Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

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Bleibtreu
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon Bleibtreu » Mo 16. Apr 2018, 13:32

relativ hat geschrieben:(16 Apr 2018, 14:13)

Ähm, was für Fakten? Also z.B Verschwörungstheorien, Gesellschaftskritik ect. in teilweise geschmacklosen Texten von Künstlern/Musikern verarbeitet, ist jetzt nix sonderlich Aussergewöhnliches, schon gar nicht in der Rapper Szene. Das da bei diesen Herren auch Israel und die Juden eine Rolle spielen, ist wohl der einzige und entscheidene Aufreger, nicht nur in der aufgebrachten Medienlandschaft.

Da bekommst du die Fakten die belegen, dass Kollegah ein JudenHasser ist, schon mundgerecht serviert und was kommt dabei heraus? Erneute Verharmlosung von Hetze und blankem JudenHass!
Du hast dir also weder das Video Apocalypse von Kollegah angesehen, noch den Link dazu durchgelesen, lehnst dich trotzdem ein weiteres Mal relativierend aus dem Fenster. Starke Leistung! Vonwegen, wenn man dir mehr bringen wuerde als die 2 Saetzchen, die dir schon nicht ausreichten... ohne Worte! :dead:

In dem Video geht es um eine juedische WeltVerschwoerung, weswegen alle Juden von Kollegah vernichtet werden muessen, damit die Welt am Ende in Frieden mit Christen, Buddhisten und Muslimen leben kann - weil die boesen Juden, die alle knechteten und mordeten, von ihm dem grossen Helden, ausgeloescht wurden. Zusaetzlich ist die vierteile Geschichte gespickt mit zig antisemitischen Klischees und JudenHetze. Aber macht ja nix, alles nur "Kunst", harmlose VTs!

Das Gute bei der Kunst ist, man muss sie nicht gut finden und man kann die Künstler auch mit Nichtachtung strafen, daß zieht nämlich am ehesten, als dieser Hype den sie jetzt erfahren. Die beiden Rapper erleben mom. eher eine erwünschte aber unverdiente Aufwertung.

JudenHetze ist keine GeschmacksFrage :dead: Wer so eine kranke Scheisse als Kunst verharmlost, der kann auch gleich die Stuermer Karikaturen als Kunst durchgehen lassen, statt als die Hetze die sie ist!

[...]

Chajm hat geschrieben:(16 Apr 2018, 13:50)

Die ersten geben ihren Preis zurück! :thumbup:
https://www.facebook.com/notosquartett/
Notos Quartett
Gestern um 13:22 ·
Die Auszeichnung mit dem ECHO KLASSIK 2017 als Nachwuchskünstler des Jahres hatte uns sehr gefreut. Bis vor kurzem war der ECHO in unseren Augen der renommierteste und größte Musikpreis Deutschlands. Ein Preis, der schon viele großartige Musiker ausgezeichnet hat und unter dessen Gewinner wir uns gerne eingereiht hatten.

Die Tatsache, dass nun eben dieser Preis offenen Rassismus toleriert, ihm gar eine Plattform bietet und ihn auszeichnet, ist für uns nicht tragbar. Über die Entscheidung der Verantwortlichen, antisemitisches und menschenverachtendes Gedankengut sowie die Verhöhnung von Opfern des Holocaust mit einem Preis zu würdigen, sind wir zutiefst erschüttert.

Daher möchten wir uns von unserer Auszeichnung mit dem ECHO entschieden distanzieren und geben hiermit den Preis zurück.

Wir bedauern diese Entscheidung sehr, doch die ECHO-Trophäe, die bis zuletzt noch in unserem Probenstudio in Berlin stand, ist für uns nun nichts mehr als ein Symbol der Schande.

Notos Quartett

#echo2018

Schoen, dass es noch Leute mit authentischen Meinungen gibt! :thumbup:
Zuletzt geändert von Brainiac am Mo 16. Apr 2018, 14:43, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: [MOD] Ad hominem Spam
•Wer fuer alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein.
https://www.shabak.gov.il/english/Pages/index.html#=2
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon relativ » Mo 16. Apr 2018, 13:49

Bleibtreu hat geschrieben:(16 Apr 2018, 14:32)

Da bekommst du die Fakten die belegen, dass Kollegah ein JudenHasser ist, schon mundgerecht serviert und was kommt dabei heraus? Erneute Verharmlosung von Hetze und blankem JudenHass!

[...]
Du hast dir also weder das Video Apoalypse von Kollegah angesehen, noch den Link dazu durchgelesen, lehnst dich trotzdem ein weiteres Mal relativierend aus dem Fenster. Starke Leistung! Vonwegen, wenn man dir mehr bringen wuerde als die 2 Saetzchen, die dir schon nicht ausreichten... ohne Worte! :dead:
Ich lehne mich überhaupt nicht aus dem Fenster, das machst doch eher du hier, denn du behauptetst ja die Rapper wären Antisemiten.
Also mal um eines klar zu stellen ein Blog von Blume ist eine Meinung, aber bestimmt noch kein Fakt und Vergleichbares, wie der zu Recht kritisierte Textbaustein habe ich in den anderen Texten bisher nicht gefunden.

In dem Video geht es um eine juedische WeltVerschwoerung, weswegen alle Juden von Kollegah vernichtet werden muessen, damit die Welt am Ende in Frieden mit Christen, Buddhisten und Muslimen leben kann - weil die boesen Juden, die alle knechteten und mordeten, ausgeloescht wurden. Zusaetzlich ist die vierteile Geschichte gespickt mit zig antisemitischen Klischees und JudenHetze. Aber macht ja nix, alles nur "Kunst", harmlose VTs!
Ja die Verschwörungstheorien. Ob sie Harmlos oder Folgenschwer sind betrifft dann wohl die Gesellschaft an sich. Kritikfähig sind sie alle Male.

Wer so eine kranke Scheisse als Kunst bezeichnet, der kann auch gleich die Stuermer Karikaturen als Kunst durchgehen lassen!
Ich habe dir zur Kunst ja schon das passende geschrieben. Du kannst es sehen wie du möchtest, ist mir völlig schnuppe.
[...]
Zuletzt geändert von Brainiac am Mo 16. Apr 2018, 14:44, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: [MOD] ad hominem Spam
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon becksham » Mo 16. Apr 2018, 14:26

Und der nächste. Auch Klaus Voormann gibt den Echo für sein Lebenswerk zurück.
http://www.spiegel.de/kultur/musik/klau ... 03161.html

Sehr gutes Zeichen, obwohl es schon ein bisschen komisch rüberkommt. Bei der Verleihung halten alle die Klappe und hinterher, als sie mitkriegen, was für Ausmaße die Empörung annimmt, geben sie den Preis zurück. So ganz glaubwürdig kommt das für mich auch nicht rüber.
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon Billie Holiday » Mo 16. Apr 2018, 14:31

becksham hat geschrieben:(16 Apr 2018, 15:26)

Und der nächste. Auch Klaus Voormann gibt den Echo für sein Lebenswerk zurück.
http://www.spiegel.de/kultur/musik/klau ... 03161.html

Sehr gutes Zeichen, obwohl es schon ein bisschen komisch rüberkommt. Bei der Verleihung halten alle die Klappe und hinterher, als sie mitkriegen, was für Ausmaße die Empörung annimmt, geben sie den Preis zurück. So ganz glaubwürdig kommt das für mich auch nicht rüber.


Ich vermute, der alte Herr hatte vorher keine Ahnung. Der kümmert sich wahrscheinlich nicht um den „neumodischen Kram“. Der hat eine Einladung bekommen und ist hin in aller Unschuld, bis er dann hinterher die Zeitung gelesen hat.
Bei einem 80jährigen, der vermutlich noch nicht mal ein Drittel des Raps akustisch verstehen würde, zu entschuldigen.
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon relativ » Mo 16. Apr 2018, 14:35

becksham hat geschrieben:(16 Apr 2018, 15:26)

Und der nächste. Auch Klaus Voormann gibt den Echo für sein Lebenswerk zurück.
http://www.spiegel.de/kultur/musik/klau ... 03161.html

Sehr gutes Zeichen, obwohl es schon ein bisschen komisch rüberkommt. Bei der Verleihung halten alle die Klappe und hinterher, als sie mitkriegen, was für Ausmaße die Empörung annimmt, geben sie den Preis zurück. So ganz glaubwürdig kommt das für mich auch nicht rüber.

Klar kann man es so sehen, aber entscheidend ist, daß sie eine Reaktion zeigen und zwar eine Persönliche. Auch wenn es erst unteröffentlichen Druck, oder späte Einsicht passiert, wichtig ist das es passiert. So erreicht man diesbezüglich mehr als mit Verboten, Strafen ect.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon becksham » Mo 16. Apr 2018, 14:37

relativ hat geschrieben:(16 Apr 2018, 15:35)

Klar kann man es so sehen, aber entscheidend ist, daß sie eine Reaktion zeigen und zwar eine Persönliche. Auch wenn es erst unteröffentlichen Druck, oder späte Einsicht passiert, wichtig ist das es passiert. So erreicht man diesbezüglich mehr als mit Verboten, Strafen ect.

Klar ist es wichtig, überhaupt Zeichen zu setzen. Aber mir ist dann tatsächlich ein Campino lieber, der direkt den Schnabel aufmacht und nicht erst wartet, ob Empörung gewollt ist.
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon Marmelada » Mo 16. Apr 2018, 14:38

becksham hat geschrieben:(16 Apr 2018, 15:26)

Und der nächste. Auch Klaus Voormann gibt den Echo für sein Lebenswerk zurück.
http://www.spiegel.de/kultur/musik/klau ... 03161.html

Sehr gutes Zeichen, obwohl es schon ein bisschen komisch rüberkommt. Bei der Verleihung halten alle die Klappe und hinterher, als sie mitkriegen, was für Ausmaße die Empörung annimmt, geben sie den Preis zurück. So ganz glaubwürdig kommt das für mich auch nicht rüber.
Teils, teils. Speziell bei ihm könnte ich mir vorstellen, dass er auf der Veranstaltung den Namen "Kollegah" zum ersten Mal gehört hat, vom Gesamtwerk ganz zu schweigen (letzteres war mir vorher auch nicht bekannt). Eine Kritik an Campino war ja, dass er es kritisiert, den Preis aber trotzdem mitgenommen hat. Bei Helene Fischer bin ich mir sicher, dass von ihr weder Kritik noch Preisrückgabe zu erwarten ist.
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon relativ » Mo 16. Apr 2018, 14:42

becksham hat geschrieben:(16 Apr 2018, 15:37)

Klar ist es wichtig, überhaupt Zeichen zu setzen. Aber mir ist dann tatsächlich ein Campino lieber, der direkt den Schnabel aufmacht und nicht erst wartet, ob Empörung gewollt ist.

Was mir an Campinos kritik diesbezüglich nicht gefällt ist, daß er sich dazu hinreißen lässt alle Anwesenden mit zu kritisieren, ohne das er wusste, ob diese überhaupt bescheid wussten.
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon Chajm » Mo 16. Apr 2018, 14:43

Billie Holiday hat geschrieben:(16 Apr 2018, 15:31)

Ich vermute, der alte Herr hatte vorher keine Ahnung. Der kümmert sich wahrscheinlich nicht um den „neumodischen Kram“. Der hat eine Einladung bekommen und ist hin in aller Unschuld, bis er dann hinterher die Zeitung gelesen hat.
Bei einem 80jährigen, der vermutlich noch nicht mal ein Drittel des Raps akustisch verstehen würde, zu entschuldigen.


Aus dem Link: http://www.spiegel.de/kultur/musik/klau ... 03161.html
"Er habe sich mit der Entscheidung ganz bewusst Zeit gelassen, habe die Texte des umstrittenen Albums von Farid Bang und Kollegah gelesen, um sich so eine fundierte Meinung bilden zu können. Mit der Rückgabe des Preises wolle er "sein Unverständnis ausdrücken gegenüber der Verantwortungs- und Geschmacklosigkeit aller verantwortlichen Beteiligten, die es nicht geschafft haben, rechtzeitig Konsequenzen zu ziehen."
"Where no counsel is, the people fall, but in the multitude of counselors there is safety."
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon Billie Holiday » Mo 16. Apr 2018, 14:45

Chajm hat geschrieben:(16 Apr 2018, 15:43)

Aus dem Link: http://www.spiegel.de/kultur/musik/klau ... 03161.html
"Er habe sich mit der Entscheidung ganz bewusst Zeit gelassen, habe die Texte des umstrittenen Albums von Farid Bang und Kollegah gelesen, um sich so eine fundierte Meinung bilden zu können. Mit der Rückgabe des Preises wolle er "sein Unverständnis ausdrücken gegenüber der Verantwortungs- und Geschmacklosigkeit aller verantwortlichen Beteiligten, die es nicht geschafft haben, rechtzeitig Konsequenzen zu ziehen."


Ist doch ok. :)
Ein gutes Zeichen. Es wird Konsequenzen geben.
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon Bleibtreu » Mo 16. Apr 2018, 14:49

Chajm hat geschrieben:(16 Apr 2018, 15:43)

Aus dem Link: http://www.spiegel.de/kultur/musik/klau ... 03161.html
"Er habe sich mit der Entscheidung ganz bewusst Zeit gelassen, habe die Texte des umstrittenen Albums von Farid Bang und Kollegah gelesen, um sich so eine fundierte Meinung bilden zu können. Mit der Rückgabe des Preises wolle er "sein Unverständnis ausdrücken gegenüber der Verantwortungs- und Geschmacklosigkeit aller verantwortlichen Beteiligten, die es nicht geschafft haben, rechtzeitig Konsequenzen zu ziehen."

Der 2te Preis, der zurueck gegeben wird. Sehr gute Entscheidung & Begruendung :)
Kein entlarvendes sich winden und relativieren, ist ja alles nur Kunst und halb so wild. Hab ich doch alles nicht gewusst, weil ich zu doof/unanstaendig war mich informieren zu wollen! :?
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon Marmelada » Mo 16. Apr 2018, 14:57

Unité 1 hat geschrieben:(16 Apr 2018, 13:22)
Na hoppla. Ich dachte auch, das wäre nur eine inszenierte Anerkennung verkaufter Scheiben. Leider lässt sich auf die Schnelle nichts finden, worüber diese Jury eigentlich abstimmt.

schokoschendrezki hat geschrieben:(16 Apr 2018, 14:17)

Die Jury gibts erst seit 2018. Bis 2017 waren allein Verkaufszahlen relevant. https://de.wikipedia.org/wiki/Echo_(Musikpreis)

http://www.echopop.de/q-a-jbg3/
Wie kam es zu dem Preis? Warum wurden sie ausgezeichnet?
Die Preisvergabe resultiert zu gleichen Anteilen aus den Chartsplatzierungen und dem Juryvoting. Ausführliche Informationen dazu finden Sie unter folgendem Link: http://echocalling-facts.echopop.de/
Der Link zu den ausführlichen Informationen führt bei mir ins Nichts, aber interessant, dass der Preis sogar zu gleichen Anteilen aus Platzierung und Jury resultiert.

Wie fanden Sie die Entscheidung der ECHO-Jury, dass Kollegah und Farid Bang gestern einen Preis erhielten?
Die Preisträger resultieren aus Chartsplatzierungen und dem Juryvoting. Unser Korrektiv in strittigen Fragen ist hier nicht unsere Bewertung, sondern der ECHO-Beirat, dessen Position wir hinreichend kommuniziert und kommentiert haben.
Ist klar, allein der Ethik-Beirat ist schuld, die Jury setzt dann um. Ich würde immer noch gerne wissen, um wen namentlich es sich dabei handelt, also Jury und Ethik-Beirat.
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon Liegestuhl » Mo 16. Apr 2018, 14:59

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(15 Apr 2018, 12:03)
sehe ich nicht so. Dazu müsste man das Leiden ja für gut oder richtig befinden. Das kann ich nicht erkennen.


Darauf finden sich die Textzeilen "Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen" und "Mache wieder mal 'nen Holocaust, komm' an mit dem Molotow".


http://www.spiegel.de/kultur/musik/klau ... 03161.html
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon becksham » Mo 16. Apr 2018, 15:04

Marmelada hat geschrieben:(16 Apr 2018, 15:57)

http://www.echopop.de/q-a-jbg3/
Der Link zu den ausführlichen Informationen führt bei mir ins Nichts, aber interessant, dass der Preis sogar zu gleichen Anteilen aus Platzierung und Jury resultiert.

Ist klar, allein der Ethik-Beirat ist schuld, die Jury setzt dann um. Ich würde immer noch gerne wissen, um wen namentlich es sich dabei handelt, also Jury und Ethik-Beirat.


Mitglieder des ECHO-Beirats:
 Wolfgang Börnsen ehem. MdB (war von 2005 – 2013 Vors. der Arbeitsgruppe Kultur und Medien der CDU/CSU Bundestagsfraktion)
 Klaus-Martin Bresgott Rat der Evangelischen Kirche Deutschland
 Prof. Christian Höppner Deutscher Kulturrat
 Prof. Martin-Maria Krüger Deutscher Musikrat
 Uta Losem Katholisches Büro
 Prof. Kurt Mehnert Folkwang-Universität
 Ole Oltmann Musikpädagoge

Zusammensetzung der Jurys:
1. Der Vorstand des BVMI beruft die ECHO-Jurys, damit diese hinsichtlich der Mitbestimmung,
Nominierung und/oder Wahl/Zuerkennung von Preisen im Rahmen des
ECHO Pop als Gremium entscheiden. Es werden verschiedene Jurys berufen, nämlich
derzeit:
a. die „Fachjurys“
Sie besteht aus den stimmberechtigten Mitgliedern, die sich jeweils auf Einladung
des Vorstandes des BVMI angemeldet haben und sich wie folgt verteilen:
• jeweils ein bei einer Mitgliedsfirma des Bundesverbands Musikindustrie
e.V. angestellter Mitarbeiter,
• ehemalige Nationale Preisträger und Nominierte des „ECHO – Deutscher
Musikpreis“ in der jeweiligen Kategorie,
• Vertreter aus verschiedenen Bereichen der Musikbranche (beispielsweise,
Händler, Verleger, Veranstalter oder Mitarbeiter der Musikindustrie
und der Medienbranche).
b. die aktuellen Sonderjurys:
• Jury „Produzent National“ – Mitglieder des BVMI,
• Jury „Kritikerpreis National“ – maximal 50 Journalisten aus den Bereichen
Hörfunk, TV, Online und Print,
• Jury „Bestes Video National“ – s. Anlage zur Richtlinie.
2. Auf jedes Mitglied der ECHO-Jurys entfällt jeweils eine Stimme. Die Mitglieder der Jurys
werden vom Vorstand des BVMI grundsätzlich ohne Zeitbeschränkung berufen.
Die Jurys bleiben bis zu ihrer Abberufung oder zur Wahl neuer Jurys im Amt.
3. Neben den Mitgliedern, die vom Vorstand bestellt werden, gehören den ECHO-Jurys
kraft Amtes und ohne Stimmrecht bis zu zwei bei der Geschäftsstelle des Bundesverbands
Musikindustrie e.V. beschäftigte Mitarbeiter sowie ein weiterer unabhängiger
Berater an, soweit dieser vom BVMI bestellt wird.
4. Die Mitgliedschaft in den ECHO-Jurys ist an die Person des Jurymitglieds gebunden.
Eine Stellvertretung im Verhinderungsfalle findet nicht statt, es sei denn, der Vorstand
stimmt dem Vertretungswunsch zu.

http://www.echopop.de/pop-hintergrund/
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon Bleibtreu » Mo 16. Apr 2018, 15:14

Sorry, hab deine Antwort an mich erst jetzt entdeckt. :?:

Unité 1 hat geschrieben:(16 Apr 2018, 13:22)

Darauf wollte ich hinaus. Die Verleihung des Echos ist in dem Sinne keine Ehrung, dass ein Künstler für seine Leistung ausgezeichnet wird. Sondern eine nachträgliche Anerkennung bereits existierenden Erfolgs. Kollegah und Co werden nicht weniger Platten verkaufen, falls ihnen kein Echo überreicht wird. Das auszulassen, hieße zu einem gewissen Grad die Realität zu verschleiern. Es ist also im Grunde gut, wenn Kollegah den Preis bekommt, weil sich dann Menschen außerhalb von dessen Fanbase mit ihm und seinen Texten befassen.

Der Skandal auf dem Echo, ausgeloest durch Campino, hat dafuer gesorgt. Ich kannte die Gestalten und ihre Gesinnungen vorher auch nicht, sie sind wohl auch ausserhalb ihrer FanGemeinde recht bekannt; siehe JuserKommentare von Hyde oder Watch. Dass ich die deutschen Charts nicht kenne, ist da kein MassStab. :D

Er kann ja nur deswegen so erfolgreich sein, weil er in seinen Texten etwas anspricht, was bereits existierte. Er knüpft daran an. Das ist natürlich immer eine zweischneidige Sache, denn sein Erfolg wiederum wird dafür sorgen, dass sich entsprechende Weltbilder verfestigen.

Natuerlich, das wirkt in beide Richtung. Die einen sind schon infiziert und konsumieren den Dreck genau deshalb, die anderen werden davon infiziert. Je populaerer, je verbreiteter, desto weniger Scham diesen Muell zu konsumieren und akzeptieren - gar nicht gut! :|
Zuletzt geändert von Bleibtreu am Mo 16. Apr 2018, 15:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mo 16. Apr 2018, 15:22

Liegestuhl hat geschrieben:(16 Apr 2018, 15:59)

Darauf finden sich die Textzeilen "Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen" und "Mache wieder mal 'nen Holocaust, komm' an mit dem Molotow".


http://www.spiegel.de/kultur/musik/klau ... 03161.html


Im Kontext sehe ich da immer noch keinen Antisemitismus, sondern eine geschmacklose Provokation (die zugegebenermaßen kaum mehr zu toppen sein wird)

Der restliche gewaltverherrlichende Scheiß in Texten scheint wohl nur Hyde aufgefallen zu sein, spielt aber wohl hier keine Rolle.
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon think twice » Mo 16. Apr 2018, 15:25

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(16 Apr 2018, 16:22)


Der restliche gewaltverherrlichende Scheiß in Texten scheint wohl nur Hyde aufgefallen zu sein, spielt aber wohl hier keine Rolle.

Mir sind sie auch aufgefallen und ich habe besonders widerliche Stellen auch zitiert, aber hier wird sich nur an einem Halbsatz hochgezogen, der zwar nicht besser, aber auch nicht schlimmer ist der restliche Müll.
Die Menschenrechte enden an keiner Grenze dieser Welt.
Wir solidarisieren uns mit allen Menschen,
(....)
http://antwort2018.hirnkost.de/
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon Bleibtreu » Mo 16. Apr 2018, 15:27

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(16 Apr 2018, 16:22)

Im Kontext sehe ich da immer noch keinen Antisemitismus, sondern eine geschmacklose Provokation (die zugegebenermaßen kaum mehr zu toppen sein wird)

Der restliche gewaltverherrlichende Scheiß in Texten scheint wohl nur Hyde aufgefallen zu sein, spielt aber wohl hier keine Rolle.

Unterlass auch du solche Unterstellungen. Selbstverstaendlich ist das nicht nur Hyde aufgefallen. Sondern auch von anderen wie mir oder Billie oder Marmelada deutlich benannt worden. Was denkst du, warum ich auch staendig von Menschen verachtendem Dreck schreibe und nicht nur von JudenHass? :rolleyes:

think twice hat geschrieben:(16 Apr 2018, 16:25)

Mir sind sie auch aufgefallen und ich habe besonders widerliche Stellen auch zitiert, aber hier wird sich nur an einem Halbsatz hochgezogen, der zwar nicht besser, aber auch nicht schlimmer ist der restliche Müll.

Auch eine falsche Wiedergabe. Es geht mitnichten nur um 2 besonders widerliche Saetze - siehe das GesamtHetzMachwerk Apocalypse, ueber das hier mehrfach diskutiert wurde.
Zuletzt geändert von Bleibtreu am Mo 16. Apr 2018, 15:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon relativ » Mo 16. Apr 2018, 15:31

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(16 Apr 2018, 16:22)

Im Kontext sehe ich da immer noch keinen Antisemitismus, sondern eine geschmacklose Provokation (die zugegebenermaßen kaum mehr zu toppen sein wird)

Der restliche gewaltverherrlichende Scheiß in Texten scheint wohl nur Hyde aufgefallen zu sein, spielt aber wohl hier keine Rolle.

Meine These dazu habe ich auch schon gepostet. Ist bei den aufgeschlagenden Protagonisten aber auch kein Wunder.
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon Liegestuhl » Mo 16. Apr 2018, 15:36

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(16 Apr 2018, 16:22)

Im Kontext sehe ich da immer noch keinen Antisemitismus, sondern eine geschmacklose Provokation


Es ist eine geschmacklose Provokation, die gegen Juden gerichtet ist.
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.

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