wir fangen bei den Kritikern von Özil und Gündogan an. ;)
Vermutlich würden sie bei einer Einladung von Steinmeier aber auch freundlich annehmen und auch ein freundliches Gesicht machen, was nicht darauf schließen würde, daß sie diesen Präsidenten eigentlich ablehnen.

In meiner Erfahrung ist das Verhalten dieser beiden Sportler genau das, was auf so gut wie alle Türken in meiner Umgebung zutrifft, egal, ob in D geboren oder nicht.
Die Aktion passt haargenau in meine Erfahrungswelt.
Ja stimmt, weil eben bei den meisten Türken und Deutsche mit türkischen Migrationhintergrund, die hier leben, noch zwei Herzen schlagen. Mag man kritisieren, aber ich halte dies für ihre persönliche Einstellung und auch Sache. Solange sie nix tun was so ausieht, daß sie unsere Werte und unseren Staat und damit ihre Staatsbürgerschaft und auch die Bereitschaft für die deutschen Nationalmannnschaft zu spielen, völlig in Frage stellt.
Ein Treffen mit einem "autokratisch gewählten" Herrscher (so unklug dies auch m.M. ist) reicht mir da nicht.
Man stelle sich z.B. vor wie man da einen Rummenigge, oder Hoeneß ect.pp. auspfeifen muesste, die wohl regelmäßig mit Diktatoren und deren Handlanger einen Kaffe trinken und Geschäfte machen, während die Vereinsmannschaft vom FC Bayern unten auf den Rasen in diesem Land der Dikatoren ihr Trainingslager abhalten. Die ganzen Deutschen die in der Türkei Urlaub machen. Die lehnen unser Deutschland vermutlich völlig ab. Man kann dieses Thema moralisch noch weiter ausweiten wenn man denn möchte.



Nein, das stimmt nicht. Dass Özil die Hymne nicht mitgesungen hat, war schon immer ein Thema. Er hat bislang nur nie erklärt, warum er das nicht tut.
Jetzt ist das klar geworden.
Doch er hat es schon mal erklärt, soweit ich mich erinnern kann. Er wiederholt dies natürlich nicht ständig.
https://www.domradio.de/themen/sport-un ... ionalhymne
Früher hat sich auch kaum einer darum gescherrt ob jemand die Nationalhymne mitgesungen hat. selbst der der dies wieder eingeführt hat, hat sie früher nicht mitgesungen. Ausserdem meinte ich natürlich in erster Linie das Treffen mit Erdogan.


Wieder eine Verdrehung der Realität, finde ich: Wenn es dieses "Futter" gibt, ist DAS eben die Realität, unabhängig von "Denen" !
Und ich bin eben der Meinung: Gäbe es diese Realität gar nicht, gäbe es weniger von denen, die von Jenen zu "Denen" gemacht werden ....
Du meinst die "Rechtsknaller" können gar nix dafür das sie so denken, wie sie denken?
Die sind erst durch die linksversüfften Gutmenschen zu diesem Gedankengut gekommen? Ich halte dies für sehr unwahrscheinlich.
Was sein kann und auch wahrscheinlich ist ist, daß sich ihre Einstellungen, die sie schon hatten noch verstärkt wurde, durch die gefühlten extremen Gegenmeinungen. Ausgenommen sind dabei wie immer die Mitläufer, die es ja immer gibt.
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon busse » Mi 13. Jun 2018, 09:34

relativ hat geschrieben:(13 Jun 2018, 08:57)

Jetzt erzählst du quatsch, natürlich kann man die intention der Pfeifenheinis vergleichen.. Die echten Fans pfeifen nicht 90 min. die eigenen Spieler aus. Evtl. ein Gegnerischen den sie nicht mögen. Die Pfeifenheinis die du jetzt gehört hast und die Gündogan bei jeder Ballberührung ausgepfiffen haben, sind nicht "die Fans", das sind Fans mit rechten Gedankengut nicht mit feinem Gespür. Die Fans haben vorher auch nicht Özil, oder Gündogan gefeiert sondern die Mannschaft. Jetzt wo diese deine angeblichen Fans endlich einen vermeintlich moralischen Grund haben, gibt es kein halten mehr. Dabei ist auch gar nicht klar was die jetzt von den beiden erwarten. Vermutlich wollen diese "Fans" nur noch die Spieler sehen, die sie als Deutsche sehen, da sind sie ganz nah beim Gauland, so wie du wohl auch.


Deine völlige Ahnungslosigkeit stellst Du hier vollständig unter Beweis !
Ich war selber in der Kurve als Özil explizit wegen seines herausragenden Spieles gefeiert wurde. Erzähle doch hier nicht dauerhaft Mist und erzähle lieber mal wann Du das letzte Mal bei N11 Spielen in der Kurve gestanden hast, ich in Berlin gegen Brasilien und Du ? "Angebliche Fans", Du hast ja echt keine Ahnung !
Nochmals die Fans spüren das ein Herr Effenberg, Stein, Kruse etc.pp. wegen Nichtigkeiten suspendiert wurden und ein Herr Özil und Gündogan wegen politisch korrekten DFB'lern in Sachen mißlungener Integration gedeckelt werden. Vermute mal weiter Du Beleidigung entfernt. Mod.
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon relativ » Mi 13. Jun 2018, 09:57

busse hat geschrieben:(13 Jun 2018, 10:34)

Deine völlige Ahnungslosigkeit stellst Du hier vollständig unter Beweis !
Ja geh steil ..... :D
Ich war selber in der Kurve als Özil explizit wegen seines herausragenden Spieles gefeiert wurde.
Das waren dann auch dieselben Fans die in Klagenfurt und Leverkusen Dauergepfiffen haben?
Erzähle doch hier nicht dauerhaft Mist und erzähle lieber mal wann Du das letzte Mal bei N11 Spielen in der Kurve gestanden hast, ich in Berlin gegen Brasilien und Du ? "Angebliche Fans", Du hast ja echt keine Ahnung !

Ich vermute mal du zählst dich selber zu diesen sogenannten Fans, daher habe ich Verständnis dafür, daß du hier so abgehst. Ich habe da einen anderen Blickwinkel auf bestimmte selbsternannte Fans.

Nochmals die Fans spüren das ein Herr Effenberg, Stein, Kruse etc.pp. wegen Nichtigkeiten suspendiert wurden und ein Herr Özil und Gündogan wegen politisch korrekten DFB'lern in Sachen mißlungener Integration gedeckelt werden. Vermute mal weiter Du "Pfeifenheinrich".

Nicht jedes tolle Gespür dieser Fans teile ich. Wenn allerdings ein z.B. Effenberg den Mittelfinger zeigt, ob der berechtigten Pfiffe gegen das schlechte deutsche Spiel, dann kann ich diese Pfiffe nachvollziehen. Ob man ihn dann suspendieren muss ist eine ganz andere Frage. Das du hier solche Beispeiel aufführst, bei denen ja nicht der Fan entschieden hat sondern Bundestrainer, oder Verband, ist auch wieder so eine Nebelkerze. Warum wird dann nicht der Jogi ausgepfiffen, oder Bierhoff, die die Beiden nicht nach Hause geschickt haben? Sorry, ich habe genügend Lebenserfahrungen gesammelt um meine Antennen dafür ordentlich auszurichten. Ich lasse mir da nix vormachen und von dir schon mal gar nicht.
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon Bolero » Mi 13. Jun 2018, 11:44

Klartext von Effe: »DFB hätte Özil & Gündogan rauswerfen müssen!

https://www.bild.de/sport/fussball/fifa ... .bild.html
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon ThorsHamar » Mi 13. Jun 2018, 11:51

relativ hat geschrieben:(13 Jun 2018, 09:46)

Wir reden hier ja nicht über eine normale Kritik von normal kritischen Bürgern, denn diese fahren nicht zu einem Spiel der deutschen Nationalmannsnchaft und pfeifen einen Spieler den sie kritisieren wollen 90 zig Minuten lang aus. Also wenn dies "normale kritishce Bürger" sind, dann hab ich so einiges in unser Republik wohl verpasst.


Ich glaube nicht, dass der Spieler Gündogan ausgepfiffen wird, sondern der DFB und Löw's Verhalten ....
Ich hätte z.B. nicht gepfiffen, ich bin einfach nicht hingefahren.

Aus meiner Sicht ist dies nicht klar, aber wir können ja mal einen Umfrage starten wieviel Deutsche ohne Migrationshintergrund Steinmeier für ihren Präsidenten halten und am Besten wir fangen bei den Kritikern von Özil und Gündogan an. ;)
Vermutlich würden sie bei einer Einladung von Steinmeier aber auch freundlich annehmen und auch ein freundliches Gesicht machen, was nicht darauf schließen würde, daß sie diesen Präsidenten eigentlich ablehnen.



Das hat mit unserem Thema wenig zu tun, finde ich.


Ja stimmt, weil eben bei den meisten Türken und Deutsche mit türkischen Migrationhintergrund, die hier leben, noch zwei Herzen schlagen. Mag man kritisieren, aber ich halte dies für ihre persönliche Einstellung und auch Sache.


Ja, ich auch. Und meine Reaktion auf die Konsequenzen der zwei Herzen ist dann auch meine Sache.
Wenn hier im türkischen Reisebüro an der Voltastrasse "Heimatreisen" angeboten werden und ich weiss, dass viele der Damen aus den Bergdörfern Anatoliens, das sieht man an der Kleidung, das Geld für diese Reise von deutschen ( also auch einigen türkischstämmigen Deutschen ) Steuerzahlern erarbeitet, monatlich geschenkt bekommen, darf ich mich dabei unwohl fühlen.
Ich bin einer von den Staatsbürgern, die das erarbeiten, wovon viele dieser Menschen leben und die als eine Art Dank nicht mal wenigstens unsere Sprache lernen wollen ...

Du meinst die "Rechtsknaller" können gar nix dafür das sie so denken, wie sie denken?



Eine solche Schlussfolgerung ist hirnrissig ...
Auf diesem Level diskutiere ich nicht.
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon relativ » Mi 13. Jun 2018, 12:32

ThorsHamar hat geschrieben:(13 Jun 2018, 12:51)






Eine solche Schlussfolgerung ist hirnrissig ...
Auf diesem Level diskutiere ich nicht.


Aber auf diesen willst du diskutieren?
Wenn hier im türkischen Reisebüro an der Voltastrasse "Heimatreisen" angeboten werden und ich weiss, dass viele der Damen aus den Bergdörfern Anatoliens, das sieht man an der Kleidung, das Geld für diese Reise von deutschen ( also auch einigen türkischstämmigen Deutschen ) Steuerzahlern erarbeitet, monatlich geschenkt bekommen, darf ich mich dabei unwohl fühlen.
Ich bin einer von den Staatsbürgern, die das erarbeiten, wovon viele dieser Menschen leben und die als eine Art Dank nicht mal wenigstens unsere Sprache lernen wollen ...


Kannst du meinetwegen halten wie du willst. Ich nenne dies dann Scheinheiligkeit.
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon ThorsHamar » Mi 13. Jun 2018, 13:14

relativ hat geschrieben:(13 Jun 2018, 13:32)


Kannst du meinetwegen halten wie du willst. Ich nenne dies dann Scheinheiligkeit.


Das Wort "HEIMATREISEN" als Angebot für türkischstämmige Menschen, die hier in Deutschland leben, ist in der Aussage identisch mit "Mein Präsident" für Erdogan.
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon relativ » Mi 13. Jun 2018, 13:18

ThorsHamar hat geschrieben:(13 Jun 2018, 14:14)

Das Wort "HEIMATREISEN" als Angebot für türkischstämmige Menschen, die hier in Deutschland leben, ist in der Aussage identisch mit "Mein Präsident" für Erdogan.

Ja klar, wenn du es so sehen willst und dir nix anderes einfällt. Sehe es so.
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon ThorsHamar » Mi 13. Jun 2018, 14:08

relativ hat geschrieben:(13 Jun 2018, 14:18)

Ja klar, wenn du es so sehen willst und dir nix anderes einfällt. Sehe es so.


Natürlich sehe ich das so. In meiner Sprache gibt es eben keine alternative Interpretationsmöglichkeit zu beiden eindeutigen Formulierungen.
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon relativ » Mi 13. Jun 2018, 14:22

ThorsHamar hat geschrieben:(13 Jun 2018, 15:08)

Natürlich sehe ich das so. In meiner Sprache gibt es eben keine alternative Interpretationsmöglichkeit zu beiden eindeutigen Formulierungen.

Nunja das eine könnte z.B. nur ein Werbeslogan sein (der ein bestimmtes Ziel hat, und zwar ganz profan die Menschen emotional anzusprechen um Profit zu machen) und das andere eine übertriebene Nettigkeit gegenüber einen Präsidenten eines Landes . Zufällig des landes aus denen seine Mutter und Vater stammen und indem noch viele Verwandte leben. Da eine homogenen Sichtweise zu unterstellen ist eine ziemlich einseitige Sicht auf die möglichen Dinge, schon gar, wenn man noch die allgemeine Unterstellung beimischt, die hätten deshalb zu Deutschland keinen innigen Bezug, wie im Fall Özil und Gündogan geschehen
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon ThorsHamar » Mi 13. Jun 2018, 14:35

relativ hat geschrieben:(13 Jun 2018, 15:22)

Nunja das eine könnte z.B. nur ein Werbeslogan sein (der ein bestimmtes Ziel hat, und zwar ganz profan die Menschen emotional anzusprechen um Profit zu machen) und das andere eine übertriebene Nettigkeit gegenüber einen Präsidenten eines Landes . Zufällig des landes aus denen seine Mutter und Vater stammen und indem noch viele Verwandte leben. Da eine homogenen Sichtweise zu unterstellen ist eine ziemlich einseitige Sicht auf die möglichen Dinge, schon gar, wenn man noch die allgemeine Unterstellung beimischt, die hätten deshalb zu Deutschland keinen innigen Bezug, wie im Fall Özil und Gündogan geschehen


Irgendwie bist noch nicht auf der grundlegenden Ebene der Problematik angekommen. ;)
Ja, es IST ein Werbeslogan, der emotional anspricht. Und das impliziert zum Funktionieren unbedingt Das, was ich erwähnte.
Ja, es kann eine übertriebene Nettigkeit sein, welche durch "Mein Präsident" allerdings entweder albern oder eben nicht nett, sondern grundehrlich war.
Und Ja, Beide, wie auch die gelegentlich nach Hause Fahrenden, können auch eine innige Beziehung zu D haben, aber zu nach Hause und zum Präsidenten ist sie eben noch viel inniger ....
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon relativ » Mi 13. Jun 2018, 14:45

ThorsHamar hat geschrieben:(13 Jun 2018, 15:35)

Irgendwie bist noch nicht auf der grundlegenden Ebene der Problematik angekommen. ;)
Ja, es IST ein Werbeslogan, der emotional anspricht. Und das impliziert zum Funktionieren unbedingt Das, was ich erwähnte.
Ja, es kann eine übertriebene Nettigkeit sein, welche durch "Mein Präsident" allerdings entweder albern oder eben nicht nett, sondern grundehrlich war.
Und Ja, Beide, wie auch die gelegentlich nach Hause Fahrenden, können auch eine innige Beziehung zu D haben, aber zu nach Hause und zum Präsidenten ist sie eben noch viel inniger ....

Wo ist dein Problem?
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon ThorsHamar » Mi 13. Jun 2018, 14:54

relativ hat geschrieben:(13 Jun 2018, 15:45)

Wo ist dein Problem?


Also bitte, das habe ich weiter vorne doch eindeutig geschrieben .... viewtopic.php?p=4226640#p4226640
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon keinproblem » Mi 13. Jun 2018, 15:20

ThorsHamar hat geschrieben:(13 Jun 2018, 15:35)

Irgendwie bist noch nicht auf der grundlegenden Ebene der Problematik angekommen. ;)
Ja, es kann eine übertriebene Nettigkeit sein, welche durch "Mein Präsident" allerdings entweder albern oder eben nicht nett, sondern grundehrlich war.
Und Ja, Beide, wie auch die gelegentlich nach Hause Fahrenden, können auch eine innige Beziehung zu D haben, aber zu nach Hause und zum Präsidenten ist sie eben noch viel inniger ....


Weshalb die Entweder-Oder Attitüde? Kann ein Özil nicht "Meinen Präsidenten" und "Meine Kanzlerin" gleichzeitig haben?

Ja, es IST ein Werbeslogan, der emotional anspricht. Und das impliziert zum Funktionieren unbedingt Das, was ich erwähnte.


Ich stelle mir grade Türken in der Voltastraße vor die "Heimatreise" lesen und das dann mit den schönsten Erinnerungen an die Türkei assoziieren. Wo ist hier denn überhaupt der Nährboden für eine Problematik? Wenn sie dort im Urlaub gewesen sind und auf Arbeit gefragt werden wo sie denn waren, sagen sie halt "in der Heimat". Die Denkweise die das als Problem klassifiziert da jene Personen ja schließlich in Deutschland ansässig sind, sagt nicht nur aus, dass ein Mensch nur eine Heimat pro Nase haben kann (oder darf), sondern außerdem noch, dass die Heimat zwingend der Ort/das Land sein muss an dem man geboren wurde bzw. dass es ein Problem ist, wenn jemand mit türkischem Migrationshintergrund in Deutschland geboren, sich in der Türkei viel wohler und "beheimateter" fühlt, als hier. Dass in der Regel der Großteil der Familienangehörigen auch dort lebt wird auch oft vergessen.
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon ThorsHamar » Mi 13. Jun 2018, 17:07

keinproblem hat geschrieben:(13 Jun 2018, 16:20)

Weshalb die Entweder-Oder Attitüde? Kann ein Özil nicht "Meinen Präsidenten" und "Meine Kanzlerin" gleichzeitig haben? ....


...das ist beim Thema Integration, Selbstpositionierung und Nationalmannschaft wohl kaum möglich.
Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft; wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 13. Jun 2018, 17:11

Kann man sich auch unabhängig von der Heimat und vom Geburtsort diverse Präsidenten und Regierungschefs aussuchen ?
Hm, spannende Frage.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon Senexx » Mi 13. Jun 2018, 18:20

keinproblem hat geschrieben:(13 Jun 2018, 16:20)

Weshalb die Entweder-Oder Attitüde? Kann ein Özil nicht "Meinen Präsidenten" und "Meine Kanzlerin" gleichzeitig haben?



Ich stelle mir grade Türken in der Voltastraße vor die "Heimatreise" lesen und das dann mit den schönsten Erinnerungen an die Türkei assoziieren. Wo ist hier denn überhaupt der Nährboden für eine Problematik? Wenn sie dort im Urlaub gewesen sind und auf Arbeit gefragt werden wo sie denn waren, sagen sie halt "in der Heimat". Die Denkweise die das als Problem klassifiziert da jene Personen ja schließlich in Deutschland ansässig sind, sagt nicht nur aus, dass ein Mensch nur eine Heimat pro Nase haben kann (oder darf), sondern außerdem noch, dass die Heimat zwingend der Ort/das Land sein muss an dem man geboren wurde bzw. dass es ein Problem ist, wenn jemand mit türkischem Migrationshintergrund in Deutschland geboren, sich in der Türkei viel wohler und "beheimateter" fühlt, als hier. Dass in der Regel der Großteil der Familienangehörigen auch dort lebt wird auch oft vergessen.

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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon Senexx » Mi 13. Jun 2018, 18:36

Effenberg meint: DFB hätte die beiden Erdogan-Fans rauswerfen müssen.

https://www.focus.de/sport/fussball/wm- ... 87266.html
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