Welche Religion taugt was?

Moderator: Moderatoren Forum 8

Benutzeravatar
Ammianus
Beiträge: 3031
Registriert: Sa 17. Dez 2011, 22:05

Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon Ammianus » Sa 24. Mär 2018, 13:22

keinproblem hat geschrieben:(23 Mar 2018, 18:55)

Sehr schöner Vergleich :-D

Nun, ich würde aber sagen, dass das in die Thematik nicht ganz reinpasst.
Wenn wir sagen, dass nur Besitzer eines Führerscheins berechtigt sind den Daimler zu fahren und wir hinnehmen, dass auch nur solche das machen, dann verfügt er über die nötigen Grundkenntnisse vielleicht nicht elegant zu fahren, aber immerhin effektiv ohne einen Unfall zu verursachen von A nach B zu gelangen.

Ein Sebastian Vettel meinetwegen, der wohl in der Profi Liga des Autofahrens einzuordnen ist, kann mit Sicherheit viel besser fahren als jeder einzelne von uns. Wenn er aber noch mehr Praxiserfahrung und Kenntnisse hat, sich aber trotzdem entscheidet vor der Fahrt zu trinken oder vorsätzlich irgendwo gegen zu fahren, ist er wenn nicht gesetzlich aber zumindest moralisch mehr zu verurteilen als jemand, der noch nicht so sicher auf allen 4 Rädern ist.

Glaube ich hab das Auto Beispiel grade etwas unnötig verwirrend gemacht, aber wenn ein Gläubiger (egal welche Religion), das Wissen eines Rabbi/Priester/Imam/Yogi/sehr sehr theologisch gebildeten hat, ist er doch noch mehr zur Verantwortung zu ziehen als der "Laie" der sich der Konsequenzen nur schwammig bewusst ist, wenn das Sinn ergibt.

Grüße


Na ja, du hast versucht, den Vergleich etwas zu verändern. Damit allerdings würde er nicht mehr das sagen, was ich meine.

Es geht darum, dass ein Sonntagsfahrer wie ich der sieht, wie ständig absolute Profis und Experten mit ihren Daimler irgendwo gegencrachen völlig zu Recht zu dem Schluss kommen, dass da was mit dieser Marke nicht stimmt.

Mit dem betrunkenen Vettel oder damit, schnon den Besitz des Führerscheins als Nachweis für Expertentum zu nehmen, wird meine Aussage vollkommen verändert. Geht also nicht.

Aber ich übertrage das jetzt auf die Realität. Wenn ein normalinformierter Mitbürger dazu kommt den Islam auf Grund des dort integrierten Strafrechts nicht allzu toll zu finden, dann muss er dazu kein studierter Gelehrter (im Sinne islamischen Verständnisses, was ein Gelehrter ist) sein. Denn es ist für ihn ohne große Bemühungen sichtbar, dass die Mehrheit der islamischen Gelehrten wie auch die ihnen folgenden Gläubigen keine sichtbare Distanz zu dieser Art von Strafen haben. Mit diesen meine ich eben das Mißhandeln, Verstümmeln, zu Tode Quälen.

Das witzige dabei ist nun auch noch, dass du in deinem langen Text versucht hast, Verständnis für diese Praxis zu erreichen. Beispiele wären da dein Hinweis auf die abschreckende Wirkung der drohenden Verstümmelung bei Diebstahl, wobei du noch den Gegensatz zur westlichen Kuscheljustiz dargestellt hast. Beim zu Tode Quählen durch Steinigung führtest du sogar das Kindeswohl an.

Und da wir gerade dabei sind. Typisch ist auch der Verweis auf die 4 Zeugen, die es doch fast unmöglich machten, dass es zu einer Verurteilung kommen könne. Auch dieses Pseudo-Argument wird immer gern zur Verteidigung dieser Strafe gebracht.
Benutzeravatar
Ammianus
Beiträge: 3031
Registriert: Sa 17. Dez 2011, 22:05

Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon Ammianus » Sa 24. Mär 2018, 13:25

Zunder hat geschrieben:(24 Mar 2018, 01:51)

Jetzt mußt du es nur noch verstehen. Nur Mut.

Al Ghazzali (1059-1111):

„Wisse, dass die Lüge in sich nicht falsch ist. Wenn eine Lüge der einzige Weg ist, ein gutes Ergebnis zu erzielen, ist sie erlaubt. Daher müssen wir lügen, wenn die Wahrheit zu einem unangenehmen Ergebnis führt.“


Dabei muss man sehen, dass wir dem Großen Ghazzali regelrecht dankbar ein müssen. Er war einer der Weichensteller für die Entwicklung der islamischen Welt. Ohne ihn hätte sich dort vielleicht ein ganz anderes Denken durchgesetzt und sie wären schon im 18. Jahrhundert zum Mond geflogen.
Benutzeravatar
Ammianus
Beiträge: 3031
Registriert: Sa 17. Dez 2011, 22:05

Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon Ammianus » Sa 24. Mär 2018, 13:28

think twice hat geschrieben:(24 Mar 2018, 10:50)

Ich wüsste nicht, dass er Steinigungen gutgeheißen hätte.
Er versucht doch nur, Zusammenhänge, Ursprünge und Interpretationen zu erklären.
Aber die selbsternannten Islamwissenschaftler des Forums kennen sich natürlich viel besser aus. Und wenn man ihm argumentativ nicht bekommen kann, zieht man ihm eben eins mit der Steinigungskeule über.


Dann wirst du jetzt seinen langen Text zu Handabhacken und Steinigen lesen, danach deine oben gemachte Aussage zurücknehmen und darüber nachdenken, ob es nicht positiver wäre, sich vor jeder Aussage erst mal zu informieren.
Benutzeravatar
keinproblem
Beiträge: 575
Registriert: Mo 19. Mär 2018, 23:20
Benutzertitel: Al-Ayyubi

Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon keinproblem » Sa 24. Mär 2018, 14:45

Bleibtreu hat geschrieben:(24 Mar 2018, 10:54)

Eben, leugnen kannst du die KoerperStrafen nicht, aus der Fiqh entfernen willst du sie aber auch nicht, weil diese fuer dich Teil des Islam sind, des weltlich gelebten Islam. Wieso trennst du diesen ganzen Schmonzes nicht ab? Wieso bist du so besessen von einer, Blaupause für einen ganzen Staat, was Gesellschafts-, Straf-, aber auch Wirtschaftsrecht etc. mit einschließt? Wenn du als muslimischer Konvertit in Deutschland lebst, lebst du doch auch ohne diesen ganzen Mist. Bist du deswegen ein halber Muslim? Es ist schlicht eine Frage des Umgangs mit deiner Religion; welchen Interpretationen und Auslegungen du dich anschliesst.


[Farbl Hervorhebungen von mir]


Bei allem Respekt, aber dieses Gespräch dreht sich im Kreis. Mir steht nicht zu darüber zu urteilen weshalb ein User sich hier angemeldet hat, nein ehrlich jeder hat nun mal seine eigenen Freizeitinteressen. Ich selbst bin jedoch nicht in einem Forum das politik-forum.eu heißt angemeldet, um mich virtuell mit anderen Accounts zu kloppen. Mir selbst ist das, mit Verlaub, rein subjektiv zu uninteressant und kindisch. Auf einer per se so seriösen Plattform wie hier finde ich es doch viel attraktiver mit Dutzenden anderen Charakteren, ob ähnliche Meinung oder komplett andere einfach einen intellektuellen Austausch auszuführen, anstatt mich als dazu noch anonyme Persönlichkeit hier profilieren zu wollen.
Da du in deinen letzten drei Beträgen jedesmal den selben Inhalt neu verpackt hast (bis auf einige persönlichen Diffamierungsversuche), hast du bestimmt irgendwo in deinem Herz ein Stück weit Verständnis dafür, wenn ich nur noch auf die Teile deiner Nachrichten eingehe die tatsächlich substanziell sind.

Natuerlich kannst du die KoerperStrafen fuer dich schoen reden, sie werden es davon aber nicht. Und nein, ich werde mir nicht verbieten lassen diese schrecklichen Strafen als das zu bezeichnen, was sie sind: Menschen verachtend! Die Welt hat sich gedreht - Wir leben nicht mehr im 7ten Jahrhundert, sondern im 21ten. Da hat so ein kranker Mist nichts mehr verloren.


Schon die Tatsache, dass ich in meiner letzten Nachricht an dich in der ersten Zeile geschrieben habe, dass Hudud zum Fiqh gehört, hat von sachlicher Warte deinen gesamten letzten Beitrag überflüssig gemacht.
Alles auf emotionaler und persönlicher Ebene hast du im Übrigen ziemlich gut gemacht, 10/10. Btw verbiete ich dir gar nichts, aber das hast du ja sicher sofort verstanden da du mir eine sehr aufgeweckte junge Dame zu sein scheinst.

Ich würde dir evtl. einfach empfehlen mehr auf Argumente, Fakten und diese ganze rationale Schiene zu setzen, wenn du weiterhin vorhast meinen Account zu "verbennen".
Grüße
Benutzeravatar
keinproblem
Beiträge: 575
Registriert: Mo 19. Mär 2018, 23:20
Benutzertitel: Al-Ayyubi

Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon keinproblem » Sa 24. Mär 2018, 14:57

Ammianus hat geschrieben:(24 Mar 2018, 13:22)

Das witzige dabei ist nun auch noch, dass du in deinem langen Text versucht hast, Verständnis für diese Praxis zu erreichen. Beispiele wären da dein Hinweis auf die abschreckende Wirkung der drohenden Verstümmelung bei Diebstahl, wobei du noch den Gegensatz zur westlichen Kuscheljustiz dargestellt hast. Beim zu Tode Quählen durch Steinigung führtest du sogar das Kindeswohl an.



Ich glaube du hast dann meinen Text bzw, meine Primärquellen nicht komplett verstanden. Steinigung ist eine Strafe bei der man für gewöhnlich stirbt. Das Kindeswohl bezieht sich auf den Ehebruch, für den wie gesagt keine Todesstrafe zu verhängen ist.
Und du hast Recht, ich habe versucht Verständnis zu erreichen. Leider ist Verständnis in den letzten Jahren zunehmend ein negativer Begriff geworden. Ich hab auch Verständnis für AfD Wähler besonders im Osten des Landes, da sich dort viele als Bürger zweiter Klasse behandelt sehen und von einigen auch so betrachtet werden. Sich deswegen Migranten als Bürger dritter Klasse zu nehmen um sich zumindest etwas erhaben zu fühlen ist für mich dadurch trotzdem keinesfalls akzeptabel, aber ich verstehe es und auf der Grundlage von Verständnis kann überhaupt erst ein ertragreicher Dialog ausgehen.
Ich habe auch gesagt, dass jeder da seine subjektive oder gar objektive Meinung (Hudud) haben darf und kann (eigentlich irrelevant zu erwähnen, tat es aber trd.).

Ich weiß nicht ob du Agnostiker oder etwas in der Richtung bist, aber wenn jemand ein säkulares Weltbild hat sollte man parallel dazu auch verstehen, dass man keine objektiven Moralvorstellungen haben kann. Mir ist natürlich bewusst, dass Atheisten Mord genauso verteufeln wie alle anderen normalen Menschen, rational und logisch begründen warum Mord schlecht ist kann man meines Wissenstandes allerdings nicht wenn man nur davon ausgeht, dass wir einfach intelligente Zellhaufen, die Krone der Tierwelt sind und ohne Bedeutung auf der Erde 50-70 Jahre wandeln.

Und da wir gerade dabei sind. Typisch ist auch der Verweis auf die 4 Zeugen, die es doch fast unmöglich machten, dass es zu einer Verurteilung kommen könne. Auch dieses Pseudo-Argument wird immer gern zur Verteidigung dieser Strafe gebracht.

Versteh ich nicht ganz, ist es ein Pseudo-Argument, weil es typisch oder weil es pseudo ist?

Grüße, kp
Benutzeravatar
keinproblem
Beiträge: 575
Registriert: Mo 19. Mär 2018, 23:20
Benutzertitel: Al-Ayyubi

Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon keinproblem » Sa 24. Mär 2018, 15:00

think twice hat geschrieben:(24 Mar 2018, 10:50)

Ich wüsste nicht, dass er Steinigungen gutgeheißen hätte.
Er versucht doch nur, Zusammenhänge, Ursprünge und Interpretationen zu erklären.
Aber die selbsternannten Islamwissenschaftler des Forums kennen sich natürlich viel besser aus. Und wenn man ihm argumentativ nicht bekommen kann, zieht man ihm eben eins mit der Steinigungskeule über.


Glaube einige im Forum sind sich nicht einmal unbedingt im Klaren, dass sie teilweise mit zweierlei Maß messen nur weil es um den Islam geht.

Danke für die nette Nachricht,
Grüße
Benutzeravatar
Alter Stubentiger
Beiträge: 3596
Registriert: Fr 6. Jan 2012, 08:20
Benutzertitel: Sozialdemokrat

Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon Alter Stubentiger » Sa 24. Mär 2018, 15:14

NMA hat geschrieben:(20 Mar 2018, 08:58)

Ich bin auf dem Papier Protestant und kann damit nominell gut leben. Die evangelische Religion scheint mir noch mit am wenigsten unvernünftig zu sein, weil sie nach meinem Eindruck doch vergleichsweise weit mitdenkt und weil ich sie als durch und durch deutsch (Luther) und humanistisch zu begreifen vermag. Und sie geht in einem relativ geringen Umfang proaktiv auf die Nerven, vorausgesetzt man kommt einer Chorprobe in einem evangelischen Gemeindehaus nicht zu nahe. Die protestantische Arbeitsethik hat auch irgendwie was, aber ich bin auch nur ein Mensch, dahingehend also dann doch manchmal ein armer Sünder ...

Ich lebe schon immer so weit wie irgendmöglich mit Toleranz für alle Religionen, bei den einen fällt es mir leichter, bei den anderen schwerer. Und ich weiß, jede Religion kann nur so gut sein, wie der Mensch, der sie lebt ...

Nur habe ich es beim besten Willen noch nicht geschafft, in irgendeiner Glaubensgemeinschaft irgendwelche Vorteile zu finden, welche sie unersetzlich macht. Es braucht einfach nur gesunden Menschenverstand und einen Schuss unaufdringlichen Humanismus und man lebt genauso anständig wie jemand, der sich auf die Sonnenseiten seiner Religion beruft.
Es mag ja sein, dass mich die evanglische Kirche am wenigsten stört, aber ich glaube nicht, dass es irgendetwas gibt, was irgendeine Religion unersetzlich macht.
Also was habe ich davon und bei welchem Verein am meisten? Was macht Religionsgemeinschaft derart unersetzlich, dass sich alle negativen Schlagzeilen rechtfertigen?


Ich habe mein Problem mit allen Religionen weil sie sich vortrefflich mit dem Nationalismus verbinden lassen. Mit einer Religion die einem Legitimation verleiht ist ein Volk leichter für den Krieg zu begeistern. Und dass das Christentum hier so viel moderater erscheint als gerade der Islam aber auch der Hinduismus hat nur einen Grund: Am Ende des dreißigjährigen Krieges hatten alle in Europa so die Nase voll vom Krieg im Namen Gottes daß es bis heute nachwirkt. Die Kirche mußte sich zwangsweise vom Krieg als Machtinstrument verabschieden. Nicht aus Überzeugung. Sobald jemand wie z.B. Franco in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts auftaucht steht die christliche Kirche wieder Gewehr bei Fuß. Misstrauen ist also angebracht.

Beim Islam ist es noch schlimmer weil es dort außer in der Türkei Atatürks nie eine echte Trennung von Religion und Staat gab. Und de Hindu-Nationalismus ist wieder ein Thema für sich daß hier kaum Beachtung findet.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
Benutzeravatar
Bleibtreu
Moderator
Beiträge: 7449
Registriert: Mi 27. Feb 2013, 11:58
Benutzertitel: freigeist
Wohnort: Tel Aviv // Paris

Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon Bleibtreu » Sa 24. Mär 2018, 16:14

keinproblem hat geschrieben:(24 Mar 2018, 15:00)

Glaube einige im Forum sind sich nicht einmal unbedingt im Klaren, dass sie teilweise mit zweierlei Maß messen nur weil es um den Islam geht.


Was soll deine weitere FalschBehauptung? Wer misst hier mit 2erlei Mass? :) Ich weiss nicht wie think twice sich zu KoeperStrafen und der TodesStrafe positioniert; ich habe hier niemanden gelesen, der KoerperStrafen oder die TodesStrafe befuerwortet, wenn sie ausserhalb des Islam praktiziert werden. Benutz die Forensuche, du wirst bei Zunder, Ammianus, immernochratlos und mir nur generelle Bekenntnisse gegen die TodesStrafe und Folter/KoerperStrafen finden. Und schon 3mal nicht fuer die Privat"Vergehen" wie Fremdgehen, Sex vor der Ehe oder Abfall vom Glauben/Konvertierung etc. Diese Art von "Vergehen" sind in aufgeklaerten Gesellschaften keine Verbrechen, so unangenehm sie fuer manch Betroffenen sein moegen, diese PrivatAngelegenheiten werden vom Staat nicht strafrechtlich sanktioniert, wie im islamischen Recht.

Also bitte bei der Wahrheit bleiben! ;)

keinproblem hat geschrieben:(24 Mar 2018, 14:45)

[...] Ich würde dir evtl. einfach empfehlen mehr auf Argumente, Fakten und diese ganze rationale Schiene zu setzen

Ich bin mit Argumenten gekommen, du ziehst es eben vor diese zu ignorieren. That's it!

, wenn du weiterhin vorhast meinen Account zu "verbennen".

Auch das hast du falsch gelesen - nicht ICH, sonder DU wirst ihn verbrennen. :D
Zuletzt geändert von Bleibtreu am Sa 24. Mär 2018, 16:18, insgesamt 1-mal geändert.
•Wer fuer alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein. // Moderatorin fuer Forum 2
https://www.shabak.gov.il/english/Pages/index.html#=2
Concordia - Integritas - Industria
Benutzeravatar
Antonius
Beiträge: 4164
Registriert: Mo 9. Jun 2008, 22:57
Benutzertitel: SURSUM CORDA
Wohnort: BRD

Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon Antonius » Sa 24. Mär 2018, 16:16

Bleibtreu hat geschrieben:(24 Mar 2018, 10:54)
(...)
Eben, leugnen kannst du die KoerperStrafen nicht, aus der Fiqh entfernen willst du sie aber auch nicht, weil diese fuer dich Teil des Islam sind, des weltlich gelebten Islam. Wieso trennst du diesen ganzen Schmonzes nicht ab? Wieso bist du so besessen von einer, Blaupause für einen ganzen Staat, was Gesellschafts-, Straf-, aber auch Wirtschaftsrecht etc. mit einschließt? Wenn du als muslimischer Konvertit in Deutschland lebst, lebst du doch auch ohne diesen ganzen Mist. Bist du deswegen ein halber Muslim? Es ist schlicht eine Frage des Umgangs mit deiner Religion; welchen Interpretationen und Auslegungen du dich anschliesst.

Natuerlich kannst du die KoerperStrafen fuer dich schoen reden, sie werden es davon aber nicht. Und nein, ich werde mir nicht verbieten lassen diese schrecklichen Strafen als das zu bezeichnen, was sie sind: Menschen verachtend! Die Welt hat sich gedreht - Wir leben nicht mehr im 7ten Jahrhundert, sondern im 21ten. Da hat so ein kranker Mist nichts mehr verloren.

keinproblem hat geschrieben:(24 Mar 2018, 14:45)
Bei allem Respekt, aber dieses Gespräch dreht sich im Kreis. Mir steht nicht zu darüber zu urteilen weshalb ein User sich hier angemeldet hat, nein ehrlich jeder hat nun mal seine eigenen Freizeitinteressen. Ich selbst bin jedoch nicht in einem Forum das politik-forum.eu heißt angemeldet, um mich virtuell mit anderen Accounts zu kloppen. Mir selbst ist das, mit Verlaub, rein subjektiv zu uninteressant und kindisch. Auf einer per se so seriösen Plattform wie hier finde ich es doch viel attraktiver mit Dutzenden anderen Charakteren, ob ähnliche Meinung oder komplett andere einfach einen intellektuellen Austausch auszuführen, anstatt mich als dazu noch anonyme Persönlichkeit hier profilieren zu wollen.
Da du in deinen letzten drei Beträgen jedesmal den selben Inhalt neu verpackt hast (bis auf einige persönlichen Diffamierungsversuche), hast du bestimmt irgendwo in deinem Herz ein Stück weit Verständnis dafür, wenn ich nur noch auf die Teile deiner Nachrichten eingehe die tatsächlich substanziell sind.

Schon die Tatsache, dass ich in meiner letzten Nachricht an dich in der ersten Zeile geschrieben habe, dass Hudud zum Fiqh gehört, hat von sachlicher Warte deinen gesamten letzten Beitrag überflüssig gemacht....

Aus meiner Sicht ist es völlig unerheblich, "dass Hudud zum Fiqh gehört".
Man kann eine totalitäre (Religions-)Ideologie, die im eklatanten Widerspruch zu den universalen Menschenrechten steht, nicht "von sachlicher Warte" aus betrachten.
Diese menschenfeindliche Ideologie ist aus meiner Sicht schlicht einer sachlichen Behandlung überhaupt nicht zugänglich.

Vielleicht ist es deshalb erlaubt, alles einmal von der kabarettistischen Seite zu betrachten. ;)
Wolfgang Nitsche hat es dankenswerterweise mit seinem Sketch "Der Koran" gemacht:
http://www.youtube.com/watch?v=4c9NWk78Jqg
Zuletzt geändert von Antonius am Sa 24. Mär 2018, 16:19, insgesamt 2-mal geändert.
SAPERE AUDE - Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.
Immanuel Kant (1724-1804)
Benutzeravatar
Ammianus
Beiträge: 3031
Registriert: Sa 17. Dez 2011, 22:05

Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon Ammianus » Sa 24. Mär 2018, 16:17

keinproblem hat geschrieben:(24 Mar 2018, 14:57)

Ich glaube du hast dann meinen Text bzw, meine Primärquellen nicht komplett verstanden. Steinigung ist eine Strafe bei der man für gewöhnlich stirbt. Das Kindeswohl bezieht sich auf den Ehebruch, für den wie gesagt keine Todesstrafe zu verhängen ist.
Und du hast Recht, ich habe versucht Verständnis zu erreichen. Leider ist Verständnis in den letzten Jahren zunehmend ein negativer Begriff geworden. Ich hab auch Verständnis für AfD Wähler besonders im Osten des Landes, da sich dort viele als Bürger zweiter Klasse behandelt sehen und von einigen auch so betrachtet werden. Sich deswegen Migranten als Bürger dritter Klasse zu nehmen um sich zumindest etwas erhaben zu fühlen ist für mich dadurch trotzdem keinesfalls akzeptabel, aber ich verstehe es und auf der Grundlage von Verständnis kann überhaupt erst ein ertragreicher Dialog ausgehen.
Ich habe auch gesagt, dass jeder da seine subjektive oder gar objektive Meinung (Hudud) haben darf und kann (eigentlich irrelevant zu erwähnen, tat es aber trd.).

(Hervorhebung durch Ammianus)

Ich weiß nicht ob du Agnostiker oder etwas in der Richtung bist, aber wenn jemand ein säkulares Weltbild hat sollte man parallel dazu auch verstehen, dass man keine objektiven Moralvorstellungen haben kann. Mir ist natürlich bewusst, dass Atheisten Mord genauso verteufeln wie alle anderen normalen Menschen, rational und logisch begründen warum Mord schlecht ist kann man meines Wissenstandes allerdings nicht wenn man nur davon ausgeht, dass wir einfach intelligente Zellhaufen, die Krone der Tierwelt sind und ohne Bedeutung auf der Erde 50-70 Jahre wandeln.


Versteh ich nicht ganz, ist es ein Pseudo-Argument, weil es typisch oder weil es pseudo ist?

Grüße, kp


Sag mal ganz ehrlich, wen versuchst du jetzt hier zu verarschen. Entschuldigung, aber es lässt sich nicht mehr anders ausdrücken. Du hast Versucht Verständnis für das Steinigen zu wecken, indem du auf das Schicksal von Kindern verwiesen hast, die in kaputten Ehen aufwachsen. Und dann versuchst du dich mit der von mir rot gefärbten Aussage aus der Affäre zu stehlen?

Ich sag es mal ganz klar und hart. Wir schreiben das Jahr 2018. Mal ganz abgesehen davon, dass ich schon als Teeny gegen die Todesstrafe an sich war. Mit der Begründung, dass es einfach ein feiger ehrloser Akt ist, jemanden zu töten, den man in seiner absoluten Gewalt hat. Aber wie gesagt, wir haben 2018. Und ja, mit Verständnis ist das so eine Sache. Ich habe auch kein Verständnis für praktizierende Pädophile oder die Leute vom NSU.

Und was ich mit dem Pseudoargument meine? Nun, ich habe es immer wieder erlebt, dass Moslems versuchen die Steinigung mit den Zeugen zu relativieren. Es kommt aber dennoch zu Urteilen und Prozessen. Schließlich braucht man bei einem Geständnis keine Zeugen. Und man kann sich bei Verdacht auch Zeugen besorgen und die "Täter" dann auf frischer Tat ertappen. Auch können sich 4 Personen zum Lügen verabreden.
Benutzeravatar
Ein Terraner
Beiträge: 6570
Registriert: Sa 7. Mai 2016, 18:48
Wohnort: München

Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon Ein Terraner » Sa 24. Mär 2018, 16:18

Antonius hat geschrieben:(24 Mar 2018, 16:16)

Man kann eine totalitäre (Religions-)Ideologie, die im eklatanten Widerspruch zu den universalen Menschenrechten steht, nicht "von sachlicher Warte" aus betrachten.


Es ging doch gerade um den Islam und nicht um das Christentum.
Licht und Dunkel
Benutzeravatar
Ammianus
Beiträge: 3031
Registriert: Sa 17. Dez 2011, 22:05

Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon Ammianus » Sa 24. Mär 2018, 16:19

Alter Stubentiger hat geschrieben:(24 Mar 2018, 15:14)

Ich habe mein Problem mit allen Religionen weil sie sich vortrefflich mit dem Nationalismus verbinden lassen. Mit einer Religion die einem Legitimation verleiht ist ein Volk leichter für den Krieg zu begeistern. Und dass das Christentum hier so viel moderater erscheint als gerade der Islam aber auch der Hinduismus hat nur einen Grund: Am Ende des dreißigjährigen Krieges hatten alle in Europa so die Nase voll vom Krieg im Namen Gottes daß es bis heute nachwirkt. Die Kirche mußte sich zwangsweise vom Krieg als Machtinstrument verabschieden. Nicht aus Überzeugung. Sobald jemand wie z.B. Franco in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts auftaucht steht die christliche Kirche wieder Gewehr bei Fuß. Misstrauen ist also angebracht.

Beim Islam ist es noch schlimmer weil es dort außer in der Türkei Atatürks nie eine echte Trennung von Religion und Staat gab. Und de Hindu-Nationalismus ist wieder ein Thema für sich daß hier kaum Beachtung findet.


Die Rolle buddhistischer Geistlicher in Myanmar wäre auch unter die Lupe zu nehmen.
Benutzeravatar
unity in diversity
Beiträge: 6499
Registriert: So 21. Dez 2014, 09:18
Benutzertitel: Nachtfalter
Wohnort: Falena

Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon unity in diversity » Sa 24. Mär 2018, 16:34

@Alter Stubentiger
Die Baath-Parteien in Syrien und im Irak, mit Ablegern in Ägypten, Libyen und Algerien, haben sich auch als atheistisch ausgegeben, folgten aber einem anderen quasireligiösen Stern.
Sie konnten Israel nie akzeptieren, weil dort eine Konkurrenzreligion ihren, seit der Antike, berechtigten Platz wieder eingenommen hat.
Für die Araber war Israel ein neuer Kreuzfahrerstaat, dessen Volk man einfach ins Meer zurücktreiben müsse.
Jeder Feldzug gegen Israel war ein Kampf, Religion gegen Religion, obwohl es Atheisten hätte leicht fallen müssen, die Vorteile Israels zu erkennen. Die Kibbuzim zum Beispiel. So macht man Wüsten zu Nahrungsquellen.
Pejes und Kippa, waren das Feindbild an sich und sind es heute noch.
Dabei haben sie übersehen, daß man in Israel Staat und Religion trennt, sonst wären die IDF nie stark genug geworden, ihr Land in einer feindlichen Umgebung dauerhaft verteidigen zu können.
Für jedes Problem gibt es zwei Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA
Benutzeravatar
keinproblem
Beiträge: 575
Registriert: Mo 19. Mär 2018, 23:20
Benutzertitel: Al-Ayyubi

Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon keinproblem » Sa 24. Mär 2018, 16:42

Ammianus hat geschrieben:(24 Mar 2018, 16:17)

Sag mal ganz ehrlich, wen versuchst du jetzt hier zu verarschen. Entschuldigung, aber es lässt sich nicht mehr anders ausdrücken. Du hast Versucht Verständnis für das Steinigen zu wecken, indem du auf das Schicksal von Kindern verwiesen hast, die in kaputten Ehen aufwachsen. Und dann versuchst du dich mit der von mir rot gefärbten Aussage aus der Affäre zu stehlen?

Ich sag es mal ganz klar und hart. Wir schreiben das Jahr 2018. Mal ganz abgesehen davon, dass ich schon als Teeny gegen die Todesstrafe an sich war. Mit der Begründung, dass es einfach ein feiger ehrloser Akt ist, jemanden zu töten, den man in seiner absoluten Gewalt hat. Aber wie gesagt, wir haben 2018. Und ja, mit Verständnis ist das so eine Sache. Ich habe auch kein Verständnis für praktizierende Pädophile oder die Leute vom NSU.

Und was ich mit dem Pseudoargument meine? Nun, ich habe es immer wieder erlebt, dass Moslems versuchen die Steinigung mit den Zeugen zu relativieren. Es kommt aber dennoch zu Urteilen und Prozessen. Schließlich braucht man bei einem Geständnis keine Zeugen. Und man kann sich bei Verdacht auch Zeugen besorgen und die "Täter" dann auf frischer Tat ertappen. Auch können sich 4 Personen zum Lügen verabreden.


Bitte lies einfach noch mal langsam was ich gestern oder wann auch immer geschrieben habe, Steinigung und 4 Zeugen, dass sind zwei komplett verschiedene Vergehen und das eine hat mit dem anderen nichts zutun. Todesstrafe = Mord, Vergewaltigung.
In puncto Pseudo kann ich dir komplett Recht geben, weil ich dein Argument verstehe und ich verstehe, dass es von deiner Warte her nur ein Leben gibt. Aber man sollte nicht vergessen, dass in einem islamischen Land, wie es auch schon in der Geschichte gewesen ist, logischerweise nur Muslime sich an die Sharia zu halten haben, Nicht-Muslime haben doch gar keinen Grund sich an den Islam zu halten wenn sie nicht dran glauben, korrigier mich wenn ich irre.
Sollte dich das interessieren kannst du dich ja mal in Sachen "Dhimmies" im Islamischen Reich informieren, wenn nicht tut auch nichts zur Sache denn mein Punkt ist:

Wenn Muslime genauso davon überzeugt sind, dass nach dem Tod erst das richtige Leben anfängt, dass nun eben statt 60 Jahren 60Mrd Jahre und darüber hinaus dauert wie sie davon überzeugt sind, dass sie eine Uroma haben, dann kannst du es natürlich leichtsinnig und dumm finden, dass eine Gruppe von "Zeugen" sich abspricht und XY des Mordes bezichtigt, und diese dann die Todesstrafe bekommt kein Ding stört mich nicht. Aber du solltest vielleicht auch verstehen können, dass wenn dieses Gesetz ausschließlich Muslime betrifft, die ja alle an das eben erwähnte Leben nach dem Tod glauben, auch daran glauben, dass sie selbst in Genuss eines großen heißen Feuer kommen, wenn sie XY zu unrecht beschuldigt und dazu noch auf ihren Gott geschworen haben.
Genauso wie Muslime die zu Unrecht verurteilt sind davon überzeugt sind, dass sie einen Schöpfer haben der weiß, dass sie zu Unrecht verurteilt wurden und sie vielleicht nur wegen eines Leids mehr, dass sie unverdient erlitten haben direkt in die Paradiesgärten eintreten dürfen.

So, natürlich kann man sagen das ist alles Opium fürs Volk und eine Seele gibt es nicht etc., aber das wäre ein eigenständiges Thema wert.
Wenn du meinst, dass diese Gemeinschaft sich intern nach den dümmsten Kriterien bestraft usw. kannst du es ja auch so benennen, nur verstehe ich die grundlegende Aversion dagegen nicht, wenn es dich nicht mal selbst betrifft.

Grüße
Benutzeravatar
unity in diversity
Beiträge: 6499
Registriert: So 21. Dez 2014, 09:18
Benutzertitel: Nachtfalter
Wohnort: Falena

Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon unity in diversity » Sa 24. Mär 2018, 16:54

@keinproblem
Deine Signatur: „Gutes sprechen oder schweigen“, hört sich ziemlich totalitär an.
Demnach sind Anhänger totalitärer Massenbewegungen Argumenten nicht zugänglich und ignorieren sogar ihren Selbsterhaltungstrieb (Sprenggläubige).
Schon mal darüber nachgedacht, ob du demokratiekompatibel bist?
Zuletzt geändert von unity in diversity am Sa 24. Mär 2018, 17:16, insgesamt 3-mal geändert.
Für jedes Problem gibt es zwei Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA
Benutzeravatar
Ammianus
Beiträge: 3031
Registriert: Sa 17. Dez 2011, 22:05

Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon Ammianus » Sa 24. Mär 2018, 17:04

keinproblem hat geschrieben:(24 Mar 2018, 16:42)

Bitte lies einfach noch mal langsam was ich gestern oder wann auch immer geschrieben habe, Steinigung und 4 Zeugen, dass sind zwei komplett verschiedene Vergehen und das eine hat mit dem anderen nichts zutun. Todesstrafe = Mord, Vergewaltigung.
In puncto Pseudo kann ich dir komplett Recht geben, weil ich dein Argument verstehe und ich verstehe, dass es von deiner Warte her nur ein Leben gibt. Aber man sollte nicht vergessen, dass in einem islamischen Land, wie es auch schon in der Geschichte gewesen ist, logischerweise nur Muslime sich an die Sharia zu halten haben, Nicht-Muslime haben doch gar keinen Grund sich an den Islam zu halten wenn sie nicht dran glauben, korrigier mich wenn ich irre.
Sollte dich das interessieren kannst du dich ja mal in Sachen "Dhimmies" im Islamischen Reich informieren, wenn nicht tut auch nichts zur Sache denn mein Punkt ist:

Wenn Muslime genauso davon überzeugt sind, dass nach dem Tod erst das richtige Leben anfängt, dass nun eben statt 60 Jahren 60Mrd Jahre und darüber hinaus dauert wie sie davon überzeugt sind, dass sie eine Uroma haben, dann kannst du es natürlich leichtsinnig und dumm finden, dass eine Gruppe von "Zeugen" sich abspricht und XY des Mordes bezichtigt, und diese dann die Todesstrafe bekommt kein Ding stört mich nicht. Aber du solltest vielleicht auch verstehen können, dass wenn dieses Gesetz ausschließlich Muslime betrifft, die ja alle an das eben erwähnte Leben nach dem Tod glauben, auch daran glauben, dass sie selbst in Genuss eines großen heißen Feuer kommen, wenn sie XY zu unrecht beschuldigt und dazu noch auf ihren Gott geschworen haben.
Genauso wie Muslime die zu Unrecht verurteilt sind davon überzeugt sind, dass sie einen Schöpfer haben der weiß, dass sie zu Unrecht verurteilt wurden und sie vielleicht nur wegen eines Leids mehr, dass sie unverdient erlitten haben direkt in die Paradiesgärten eintreten dürfen.

So, natürlich kann man sagen das ist alles Opium fürs Volk und eine Seele gibt es nicht etc., aber das wäre ein eigenständiges Thema wert.
Wenn du meinst, dass diese Gemeinschaft sich intern nach den dümmsten Kriterien bestraft usw. kannst du es ja auch so benennen, nur verstehe ich die grundlegende Aversion dagegen nicht, wenn es dich nicht mal selbst betrifft.

Grüße


Also langsam reicht es aber. Steinigung Ehebruch und aus ... Das gehört alles zusammen. Und du weisst das auch und du hast es auch so formuliert und versucht dafür mit Hilfe des Verweises auf das Kindeswohl Verständnis dafür zu bekommen. Das steht hier alles. Und du versuchst es krampfhaft zu vert ... na ja, vertuschen kann man das nun nicht mehr nennen ...

Und was das Verhältnis "Gläubige" Dhimmi angeht. Das sieht doch auch etwas anders aus. Es ist im Endefekkt eins von Oben nach Unten. Der Dhimmi zahlt Schutzgeld und hat sich ansonsten zu unterwerfen. Welche Strafe sieht das islamische Recht für einen Dhimmi vor, der es wagt mit einer Muslima einvernehmlichen Geschlechtsverkehr zu haben?

Und was du dann über Jenseits und die Angst vor Strafe schreibst, dass ist alles rein theoretisches Zeug. Und Menschen lügen manchmal oder auch sehr häufig. Und die denken dann auch nicht mehr an spätere Höllenstrafen bis in alle Ewigkeit. Die lügen, der Mann oder die Frau wird gesteinigt - also zu Tode gefoltert, unter Umständen vorher noch mal so richtig durchgeprügelt, denn islamisches Recht kennt auch diese Kombination - und dann ist tot eben tot. Und Mensch ist Mensch ...
Benutzeravatar
keinproblem
Beiträge: 575
Registriert: Mo 19. Mär 2018, 23:20
Benutzertitel: Al-Ayyubi

Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon keinproblem » Sa 24. Mär 2018, 17:18

Ammianus hat geschrieben:(24 Mar 2018, 17:04)

Also langsam reicht es aber. Steinigung Ehebruch und aus ... Das gehört alles zusammen.


Tut mir leid aber du Irrst dich, und wenn ich es mal so gepostet habe tut es mir leid aber ist trotzdem nicht wahr, kannst dir ja mal ein eigenes Bild machen wenn du möchtest.

Und was das Verhältnis "Gläubige" Dhimmi angeht. Das sieht doch auch etwas anders aus. Es ist im Endefekkt eins von Oben nach Unten. Der Dhimmi zahlt Schutzgeld und hat sich ansonsten zu unterwerfen. Welche Strafe sieht das islamische Recht für einen Dhimmi vor, der es wagt mit einer Muslima einvernehmlichen Geschlechtsverkehr zu haben?


Weiß leider nicht woher du das hast aber kannst mir wenn du willst Quellenmaterial dazu geben, lasse mich gerne eines Besseren belehren. "Schutzgeld" kann man Steuern natürlich immer nennen, auch in DE. Und absolute Unterwerfung ist nicht zutreffend, wenn jüdische und christliche Minderheiten ihrer eigenen Theologie nach Gerichte hatten, in denen Muslime sich nicht einzumischen haben. Übrigens war meines Wissens bis zu der Dynastie der Osmanen die Steuer für Ungläubige geringer als die Pflichtabgabe der Muslime (Zakat), die 2,5% vom jährlichen Vermögen beträgt. Auch hier lasse ich mich gerne eines Besseren belehren, habe dazu nämlich gerade keine Quelle im Kopf.

Und was du dann über Jenseits und die Angst vor Strafe schreibst, dass ist alles rein theoretisches Zeug. Und Menschen lügen manchmal oder auch sehr häufig. Und die denken dann auch nicht mehr an spätere Höllenstrafen bis in alle Ewigkeit. Die lügen, der Mann oder die Frau wird gesteinigt - also zu Tode gefoltert, unter Umständen vorher noch mal so richtig durchgeprügelt, denn islamisches Recht kennt auch diese Kombination - und dann ist tot eben tot. Und Mensch ist Mensch ...


Nun so theoretisch finde ich das gar nicht wenn ich behaupte, zum islamischen Glauben gehört der Glaube an ein Leben nach dem Tod. Und wenn ich in der Mathematik Prüfung nicht daran denke, dass der Lösungsweg mit aufgeschrieben werden soll, ist das dem Lehrer in der Regel auch egal, weil er sich noch daran erinnern kann, dass er es mir im Unterricht beigebracht hat.
Was du Mensch und Mensch bzw. dann ist tot eben tot meint verstehe ich zwar nicht so ganz, aber dass man nach islamischem Recht vor einer Todesstrafe nochmal jemanden zusammenkloppt müsstest du mir vielleicht auch noch mal verlinken, hab davon nämlich ehrlich noch nie was gehört.

Grüße
Benutzeravatar
keinproblem
Beiträge: 575
Registriert: Mo 19. Mär 2018, 23:20
Benutzertitel: Al-Ayyubi

Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon keinproblem » Sa 24. Mär 2018, 17:20

unity in diversity hat geschrieben:(24 Mar 2018, 16:54)

@keinproblem
Deine Signatur: „Gutes sprechen oder schweigen“, hört sich ziemlich totalitär an.
Demnach sind Anhänger totalitärer Massenbewegungen Argumenten nicht zugänglich und ignorieren sogar ihren Selbsterhaltungstrieb (Sprenggläubige).
Schon mal darüber nachgedacht, ob du demokratiekompatibel bist?


Versteh' ich nicht, warum genau bin ich jetzt totalitär wenn ich nur gute Sachen sagen will?
Benutzeravatar
unity in diversity
Beiträge: 6499
Registriert: So 21. Dez 2014, 09:18
Benutzertitel: Nachtfalter
Wohnort: Falena

Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon unity in diversity » Sa 24. Mär 2018, 17:29

Aus deiner Sicht mag zwar alles richtig sein, aber wenn du keine Mehrheit für dein Projekt findest, war dein Engagement umsonst.
So geht es in demokratisch verfaßten Ländern.
Für jedes Problem gibt es zwei Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA
Benutzeravatar
Adam Smith
Beiträge: 24791
Registriert: Mi 18. Jan 2012, 21:57

Re: Welche Religion taugt was?

Beitragvon Adam Smith » Sa 24. Mär 2018, 17:36

keinproblem hat geschrieben:(24 Mar 2018, 16:42)

Bitte lies einfach noch mal langsam was ich gestern oder wann auch immer geschrieben habe, Steinigung und 4 Zeugen, dass sind zwei komplett verschiedene Vergehen und das eine hat mit dem anderen nichts zutun. Todesstrafe = Mord, Vergewaltigung.
In puncto Pseudo kann ich dir komplett Recht geben, weil ich dein Argument verstehe und ich verstehe, dass es von deiner Warte her nur ein Leben gibt. Aber man sollte nicht vergessen, dass in einem islamischen Land, wie es auch schon in der Geschichte gewesen ist, logischerweise nur Muslime sich an die Sharia zu halten haben, Nicht-Muslime haben doch gar keinen Grund sich an den Islam zu halten wenn sie nicht dran glauben, korrigier mich wenn ich irre.


Im Iran oder Saudi-Arabien geht die Polizei und der Richter bei einer Vergewaltigung anders vor, wenn der Täter und/oder das Opfer Muslim ist oder Nichtmuslim ist? Was ist eigentlich wenn es mehrere Täter gibt?

Zitat Anfang:

2. Die Verleumdung wegen Unzucht (arab. qadhf) erfordert nach Sure 24,2-3 80 Peitschenhiebe. Diese vermutlich zum Schutz vor ungerechtfertigter Anzeige gedachte Regelung kann sich auch gegen das Opfer einer Vergewaltigung wenden, wenn eine Frau diese zwar zur Anzeige bringt, aber keine vier männlichen Zeugen noch ein Geständnis erbringen kann. Dann droht ihr eine Gegenklage der Verleumdung wegen Unzucht, und sie wird ein zweites Mal zum Opfer.

Zitat Ende.

https://www.igfm.de/frauen-unter-der-scharia/

Laut der Scharia benötigt es bei einer Vergewaltigung 4 männliche Zeugen, damit der Täter verurteilt werden kann. So etwas gibt es fast nie.

Zurück zu „81. Religion“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste