Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

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relativ
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon relativ » Mo 16. Apr 2018, 12:08

Billie Holiday hat geschrieben:(16 Apr 2018, 12:45)

Ah, ich verstehe. Dein Beschützerinstinkt bricht sich Bahnen. Es betrifft Sakrosankte, da muß selbstverständlich relativiert werden.
Der selbe Text von Rammstein, Freiwild oder Wildecker Herzbuben und dein Aufschrei würde einen Tinitus verursachen.

Hä, wieso von mir? Orakeln kannst du bitte bei dir selber.
Fakt ist dein Aufschrei musste natürlich erst von singenden Bürgern mit Migrantenhintergrund erzeugt werden, da ist dann auch die Art des Textes wohl relativ egal.
Btw. Ramstein hat auch einige Songs die sehr Provokativ bis Grenzwertig sind. Kannst dir ja man die Lyrik von Weisses Fleisch anschauen. Mögliche aufschreie bestimmter user leider Fehlanzeige.
Man kann Lieder mit den Kopf oder mit dem Herzen hören, je nachdem kommen da immer andere Betrachtungsweisen und Interpretationen zum Vorschein, häufig ist sowas sogar von den Künstlern gewollt.

Die Songwriter haben sich schon selber über diese Textstelle kritisch geäußert und öffentlich einen persönlichen Antisemitismus negiert. Jetzt kann man ihnen dies abnehmen, oder nicht. Ich habe mom. keinen Grund ihnen dies nicht abzunehmen, du?
Sollte es allerdings nochmal zu solchen/ähnlichen Textpassagen kommen, sind mögliche Intentionen natürlich zu hinterfragen.

Kennt noch jemand "antisemitische" Textpassagen dieser Echogewinner ausser den besagten? Wenn ja her damit.
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon Marmelada » Mo 16. Apr 2018, 12:09

relativ hat geschrieben:(16 Apr 2018, 12:28)

Ja dann darfst die Jury gerne kritisieren, wogegen ich überhaupt nix habe. Ich finde solche Texte auch unterirrdisch, nur weiss ich diesen "Erfolg" wohl richtig einzuschätzen, andere gehen damit wohl lieber ihre gewöhnlichen Vorurteile füttern, oder verfallen in Schnappatmung.
Aus meinen Vergleich eine Relativierung abzuleiten ist Hinriss hoch 10, da ich solche Texte auch unterirrdisch finde, nur zum Teeren und Feder der Texteschreiber reichen mir solche künstlerischen Darbietungen und Freiheiten nicht aus, sorry!
Der Link und meine Frage dazu waren allgemeiner Natur, weil es immer hieß, es gehe beim Echo nur um Verkaufszahlen. In diesem Bericht ist plötzlich von einer zusätzlichen Jury die Rede.

Ich beabsichtige nicht, die Hetzrapper oder die Medien/die Musikindustrie, die sie hofieren, zu teeren und zu federn. Im Fall der Hetzrapper stellt sich allerdings die Frage nach strafrechtlicher Relevanz. Und die hofierenden Medien/die Musikindustrie müssen eine Antwort auf die Kritik daran finden, die über "künstlerische Freiheit" hinausgeht. Hetze wird durch musikalische Untermalung nicht automatisch zu Kunst. Pockenburgs Hetze wurde auch nicht zur Satire, weil sie auf einer Aschermittwochsveranstaltung stattfand. Überhaupt weiß man aus dem rechtsextremen Spektrum, dass Jugendliche über Musik geködert werden. In diesem Wissen ist es untragbar, dass Hetzrapper von der Mitte der Gesellschaft hofiert werden.
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon Brainiac » Mo 16. Apr 2018, 12:17

Brainiac hat geschrieben:(15 Apr 2018, 19:24)

[MOD] Habe einigen ad hominem Spam beseitigt, und manch anderes nur deshalb stehen gelassen, weil geantwortet wurde und Entfernen den Diskussionsfluss zu sehr zerfleddern würde.

Erneut.
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon Unité 1 » Mo 16. Apr 2018, 12:22

Bleibtreu hat geschrieben:(14 Apr 2018, 20:43)

Was mich am meisten daran aufregt ist die Tatsache, dass er den Echo bekommen hat, weil er eben so viele Scheiben mit seinem Dreck verkauft hat. Was das bedeutet. Auch die Millionen DownLoads, Klicks und Likes auf den ganzen PlattFormen - da bekomm ich eine BrechreizAttacke.
Darauf wollte ich hinaus. Die Verleihung des Echos ist in dem Sinne keine Ehrung, dass ein Künstler für seine Leistung ausgezeichnet wird. Sondern eine nachträgliche Anerkennung bereits existierenden Erfolgs. Kollegah und Co werden nicht weniger Platten verkaufen, falls ihnen kein Echo überreicht wird. Das auszulassen, hieße zu einem gewissen Grad die Realität zu verschleiern. Es ist also im Grunde gut, wenn Kollegah den Preis bekommt, weil sich dann Menschen außerhalb von dessen Fanbase mit ihm und seinen Texten befassen.
Ganz genau! In der Doku wurde auch deutlich, welch immensen Einfluss diese "Kuenstler" auf ihre FanGruppen haben und das sind nicht nur MinderJaehrige. Und da sind wir wieder bei den VerkaufsZahlen. Viele VerkaufsZahlen, Downloads & Likes - viele Fans - viel Einfluss. Und da gart es unter meiner HirnSchale, angesichts der widerlichen Auswuerfe, die ich seit Gestern gelesen habe. :dead:

Er kann ja nur deswegen so erfolgreich sein, weil er in seinen Texten etwas anspricht, was bereits existierte. Er knüpft daran an. Das ist natürlich immer eine zweischneidige Sache, denn sein Erfolg wiederum wird dafür sorgen, dass sich entsprechende Weltbilder verfestigen.

Watchful_Eye hat geschrieben:(14 Apr 2018, 22:00)

Ich weiß nicht, wie du "Rap" definierst, aber prinzipiell gibt es ja eine Menge Hip-Hop ohne Gewalt und selbst wenn, dann nicht gleich in so grenzwertiger Form. Die erfolgreichsten Künstler in Deutschland sind es meist, aber es ist natürlich kein Muss. In den USA ist ja gerade Kendrick Lamar der erfolgreichste Rapper, und der verbreitet meines Wissens keine Gewalt und hatte mit Barack Obama einen prominenten Fan. Man spricht diesbezüglich z.B. von "Conscious Rap" in Abgrenzung zum "Battle Rap". Die in der Doku erwähnte Antilopen Gang dürfte doch z.B. politisch sogar ziemlich dein Ding sein.

Ich weiß. Es gibt ja nicht nur die berühmte Antilopen Gang, sondern auch eher unbekannte linke Rapper wie die vom Springstoff-Label oder Holger Burner bspw. Mich hat der Battlerapkram eigentlich auch ganz gut unterhalten, das Gedisse kann ich einsortieren.
Die teils gänzlich unironische Selbstdefinition von Huren fickender und Schwuchteln verachtender Männlichkeit finde ich hingegen befremdlich. Und frage mich halt, wie tief solche Bilder wirken können.

Marmelada hat geschrieben:(16 Apr 2018, 11:50)

https://www.tagesschau.de/kultur/echo-117.html
Also doch nicht nur die Verkaufszahlen?

Na hoppla. Ich dachte auch, das wäre nur eine inszenierte Anerkennung verkaufter Scheiben. Leider lässt sich auf die Schnelle nichts finden, worüber diese Jury eigentlich abstimmt.
Zuletzt geändert von Unité 1 am Mo 16. Apr 2018, 12:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon relativ » Mo 16. Apr 2018, 12:25

Marmelada hat geschrieben:(16 Apr 2018, 13:09)

Der Link und meine Frage dazu waren allgemeiner Natur, weil es immer hieß, es gehe beim Echo nur um Verkaufszahlen. In diesem Bericht ist plötzlich von einer zusätzlichen Jury die Rede.

Die Nommenierungen gehen immer nach Verkaufszahlen, mehr wurde glaub ich auch nicht behauptet.

Ich beabsichtige nicht, die Hetzrapper oder die Medien/die Musikindustrie, die sie hofieren, zu teeren und zu federn.

Definiere bitte mal hofieren , in meinem Fall.
Frage : Was für ein Ergebnis, aussser die bekannte eingesteckte harte Kritik, schwebt dir da so vor?


Im Fall der Hetzrapper stellt sich allerdings die Frage nach strafrechtlicher Relevanz.
Da bin ich mal auf deine Begründung gespannt. Du weisst hoffentlich schon, daß künstlerische Freiheiten einen sehr hochen Stellenwert in unserem GG einnehmen.
Und die hofierenden Medien/die Musikindustrie müssen eine Antwort auf die Kritik daran finden, die über "künstlerische Freiheit" hinausgeht.

Also schwebt dir ne schwarze Liste an Wörtern und Hinweisen, die nicht benutzt werden dürfen, vor?

Hetze wird durch musikalische Untermalung nicht automatisch zu Kunst. Pockenburgs Hetze wurde auch nicht zur Satire, weil sie auf einer Aschermittwochsveranstaltung stattfand. Überhaupt weiß man aus dem rechtsextremen Spektrum, dass Jugendliche über Musik geködert werden. In diesem Wissen ist es untragbar, dass Hetzrapper aus der Mitte der Gesellschaft hofiert werden.


Auch in meinem Beispiel (Dicke) wurde über Menschen gehetzt , wenn du es so nennen willst, andere nennes es lustig machen, aber da scheint ja nur der Unterschied in der Wortwahl zu liegen bzw. wen es betrifft. Natürlich sind wir in Deutschland besonders darauf fixiert und diesist auch gut so. Nur wie ich sagte , immer schön die Kirche im Dorf lassen, sonst erreicht man nämlich nich das, was man mit der Erinnerungskultur eigentlich erreichen möchte.
Bestimmte Musik gibt es auch nur deshalb weil es in der Gesellschaft dafür einen Markt gibt. Also konzentrieren wir uns doch lieber auf die Baustellen in unserer Gesellschaft, dann muessen wir auch, ob solcher mittelmäßigen Künstler, nicht gleich die "semitische" Welt unter gehen lassen.
Zuletzt geändert von relativ am Mo 16. Apr 2018, 12:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon Bleibtreu » Mo 16. Apr 2018, 12:29

relativ hat geschrieben:(16 Apr 2018, 13:08)

[...] Die Songwriter haben sich schon selber über diese Textstelle kritisch geäußert und öffentlich einen persönlichen Antisemitismus negiert. Jetzt kann man ihnen dies abnehmen, oder nicht. Ich habe mom. keinen Grund ihnen dies nicht abzunehmen, du?
Sollte es allerdings nochmal zu solchen/ähnlichen Textpassagen kommen, sind mögliche Intentionen natürlich zu hinterfragen.
Kennt noch jemand "antisemitische" Textpassagen dieser Echogewinner ausser den besagten? Wenn ja her damit.

Dann informier dich selbst bevor du fuer jemanden in den VerteidigungsModus gehst, wie ich es tat, als ich durch den Strang davon erfuhr und hinterfrag. Mir waren diese HetzRapper naemlich gaenzlich unbekannt. Dass der Typ ein [konvertierter] Muslim ist, aendert nichts daran, dass er mE ein RechtsKnaller ist. Kollegah hat ein MusikClip "kreiert", der blanker Antisemitismus ist: Apocalypse - Klick! Und hier noch ein Link, der die verschwörungstheoretische Grundlage von "Apocalypse" aufarbeitet: https://scilogs.spektrum.de/natur-des-g ... -kollegah/
Wer sich jetzt noch aus dem Fenster lehnt und meint, der Typ sei kein Antisemit, weil er "nur" 2 "unpassende" Saetze rausgehauen hat + abstreitet einer zu sein, bei all seinem uebrigen Menschen verachtenden Dreck, der will es nicht sehen. :|
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon relativ » Mo 16. Apr 2018, 12:35

Bleibtreu hat geschrieben:(16 Apr 2018, 13:29)

Dann informier dich selbst bevor du fuer jemanden in den VerteidigungsModus gehst, wie ich es tat, als ich durch den Strang davon erfuhr und hinterfrag. Mir waren diese HetzRapper naemlich gaenzlich unbekannt. Dass der Typ ein [konvertierter] Muslim ist, aendert nichts daran, dass er mE ein RechtsKnaller ist. Kollegah hat ein MusikClip "kreiert", der blanker Antisemitismus ist: Apocalypse - Klick! Und hier noch ein Link, der die verschwörungstheoretische Grundlage von "Apocalypse" aufarbeitet: https://scilogs.spektrum.de/natur-des-g ... -kollegah/
Wer sich jetzt noch aus dem Fenster lehnt und meint, der Typ sei kein Antisemit, weil er "nur" 2 "unpassende" Saetze rausgehauen hat + behauptet keiner zu sein, bei all seinem uebrigen Menschen verachtenden Dreck, der will es nicht sehen. :|

Nunja ich weiss ja das bei einigen die Zündschnur in dieser Richtung ziemlich klein ist. Daher kann ich das auch richtig einordnen.
Btw. ich habe nicht diese Rapper und deren Texte verteidigt. Kannst also deinen Mund wieder schließen. :eek:
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon Bleibtreu » Mo 16. Apr 2018, 12:48

relativ hat geschrieben:(16 Apr 2018, 13:35)

Nunja ich weiss ja das bei einigen die Zündschnur in dieser Richtung ziemlich klein ist. Daher kann ich das auch richtig einordnen.
Btw. ich habe nicht diese Rapper und deren Texte verteidigt. Kannst also deinen Mund wieder schließen. :eek:

Ist das Alles, was dir zu den von mir eingestellten Fakten einfaellt?! Ganz schon duenn! :?
Zuletzt geändert von Bleibtreu am Mo 16. Apr 2018, 12:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon Billie Holiday » Mo 16. Apr 2018, 12:49

Mir ist der Hintergrund der Rapper völlig wurscht.
Es muß doch machbar sein, dass man die Verleihung eines nicht unbedeutenden Medienpreises an Rapper, die Auschwitzopfer verhöhnen, kritisiert, ohne dass mit unterstellter Islamophobie, unterstellter Heuchelei oder unterstellter Gleichgültigkeit Frauenverachtung gegenüber abgelenkt wird, meine Fresse.
Zuletzt geändert von Billie Holiday am Mo 16. Apr 2018, 12:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon Chajm » Mo 16. Apr 2018, 12:50

Die ersten geben ihren Preis zurück! :thumbup:
https://www.facebook.com/notosquartett/
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Gestern um 13:22 ·
Die Auszeichnung mit dem ECHO KLASSIK 2017 als Nachwuchskünstler des Jahres hatte uns sehr gefreut. Bis vor kurzem war der ECHO in unseren Augen der renommierteste und größte Musikpreis Deutschlands. Ein Preis, der schon viele großartige Musiker ausgezeichnet hat und unter dessen Gewinner wir uns gerne eingereiht hatten.

Die Tatsache, dass nun eben dieser Preis offenen Rassismus toleriert, ihm gar eine Plattform bietet und ihn auszeichnet, ist für uns nicht tragbar. Über die Entscheidung der Verantwortlichen, antisemitisches und menschenverachtendes Gedankengut sowie die Verhöhnung von Opfern des Holocaust mit einem Preis zu würdigen, sind wir zutiefst erschüttert.

Daher möchten wir uns von unserer Auszeichnung mit dem ECHO entschieden distanzieren und geben hiermit den Preis zurück.

Wir bedauern diese Entscheidung sehr, doch die ECHO-Trophäe, die bis zuletzt noch in unserem Probenstudio in Berlin stand, ist für uns nun nichts mehr als ein Symbol der Schande.

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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon relativ » Mo 16. Apr 2018, 13:13

Bleibtreu hat geschrieben:(16 Apr 2018, 13:48)

Ist das Alles, was dir zu den von mir eingestellten Fakten einfaellt?! Ganz schon duenn! :?

Ähm, was für Fakten? Also z.B Verschwörungstheorien, Gesellschaftskritik ect. in teilweise geschmacklosen Texten von Künstlern/Musikern verarbeitet, ist jetzt nix sonderlich Aussergewöhnliches, schon gar nicht in der Rapper Szene. Das da bei diesen Herren auch Israel und die Juden eine Rolle spielen, ist wohl der einzige und entscheidene Aufreger, nicht nur in der aufgebrachten Medienlandschaft.
Das Gute bei der Kunst ist, man muss sie nicht gut finden und man kann die Künstler auch mit Nichtachtung strafen, daß zieht nämlich am ehesten, als dieser Hype den sie jetzt erfahren. Die beiden Rapper erleben mom. eher eine erwünschte aber unverdiente Aufwertung.
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 16. Apr 2018, 13:17

Marmelada hat geschrieben:(16 Apr 2018, 11:50)

Ja, du setzt Westernhagens Dickenbashing mit Kollegahs Verhöhnung von Holocaustopfern gleich, was letzteres abschwächt und somit relativiert. Außerdem bezieht sich die Kritik nicht allein auf diese Zeile.


https://www.tagesschau.de/kultur/echo-117.html
Also doch nicht nur die Verkaufszahlen?


Die Jury gibts erst seit 2018. Bis 2017 waren allein Verkaufszahlen relevant. https://de.wikipedia.org/wiki/Echo_(Musikpreis)
Zuletzt geändert von schokoschendrezki am Mo 16. Apr 2018, 13:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon relativ » Mo 16. Apr 2018, 13:21

Chajm hat geschrieben:(16 Apr 2018, 13:50)

Die ersten geben ihren Preis zurück! :thumbup:
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Die Auszeichnung mit dem ECHO KLASSIK 2017 als Nachwuchskünstler des Jahres hatte uns sehr gefreut. Bis vor kurzem war der ECHO in unseren Augen der renommierteste und größte Musikpreis Deutschlands. Ein Preis, der schon viele großartige Musiker ausgezeichnet hat und unter dessen Gewinner wir uns gerne eingereiht hatten.

Die Tatsache, dass nun eben dieser Preis offenen Rassismus toleriert, ihm gar eine Plattform bietet und ihn auszeichnet, ist für uns nicht tragbar. Über die Entscheidung der Verantwortlichen, antisemitisches und menschenverachtendes Gedankengut sowie die Verhöhnung von Opfern des Holocaust mit einem Preis zu würdigen, sind wir zutiefst erschüttert.

Daher möchten wir uns von unserer Auszeichnung mit dem ECHO entschieden distanzieren und geben hiermit den Preis zurück.

Wir bedauern diese Entscheidung sehr, doch die ECHO-Trophäe, die bis zuletzt noch in unserem Probenstudio in Berlin stand, ist für uns nun nichts mehr als ein Symbol der Schande.

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So kann man es z.B. machen.
Mit so einer persönlichen Entscheidung kann man gut leben und es setzt auch ein öffentliches Statement und kritisiert gleichzeitig die Jury, ohne diesen aufgesetzten Hybris.
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 16. Apr 2018, 13:22

Chajm hat geschrieben:(16 Apr 2018, 13:50)

Die ersten geben ihren Preis zurück! :thumbup:
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Die Auszeichnung mit dem ECHO KLASSIK 2017 als Nachwuchskünstler des Jahres hatte uns sehr gefreut. Bis vor kurzem war der ECHO in unseren Augen der renommierteste und größte Musikpreis Deutschlands. Ein Preis, der schon viele großartige Musiker ausgezeichnet hat und unter dessen Gewinner wir uns gerne eingereiht hatten.

Die Tatsache, dass nun eben dieser Preis offenen Rassismus toleriert, ihm gar eine Plattform bietet und ihn auszeichnet, ist für uns nicht tragbar. Über die Entscheidung der Verantwortlichen, antisemitisches und menschenverachtendes Gedankengut sowie die Verhöhnung von Opfern des Holocaust mit einem Preis zu würdigen, sind wir zutiefst erschüttert.

Daher möchten wir uns von unserer Auszeichnung mit dem ECHO entschieden distanzieren und geben hiermit den Preis zurück.

Wir bedauern diese Entscheidung sehr, doch die ECHO-Trophäe, die bis zuletzt noch in unserem Probenstudio in Berlin stand, ist für uns nun nichts mehr als ein Symbol der Schande.

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Überzeugender als Campino.
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon relativ » Mo 16. Apr 2018, 13:24

schokoschendrezki hat geschrieben:(16 Apr 2018, 14:22)

Überzeugender als Campino.

In der Tat.
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon hafenwirt » Mo 16. Apr 2018, 13:31

Unité 1 hat geschrieben:(16 Apr 2018, 13:22)

Ich weiß. Es gibt ja nicht nur die berühmte Antilopen Gang, sondern auch eher unbekannte linke Rapper wie die vom Springstoff-Label oder Holger Burner bspw. Mich hat der Battlerapkram eigentlich auch ganz gut unterhalten, das Gedisse kann ich einsortieren.
Die teils gänzlich unironische Selbstdefinition von Huren fickender und Schwuchteln verachtender Männlichkeit finde ich hingegen befremdlich. Und frage mich halt, wie tief solche Bilder wirken können.


Die Antilopen sind nicht die einzigen ohne frauchenverachtende, homophobe oder antisemistische Inhalte. Im Mainstream relativ bekannt sind doch auch KIZ, Sookee, Marteria, Neonschwarz (bzw. grundsätzlich nahezu viele vom Audiolith-Label). Dazu kommen dann die kommerziellen Giganten wie Fanta4, Fettes Brot, Blumentopf, Deichkind, Freundeskreis, SDP die nun auch weitestgehend unproblematisch sind - meines Wissens.
Zuletzt geändert von hafenwirt am Mo 16. Apr 2018, 13:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon Bleibtreu » Mo 16. Apr 2018, 13:32

relativ hat geschrieben:(16 Apr 2018, 14:13)

Ähm, was für Fakten? Also z.B Verschwörungstheorien, Gesellschaftskritik ect. in teilweise geschmacklosen Texten von Künstlern/Musikern verarbeitet, ist jetzt nix sonderlich Aussergewöhnliches, schon gar nicht in der Rapper Szene. Das da bei diesen Herren auch Israel und die Juden eine Rolle spielen, ist wohl der einzige und entscheidene Aufreger, nicht nur in der aufgebrachten Medienlandschaft.

Da bekommst du die Fakten die belegen, dass Kollegah ein JudenHasser ist, schon mundgerecht serviert und was kommt dabei heraus? Erneute Verharmlosung von Hetze und blankem JudenHass!
Du hast dir also weder das Video Apocalypse von Kollegah angesehen, noch den Link dazu durchgelesen, lehnst dich trotzdem ein weiteres Mal relativierend aus dem Fenster. Starke Leistung! Vonwegen, wenn man dir mehr bringen wuerde als die 2 Saetzchen, die dir schon nicht ausreichten... ohne Worte! :dead:

In dem Video geht es um eine juedische WeltVerschwoerung, weswegen alle Juden von Kollegah vernichtet werden muessen, damit die Welt am Ende in Frieden mit Christen, Buddhisten und Muslimen leben kann - weil die boesen Juden, die alle knechteten und mordeten, von ihm dem grossen Helden, ausgeloescht wurden. Zusaetzlich ist die vierteile Geschichte gespickt mit zig antisemitischen Klischees und JudenHetze. Aber macht ja nix, alles nur "Kunst", harmlose VTs!

Das Gute bei der Kunst ist, man muss sie nicht gut finden und man kann die Künstler auch mit Nichtachtung strafen, daß zieht nämlich am ehesten, als dieser Hype den sie jetzt erfahren. Die beiden Rapper erleben mom. eher eine erwünschte aber unverdiente Aufwertung.

JudenHetze ist keine GeschmacksFrage :dead: Wer so eine kranke Scheisse als Kunst verharmlost, der kann auch gleich die Stuermer Karikaturen als Kunst durchgehen lassen, statt als die Hetze die sie ist!

[...]

Chajm hat geschrieben:(16 Apr 2018, 13:50)

Die ersten geben ihren Preis zurück! :thumbup:
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Die Auszeichnung mit dem ECHO KLASSIK 2017 als Nachwuchskünstler des Jahres hatte uns sehr gefreut. Bis vor kurzem war der ECHO in unseren Augen der renommierteste und größte Musikpreis Deutschlands. Ein Preis, der schon viele großartige Musiker ausgezeichnet hat und unter dessen Gewinner wir uns gerne eingereiht hatten.

Die Tatsache, dass nun eben dieser Preis offenen Rassismus toleriert, ihm gar eine Plattform bietet und ihn auszeichnet, ist für uns nicht tragbar. Über die Entscheidung der Verantwortlichen, antisemitisches und menschenverachtendes Gedankengut sowie die Verhöhnung von Opfern des Holocaust mit einem Preis zu würdigen, sind wir zutiefst erschüttert.

Daher möchten wir uns von unserer Auszeichnung mit dem ECHO entschieden distanzieren und geben hiermit den Preis zurück.

Wir bedauern diese Entscheidung sehr, doch die ECHO-Trophäe, die bis zuletzt noch in unserem Probenstudio in Berlin stand, ist für uns nun nichts mehr als ein Symbol der Schande.

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Schoen, dass es noch Leute mit authentischen Meinungen gibt! :thumbup:
Zuletzt geändert von Brainiac am Mo 16. Apr 2018, 14:43, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: [MOD] Ad hominem Spam
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon relativ » Mo 16. Apr 2018, 13:49

Bleibtreu hat geschrieben:(16 Apr 2018, 14:32)

Da bekommst du die Fakten die belegen, dass Kollegah ein JudenHasser ist, schon mundgerecht serviert und was kommt dabei heraus? Erneute Verharmlosung von Hetze und blankem JudenHass!

[...]
Du hast dir also weder das Video Apoalypse von Kollegah angesehen, noch den Link dazu durchgelesen, lehnst dich trotzdem ein weiteres Mal relativierend aus dem Fenster. Starke Leistung! Vonwegen, wenn man dir mehr bringen wuerde als die 2 Saetzchen, die dir schon nicht ausreichten... ohne Worte! :dead:
Ich lehne mich überhaupt nicht aus dem Fenster, das machst doch eher du hier, denn du behauptetst ja die Rapper wären Antisemiten.
Also mal um eines klar zu stellen ein Blog von Blume ist eine Meinung, aber bestimmt noch kein Fakt und Vergleichbares, wie der zu Recht kritisierte Textbaustein habe ich in den anderen Texten bisher nicht gefunden.

In dem Video geht es um eine juedische WeltVerschwoerung, weswegen alle Juden von Kollegah vernichtet werden muessen, damit die Welt am Ende in Frieden mit Christen, Buddhisten und Muslimen leben kann - weil die boesen Juden, die alle knechteten und mordeten, ausgeloescht wurden. Zusaetzlich ist die vierteile Geschichte gespickt mit zig antisemitischen Klischees und JudenHetze. Aber macht ja nix, alles nur "Kunst", harmlose VTs!
Ja die Verschwörungstheorien. Ob sie Harmlos oder Folgenschwer sind betrifft dann wohl die Gesellschaft an sich. Kritikfähig sind sie alle Male.

Wer so eine kranke Scheisse als Kunst bezeichnet, der kann auch gleich die Stuermer Karikaturen als Kunst durchgehen lassen!
Ich habe dir zur Kunst ja schon das passende geschrieben. Du kannst es sehen wie du möchtest, ist mir völlig schnuppe.
[...]
Zuletzt geändert von Brainiac am Mo 16. Apr 2018, 14:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon becksham » Mo 16. Apr 2018, 14:26

Und der nächste. Auch Klaus Voormann gibt den Echo für sein Lebenswerk zurück.
http://www.spiegel.de/kultur/musik/klau ... 03161.html

Sehr gutes Zeichen, obwohl es schon ein bisschen komisch rüberkommt. Bei der Verleihung halten alle die Klappe und hinterher, als sie mitkriegen, was für Ausmaße die Empörung annimmt, geben sie den Preis zurück. So ganz glaubwürdig kommt das für mich auch nicht rüber.
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Billie Holiday
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Re: Echo gewinnen mit Auschwitz- Vergleich

Beitragvon Billie Holiday » Mo 16. Apr 2018, 14:31

becksham hat geschrieben:(16 Apr 2018, 15:26)

Und der nächste. Auch Klaus Voormann gibt den Echo für sein Lebenswerk zurück.
http://www.spiegel.de/kultur/musik/klau ... 03161.html

Sehr gutes Zeichen, obwohl es schon ein bisschen komisch rüberkommt. Bei der Verleihung halten alle die Klappe und hinterher, als sie mitkriegen, was für Ausmaße die Empörung annimmt, geben sie den Preis zurück. So ganz glaubwürdig kommt das für mich auch nicht rüber.


Ich vermute, der alte Herr hatte vorher keine Ahnung. Der kümmert sich wahrscheinlich nicht um den „neumodischen Kram“. Der hat eine Einladung bekommen und ist hin in aller Unschuld, bis er dann hinterher die Zeitung gelesen hat.
Bei einem 80jährigen, der vermutlich noch nicht mal ein Drittel des Raps akustisch verstehen würde, zu entschuldigen.
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