Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

In diesem Forum werden Themen rund um die sozialen Sicherungsysteme diskutiert.
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Orwellhatterecht
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Orwellhatterecht » So 4. Mär 2018, 11:29

Selina hat geschrieben:(02 Mar 2018, 16:40)

Richtig. Allerdings ist es auch bekannt, dass mit Schröders Agenda2010 - nach Absprache und ideologischer Übereinkunft mit Blair - die Neoliberalisierung der SPD begann. Damit verlor die SPD viele tausende Mitglieder. Führende Köpfe der SPD kennen den Zusammenhang schon sehr lange, ihr Einfluss in den Gremien wurde allerdings immer schwächer. Bis er ganz verschwand. Mir wäre eine wieder stärker werdende SPD, eine, die wirklich wieder sozialdemokratisch wird, auch lieber. Kannste mir glauben ;)



Das ist genau der Punkt. Und weil sich die heutige SPD bislang nur weniger als halbherzig von diesem grössten Sozialabbau in der Geschichte der Bundesrepublik distanziert, die einstige Initiatoren sind noch immer gern gesehene Gäste auf den SPD Parteitagen, niemand musste deswegen die Partei bisher verlassen, Wolfgang Clement tat es aus eigenem Antrieb freiwillig, sind ihr sowohl die Mitglieder als auch die Wähler abhanden gekommen. Das ist schade für die alte SPD, die sich immerhin über die 12 Jahre Ausgrenzung und Verfolgung durch die Nazis retten konnten und nun vor dem Dilemma stehen, bei einem "....weiter so", bald an der 5 % Hürde zu scheitern!
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Selina
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Selina » So 4. Mär 2018, 12:02

Orwellhatterecht hat geschrieben:(04 Mar 2018, 11:29)

Das ist genau der Punkt. Und weil sich die heutige SPD bislang nur weniger als halbherzig von diesem grössten Sozialabbau in der Geschichte der Bundesrepublik distanziert, die einstige Initiatoren sind noch immer gern gesehene Gäste auf den SPD Parteitagen, niemand musste deswegen die Partei bisher verlassen, Wolfgang Clement tat es aus eigenem Antrieb freiwillig, sind ihr sowohl die Mitglieder als auch die Wähler abhanden gekommen. Das ist schade für die alte SPD, die sich immerhin über die 12 Jahre Ausgrenzung und Verfolgung durch die Nazis retten konnten und nun vor dem Dilemma stehen, bei einem "....weiter so", bald an der 5 % Hürde zu scheitern!


Richtig. Und dieses allmähliche Sterben der Sozialdemokratie ist nichts, was sich ein halbwegs vernünftiger Mensch wünschen kann oder sollte. Ist auch gleich Thema auf Phönix im Internationalen Frühschoppen.
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Boracay » So 4. Mär 2018, 12:30

Orwellhatterecht hat geschrieben:Das ist genau der Punkt. Und weil sich die heutige SPD bislang nur weniger als halbherzig von diesem grössten Sozialabbau in der Geschichte der Bundesrepublik distanziert


Das war kein Abbau sondern mit 6 zusätzlichen Milliarden ein Aufbau, von dem vor allem die ärmsten profitiert haben.

Die damalige Arbeitslosenhilfe war ein gigantisches Verbrechen das Millionen in Armut verharren lies. Einmal im Leben arbeiten, danach nie wieder.

Und Flüchtlingen im Monat 1050€ pro Kopf ohne Gegenleistung zahlen zu wollen wie deine Partei ist Millionenfacher Massenmord. Wer mit solch abartigen Versprechen Leute übers Mittelmeer lockt hat einen Dachschaden oder will den Tod von Millionen.
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Selina
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Selina » So 4. Mär 2018, 12:40

Boracay hat geschrieben:(04 Mar 2018, 12:30)

Das war kein Abbau sondern mit 6 zusätzlichen Milliarden ein Aufbau, von dem vor allem die ärmsten profitiert haben.

Die damalige Arbeitslosenhilfe war ein gigantisches Verbrechen das Millionen in Armut verharren lies. Einmal im Leben arbeiten, danach nie wieder.


Nein, damit wurde auch in Deutschland working poor eingeführt, einer der größten Niedriglohnsektoren Europas. Und ja, die Arbeitslosenzahlen wurden mit Schröders neoliberalem Projekt zwar halbiert, aber eben zum Preis von noch mehr Armut, nur eben auf arbeitende Weise. Das ist noch unmoralischer, als gar keine Arbeit zu schaffen: Leute in Jobs zu zwingen auf Gedeih und Verderb, von denen man nicht leben kann. Die Leute müssen bei der Behörde aufstocken. Das ist ein Rückschritt und kein Fortschritt.
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon BlueMonday » So 4. Mär 2018, 12:46

Ja, dieses mutwillige kontrafaktische Gerede von Sozialabbau grenzt schon an Volkverhetzung. Allein sich mal die antilige Größe des Sozialhaushalts anschauen...

Und hier das "Nadelöhr", durch das einer der reichsten Menschen auf diesem Erdball geht: https://www.gatesfoundation.org/de/
But who would build the roads?
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Boracay » So 4. Mär 2018, 12:54

Selina hat geschrieben:(04 Mar 2018, 12:40)
Nein, damit wurde auch in Deutschland working poor eingeführt, einer der größten Niedriglohnsektoren Europas.


Die Einführung des ALG2 hat mit 2 Jahren Verzögerung den Niedriglohn sinken lassen. Seit 2007 sinkt der Anteil der Niedriglohnbezieher trotz massiver Zuwanderung und einer Verdoppelung der Studentenzahlen (alles Niedriglohnbezieher).

Und ja, die Arbeitslosenzahlen wurden mit Schröders neoliberalem Projekt zwar halbiert, aber eben zum Preis von noch mehr Armut, nur eben auf arbeitende Weise.


Die Armut ist auf dem Papier durch massive Zuwanderung, deutlich mehr Rentern und viel mehr Studenten zwar auf dem Papier minimal angestiegen, für Deutsche Arbeitskräfte aber drastisch gesunken.

Die Leute müssen bei der Behörde aufstocken. Das ist ein Rückschritt und kein Fortschritt.


Singles die Vollzeit Arbeiten gehören nicht zu den Aufstockern, das ist auch gar nicht möglich. Sondern Alleinerziehende in Teilzeit oder sehr große Familien. Was ist deine Forderung? Stundenlohn verfünzigrfachen damit man auch mit einer 3h Woche durch kommt ohne Aufstocken?
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Dampflok94 » So 4. Mär 2018, 12:54

Boracay hat geschrieben:(04 Mar 2018, 12:30)
Die damalige Arbeitslosenhilfe war ein gigantisches Verbrechen das Millionen in Armut verharren lies. Einmal im Leben arbeiten, danach nie wieder.

Wenn es überhaupt ein Verbrechen gab, dann die Abschaffung über Nacht der AlHi. Die war eine sehr gute und brauchbare Sozialleistung. Und unter anderem deswegen war die Agenda 2010 eben ein massiver Sozialabbau.
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jorikke
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon jorikke » So 4. Mär 2018, 12:59

Ich bin Rentner. Mir geht es gut. Morgen hole ich mein neues Auto ab. Wir haben eine kleine Wohnung an einen alleinstehenden "Penner" vermietet. Ich darf das mal so sagen, ist mein Kumpel. Der Bursche ist bienenfleißig und arbeitet seit 17 Jahren in einer beschützenden Werkstatt, zum Mindestlohn. Gestern habe ich ihm erzählt, der Staat zahlt mit 5000,- Prämie für meine alte Möhre. Er hat mich groß angekuckt und ganz blauäugig nachgefragt: Der Staat, von was zahlt der das? ..und gleich selber geantwortet: Vom Steueraufkommen, auch von meinen Steuern. Ich arme Sau muss dir, der du mindesten das vierfache Einkommen hast, dein neues Auto finanzieren?
...und dann noch, blinzelnd, schämst du dich nicht?
Weshalb diese Geschichte?
Denk mal darüber nach, wie viele Menschen die Vollzeit arbeiten und im Einkommen unter dem Strich kaum über HIV liegen, sich fühlen müssen, wenn sie mit ihren Abgaben eine Erhöhung der Einkommen derer mitfinanzieren müssen, die dafür kaum einen Finger krumm machen.
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Misterfritz » So 4. Mär 2018, 13:02

Boracay hat geschrieben:(04 Mar 2018, 12:54)Was ist deine Forderung? Stundenlohn verfünzigrfachen damit man auch mit einer 3h Woche durch kommt ohne Aufstocken?
Gebongt, nehme ich :D
Gut, ich würde auch 10 Stunden in der Woche arbeiten :p
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Boracay » So 4. Mär 2018, 13:04

Dampflok94 hat geschrieben:(04 Mar 2018, 12:54)

Wenn es überhaupt ein Verbrechen gab, dann die Abschaffung über Nacht der AlHi. Die war eine sehr gute und brauchbare Sozialleistung.


Es war keine brauchbare Sozialleistung sondern ein Verbrechen. Ganze Regionen kassierten ohne irgendeine Lust irgendwas zu tun. So ein krankes System haben sonst nur arabische Ölstaaten wo die Mehrheit der Bevölkerung rum gammelt und verblödet.
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Selina
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Selina » So 4. Mär 2018, 13:07

Boracay hat geschrieben:(04 Mar 2018, 12:54)

Singles die Vollzeit Arbeiten gehören nicht zu den Aufstockern, das ist auch gar nicht möglich. Sondern Alleinerziehende in Teilzeit oder sehr große Familien. Was ist deine Forderung? Stundenlohn verfünzigrfachen damit man auch mit einer 3h Woche durch kommt ohne Aufstocken?


Die Aufstockerei zieht sich durch alle Schichten, betroffen sind nicht nur Leute, die freiwillig Teilzeit arbeiten, sondern solche, die immer nur Teilzeit-Jobs finden, vor allem im Osten. Warum? Weil die Unternehmen aus Gewinn-Geilheit Lohnkosten sparen wollen und sich sagen: "Das kann der Staat machen, den Rest oben drauf zu legen". Die Leute arbeiten sozusagen zwangsweise Teilzeit, obwohl sie unbedingt Vollzeit arbeiten wollen. Und genau das muss sich ändern. Gebraucht werden unbefristete Vollzeitjobs. Jobs, die eine Familien- und Lebensplanung überhaupt erst einmal ermöglichen. Und die Schluss machen mit der permanenten Verunsicherung ganzer Schichten von jungen und mittelalten Leuten. Verunsicherung und Existenzangst treiben sie in die Hände dieser Rechtspopulisten, die wiederum ihre Sündenbockpolitik (Flüchtlinge an allem schuld) betreiben. Diese Existenzangst ist einer von mehreren Gründen, warum die Blaunen im Moment so viel Zulauf erleben.
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon odiug » So 4. Mär 2018, 13:08

Ich möchte mal darauf hinweisen, dass die geehrten User bitte etwas näher am Thema bleiben sollten.
Ich weiß, es verleitet abzuschweifen ... dennoch bitte bitte bitte ... sonst muss ich wieder ran und ich mag nicht :(
Moderatoren sind die Herren des Forums :x
Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Misterfritz » So 4. Mär 2018, 13:10

Selina hat geschrieben:(04 Mar 2018, 13:07)

Die Aufstockerei zieht sich durch alle Schichten, betroffen sind nicht nur Leute, die freiwillig Teilzeit arbeiten, sondern solche, die immer nur Teilzeit-Jobs finden, vor allem im Osten. Warum? Weil die Unternehmen aus Gewinn-Geilheit Lohnkosten sparen wollen und sich sagen: "Das kann der Staat machen, den Rest oben drauf zu legen". Die Leute arbeiten sozusagen zwangsweise Teilzeit, obwohl sie unbedingt Vollzeit arbeiten wollen. Und genau das muss sich ändern. Gebraucht werden unbefristete Vollzeitjobs. Jobs, die eine Familien- und Lebensplanung überhaupt erst einmal ermöglichen. Und die Schluss machen mit der permanenten Verunsicherung ganzer Schichten von jungen und mittelalten Leuten. Verunsicherung und Existenzangst treiben sie in die Hände dieser Rechtspopulisten, die wiederum ihre Sündenbockpolitik (Flüchtlinge an allem schuld) betreiben. Diese Existenzangst ist einer von mehreren Gründen, warum die Blaunen im Moment so viel Zulauf erleben.
Du wirst mir jetzt aber erklären, warum 2 mal Teilzeit den Arbeitgeber Geld spart im Vergleich zu einmal Vollzeit, bitte.
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Dampflok94 » So 4. Mär 2018, 13:11

Boracay hat geschrieben:(04 Mar 2018, 13:04)

Es war keine brauchbare Sozialleistung sondern ein Verbrechen. Ganze Regionen kassierten ohne irgendeine Lust irgendwas zu tun. So ein krankes System haben sonst nur arabische Ölstaaten wo die Mehrheit der Bevölkerung rum gammelt und verblödet.

Na klar doch. Mit der AlHi war der Weg zum Millionär nicht mehr weit. :x
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Selina » So 4. Mär 2018, 13:15

Misterfritz hat geschrieben:(04 Mar 2018, 13:10)

Du wirst mir jetzt aber erklären, warum 2 mal Teilzeit den Arbeitgeber Geld spart im Vergleich zu einmal Vollzeit, bitte.


Macht er ja nicht, der Herr Arbeitgeber, also zwei Teilzeit-Leute einstellen, anstatt eine Vollzeitstelle zu schaffen bzw. zu erhalten. Nein, er stellt nur eine Teilzeitkraft ein, die auf der früheren Vollzeitstelle dasselbe Pensum malochen muss wie früher der Vollzeitler. Das ist ja das Perfide. Die schlecht bezahlten Leiharbeiter, Saisonkräfte und Teilzeit-Arbeiter machen dasselbe für viel weniger Knete, was früher von Vollzeit-Leuten gemacht wurde. Haben aber nur nen Shit-Hungerlohn, den sie dann aufstocken müssen. Verkehrte Welt, von der nur eine Seite was davon hat: Die Unternehmensseite.
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Selina » So 4. Mär 2018, 13:18

odiug hat geschrieben:(04 Mar 2018, 13:08)

Ich möchte mal darauf hinweisen, dass die geehrten User bitte etwas näher am Thema bleiben sollten.
Ich weiß, es verleitet abzuschweifen ... dennoch bitte bitte bitte ... sonst muss ich wieder ran und ich mag nicht :(


Ja, sorry, hast ja recht ;)
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » So 4. Mär 2018, 13:30

Selina hat geschrieben:(04 Mar 2018, 13:15)

Das ist ja das Perfide. Die schlecht bezahlten Leiharbeiter, Saisonkräfte und Teilzeit-Arbeiter machen dasselbe für viel weniger Knete, was früher von Vollzeit-Leuten gemacht wurde. .


und was haben die Vollzeit-Leute dann vorher gemacht, wenn das ein Teilzeitarbeiter schafft. In der Nase gebohrt?
„Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem.“ (Karl Valentin)
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Selina » So 4. Mär 2018, 13:35

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(04 Mar 2018, 13:30)

und was haben die Vollzeit-Leute dann vorher gemacht, wenn das ein Teilzeitarbeiter schafft. In der Nase gebohrt?


Sorry, odiug, nur diese Antwort noch:

Nee, die haben (im Schnitt) normal gearbeitet, mit allen Pausen, mit genügend Zeit für die Reproduktion ihrer Arbeitskraft, mit allen Zuschlägen und allen arbeitsrechtlichen Vorteilen. Die befristeten Niedriglöhner (oft Teilzeit) haben nichts von alledem, nur die billige, schlecht bezahlte Maloche. Die soziale Markwirtschaft verwandelte sich wieder inne Art Manchester-Kapitalismus. Drei Schritte zurück quasi. Das kann ja nun wirklich niemand toll finden. Ich räume aber ein: Diese Prozesse vollziehen sich deutlicher und krasser im Osten, im Westen offenbar nicht ganz so heftig.
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Tom Bombadil » So 4. Mär 2018, 13:38

Der Vorsitzende der Tafeln in Deutschland, Jochen Brühl, verwahrt sich in der Tafel-Debatte strikt gegen die Kritik von Kanzlerin Angela Merkel und fordert sie auf, sich vor die Tafeln, ihre Arbeit und die ehrenamtlichen Helfer zu stellen. Im Interview mit unserer Redaktion sagte Brühl: „Wir lassen uns nicht von der Kanzlerin rügen, denn die aktuelle Entwicklung ist eine Konsequenz ihrer Politik.“
https://www.noz.de/deutschland-welt/pol ... &0&1027651

Richtig so :thumbup: Merkel sollte mal die Folgen ihrer eigenen, fehlerhaften Politik überdenken, ehe sie diejenigen rügt, die den ganzen Mist ausbaden müssen und die versuchen, das beste aus der Misere zu machen.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » So 4. Mär 2018, 13:39

Selina hat geschrieben:(04 Mar 2018, 13:35)

Sorry, odiug, nur diese Antwort noch:

Nee, die haben (im Schnitt) normal gearbeitet, mit allen Pausen, mit genügend Zeit für die Reproduktion ihrer Arbeitskraft, mit allen Zuschlägen und allen arbeitsrechtlichen Vorteilen.


erstmal, ich bin nicht odiug. Und zweitens. Warum sollte jemand der Teilzeit arbeitet nicht genügend "Zeit für die Reproduktion seiner Arbeitskraft" haben"
„Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem.“ (Karl Valentin)

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