Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

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ThorsHamar
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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon ThorsHamar » Fr 27. Apr 2018, 11:50

think twice hat geschrieben:(27 Apr 2018, 12:36)

Das kannst du noch 1000x behaupten, es wird nicht wahrer. Ich habe eine Unterkunft für alleinreisende Flüchtlingsfrauen betreut. Die meisten Frauen waren verwitwete Araberinnen ....


An der Stelle hätte ich mir dann an Deiner Stelle schon mal ganz dolle Gedanken gemacht ...
Oder war die Unterkunft nicht in Deutschland?
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Vongole
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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon Vongole » Fr 27. Apr 2018, 11:54

Keoma hat geschrieben:(27 Apr 2018, 12:30)

Äh, stimmt so nicht.
In den 50ern war das Kopftuch sehr wohl ein modisches Accessoire.
Keine alten Filme gesehen, mit der Lollo auf der Vespa mit Kopftuch?


Meint ihr, es wäre möglich, mal beim Thema zu bleiben?
Hier geht es weder um muslimische noch deutsche Kopftücher oder Befindlichkeiten, hier geht es um Juden und den Kampf gegen Antisemitismus.
Hat eh lang genug gedauert, dass das mal zu Sprache kommt.

Einige hier verstehen nicht, dass Judentum ohne Religion möglich ist, daher hier mal ein Link dazu:

Ist ein Judentum mit Religion möglich? Die jüdische Gegenfrage ist mehr als dialektische Polemik. Sie ist der Weg zur ungeliebten Antwort. Judentum ist Existenzialismus, Freiheit, Grenzüberschreitung. Judentum hat trotz der jüdischen Religion überlebt und hat sich nicht auf sie reduzieren lassen.


http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/3043
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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon Bleibtreu » Fr 27. Apr 2018, 12:05

Vongole hat geschrieben:(27 Apr 2018, 12:54)

Meint ihr, es wäre möglich, mal beim Thema zu bleiben?
Hier geht es weder um muslimische noch deutsche Kopftücher oder Befindlichkeiten, hier geht es um Juden und den Kampf gegen Antisemitismus.
Hat eh lang genug gedauert, dass das mal zu Sprache kommt.

Einige hier verstehen nicht, dass Judentum ohne Religion möglich ist, daher hier mal ein Link dazu:
http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/3043

Ein sehr schoener Artikel aus der juedischen Allgemeinen. Danke, Vongole. :) Ich zitiere auch noch einen Passus, der mir besonders gut gefaellt und treffend ist:

[...] Hätte sich Judentum auf die Religion verlassen müssen, dann wäre es längst von den Menschen verlassen worden. Denn der Glaube, das Transzendente greift zu kurz, gerade dann, wenn keine Angst vorherrscht. Und es waren wohl die großen, die wichtigen Denkerinnen und Denker, die bedeutenden Rabbiner, die mehr an die Menschen als an Gott glaubten.

Doch gerade heute töten jene das Judentum, die es auf eine buchstabengetreue Lebensart reduzieren wollen, die dem Judentum das Sinnliche nehmen, es auf einen fundamentalistischen, orthodoxen, geradezu judentumsfremden dogmatischen Glaubenskodex beschränken möchten. Es ist kein Zufall, dass Rabbiner eher Lehrer und Seelsorger als Geistliche und Gottesvertreter waren. Und wahrscheinlich war Gott nur Chiffre oder Metapher – das große Unbekannte, das nicht beweis-, allenfalls glaubbare Irrationale.

Spinoza, Heine, Freud, Herzl, Sholem, Einstein, Kafka, Arendt, Ben Gurion, Golda Meir und die vielen anderen waren a-religiöse Jüdinnen und Juden – und gleichsam verkörpern sie Judentum wie wenige andere. Sie waren Judentum. Sie lebten Judentum. Die Assimilation war vielleicht wichtiger für das Judentum als viele wahrhaben wollen. Sie begründete die Erneuerung und war mehr Rück- als Abkehr.

Das Judentum wird dann überleben, wenn die Religion es nicht frisst, wenn die Ideologisierung es nicht tötet, der Nationalismus es nicht aushöhlt und der Fundamentalismus es nicht verdrängt. Es gibt – und wird es immer geben – Judentum. Trotz Religion. Zusammengehörig
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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon sünnerklaas » Fr 27. Apr 2018, 12:07

think twice hat geschrieben:(27 Apr 2018, 12:36)

Das kannst du noch 1000x behaupten, es wird nicht wahrer. Ich habe eine Unterkunft für alleinreisende Flüchtlingsfrauen betreut. Die meisten Frauen waren verwitwete Araberinnen und ganz junge, ledige Afrikanerinnen. Die hätten doch sofort ihre Kopftücher in die Tonne kloppen muessen, da ja kein fieser Patriarch (mehr) hinter ihnen stand und sie zwang, den Fummel umzubinden, oder? Sie tragen aber bis heute ihre Kopftuecher. Komisch, gell?

Ich würde es echt super finden, wenn sich Leute wie du auch mal eines Besseren belehren lassen würden. Wir tun es ja auch und lassen uns aufklären, aus welchen Gründen die Kippa getragen wird und bleiben nicht einfach bei unserem angelesenen Falsch- oder Halbwissen.

Nur so funktionieren Aufklärung und Toleranz!


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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon sünnerklaas » Fr 27. Apr 2018, 12:10

Vongole hat geschrieben:(27 Apr 2018, 12:54)

Meint ihr, es wäre möglich, mal beim Thema zu bleiben?
Hier geht es weder um muslimische noch deutsche Kopftücher oder Befindlichkeiten, hier geht es um Juden und den Kampf gegen Antisemitismus.
Hat eh lang genug gedauert, dass das mal zu Sprache kommt.


Nein, das ist schon sehr wichtig. Es geht darum, dass da bei einigen jede Menge Heuchelei mit im Spiel ist. Was man den einen zugstehen will, will man den anderen verwehren.
Worum es geht: es hat vollkommen egal zu sein, wie sich jemand kleidet oder nicht kleidet, woran jemand glaubt etc.. Er hat dafür weder angegriffen, noch angepöbelt zu werden. Es ist sein persönliches Ding, seine persönliche Freiheit. Und sowas muss ganz einfach durchgesetzt werden.
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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon Polibu » Fr 27. Apr 2018, 12:16

sünnerklaas hat geschrieben:(27 Apr 2018, 13:10)

Nein, das ist schon sehr wichtig. Es geht darum, dass da bei einigen jede Menge Heuchelei mit im Spiel ist. Was man den einen zugstehen will, will man den anderen verwehren.
Worum es geht: es hat vollkommen egal zu sein, wie sich jemand kleidet oder nicht kleidet, woran jemand glaubt etc.. Er hat dafür weder angegriffen, noch angepöbelt zu werden. Es ist sein persönliches Ding, seine persönliche Freiheit. Und sowas muss ganz einfach durchgesetzt werden.


Hier geht es um Antisemitismus.
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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon Bleibtreu » Fr 27. Apr 2018, 12:17

sünnerklaas hat geschrieben:(27 Apr 2018, 13:10)

Nein, das ist schon sehr wichtig. Es geht darum, dass da bei einigen jede Menge Heuchelei mit im Spiel ist. Was man den einen zugstehen will, will man den anderen verwehren.
Worum es geht: es hat vollkommen egal zu sein, wie sich jemand kleidet oder nicht kleidet, woran jemand glaubt etc.. Er hat dafür weder angegriffen, noch angepöbelt zu werden. Es ist sein persönliches Ding, seine persönliche Freiheit. Und sowas muss ganz einfach durchgesetzt werden.

Dann lies die ForenRegeln, denen du bei der Registrierung zugestimmt hast noch mal genau durch. Es geht nicht um das, was andere aus dem Thema machen wollen, um es zu verwaessern + zu schreddern, sondern um das von Chajm zur Diskussion gestellte Thema! Wer ueber den Islam, Rassismus allgemein oder sonstiges labern oder andere persoenlich angehen will, ist hier im StrangThema verkehrt! ;)
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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon Liegestuhl » Fr 27. Apr 2018, 12:22

Cuxhavener Grüne lehnen Preisträger ab

Der Vorstand des Kreisverbandes Cuxhaven von Bündnis 90/Die Grünen äußert Erstaunen und Kritik an der Entscheidung der Jury, den Otterndorfer "Johann-Heinrich-Voß-Preis für Literatur und Politik" dieses Jahr an den Publizisten Henryk M. Broder zu geben.

Der grüne Kreisvorstand unterstützt die Protestnote einiger Otterndorfer und Osterbrucher Bürger..., die ausführlich darstellen, dass Broder weder für Würde und Anstand noch für Menschlichkeit stehe. „Die geplante Preisverleihung in Otterndorf erinnert an die momentan auf Bundesebene geführte Debatte um den Echo-Preis“, so der grüne Kreisvorstand.


https://www.cn-online.de/stadt-land/new ... er-ab.html

Die Ertappten schlagen zurück.
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon relativ » Fr 27. Apr 2018, 12:28

Liegestuhl hat geschrieben:(27 Apr 2018, 13:22)

https://www.cn-online.de/stadt-land/new ... er-ab.html

Die Ertappten schlagen zurück.

Wer sind denn die Ertappten und bei was wurden sie ertappt?
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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon Dark Angel » Fr 27. Apr 2018, 12:29

Tomaner hat geschrieben:(27 Apr 2018, 12:15)

Durch wiederholen von Unwahrheiten, werden sie doch nicht richtiger. Sicher kann es sein, dass auch Männer Druck auf Frauen ausüben Kopftuch zu tragen, aber es heißt nicht, dass sie dadurch automatisch unterdrückt ist. Ich selbst kenne Fälle bei uns, wo der Mann in Deutschland geboren, gegen Kopftuch ist und die Frau geboren in Türkei, Kopftuch gegen den Willen ihres Mannes trägt. Tatsache ist, viele Frauen tragen auch selbst freiwillig ein Kopftuch um ein zeichen für ihre Religon zu setzen, was mit männern und Unterdrückung nicht das Geringste zu tun hat. Die pauschale Behauptung das Kopftuch als sichtbares Zeichen für die Unterwerfung/Unterordnung der Frau unter den Mann zu sehen, ist schlicht falsch.

Wer hier Unwahrheiten oder besser Unsinn verbreitet, bist einzig DU.
Ehe du weiter Unsinn verbreitest und dich weiter des schlechten Arguments der vorschnellen Verallgemeinerung bedienst, informiere dich.

"Ungeachtet des Schöpfungsberichtes, der Mann und Frau zunächst unbestritten auf eine Stufe stellt, begründet der Koran an anderer Stelle - und umso mehr die islamische Überlieferung - eine eindeutige Überordnung des Mannes über die Frau und ihre rechtliche Benachteiligung. Als Koranvers von großer rechtlicher wie gesellschaftlicher Tragweite ist hier z. B. Sure 4,34 zu nennen: "Die Männer stehen über den Frauen, weil Gott sie vor diesen ausgezeichnet hat und wegen der Ausgaben, die sie von ihrem Vermögen gemacht haben. Und die rechtschaffenen Frauen sind demütig ergeben (oder: gehorsam)...". Und ähnlich Sure 2,228: "Die Männer stehen eine Stufe über ihnen." Muslimische Theologen kommentieren diese Verse in aller Regel traditionell: "Männer und Frauen haben als Menschen nicht denselben Wert"7. Der berühmte Koranausleger Ibn Kathir erläutert Sure 4,34 mit den Worten: "Männer sind Frauen überlegen, und ein Mann ist besser als eine Frau"
Quelle


Der Koran gilt den Moslems als unmittelbares originäres Wort Gottes (Allahs), welches NICHT interpretierbar ist und für alle Zeiten Gültigkeit hat.
Die markierten Passagen zeigen direkten Bezug zum bzw direkte Aussagen des Korans hinsichtlich der Unterordnung der Frau unter den Mann.


Tomaner hat geschrieben:(27 Apr 2018, 12:15)Da die Schriften für alle, also Moslems und Christen, gleich sind, ist es nicht die Religion selbst die falsch oder richtig ist, sondern die wie sie von bestimmten Menschen ausgelegt wird.

Nein, die Schriften sind NICHT gleich.
NT und christliche Dogmen der Kirchenväter unterscheiden sich grundlegend.
Im Gegensatz zur Bibel gibt es für den Koran keine Exegese. Der Koran gilt wortwörtlich und zwar unveränderlich und das wiederum bedeutet, dass der Koran nicht "von bestimmten Menschen (nach Belieben) ausgelegt wird.
Es gibt nur eine Institution die sich mit Fragen zum Islam befasst und das ist die Al-Azhar-Universität. Die Aussagen von 50 Gelehrten der "Akademie für islamische Untersuchungen" (an der Al-Azhar-Universität) sind für alle Muslime verbindlich.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon Dark Angel » Fr 27. Apr 2018, 12:30

Adam Smith hat geschrieben:(27 Apr 2018, 12:29)

Das weiss ich aus Erzählungen.

Ach du weißt das aus Erzählungen?
Ich kenne das noch aus eigenem Erleben und eigenen Erfahrungen.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon Dark Angel » Fr 27. Apr 2018, 12:32

Keoma hat geschrieben:(27 Apr 2018, 12:30)

Äh, stimmt so nicht.
In den 50ern war das Kopftuch sehr wohl ein modisches Accessoire.
Keine alten Filme gesehen, mit der Lollo auf der Vespa mit Kopftuch?

Habe doch geschrieben "Schutz gegen den Wind".
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon Liegestuhl » Fr 27. Apr 2018, 12:33

relativ hat geschrieben:(27 Apr 2018, 13:28)

Wer sind denn die Ertappten und bei was wurden sie ertappt?


Die Grünen. Beim Antisemitismus.

Und besser wird ihr Antisemitismus damit auch nicht.
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon Vongole » Fr 27. Apr 2018, 12:34

Liegestuhl hat geschrieben:(27 Apr 2018, 13:22)

https://www.cn-online.de/stadt-land/new ... er-ab.html

Die Ertappten schlagen zurück.


Wie entlarvend, die Würde haben anscheinend immer nur die Anderen.
Zeigt einmal mehr, welcher Stachel im Fleisch der Antisemiten Broder ist.
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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 27. Apr 2018, 12:37

Vongole hat geschrieben:(27 Apr 2018, 12:54)

Meint ihr, es wäre möglich, mal beim Thema zu bleiben?
Hier geht es weder um muslimische noch deutsche Kopftücher oder Befindlichkeiten, hier geht es um Juden und den Kampf gegen Antisemitismus.
Hat eh lang genug gedauert, dass das mal zu Sprache kommt.

Einige hier verstehen nicht, dass Judentum ohne Religion möglich ist, daher hier mal ein Link dazu:

http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/3043

Nimmt man einen der ersten Sätze dieses sehr interessanten Artikels wörtlich, also
Judentum ist Existenzialismus, Freiheit, Grenzüberschreitung.


so habe ich meine Zweifel, ob Reflexe gegen diese Formen von Lebensentwürfen jemals verschwinden werden. Sie werden sich wohl noch verstärken. Von sehr vielen Menschen werden die aktuellen Veränderungen in der Welt in erster Linie als Entgrenzungen wahrgenommen. Vorgefundene Traditionsmuster, soziale Rollen, kulturelle Herkünfte scheinen sich überall aufzulösen. Wenn Judentum "Existenzialismus, Freiheit, Grenzüberschreitung" ist, dann steht das Judentum für genau das, was sehr viele Menschen als Bedrohung sehen. Und nicht als das, was es in Wirklichkeit ist: Chance auch zur Selbsbefreiung, Selbstentgrenzung, zum Selbstentwurf.
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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon sünnerklaas » Fr 27. Apr 2018, 12:40

Vongole hat geschrieben:(27 Apr 2018, 13:34)

Wie entlarvend, die Würde haben anscheinend immer nur die Anderen.
Zeigt einmal mehr, welcher Stachel im Fleisch der Antisemiten Broder ist.


Worin besteht jetzt genau der Antisemitismus in der Haltung?
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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon relativ » Fr 27. Apr 2018, 12:41

Liegestuhl hat geschrieben:(27 Apr 2018, 13:33)

Die Grünen. Beim Antisemitismus.

Und besser wird ihr Antisemitismus damit auch nicht.

Wieso sind die Grünen Antisemitisch, weil die cuxhavener Grünen Broder für einen ungeeigneten Preisträger halten?
Mal zur Info der Preis soll einen Auszeichnung sein: "Die Auszeichnung ehrt Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die sich um Humanismus, Aufklärung, Menschlichkeit und Freiheit verdient gemacht haben."

Also die Rolle die Broder bezüglich der Flüchtlinge gespielt hat, befähigt ihn nicht unbedingt dieser Preisträger zu sein, ich kann der Argumentation der Grünen dort bis jetzt (was Vorliegt) folgen, ohne sie als Antisemitisch zu bezeichnen, du wohl nicht.
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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon Alexyessin » Fr 27. Apr 2018, 12:43

Sorry, aber ich muss hier mal die Bremse anziehen, sonst kommt der Kollege nimmer hinterher
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
Baier is ma ned so - Baier sei is a Lebenseinstellung
Mia glangt das i woas das i kennt wenn i woin dadat

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