Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Selina » Mi 14. Feb 2018, 14:13

Dark Angel hat geschrieben:(14 Feb 2018, 09:46)

Tja - als Frau habe ich einschlägige Erfahrungen mit den "Kulturbereicherern" machen müssen und diese Erfahrung hat meine Einstellung grundlegend verändert.


Das erklärt natürlich einiges. Nun verstehe ich auch die Hintergründe deines Kampfes für eine "kulturelle Identität" der Deutschen, die dir ja offenbar über alles geht. Und ich kann nun auch das unbedingte Verteidigen-Wollen des "Eigenen" gegen das "Fremde" besser verstehen. Das sind zwar alles nicht meine Intentionen und Vorstellungen einer künftigen Gesellschaft, aber immerhin sind sie nun in deinem Falle irgendwo nachvollziehbar.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Dark Angel » Mi 14. Feb 2018, 14:40

Selina hat geschrieben:(14 Feb 2018, 14:13)

Das erklärt natürlich einiges. Nun verstehe ich auch die Hintergründe deines Kampfes für eine "kulturelle Identität" der Deutschen, die dir ja offenbar über alles geht. Und ich kann nun auch das unbedingte Verteidigen-Wollen des "Eigenen" gegen das "Fremde" besser verstehen. Das sind zwar alles nicht meine Intentionen und Vorstellungen einer künftigen Gesellschaft, aber immerhin sind sie nun in deinem Falle irgendwo nachvollziehbar.

Gar nichts verstehst Du!
Ich kämpfe NICHT für eine kulturelle Identität der Deutschen, sondern habe gesagt, dass kulturelle Identität,Teil der individuellen Identität ist und zwar jedes Menschen. Unterlass deine Unterstellungen, Verdrehungen und Diffamierungen!

Deine Behauptung, es handele sich bei kultureller Identität um rechtes/neurechtes Gedankengut, habe ich anhand der Habilitationsschrift von (Prof) Arnd Uhle (Richter am Verfassungsgericht des Freistaates Sachsen) widerlegt!
Hast du jedoch - was typisch für dich ist - ignoriert bzw negiert, weil es nicht in dein Weltbild passt.

Und zu deiner Kenntnisnahme jede Muslimin verleiht ihrer kulturellen Identität Ausdruck, indem sie Kopftuch, Niqap etc trägt UND sie zeigt damit, dass sie sich von der Mehrheitsgesellschaft abgrenzt bzw aus ihr ausgrenzt.

Es ist schon sehr bezeichnend für dich, dass du JEDEM, außer er/sie ist Deutsche(r) nicht nur diese kulturelle Identität zugestehst, sondern auch deren/dessen Verteidigen des Eigenen gegen das Fremde nicht nur tolerierst, sondern akzeptierst.

Und nochwas: Der Kulturrelativismus, den du hier vertrittst ist NICHT vereinbar mit der Universalität der Menschenrechte, die ich vertrete. Kulturrealativistische Argumente - wie DU sie vertrittst, schließen die Kritik an Menschrechtsverletzungen aus.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Polibu » Mi 14. Feb 2018, 15:19

Woppadaq hat geschrieben:(14 Feb 2018, 08:43)

Ja, du bist nicht der einzige, der sagt "Wenn die CDU wie die AfD wäre, würde ich sie sofort wählen".


Falsch. Wenn die CDU wieder CDU wäre, dann würde ich sie wieder wählen.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon H2O » Mi 14. Feb 2018, 16:33

Dark Angel hat geschrieben:(14 Feb 2018, 12:58)

Das Grundgesetz muss gar nicht geändert werden. Art. 16a Abs.1 Sagt eindeutig wer Asylrecht genießt und die weiteren Absätze konkretisieren.
Das Problem besteht im Fehlen eines Einwanderungsgesetzes und darin, dass Asyl und Zuwanderung nicht unterschieden wird.
Wenn sauber zwischen Flüchtlingen - Asyl, Genfer Konvention und Krieg/Bürgerkrieg - und Wirtschafts-/Armutsmigranten unterschieden würde, wenn jeder, der nicht unter diese Kategorien fällt, das Land verlassen müsste und das auch konsequent durgesetzt würde, dann gäbe es diese Probleme gar nicht.

Ich habe bestimmt nichts gegen eine gesetzlich geordnete Vorgehensweise ein zu wenden; also her damit!
Unseren Nachwuchs finanzieren wir heute schon - dafür sind die Etats der Länder und des Bundes gedacht und für diesen Nachwuchs sind Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen vorhanden. Selbst bei einer Geburtenrate auf Erhaltungsniveau (2,1 Kinder pro Frau) gäbe es absolut kein Problem.
Zuwanderer haben jedoch a) eine wesentlich höhere Geburtenrate und b) werden die finanziert und finanzieren ihrerseits gar nichts. Da liegt dein Denkfehler. Die Zuwanderer sind nicht hochqualifiziert, sie sind zum großen Teil Analphabeten.

Nein, so rasch scheuchen Sie mich nicht vom Hof: Erwachsene Zuwanderer ersparen uns Kosten in Kindergärten, Krankenhäusern und Schulen. Das alles haben die Herkunftsländer geleistet. Für die Nachschulung geben wir dann Geld aus und machen sie fit für das Arbeitsleben. Für deren Nachwuchs müssen wir zahlen, das ist klar... so wie für unseren eigenen. Es wäre aus meiner Sicht keine Glanzleistung, leistungsbereite und leistungsfähige Zuwanderer fort zu jagen.
Und noch etwas sollte bedacht werden: Afrika ist der Kontinent mit dem höchsten Bevölkerungswachstum und der niedrigsten landwirtschaftlich nutzbaren Fläche.
1950 lebten 250 Mio Menschen in Afrika und auch da gab es schon klimabedingte Hungersnöte - heute knapp 70 Jahre später leben 1,2 Milliarden Menschen in Afrika, d.h. die Bevölkerung hat sich versechsfacht!

Bekannte Zahlen; aber unsere Gesetze gelten doch weiter, oder? Da tickt eine bekannte Zeitbombe. Wir müssen wohl einmal die UNO fragen, ob wir Afrikaner sterilisieren müssen.... oder welche Lösung dieser Weltorganisation so vorschwebt.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Woppadaq » Mi 14. Feb 2018, 17:09

Dark Angel hat geschrieben:(14 Feb 2018, 09:51)

Das Problem besteht nicht darin, DASS geholfen wird, sondern WIE.


Ja, verstehe, wenn nicht Merkel geholfen hätte, sondern meinetwegen Gabriel, und der hätte dann von Mutti nen Anranzer gekriegt, dann wäre alles in Ordnung gewesen. Tja, Politik ist manchmal schon ziemlich umständlich. Alle jammern über unehrliche Politiker, aber wenn sie dann mal wirklich ehrlich sind, könnt ihrs auch nicht vertragen.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon H2O » Mi 14. Feb 2018, 17:49

Hyde hat geschrieben:(14 Feb 2018, 12:10)

Was die generelle Zuwanderung angeht, so würde ich auf die EU-Freizügigkeit setzen und auf ein Zuwanderungsgesetz.

Was die Flüchtlinge angeht, würde ich darauf hinarbeiten, die Anreize für Flucht nach Deutschland zu verringern. Es ist nunmal nicht so, dass Flüchtlinge sich dazwischen entscheiden müssen, entweder nach Deutschland zu gehen oder zu sterben. Auch in einem Land wie Griechenland, Frankreich oder Belgien kann man überleben. Wenn die Anreize nach Deutschland nicht mehr so groß wären, würden sich die Flüchtlinge auch mehr auf diese anderen Länder verteilen, was nur gerecht wäre, wenn also Deutschland nur ein Zielland unter vielen wäre, anstatt die Hauptlast zu tragen.

Also Sozialleistungen für Ausländer kürzen. Dann werden diese Menschen dennoch nicht in die Visegradstaaten umgeleitet. Die Visegradskis und noch einige andere teilen nun einmal nicht unsere Werte... höchstens unser Geld :cool: Ich unterstütze selbstverständlich eine faire Lastverteilung in Europa. Nur bekommt die EU das nicht hin. Isso.
Und hinsichtlich der Kosten kann man den eigenen Nachwuchs ja nicht mit Flüchtlingszuwanderung vergleichen. Die Chancen auf guten Verdienst (anstatt auf Sozialhilfe angewiesen zu sein) sind für ein hier geborenes Kind deutlich höher als für einen 25-jährigen zugewanderten Flüchtling.

Dann stellen Sie bitte unsere entstehenden Kosten für unsere jungen Leute zwischen Null und 25 auf...und welche Kosten uns durch durch 25-jährige Zuwanderer entstehen, die in 5 Jahren für den Arbeitsmarkt fit gemacht werden.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Hyde » Mi 14. Feb 2018, 18:09

H2O hat geschrieben:(14 Feb 2018, 17:49)

Also Sozialleistungen für Ausländer kürzen. Dann werden diese Menschen dennoch nicht in die Visegradstaaten umgeleitet. Die Visegradskis und noch einige andere teilen nun einmal nicht unsere Werte... höchstens unser Geld :cool: Ich unterstütze selbstverständlich eine faire Lastverteilung in Europa. Nur bekommt die EU das nicht hin. Isso.

Dann stellen Sie bitte unsere entstehenden Kosten für unsere jungen Leute zwischen Null und 25 auf...und welche Kosten uns durch durch 25-jährige Zuwanderer entstehen, die in 5 Jahren für den Arbeitsmarkt fit gemacht werden.


Die Arbeitslosenquote unter den Flüchtlingen ist deutlich höher als in der einheimischen Bevölkerung, und diejenigen, die einen Job haben, haben dann oft ihr Leben lang nur Hilfsjobs oder geringbezahlte Jobs, so dass sie 40 Jahre lang dem Staat relativ geringe Steuern zahlen.

Die Mehrkosten, die dem Staat während der 25-jährigen Ausbildung eines Kindes im Vergleich zum Erwachsenen Flüchtling entstehen, werden durch das darauffolgende 40-50 Jahre andauernde Erwerbsleben wieder mehr als ausgeglichen.

Mir geht es aber bei der Frage der Begrenzung der Flüchtlingszuwanderung aber gar nicht in erster Linie um Kostenfaktoren, sondern um kulturelle Aspekte.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon H2O » Mi 14. Feb 2018, 18:18

Hyde hat geschrieben:(14 Feb 2018, 18:09)

Die Arbeitslosenquote unter den Flüchtlingen ist deutlich höher als in der einheimischen Bevölkerung, und diejenigen, die einen Job haben, haben dann oft ihr Leben lang nur Hilfsjobs oder geringbezahlte Jobs, so dass sie 40 Jahre lang dem Staat relativ geringe Steuern zahlen.

Die Mehrkosten, die dem Staat während der 25-jährigen Ausbildung eines Kindes im Vergleich zum Erwachsenen Flüchtling entstehen, werden durch das darauffolgende 40-50 Jahre andauernde Erwerbsleben wieder mehr als ausgeglichen.

Mir geht es aber bei der Frage der Begrenzung der Flüchtlingszuwanderung aber gar nicht in erster Linie um Kostenfaktoren, sondern um kulturelle Aspekte.


Da sind wir uns sicher schnell einig. Ist schon ein merkwürdiges Gefühl, wenn man aus irgendwelchen Gründen in der Stadtmitte Besorgungen machen möchte oder Ämter aufsuchen muß, daß man sich dort nicht mehr so richtig zu Hause fühlt.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Dark Angel » Mi 14. Feb 2018, 19:33

Woppadaq hat geschrieben:(14 Feb 2018, 17:09)

Ja, verstehe, wenn nicht Merkel geholfen hätte, sondern meinetwegen Gabriel, und der hätte dann von Mutti nen Anranzer gekriegt, dann wäre alles in Ordnung gewesen. Tja, Politik ist manchmal schon ziemlich umständlich. Alle jammern über unehrliche Politiker, aber wenn sie dann mal wirklich ehrlich sind, könnt ihrs auch nicht vertragen.

Ich schrieb entscheident ist WIE geholfen wird und nicht WER.
Die wirklichen Flüchtlinge - also die, die vor Bürgerkrieg oder politischer Verfolgung geflohen sind bzw fliehen, sind doch gar nicht das Thema.
Es geht um die Trittbrettfahrer, um diejenigen die aus wirtschaftlichen Gründen kommen/gekommen sind, die eigentlich gar kein Aufenthaltsrecht haben, die weder unter Art.16a GG oder die Genfer Konvention fallen.

Die, die zu den 20 Mio gehören, die in Afrika vom Hungertod bedroht sind, die sich keine Schlepper leisten können, denen wird damit doch nicht geholfen, aber bei denen wäre humanitäre Hilfe von Nöten, keine schönen Worte.
Denen ist auch mit Entwicklungshilfe-Milliarden nicht geholfen, weil die nicht bei Hilfsbedürftigen ankommen, sondern in irgendwelchen korrupten Kanälen verschwinden.

Das wurde übrigens auch von einigen afrikanischen Staatschefs bei einer Konferenz (bei der auch Merkel anwesend war) angesprochen. Was diesen Staaten hilft, ist Bildung, ist die Ansiedlung von Unternehmen, die vor Ort produzieren, die ausbilden etc. Wichtig ist, dass sich in diesen Staaten eine Mittelschicht bildet etc.
Nenne es meinetwegen Hilfe zur Selbsthilfe - damit diese Staaten aus eigener Kraft etwas aufbauen können.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Stefan1985 » Mi 14. Feb 2018, 19:53

Dark Angel hat geschrieben:(14 Feb 2018, 19:33)

Ich schrieb entscheident ist WIE geholfen wird und nicht WER.
Die wirklichen Flüchtlinge - also die, die vor Bürgerkrieg oder politischer Verfolgung geflohen sind bzw fliehen, sind doch gar nicht das Thema.
Es geht um die Trittbrettfahrer, um diejenigen die aus wirtschaftlichen Gründen kommen/gekommen sind, die eigentlich gar kein Aufenthaltsrecht haben, die weder unter Art.16a GG oder die Genfer Konvention fallen.

Die, die zu den 20 Mio gehören, die in Afrika vom Hungertod bedroht sind, die sich keine Schlepper leisten können, denen wird damit doch nicht geholfen, aber bei denen wäre humanitäre Hilfe von Nöten, keine schönen Worte.
Denen ist auch mit Entwicklungshilfe-Milliarden nicht geholfen, weil die nicht bei Hilfsbedürftigen ankommen, sondern in irgendwelchen korrupten Kanälen verschwinden.

Das wurde übrigens auch von einigen afrikanischen Staatschefs bei einer Konferenz (bei der auch Merkel anwesend war) angesprochen. Was diesen Staaten hilft, ist Bildung, ist die Ansiedlung von Unternehmen, die vor Ort produzieren, die ausbilden etc. Wichtig ist, dass sich in diesen Staaten eine Mittelschicht bildet etc.
Nenne es meinetwegen Hilfe zur Selbsthilfe - damit diese Staaten aus eigener Kraft etwas aufbauen können.


Ich hatte dich vorhin schon gefragt, welche Regionen Du unter Armutszuwanderung verstehst? Ich finde z.B., dass nach Afghanistan nicht abgeschoben werden dürfte. Was meinst Du? In Bezug auf das Thema, sollten wir dabei mehr an unsere Nation denken, dann könnte man aufgrund der fehlenden Bildung zu dem Schluss kommen? Oder sollten humanitäre Gründe überwiegen, die wir als Nation ja auch stets vertreten?
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Adam Smith » Mi 14. Feb 2018, 19:54

Stefan1985 hat geschrieben:(14 Feb 2018, 19:53)

Ich hatte dich vorhin schon gefragt, welche Regionen Du unter Armutszuwanderung verstehst? Ich finde z.B., dass nach Afghanistan nicht abgeschoben werden dürfte. Was meinst Du? In Bezug auf das Thema, sollten wir dabei mehr an unsere Nation denken, dann könnte man aufgrund der fehlenden Bildung zu dem Schluss kommen? Oder sollten humanitäre Gründe überwiegen, die wir als Nation ja auch stets vertreten?

Die Länder sollen doch alle sehr gastfreundlich sein. Aus dem Grund müsste es denen doch gut gehen.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Stefan1985 » Mi 14. Feb 2018, 20:07

Adam Smith hat geschrieben:(14 Feb 2018, 19:54)

Die Länder sollen doch alle sehr gastfreundlich sein. Aus dem Grund müsste es denen doch gut gehen.


Stimmt, den Schluss habe ich noch nicht gezogen. Wie wohl Adam Smith meine Frage beantworten würde?
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Dark Angel » Mi 14. Feb 2018, 20:34

H2O hat geschrieben:(14 Feb 2018, 16:33)

Ich habe bestimmt nichts gegen eine gesetzlich geordnete Vorgehensweise ein zu wenden; also her damit!

Sorry - aber die Gesetze sind vorhanden. Dazu brauchst du nur in die entsprechenden Gesetzbücher schauen!

H2O hat geschrieben:(14 Feb 2018, 16:33)
Nein, so rasch scheuchen Sie mich nicht vom Hof: Erwachsene Zuwanderer ersparen uns Kosten in Kindergärten, Krankenhäusern und Schulen. Das alles haben die Herkunftsländer geleistet.

Entschuldigung, aber dar ich mal laut lachen?! Wo sparen uns denn die erwachsenen Zuwanderer Kosten für Schulen und Krankenhäuser? Dies sparen nichts, aber auch gar nichts, die verursachen Kosten - Kosten die der Steurzahler und die Solidargemeinschaft zu tragen hat! Die Herkunftsländer haben gar nichts geleistet. Studien haben ergeben, dass die Zuwanderer zum sehr großen Teil von ihrer Bildung her nicht mal Grundschulniveau erreichen, wenn sie nicht sogar Analphabeten sind.

H2O hat geschrieben:(14 Feb 2018, 16:33)Für die Nachschulung geben wir dann Geld aus und machen sie fit für das Arbeitsleben.

Sag mal in welchem Paralleluniversum lebst du denn?
Etwa 35% der Zuwanderer haben keine Schulbildung oder 4 Jahre Grundschulbildung, weitere 20% geben an, ein "Gymnasium" besucht zu haben - entspricht nicht ganz dem Hauptschulabschluss in den OECD-Ländern, ganze 9% können einen Hochschulabschluss nachweisen. Für den Rest existieren keine Angaben. Da ist nix mit "Nachschulen", die müssen ganz von vorn anfangen, müssen erstmal schreiben und lesen lernen.
Vergl: hier

H2O hat geschrieben:(14 Feb 2018, 16:33) Für deren Nachwuchs müssen wir zahlen, das ist klar... so wie für unseren eigenen.

Wir müssen gar nichts!

H2O hat geschrieben:(14 Feb 2018, 16:33)Es wäre aus meiner Sicht keine Glanzleistung, leistungsbereite und leistungsfähige Zuwanderer fort zu jagen.

Wer Asylrecht gem. Art.16a GG, entsprechend Genfer Konvention oder der Regelung für Bürgerkriegs-/Kriegsflüchtlinge genießt, erhält Schutz und Aufenthaltsrecht, so lange die Asylgründe vorliegen. Liegen diese Asylgründe nicht mehr vor, haben die Betreffenden das Land zu verlassen.
Alle anderen genießen weder Schutz, noch haben sie irgendwelche Aufentrechte. Sie haben das Land zu verlassen. Ende!
Mit Aunahme hochqualifizierter Arbeitskräfte, die jedoch i.d.R eine Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis vorweisen (können)
Was Deutschland braucht, ist ein Einwanderungsgesetz, wie jedes moderne Einwanderungsland eins hat.

H2O hat geschrieben:(14 Feb 2018, 16:33)Bekannte Zahlen; aber unsere Gesetze gelten doch weiter, oder? Da tickt eine bekannte Zeitbombe. Wir müssen wohl einmal die UNO fragen, ob wir Afrikaner sterilisieren müssen.... oder welche Lösung dieser Weltorganisation so vorschwebt.

Kannst du mal verraten was unsere Gesetze mit der Bevölkerungsexplosion in Afrika zu tun haben sollen?
Und ich verrate dir was: Je höher der Wohlstand und je höher das Bildungsniveau der Bevölkerung ist, um so niedriger die Geburtenrate! Beispiel Türkei - im industrialisierten Westen liegt die Geburtenrate bei 1,5 Kindern pro Frau, in den Gebieten ohne Industrie, mit gleichzeitig hoher Analphabetenrate - insbesondere bei Frauen - liegt die Geburtenrate bei 5,7 Kindern pro Frau. Merkste was?
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Polibu » Mi 14. Feb 2018, 20:50

H2O hat geschrieben:(14 Feb 2018, 16:33)

Nein, so rasch scheuchen Sie mich nicht vom Hof: Erwachsene Zuwanderer ersparen uns Kosten in Kindergärten, Krankenhäusern und Schulen. Das alles haben die Herkunftsländer geleistet. Für die Nachschulung geben wir dann Geld aus und machen sie fit für das Arbeitsleben. Für deren Nachwuchs müssen wir zahlen, das ist klar... so wie für unseren eigenen. Es wäre aus meiner Sicht keine Glanzleistung, leistungsbereite und leistungsfähige Zuwanderer fort zu jagen.




Die meisten dieser sogenannten Zuwanderer sind für den Arbeitsmarkt nicht zu gebrauchen. Sie sind schlichtweg nicht qualifiziert und eine Nachqualifizierung ist im Prinzip sinnlos, weil nicht machbar. Wir leben nicht mehr in den 60er Jahren, wo jeder einen Job bekommen hat. Die damaligen Gastarbeiter konnten praktisch zu 100% eingesetzt werden. Dafür sind sie ja auch gekommen. Von den Flüchtlingen stehen uns frühestens in 10-15 Jahren brauchbare Arbeiter zur Verfügung. Die Erwachsenen kann man praktisch komplett abhaken. Deren Kinder kann man sicherlich irgendwann gebrauchen. Bis dahin kostet es aber Milliarden und Abermilliarden.

Heutzutage braucht es eine wesentlich höhere Qualifizierung, um auf dem Arbeitsmarkt bestehen zu können. Wir steuern auf Industrie 4.0 zu. Da kann man doch keine Unqualifizierten einsetzen. Das geht vielleicht noch ein paar Jahre in irgendwelchen Buden, die vom Fortschritt nicht viel halten. Aber das sind zum einen nicht viele und zum anderen sind die auch schneller pleite als sie gucken können, wenn sie sich Industrie 4.0 verweigern.

Im übrigen kosten uns die Flüchtlinge jährlich locker 40 Milliarden. Das ist schon ein sehr teure Kinderbetreuung, die uns die Flüchtlinge abgenommen haben.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Woppadaq » Mi 14. Feb 2018, 21:02

Hallo Strangthema?
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Polibu » Mi 14. Feb 2018, 21:04

Woppadaq hat geschrieben:(14 Feb 2018, 21:02)

Hallo Strangthema?


Es hat etwas mit dem Strangthema zu tun. Oder meinst du es ist förderlich für eine Nation, wenn Millionen zusätzliche Arbeitslose die Sozialkassen belasten?
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon H2O » Mi 14. Feb 2018, 21:19

Dark Angel hat geschrieben:(14 Feb 2018, 20:34)

Sorry - aber die Gesetze sind vorhanden. Dazu brauchst du nur in die entsprechenden Gesetzbücher schauen!

Prima, alles in Butter, oder wie?
Entschuldigung, aber dar ich mal laut lachen?! Wo sparen uns denn die erwachsenen Zuwanderer Kosten für Schulen und Krankenhäuser? Dies sparen nichts, aber auch gar nichts, die verursachen Kosten - Kosten die der Steurzahler und die Solidargemeinschaft zu tragen hat! Die Herkunftsländer haben gar nichts geleistet. Studien haben ergeben, dass die Zuwanderer zum sehr großen Teil von ihrer Bildung her nicht mal Grundschulniveau erreichen, wenn sie nicht sogar Analphabeten sind.

Trotzdem leben diese Menschen und sie dürften in der Mehrheit auch formbar sein. Klar müssen wir dort investieren... von nix kommt nix; oder doch: Ziemlicher Ärger.
Sag mal in welchem Paralleluniversum lebst du denn?
Etwa 35% der Zuwanderer haben keine Schulbildung oder 4 Jahre Grundschulbildung, weitere 20% geben an, ein "Gymnasium" besucht zu haben - entspricht nicht ganz dem Hauptschulabschluss in den OECD-Ländern, ganze 9% können einen Hochschulabschluss nachweisen. Für den Rest existieren keine Angaben. Da ist nix mit "Nachschulen", die müssen ganz von vorn anfangen, müssen erstmal schreiben und lesen lernen.
Vergl: hier

Ja, die gebratenen Tauben fliegen uns nur im Schlaraffenland in den Mund. Wenn wir die Sache schluren lassen, dann haben wir eine festgefahrene Unterschicht. Ich gehe davon aus, daß ein großer Teil davon formbar ist. Mal eben so... das wird nichts.
Wir müssen gar nichts!


Wer Asylrecht gem. Art.16a GG, entsprechend Genfer Konvention oder der Regelung für Bürgerkriegs-/Kriegsflüchtlinge genießt, erhält Schutz und Aufenthaltsrecht, so lange die Asylgründe vorliegen. Liegen diese Asylgründe nicht mehr vor, haben die Betreffenden das Land zu verlassen.
Alle anderen genießen weder Schutz, noch haben sie irgendwelche Aufentrechte. Sie haben das Land zu verlassen. Ende!

Ja, möchte ich auch so sehen können; aber daran brechen unsere Ämter zusammen. Und das... siehe oben... bei perfekt passenden Gesetzen. Nicht zu fassen. Oder ist das dann doch nicht so?
Mit Aunahme hochqualifizierter Arbeitskräfte, die jedoch i.d.R eine Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis vorweisen (können)
Was Deutschland braucht, ist ein Einwanderungsgesetz, wie jedes moderne Einwanderungsland eins hat.

Na, dann doch her damit. Geredet wird darüber schon seit Jahren. Na, wenigstens die Homoehe haben unsere Politiker durchgesetzt. Wichtigstes zuerst!
Kannst du mal verraten was unsere Gesetze mit der Bevölkerungsexplosion in Afrika zu tun haben sollen?
Und ich verrate dir was: Je höher der Wohlstand und je höher das Bildungsniveau der Bevölkerung ist, um so niedriger die Geburtenrate! Beispiel Türkei - im industrialisierten Westen liegt die Geburtenrate bei 1,5 Kindern pro Frau, in den Gebieten ohne Industrie, mit gleichzeitig hoher Analphabetenrate - insbesondere bei Frauen - liegt die Geburtenrate bei 5,7 Kindern pro Frau. Merkste was?

Altbekannte Sache; und was soll ich nun daraus für unser Land und seine ungebetenen Zuwanderer schließen? Mit starken Sprüchen kommt man da nicht weiter.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Woppadaq » Mi 14. Feb 2018, 22:35

Polibu hat geschrieben:(14 Feb 2018, 21:04)

Es hat etwas mit dem Strangthema zu tun. Oder meinst du es ist förderlich für eine Nation, wenn Millionen zusätzliche Arbeitslose die Sozialkassen belasten?


Das strangthema lautet: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Diskutiert wird inzwischen: Dinge, die eigentlich in "Sammelstrang Flüchtlinge" gehören.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Polibu » Mi 14. Feb 2018, 22:39

Woppadaq hat geschrieben:(14 Feb 2018, 22:35)

Das strangthema lautet: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Diskutiert wird inzwischen: Dinge, die eigentlich in "Sammelstrang Flüchtlinge" gehören.


Dass die Themen sich durchaus überschneiden können, sollte jedem halbwegs intelligenten Menschen eigentlich klar sein. :rolleyes:
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Selina » Do 15. Feb 2018, 09:42

Dark Angel hat geschrieben:(14 Feb 2018, 14:40)

Gar nichts verstehst Du!
Ich kämpfe NICHT für eine kulturelle Identität der Deutschen, sondern habe gesagt, dass kulturelle Identität,Teil der individuellen Identität ist und zwar jedes Menschen. Unterlass deine Unterstellungen, Verdrehungen und Diffamierungen!

Deine Behauptung, es handele sich bei kultureller Identität um rechtes/neurechtes Gedankengut, habe ich anhand der Habilitationsschrift von (Prof) Arnd Uhle (Richter am Verfassungsgericht des Freistaates Sachsen) widerlegt!
Hast du jedoch - was typisch für dich ist - ignoriert bzw negiert, weil es nicht in dein Weltbild passt.

Und zu deiner Kenntnisnahme jede Muslimin verleiht ihrer kulturellen Identität Ausdruck, indem sie Kopftuch, Niqap etc trägt UND sie zeigt damit, dass sie sich von der Mehrheitsgesellschaft abgrenzt bzw aus ihr ausgrenzt.

Es ist schon sehr bezeichnend für dich, dass du JEDEM, außer er/sie ist Deutsche(r) nicht nur diese kulturelle Identität zugestehst, sondern auch deren/dessen Verteidigen des Eigenen gegen das Fremde nicht nur tolerierst, sondern akzeptierst.

Und nochwas: Der Kulturrelativismus, den du hier vertrittst ist NICHT vereinbar mit der Universalität der Menschenrechte, die ich vertrete. Kulturrealativistische Argumente - wie DU sie vertrittst, schließen die Kritik an Menschrechtsverletzungen aus.


Ich relativiere nichts, ich bin nur für eine Gleichbehandlung aller Menschen, egal, woher sie kommen, wohin sie gehen und welchen Glauben sie haben. Die Gegebenheiten dieser Welt sind nun mal so, dass Grenzen verschwinden oder marginal werden, Handel, Wirtschaft, Wissenschaft, Forschung, Musik, Literatur, all das und mehr ist lange schon grenzenlos. Auch Erniedrigung und Kleinhaltung eines Teils der Menschen dieser Welt sind grenzenlos. Es war schon seit dem Kolonialismus abzusehen, dass sich diese Menschen eines Tages mal dahin begeben, wo sie leben können und nicht vegetieren oder ewig nur arm sein müssen, dahin, wo die fremden Nutznießer ihrer großen Ressourcen schon lange fröhlich ihren egoistischen Wohlstand feiern.
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