Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Moderator: Moderatoren Forum 2

Benutzeravatar
Tom Bombadil
Moderator
Beiträge: 32529
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 15:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 14. Feb 2018, 01:10

Es werden wieder Flüchtlinge und Einwanderer synonym benutzt. Flüchtlinge könnten wir sehr viele aufnehmen, auch weit mehr als 200.000 pro Jahr, wenn man sich von dem Anspruch verabschiedet, sie auf Biegen und Brechen integrieren zu müssen udn wenn klar wäre, dass die Schutzsuchenden schnellstmöglich das Land wieder verlassen. Einwanderer sollte man nur so viele aufnehmen, wie auch wirklich auf dem Arbeitsmarkt gebraucht werden.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Polibu
Beiträge: 4230
Registriert: Mo 11. Dez 2017, 02:04

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Polibu » Mi 14. Feb 2018, 02:42

65 000 Flüchtlinge pro Jahr und die Welt ist in Ordnung. Vorher allerdings erst mal die ganzen abgelehnten Flüchtlinge aus den Jahren 2015-2018 ausweisen. Wenn es nach mir geht würde bis dahin kein einziger Flüchtling mehr aufgenommen werden.

Das hat Merkel bei mir definitiv verspielt. Ich habe früher nie über die Flüchtlingspolitik gemeckert. Ich fand sie immer gut. Aber 2015 war der Obergau. Das muss erst wieder korrigiert werden. Am besten nimmt Frau Merkel gleich auch ihren Hut und haut einfach ab. Argentinien wäre eine gute Wahl für sie.

Ich bin erst wieder zufrieden, wenn 2015-2018 korrigiert wurde. Bis dahin wähle ich AfD.
Woppadaq
Beiträge: 2798
Registriert: So 8. Apr 2012, 10:29

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Woppadaq » Mi 14. Feb 2018, 06:01

Polibu hat geschrieben:(14 Feb 2018, 02:42)

Ich bin erst wieder zufrieden, wenn 2015-2018 korrigiert wurde. Bis dahin wähle ich AfD.


Als ob DU eine Rolle spielst...
Polibu
Beiträge: 4230
Registriert: Mo 11. Dez 2017, 02:04

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Polibu » Mi 14. Feb 2018, 06:17

Woppadaq hat geschrieben:(14 Feb 2018, 06:01)

Als ob DU eine Rolle spielst...


Wer so denkt, der braucht gar nicht erst wählen gehen. Jeder Wähler spielt eine Rolle.
Woppadaq
Beiträge: 2798
Registriert: So 8. Apr 2012, 10:29

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Woppadaq » Mi 14. Feb 2018, 06:51

Polibu hat geschrieben:(14 Feb 2018, 06:17)

Wer so denkt, der braucht gar nicht erst wählen gehen. Jeder Wähler spielt eine Rolle.


Ja, aber als CDU-Changer spielst du keine Rolle. Vergiss das mal ganz schnell.
Polibu
Beiträge: 4230
Registriert: Mo 11. Dez 2017, 02:04

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Polibu » Mi 14. Feb 2018, 07:24

Woppadaq hat geschrieben:(14 Feb 2018, 06:51)

Ja, aber als CDU-Changer spielst du keine Rolle. Vergiss das mal ganz schnell.


Ich habe mich gerade mal umgesehen. Ich bin nicht allein auf der Welt. Es gibt noch mehr ehemalige CDU Wähler.
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 10738
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 15:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 14. Feb 2018, 08:03

Woppadaq hat geschrieben:(13 Feb 2018, 17:26)
Du wiederholst deren Parolen und glaubst damit, deren Essenz erfasst zu haben? Wie wärs, wenn du dir mal die Programmpukte rechter Parteien wie z.B. der AfD zu Gemüte führst und versuchst, sie auf das Gemeinsame herunterzubrechen, und dann vergleichst, ob die Tendenz eher pro Nation (was immer das genau bedeuten soll) oder eher pro Egoismus (ob nun der Nation oder der Volksgruppe oder was immer) ist?

Wenn die UKIP, anstatt zu gucken, welche Zahlungen nach und von Brüssel national betrachtet noch Sinn machen, meint zu propagieren, ohne Unterschied alle Zahlungen an die EU einstellen zu wollen, weil man das Geld ja auch national verwenden kann, dann bedienen sie eindeutg den Egoismus-Reflex: nix geben, aber weiterhin bekommen. die komplette Programmlosigkeit der UKIP nach dem Brexit zeigt, dass das auch nie ein echtes Nachrechnen stattgefunden hat. Sonst hätte man schnell vom Brexit gelassen. Nicht die pro-nationale, sondern die national-egoistische Aktion war der UKIP wichtig, als eine Art Akt des Sich-über-den-anderen-stellens.

"Pro-national" vs "National-Egoistisch" ... gut. Denk ich mal drüber nach ...
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Benutzeravatar
Ger9374
Beiträge: 2655
Registriert: Sa 19. Nov 2016, 05:39
Benutzertitel: Einigkeit,Recht und Freiheit!!

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Ger9374 » Mi 14. Feb 2018, 08:09

Polibu hat geschrieben:(14 Feb 2018, 02:42)

65 000 Flüchtlinge pro Jahr und die Welt ist in Ordnung. Vorher allerdings erst mal die ganzen abgelehnten Flüchtlinge aus den Jahren 2015-2018 ausweisen. Wenn es nach mir geht würde bis dahin kein einziger Flüchtling mehr aufgenommen werden.

Das hat Merkel bei mir definitiv verspielt. Ich habe früher nie über die Flüchtlingspolitik gemeckert. Ich fand sie immer gut. Aber 2015 war der Obergau. Das muss erst wieder korrigiert werden. Am besten nimmt Frau Merkel gleich auch ihren Hut und haut einfach ab. Argentinien wäre eine gute Wahl für sie.

Ich bin erst wieder zufrieden, wenn 2015-2018 korrigiert wurde. Bis dahin wähle ich AfD.


Das ist auch meine Sicht der Dinge, Saustall aufräumen, Merkel abräumen dann weiter sehen.
Vertrauen in die Deutsche Politikerkaste muss erst wieder erwachsen.
Jede meinung ist wichtig,sofern man eine eigene hat!
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 10738
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 15:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 14. Feb 2018, 08:21

Tom Bombadil hat geschrieben:(13 Feb 2018, 15:03)

Ich denke, dass die meisten Deutschen die Begriffe Volk und Nation völlig rational, nüchtern und ohne große Gefühle einordnen.

Ja. In den Nachrichten heißt es in aller Regel und zum Beispiel: "Heute werden die Bürger Portugals eine neue Regierung wählen". "Heute wird in Frankreich eine neue Regierung gewählt". "Heute finden Wahlen in Italien statt" ... usw. usf. Würde es heißen "Heute wählt das kroatische Volk eine neue Regierung ..." würde man, völlig zurecht, aufhorchen und sich fragen: "Häh? Was hat der jetzt gesagt?" Ich wiederhole und berufe mich als armer Unwissender noch einmal auf einen Geschichtsprofessor, MIchael Wildt, der es besser wissen müsste:
Der Begriff Volk führt stets die blutigen Kämpfe, die in seinem Namen geführt werden, mit sich: die Abgrenzungen nach oben und unten, nach innen und außen. Das Staatsvolk will nichts gemein haben mit dem Pöbel; allein das Wort Volksherrschaft ruft die Assoziationen Terror, Anarchie und Willkür hervor. Das auserwählte Volk Gottes glaubt sich gegenüber den ungläubigen Völkern in einer unzweifelhaften Position der Überlegenheit; das Volk zur Nation gekürt verwandelt die Bevölkerung eines Territoriums in eine Abstammungsgemeinschaft, die sich ebenfalls zur modernisierenden Herrschaft über andere Völker berufen fühlt.

... und der den Begriff "Volk" hier und heute und ganz konkret als obsolet und anachronistisch ansieht. So wie die Äthertheorien oder die Phrenologie oder die Vier-Säfte-Lehre.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Woppadaq
Beiträge: 2798
Registriert: So 8. Apr 2012, 10:29

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Woppadaq » Mi 14. Feb 2018, 08:43

Polibu hat geschrieben:(14 Feb 2018, 07:24)

Ich habe mich gerade mal umgesehen. Ich bin nicht allein auf der Welt. Es gibt noch mehr ehemalige CDU Wähler.


Ja, du bist nicht der einzige, der sagt "Wenn die CDU wie die AfD wäre, würde ich sie sofort wählen".
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 13510
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 07:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Dark Angel » Mi 14. Feb 2018, 09:46

H2O hat geschrieben:(13 Feb 2018, 23:34)

Na, na, nun wischen Sie einmal den Schaum vom Munde! Daß hier einige Dinge nicht in Ordnung sind, schon weil es Gesetze gibt, die in anderen Zeiten für andere Verhältnisse geschaffen wurden, das ist doch klar. Die Gesetze müssen angepaßt werden an unsere Zeit und unsere Verhältnisse. Dazu benötigt man einen arbeitsfähigen Bundestag. Den hätte ich auch gern.

Bestehende Gesetze müssen angepasst werden? Woran müssen bestehende Gesetze denn angepasst werden?
Bestehende Gesetze müssen eingehalten und durchgesetzt werden. Punkt!
Wer hier leben will, hat unser Rechtssystem zu akzeptieren und unsere Gesetze einzuhalten. Ende!

H2O hat geschrieben:(13 Feb 2018, 23:34)
Dennoch läßt unser Land nicht (mehr) "unbegrenzt" Fremde herein. 117.000 im Jahr. Damit wird noch nicht einmal das Geburtendefizit ausgeglichen, das zum Erhalt unserer Einwohnerzahl notwendig ist. Das schafft erst die EU-Binnenwanderung.

117.000 im Jahr sind eine große Kreisstadt - die brauchen Wohnungen, brauchen Schulen, Kitas etc - das kostet und zwar den Steuerzahler.
Deutschland ist einer der am dichtesten besiedelten Flächenstaaten, da muss gar nix ausgeglichen werden. Deutschland geht nicht unter - geht vor allem als Wirtschaftsstandort nicht unter - wenn hier ein paar Millionen Menschen weniger leben, die dafür aber gut gebildet und gut ausgebildet sind und den Anforderungen des Arbeitsmarktes gerecht werden.
Unsere Industrie braucht qualifizierte Arbeitskräfte und keine Hilfsarbeiter.
Die Zuwanderer - in ihrer Mehrheit gar nicht oder gering qualifiziert bzw Analphabeten stehen dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung, die kosten nur und über genau diese Kosten deckt die Regierung den Mantel des Schweigens.

H2O hat geschrieben:(13 Feb 2018, 23:34)
Ich habe auch bisher keine der ganz bösen Erfahrungen machen müssen, obwohl ich in einer Stadt mit sehr hohem Ausländeranteil lebe... wenn ich hier bin. Das liegt vielleicht auch am Charakter der Menschen hier... etwas norddeutsch kühl. Gemeckert wird schon, und schräge Sachen passieren auch. Aber hier schlagen keine Flammen aus dem Dach, so daß man am liebsten zum Knüppel greifen würde, um dem Treiben ein Ende zu machen.

Tja - als Frau habe ich einschlägige Erfahrungen mit den "Kulturbereicherern" machen müssen und diese Erfahrung hat meine Einstellung grundlegend verändert.
Ich sehe mich zwar nicht als "armes Opfer", aber ich würde lügen, wenn ich sagen würde, ich habe keine Angst, zumindest aber ein sehr mulmiges Gefühl!

H2O hat geschrieben:(13 Feb 2018, 23:34)
Wer zwingt denn den armen, armen Herrn Palmer, ein unsinniges Gesetz an znwenden? Ist der Mann denn kein Politiker? Machen, nicht meckern. Mal sehen, ob ihn jemand deshalb einsperrt!

Der Herr Palmer ist Oberbürgermeister der Stadt Tübingen und als solcher ist er an geltendes Recht gebunden. Und anders als Frau Merkel kann er sich da nicht einfach darüber hinweg setzen oder Gesetze einfach nach Gusto mal eben außer Kraft setzen.
So läuft das halt nicht in einem Rechtsstaat, das jeder machen kann, was ihm grade einfällt.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 13510
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 07:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Dark Angel » Mi 14. Feb 2018, 09:51

Woppadaq hat geschrieben:(14 Feb 2018, 00:15)

Sie reden von müsssen, ich von können. Warum ist es für sie ein Problem, dass Menschen andren Menschen helfen, wo es geht?

Das Problem besteht nicht darin, DASS geholfen wird, sondern WIE.
"Gut gemeint, ist halt das Gegenteil von gut gemacht" oder wie Kurt Tucholsky es ausdrückte: "Das Gegenteil von gut ist nicht böse, sondern gut gemeint."
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 10738
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 15:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 14. Feb 2018, 10:16

Dark Angel hat geschrieben:(14 Feb 2018, 09:46)
117.000 im Jahr sind eine große Kreisstadt - die brauchen Wohnungen, brauchen Schulen, Kitas etc - das kostet und zwar den Steuerzahler.
Deutschland ist einer der am dichtesten besiedelten Flächenstaaten, da muss gar nix ausgeglichen werden. Deutschland geht nicht unter - geht vor allem als Wirtschaftsstandort nicht unter - wenn hier ein paar Millionen Menschen weniger leben, die dafür aber gut gebildet und gut ausgebildet sind und den Anforderungen des Arbeitsmarktes gerecht werden.

Stand Januar 2018 sind 100 000 Plätze in Flüchtlingsunterkünften in Deutschland nicht belegt. (http://www.zeit.de/news/2018-01/04/flue ... r-04101405) Und die Prognose für Familienangehörigkeitsnachzüge musste in den letzten Monaten immer wieder nach unten korrigiert werden. Von drei auf eins und jüngst (laut IAB, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung) sogar nur 0,28. Was dann bis Ende 2017 in der Gesamtrechnung etwa 100 000 berechtigte Nachzügler ergäbe. Während die CSU (nicht die AfD!) noch voriges Jahr von Sieben Millionen zu erwartenden Nachzüglern sprach. Sieben Millionen vs. 100 000 !!! Bei jedem ankommenden Flüchtlingsboot in Europa müssten in der CSU-Zentrale eigentlich die Sektkorken knallen. Es lässt sich ganz wunderbar Wahlkampf per Panikmache betreiben.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Moderator
Beiträge: 32529
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 15:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 14. Feb 2018, 11:01

schokoschendrezki hat geschrieben:(14 Feb 2018, 08:21)

Ja. In den Nachrichten heißt es in aller Regel...

ZB. der Deutsche ist in der offiziellen Sprache verschwunden. Da heißt es dann oft, "die Menschen in Deutschland" oder "die Bürger" tun dies und jenes. Bei IS-Terroristen die im Irak eingeknastet sind, ist man da nicht mehr so politisch korrekt, das sind dann plötzlich Deutsche, die man unbedingt vor der Todesstrafe retten muss.

Ich wiederhole und berufe mich als armer Unwissender...

Bring doch mal deine eigenen Gedanken ein. Gewalt von Gruppen gegen andere Gruppe gab es schon immer und wird es auch noch sehr lange geben, ob man diese Gruppe jetzt Volk, Ultras, Bande oder IS nennt, ist doch völlig wurscht.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 13510
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 07:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Dark Angel » Mi 14. Feb 2018, 11:04

schokoschendrezki hat geschrieben:(14 Feb 2018, 10:16)

Stand Januar 2018 sind 100 000 Plätze in Flüchtlingsunterkünften in Deutschland nicht belegt. (http://www.zeit.de/news/2018-01/04/flue ... r-04101405) Und die Prognose für Familienangehörigkeitsnachzüge musste in den letzten Monaten immer wieder nach unten korrigiert werden. Von drei auf eins und jüngst (laut IAB, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung) sogar nur 0,28. Was dann bis Ende 2017 in der Gesamtrechnung etwa 100 000 berechtigte Nachzügler ergäbe. Während die CSU (nicht die AfD!) noch voriges Jahr von Sieben Millionen zu erwartenden Nachzüglern sprach. Sieben Millionen vs. 100 000 !!! Bei jedem ankommenden Flüchtlingsboot in Europa müssten in der CSU-Zentrale eigentlich die Sektkorken knallen. Es lässt sich ganz wunderbar Wahlkampf per Panikmache betreiben.

Fakt ist, dass niemand weiß, wie hoch der Familiennachzug ausfallen wird, Fakt ist ebenso, dass dieser Familiennachzug die Sozialkassen weiter/zusätzlich belasten wird und dass es sich bei diesem Familiennachzug um einen weiteren Rechtsbruch bzw um eine Rechtsbeugung handelt.

"Familiennachzug
Wenn Sie Familienangehöriger eines Bürger eines Drittstaats sind, kann Ihnen zur Herstellung beziehungsweise Wahrung der familiären Lebensgemeinschaft ein Aufenthaltstitel erteilt werden. Voraussetzung ist,

dass Ihr Familienangehöriger (zu dem der Familiennachzug stattfindet, auch Stammberechtigter genannt) im Besitz eines Aufenthaltstitels ist,
über ausreichend Wohnraum verfügt und
der Lebensunterhalt gesichert ist."
Quelle
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 18263
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon H2O » Mi 14. Feb 2018, 11:22

Hyde hat geschrieben:(14 Feb 2018, 00:44)

Woher ist diese Zahl? In den letzten Jahren sah die Flüchtlingszuwanderung folgendermaßen aus:

2015: 890.000
2016: 280.000
2017: 190.000
Januar 2018: 12.000 (aufs Jahr hochgerechnet wären das also knapp 150.000)

Man sieht also, dass es bei der Flüchtlingszuwanderung eine sinkende Tendenz gibt. Ich denke aber, dass Deutschland anstreben sollte, die Flüchtlingszahlen langfristig auf unter 100.000 pro Jahr zu senken, damit es für die Aufnahmegesellschaft verkraftbar bleibt. Man kann auch ein paar Jahre lang mal mehr Flüchtlinge aufnehmen, aber dauerhaft gesehen sehe ich eine Zahl von über 100.000 pro Jahr als problematisch an.


Die Zahl für 2017 habe ich aus wiki oder einer Bundesstatistik entnommen, weil ich kein eigenes Innenministerium habe.

Ich habe nichts dagegen, weniger Flüchtlinge auf zu nehmen, wenn weniger um Asyl bitten. Was aber tun, wenn sie da sind? Ich vermute, daß wir dann unser Grundgesetz ändern müßten. Auch hinsichtlich der gerechtfertigten Rückführungen.

Weiterhin frage ich mich, wie wir unseren Nachwuchs finanzierten, wenn der diese Zuwanderer von der Zahl her ersetzte. Auch der braucht Kindergärten, Schulen, Ausbildungsstätten, Hochschulen, Jobs und Wohnungen. Aber vielleicht habe ich da einen gedanklichen Kurzschluß?
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 18263
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon H2O » Mi 14. Feb 2018, 11:34

Dark Angel hat geschrieben:(14 Feb 2018, 09:46)

Bestehende Gesetze müssen angepasst werden? Woran müssen bestehende Gesetze denn angepasst werden?
Bestehende Gesetze müssen eingehalten und durchgesetzt werden. Punkt!
Wer hier leben will, hat unser Rechtssystem zu akzeptieren und unsere Gesetze einzuhalten. Ende!

Nix dagegen, im Gegenteil. Ende! :)
117.000 im Jahr sind eine große Kreisstadt - die brauchen Wohnungen, brauchen Schulen, Kitas etc - das kostet und zwar den Steuerzahler.
Deutschland ist einer der am dichtesten besiedelten Flächenstaaten, da muss gar nix ausgeglichen werden. Deutschland geht nicht unter - geht vor allem als Wirtschaftsstandort nicht unter - wenn hier ein paar Millionen Menschen weniger leben, die dafür aber gut gebildet und gut ausgebildet sind und den Anforderungen des Arbeitsmarktes gerecht werden.
Unsere Industrie braucht qualifizierte Arbeitskräfte und keine Hilfsarbeiter.
Die Zuwanderer - in ihrer Mehrheit gar nicht oder gering qualifiziert bzw Analphabeten stehen dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung, die kosten nur und über genau diese Kosten deckt die Regierung den Mantel des Schweigens.

Ja klar; also ersaufen lassen... so etwas wollte doch eine couragierte Dame notfalls mit Schußwaffen lösen. Was würden wir denn mit unserem eigenen Nachwuchs veranstalten, wenn der hilflos und ungebildet zur Welt käme? Für den Arbeitsmarkt nicht zu gebrauchen, diese Analphabeten! Diese Kosten wären kaum zu ertragen... ich glaube, da frage ich einmal meine Eltern... ;) In diese Rohmasse müssen wir eben investieren, und dann wird das auch.
Tja - als Frau habe ich einschlägige Erfahrungen mit den "Kulturbereicherern" machen müssen und diese Erfahrung hat meine Einstellung grundlegend verändert.
Ich sehe mich zwar nicht als "armes Opfer", aber ich würde lügen, wenn ich sagen würde, ich habe keine Angst, zumindest aber ein sehr mulmiges Gefühl!

Als Vater von Töchtern bin ich auch immer besorgt; das ging meinen Eltern mit meinen Schwestern ähnlich. Das mulmige Gefühl kann ich unseren Frauen und Mädchen leider nicht ersparen. Damals gab es diese Flüchtlinge noch gar nicht, aber an Unholden war kein Mangel.
Der Herr Palmer ist Oberbürgermeister der Stadt Tübingen und als solcher ist er an geltendes Recht gebunden. Und anders als Frau Merkel kann er sich da nicht einfach darüber hinweg setzen oder Gesetze einfach nach Gusto mal eben außer Kraft setzen.
So läuft das halt nicht in einem Rechtsstaat, das jeder machen kann, was ihm grade einfällt.
Von dem Mann hatte ich auch schon einmal eine bessere Meinung. Als Amtsinhaber in den Knast, weil er ein unsinniges Gesetz nicht anwendet... das wär's doch 'mal.
Benutzeravatar
Hyde
Beiträge: 1172
Registriert: Di 14. Jun 2016, 17:15

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Hyde » Mi 14. Feb 2018, 12:10

H2O hat geschrieben:(14 Feb 2018, 11:22)

Die Zahl für 2017 habe ich aus wiki oder einer Bundesstatistik entnommen, weil ich kein eigenes Innenministerium habe.

Ich habe nichts dagegen, weniger Flüchtlinge auf zu nehmen, wenn weniger um Asyl bitten. Was aber tun, wenn sie da sind? Ich vermute, daß wir dann unser Grundgesetz ändern müßten. Auch hinsichtlich der gerechtfertigten Rückführungen.

Weiterhin frage ich mich, wie wir unseren Nachwuchs finanzierten, wenn der diese Zuwanderer von der Zahl her ersetzte. Auch der braucht Kindergärten, Schulen, Ausbildungsstätten, Hochschulen, Jobs und Wohnungen. Aber vielleicht habe ich da einen gedanklichen Kurzschluß?


Was die generelle Zuwanderung angeht, so würde ich auf die EU-Freizügigkeit setzen und auf ein Zuwanderungsgesetz.

Was die Flüchtlinge angeht, würde ich darauf hinarbeiten, die Anreize für Flucht nach Deutschland zu verringern. Es ist nunmal nicht so, dass Flüchtlinge sich dazwischen entscheiden müssen, entweder nach Deutschland zu gehen oder zu sterben. Auch in einem Land wie Griechenland, Frankreich oder Belgien kann man überleben. Wenn die Anreize nach Deutschland nicht mehr so groß wären, würden sich die Flüchtlinge auch mehr auf diese anderen Länder verteilen, was nur gerecht wäre, wenn also Deutschland nur ein Zielland unter vielen wäre, anstatt die Hauptlast zu tragen.

Und hinsichtlich der Kosten kann man den eigenen Nachwuchs ja nicht mit Flüchtlingszuwanderung vergleichen. Die Chancen auf guten Verdienst (anstatt auf Sozialhilfe angewiesen zu sein) sind für ein hier geborenes Kind deutlich höher als für einen 25-jährigen zugewanderten Flüchtling.
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 13510
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 07:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Dark Angel » Mi 14. Feb 2018, 12:58

H2O hat geschrieben:(14 Feb 2018, 11:22)

Die Zahl für 2017 habe ich aus wiki oder einer Bundesstatistik entnommen, weil ich kein eigenes Innenministerium habe.

Ich habe nichts dagegen, weniger Flüchtlinge auf zu nehmen, wenn weniger um Asyl bitten. Was aber tun, wenn sie da sind? Ich vermute, daß wir dann unser Grundgesetz ändern müßten. Auch hinsichtlich der gerechtfertigten Rückführungen.

Das Grundgesetz muss gar nicht geändert werden. Art. 16a Abs.1 Sagt eindeutig wer Asylrecht genießt und die weiteren Absätze konkretisieren.
Das Problem besteht im Fehlen eines Einwanderungsgesetzes und darin, dass Asyl und Zuwanderung nicht unterschieden wird.
Wenn sauber zwischen Flüchtlingen - Asyl, Genfer Konvention und Krieg/Bürgerkrieg - und Wirtschafts-/Armutsmigranten unterschieden würde, wenn jeder, der nicht unter diese Kategorien fällt, das Land verlassen müsste und das auch konsequent durgesetzt würde, dann gäbe es diese Probleme gar nicht.

H2O hat geschrieben:(14 Feb 2018, 11:22)Weiterhin frage ich mich, wie wir unseren Nachwuchs finanzierten, wenn der diese Zuwanderer von der Zahl her ersetzte. Auch der braucht Kindergärten, Schulen, Ausbildungsstätten, Hochschulen, Jobs und Wohnungen. Aber vielleicht habe ich da einen gedanklichen Kurzschluß?

Unseren Nachwuchs finanzieren wir heute schon - dafür sind die Etats der Länder und des Bundes gedacht und für diesen Nachwuchs sind Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen vorhanden. Selbst bei einer Geburtenrate auf Erhaltungsniveau (2,1 Kinder pro Frau) gäbe es absolut kein Problem.
Zuwanderer haben jedoch a) eine wesentlich höhere Geburtenrate und b) werden die finanziert und finanzieren ihrerseits gar nichts. Da liegt dein Denkfehler. Die Zuwanderer sind nicht hochqualifiziert, sie sind zum großen Teil Analphabeten.

Und noch etwas sollte bedacht werden: Afrika ist der Kontinent mit dem höchsten Bevölkerungswachstum und der niedrigsten landwirtschaftlich nutzbaren Fläche.
1950 lebten 250 Mio Menschen in Afrika und auch da gab es schon klimabedingte Hungersnöte - heute knapp 70 Jahre später leben 1,2 Milliarden Menschen in Afrika, d.h. die Bevölkerung hat sich versechsfacht!
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Stefan1985
Beiträge: 20
Registriert: Fr 10. Nov 2017, 19:07

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Stefan1985 » Mi 14. Feb 2018, 14:00

Aus welchen Ländern kommen denn deiner Meinung Armutsmigranten hauptsächlich?

Zurück zu „2. Innenpolitik - Verfassung“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste