Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon zollagent » Di 13. Mär 2018, 17:04

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Mar 2018, 16:08)

Dazu gibt es Umschulungen, Weiter- und Fortbildungen. Könnte man natürlich auch für ALG2-Bezieher machen, aber die steckt man ja lieber in Sinnloslehrgänge, die wenigstens ordentliche Gewinne für die Armutsindustrie abwerfen.


Warum soll der mit einem Arbeitslosen konkurrieren? Wenn eine Gemeinde genügend Straßenkehrer hat - was ich angesichts der Zustände in manchen Gemeinden zu bezweifeln wage - werden auch keine ALG2-Bezieher zu Straßenkehrern gemacht.

...und wenn sie nicht genügend Leute dafür hat, soll sie Leute dafür einstellen, statt sich auf dem Wege eines Zwangsdienstes billige Kehrer zu holen.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon zollagent » Di 13. Mär 2018, 17:04

Alter Stubentiger hat geschrieben:(12 Mar 2018, 16:28)

Nun wer den Sozialstaat in Anspruch nimmt sollte auch etwas zurückgeben im Rahmen seiner Möglichkeiten. Nehmen und geben. Das stärkt auch den Zusammenhalt. Ich zahle gerne meine Sozialbeiträge. Aber ich möchte schon die Gewissheit haben das das Geld bei den Richtigen ankommt und nicht bei den Schlaumeiern die sich auf meine Kosten ausruhen wollen.

Dann mußt du nicht pauschal alle verdächtigen, sondern dir schon die Richtigen heraussuchen.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon zollagent » Di 13. Mär 2018, 17:08

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Mar 2018, 20:32)

Ach hör doch auf. Das liest sich alles so, als wären diese Menschen zu rein gar nichts mehr Nutze, völlig überflüssig. Und da wird sich dann gewundert, wenn sich diese Leute von der Gesellschaft verabschieden und AfD wählen.

Und bei einem Zwangsdienst glaubst du, würden die was anderes wählen? Wo bist denn du zu Hause?
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon zollagent » Di 13. Mär 2018, 17:11

Kael hat geschrieben:(13 Mar 2018, 03:25)

Man muss eben akzeptieren was man ist und nicht versuchen es zu verändern.

Dafür sollen dann Andere versuchen, das zu verändern? :mad2:
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon think twice » Di 13. Mär 2018, 17:12

Ich frage mich immer noch, ,welche dringend benoetigten ,temporären bzw. Alternativjobs das sein sollen, die branchenfremde Langzeitarbeitslose bei einer Behörde ausüben sollen.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon zollagent » Di 13. Mär 2018, 17:14

Wähler hat geschrieben:(13 Mar 2018, 08:06)

Welche Planstellen sollen das denn sein?
http://www.sueddeutsche.de/karriere/fac ... -1.3897339
Grafik: Top Ten der Engpassberufe:
http://gfx.sueddeutsche.de/apps/e909631 ... 840q70.png
Es gibt im öffentlichen Dienst keinen Bedarf für schlecht qualifizierte, langzeitarbeitslose Hartz-IVler. Die Entwicklung im 1. Arbeitsmarkt geht doch dahin, dass es immer weniger einfach qualifizierte Tätigkeiten infolge von Digitalisierung und Automatisierung geben wird. Viele Menschen werden in Zukunft im Bereich personen- und haushaltsnaher Dienstleistungen tätig sein, ob nun als Arbeitskräfte bezahlt, oder ehrenamtlich mit entsprechender Grundsicherung. Eines steht aber fest, ein Mehr an Sozialstaat können wir uns nur bei regelmäßigen Produktivitätssteigerungen leisten. Der Verzicht auf jeglichen sozialen Druck geht halt nur bei entsprechender Kassenlage. Nicht nur Hartz-IVler habe eine Frustrationstoleranzschwelle.

Wenn es keine solchen Planstellen gibt, dann ist diese Arbeitspflicht eine Sinnlosigkeit, die den Frust nur noch höher schrauben wird. So was wie Beschäftigungstherapie für psychisch Kranke. Und das ist das Letzte, was Langzeitarbeitslose brauchen.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon zollagent » Di 13. Mär 2018, 17:15

relativ hat geschrieben:(13 Mar 2018, 08:14)

Wenn du immer noch von einem Arbeitsdienst sprichst, dann solltest du meine posts lieber nochmal duchgehen.

Guggsdu bitte Strangthema.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon zollagent » Di 13. Mär 2018, 17:26

relativ hat geschrieben:(13 Mar 2018, 11:15)

Im unseren Fall ist ja eher der Staat der Arbeitgeber und der Bürger zahlt dies über die Steuern


Dann schau dir doch mal den Niedriglohnsektor (Mindestlohn aufwärts), allein in Deutschland, an. Da gibt es noch ziemlich viel Bedarf, soviel wie da noch arbeiten. Mögliche Maschinen rechnen sich evtl noch nicht, bzw. sind noch nicht in industrieller Tauglichkeit vorhanden, bei einigen Arbeiten sind solche Automatisierungen mom. auch noch gar nicht vorstellbar.
Wir dürfen uns ja nix vormachen, die aller meisten Langzeitarbeitslosen werden genau in diesen "Billiglohnsektor" zu verordnen sein. Da mag natürlich die Bereitschaft von einigen dieser Menschen sinken angebotende Arbeit anzunehmen, der Gesellschaft/Staat obliegt es dann diesen Menschen diesbezüglich die Augen zu öffnen, aber natürlich auch Arbeitsbedingungen in diesen Bereichen des Arbeitsmarktes zu verbessern.

Angebotene Arbeit, DIE SINN MACHT, sich also ökonomisch rechnet, die würde ich auch einem dafür geeigneten Langzeitarbeitslosen zumuten. Das ist keine Frage. Hier geht es doch aber um einen "Arbeitsdienst", der die Menschen wieder "fit für den Arbeitsmarkt machen soll". Dafür sehe ich keine sinnvolle Tätigkeit und Weiterbildungen werden ohnehin angeboten. Und für die, die z.B. zu alt sind, um am Arbeitsmarkt noch anzukommen, wäre eine solche Placebobeschäftigung nichts Anderes als eine Demütigung.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 13. Mär 2018, 17:27

zollagent hat geschrieben:(13 Mar 2018, 17:04)

Dann mußt du nicht pauschal alle verdächtigen, sondern dir schon die Richtigen heraussuchen.

Das tue ich auch nicht. Und ich stelle dies auch so dar. Nur wird mir reflexartig anderes unterstellt.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Wähler » Di 13. Mär 2018, 17:28

Die Erfahrungen mit Ein-Euro-Jobbern vor 10 Jahren sind zwiespältig, aber wiederverwendbar auch für diese Diskussion:
http://www.fr.de/wirtschaft/umfrage-bun ... -a-1102460
29. Mai 2009 Erste Befragung im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit bei Ein-Euro-Jobber
Demnach bringen mehr als zwei Drittel eine Berufsausbildung oder sogar einen Hochschulabschluss mit. Trotz der hohen Qualifikation und der geringen Bezahlung bewerten die Betroffenen ihre Tätigkeit erstaunlich positiv: Vier von fünf empfinden ihren Ein-Euro-Job als Gelegenheit, etwas Sinnvolles zu tun und unter Menschen zu kommen. Die Leute wollen also arbeiten, auch unter schlechten Bedingungen. Für die Hartz-IV-Empfänger ist selbst die minimale Entlohnung eine finanzielle Entlastung.

Besonders moniert der Rechnungshof, dass die Tätigkeiten nicht wie gesetzlich vorgeschrieben zusätzlich geschaffen würden, sondern reguläre Arbeitsplätze verdrängten. "Zwei Drittel der geprüften Maßnahen erfüllten nicht die gesetzlichen Fördervoraussetzungen", konstatiert der Bundesrechnungshof.
Beispielsweise ersetzen Ein-Euro-Jobber in der Pflege ausgebildete Kräfte, statt den Patienten zusätzlich als Betreuer zur Verfügung zu stehen. In gemeinnützigen Unternehmen machen sie privaten Handwerksbetrieben Konkurrenz.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon zollagent » Di 13. Mär 2018, 17:29

Tom Bombadil hat geschrieben:(13 Mar 2018, 11:54)

Deine ad hominem Pöbelei ersetzt keien Argumente. In dieses Muster verfällst du immer wieder.


Auch hier gilt: deine ad hominem Pöbelei ersetzt keine Argumente.


Ich schreibe nicht über "Arbeitsdienst", bitte beachte den Kontext, wenn du dich an einer Diskussion beteiligst.


Mitarbeiter, die dringend gebraucht werden, die wichtige Aufgaben erledigen, damit der Staatsapparat besser funktioniert und die mit ihren Kollegen im normalen Arbeitsalltag soziale Kontakte haben. Die Alternative ist der auf dem Sofa dahinvegetierende Arbeitslose, der sich nutzlos fühlt und es de facto auch ist, der keine Aufgabe hat und keine sozialen Kontakte knüpfen kann, der vereinsamt und irgendwann dem Suff verfällt.

Du solltest nicht weinen, wenn dir deine Phantastereien und sinnlosen Selbstversprechungen vorgehalten werden, sondern diese überdenken. Ich sehe keine "dringend gebrauchte Beschäftigung", für die Langzeitarbeitslose geeignet wären und die letztlich keine staatlichen Planstellen ersetzen würden. Deine Phantasie, wie der Alltag eines Langzeitarbeitslosen aussehen würde, zeigen durchaus, wer hier pauschalisiert.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 13. Mär 2018, 17:30

zollagent hat geschrieben:(13 Mar 2018, 17:26)

Angebotene Arbeit, DIE SINN MACHT, sich also ökonomisch rechnet, die würde ich auch einem dafür geeigneten Langzeitarbeitslosen zumuten. Das ist keine Frage. Hier geht es doch aber um einen "Arbeitsdienst", der die Menschen wieder "fit für den Arbeitsmarkt machen soll". Dafür sehe ich keine sinnvolle Tätigkeit und Weiterbildungen werden ohnehin angeboten. Und für die, die z.B. zu alt sind, um am Arbeitsmarkt noch anzukommen, wäre eine solche Placebobeschäftigung nichts Anderes als eine Demütigung.

Immer wieder dieselbe Behauptung. Dabei habe ich ja bereits bewiesen dass dies nicht so ist. Dänemark hat seine Arbeitslosigkeit schon vor Jahren mit einer Arbeitspflicht in den Griff gekriegt.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 13. Mär 2018, 17:32

Wähler hat geschrieben:(13 Mar 2018, 17:28)

Die Erfahrungen mit Ein-Euro-Jobbern vor 10 Jahren sind zwiespältig, aber wiederverwendbar auch für diese Diskussion:
http://www.fr.de/wirtschaft/umfrage-bun ... -a-1102460
29. Mai 2009 Erste Befragung im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit bei Ein-Euro-Jobber

1 Eurojobs waren ein Irrweg aus dem man lernen kann. Aber es war immerhin ein Versuch. Hier scheinen ja einige zu meinen am Status Quo zu rütteln wäre ja geradezu menschenverachtend.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon zollagent » Di 13. Mär 2018, 17:33

sünnerklaas hat geschrieben:(13 Mar 2018, 12:30)

Unzuverlässigkeit, mangelnde Motivation, mangelnde kognitive Fähigkeiten, mangelnde soziale Kompetenz, dazu gesundheitliche Probleme (Suchtprobleme sind nur ein Teil), geschäftliche und juristische Risiken für das Unternehmen etc..

Alter und evtl. ganz andere, für den jeweilegen Arbeitgeber eher nicht nützliche Erfahrungen und Fähigkeiten dürften auch eine nicht unerhebliche Rolle spielen, wenn jemand auf Dauer keine Stelle mehr findet.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon zollagent » Di 13. Mär 2018, 17:35

Tom Bombadil hat geschrieben:(13 Mar 2018, 11:55)

Ich fordere keinen "Zwangsarbeitsdienst", bitte beachte den Kontext, ehe du an einer Diskussion teilnimmst.

Nein? Das Strangthema jedenfalls ist Einer! Unter der Voraussetzung, daß nicht, wie bei den 1-Euro-Jobbern reguläre Stellen ersetzt werden, wäre gegen eine freiwillige Beschäftigung nichts einzuwenden. Aber nicht die Pseudo-Freiwilligkeit "wenn du da nicht hingehst, streichen wir die Stütze".
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Wähler » Di 13. Mär 2018, 17:36

Wähler hat geschrieben:(13 Mar 2018, 17:28)
Die Erfahrungen mit Ein-Euro-Jobbern vor 10 Jahren sind zwiespältig, aber wiederverwendbar auch für diese Diskussion:
http://www.fr.de/wirtschaft/umfrage-bun ... -a-1102460
29. Mai 2009 Erste Befragung im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit bei Ein-Euro-Jobber

Alter Stubentiger hat geschrieben:(13 Mar 2018, 17:32)
1 Eurojobs waren ein Irrweg aus dem man lernen kann. Aber es war immerhin ein Versuch. Hier scheinen ja einige zu meinen am Status Quo zu rütteln wäre ja geradezu menschenverachtend.

Eine leider sehr mühseelige Diskussion hier:
Wähler hat geschrieben:(13 Mar 2018, 10:06)
Interessant finde ich, dass kommunale Gemeinschaftsdienste im Bereich Wohnungswesen und Städtebau angesiedelt sind. Hier sehe ich auch bei privaten Wohnungsgesellschaften und Dienstleistungsunternehmen Nachfrage nach Jobs bei haushaltsnahen Dienstleistungen. Ob der Staat mit eigenen Unternehmen aktiv wird, oder private Unternehmungen mit Anschubfinanzierungen unterstützt, kommt vielleicht auf das Gleiche hinaus.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon zollagent » Di 13. Mär 2018, 17:43

Tom Bombadil hat geschrieben:(13 Mar 2018, 12:39)

Gibt es denn so viele Fachleute, die sich intensiv um Langzeitarbeitslose kümmern können? Man könnte ja mal zwei Pilotprojekte machen, einmal mit deinem Vorschlag, einmal mit meinem und dann nach einem oder zwei Jahren gucken, wie es sich entwickelt hat.

Solche Dinge kann man sich sparen. In fast jedem größeren Stadt- oder Landbezirk gibt es gemeinnützige Vereine, die Langzeitarbeitslose unterstützen. So auch in unserem Landkreis. Auf deren Erfahrungen kann man sicher zurückgreifen.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon zollagent » Di 13. Mär 2018, 17:45

relativ hat geschrieben:(13 Mar 2018, 13:58)

Nein kein Trotz, es tangiert aber mein Vorschlag der staatlichen Jobangebote nicht, wenn ein Zeitfirmenchef, oder deine Erfahrung dir sagt, daß wird eh nicht passieren. Ich will ja gerade diese einseitige Ausnutzung von Langzeitarbeitslosenarbeitskraft nicht, da wären alternativen hilfreich, so m.M.

Nochmal deine Erfahrung in allen Ehren, aber sie ist immer noch kein objektives Gegenargument zu dem Vorschlag, daß der staat den langzeitarbeitslosen Alternativjobs anbietet, für die im öffentlichen Raum bedarf besteht.



Nein, wieso ich kenne doch mittlerweile dein Diskussionstil, damit kann ich umgehen.
Btw. Das Thema hat sich weiter entwickelt, solltest du aber schon mitbekommen haben. Es sei denn du bist einer derjenigen, die einen einmal angenommenen Standpunkt und sei er noch so oft wiederlegt worden, einfach beibehalten.
Nochmal es geht mir nicht um einen Arbeitsdienst, den du hier vermitteln willst.

Ein "Alternativjob", für den öffentlicher Bedarf besteht, ist auf dem Weg einer Planstelle auch und besser vermittelt.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon zollagent » Di 13. Mär 2018, 17:49

Alter Stubentiger hat geschrieben:(13 Mar 2018, 17:30)

Immer wieder dieselbe Behauptung. Dabei habe ich ja bereits bewiesen dass dies nicht so ist. Dänemark hat seine Arbeitslosigkeit schon vor Jahren mit einer Arbeitspflicht in den Griff gekriegt.

China auch. Nur ist für Deutschland weder die Dänische Lösung (weil wohl schlicht zu klein) als auch die Chinesische Lösung (weil wohl nicht mit unserer Rechtsordnung vereinbar) übertragbar.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 13. Mär 2018, 18:23

zollagent hat geschrieben:(13 Mar 2018, 17:49)

China auch. Nur ist für Deutschland weder die Dänische Lösung (weil wohl schlicht zu klein) als auch die Chinesische Lösung (weil wohl nicht mit unserer Rechtsordnung vereinbar) übertragbar.


Deutschland ist kein zentralistischer Staat. Es wäre äußerst dumm dies nicht von den Kommunen machen zu lassen. Und die sind meist auch nicht größer als in Dänemark.

China ist ja nun was ganz anderes. Ich wüßte auch nicht dass China da irgendwas gelöst hätte oder wie du überhaupt auf China kommst.
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