Kriegsverbrechen der Türkei

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Fuerst_48
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Re: Kriegsverbrechen der Türkei

Beitragvon Fuerst_48 » Mo 19. Mär 2018, 10:20

Tom Bombadil hat geschrieben:(18 Mar 2018, 23:37)

Wo sind eigentlich die vielen Schreihälse, die sich immer über fiktive Völkerrechtsbrüche echauffieren, wenn sich Israel gegen tatsächlichen Terror wehrt, jetzt bei Erdogan, der für fiktiven Terror tatsächlich das Völkerrecht bricht? Pfui Deibel, so eine verlogene Bande.

Die Kurden tun mir wirklich leid, dieses Volk braucht - wie die Tibeter und Uiguren - dringend einen eigenen Staat, leider ist die geopolitische Lage gegen sie und weit und breit ist niemand in Sicht, der sie unterstützt. Echt traurig und das im 21. Jahrhundert.

Ja, man hat das Gefühl, sie bleiben übrig, egal, wo sie auch leben. Schlimm!
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Re: Kriegsverbrechen der Türkei

Beitragvon JJazzGold » Mo 19. Mär 2018, 10:44

Fuerst_48 hat geschrieben:(19 Mar 2018, 10:19)

Danke. Sind auch meine Worte.


Nichts zu danken. Ich bin definitiv nicht die Kurdenexpertin, aber mich hat schwer beeindruckt, was ich bei meinen Besuchen im Nordirak erlebt habe. Ein enormer Aufbruchswille, wirtschaftlich, und das alles, im Versuch mit der Türkei zu kooperieren, indem man Aufträge bevorzugt an türkische Unternehmen vergeben hat. Obwohl die Türkei in der Anfangszeit des Irakkriegs versuchte das kurdische Gebiet im Nordirak zu okkupieren. Ich hatte nicht den Eindruck, dass das seitens der türkischen Regierung wirklich geschätzt wurde.
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Re: Kriegsverbrechen der Türkei

Beitragvon Fuerst_48 » Mo 19. Mär 2018, 11:19

JJazzGold hat geschrieben:(19 Mar 2018, 10:44)

Nichts zu danken. Ich bin definitiv nicht die Kurdenexpertin, aber mich hat schwer beeindruckt, was ich bei meinen Besuchen im Nordirak erlebt habe. Ein enormer Aufbruchswille, wirtschaftlich, und das alles, im Versuch mit der Türkei zu kooperieren, indem man Aufträge bevorzugt an türkische Unternehmen vergeben hat. Obwohl die Türkei in der Anfangszeit des Irakkriegs versuchte das kurdische Gebiet im Nordirak zu okkupieren. Ich hatte nicht den Eindruck, dass das seitens der türkischen Regierung wirklich geschätzt wurde.

Es ist für die Türkei wohl zu mühevoll, PKK und Kurden getrennt zu betrachten und zu behandeln.
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Re: Kriegsverbrechen der Türkei

Beitragvon JJazzGold » Mo 19. Mär 2018, 15:03

Fuerst_48 hat geschrieben:(19 Mar 2018, 11:19)

Es ist für die Türkei wohl zu mühevoll, PKK und Kurden getrennt zu betrachten und zu behandeln.
.

Das ist meines Erachtens gar nicht gewollt.
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Re: Kriegsverbrechen der Türkei

Beitragvon Cat with a whip » Mo 19. Mär 2018, 15:05

Türkei brüstet sich mit ethnischen Säuberungen. Falls dies keine ernsten Konsequenzen für die NATO-Mitgliedschaft haben sollte wird die NATO unweigerlich zu einer Kriegsverbrecherorganisation.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/a ... 98793.html
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Re: Kriegsverbrechen der Türkei

Beitragvon Sorgenking » Mo 19. Mär 2018, 15:09

Wäre die Türkei Syrien hätten die USA denen vermutlich direkt den Krieg erklärt...
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Re: Kriegsverbrechen der Türkei

Beitragvon Europa2050 » Mo 19. Mär 2018, 15:25

Sorgenking hat geschrieben:(19 Mar 2018, 15:09)

Wäre die Türkei Syrien hätten die USA denen vermutlich direkt den Krieg erklärt...


Diese USA sind so oder so nicht mehr voll zu nehmen.

Wenigstens für unsere Regierung (und die EU) hoffe ich, dass da mal wieder Menschenrechte vor Realpolitik werten. Bin aber seit dem Wechsel von Gabriel zu Maas wieder etwas hoffnungsvoller.
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Re: Kriegsverbrechen der Türkei

Beitragvon JFK » Mo 19. Mär 2018, 15:41

Kardux hat geschrieben:(13 Mar 2018, 20:15)

Derzeit rekrutiert die Türkei Uiyguren aus Westchina, die in Nordsyrien neuen Lebensrrraum wittern. Es gibt wieder Land zu verschenken - kurdisches, wie so oft.


Wenn es nach der PKK geht, haben selbst Ethnische Kurden die sich nicht zu Kurdistan bekennen und die PKK verachten, auch kein Anspruch auf Ländereien die sie seit ewigkeiten beackern.
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Re: Kriegsverbrechen der Türkei

Beitragvon Fuerst_48 » Mo 19. Mär 2018, 17:00

JJazzGold hat geschrieben:(19 Mar 2018, 15:03)

.

Das ist meines Erachtens gar nicht gewollt.

Politisches Kalkül aus der Liga "fies" !!
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Re: Kriegsverbrechen der Türkei

Beitragvon Fuerst_48 » Mo 19. Mär 2018, 17:02

JFK hat geschrieben:(19 Mar 2018, 15:41)

Wenn es nach der PKK geht, haben selbst Ethnische Kurden die sich nicht zu Kurdistan bekennen und die PKK verachten, auch kein Anspruch auf Ländereien die sie seit ewigkeiten beackern.

Alle und alles gegen die Kurden. Ohne tiefschürfende geschichtliche Kenntnisse wohl schwer erklärbar...
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Re: Kriegsverbrechen der Türkei

Beitragvon Mehmet » Mo 19. Mär 2018, 22:48

Cat with a whip hat geschrieben:(19 Mar 2018, 15:05)

Türkei brüstet sich mit ethnischen Säuberungen. Falls dies keine ernsten Konsequenzen für die NATO-Mitgliedschaft haben sollte wird die NATO unweigerlich zu einer Kriegsverbrecherorganisation.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/a ... 98793.html

Die NATO-Mitgliedschaft steht nicht zur Debatte. Die Türkei ist zu wichtig für die NATO und der EU/Deutschland. :thumbup:

Mal abgesehen davon, ist das alles nur Propaganda. Du wirst es sehen. Es wird nichts passieren.
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Re: Kriegsverbrechen der Türkei

Beitragvon Kardux » Mo 19. Mär 2018, 23:02

JFK hat geschrieben:(19 Mar 2018, 15:41)

Wenn es nach der PKK geht, haben selbst Ethnische Kurden die sich nicht zu Kurdistan bekennen und die PKK verachten, auch kein Anspruch auf Ländereien die sie seit ewigkeiten beackern.


Und weiter? Die AKP lässt auch unzählige ethnische Türken verhaften und zwingt viele ethnische Türken ihre Heimat zu verlassen, welche sie seit einer langen Zeit "beackert" (eigentlich sind es ja meist Intellektuelle die fliehen). Im Nahen Osten gibt es keine demokratischen Verhältnisse.

Aber eines ist klar, die PKK vertritt sehr wohl kurdische Interessen (auch wenn oft sehr umstritten). Bei all dem Terror und den Fehlentscheidungen der PKK sollte man auch nicht vergessen, dass ohne die PKK die kurdische Frage in der Türkei nicht so aktuell wäre. Die PKK war die extreme Antwort auf den noch extremeren Staatsterror der Türkei, der lange vor der PKK die Kurden in Nordkurdistan terrorisiert.
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Re: Kriegsverbrechen der Türkei

Beitragvon JFK » Di 20. Mär 2018, 00:49

Kardux hat geschrieben:(19 Mar 2018, 23:02)

Und weiter? Die AKP lässt auch unzählige ethnische Türken verhaften und zwingt viele ethnische Türken ihre Heimat zu verlassen, welche sie seit einer langen Zeit "beackert" (eigentlich sind es ja meist Intellektuelle die fliehen). Im Nahen Osten gibt es keine demokratischen Verhältnisse.

Aber eines ist klar, die PKK vertritt sehr wohl kurdische Interessen (auch wenn oft sehr umstritten). Bei all dem Terror und den Fehlentscheidungen der PKK sollte man auch nicht vergessen, dass ohne die PKK die kurdische Frage in der Türkei nicht so aktuell wäre. Die PKK war die extreme Antwort auf den noch extremeren Staatsterror der Türkei, der lange vor der PKK die Kurden in Nordkurdistan terrorisiert.


Wirtschaftlich gesehen hat die PKK den Kurden mehr geschadet als geholfen, vor der PKK(84) waren die Strukturen noch eine andere, die Gesellschaftlichen Separationen waren nur auf Sunnitisch/Alevitisch beschränkt, ähnlich wie in Syrien und Irak.
Die National Frage der Kurden kam schon vor/während dem 1.WK auf, einige Aufstände wurden niederschlagen, erst die PKK machte es so richtig kommerziell.
Demokratisch gesehen ist das nichts anderes als Anarchismus, Beamte des Staates zu verfolgen und anzugreifen, überhaupt dieser Hass und diese Aggressionen die eine Gesellschaft vergiftet und gespalten hat, so das am Ende jeder am Hungertuch nagt, weil sie in einem billigen Bürgerkrieg reingezogen wurden, sie haben keine Bildung genossen, der Zentralismus hatte keinen Zugriff mehr auf das Schulwesen, konsequenter weise wurde keine Infrastruktur aufgebaut, das überhaupt sowas wie eine Wirtschaft entstehen kann, die ganze Welt hat sich im letzten Jahrhundert "gewendet", Industriestaaten bauen mittlerweile Roboter, aber die Kurden sind an ihrer National Frage hängengeblieben, nur weil scharfmacher den Leuten immernoch einreden können, das ihnen Ländereien zustehen, was ja stimmen mag, wenn wir vom Kurdischen Anspruch ausgehen, aber von irgendwas müssen ja auch die importierten Asiaten Leben, und das sie sich nicht gegen den Staat stellen können/wollen ist ja irgendwie klar, aber dann auch noch militante Kommunisten für ein erz konservatives Bergvolk, so ein schlechtes Drehbuch kann Mann sich gar nicht ausdenken.
Ich für meinen Teil finde, sowas braucht doch kein Mensch zu seinen Lebzeiten, und erst recht nicht
als Erbe an die nachkommen, dann muss halt Kurdistan im Türkischen Staat aufgehen, so ein Staat ist kein Spielzeug, das ist schon richtig und wichtig, genauso richtig wie wenn Israel von seinen arabischen Minderheiten eine Assimilation voraussetzt, natürlich beides auf der Grundlage der Verfassung und keine faschistoide, OK diesbezügliche kann ich den Kurden vollkommen Recht geben, die verlogene und aggressive Assimilationspolitik war und ist die reinste Katastrophe, aber die Türken konnte ja nie was Gut.
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Re: Kriegsverbrechen der Türkei

Beitragvon Kardux » Di 20. Mär 2018, 08:19

JFK hat geschrieben:Wirtschaftlich gesehen hat die PKK den Kurden mehr geschadet als geholfen, vor der PKK(84) waren die Strukturen noch eine andere


Genau stimmt, vor den 80er Jahren blühte Nordkurdistan ja regelrecht auf. Die PKK hat diesen "Aufschwung" gestoppt. Glauben Sie eigentlich auch wirklich Ihrer Propaganda, oder desinformieren Sie hier bewusst? Nicht einmal die AKP verschleiert, die jahrzehntelange Nichtberücksichtung Nordkurdistans.

Seit der Republiksgründung der Türkei gab es immer ein West-Ost-Gefälle - je weiter es in den Osten/Südosten ging, desto weniger wurden und werden die Ausgaben des Staates. Zugegeben, Erdo steuerte gegen diese Entwicklung und hat wieder vermehrt in Zentralanatolien investiert teils auch in den Osten, aber man sieht ja das er dies aus einem ganz genauen Grund getan hat.

JFK hat geschrieben:die Gesellschaftlichen Separationen waren nur auf Sunnitisch/Alevitisch beschränkt, ähnlich wie in Syrien und Irak


Der türkische Staat hat nämlich alles dafür getan, dass sich gar keine kurdische Identität entwickelt.

JFK hat geschrieben:Die National Frage der Kurden kam schon vor/während dem 1.WK auf, einige Aufstände wurden niederschlagen, erst die PKK machte es so richtig kommerziell.


Die nationale Frage der Kurden existiert eigentlich schon seit dem 19. Jahrhundert. Die PKK ist nur ein kleines Puzzlestück in dieser Geschichte des Widerstands.

JFK hat geschrieben:Demokratisch gesehen ist das nichts anderes als Anarchismus, Beamte des Staates zu verfolgen und anzugreifen, überhaupt dieser Hass und diese Aggressionen die eine Gesellschaft vergiftet und gespalten hat, so das am Ende jeder am Hungertuch nagt, weil sie in einem billigen Bürgerkrieg reingezogen wurden, sie haben keine Bildung genossen, der Zentralismus hatte keinen Zugriff mehr auf das Schulwesen, konsequenter weise wurde keine Infrastruktur aufgebaut, das überhaupt sowas wie eine Wirtschaft entstehen kann, die ganze Welt hat sich im letzten Jahrhundert "gewendet",


1. In der Türkei existierte zu keiner Zeit Demokratie, daher ist es auch obsolet, den ethnischen Konflikt in der Türkei von einer demokratischen Perspektive zu betrachten. Und wenn man es doch tun möchte, dann muss man so konsequent sein und nach der Wurzel des Problems suchen. Und die liegt gewiss nicht in Nordkurdistan, sondern in Istanbul und Ankara - da wo die Kolonialherren ihren Zentralismus gegen die Kurden ausspielen.

2. Wenn Beamte lange vor der Existenz der PKK, die kurdische Bevölkerung (samt ihrer Sprache und Kultur) demütigen brauchen sich selbige nicht wundern, dass dies irgendwann auf Gegenwehr stoßen wird. Niemand hat es verdient gedemütigt zu werden. Kennen Sie eigentlich dieses Gefühl? Wenn tief im Südosten, wo jedes einzelne Dorf von Kurden besiedelt ist, auf Berghängen plötzlich geschrieben steht "Ne mutlu türküm diyene" (Stolz dem, der sich Türke nennen darf). Diese Demütigung begann lange bevor die PKK existierte. Kennen Sie das Gefühl wenn türkische Lehrer kurdische Kinder schlagen, weil diese die türkische Sprache nicht richtig sprechen?

3. Die Infrastruktur wurde lange vor der Existenz der PKK nicht aufgebaut. Ich kann es immer nur wiederholen! Da Sie und Ihresgleichen ja nicht müde sind, Ihre Lügen einzustellen - die Wurzel des Problems wäre die PKK. Als ob mit der PKK die ethnischen Probleme begonnen hätten. Als ob die PKK die Leugnungspolitik Ankaras erzeugt hätte. Das stimmt einfach nicht. Und das wissen Sie.

JFK hat geschrieben:Industriestaaten bauen mittlerweile Roboter, aber die Kurden sind an ihrer National Frage hängengeblieben, nur weil scharfmacher den Leuten immernoch einreden können, das ihnen Ländereien zustehen, was ja stimmen mag, wenn wir vom Kurdischen Anspruch ausgehen, aber von irgendwas müssen ja auch die importierten Asiaten Leben, und das sie sich nicht gegen den Staat stellen können/wollen ist ja irgendwie klar, aber dann auch noch militante Kommunisten für ein erz konservatives Bergvolk, so ein schlechtes Drehbuch kann Mann sich gar nicht ausdenken.


1. Die Türkei wäre auch schon viel weiter, wenn sie nicht an ihrem Kolonialismus hängenbleiben würde, bzw. diesen wieder auffrischen möchte. Die Türkei wäre auch weiter, wenn sie nicht Milliarden an Dollar für das Militär verpulvern würde.

2. Sie wollen über Rückständigkeit sprechen? Also wieviele Staaten auf der Welt ignorieren denn in ihrer Verfassung die schiere Existenz einer Volksgruppe, die 20 % der Bevölkerung ausmacht und noch dazu autochthon ist? Ihre Türkei tut es. Unter solchen Rahmenbedingungen wird kein Fortschritt entstehen.

3. Die Kurden sind an nichts hängen geblieben. Ihre nationale Existenz ist nicht verhandelbar.

4. Wieso dürfen eigentlich importierte Asiaten Ansprüche auf kurdische Siedlungsgebiete stellen? Und wann wurden diese Asiaten denn eigentlich importiert? Gewiss nicht erst seit 1984 (Kriegsbeginn der PKK).

5. Das der Kommunismus nicht zum kurdischen Volk passt mag zwar stimmen, aber so entwickelte sich das eben, dadurch das die Türkei von der Nato unterstützt wurde und wird.

JFK hat geschrieben:Ich für meinen Teil finde, sowas braucht doch kein Mensch zu seinen Lebzeiten, und erst recht nicht
als Erbe an die nachkommen, dann muss halt Kurdistan im Türkischen Staat aufgehen, so ein Staat ist kein Spielzeug, das ist schon richtig und wichtig,


Sie sind ja auch ein "importierter Asiate". Sie haben leicht reden. Um ihre Heimat und ihre Identität geht es nicht. Die haben ihre Vorfahren ja aufgegeben, nachdem sie sich entschlossen haben kurdische Siedlungsgebiete zu beackern - weshalb auch immer.
Und nein, Kurdistan wird nicht im türkischen Staat aufgehen. Unsere Identität ist auch kein Spielzeug. Die Kurden werden sich mit der Türkisierung nicht abfinden.

JFK hat geschrieben:OK diesbezügliche kann ich den Kurden vollkommen Recht geben, die verlogene und aggressive Assimilationspolitik war und ist die reinste Katastrophe, aber die Türken konnte ja nie was Gut.


Ach, jetzt bedauern Sie es auch noch, dass die Türken ihre Assimilationspolitik nicht gut (aggressiv) genug vorantrieben?

Abgesehen davon kann ich Ihrem letzten Satz nicht zustimmen. Denn mir fallen hier spontan Landraub und Völkermord ein und gutes Essen...
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Re: Kriegsverbrechen der Türkei

Beitragvon Kardux » Di 20. Mär 2018, 12:53

Derzeit rühmen sich die neoosmanische Regierung und türkische Faschisten weltweit damit, im Gegensatz zu den USA und Russland ein Gebiet "unversehrt" erobert zu haben.Vergleiche zu Raqqa, Ost-Ghouta, Aleppo oder Mosul werden aufgestellt (Städte die nahezu komplett zerstört wurden). Was die türkische Seite jedoch verschweigt, ist die Tatsache, dass es zu genau solch einer Zerstörung gekommen wäre, wenn die YPG/PKK nicht abgezogen wäre. Denn die türkische Armee hatte vor nicht all zu langer Zeit belegt, dass sie ähnlich wie Assad alles in Kauf nimmt. Şirnex (Sirnak) eine kurdische Stadt nahe der Grenze zum Irak wurde beispielsweise dem Erdoboden gleichgemacht:

The Footage Of The Demolition In Şırnak: Nearly 70% Of The City Is Gone!

The satellite images of the demolished provinces of Şırnak have appeared after 246 days curfew in the city. The images show almost the 70% of the city is demolished.

According to gazetekarinca.com’s report, the damages in Gazipaşa, Yeşilyurt, İsmetpaşa, Dicle, Cumhuriyet, Bahçelievler and Yeni provinces are clearly visible. When compared side by side, the August 2015 and March 2017 satellite images show the dramatic change.

Three months have passed over the last footage and it is estimated that the current state is even worse. The curfew was between mid-March and mid-November 2016 where many houses were destroyed by the tank and artillery shooting. The Environment and Urban Planning Ministry teams, city officials and the police ordered remaining families to leave their houses immediately for further demolition.

https://washingtonhattius.com/2017/07/10/footage-demolition-sirnak-nearly-70-city-gone/

Ein weiteres Beispiel ist die Altstadt Diyarbakirs, Sur, die ebenfalls zerstört wurde.

Dieses Schicksal ist Efrîn fürs erste erspart geblieben - dafür finden die Kriegsverbrechen nun auf "dem Boden" statt. Denn eines steht schon jetzt fest - der IS ist wieder in Efrîn! In den Medien ist zwar von der Präsenz der FSA zu hören, aber diese Free Syrian Army, ist:

1. Nicht frei, weil es abhängig von der Türkei und seinen Interessen ist.
2. Mit Syrien haben diese Schergen auch nichts zu tun, sonst hätte man die türkische Flagge nicht über die Flagge der FSA gehisst.
3. Von einer Armee kann auch keine Rede sein, eher mehr von Schergen und Plünderern.

Während diese Schergen Efrîn ausplündern und noch mehr Flüchtlinge in Syrien schaffen, handelt ihr Führer Erdo mit Putin über weitere Sunnitengebiete die an Assad gehen. Das soll also die Anti-Assad-Revolution sein...
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Re: Kriegsverbrechen der Türkei

Beitragvon Kardux » Di 20. Mär 2018, 14:19

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Re: Kriegsverbrechen der Türkei

Beitragvon Cat with a whip » Di 20. Mär 2018, 14:48

Kardux hat geschrieben:(20 Mar 2018, 14:19)

Also ist es nicht nur mir aufgefallen, dass besagter User unzählige Stränge zumüllt? Was die zweite Frage aufwirft: Wieso darf er das?


Er kann es. Der Account trollt im Halbjahresrythmus bis zur Sanktionsschwelle einer Sperrung. Dann bleibt er für kurze Zeit dem Forum fern auf dass die Forenbetreiber "vergessen". Das Spielchen beginnt dann wieder von vorne und läuft so schon ein paar Jahre.

Zurück zum Thema: In der EU werden kaum Stimmen zu den Kriegsverbrechen der Türkei laut, da sie ja die Türkei dafür bezahlt Kriegsflüchtlinge nicht in Richtung EU durchzulassen.
Zuletzt geändert von Cat with a whip am Di 20. Mär 2018, 14:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Zunder
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Re: Kriegsverbrechen der Türkei

Beitragvon Zunder » Di 20. Mär 2018, 14:50

Tom Bombadil hat geschrieben:(20 Mar 2018, 13:39)

Don't feed the troll ;)

Hast natürlich Recht.
Aber manchmal schwillt mir dann doch der Kamm.
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Re: Kriegsverbrechen der Türkei

Beitragvon tabernakel » Di 20. Mär 2018, 20:24

Cat with a whip hat geschrieben:(20 Mar 2018, 14:48) Zurück zum Thema: In der EU werden kaum Stimmen zu den Kriegsverbrechen der Türkei laut, da sie ja die Türkei dafür bezahlt Kriegsflüchtlinge nicht in Richtung EU durchzulassen.

Ja, die EU muss sich da durchaus den Vorwurf gefallen lassen hier im Sinne der "Realpolitik" zu leise zu sein. Aber so ganz stimmt der Vorwurf nicht, denn vor kurzem hat sich die EU durchaus auf eine Resolution zum Thema geeinigt: GEMEINSAMER ENTSCHLIESSUNGSANTRAG 7.2.2018. Und wenn man bedenkt dass dazu mehr als zwei Dutzend souveräne (und zum Teil sehr egoistische) Staaten eine gemeinsame Linie finden mussten ist das für die EU schon ein gewichtiger Schritt.

Ist das genug? Aus meiner Sicht nicht. Aber aus meiner Sicht wären die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei schon vor Jahren beendet worden statt den Eiertanz ins absurde zu überziehen. Wenn's nach mir ginge wären wir schon länger bei Sanktionen gegen die Türkei, geht aber nicht nach mir.
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Re: Kriegsverbrechen der Türkei

Beitragvon Kardux » Mi 21. Mär 2018, 08:45

Und täglich grüßt das Murmeltier:

UN documents massive rights violations
in Turkey, asks access to Kurdish region


ERBIL, Kurdistan Region (Kurdistan 24) – The United Nations asked the Turkish government on Tuesday to end the state of emergency in place since July 2016 and grant its human rights office access to the country’s Kurdish-populated region where “massive and serious” human rights violations occurred.

A report by the Office of the UN High Commissioner for Human Rights (OHCHR) said the violations committed by security forces “included killings, torture, violence against women, the excessive use of force, destruction of housing and cultural heritage, prevention of access to emergency medical care, safe water and livelihoods, and severe restrictions of the right to freedom of expression.”

Turkey consistently failed to conduct credible criminal investigations into the civilian deaths that occurred during a phase of urban warfare in 2015-2016 between government forces and Kurdish rebels, the 28-page report stated.

It documents cases of torture and ill-treatment in custody, including severe beatings, sexual assault, electric shocks, and waterboarding by the army and police, as well as military operations on Kurdish villages.

“I urge the Government of Turkey to ensure that these allegations of serious human rights violations are investigated, and the perpetrators are brought to justice,” UN’s High Commissioner for Human Rights Zeid Ra’ad Al Hussein said.

http://www.kurdistan24.net/en/news/41925ac1-a534-41bb-b2ff-3a5892eb5fff
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