Krise der "Leitmedien"

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Re: Krise der "Leitmedien"

Beitragvon Excellero » Sa 20. Jan 2018, 20:18

Alexyessin hat geschrieben:(20 Jan 2018, 19:57)

Ich betrachte grundsätzlich niemanden als Feind. Das ist nicht meine Art, noch ist es je meine Art gewesen. Deine Argumentationen und vor allem die Reaktionen auf Postings, die deine These hinterfragen gleichen halt der Abwehrdiskussionen mit einem Anhänger einer Verschwörungstheorie.

Die Presselandschaft war aber schon immer auch Meinungsprägend. Das geht von der taz von links bis der zur FAZ von rechts. Das ist ja gerade das Merkmal einer breiten Presselandschaft. Wobei ich seit Jahren dazu tendiere eher die FAZ zu lesen, da mir dort die meisten Nachrichten nicht meinungsbildend wiedergegeben werden.



Um was geht es dir da? Ich kenne diese Geschichte nicht, daher zeig mir mal den Link dazu.



Wieso sollte die Regierung irgendwas pfuschen? Übrigens solltest du dann vielleicht eher auf reuters oder eine andere Nachrichtenagentur aufsuchen. Soweit ich informiert bin, kannst du dir die Meldungen auch kaufen.
Ansonsten empfehle ich dir einfach ein wenig mehr Querzulesen anstatt auf den RT, PI oder der YouTube-Universität zu klicken.


Diese Diskussion dreht sich irgendwie immer im Kreis...

also wenn du wirklich drauf bestehst dann reiche ich die Links eben nach; Hier kann man einiges zum Thema Vertrauen lesen: http://meedia.de/2016/09/06/vertrauen-i ... hlecht-ab/
Und was die sinkende AUflage angeht hab ich auf die schnelle das hier gefunden.... http://meedia.de/2018/01/18/ivw-blitz-a ... t-im-plus/ http://meedia.de/2016/10/20/ivw-blitz-a ... -am-kiosk/ ... aber ich hab da auch schon ne andere Seite gesehen ich find sie nur grade nicht, notfalls les ich die IVW Datenbank für die größten Blätter mal manuell aus und fasse das zusammen... aber nur wenn wirkliches Interesse besteht, das iss nämlich richtig Arbeit.

Um was geht es wobei? Die Sache mit dem Sp(e)igel oder das mit Loreal?
Um fremden Wert willig und frei anzuerkennen, muß man eigenen haben.
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Re: Krise der "Leitmedien"

Beitragvon Alexyessin » Sa 20. Jan 2018, 23:12

Excellero hat geschrieben:(20 Jan 2018, 20:18)

Diese Diskussion dreht sich irgendwie immer im Kreis...

also wenn du wirklich drauf bestehst dann reiche ich die Links eben nach; Hier kann man einiges zum Thema Vertrauen lesen: http://meedia.de/2016/09/06/vertrauen-i ... hlecht-ab/
Und was die sinkende AUflage angeht hab ich auf die schnelle das hier gefunden.... http://meedia.de/2018/01/18/ivw-blitz-a ... t-im-plus/ http://meedia.de/2016/10/20/ivw-blitz-a ... -am-kiosk/ ... aber ich hab da auch schon ne andere Seite gesehen ich find sie nur grade nicht, notfalls les ich die IVW Datenbank für die größten Blätter mal manuell aus und fasse das zusammen... aber nur wenn wirkliches Interesse besteht, das iss nämlich richtig Arbeit.


Es ist doch von meiner Seite aus unbestritten, das es einen Rückgang der Auflagen gibt. Nur stellst du hier irgendwelche Vermutungen an, die sich eben nicht an den belegbaren Fakten in Einklang bringen lassen.

Excellero hat geschrieben:(20 Jan 2018, 20:18)
Um was geht es wobei? Die Sache mit dem Sp(e)igel oder das mit Loreal?


Das mit dem Loreal.
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Re: Krise der "Leitmedien"

Beitragvon Excellero » So 21. Jan 2018, 07:28

Alexyessin hat geschrieben:(20 Jan 2018, 23:12)

Es ist doch von meiner Seite aus unbestritten, das es einen Rückgang der Auflagen gibt. Nur stellst du hier irgendwelche Vermutungen an, die sich eben nicht an den belegbaren Fakten in Einklang bringen lassen.



Das mit dem Loreal.


Wenn es weniger gibt die diese Blätter lesen, dann verlieren sie Einnahmen und sind somit in einer Krise. WIe deckt sich das nicht mit den Fakten? EIn Teil mag dem Internet geschuldet sein, aber das verlorene Vertrauen dürfte einen ebenso hohen ANteil daran haben. Ich erinnere an die Diskussion vor einiger Zeit als die Verlage versuchten einen "Rundfunkbeitrag" für Zeitungen herbei zu jammern... :rolleyes: Also wo liegt dein Problem?

Hier der Link zum Loreal "Skandal" xD : [...]
Zuletzt geändert von Brainiac am Mo 22. Jan 2018, 06:51, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: [MOD] Link entfernt
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Re: Krise der "Leitmedien"

Beitragvon Wähler » So 21. Jan 2018, 07:40

Excellero hat geschrieben:(21 Jan 2018, 07:28)
Wenn es weniger gibt die diese Blätter lesen, dann verlieren sie Einnahmen und sind somit in einer Krise. WIe deckt sich das nicht mit den Fakten? EIn Teil mag dem Internet geschuldet sein, aber das verlorene Vertrauen dürfte einen ebenso hohen ANteil daran haben. Ich erinnere an die Diskussion vor einiger Zeit als die Verlage versuchten einen "Rundfunkbeitrag" für Zeitungen herbei zu jammern... :rolleyes: Also wo liegt dein Problem?

Viele AfD Wähler haben vielleicht das Vertrauen verloren und informieren sich lieber aus alternativen Quellen in den sozialen Medien. Anderen Bürgern sind die Zeitungspreise wahrscheinlich zu teuer geworden, weil die herkömmliche Produktion mit Druckereien einfach teurer ist, als eine rein digitale Produktion.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Krise der "Leitmedien"

Beitragvon Hyde » So 21. Jan 2018, 09:16

Die Zeitungsbranche hat das gleiche Problem wie die Filmbranche und die Musikbranche: das Internet

Daher sind Auflagenrückgänge unvermeidlich.
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Re: Krise der "Leitmedien"

Beitragvon Hyde » So 21. Jan 2018, 09:21

Excellero hat geschrieben:(21 Jan 2018, 07:28)

Wenn es weniger gibt die diese Blätter lesen, dann verlieren sie Einnahmen und sind somit in einer Krise. WIe deckt sich das nicht mit den Fakten? EIn Teil mag dem Internet geschuldet sein, aber das verlorene Vertrauen dürfte einen ebenso hohen ANteil daran haben.


In der Musikbranche sind die Plattenverkäufe im letzten Jahrzehnt auch dramatisch zurückgegangen. Liegt das dann auch daran, dass die Menschen „das Vertrauen“ in die Musik verloren haben?
Nein, der Grund ist ganz einfach: warum für Musik Geld ausgeben, wenn man sie dank Internet auch kostenlos kriegen kann?

Ich würde mir auch niemals eine Zeitung abonnieren. Aber nicht, weil ich kein Vertrauen in die Zeitungen habe, sondern weil man sich online informieren kann.
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Re: Krise der "Leitmedien"

Beitragvon Selina » So 21. Jan 2018, 09:40

Interessant zum Thema dürfte das Buch "Die Macht um acht: Der Faktor Tagesschau", geschrieben von Fachleuten, die jahrzehntelang selbst Teil der staatstragenden Medien waren. Das ist aber keine Kritik im Sinne der von ganz rechts geäußerten Pauschal-Verunglimpfung als "Lügenpresse", sondern hier kommt mal eine sehr konkrete und mit vielen anschaulichen Beispielen unterlegte Kritik aus dem eher linken "Lager". Wer mag, hier eine Rezension:

Zitat (= nur ein Ausschnitt aus der Rezension, kompletter Text siehe unten der Link, sehr zu empfehlen):

Die Autoren der „Macht um Acht“ haben bei der ARD zwischen Mai 2014 und Februar 2017 über 200 wohlrecherchierte Programmbeschwerden eingebracht. Für ihr Buch haben sie 27 Beispiele ausgewählt, in denen sie beunruhigende Fehlstellen und Mängel feststellen. Insbesondere bei der Kriegsberichterstattung über Libyen, Ex-Jugoslawien, Afghanistan, Syrien und den Jemen, bei der staatsnahen Darstellung der Rolle der USA und der Nato, bei der Parteinahme für die Ukraine und gegen Russland, bei der Schilderung von Vorgängen in der Türkei oder Brasilien. Auch Beiträge über Terrorismus, über Flüchtende oder soziale Brennpunkte im Lande werden unter die Lupe genommen.

Ihr Fazit: Die Pflicht zu objektiver Berichterstattung wird bei der Tagesschau immer wieder dahingehend missverstanden, das für objektiv zu halten, was die Regierung sagt. Dazu dient eine politisch motivierte Sprachregulierung, das Wording. Dieser Logik folgen auch die meist in Privatbesitz befindlichen Nachrichtenagenturen. Mehr als 80 Prozent der Tagesschau-Informationen stammen aus gekauftem Agenturmaterial. Das sind die marktführenden westlichen Agenturen, gemieden werden dagegen die großen indischen, chinesischen, lateinamerikanischen, gar afrikanischen Agenturen, von arabischen oder russischen ganz zu schweigen. Wer sich zu weit von der eigenen Darstellung entfernt, betreibt Propaganda. Diese Haltung prägt zwangsläufig Feindbilder.


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Re: Krise der "Leitmedien"

Beitragvon Excellero » So 21. Jan 2018, 09:50

Hyde hat geschrieben:(21 Jan 2018, 09:21)

In der Musikbranche sind die Plattenverkäufe im letzten Jahrzehnt auch dramatisch zurückgegangen. Liegt das dann auch daran, dass die Menschen „das Vertrauen“ in die Musik verloren haben?
Nein, der Grund ist ganz einfach: warum für Musik Geld ausgeben, wenn man sie dank Internet auch kostenlos kriegen kann?

Ich würde mir auch niemals eine Zeitung abonnieren. Aber nicht, weil ich kein Vertrauen in die Zeitungen habe, sondern weil man sich online informieren kann.


Es gibt zahllose Studien die belegen daß die Glaubhaftigkeit der Medien vor allem der MSM im freien Fall sind. Hier in Europa ebenso wie in den USA. Wenn früher die Tagesschau etwas berichtet hat, und alle Zeitungen in etwa das selbe, hatte man kaum die Möglichkeit das selbst gegen zu prüfen. Diese Möglichkeit hat man heute, und zwar so einfach daß es Massentauglich ist. Und wenn dann heraus kommt, daß Tagesschau und Zeitungen tendenziös falsch oder lückenhaft berichten, dann fällt das auf und die Menschen verlieren das Vertrauen in eben jene Tagesschau bzw Zeitungen.
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Re: Krise der "Leitmedien"

Beitragvon think twice » So 21. Jan 2018, 10:14

Excellero hat geschrieben:(21 Jan 2018, 09:50)

Es gibt zahllose Studien die belegen daß die Glaubhaftigkeit der Medien vor allem der MSM im freien Fall sind. Hier in Europa ebenso wie in den USA.

Es dürfte ja nicht schwer sein, eine dieser zahllosen Studien zu verlinkten. Oder kommt jetzt wieder: "Such doch selber!" ;)
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Re: Krise der "Leitmedien"

Beitragvon Excellero » So 21. Jan 2018, 10:24

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Re: Krise der "Leitmedien"

Beitragvon Alexyessin » So 21. Jan 2018, 11:50

Excellero hat geschrieben:(21 Jan 2018, 09:50)

Es gibt zahllose Studien die belegen daß die Glaubhaftigkeit der Medien vor allem der MSM im freien Fall sind.


So, und jetzt sind wir wieder dabei:

Belege bitte deine getroffene Aussage. Seriös.
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Re: Krise der "Leitmedien"

Beitragvon Alexyessin » So 21. Jan 2018, 11:51

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Re: Krise der "Leitmedien"

Beitragvon Alexyessin » So 21. Jan 2018, 11:55

Excellero hat geschrieben:(21 Jan 2018, 07:28)

Wenn es weniger gibt die diese Blätter lesen, dann verlieren sie Einnahmen und sind somit in einer Krise. WIe deckt sich das nicht mit den Fakten? EIn Teil mag dem Internet geschuldet sein, aber das verlorene Vertrauen dürfte einen ebenso hohen ANteil daran haben. Ich erinnere an die Diskussion vor einiger Zeit als die Verlage versuchten einen "Rundfunkbeitrag" für Zeitungen herbei zu jammern... :rolleyes: Also wo liegt dein Problem?


Das angebliche fehlende Vertrauen ist eben die VT, die sich nicht belegen läßt und genau das ist das Problem

[...]
Zuletzt geändert von Brainiac am Mo 22. Jan 2018, 06:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Krise der "Leitmedien"

Beitragvon 3x schwarzer Kater » So 21. Jan 2018, 12:01

Selina hat geschrieben:(21 Jan 2018, 09:40)

Interessant zum Thema dürfte das Buch "Die Macht um acht: Der Faktor Tagesschau", geschrieben von Fachleuten, die jahrzehntelang selbst Teil der staatstragenden Medien waren. Das ist aber keine Kritik im Sinne der von ganz rechts geäußerten Pauschal-Verunglimpfung als "Lügenpresse", sondern hier kommt mal eine sehr konkrete und mit vielen anschaulichen Beispielen unterlegte Kritik aus dem eher linken "Lager". Wer mag, hier eine Rezension:

Zitat (= nur ein Ausschnitt aus der Rezension, kompletter Text siehe unten der Link, sehr zu empfehlen):

Die Autoren der „Macht um Acht“ haben bei der ARD zwischen Mai 2014 und Februar 2017 über 200 wohlrecherchierte Programmbeschwerden eingebracht. Für ihr Buch haben sie 27 Beispiele ausgewählt, in denen sie beunruhigende Fehlstellen und Mängel feststellen. Insbesondere bei der Kriegsberichterstattung über Libyen, Ex-Jugoslawien, Afghanistan, Syrien und den Jemen, bei der staatsnahen Darstellung der Rolle der USA und der Nato, bei der Parteinahme für die Ukraine und gegen Russland, bei der Schilderung von Vorgängen in der Türkei oder Brasilien. Auch Beiträge über Terrorismus, über Flüchtende oder soziale Brennpunkte im Lande werden unter die Lupe genommen.

Ihr Fazit: Die Pflicht zu objektiver Berichterstattung wird bei der Tagesschau immer wieder dahingehend missverstanden, das für objektiv zu halten, was die Regierung sagt. Dazu dient eine politisch motivierte Sprachregulierung, das Wording. Dieser Logik folgen auch die meist in Privatbesitz befindlichen Nachrichtenagenturen. Mehr als 80 Prozent der Tagesschau-Informationen stammen aus gekauftem Agenturmaterial. Das sind die marktführenden westlichen Agenturen, gemieden werden dagegen die großen indischen, chinesischen, lateinamerikanischen, gar afrikanischen Agenturen, von arabischen oder russischen ganz zu schweigen. Wer sich zu weit von der eigenen Darstellung entfernt, betreibt Propaganda. Diese Haltung prägt zwangsläufig Feindbilder.


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Ist ja nichts ungewöhnliches, dass sich der rechte und linke Rand in Bezug auf manche Themen einig sind.
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Re: Krise der "Leitmedien"

Beitragvon Boraiel » So 21. Jan 2018, 14:17

Selina hat geschrieben:(21 Jan 2018, 09:40)

Interessant zum Thema dürfte das Buch "Die Macht um acht: Der Faktor Tagesschau", geschrieben von Fachleuten, die jahrzehntelang selbst Teil der staatstragenden Medien waren. Das ist aber keine Kritik im Sinne der von ganz rechts geäußerten Pauschal-Verunglimpfung als "Lügenpresse", sondern hier kommt mal eine sehr konkrete und mit vielen anschaulichen Beispielen unterlegte Kritik aus dem eher linken "Lager". Wer mag, hier eine Rezension:

Zitat (= nur ein Ausschnitt aus der Rezension, kompletter Text siehe unten der Link, sehr zu empfehlen):

Die Autoren der „Macht um Acht“ haben bei der ARD zwischen Mai 2014 und Februar 2017 über 200 wohlrecherchierte Programmbeschwerden eingebracht. Für ihr Buch haben sie 27 Beispiele ausgewählt, in denen sie beunruhigende Fehlstellen und Mängel feststellen. Insbesondere bei der Kriegsberichterstattung über Libyen, Ex-Jugoslawien, Afghanistan, Syrien und den Jemen, bei der staatsnahen Darstellung der Rolle der USA und der Nato, bei der Parteinahme für die Ukraine und gegen Russland, bei der Schilderung von Vorgängen in der Türkei oder Brasilien. Auch Beiträge über Terrorismus, über Flüchtende oder soziale Brennpunkte im Lande werden unter die Lupe genommen.

Ihr Fazit: Die Pflicht zu objektiver Berichterstattung wird bei der Tagesschau immer wieder dahingehend missverstanden, das für objektiv zu halten, was die Regierung sagt. Dazu dient eine politisch motivierte Sprachregulierung, das Wording. Dieser Logik folgen auch die meist in Privatbesitz befindlichen Nachrichtenagenturen. Mehr als 80 Prozent der Tagesschau-Informationen stammen aus gekauftem Agenturmaterial. Das sind die marktführenden westlichen Agenturen, gemieden werden dagegen die großen indischen, chinesischen, lateinamerikanischen, gar afrikanischen Agenturen, von arabischen oder russischen ganz zu schweigen. Wer sich zu weit von der eigenen Darstellung entfernt, betreibt Propaganda. Diese Haltung prägt zwangsläufig Feindbilder.


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Solche Kritik ist sehr wichtig, wenn man auf Dauer einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk erhalten will. :thumbup:
Libertas veritasque.
Lesen und verstehen: http://www.feynmanlectures.caltech.edu/I_01.html
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Re: Krise der "Leitmedien"

Beitragvon Excellero » So 21. Jan 2018, 14:18

Alexyessin hat geschrieben:(21 Jan 2018, 11:51)

Und wo erkenne ich das mit dem freien Fall?



Du hast die Links doch garnicht angesehen. Sonst wäre dein zweiter Beitrag nicht in der selben Minute gepostet wie der vorherige. :rolleyes: Daher werde ich jetzt auch keine Zeit mehr mit dir verschwenden. :thumbup:

...ich weiß du wirst das dann als Bestätigung propagieren, aber User die nicht so vernagelt sind, werden erkennen was du hier anstellst das reicht mir.
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Re: Krise der "Leitmedien"

Beitragvon Alexyessin » So 21. Jan 2018, 17:41

Excellero hat geschrieben:(21 Jan 2018, 14:18)

Du hast die Links doch garnicht angesehen. Sonst wäre dein zweiter Beitrag nicht in der selben Minute gepostet wie der vorherige. :rolleyes: Daher werde ich jetzt auch keine Zeit mehr mit dir verschwenden. :thumbup:

...ich weiß du wirst das dann als Bestätigung propagieren, aber User die nicht so vernagelt sind, werden erkennen was du hier anstellst das reicht mir.


Und hier der nächste, wirklich typische, Verhaltenstypus.
Sicherlich habe ich mir die Links angesehen. Ich kenne diese Links bereits. :)
Aber anstatt dann auf die Frage "freier Fall" zu antworten - zack wieder rein in die VT-Methode. ad personam gemischt mit ignorieren.

Niemand wird behaupten, das die Zeitungsverkäufe seit 2002 rückläufig sind. Und ja, es wird auch niemand in Zweifel ziehen, das die Gruppe derer, die den lustigsten Geschichten mehr glauben als den Nachrichten gestiegen ist. Aber auch hier die ist Antwort die gleiche:
Das Netz. Das Netz hat ja von Anfang an auch geblüht, weil hier jeder seine kleinen Zweifel begründet fand. Und dann kam die YouTube.Universität. Meine Teenagerin ist schon interessiert, aber du glaubst nicht, das sich die im Fernsehen Nachrichten ansieht. Und das sind schon fast zwei Generationen, die ein ganz andere Art mit Umgang und Konsum von Nachrichten haben.
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Re: Krise der "Leitmedien"

Beitragvon Excellero » So 21. Jan 2018, 17:52

Alexyessin hat geschrieben:(21 Jan 2018, 17:41)

Und hier der nächste, wirklich typische, Verhaltenstypus.
Sicherlich habe ich mir die Links angesehen. Ich kenne diese Links bereits. :)
Aber anstatt dann auf die Frage "freier Fall" zu antworten - zack wieder rein in die VT-Methode. ad personam gemischt mit ignorieren.

Niemand wird behaupten, das die Zeitungsverkäufe seit 2002 rückläufig sind. Und ja, es wird auch niemand in Zweifel ziehen, das die Gruppe derer, die den lustigsten Geschichten mehr glauben als den Nachrichten gestiegen ist. Aber auch hier die ist Antwort die gleiche:
Das Netz. Das Netz hat ja von Anfang an auch geblüht, weil hier jeder seine kleinen Zweifel begründet fand. Und dann kam die YouTube.Universität. Meine Teenagerin ist schon interessiert, aber du glaubst nicht, das sich die im Fernsehen Nachrichten ansieht. Und das sind schon fast zwei Generationen, die ein ganz andere Art mit Umgang und Konsum von Nachrichten haben.


Hätte es damals im 3. Reich schon Internet gegeben, hätte vermutlich jeder brave Bürger genau sowas geschrieben wie du jetzt. Anstatt EIN EINZIGE MAL das Hirn einzuschalten verteidigst du das was du kennst, das wo du dich wohl fühlst. Aufgehoben in der Masse aus weiteren braven Bürgern... Denk mal drüber nach ;) Die Wahrheit wird nicht nach der Anzahl definiert die etwas glauben.
Ich habe gesagt das Vertrauen lässt nach. Das tut es. Ich sagte der Konsum nimmt ab das tut er. Deute das wie du willst, ich habe nie etwas falsches behauptet.

Ach ja deine Signatur... die sagt doch eigentlich schon alles aus... nicht über mich, aber über dich.
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Re: Krise der "Leitmedien"

Beitragvon Alexyessin » So 21. Jan 2018, 18:09

Excellero hat geschrieben:(21 Jan 2018, 17:52)

Hätte es damals im 3. Reich schon Internet gegeben, hätte vermutlich jeder brave Bürger genau sowas geschrieben wie du jetzt.


Ach nah - die umgedrehte Nazikeule. :)
Das ist so typisch im VTler Diskussionsgebrauch.
Weil ich mir also erlaube, deine Aussagen zu hinfragen und auf den Wahrheitsgehalt zu überprüfen, bin ich also der arme Bürger der brav irgendwas verteidigt?


Excellero hat geschrieben:(21 Jan 2018, 17:52)
Anstatt EIN EINZIGE MAL das Hirn einzuschalten verteidigst du das was du kennst, das wo du dich wohl fühlst. Aufgehoben in der Masse aus weiteren braven Bürgern... Denk mal drüber nach ;)


Weißt du, auch diesen Satz habe ich in verschiedensten Variationen gelesen - die Grundaussage bleibt die gleiche:
Wer nicht das glauben will, der ist verdammt und dumm. Das ist der sogenannte religiöse Backround in dem sich Verschwörungstheorien bewegen müssen.
Der Nachfragende ist zwar der Held aber nur solange er nicht irgendwelche Halbbeweise nicht anerkennen will. Oh ja, steinigt den Häretiker. Jehova.
Was ich verteidige ist diese Demokratie, diese Republik. Diese Staatsform die mir Meinungsfreiheit, Mitbestimmung, freies Unternehmertum, Niederlassungsfreiheit und noch unzählbar viele viele gute Sachen ermöglicht. Ja, diesen Staat verteidige ich.

Excellero hat geschrieben:(21 Jan 2018, 17:52)
Die Wahrheit wird nicht nach der Anzahl definiert die etwas glauben.
Ich habe gesagt das Vertrauen lässt nach. Das tut es. Ich sagte der Konsum nimmt ab das tut er. Deute das wie du willst, ich habe nie etwas falsches behauptet.


Die Wahrheit wird von Fakten definiert. Und Fakten gehören belegt. Und wenn du schreibst: Stürzt ins Bodenlose, dann ist das nicht das gleiche wie das Vertrauen lässt nach. Ich halte dich jetzt mal für so gebildet zu wissen, für was die Redewendung "ins bodenlose stürzen" versinnbildlicht, oder?

Excellero hat geschrieben:(21 Jan 2018, 17:52)
Ach ja deine Signatur... die sagt doch eigentlich schon alles aus... nicht über mich, aber über dich.


Ou weiser Messias, dann schreibs dir mal von der Seele :)
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Re: Krise der "Leitmedien"

Beitragvon Excellero » So 21. Jan 2018, 18:34

Alexyessin hat geschrieben:(21 Jan 2018, 18:09)

Ach nah - die umgedrehte Nazikeule. :)
Das ist so typisch im VTler Diskussionsgebrauch.
Weil ich mir also erlaube, deine Aussagen zu hinfragen und auf den Wahrheitsgehalt zu überprüfen, bin ich also der arme Bürger der brav irgendwas verteidigt?


Nein du hinterfragst nicht, du ignorierst den Inhalt meiner Aussagen und Links. Du versteifst dich auf kleine aber unentscheidende Details und behauptest dann ich würde falsche Behauptungen aufstellen.

Alexyessin hat geschrieben:(21 Jan 2018, 18:09)
Weißt du, auch diesen Satz habe ich in verschiedensten Variationen gelesen - die Grundaussage bleibt die gleiche:
Wer nicht das glauben will, der ist verdammt und dumm. Das ist der sogenannte religiöse Backround in dem sich Verschwörungstheorien bewegen müssen.
Der Nachfragende ist zwar der Held aber nur solange er nicht irgendwelche Halbbeweise nicht anerkennen will. Oh ja, steinigt den Häretiker. Jehova.
Was ich verteidige ist diese Demokratie, diese Republik. Diese Staatsform die mir Meinungsfreiheit, Mitbestimmung, freies Unternehmertum, Niederlassungsfreiheit und noch unzählbar viele viele gute Sachen ermöglicht. Ja, diesen Staat verteidige ich.


Du sollst mir auch garnicht alles glauben, glaub meinetwegen garnichts von dem was ich schreibe. Aber schalte um himmelswillen dein Hirn ein und glaube anderen auch nix mehr. DENKE FORREST DENKE ! :) Und beziehe wenigstens die bloße Möglichkeit mal in betracht daß auch diese Demokratie und diese Republik und was du meinst daß dazu gehört sich villeicht auch irgendwann mal in etwas schlechtes verwandeln könnte.

Alexyessin hat geschrieben:(21 Jan 2018, 18:09)
Die Wahrheit wird von Fakten definiert. Und Fakten gehören belegt. Und wenn du schreibst: Stürzt ins Bodenlose, dann ist das nicht das gleiche wie das Vertrauen lässt nach. Ich halte dich jetzt mal für so gebildet zu wissen, für was die Redewendung "ins bodenlose stürzen" versinnbildlicht, oder?


WIe ich oben bereits sagte... instrumentalisiere nicht unwichtige Details, kann sein daß es übertrieben war "ins bodenlose" zu schreiben. Es wird keine Zeitung oder Zeitschrift, und ganz sicher auch niemals ein ÖR Sender zugeben daß ihnen die Leser/Zuschauer davon laufen weil man ihnen nicht mehr glaubt. Macht doch irgendwie auch Sinn oder nicht?

Alexyessin hat geschrieben:(21 Jan 2018, 18:09)
Ou weiser Messias, dann schreibs dir mal von der Seele :)


Die Last nehme ich ganz sicher nicht auf mich den Glauben unter die Pharisäer zu bringen .... xD
Um fremden Wert willig und frei anzuerkennen, muß man eigenen haben.
-Immanuel Kant

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