Welche Religion taugt was?

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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon unity in diversity » Sa 24. Mär 2018, 17:42

Adam Smith hat geschrieben:(24 Mar 2018, 17:36)

Im Iran oder Saudi-Arabien geht die Polizei und der Richter bei einer Vergewaltigung anders vor, wenn der Täter und/oder das Opfer Muslim ist oder Nichtmuslim ist? Was ist eigentlich wenn es mehrere Täter gibt?

Zitat Anfang:

2. Die Verleumdung wegen Unzucht (arab. qadhf) erfordert nach Sure 24,2-3 80 Peitschenhiebe. Diese vermutlich zum Schutz vor ungerechtfertigter Anzeige gedachte Regelung kann sich auch gegen das Opfer einer Vergewaltigung wenden, wenn eine Frau diese zwar zur Anzeige bringt, aber keine vier männlichen Zeugen noch ein Geständnis erbringen kann. Dann droht ihr eine Gegenklage der Verleumdung wegen Unzucht, und sie wird ein zweites Mal zum Opfer.

Zitat Ende.

https://www.igfm.de/frauen-unter-der-scharia/

Laut der Scharia benötigt es bei einer Vergewaltigung 4 männliche Zeugen, damit der Täter verurteilt werden kann. So etwas gibt es fast nie.

Männer sind vor der Steinigung bis zur Hüfte einzugraben und Frauen bis zum Hals.
Zuletzt geändert von unity in diversity am Sa 24. Mär 2018, 17:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon Adam Smith » Sa 24. Mär 2018, 17:45

keinproblem hat geschrieben:(24 Mar 2018, 16:42)
dass wenn dieses Gesetz ausschließlich Muslime betrifft, die ja alle an das eben erwähnte Leben nach dem Tod glauben, auch daran glauben, dass sie selbst in Genuss eines großen heißen Feuer kommen, wenn sie XY zu unrecht beschuldigt und dazu noch auf ihren Gott geschworen haben.
Genauso wie Muslime die zu Unrecht verurteilt sind davon überzeugt sind, dass sie einen Schöpfer haben der weiß, dass sie zu Unrecht verurteilt wurden und sie vielleicht nur wegen eines Leids mehr, dass sie unverdient erlitten haben direkt in die Paradiesgärten eintreten dürfen.
Grüße


Dann müsste es ja in muslimische Ländern paradiesische Zustände geben, weil hier davon ausgegangen wird, dass der Muslim generell rechtschaffend ist. Es müsste nur noch überprüft werden, ob das stimmt.
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon unity in diversity » Sa 24. Mär 2018, 17:49

Adam Smith hat geschrieben:(24 Mar 2018, 17:45)

Dann müsste es ja in muslimische Ländern paradiesische Zustände geben, weil hier davon ausgegangen wird, dass der Muslim generell rechtschaffend ist. Es müsste nur noch überprüft werden, ob das stimmt.

Ohne den Islam, wären die Araber ca. 300 Jahre vor den USA zum Mond geflogen, stand hier irgendwo. :)
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon Adam Smith » Sa 24. Mär 2018, 17:52

unity in diversity hat geschrieben:(24 Mar 2018, 17:49)

Ohne den Islam, wären die Araber ca. 300 Jahre vor den USA zum Mond geflogen, stand hier irgendwo. :)


Die Chinesen sind auf jeden Fall auch in der Lage zum Mond zu fliegen. Die Religion spielt also bei diesem Thema keine Rolle. Irgendwie erinnert mich das auch immer an den Kommunismus. Wenn man diesen Menschen zuhört oder liest was die Schreiben müsste es auch hier paradiesische Zustände geben. Gibt es aber nicht.
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon unity in diversity » Sa 24. Mär 2018, 17:57

Adam Smith hat geschrieben:(24 Mar 2018, 17:52)

Die Chinesen sind auf jeden Fall auch in der Lage zum Mond zu fliegen. Die Religion spielt also bei diesem Thema keine Rolle. Irgendwie erinnert mich das auch immer an den Kommunismus. Wenn man diesen Menschen zuhört oder liest was die Schreiben müsste es auch hier paradiesische Zustände geben. Gibt es aber nicht.

Deren quasireligiöse Rechtfertigungslüge lautet:
Karl May und sein berühmtes Werk "Das Kapitol" sei immer falsch interpretiert worden.
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon Ammianus » Sa 24. Mär 2018, 18:06

unity in diversity hat geschrieben:(24 Mar 2018, 17:49)

Ohne den Islam, wären die Araber ca. 300 Jahre vor den USA zum Mond geflogen, stand hier irgendwo. :)


Ich schrieb es so ähnlich. Da ging es um den Gelehrten Ghazali, der an einem Wendepunkt islamischer Geschichte mit dafür sorgte das eben nicht die Auffassungen von Averroës (Ibn Ruschd) der verbannt und dessen Bücher verbrannt wurden oder Anderer zum Tragen kamen. Das Ergebnis war dann, dass man in der islamischen Welt der 1. Hälfte des 19. Jh. gerade einmal dabei war, sich an die Kugelgestalt der Erde zu gewöhnen, das Heliozentrische Weltbild aber für ein typische Ausgeburt der verwirrten Kuffarköpfe hielt.
Übrigens nicht daran stören, dass Ghazali vor Ibn Ruschd lebte. Beide stehen für gegensätzliche Denkweisen. Gesiegt hat die von Ghazali. Aber es gab diesen Wendepunkt und die Geschichte hätte einen völlig anderen Verlauf nehmen können. Eben auch mit einer Mondlandung schon im 18. Jahrhundert.
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon keinproblem » Sa 24. Mär 2018, 18:10

unity in diversity hat geschrieben:(24 Mar 2018, 17:29)

Aus deiner Sicht mag zwar alles richtig sein, aber wenn du keine Mehrheit für dein Projekt findest, war dein Engagement umsonst.
So geht es in demokratisch verfaßten Ländern.


Du redest von meiner definierten "Richtigkeit", einem "Projekt" und dem Engagement dafür, sowie demokratischen Ländern - alles in allem ziemlich wirr und in meinen Augen zusammenhangslos. Bitte lass es uns auf Inhalte beschränken.

Grüße
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon Ammianus » Sa 24. Mär 2018, 18:15

keinproblem hat geschrieben:(24 Mar 2018, 17:18)

Tut mir leid aber du Irrst dich, und wenn ich es mal so gepostet habe tut es mir leid aber ist trotzdem nicht wahr, kannst dir ja mal ein eigenes Bild machen wenn du möchtest.



Weiß leider nicht woher du das hast aber kannst mir wenn du willst Quellenmaterial dazu geben, lasse mich gerne eines Besseren belehren. "Schutzgeld" kann man Steuern natürlich immer nennen, auch in DE. Und absolute Unterwerfung ist nicht zutreffend, wenn jüdische und christliche Minderheiten ihrer eigenen Theologie nach Gerichte hatten, in denen Muslime sich nicht einzumischen haben. Übrigens war meines Wissens bis zu der Dynastie der Osmanen die Steuer für Ungläubige geringer als die Pflichtabgabe der Muslime (Zakat), die 2,5% vom jährlichen Vermögen beträgt. Auch hier lasse ich mich gerne eines Besseren belehren, habe dazu nämlich gerade keine Quelle im Kopf.



Nun so theoretisch finde ich das gar nicht wenn ich behaupte, zum islamischen Glauben gehört der Glaube an ein Leben nach dem Tod. Und wenn ich in der Mathematik Prüfung nicht daran denke, dass der Lösungsweg mit aufgeschrieben werden soll, ist das dem Lehrer in der Regel auch egal, weil er sich noch daran erinnern kann, dass er es mir im Unterricht beigebracht hat.
Was du Mensch und Mensch bzw. dann ist tot eben tot meint verstehe ich zwar nicht so ganz, aber dass man nach islamischem Recht vor einer Todesstrafe nochmal jemanden zusammenkloppt müsstest du mir vielleicht auch noch mal verlinken, hab davon nämlich ehrlich noch nie was gehört.

Grüße


Du solltest eigentlich längst bemerkt haben, dass ich mir sehr wohl "ein eigenes Bild" gemacht habe. Mir passiert sowas nicht, dass ich behaupte, die Steinigung wäre nicht die Strafe für Ehebruch.

Aber da fiel mir noch ein anderer Punkt auf. Diese angeblich viel niedrigere Besteuerung der Dhimmis - während du das von mir genannte Hinrichten von Dhimmis, die es wagen mit einer Muslima Sex zu haben, lieber übersehen hast.
2,5 Prozent des jährlichen Einkommens als Zakat. Was für eine gewaltige Summe. Während der Dhimmi nur das bischen Schutzgeld, was aber kein Schutzgeld sein soll, zahlte. Befasse du dich doch mal mit arabischer früher Geschichte. Die Wirtschaft des frühen Kalifats baute sich doch gerade auf diesem Schutzgeld auf. Als dann immer mehr Juden und vor allem Christen, welche die Bevölkerungsmehrheit der unterworfenen Gebiete stellten, zum Islam konvertierten, da war man gar nicht so begeistert. Und war es nicht auch so, dass die auch die anderen Steuern weiter zahlen mussten. Z.B. die Grundsteuer. Und dann stand man vor dem Problem, dass die Konvertiten auch keine Grundsteuer mehr zahlen wollten. Es wurde gelöst. Schließlich kann der Boden nicht konvertieren.
Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass du außer einigen positiven Propagandabroschüren nicht viel gelesen hast.
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon unity in diversity » Sa 24. Mär 2018, 18:17

keinproblem hat geschrieben:(24 Mar 2018, 18:10)

Du redest von meiner definierten "Richtigkeit", einem "Projekt" und dem Engagement dafür, sowie demokratischen Ländern - alles in allem ziemlich wirr und in meinen Augen zusammenhangslos. Bitte lass es uns auf Inhalte beschränken.

Grüße

Well, welche Inhalte deines Glaubens, können die Menschheit insgesamt voranbringen?
Wohlstand, Umwelt, Frieden, Gesundheit, Lebensfreude,...?
Abu Ibn Sina war ein sehr gelehrter Arzt.
"Nichts ist giftig, es kommt nur auf die Dosis an".
Dürft ihr seine Schriften noch verbreiten?
Zuletzt geändert von unity in diversity am Sa 24. Mär 2018, 18:34, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon keinproblem » Sa 24. Mär 2018, 18:29

Adam Smith hat geschrieben:(24 Mar 2018, 17:36)

Im Iran oder Saudi-Arabien geht die Polizei und der Richter bei einer Vergewaltigung anders vor, wenn der Täter und/oder das Opfer Muslim ist oder Nichtmuslim ist? Was ist eigentlich wenn es mehrere Täter gibt?


Wie gesagt, Iran und Saudi-Arabien (letztere von den Briten installierte Monarchie, davor kannte im Land keiner die Sauds), sind keine qualifizierten Quellen für die Anwendung islamischen Rechts. Wenn der KKK, die Lord Resistence Army, IRA etc. ihre Taten auf das Christentum berufen, würde kaum einer den logischen Schluss ziehen das Christentum ist der Fehler. Wenn Kim Jong Un seine Diktatur zu einem protestantischen Gottesstaat ausrufen würde, würde keiner die Protestanten in seinem Umfeld dazu auffordern, sich zu distanzieren. Beim Islam wird jedoch nicht mit solcherlei Maß gemessen, finde ich schade aber muss ich nun mal durch.
In Saudi Arabien musst du meines Wissens nach ob Muslim oder nicht die Gesetze der Regierung befolgen. Da Saudi Arabien kein Land ist in dem das islamische Rechtangewendet wird, verstehe ich nicht was das mit dem Thema zutun hat.

Zitat Anfang:

2. Die Verleumdung wegen Unzucht (arab. qadhf) erfordert nach Sure 24,2-3 80 Peitschenhiebe. Diese vermutlich zum Schutz vor ungerechtfertigter Anzeige gedachte Regelung kann sich auch gegen das Opfer einer Vergewaltigung wenden, wenn eine Frau diese zwar zur Anzeige bringt, aber keine vier männlichen Zeugen noch ein Geständnis erbringen kann. Dann droht ihr eine Gegenklage der Verleumdung wegen Unzucht, und sie wird ein zweites Mal zum Opfer.

Zitat Ende.

https://www.igfm.de/frauen-unter-der-scharia/


Tut mir leid, aber offensichtlich ist http://www.igfm.de keine seriöse Quelle, da Sure 24, 2-3 lediglich beinhaltet, dass Ehebruch mit 100 Hieben gesühnt werden soll (@Ammianus, "Kindeswohl").
Was wohl der Verfasser der Seite meinte ist:

"Und diejenigen, die züchtige Frauen verleumden, jedoch nicht vier Zeugen beibringen – geißelt sie mit achtzig Streichen und lasset ihre Aussage niemals gelten, denn sie sind es, die ruchlose Frevler sind,"
[24:4]


Was mir ehrlich gesagt dank dir gar nicht aufgefallen wäre ist, dass dort explizit steht, dass diejenigen die züchtige Frauen verleumden bestraft werden sollen. Von Männern die falsch beschuldigt werden steht dort jedoch gar nichts, man lernt wohl nie aus.

Die "Internationale Gemeinschaft Für Menschenrechte" muss sich dort wohl vertippt haben.

Grüße
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon Adam Smith » Sa 24. Mär 2018, 18:34

keinproblem hat geschrieben:(24 Mar 2018, 18:29)


In Saudi Arabien musst du meines Wissens nach ob Muslim oder nicht die Gesetze der Regierung befolgen. Da Saudi Arabien kein Land ist in dem das islamische Rechtangewendet wird, verstehe ich nicht was das mit dem Thema zutun hat.


Zitat Wikipedia:

In Saudi-Arabien hat das religiöse Recht (Scharia), das von Religionsgelehrten (Ulama, Fuqaha) in der islamischen Jurisprudenz definiert wird, mit einigen Ausnahmen allgemeine Gültigkeit.


Zitat Ende

https://de.wikipedia.org/wiki/Recht_Saudi-Arabiens

Reicht dieser Link aus?
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon Adam Smith » Sa 24. Mär 2018, 18:38

unity in diversity hat geschrieben:(24 Mar 2018, 17:57)

Deren quasireligiöse Rechtfertigungslüge lautet:
Karl May und sein berühmtes Werk "Das Kapitol" sei immer falsch interpretiert worden.


Stimmt. Das Werk wurde noch nie richtig umgesetzt.
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon keinproblem » Sa 24. Mär 2018, 18:39

Ammianus hat geschrieben:(24 Mar 2018, 18:15)

Du solltest eigentlich längst bemerkt haben, dass ich mir sehr wohl "ein eigenes Bild" gemacht habe. Mir passiert sowas nicht, dass ich behaupte, die Steinigung wäre nicht die Strafe für Ehebruch.

Aber da fiel mir noch ein anderer Punkt auf. Diese angeblich viel niedrigere Besteuerung der Dhimmis - während du das von mir genannte Hinrichten von Dhimmis, die es wagen mit einer Muslima Sex zu haben, lieber übersehen hast.
2,5 Prozent des jährlichen Einkommens als Zakat. Was für eine gewaltige Summe. Während der Dhimmi nur das bischen Schutzgeld, was aber kein Schutzgeld sein soll, zahlte. Befasse du dich doch mal mit arabischer früher Geschichte. Die Wirtschaft des frühen Kalifats baute sich doch gerade auf diesem Schutzgeld auf. Als dann immer mehr Juden und vor allem Christen, welche die Bevölkerungsmehrheit der unterworfenen Gebiete stellten, zum Islam konvertierten, da war man gar nicht so begeistert. Und war es nicht auch so, dass die auch die anderen Steuern weiter zahlen mussten. Z.B. die Grundsteuer. Und dann stand man vor dem Problem, dass die Konvertiten auch keine Grundsteuer mehr zahlen wollten. Es wurde gelöst. Schließlich kann der Boden nicht konvertieren.
Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass du außer einigen positiven Propagandabroschüren nicht viel gelesen hast.


Es ist einer Muslima von Religionswegen verboten, einen nicht-Muslim zu heiraten. Das bedeutet aber nicht "Ehrenmord". Der nicht-muslimische Mann muss sich sowieso nicht an die Sharia halten und wenn die Frau in seinem Haushalt einzieht verstehe ich nicht warum du meinst, gerade das ist ein Vergehen im Strafrechtlichen statt theologischen (persönlichen) Sinne? Mir ist keine Quelle dafür bekannt aber werde mich dazu heute Abend nochmal belesen, so Gott will.
Wenn du dich mit arabischer frühmittelalterlicher Geschichte gut auskennst, kannst du mir ja bestimmt sagen unter welchen Kalif sich die Wirtschaft des Reichs auf dem "Schutzgeld" gestützt hatte.

Dass zunehmend mehr Juden, Christen, etc. zum Islam konvertiert sind und die Steuer dann nicht mehr zahlen mussten, soweit geh ich mit (auch wenn du hier auf einmal wieder behauptest, dass die Steuern im frühen Zeitalter des Kalifats höher waren als das, was die Muslime sowieso abgegeben haben).
Dann aber mit einhergehend zu sagen, "die" Muslime dann nicht darüber begeistert waren, dass die eben keine Steuern mehr zahlen. Wenn du dafür keine Quelle findest wie die sich gefühlt haben ist ok, aber bitte wenigstens für die noch so hohen "Schutzgelder" in vormonarchischer Zeit.

Grüße
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon keinproblem » Sa 24. Mär 2018, 18:41

Adam Smith hat geschrieben:(24 Mar 2018, 18:34)

Zitat Wikipedia:



Zitat Ende

https://de.wikipedia.org/wiki/Recht_Saudi-Arabiens

Reicht dieser Link aus?


Nein tut es nicht, Wikipedia ist nämlich eine Sekundär- und keine Primärquelle. Ich kann mir einfach einen Account dort machen und in den Artikel reinschreiben, dass Saudi Arabien ein sozialistischer Ein-Parteien-Staat ist. Reicht der Link dann auch aus?
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon unity in diversity » Sa 24. Mär 2018, 18:42

Der 24:4 ist genau genommen Lynchjustiz.
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon Ein Terraner » Sa 24. Mär 2018, 18:44

keinproblem hat geschrieben:(24 Mar 2018, 18:41)

Nein tut es nicht, Wikipedia ist nämlich eine Sekundär- und keine Primärquelle. Ich kann mir einfach einen Account dort machen und in den Artikel reinschreiben, dass Saudi Arabien ein sozialistischer Ein-Parteien-Staat ist. Reicht der Link dann auch aus?

Ist ja trollig.
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon keinproblem » Sa 24. Mär 2018, 19:27

unity in diversity hat geschrieben:(24 Mar 2018, 18:17)

Well, welche Inhalte deines Glaubens, können die Menschheit insgesamt voranbringen?
Wohlstand, Umwelt, Frieden, Gesundheit, Lebensfreude,...?
Abu Ibn Sina war ein sehr gelehrter Arzt.
"Nichts ist giftig, es kommt nur auf die Dosis an".
Dürft ihr seine Schriften noch verbreiten?


Nun da gibt es einige und ich bin offen gesagt froh, dass du fragst.
Wohlstand allein schon, da Zinsen verboten sind. Wer sich mit unserem aktuellem Finanzsystem auch nur oberflächlich beschäftigt, stellt schnell fest, dass es zum Kollaps konzipiert ist (würde jetzt am Thema vorbeigehen, wen es interessiert kann sich ja mal mit dem ehemaligen Vize-Vorsitzenden der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) beschäftigen).
Die Zakat, die nur Wohlhabende zahlen müssen, ist grob mit dem zu vergleichen was man heute Sozialstaat nennt. Allerdings kommt da noch hinzu, dass Reiche die am Ende des Jahres noch merken, dass sie lieber weniger Vermögen haben wollen, wenn's bald heißt 2,5% abgeben, können sich jedoch auch ganz mit ihrer Moral vereinbar dazu entscheiden, viel zu investieren in kleine- oder mittelständische Unternehmen (0-Finanzierung versteht sich). Dadurch floriert die Wirtschaft, wie man es im Goldenen Zeitalter (Mittelalter) am südlichen Ende des Mittelmeeres auch vorfand.

Die Umwelt ist auch ein sehr wichtiger Aspekt, besonders da Massentierhaltung oder grausame Tierversuche geächtet sind, aber auch jede andere Form von physischer wie psychischer Misshandlung von Tieren. Das Abholzen von Lebensräumen schließe ich da mit ein.
Da Pflanzen Lebewesen sind und auch über Seelen verfügen, ist es logischerweise verboten diese unnötig zu Quälen (Pflanzen spüren nachweislich Schmerz) bzw. verschwenderisch mit der Ernte zu sein.

Frieden natürlich auch, auch wenn das wohl in jeder mir bekannten Religion der Fall ist. Ich kenne kein anderes Buch bis dato, dass sagt, einen Menschen zu ermorden ist = die gesamte Menschheit ermordet zu haben. Der Islam fordert von Muslimen, sich an Verträge jeglicher Art (einschließlich Friedens- und Bündnisverträge) penibel zu halten.

Da man im Koran dutzende Male dazu aufgefordert wird, Sachen zu hinterfragen und nichts einfach hinzunehmen, was einem zB vom Elternhaus aus indoktriniert wird, sind Muslime in den Jahrhunderten in denen sie sich noch daran in großer Zahl gehalten haben in allen Wissenschaften, einschließlich der Medizinwissenschaften weltweit führend gewesen. Das oben angeführte Zitat habe ich schon mal gehört, wusste aber nicht, von wem es stammt. Ohne Abu Ibn Sina jetzt zu kennen oder mich mit ihm beschäftigt zu haben: Das verbreiten von medizinischem Wissen und damit einhergehender Heilung und Pflegung für den Menschen ist nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht bzw. in Notsituation ausdrückliche Pflicht (ähnlich wie "unterlassene Hilfeleistung")

Nun was Lebensfreude angeht, so denke ich, dass man ziemlich froh sein kann wenn man Frieden, Gesundheit, Wohlstand und eine schöne intakte Umwelt genießen kann. Das einzige das da noch vielleicht fehlt, ist Humor aber lachen ist soweit ich weiß eh Sunna.

Grüße, kp
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon keinproblem » Sa 24. Mär 2018, 19:29

unity in diversity hat geschrieben:(24 Mar 2018, 18:42)

Der 24:4 ist genau genommen Lynchjustiz.


"Lỵnch·jus·tiz
Substantiv [die]
die körperliche Misshandlung oder Tötung eines vermeintlichen Verbrechers ohne rechtskräftiges Urteil."
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon unity in diversity » Sa 24. Mär 2018, 19:39

keinproblem hat geschrieben:(24 Mar 2018, 19:29)

"Lỵnch·jus·tiz
Substantiv [die]
die körperliche Misshandlung oder Tötung eines vermeintlichen Verbrechers ohne rechtskräftiges Urteil."

Es erfreut mein demokratisches Herz, daß du Fehler erkennen kannst.
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Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon Bleibtreu » Sa 24. Mär 2018, 19:41

keinproblem hat geschrieben:(24 Mar 2018, 18:29)

Wie gesagt, Iran und Saudi-Arabien (letztere von den Briten installierte Monarchie, davor kannte im Land keiner die Sauds), sind keine qualifizierten Quellen für die Anwendung islamischen Rechts.[...]

Woher hast du diesen Bloedsinn? Saudi Arabien und das Haus al Saud sind keine von den Briten installierte Monarchie:

Entstehung des Landes
Seit dem 18. Jahrhundert verbündete sich der arabische Stamm der Saud mit der sehr strenggläubigen islamischen Reformbewegung der Wahhabiten, um auf diese Weise die arabischen Beduinenstämme zu einigen und zu unterwerfen.

Ein erster größerer Expansionsversuch unter Emir Saud I. (1803–1814) provozierte jedoch im Auftrag des ohnmächtigen osmanischen Sultans eine Militärintervention des osmanischen Vizekönigs von Ägypten, Muhammad Ali, dessen Truppen Sauds Sohn Abdallah I. 1818 vernichtend schlugen. Zweimal – 1818–1822 und nochmals 1838–1843 – wurde das saudische Herrschaftsgebiet im Nedschd von ägyptischen Truppen besetzt. Nach diesen Rückschlägen gerieten die erheblich geschwächten Saudis unter die Oberherrschaft anderer, osmanentreuer arabischer Stammesfürsten. Das Osmanische Reich beobachtete die Lage immer genauestens. (Siehe: Osmanisch-saudischer Krieg)

Erst Emir Abd al-Aziz II. ibn Saud (regierend ab 1902) befreite seine Dynastie und deren Stamm von dieser Unterordnung im Osmanischen Reich und nutzte den wahhabitischen Fundamentalismus erneut für eine siegreiche militärische Expansion in Arabien. Entscheidend war hier der militärische Sieg Ibn-Sauds 1925 über die konkurrierende Dynastie der Haschimiten, die dabei ihr Stammkönigreich Hedschas samt den heiligen Städten Mekka und Medina verloren.

Nach weiteren Eroberungen wurden die unterschiedlichen Gebiete am 23. September 1932 zum neuen Einheitsstaat Saudi-Arabien vereinigt. Deshalb ist der 23. September Nationalfeiertag. Durch die reichen Erdölvorkommen erlangte Saudi-Arabien Wohlstand und eine große Bedeutung für die Wirtschaft der Industrienationen. 1934 kam es zum saudisch-jemenitischen Krieg, der mit einem Sieg Saudi-Arabiens endete.


Ebenso falsch ist deine wiederholte Behauptung ueber das islamische Recht. Haben wir nicht bereits zigfach durchgekaut :x , dass zb die HududStrafen auf Quran und Ahadith [Sunnah] beruhen? Noch dichter an der Quelle geht es nicht. :p

keinproblem hat geschrieben:(24 Mar 2018, 18:41)

Nein tut es nicht, Wikipedia ist nämlich eine Sekundär- und keine Primärquelle. Ich kann mir einfach einen Account dort machen und in den Artikel reinschreiben, dass Saudi Arabien ein sozialistischer Ein-Parteien-Staat ist. Reicht der Link dann auch aus?

Was soll denn eine PrimaerQuelle in diesem Fall sein? :D

Bundeszentrale fuer politische Bildung:
Rechtsverständnis und politischer Alltag in Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten
Prof. Hilmar Krüger über das Rechtsverständnis und den politischen Alltag in Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten.

Es gibt wohl keinen Staat im Nahen und Mittleren Osten, dessen Rechtssystem so stark islamisch geprägt ist wie Saudi-Arabien. Islam und islamisches Recht prägen, durchdringen, formen usw. das gesamte soziale, kulturelle, wirtschaftliche, geistige, politische usw. Leben.

Gedrängt durch die Entwicklungen Im Anschluss an den Golfkrieg von 1991 verkündete König Fahd am 1. März 1992 drei Gesetze, die in etwa als verfassungsrechtliche Grundnormen charakterisiert werden können. Das wichtigste von ihnen ist das sog. "Grundgesetz der Herrschaft", in dem erstmals in der Geschichte des Staates allgemeine Grundsätze des Regierungssystems niedergelegt werden.

Aufgrund dieses Verfassungsdokuments werden - nicht anders als früher - Gesellschaft und Herrschaft völlig dem Islam untergeordnet. Koran und Sunna (die prophetische Tradition) gelten expressis verbis als Verfassung des Staates, wie es die wahhabitischen Religionsgelehrten stets erklärt haben.

Das in Saudi-Arabien befolgte Recht orientiert sich grundsätzlich an den Normen der hanbalitischen Rechtsschule. Dies gilt insbesondere für den Bereich des Kultus ('ibâdât), der ahwâl ash-shakhsîya (Familien- und Erbrecht) und im Strafrecht. - Die Todesstrafe ist weiterhin gültig. Üblicherweise werden die Todesurteile am Freitag nach dem Mittagsgebet (in Riad vor der Hauptmoschee) vollstreckt.


Islamisches Recht spielt lediglich in einigen Bereichen des Handels, der Wirtschaft und der Gerichtsverfahren eine sekundäre Rolle. Dies hängt allerdings davon ab, welches Gericht für die Streitbeilegung zuständig ist. Ist ein Kadi zuständig, so wendet er ausschliesslich das traditionelle islamische Recht (die Scharî'a) an. Staatliche Vorschriften, die im Zweifel nicht auf islamischem Recht beruhen, werden ausschliesslich von besonderen Gerichten (z.B. in handels, bank-, arbeits-, sozial- oder wertpapierrechtlichen Streitigkeiten) angewandt. [...]
•Wer fuer alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein. // Moderatorin im Forum 2
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