Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

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Ammianus
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Ammianus » Fr 25. Mai 2018, 15:54

jack000 hat geschrieben:(25 May 2018, 16:44)

Nicht anerkannte Flüchtlinge haben doch keine Arbeitserlaubnis. Wie können die Zugwaggons putzen? Das dürfte wohl kaum in Schwarzarbeit machbar sein.


Ach na ja, über das ganze Geflecht von Leiharbeit, Auslagerung usw. geht das sicher.
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think twice
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon think twice » Fr 25. Mai 2018, 15:59

Ammianus hat geschrieben:(25 May 2018, 16:52)

Für die Anwälte ist es ein tolles Geschäft. Dabei brauchen die nicht mal auch nur irgendwie an Erfolg denken, denn um den geht es nicht. Nur ein paar Monate mehr gewinnen. Die setzten ein paar Textbausteine zusammen, schicken das an die Behörden, holen dann die Antworten irgenwann aus dem Briefkasten und erstellen die Rechnung.

Ob der Möchtegernzuwanderer das Geld mit irgenwelcher Drecksarbeit verdient, im wahrsten Sinne des Wortes seinen Arsch hinhält oder was auch immer, kann dem Anwalt egal sein, die Kohle fließt und der neue SUV ist fest im Blick.

Moralisch stehen solche Leute auf ähnlichem Niveau wie die Schaffenden der Abmahnindstrie oder die Produzenten von Kinderpornographie. Allerdings bekommen die ersten beiden Gruppen keine Probleme mit den Gesetzen.

Man muss nicht immer das Schlechteste von den Menschen denken. Gerade Anwälte, die sich auf Asylrecht spezialisiert haben, wissen um die Situation ihrer Klienten, gerade um die finanzielle. Die verlangen in der Regel keine Horrorhonorare und sagen auch klar, wenn sie keine Chance sehen. Vor allem die Anwälte tun das, die sich auf Ratenzahlungen einlassen, da sie bei einem ungünstigen Urteil damit rechnen muessen, nicht viel von ihrer Kohle zu sehen.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon think twice » Fr 25. Mai 2018, 16:49

Dark Angel hat geschrieben:(25 May 2018, 16:02)


Und - aus welchem Grund sollte eine/die Mehrheitsgesellschaft Rücksicht auf die Befindlichkeiten einer zugewanderten Minderheit nehmen? Aus welchem Grund sollte sich die "einheimische" Mehrheitsgesellschaft an eine zugewanderte Minderheit anpassen?
Genau andersrum wird ein Schuh draus - die zugewanderte Minderheit hat sich an die Mehrheit anzupassen - nennt sich Integration.
Wem das nicht passt, kann/darf dahin gehen, wo sein Lebensstil, seine Wertvorstellungen mehrheitlich gelebt und praktiziert wird. Deutschland ist ein freies Land, niemand wird gezwungen, in diesem Land zu bleiben.
Wer aber bleiben will, muss sich intergrieren:


Schon in einer mittleren, westdeutschen Großstadt besteht die Mehrheitsgesellschaft nicht mehr aus schweinefleischsüchtigen
Deutschtuemlern, denen sich eine fremdländische Minderheit ergebenst unterwerfen muss.
Die Gesellschaft besteht aus einem bunten, multikulturellen Gemisch an Individuen, die nach ihrer Fasson glücklich werden können, ohne dass der Nachbar ihnen den Gartenzwerg neidet. Wem das nicht passt, kann/darf ins Erzgebirge gehen, wo sein Lebensstil, seine Wertvorstellungen mehrheitlich gelebt und praktiziert wird.
Zuletzt geändert von think twice am Fr 25. Mai 2018, 16:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Dark Angel » Fr 25. Mai 2018, 16:50

zollagent hat geschrieben:(25 May 2018, 16:18)

Was bei Kitas, speziell auf dem Land, mangels Umsatz in der Regel nicht möglich ist. Da kommt grundsätzlich der Billigste zum Zug. Könnt Ihr nicht mal von dem herrenmenschlich angehauchten Zwangsschweinessen wegkommen oder ist da dann die Kultur des Abendlandes in Gefahr?

Gerade auf dem Land werden Wahlessen in Kitgas angeboten und die sind eine Woche im Voraus zu bestellen und es kommt nicht der Billigste zum Zug, sondern der der Qualität liefert.
Caterer beliefern i.d.R. nicht nur Kitas und Schulen, sondern alle möglichen Einrichtungen und Betriebe in der Region.
Das Angebot von Nahrungsmitteln, die seit Jahrtausenden auf dem Speiseplan von Menschen stehen, hat nix mit "herrenmenschlich angehauchten Zwangsschweinessen", sondern mit ganz normalen Gewohnheiten, mit informellen Regeln.
Nochmal - die zugewanderte Minderheit hat sich an die "einheimische" Mehrheitsgesellschaft anzupassen und nicht umgekehrt.
Wegen Moslems wird kein Schweinefleisch angeboten, Hindus ist das Rind heilig, die essen kein Rindfleisch - deren Kinder besuchen u.U. auch einen Kiga, sie besuchen Schulen, aber niemand (kein Caterer) kommt auf die Idee, auf deren religiöse Befindlichkeiten Rücksicht zu nehmen und Rindfleisch von Speiseplan zu streichen.
Wenn schon auf religiöse Befindlichkeiten von Minderheiten Rücksicht genommen wird, dann bitte sehr auf die religiösen Befindlichkeiten von allen Minderheiten!
"Wat dem eenen sin Uhl, ist dem andern sin Nachtigall" - keine Minderheit kann Exklusivrechte für sich beanspruchen.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Dark Angel » Fr 25. Mai 2018, 17:02

think twice hat geschrieben:(25 May 2018, 17:49)

Schon in einer mittleren, westdeutschen Großstadt besteht die Mehrheitsgesellschaft nicht mehr aus schweinefleischsüchtigen
Deutschtuemlern, denen sich eine fremdländische Minderheit ergebenst unterwerfen muss.
Die Gesellschaft besteht aus einem bunten, multikulturellen Gemisch an Individuen, die nach ihrer Fasson glücklich werden können, ohne dass der Nachbar ihnen den Gartenzwerg neidet. Wem das nicht passt, kann/darf ins Erzgebirge gehen, wo sein Lebensstil, seine Wertvorstellungen mehrheitlich gelebt und praktiziert wird.

Schwierigkeiten mit dem Leseverständnis?
Da steht "anpassen" und nicht unterwerfen und auch nichts von "fremdländisch"! Anpassung an die Mehrheitsgesellschaft ist eine Grundvoraussetzung für erfolgreiche Integration.
Und so lange Deutsche in deutschen Städten - egal ob Groß- oder Kleinstadt - die Mehrheit bilden, bilden auch Schweinefleischesser die Mehrheit. Isso - ob dir das nun gefällt oder nicht!
In Europa und Asien gehört Schweinefleisch seit Jahrtausenden zur ganz normalen Ernährung dazu - hat also weder etwas mit "schweinefleischsüchtig" noch mit "Deutschtümlern" etwas zu tun!

"Meinungsumfragen zeigen immer wieder, dass eine große Mehrheit der Befragten – und zwar weltweit – den Nationalstaat als wichtig empfindet. Das gilt auch für Europa. Dort wiederum bezeichnet sich nur ein verschwindend geringer Prozentsatz der Befragten ausschließlich als Europäer. Und das, obwohl wir mit gutem Recht seit 50 Jahren europäische Integration vorantreiben. Das zeigt, dass die Parteien endlich lernen müssen, Frieden mit der Identität zu machen, die für die meisten Menschen die größte Bedeutung hat. Und das ist eben der Nationalstaat." [...]
"Aber das Thema ist insbesondere für progressive Kräfte schwierig. Diese müssen immer den Spagat schaffen zwischen internationaler und nationaler Solidarität. Sie wollen ihrer Tradition der internationalen Verantwortung treu bleiben. Gleichzeitig müssen sie auch den Sozialstaat schützen und – was die Migration angeht – eine wirkliche Integration anstreben."
Quelle
Zuletzt geändert von Dark Angel am Fr 25. Mai 2018, 17:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon think twice » Fr 25. Mai 2018, 17:06

Dark Angel hat geschrieben:(25 May 2018, 18:02)

Schwierigkeiten mit dem Leseverständnis?
Da steht "anpassen" und nicht unterwerfen und auch nichts von "fremdländisch"! Anpassung an die Mehrheitsgesellschaft ist eine Grundvoraussetzung für erfolgreiche Integration.
Und so lange Deutsche in deutschen Städten - egal ob Groß- oder Kleinstadt - die Mehrheit bilden, bilden auch Schweinefleischesser die Mehrheit. Isso - ob dir das nun gefällt oder nicht!
In Europa und Asien gehört Schweinefleisch seit Jahrtausenden zur ganz normalen Ernährung dazu - hat also weder etwas mit "schweinefleischsüchtig" noch mit "Deutschtuemlern" etwas zu tun!

Ja, ja, alle Caterer Deutschlands waeren sicher schwer beeindruckt von Dark Angels Herrenmenschenallueren und würden sofort ihre Betriebsphilosophien umstellen. Leider lesen sie nicht in diesem Forum. Auch die Muslime werden nie erfahren, was Dark Angel von ihnen erwartet und fordert. Schade, schade.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon DagDag » Fr 25. Mai 2018, 17:10

think twice hat geschrieben:(25 May 2018, 18:06)

Ja, ja, alle Caterer Deutschlands waeren sicher schwer beeindruckt von Dark Angels Herrenmenschenallueren und würden sofort ihre Betriebsphilosophien umstellen. Leider lesen sie nicht in diesem Forum. Auch die Muslime werden nie erfahren, was Dark Angel von ihnen erwartet und fordert. Schade, schade.

Wozu auch, er schreibt ja selber das "Minderheiten" keine Forderungen zu stellen haben. Darum braucht das den Caterer auch nicht interessieren.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Dark Angel » Fr 25. Mai 2018, 17:16

think twice hat geschrieben:(25 May 2018, 18:06)

Ja, ja, alle Caterer Deutschlands waeren sicher schwer beeindruckt von Dark Angels Herrenmenschenallueren und würden sofort ihre Betriebsphilosophien umstellen. Leider lesen sie nicht in diesem Forum. Auch die Muslime werden nie erfahren, was Dark Angel von ihnen erwartet und fordert. Schade, schade.

Och die Muslime sind schon selber auf die Idee gekommen, was wirklich wichtig ist, die brauchen mich nicht:

"Wir träumen von einer muslimischen Gemeinschaft, die Frieden, Toleranz und Nächstenliebe predigt und lebt, die Gleichberechtigung predigt und lebt, die Respekt vor anderen Religionen und anders denkenden Menschen predigt und lebt.
Wir träumen von einer muslimischen Gemeinschaft, die alle Formen der individuellen Persönlichkeitsentfaltung respektiert und schützt, die alle Formen der individuellen Lebensgestaltung respektiert und schützt, die alle Formen des Miteinanders und alle Lebensformen respektiert und schützt." [...]
"Gleichzeitig sehen wir innerislamische Kritik als unerlässlich an. Dabei darf Islamkritik nicht mit Islamophobie verwechselt werden, denn sie ist im demokratischen Sinne geboten, um ein differenziertes Aufklärungsprogramm innerhalb der muslimischen Gemeinschaft auf den Weg zu bringen.
Wir betonen den interkulturellen Dialog mit allen Religionen und Weltanschauungen und wir setzen uns aktiv dafür ein. Sowohl die Religion als auch der Glaube dürfen und sollen ständig hinterfragt, beurteilt und ergründet werden. Dies sehen wir als den wichtigsten Weg auf der ständigen Suche nach Wahrheit an. Aufgrund dessen unterstützen und fordern wir einen konstruktiven, offenen und kritischen Diskurs innerhalb der muslimischen Gemeinschaft. Meinungsvielfalt und Meinungsverschiedenheit als essentielle Basis für die Freiheit sind nicht nur erwünscht, sondern unerlässlich, um zu einem modernen und humanistisch geprägten Islamverständnis zu kommen."
Quelle


Leider werden diese Muslime ausgegrenzt und diffamiert, dafür jedoch mit fundamentalistischen, orthodoxen, erzkonservativen Muslimen und Muslimverbänden gekuschelt.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon think twice » Fr 25. Mai 2018, 17:23

Dark Angel hat geschrieben:(25 May 2018, 18:16)

Och die Muslime sind schon selber auf die Idee gekommen, was wirklich wichtig ist, die brauchen mich nicht:


Naja, 15 Unterzeichner in zwei Jahren und in 3 Ländern ist nun nicht grade die Welt. Da muesst ihr noch ein bischen die Werbetrommel führen. :D
Bis jetzt sieht es eher nach Rohrkrepierer aus.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Vongole » Fr 25. Mai 2018, 17:42

think twice hat geschrieben:(25 May 2018, 18:23)

Naja, 15 Unterzeichner in zwei Jahren und in 3 Ländern ist nun nicht grade die Welt. Da muesst ihr noch ein bischen die Werbetrommel führen. :D
Bis jetzt sieht es eher nach Rohrkrepierer aus.


Ja leider, und genau darin liegt das Problem.
Es bekennen sich viel zu wenige Muslime zu aufgeklärten Tendenzen.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon PeterK » Fr 25. Mai 2018, 18:29

Dark Angel hat geschrieben:(25 May 2018, 16:02)
Natürlich bedeutet Rücksichtnahme eine "Last", nämlich im Sinne von Einschränkungen.
Wer Rücksicht nimmt beschränkt sich in seinen Handlungen/seiner Handlungs- und Entscheidungsfreiheit selbst - i.d.R. erfolgt diese Einschränkung (Rücksichtnahme) freiwillig und selbstbestimmt durch das jeweilige Individuum bzw im intersubjektiven Konsens.

Wir haben offensichtlich ein vollkommen unterschiedliches Verständnis von Staat und Gemeinwesen: Ich betrachte Rücksichtnahme auf andere nicht als Last, sondern als Selbstverständlichkeit, die - wie Du wissen solltest/könntest - auch in unserer Verfassung und nicht wenigen Gesetzen kodifiziert (also nicht nur "freiwillig") ist.

Und - aus welchem Grund sollte eine/die Mehrheitsgesellschaft Rücksicht auf die Befindlichkeiten einer zugewanderten Minderheit nehmen?

Siehe oben (ob "zugewandert" oder nicht, sollte übrigens keine Rolle spielen).
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Dark Angel » Fr 25. Mai 2018, 19:09

PeterK hat geschrieben:(25 May 2018, 19:29)

Wir haben offensichtlich ein vollkommen unterschiedliches Verständnis von Staat und Gemeinwesen: Ich betrachte Rücksichtnahme auf andere nicht als Last, sondern als Selbstverständlichkeit, die - wie Du wissen solltest/könntest - auch in unserer Verfassung und nicht wenigen Gesetzen kodifiziert (also nicht nur "freiwillig") ist.

Eine Selbstverständlichkeit ist etwas, das ohne Zweifel für richtig gehalten wird - heißt es ist ein subjektives Empfinden.
Rücksichtnahme ist nicht selbstverständlich, nicht unter allen Umständen und nicht um jeden Preis.
Mit Verständnis von Staat und Gemeinschaft hat Rücksichtnahme nichts zu tun.
Niemand kann mich zwingen auf irgendetwas oder irgend jemanden Rücksicht zu nehmen - auch nicht per Gesetz und schon gar nicht in der Verfassung.

PeterK hat geschrieben:(25 May 2018, 19:29)Siehe oben (ob "zugewandert" oder nicht, sollte übrigens keine Rolle spielen).

Es spielt aber eine Rolle! Zuwanderer/Migranten haben die normativen/formalen und informellen Regeln der Mehrheitsgesellschaft zu respektieren und anzuerkennen, haben sich an die Mehrheitsgesellschaft anzupassen und sich in diese zu integrieren. Anderfalls entstehen Parallelgesellschaften und Segregation - ein bestenfalls friedliches Nebeneinander, aber kein Miteinander.
Wenn ich oder du in ein Land auswandere, in dem andere informelle Regeln gelten als hier, das einen anderen kulturellen Hintergrund hat, dann muss ich mich, musst du dich dort genauso anpassen und integrieren. Das wird von uns erwartet. Da können wir uns auch nicht hinstellen und sagen "hey Leute, nun nehmt gefälligst Rücksicht auf unsere Befindlichkeiten".
Das wird nicht funktionieren!
Was von mir in einem anderen Land, einer anderen Kultur erwartet wird, wenn ich dort einwandere und dort dauerhaft leben will, das kann auch ich von Menschen erwarten, die dauerhaft hier leben wollen.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon think twice » Fr 25. Mai 2018, 19:17

Vongole hat geschrieben:(25 May 2018, 18:42)

Ja leider, und genau darin liegt das Problem.
Es bekennen sich viel zu wenige Muslime zu aufgeklärten Tendenzen.

Also ehrlich, wenn ich in zwei Jahren nur 15 Befürworter in drei Ländern zusammen kriege, dann muss ich mich doch wirklich fragen, ob meine Idee, so wie ich sie durchführen will, wirklich so super ist.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon zollagent » Fr 25. Mai 2018, 19:20

Dark Angel hat geschrieben:(25 May 2018, 17:50)

Gerade auf dem Land werden Wahlessen in Kitgas angeboten und die sind eine Woche im Voraus zu bestellen und es kommt nicht der Billigste zum Zug, sondern der der Qualität liefert.
Caterer beliefern i.d.R. nicht nur Kitas und Schulen, sondern alle möglichen Einrichtungen und Betriebe in der Region.
Das Angebot von Nahrungsmitteln, die seit Jahrtausenden auf dem Speiseplan von Menschen stehen, hat nix mit "herrenmenschlich angehauchten Zwangsschweinessen", sondern mit ganz normalen Gewohnheiten, mit informellen Regeln.
Nochmal - die zugewanderte Minderheit hat sich an die "einheimische" Mehrheitsgesellschaft anzupassen und nicht umgekehrt.
Wegen Moslems wird kein Schweinefleisch angeboten, Hindus ist das Rind heilig, die essen kein Rindfleisch - deren Kinder besuchen u.U. auch einen Kiga, sie besuchen Schulen, aber niemand (kein Caterer) kommt auf die Idee, auf deren religiöse Befindlichkeiten Rücksicht zu nehmen und Rindfleisch von Speiseplan zu streichen.
Wenn schon auf religiöse Befindlichkeiten von Minderheiten Rücksicht genommen wird, dann bitte sehr auf die religiösen Befindlichkeiten von allen Minderheiten!
"Wat dem eenen sin Uhl, ist dem andern sin Nachtigall" - keine Minderheit kann Exklusivrechte für sich beanspruchen.

In unserer Verbandsgemeinde sind die Küche eines Altenheims, das im Sitz der Verbandsgemeinde liefert und auch immer drei verschiedene Menüs anbietet und in den umliegenden Dörfern sind es Caterer, die liefern und da kommt der Günstigste zum Zug. Welche Qualität die zu liefern haben, steht in der Ausschreibung. Und daß es jeweils auch nur ein Menü gibt, auch. Du mußt mir nicht erzählen, was unser Gemeinderat beschließt, ich sitze drin. Und die Spinnereien von "informellen Regeln" werden da nicht mal angedacht. Das spielt sich nur in den verwirrten Köpfen derer ab, die auf jeden Zug aufspringen, Hauptsache, es wirft ein schlechtes Licht auf "die Invasoren".
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon PeterK » Fr 25. Mai 2018, 19:23

Dark Angel hat geschrieben:(25 May 2018, 20:09)
Niemand kann mich zwingen auf irgendetwas oder irgend jemanden Rücksicht zu nehmen - auch nicht per Gesetz und schon gar nicht in der Verfassung.

No comment.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon think twice » Fr 25. Mai 2018, 19:35

Dark Angel hat geschrieben:(25 May 2018, 20:09)

Eine Selbstverständlichkeit ist etwas, das ohne Zweifel für richtig gehalten wird - heißt es ist ein subjektives Empfinden.
Rücksichtnahme ist nicht selbstverständlich, nicht unter allen Umständen und nicht um jeden Preis.
Mit Verständnis von Staat und Gemeinschaft hat Rücksichtnahme nichts zu tun.
Niemand kann mich zwingen auf irgendetwas oder irgend jemanden Rücksicht zu nehmen - auch nicht per Gesetz und schon gar nicht in der Verfassung.


Es spielt aber eine Rolle! Zuwanderer/Migranten haben die normativen/formalen und informellen Regeln der Mehrheitsgesellschaft zu respektieren und anzuerkennen, haben sich an die Mehrheitsgesellschaft anzupassen und sich in diese zu integrieren. Anderfalls entstehen Parallelgesellschaften und Segregation - ein bestenfalls friedliches Nebeneinander, aber kein Miteinander.
Wenn ich oder du in ein Land auswandere, in dem andere informelle Regeln gelten als hier, das einen anderen kulturellen Hintergrund hat, dann muss ich mich, musst du dich dort genauso anpassen und integrieren. Das wird von uns erwartet. Da können wir uns auch nicht hinstellen und sagen "hey Leute, nun nehmt gefälligst Rücksicht auf unsere Befindlichkeiten".
Das wird nicht funktionieren!
Was von mir in einem anderen Land, einer anderen Kultur erwartet wird, wenn ich dort einwandere und dort dauerhaft leben will, das kann auch ich von Menschen erwarten, die dauerhaft hier leben wollen.

Das ist ja geil. Dich kann niemand zwingen, auf irgendjemand Rücksicht zu nehmen, aber du willst andere zwingen, sich dir anzupassen.
Dich kann man doch nicht ernst nehmen.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Polibu » Fr 25. Mai 2018, 19:47

think twice hat geschrieben:(25 May 2018, 20:35)

Das ist ja geil. Dich kann niemand zwingen, auf irgendjemand Rücksicht zu nehmen, aber du willst andere zwingen, sich dir anzupassen.
Dich kann man doch nicht ernst nehmen.



Auf Mittelalterfetichisten wird keine Rücksicht genommen. Wo kommen wir denn dahin, wenn wir uns den Regeln von Einwanderern unterordnen? Auf keinen Fall. Die passen sich uns an und nicht umgekehrt.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Adam Smith » Fr 25. Mai 2018, 19:49

think twice hat geschrieben:(25 May 2018, 20:35)

Das ist ja geil. Dich kann niemand zwingen, auf irgendjemand Rücksicht zu nehmen, aber du willst andere zwingen, sich dir anzupassen.
Dich kann man doch nicht ernst nehmen.


Es geht darum, dass eine Frau nicht angefallen wird, wenn sie mit Niqab oder Burka ohne Mann das Haus verlässt.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon zollagent » Fr 25. Mai 2018, 20:11

Auch, wenn man mich noch so oft verwarnt, wie man hier lesen kann, scheint die Paranoia epidemisches Format anzunehmen.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon think twice » Fr 25. Mai 2018, 20:25

zollagent hat geschrieben:(25 May 2018, 21:11)

Auch, wenn man mich noch so oft verwarnt, wie man hier lesen kann, scheint die Paranoia epidemisches Format anzunehmen.

Ersetze Paranoia durch Größenwahn, dann stimme ich dir zu.
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