Frankreich führt Tempo 80 ein !

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relativ
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Re: Frankreich führt Tempo 80 ein !

Beitragvon relativ » Fr 12. Jan 2018, 11:02

JJazzGold hat geschrieben:(12 Jan 2018, 11:00)

Nachdem ich jahrelang die Strecke Frankfurt-München gefahren bin, sind mir in der Tat die Rutscherl, die einem unvermutet und anteilig ohne Blinker vors Auto fahren, als größtes Unfallrisiko aufgefallen.

Die gibt es auch ja, aber diejenigen die Gas geben und nicht den nötigen Sicherheitsabstand einhalten, auch damit ja keiner mehr reinrutschen kann, sind wesentlich häufiger anzutreffen.
Ich hoffe nicht, daß du zu denjenigen gehörst.
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Re: Frankreich führt Tempo 80 ein !

Beitragvon H2O » Fr 12. Jan 2018, 11:10

garfield336 hat geschrieben:(12 Jan 2018, 09:10)

Ich schaffe dauerhauft 50km/h durchschnitt.


In Zone 30 kann das aber teuer werden! ;)
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Re: Frankreich führt Tempo 80 ein !

Beitragvon garfield336 » Fr 12. Jan 2018, 11:25

H2O hat geschrieben:(12 Jan 2018, 11:10)

In Zone 30 kann das aber teuer werden! ;)


ich spreche von durchschnitt. Da sind autobahnpassagen genauso miteingerechnet wie Tempo30 zonen.

btw auch in Tempo 50zonen fährt man selten schneller als 30.
Kurze Autobahnpassagen mit 130km/h heben den Durchschnitt etwas. :)

Aber auf mehr als 50km/h kommt man nicht.
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Re: Frankreich führt Tempo 80 ein !

Beitragvon H2O » Fr 12. Jan 2018, 11:37

garfield336 hat geschrieben:(12 Jan 2018, 11:25)

ich spreche von durchschnitt. Da sind autobahnpassagen genauso miteingerechnet wie Tempo30 zonen.

btw auch in Tempo 50zonen fährt man selten schneller als 30.
Kurze Autobahnpassagen mit 130km/h heben den Durchschnitt etwas. :)

Aber auf mehr als 50km/h kommt man nicht.


Das glaube ich gern, so über die Lebenszeit verteilt. Aber wenn man eine ausgewählte Strecke zurücklegen möchte, in meinem Fall oft 550 km quer durch den Nord-Osten, dann macht das schon einen Unterschied, ob ich die Strecke in 5 Stunden wuppe oder in 11.

Nach 5 Stunden kann ich das Haus am Zielort noch heizen und mich abends ohne Schüttelfrost in die Koje knallen. Ok, im Sommer ist das meist Wurst... aber der Anreiz auf möglichst schnell bleibt auch dann. Jetzt muß ich ohnehin alle Hoffnung fahren lassen, weil die A20 im Moor versackt ist... und landschaftlich reizvolle Umleitungen abgefahren werden wollen. :(
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Re: Frankreich führt Tempo 80 ein !

Beitragvon JJazzGold » Fr 12. Jan 2018, 12:09

relativ hat geschrieben:(12 Jan 2018, 11:02)

Die gibt es auch ja, aber diejenigen die Gas geben und nicht den nötigen Sicherheitsabstand einhalten, auch damit ja keiner mehr reinrutschen kann, sind wesentlich häufiger anzutreffen.
Ich hoffe nicht, daß du zu denjenigen gehörst.


Ich fahre seit Jahrzehnten pro Jahr mehrere tausend Kilometer mit diversen "schnellen" Autos unfallfrei, abgesehen von dem bedauerlichen Vorfall, als mir jemand die Vorfahrt nahm. Es sind in der Regel eher die Sonntags- und Rutscherlfahrer, die Unfälle provozieren. Man müsste das AB Fahren analog zur Fliegerei organisieren, wer per anno nicht mindestens x- tausend Kilometer AB fährt, bekommt AB Verbot, was erst nach einem entsprechenden, erfolgreich absolvierten Simulatortraining wieder aufgehoben wird.
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Re: Frankreich führt Tempo 80 ein !

Beitragvon relativ » Fr 12. Jan 2018, 12:35

JJazzGold hat geschrieben:(12 Jan 2018, 12:09)

Ich fahre seit Jahrzehnten pro Jahr mehrere tausend Kilometer mit diversen "schnellen" Autos unfallfrei, abgesehen von dem bedauerlichen Vorfall, als mir jemand die Vorfahrt nahm. Es sind in der Regel eher die Sonntags- und Rutscherlfahrer, die Unfälle provozieren. Man müsste das AB Fahren analog zur Fliegerei organisieren, wer per anno nicht mindestens x- tausend Kilometer AB fährt, bekommt AB Verbot, was erst nach einem entsprechenden, erfolgreich absolvierten Simulatortraining wieder aufgehoben wird.

Ich möchte dies auch von den angeblich so perfekten Vielfahrern bestätigt sehen. :thumbup:
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Re: Frankreich führt Tempo 80 ein !

Beitragvon immernoch_ratlos » Fr 12. Jan 2018, 13:15

Ob die paar Teilnehmer an dieser Diskussion einigermaßen die Nutzer dt. Verkehrswege abbilden können ?

Offensichtlich herrscht teilweise eine gewisse Anarchie, wenn es um menschengemachte Vorschriften geht. Nun ist Technologie - hier der Umgang mit Fahrzeugen - doch eigentlich nichts was Emotionen Raum bieten sollte. Im Grund sind die Fähigkeiten ein Fahrzeug zu führen um weder sich und auch keine anderen Verkehrsteilnehmer (das können auch die Insassen der eigenen Kiste sein) zu gefährden, sehr individuell begrenzt. Würde man das ordentlich wissenschaftlich untersuchen, käme sicher eine "Gaußsche Verteilungskurve" dabei heraus. Was diese aussagt, setze ich als gegeben und verstanden voraus.

Es ist völlig normal, dass Menschen in vielerlei Hinsicht teilweise erheblich voneinander abweichen. Das muss eine StVO berücksichtigen und dabei so tun, als währen alle damit abgebildet. Was wiederum in der Realität an den "Rändern" zu Überforderung führt und selbstverständlich die "Spitzenfahrer" unterfordert - daran hindert ihre tollen Fähigkeiten auszuleben.

Nun ist selbst die Masse unzufrieden, weil sie sich ähnlich wie auf anderen Gebieten meist für überdurchschnittlich begabt hält. Leider eine der vielen Selbsttäuschungen die unser Dasein ausmachen. Sprich, jeder empfindet auf "seiner" Strecke die Beschränkungen als überflüssig und ignoriert sie eben. Kommt noch hinzu - jeder auch die Leistungsfähigsten unterliegen täglichen Schwankungen - einige davon sind nachgewiesen - auch all die Spitzenleister unterliegen diesen menschlichen Schwächen. Aus einigen hiesigen Statements wird allerdings deutlich erkennbar, wie sehr manche all diese Zusammenhänge negiert werden.

Das Risiko mit wachsender Geschwindigkeit schwerste bis hin zu tödlichen Verletzungen zu erleiden - wenn es zu einem Unfall kommt, ist problemlos nachweisbar. Die Fähigkeit bei hoher Geschwindigkeit noch über genügend Reaktionsschnelligkeit zu verfügen ist alles andere als uniform. Die Möglichkeiten innerhalb der tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeit, durch passive und aktive Technologie, die Insassen vor Schaden zu bewahren sind physikalisch begrenzt und längst weitgehend realisiert. Das schlägt sich in den Unfällen mit Schwerverletzten und Unfalltoten, deren Zahl sich seit Jahren stetig verringert hat deutlich nieder. Dabei hat die Verkehrsdichte noch erheblich zugenommen. Es muss als "Segen" sowohl für den Verkehrsfluss, als auch für das Unfallgeschehen gesehen werden, dass die existierende PKW-Flotte nur zu durchschnittlichen 2 ... 3 % real genutzt wird.

Menschliche Unzulänglichkeit verhindert in jeder Hinsicht einen optimalen Verkehrsfluss. Irrationale Vorstellungen "wie" man selbst und besonders wie andere fahren "sollten", beherrscht das Geschehen. Wie sollte das anders sein, wenn schon das generelle Konzept der Mobilität weitgehend irrational ist ?

Überall - nein eigentlich nur bei Produktionsprozessen - wird seit wenigsten 150 Jahren versucht die menschliche Komponente in einen der Technologie geschuldeten Prozess einzubinden. Wo das an der menschlichen Unzulänglichkeit scheiterte, hat man das wo immer möglich erzwungen. Neuerdings (nicht wirklich sooo neu) überlässt man es verschiedenen Formen von Robotern und Algorithmen, präzise Abläufe - sich selbst regulierend - um eine optimale Ablaufgeschwindigkeit zu erreichen.

Wo das Verkehrswesen sich ähnlich gestalten lässt, wird es getan. Die Frage, wann der letzte menschliche Lokomotivführer seinen Hut nimmt, ist beantwortbar. Heute schon möglich, aber wegen der damit verbunden Arbeitsplätze, noch nicht Realität.

Bleiben noch abertausende von Straßen übrig, wo buchstäblich jeder seine gerade einflussnehmenden Emotionen frei ausleben darf. Durchaus auch zum Schaden für sich selbst und andere in und um seine Kiste herum. Das versucht man sehr unzulänglich seit es dieses Massenverkehrsmittel gibt, wenigstens einzuschränken. Weil eben mit intelligentem Einsehen nicht wirklich gerechnet werden kann, werden summarische Geschwindigkeitsgrenzen eingeführt. Jedem ist dabei klar, diese werden systematisch überschritten. Auch das lässt sich eine durchschnittliche Abweichung feststellen bzw. "hochrechnen".

Wenn also das Limit auf z.B. 80 km/h reduziert wird, kann man wohl davon ausgehen, das vorherige Limit wurde zu "unfallträchtig" überschritten. Mit dem neuen Versuch, wird die "resultierende Durchschnittsgeschwindigkeit" weiter nach unten gedrückt - so jedenfalls die Hoffnung. Selbstverständlich könnten sehr viele Straßen und Autobahnen erst recht, durchaus eine schnellere Durchschnittsgeschwindigkeit erlauben. Wenn, wenn da nicht ein Mensch mit all seiner geballten menschlichen Unfähigkeit hinterm Steuer sitzen würde.

Nun die ersten Schritte in Richtung vollautomatischem "Individualverkehr" sind gemacht. Das dies seine Zeit braucht, ist wie immer wenn es etwas neues zu vermelden gibt, auch klar. Aber warum eigentlich nicht, ein Fahrzeug, welches im Level 4 oder 5 fahren kann, würde alle Möglichkeiten - höhere Geschwindigkeit - gleichmäßige Kolonnendichte - optimale Nutzung von Kraftstoffen mit einem weiterhin individuell gestalteter Mobilität verbinden. Nicht ausgeschlossen dabei, das es Zonen mit erzwungenem Level und Bereiche mit Mensch am Steuer gibt, weil sich eben nicht allen Gegenden für Level 4 ... 5 tatsächlich eignen.

Wer von A nach B fährt gibt sein Wunschziel ein und wird aufgefordert seinen Nachweis für Level 2 bestätigen (wenn das für diese Strecke noch notwendig sein sollte. Warum soll das alles so erschröcklich sein, hätte ich die Kohle, würde ich mir für viele Strecken einen Fahrer wünschen.

Nun halte ich mich durchaus für Durchschnitt - ca. 1 Million km habe ich im In- und Ausland bereits per PKW "absolviert". Das reicht mir durchaus schon mal als erlebter "Fahrspaß". Wenn es jetzt schon besserer Lösungen gäbe (neben Bussen und Bahnen), ich würde sie begrüßen....

Ach ja, mit den hiesigen "Rennfahrern" kann ich selbstverständlich nicht mithalten - meine Kiste schafft zwar lt. Tacho ~200 km/h, aber selbst wenn man das im Rhein/Maingebiet tatsächlich längere Zeit fahren kann, ich meide Autobahnfahrten, wann immer möglich. Derart viel Konzentration, nur weil man ein paar Minuten (wenn es gut geht) schneller am Ziel ist, erscheinen mir schlicht unnötig.

Was ich begrüßen würde, wäre ein Tempomat, der sich automatisch auf die gerade aktuelle Höchstgeschwindigkeit selbstständig einstellt, wenn ich das wünsche. Mit einer maximalen Überschreitungsvorgabe, die mich innerhalb "bezahlbarer Limits" hält. Im Detail vorprogrammierbar für die "üblichen Routinestrecken".... :cool:
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Re: Frankreich führt Tempo 80 ein !

Beitragvon relativ » Fr 12. Jan 2018, 13:42

immernoch_ratlos hat geschrieben:(12 Jan 2018, 13:15)

Ob die paar Teilnehmer an dieser Diskussion einigermaßen die Nutzer dt. Verkehrswege abbilden können ?

Offensichtlich herrscht teilweise eine gewisse Anarchie, wenn es um menschengemachte Vorschriften geht. Nun ist Technologie - hier der Umgang mit Fahrzeugen - doch eigentlich nichts was Emotionen Raum bieten sollte. Im Grund sind die Fähigkeiten ein Fahrzeug zu führen um weder sich und auch keine anderen Verkehrsteilnehmer (das können auch die Insassen der eigenen Kiste sein) zu gefährden, sehr individuell begrenzt. Würde man das ordentlich wissenschaftlich untersuchen, käme sicher eine "Gaußsche Verteilungskurve" dabei heraus. Was diese aussagt, setze ich als gegeben und verstanden voraus.

Es ist völlig normal, dass Menschen in vielerlei Hinsicht teilweise erheblich voneinander abweichen. Das muss eine StVO berücksichtigen und dabei so tun, als währen alle damit abgebildet. Was wiederum in der Realität an den "Rändern" zu Überforderung führt und selbstverständlich die "Spitzenfahrer" unterfordert - daran hindert ihre tollen Fähigkeiten auszuleben.

Nun ist selbst die Masse unzufrieden, weil sie sich ähnlich wie auf anderen Gebieten meist für überdurchschnittlich begabt hält. Leider eine der vielen Selbsttäuschungen die unser Dasein ausmachen. Sprich, jeder empfindet auf "seiner" Strecke die Beschränkungen als überflüssig und ignoriert sie eben. Kommt noch hinzu - jeder auch die Leistungsfähigsten unterliegen täglichen Schwankungen - einige davon sind nachgewiesen - auch all die Spitzenleister unterliegen diesen menschlichen Schwächen. Aus einigen hiesigen Statements wird allerdings deutlich erkennbar, wie sehr manche all diese Zusammenhänge negiert werden.

Das Risiko mit wachsender Geschwindigkeit schwerste bis hin zu tödlichen Verletzungen zu erleiden - wenn es zu einem Unfall kommt, ist problemlos nachweisbar. Die Fähigkeit bei hoher Geschwindigkeit noch über genügend Reaktionsschnelligkeit zu verfügen ist alles andere als uniform. Die Möglichkeiten innerhalb der tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeit, durch passive und aktive Technologie, die Insassen vor Schaden zu bewahren sind physikalisch begrenzt und längst weitgehend realisiert. Das schlägt sich in den Unfällen mit Schwerverletzten und Unfalltoten, deren Zahl sich seit Jahren stetig verringert hat deutlich nieder. Dabei hat die Verkehrsdichte noch erheblich zugenommen. Es muss als "Segen" sowohl für den Verkehrsfluss, als auch für das Unfallgeschehen gesehen werden, dass die existierende PKW-Flotte nur zu durchschnittlichen 2 ... 3 % real genutzt wird.

Menschliche Unzulänglichkeit verhindert in jeder Hinsicht einen optimalen Verkehrsfluss. Irrationale Vorstellungen "wie" man selbst und besonders wie andere fahren "sollten", beherrscht das Geschehen. Wie sollte das anders sein, wenn schon das generelle Konzept der Mobilität weitgehend irrational ist ?

Überall - nein eigentlich nur bei Produktionsprozessen - wird seit wenigsten 150 Jahren versucht die menschliche Komponente in einen der Technologie geschuldeten Prozess einzubinden. Wo das an der menschlichen Unzulänglichkeit scheiterte, hat man das wo immer möglich erzwungen. Neuerdings (nicht wirklich sooo neu) überlässt man es verschiedenen Formen von Robotern und Algorithmen, präzise Abläufe - sich selbst regulierend - um eine optimale Ablaufgeschwindigkeit zu erreichen.

Wo das Verkehrswesen sich ähnlich gestalten lässt, wird es getan. Die Frage, wann der letzte menschliche Lokomotivführer seinen Hut nimmt, ist beantwortbar. Heute schon möglich, aber wegen der damit verbunden Arbeitsplätze, noch nicht Realität.

Bleiben noch abertausende von Straßen übrig, wo buchstäblich jeder seine gerade einflussnehmenden Emotionen frei ausleben darf. Durchaus auch zum Schaden für sich selbst und andere in und um seine Kiste herum. Das versucht man sehr unzulänglich seit es dieses Massenverkehrsmittel gibt, wenigstens einzuschränken. Weil eben mit intelligentem Einsehen nicht wirklich gerechnet werden kann, werden summarische Geschwindigkeitsgrenzen eingeführt. Jedem ist dabei klar, diese werden systematisch überschritten. Auch das lässt sich eine durchschnittliche Abweichung feststellen bzw. "hochrechnen".

Wenn also das Limit auf z.B. 80 km/h reduziert wird, kann man wohl davon ausgehen, das vorherige Limit wurde zu "unfallträchtig" überschritten. Mit dem neuen Versuch, wird die "resultierende Durchschnittsgeschwindigkeit" weiter nach unten gedrückt - so jedenfalls die Hoffnung. Selbstverständlich könnten sehr viele Straßen und Autobahnen erst recht, durchaus eine schnellere Durchschnittsgeschwindigkeit erlauben. Wenn, wenn da nicht ein Mensch mit all seiner geballten menschlichen Unfähigkeit hinterm Steuer sitzen würde.

Nun die ersten Schritte in Richtung vollautomatischem "Individualverkehr" sind gemacht. Das dies seine Zeit braucht, ist wie immer wenn es etwas neues zu vermelden gibt, auch klar. Aber warum eigentlich nicht, ein Fahrzeug, welches im Level 4 oder 5 fahren kann, würde alle Möglichkeiten - höhere Geschwindigkeit - gleichmäßige Kolonnendichte - optimale Nutzung von Kraftstoffen mit einem weiterhin individuell gestalteter Mobilität verbinden. Nicht ausgeschlossen dabei, das es Zonen mit erzwungenem Level und Bereiche mit Mensch am Steuer gibt, weil sich eben nicht allen Gegenden für Level 4 ... 5 tatsächlich eignen.

Wer von A nach B fährt gibt sein Wunschziel ein und wird aufgefordert seinen Nachweis für Level 2 bestätigen (wenn das für diese Strecke noch notwendig sein sollte. Warum soll das alles so erschröcklich sein, hätte ich die Kohle, würde ich mir für viele Strecken einen Fahrer wünschen.

Nun halte ich mich durchaus für Durchschnitt - ca. 1 Million km habe ich im In- und Ausland bereits per PKW "absolviert". Das reicht mir durchaus schon mal als erlebter "Fahrspaß". Wenn es jetzt schon besserer Lösungen gäbe (neben Bussen und Bahnen), ich würde sie begrüßen....

Ach ja, mit den hiesigen "Rennfahrern" kann ich selbstverständlich nicht mithalten - meine Kiste schafft zwar lt. Tacho ~200 km/h, aber selbst wenn man das im Rhein/Maingebiet tatsächlich längere Zeit fahren kann, ich meide Autobahnfahrten, wann immer möglich. Derart viel Konzentration, nur weil man ein paar Minuten (wenn es gut geht) schneller am Ziel ist, erscheinen mir schlicht unnötig.

Was ich begrüßen würde, wäre ein Tempomat, der sich automatisch auf die gerade aktuelle Höchstgeschwindigkeit selbstständig einstellt, wenn ich das wünsche. Mit einer maximalen Überschreitungsvorgabe, die mich innerhalb "bezahlbarer Limits" hält. Im Detail vorprogrammierbar für die "üblichen Routinestrecken".... :cool:


Den heutigen rasenden schlechten Autofahrern darfst du keine Wahlmöglichkeit geben, denn es ist doch klar, daß sie nicht die Angepasste nehmen würden. Wer ohne generelles Geschwindigkeitslimit fahren möchte, muss sich bei gewissen Verkehrsaufkommen ect. mit automatischen max. Geschwindigkeitsbegrenzungen abfinden und dies ohne eigene Wahlmöglichkeit einer höheren Geschwindigkeit.
Ist die Bahn frei , darf er wieder wie er will. Wäre ein Kompromiss den ich auch gut finden würde.
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Re: Frankreich führt Tempo 80 ein !

Beitragvon H2O » Fr 12. Jan 2018, 13:47

immernoch_ratlos hat geschrieben:(12 Jan 2018, 13:15)

Ob die paar Teilnehmer an dieser Diskussion einigermaßen die Nutzer dt. Verkehrswege abbilden können ?

...


Auf einen kurzen Nenner gebracht: Tempo Null auf allen Straßen vermeidet Verkehrsunfälle weitestgehend. Das gilt auch für das selbstfahrende Kraftfahrzeug... Zugleich wird die Umwelt geschont und der Verkehrslärm liegt unter dem der rauschenden Blätter an unseren Alleebäumen..
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Re: Frankreich führt Tempo 80 ein !

Beitragvon immernoch_ratlos » Fr 12. Jan 2018, 14:09

Falsch !

H2O hat geschrieben:Auf einen kurzen Nenner gebracht: Tempo Null auf allen Straßen vermeidet Verkehrsunfälle weitestgehend. Das gilt auch für das selbstfahrende Kraftfahrzeug... Zugleich wird die Umwelt geschont und der Verkehrslärm liegt unter dem der rauschenden Blätter an unseren Alleebäumen..
"Total" - wäre hier als geeignete Übertreibung angebracht.

Dazu dürfte sie auch niemand mehr zu Fuß nutzen - ist das nicht ein ganz klein wenig übertrieben :?: Ok das Blätterrauschen kann ganz schön an die Nerven gehen.... :dead:

Klar, dass auch vollständig Level 5 - fahren - Unfälle haben wird. Es gibt da immer noch Menschen, das wohl größte Sicherheitsrisiko (wenn man vom gelegentlich einschlagenden Großasteroiden mal absieht).
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Re: Frankreich führt Tempo 80 ein !

Beitragvon H2O » Fr 12. Jan 2018, 16:22

immernoch_ratlos hat geschrieben:(12 Jan 2018, 14:09)

Falsch !

"Total" - wäre hier als geeignete Übertreibung angebracht.

Dazu dürfte sie auch niemand mehr zu Fuß nutzen - ist das nicht ein ganz klein wenig übertrieben :?: Ok das Blätterrauschen kann ganz schön an die Nerven gehen.... :dead:

Klar, dass auch vollständig Level 5 - fahren - Unfälle haben wird. Es gibt da immer noch Menschen, das wohl größte Sicherheitsrisiko (wenn man vom gelegentlich einschlagenden Großasteroiden mal absieht).


Schade! Ich kam mir so schlau vor, und nun so was!
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Re: Frankreich führt Tempo 80 ein !

Beitragvon immernoch_ratlos » Sa 13. Jan 2018, 15:24

Danke H2O für Dein Verständnis, wenn etwas tatsächlich nicht so bierernst gemeint ist :p

Nun - wenig überraschend ist in D schon mal jemand "aufgesprungen" Quelle :FAZ (13.01.2018) "Vorbild Frankreich : SPD-Politiker für Tempo 80 auf Landstraßen"
FAZ hat geschrieben:Eine Herabsetzung des Tempolimits sei „bei Straßen bis sechs Metern Breite“ auch in Deutschland sinnvoll, sagte Burkert der Deutschen Presse-Agentur. Vor einigen Tagen hatte die französische Regierung eine Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit auf 80 Kilometer in der Stunde angekündigt. Die Regel soll vom 1. Juli an greifen.
„Noch sinnvoller wäre es, wenn man ein Überholverbot auf Landstraßen vor allem für Lastwagen einführen würde“, sagte Burkert, der in der abgelaufenen Legislaturperiode Vorsitzender des Verkehrsausschusses im Bundestag war. Mit sogenannten Megalinern mit einer Länge von bis zu 25 Metern werde sich die Situation verschärfen. „Wir haben sehr enge Landstraßen, und da sollte man wirklich über 80 Stundenkilometer nachdenken“, sagte Burkert.
Tja was nun :?:

Ob eines nicht so fernen Tages überhaupt noch jemand den Durchblick hat - wo bin ich - was darf ich hier NICHT :?:

Wer ist noch nie unbekanntem Terrain in eine "30ger Zone" eingefahren und wähnte sich so fälschlich im normalen 50er Bereich :?:

Wo binn ich - reicht die Breite noch für 100km/h :?: Einfach öfter mal aussteigen und die Straßenbreite messen.... :thumbup:
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Re: Frankreich führt Tempo 80 ein !

Beitragvon Thomas I » Mo 15. Jan 2018, 02:40

garfield336 hat geschrieben:(10 Jan 2018, 14:04)

Das französische Parlament hat gestern Tempo 80km/h auf allen Landstrassen in Frankreich beschlossen.

Und wer die französsichen Strassen kennt, der weiss: Das beudetet das man auf breiten schnurgeraden gutausgebauten Strassen, wo kilometerweit keine Menschenseele zu sehen ist, und alle 5km ein Blitzer steht maximal 80km/h fahren darf, sonst wirst teuer. :thumbup:

Was haltet ihr von dieser Massnahme :?:


Welche Straßen sollen das sein?
Ich bin vorher in der einsamen Provinz nicht 90 gefahren ohne Konsequenzen, jetzt fahre ich halt nicht 80.
Und nach dem Abendessen mit viel Wein wird der Landfranzose weiterhin mit dem Auto heim fahren, schon mangels Alternativen.
Wenn er dann mit 80 statt 90 von der Route abkommt ändert es wenig .
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Re: Frankreich führt Tempo 80 ein !

Beitragvon Thomas I » Mo 15. Jan 2018, 02:46

relativ hat geschrieben:(11 Jan 2018, 09:00)

Ich glaube du übertreibst hier aus deiner subjektiven Sicht zu viel. sowohl was Frankreich und seine Blitzerstellen angeht, als jetzt auch in Luxenburg.
In Deutschland gibt es auch viele Stellen, wo geblitzt wird und man sich fragt, wo ist jetzt der tiefere Grund, an dieser Stelle zu blitzen.


Habe ehrlich gesagt in Frankreich noch nie eine Tempokontrolle auf einer Landstraße außerhalb geschlossener Ortschaften erlebt.
Auf Autobahnen und auf dem mehrspurige Schnellstraße durchaus.
Innerorts ebenfalls.
Aber außerorts, bei dem meist sehr geringen Verkehrsaufkommen in der Provinz lohnt es sich kaum dort jemand mit der Radarpistole hinzustellen.
Und eine ortsfeste Anlage dort so zu tarnen, dass man sie nicht sieht ist kaum möglich. Mal abgesehen davon, dass deren Aufstellung dann auch wieder teurer kommt als die Einnahmen die man damit resultiert, eben wegen des geringen Verkehrsaufkommen.
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Re: Frankreich führt Tempo 80 ein !

Beitragvon Thomas I » Mo 15. Jan 2018, 02:51

frems hat geschrieben:(11 Jan 2018, 13:27)

Ich weiß ja nicht, wie viele Kerle Du forschungshalber mit der Frage bzw Aussage konfrontiert hast. In meinem Umfeld gibt es aber eh nicht mehr viele Leute, die noch n Auto besitzen. Das mag als Azubi, Studi oder Bundi ganz lustig gewesen sein, aber man wird mit dem Alter ja auch reifer


Allerdings bezweifle ich, dass dein Umfeld da sehr repräsentativ ist....
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Re: Frankreich führt Tempo 80 ein !

Beitragvon frems » Mo 15. Jan 2018, 09:54

Thomas I hat geschrieben:(15 Jan 2018, 02:51)

Allerdings bezweifle ich, dass dein Umfeld da sehr repräsentativ ist....

Von keinem Individuum ist das Umfeld repräsentativ. Auch nicht von Autoposern (https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ ... 41970.html).
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
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Re: Frankreich führt Tempo 80 ein !

Beitragvon Thomas I » Mo 15. Jan 2018, 20:06

frems hat geschrieben:(15 Jan 2018, 09:54)

Von keinem Individuum ist das Umfeld repräsentativ. Auch nicht von Autoposern (https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ ... 41970.html).


Ja, das haben die sich in Mannheim abgeguckt.
Von daher ist das für mich nichts mit Neuigkeitswert.
Ansonsten ist das durch die Innenstadt kriechen mit von Papis Geld geliehenen Auto nicht mein Ding.
Ich kenn auch niemanden der daran Gefallen hätte.
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Re: Frankreich führt Tempo 80 ein !

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 15. Jan 2018, 22:30

Tja Thomas Du (und Andere) scheinen mich mit den "Machern" zu verwechseln :?: Eigentlich sammle ich lediglich Informationen und poste was mir "bemerkenswert erscheint". Dabei versuche ich so neutral wie eben möglich Meinung (meine) von echten Fakten zu trennen. Das wiederum scheint nicht jeder zu erkennen. :(

Es gibt jede Menge Gesetze die jeder der sich nicht daran halten möchte relativ frei übertreten / nicht befolgen / "drauf scheißen" kann, ganz wie ihm / ihr beliebt. Gelegentlich einen Mord gehört sicher auch dazu - alles was verboten ist, wird dennoch getan.

Der größte mir bekannte Irrtum - durch besondere Strafen - ausgefeilt unangenehm usw. - glauben alle, die sich eher weniger für reale Vorgänge (im Kopf der Delinquenten) interessieren - sei die Lösung derlei besser "in den Griff zu bekommen" eventuell gar verhindern zu können.

Prinzipiell bietest Du den wahren Grund an, warum das sehr wenig bewirkt. Schlicht die allermeisten glauben / hoffen schlicht nicht erwischt zu werden oder durch besonders "intelligentes Verhalten" niemals gefasst zu werden.

Da passiert mir nix - ist fernab jeglicher Kontrollmöglichkeit usw. usf. :p

Das fuchst den gemeinen Ordnungshüter gewaltig. Doch die Technologie steht bereit um diese Lücken zu schließen. Da ich selbst betroffen sein könnte, wirst Du mir nicht unterstellen wollen, ich begeistere mich für derlei Entwicklungen. Es ist schon erstaunlich wie sehr der "Bote" für das Unglück worüber er berichtet mit der wahren Ursache verwechselt wird. Ein erstaunliches Phänomen, das einem in Foren sehr häufig begegnet.

Da man mit Verkehrsüberwachungsgerät auch gut verdienen kann, finden sich Firmen, welche permanent weiterentwickeln was da auf den "Verkehrssünder" mehr oder weniger oft bereits heute lauert. Bei einer bestimmten Strecke die ich des öfteren befahre, finden sich auf ~30km ca. 7 fest installierte "Blitzer". In MA z.B. gibt es die sehr großer Zahl und dort gibt es mindestens einen "ENFORCEMENT TRAILER" :
VITRONIC hat geschrieben:ermöglicht langfristige oder permanente Geschwindigkeitsmessung an Unfallschwerpunkten, die nicht über die für eine stationäre Überwachung nötige Infrastruktur verfügen.

Dazu zählen Landstraßen und Baustellen aber auch zeitlich begrenzte Änderungen in der Verkehrsführung oder der Geschwindigkeitsbegrenzungen ? etwa an zu sanierenden Brücken oder im innerstädtischen Bereich. Zudem eignet sich das flexible System für den Einsatz an Stellen, an denen mobile Geschwindigkeitsmessung auf Grund der Gefahr für die messende Person nicht möglich ist.
Eine bereits sehr ausgefeilte Technik - Geschützt gegen Vandalismus mit beschussgeschützter :eek: Außenhülle und Alarmsystem :
Fünf Tage autonomer Betrieb
Der ENFORCEMENT TRAILER ist mit einer unabhängigen Stromversorgung auf Basis von Hochleistungsbatterien ausgestattet, die einen ununterbrochenen Messbetrieb über fünf Tage ermöglicht. Um den Messbetrieb zu verlängern, lassen sich die eingesetzten Akkumulatoren vor Ort einfach tauschen. Zum Einsatz kommt dabei VITRONICs POLISCAN SPEED LIDAR-Messtechnik.

Mit der Laser-Geschwindigkeitsmessung können alle Fahrzeuge über mehrere Spuren hinweg gleichzeitig erfasst werden. Variable Geschwindigkeitsbegrenzungen sowie Durchfahrtsverbote nach Uhrzeit, Fahrstreifen und Fahrzeugklasse lassen sich ebenfalls überwachen. Ein integriertes Modem überträgt die verschlüsselten Falldaten drahtlos und ermöglicht den Fernzugriff auf das Messsystem. Damit bietet der ENFORCEMENT TRAILER einen völlig autonomen, mehrtägigen Messbetrieb ohne Personaleinsatz, was zu einer deutlichen Effizienzsteigerung führt.

Schnell bewegt und einsatzbereit
Auch Deine "Bedenken" nur weil Du die Messstelle nicht siehst, ist auch keine da, lässt sich hiermit relativ leicht zerstreuen. Das hatte ich schon länger (davor) befürchtet, weil es einfach logisch wäre und nun bereichert es unser Leben als verhinderte Rennfahrer :
VITRONICs hat geschrieben:Abschnittskontrolle erfasst Durchschnittsgeschwindigkeiten
Herkömmliche Geschwindigkeitsüberwachung arbeitet punktuell und kann dort zu positiven Einflüssen auf die Verkehrssicherheit führen.

Mit Abschnittskontrollen (auch als Section-Control bekannt) lassen sich Streckenabschnitte mit häufigen Geschwindigkeitsübertretungen vollständig überwachen. POLISCAN SECO von VITRONIC erfasst dazu Fahrzeuge mittels Kennzeichenlesung bei der Einfahrt und Ausfahrt in den Streckenabschnitt und ermittelt die gefahrene Durchschnittsgeschwindigkeit (Point-to-point). So kann man nicht nur die Verkehrssicherheit auf besonders gefährlichen Strecken verbessern, sondern auch die Raser ermitteln, die kurz vor einer punktuellen Kontrolle abbremsen.

Vorteile:
Überwachung gefährlicher Streckenabschnitte
Deutlich verbessertes Verkehrsmanagement in Kombination mit Wechselzeichen
Kombinierbar mit AKLS- und Maut-Anwendungen
Quelle
Eine sehr umtriebige Firma und sicher nicht alleine auf diesem Feld tätig.

Bei den immer schneller werdenden Internetverbindungen über Glasfaser könnte ich mir dieses Szenario vorstellen :
An "gut frequentierten" Zugängen in die alten und bald auch neuen "Umweltzonen" erfasst dazu Fahrzeuge mittels Kennzeichenlesung bei der Einfahrt - fragt die "passende Datenbank" automatisch ab, erkennt den "Schadstoffstatus" des betreffenden Fahrzeugs, "gern auch noch andere interessante Zusammenhänge" und löscht das erfasste Datum sofort wieder, wenn sich kein Verstoß ergibt.

Ist Kollege Überwachungsalgorithmus "fündig geworden", wird das Bild dauerhaft als Beweis gespeichert und wie auch immer werden 80€ für Befahren / Parken (seit 1. Mai 2014) fällig. Mit einer zweiten Überwachungskamera kann auch gleich der Frontbereich - ist eine Plakette an der richtigen Stelle vorhanden :? - wer sitzt am Steuer :? - auch das Fehlen der Plakette an der dafür vorgesehenen Stelle ist bereits mit 80€ "kostenpflichtig". Dieser Vorgang dürfte eingedenk modernster Technik und 4K "Ultra HD" Kameraauflösung sehr schnell einen gewissen "erzieherischen Effekt" haben.

Die Herausforderung, trotz hübscher Gesetze - nur hält sich keiner dran - dürfte die damit befassten Ordnungshüter sehr bald zu bislang ungeahnter Aktivität anspornen. Bedenkt man noch, wie teuer das außerhalb unserer Grenzen sein kann, wird das mit zunehmender "Möglichkeit" auch in der "Provinz" erwischt zu werden, nicht spurlos an allen vorbeigehen, die sich sicher vor erwischt werden wähnen....

Firmen die wie die hier beschriebe, haben jede Menge cleverer Ingenieure, die sich ganz sicher mit solchen Gedanken beschäftigen und es liegt in deren Interesse, immer wider neue "Technik" anbieten zu können. Wer in Berlin oder Frankfurt wohnt, kann sich ja mal die dortigen Messen ansehen. Anfang und Ende Februar gibt es das sicher einiges zusehen. :thumbup:
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Re: Frankreich führt Tempo 80 ein !

Beitragvon frems » Di 16. Jan 2018, 01:28

Thomas I hat geschrieben:(15 Jan 2018, 20:06)

Ja, das haben die sich in Mannheim abgeguckt.
Von daher ist das für mich nichts mit Neuigkeitswert.
Ansonsten ist das durch die Innenstadt kriechen mit von Papis Geld geliehenen Auto nicht mein Ding.
Ich kenn auch niemanden der daran Gefallen hätte.

Es ist ja auch nicht schlecht, sich an Landespolizeien zu orientieren, die Erfolge haben. Genauso laufen bei uns Vertreter hoch und runter, weil die "SOKO Castle" eine ordentliche Bilanz hat. Aber davon ab: ich kenne auch nicht solche Personen persönlich. Trotzdem gibt es sie eben. Und damit muss man arbeiten, nicht mit dem eigenen Umfeld, das, wie gesagt, nie repräsentativ ist.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
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Re: Frankreich führt Tempo 80 ein !

Beitragvon Dampflok94 » Di 16. Jan 2018, 10:31

Thomas I hat geschrieben:(15 Jan 2018, 02:40)

Welche Straßen sollen das sein?
Ich bin vorher in der einsamen Provinz nicht 90 gefahren ohne Konsequenzen, jetzt fahre ich halt nicht 80.

Irgendwie fehlen mir die Informationen. Ich zweifle nicht an deinen Worten. Aber zum selben Thema (ich glaube, es war bei ZON) schrieb jemand, dieses Tempo 80 sein ein reines "Abzockermodell". Und begründete es damit, daß auf Frankreichs Landstraßen alle paar Kilometer ein Blitzer wäre. Nun wüßte ich auch nicht, warum diese Person lügen sollte. Kann es sein, daß dies in F regional unterschiedlich ist?
Leute kauft mehr Dampflokomotiven!!!

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