Es ist ein Junge? Gewalt und Geschlecht

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Progressiver
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Re: Es ist ein Junge? Gewalt und Geschlecht

Beitragvon Progressiver » Fr 12. Jan 2018, 00:53

Dark Angel hat geschrieben:(10 Jan 2018, 10:36)

Auch das ist Quatsch!
Kriege entstanden/entwickelten sich im Zusammenhang mit Sesshaftwerdung und der Entstehung eines Mehrprodukts in den einzelnen Siedlungen, lange vor der Entstehung von hierarchischen Strukturen und staatsähnlicher Strukturen. ==> vergl. "Kultur des Krieges", Sir John Keagan, Rowohlt 1997
Bei der Entstehung erster Städte (Neolithisierung) gab es noch keine hierarchischen Strukturen, sehr wohl jedoch erste kriegerische Auseinandersetzungen, wie Ausgrabungen insbesondere Jericho (ca.10.000 bis 8.000 Jahre bp) belegen.
Die aufkommende Acker- und Viehwirtschaft weckte "Begehrlichkeiten" und führte zu kriegerischen Auseinandersetzungen.
Von der Entstehung erster Siedlungen/Städte bis zur Entstehung erster Hochkulturen dauerte es noch einmal ca 4000 bis 3500 Jahre. Ein Berufsheer IST ein Merkmal einer Hochkultur und damit auch ein Zeichen für das Vorhandensein hierarchischer Strukturen. Als Hochkulturen entstanden, gab es jedoch bereits (seit etwa 3000 Jahren) kriegerische Auseinandersetzungen einzelner Siedlungen/Stämme untereinander - ganz ohne Versklavung und ganz ohne Berufsheer!


Die ersten organisierten Kriege entstanden in Mesopotamien. So nachzulesen in GEO kompakt Nr.37/2013. Dieses Heft sieht so aus und behandelt unter anderem das Thema "Die Erfindung des Krieges":

https://shop.geo.de/wissen/geokompakt/e ... -2013.html

Leider habe ich das Heft nicht bei mir. Aber da stand drin, dass der erste Feldzug mit Berufssoldaten von einer der ersten großen Städte Mesopotamiens ausging und eine Stadt im nördlichen Zweistromland traf.

Aber auch das Heft GEO EPOCHE Nr. 87 schlägt in die gleiche Kerbe. Wenn du es dir kaufen willst, siehe hier:

https://www.geo.de/magazine/geo-epoche/ ... os-babylon

Auch da geht es um die Geburt der Zivilisation. Und auch da kann man auf S. 15 folgendes lesen:

Die Erfindung des Krieges

Mord und Totschlag gibt es, seit es Menschen gibt. Doch für den Krieg bedarf es staattlicher Organisation -und die entsteht besonders früh im Zweistromland. Dort werden aus Überfällen beutelustiger Horden um 3500 v. Chr. erstmals organisierte Feldzüge straff geführter Armeen.


Diese Ausgabe habe ich gerade vor mir liegen.

Den nächsten Teil lasse ich mal unkommentiert, da du mich wohl absichtlich falsch verstehst.

Also geht es hier weiter:

Es ist und bleibt Unsinn, was du von dir gibst!
Es gab KEIN Matriarchat!
Es existieren nicht die geringsten Hinweise für die Existenz einer solchen Herrschaftsform!
Daran ändern auch griechische, mesopotamische oder ägyptische Schöpfungsmythen nichts. Denn nichts anderes als (Schöpfungs)Mythen - in die ältere Glaubensvorstellungen eingeflossen sind, die die Entstehung/Entwicklung des Pantheons erklären - sind es nicht.
Und dieser Erklärung liegt eine schlichte biologische Tatsache zugrunde: nur Frauen können gebären! Und da nur Frauen gebären können, wird ihnen das Primat zugestanden - den ersten Mann, mit dem sie sich dann paarten, um die Grundlage für ein "Göttergeschlecht" zu legen, mussten sie aus sich selbst heraus gebären.
Hat nichts, aber auch gar nichts mit "Matriarchat" zu tun.
Gleiches gilt für den Monotheismus - auch der ist weder "männlich" noch ein Hinweis auf die Existenz einer Herrschaftsform namens "Patriarchat".
Auch für die Existenz einer solchen Herrschaftsform gibt es nicht den geringsten archäologischen Hinweis!


Es gab kein Matriarchat, schreibst du? Ein Patriarchat ebenfalls nicht? Ja, herrschte dann zu allen Zeiten und überall etwa Anarchismus oder die totale Gleichberechtigung?

Und zum Punkt Monotheismus: Wenn sich Christen, Muslime und Juden untereinander streiten, so läuft das doch immer darauf hinaus, wessen Gott quasi den größten Penis hat bzw. die größte Macht. Theologisch betrachtet geht es doch da nur um Penisvergleiche, wenn man das mal herunterbricht.

Patriarch/Patriarchat bezeichnet nichts weiter als Familienstrukturen. Als Familie galten bis zum Beginn des 19.Jh alle zum Haushalt bzw engerem Verwandtschaftsverbund gehörenden Personen. Der Pater familias war das Familienobehaupt, dem sich alle Personen, die zum Haushalt/engere Verwandtschaft gehörten, unterzuordnen hatten - völlig unabhängig ob männlich oder weiblich.


Latein war wohl nicht deine Stärke in der Schule. Patriarchat kommt von lateinisch Pater, also dem Vater. Patria ist das Vaterland. Mater bedeutet Mutter. Matriarchat wäre per Definition die Herrschaft der Mutter. Da aber der Pater in der Regel das Familienoberhaupt darstellt bei patriarchalischen Strukturen, haben Frauen bei diesen keine gleichberechtigte Stellung. Der Vater ist der Chef der Tochter. Und wenn diese per Mitgift verheiratet wird, muss sie ihrem Ehemann gehorchen. Bezeichnenderweise wählt die Tochter ihren Ehemann nicht selbst aus, sondern muss nehmen, was der Vater mit den anderen Familien ausgehandelt hat. Die romantische Liebe gibt es ja erst seit ca. 1800 in bürgerlichen Gesellschaften.

Frauen waren zu keiner Zeit (mit Ausnahme der sehr jungen Religion Islam) "Verfügungsmasse der Männer" - das ist Humbug! Ganz im Gegenteil - Frauen genossen in einigen Kulturen relative Gleichberechtigung ==> Ägypten, Sparta, Kelten.
Auch im Imperium Romanum, in den griechischen Poleis und in der jüdischen Kultur waren Frauen keinesfalls völlig rechtlos!


Es geht nicht darum, ob sie willenlose Sexsklavinnen waren oder nicht. Aber selbst bei uns waren die Zustände derart patriarchalisch, dass Frauen noch im 20. Jahrhundert ohne die Erlaubnis ihres männlichen Vormundes weder studieren noch einem Beruf nachgehen konnten. In der Schweiz wurde teilweise erst ca. 1972 das Frauenwahlrecht eingeführt. Und in der Bundesrepublik war es bis 1997 ganz legal, dass die Frau dem Manne in einer Ehe zu Willen sein musste, wenn dieser Lust auf Geschlechtsverkehr hatte. Und was bei den Nazis alles an patriarchalischen Strukturen herrschten oder in der katholischen Kirche immer noch, das muss ich wohl nicht betonen, oder?

Und das ist nur die halbe Wahrheit, weil der Vergleich hinkt. Wie viele Männer und Frauen lebten denn in Klöstern? - keinesfalls ein repräsentativer Teil der Bevölkerung!


In Europa wurden die Klöster früher dazu eingesetzt, die Geburtenkontrolle zu regeln. Mönche und Nonnen mussten kinderlos leben. Und mit irgendeiner Vergleichsgruppe muss man das doch vergleichen.

Frauen starben bis ins 19.Jh hinein sehr häufig im Kindbett, während der Geburt oder an deren Folgen.


Du verstehst mich wohl wieder absichtlich falsch. Ich habe extra von der Gegenwart, also aus dem 20. Jahrhundert ein Beispiel gebracht!

Für die kürzere Lebenserwartung von Männern ist eben nicht nur deren lebenswandel verantwortlich sondern wiederum der höhere Testosteronwert. So what!
Psychologie ist eben nicht alles - da gibt es noch etwas und das nennt sich Biologie!


Verstehe. Testosteron macht aggressiv und tötet deren Träger. Aber nein, toxisch ist es nicht! Nicht doch. Nie im Leben! ;) :dead:

Ganz nebenbei - Klöster sind nicht das normale menschliche Lebensumfeld und gehören auch nicht zu den normalen menschlichen Lebensein- und -vorstellungen.


Es gibt mindestens im Katholizismus, bei den orthodoxen Christen und im Buddhismus Klöster. Hast du dich schon bei denen beschwert? Und früher, als das Christentum hier noch das volle Sagen hatte, gab es noch viel mehr bewohnte Klöster.

Nein können sie nicht, weil Ausnahmesituationen nicht als Referenz dienen können.
Klostergemeinschaften sind Ausnahmesituationen und keinesfalls a) für die Gesamtgesellschaft repräsentativ und b) kein Hinweis auf "toxische" Männlichkeitsideale.
Es handelt sich dabei ganz eindeutig um sozialkonstruktivistische Vorstellungen, die biologische - insbesondere evolutionsbiologische Faktoren/Erkenntnisse sowie Erkenntnisse der evolutionären Psychologie ignorieren und leugnen.
Das was da als "toxisches Männlichkeitsideal" diffamiert wird, IST biologisch bedingt! ==> siehe (übriges) Tierreich ==> Männer/Tiermännchen müssen miteinander konkurrieren, damit sie überhaupt eine Chance zur Reproduktion haben ==> genetische Fitness. Es sind die Frauen/Tierweibchen, die die Partnerwahl treffen und sie wählen starke und somit potente Männer/Männchen!


In unserer Gesellschaft gibt es außerhalb der Klöster Männer, die rauchen, Alkohol in Massen trinken und sogar zu Prostituierten gehen, weil sie sich ihre tolle Männlichkeit beweisen müssen. Dieses Kettenrauchen, Kampftrinken und Herumhuren wird von denen als besonders männlich angesehen. Es mag sein, dass es ein paar übrig gebliebene Steinzeitfrauen gibt, die auf so etwas stehen. Die Mehrzahl der Frauen wird aber etwas intelligenter sein. Und gewählt wird nicht der größte Schürzenjäger mit der größten Potenz, sondern jemand mit emotionaler Intelligenz, der sich an der Kinderaufzucht beteiligen kann. Mit Penisprotzerei und Machotum kriegt man heutzutage keine Frau mehr. Im Übrigen gilt die Devise "gleich und gleich gesellt sich gerne". Ein veganer Gesundheitsapostel wird sich logischerweise nur eine ebensolche Frau schnappen und umgekehrt.

Aber zum Glück sind die Menschen oftmals nicht mehr Opfer irgendwelcher Hormone, Gene oder toxischer gesellschaftlicher Ideale, sondern jeder kann sich in bestimmtem Ausmaß selbst entscheiden, wie er oder sie leben will. Oder ein Beispiel: Früher galt es als besonders männlich, wenn "Mann" sich quasi nur von Fleisch ernährte. Fleisch zu essen galt als besonders männlich. Heutzutage kann jeder und jede essen, was er will, ohne bestimmte Männlichkeitsnormen brechen zu müssen. Und manche Männer sind eben gerne Vegetarier, während andere dann eben "Low Carb" essen. Und auch das Kettenrauchen und Kampftrinken sind bei den jungen Leuten aus der Mode gekommen. Dafür sind diese aber jetzt nicht weniger männlich als ihre Vorgängergenerationen.
"Skepsis ist der erste Schritt auf dem Weg zur Philosophie." (Denis Diderot)
Alpha Centauri
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Re: Es ist ein Junge? Gewalt und Geschlecht

Beitragvon Alpha Centauri » Fr 12. Jan 2018, 12:54

Progressiver hat geschrieben:(12 Jan 2018, 00:53)

Die ersten organisierten Kriege entstanden in Mesopotamien. So nachzulesen in GEO kompakt Nr.37/2013. Dieses Heft sieht so aus und behandelt unter anderem das Thema "Die Erfindung des Krieges":

https://shop.geo.de/wissen/geokompakt/e ... -2013.html

Leider habe ich das Heft nicht bei mir. Aber da stand drin, dass der erste Feldzug mit Berufssoldaten von einer der ersten großen Städte Mesopotamiens ausging und eine Stadt im nördlichen Zweistromland traf.

Aber auch das Heft GEO EPOCHE Nr. 87 schlägt in die gleiche Kerbe. Wenn du es dir kaufen willst, siehe hier:

https://www.geo.de/magazine/geo-epoche/ ... os-babylon

Auch da geht es um die Geburt der Zivilisation. Und auch da kann man auf S. 15 folgendes lesen:



Diese Ausgabe habe ich gerade vor mir liegen.

Den nächsten Teil lasse ich mal unkommentiert, da du mich wohl absichtlich falsch verstehst.

Also geht es hier weiter:



Es gab kein Matriarchat, schreibst du? Ein Patriarchat ebenfalls nicht? Ja, herrschte dann zu allen Zeiten und überall etwa Anarchismus oder die totale Gleichberechtigung?

Und zum Punkt Monotheismus: Wenn sich Christen, Muslime und Juden untereinander streiten, so läuft das doch immer darauf hinaus, wessen Gott quasi den größten Penis hat bzw. die größte Macht. Theologisch betrachtet geht es doch da nur um Penisvergleiche, wenn man das mal herunterbricht.



Latein war wohl nicht deine Stärke in der Schule. Patriarchat kommt von lateinisch Pater, also dem Vater. Patria ist das Vaterland. Mater bedeutet Mutter. Matriarchat wäre per Definition die Herrschaft der Mutter. Da aber der Pater in der Regel das Familienoberhaupt darstellt bei patriarchalischen Strukturen, haben Frauen bei diesen keine gleichberechtigte Stellung. Der Vater ist der Chef der Tochter. Und wenn diese per Mitgift verheiratet wird, muss sie ihrem Ehemann gehorchen. Bezeichnenderweise wählt die Tochter ihren Ehemann nicht selbst aus, sondern muss nehmen, was der Vater mit den anderen Familien ausgehandelt hat. Die romantische Liebe gibt es ja erst seit ca. 1800 in bürgerlichen Gesellschaften.



Es geht nicht darum, ob sie willenlose Sexsklavinnen waren oder nicht. Aber selbst bei uns waren die Zustände derart patriarchalisch, dass Frauen noch im 20. Jahrhundert ohne die Erlaubnis ihres männlichen Vormundes weder studieren noch einem Beruf nachgehen konnten. In der Schweiz wurde teilweise erst ca. 1972 das Frauenwahlrecht eingeführt. Und in der Bundesrepublik war es bis 1997 ganz legal, dass die Frau dem Manne in einer Ehe zu Willen sein musste, wenn dieser Lust auf Geschlechtsverkehr hatte. Und was bei den Nazis alles an patriarchalischen Strukturen herrschten oder in der katholischen Kirche immer noch, das muss ich wohl nicht betonen, oder?



In Europa wurden die Klöster früher dazu eingesetzt, die Geburtenkontrolle zu regeln. Mönche und Nonnen mussten kinderlos leben. Und mit irgendeiner Vergleichsgruppe muss man das doch vergleichen.



Du verstehst mich wohl wieder absichtlich falsch. Ich habe extra von der Gegenwart, also aus dem 20. Jahrhundert ein Beispiel gebracht!



Verstehe. Testosteron macht aggressiv und tötet deren Träger. Aber nein, toxisch ist es nicht! Nicht doch. Nie im Leben! ;) :dead:



Es gibt mindestens im Katholizismus, bei den orthodoxen Christen und im Buddhismus Klöster. Hast du dich schon bei denen beschwert? Und früher, als das Christentum hier noch das volle Sagen hatte, gab es noch viel mehr bewohnte Klöster.



In unserer Gesellschaft gibt es außerhalb der Klöster Männer, die rauchen, Alkohol in Massen trinken und sogar zu Prostituierten gehen, weil sie sich ihre tolle Männlichkeit beweisen müssen. Dieses Kettenrauchen, Kampftrinken und Herumhuren wird von denen als besonders männlich angesehen. Es mag sein, dass es ein paar übrig gebliebene Steinzeitfrauen gibt, die auf so etwas stehen. Die Mehrzahl der Frauen wird aber etwas intelligenter sein. Und gewählt wird nicht der größte Schürzenjäger mit der größten Potenz, sondern jemand mit emotionaler Intelligenz, der sich an der Kinderaufzucht beteiligen kann. Mit Penisprotzerei und Machotum kriegt man heutzutage keine Frau mehr. Im Übrigen gilt die Devise "gleich und gleich gesellt sich gerne". Ein veganer Gesundheitsapostel wird sich logischerweise nur eine ebensolche Frau schnappen und umgekehrt.

Aber zum Glück sind die Menschen oftmals nicht mehr Opfer irgendwelcher Hormone, Gene oder toxischer gesellschaftlicher Ideale, sondern jeder kann sich in bestimmtem Ausmaß selbst entscheiden, wie er oder sie leben will. Oder ein Beispiel: Früher galt es als besonders männlich, wenn "Mann" sich quasi nur von Fleisch ernährte. Fleisch zu essen galt als besonders männlich. Heutzutage kann jeder und jede essen, was er will, ohne bestimmte Männlichkeitsnormen brechen zu müssen. Und manche Männer sind eben gerne Vegetarier, während andere dann eben "Low Carb" essen. Und auch das Kettenrauchen und Kampftrinken sind bei den jungen Leuten aus der Mode gekommen. Dafür sind diese aber jetzt nicht weniger männlich als ihre Vorgängergenerationen.


Naja was den Penisvergleich betrifft täuscht dich da mal nicht, würden wir noch alle nackt herum laufen nach welchen Kriterium würden Frauen ihren potenziellen Sexpartner wohl unter anderem auswählen???? :D

Das mit dem Fleisch essen oder Bodybuilding ist ohnehin Quatsch und letzteres machen.die meisten Männer nur um zu kaschieren dass sie über der Hose was her machen wollen mangels Größe in der Hose??? Selten haben Mucki Männchen.wirklich große Schwänze die haben eher schlanke und dünne Männer.
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Dark Angel
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Re: Es ist ein Junge? Gewalt und Geschlecht

Beitragvon Dark Angel » Fr 12. Jan 2018, 20:18

Progressiver hat geschrieben:(12 Jan 2018, 00:53)

Die ersten organisierten Kriege entstanden in Mesopotamien. So nachzulesen in GEO kompakt Nr.37/2013. Dieses Heft sieht so aus und behandelt unter anderem das Thema "Die Erfindung des Krieges":

https://shop.geo.de/wissen/geokompakt/e ... -2013.html

Leider habe ich das Heft nicht bei mir. Aber da stand drin, dass der erste Feldzug mit Berufssoldaten von einer der ersten großen Städte Mesopotamiens ausging und eine Stadt im nördlichen Zweistromland traf.

Aber auch das Heft GEO EPOCHE Nr. 87 schlägt in die gleiche Kerbe. Wenn du es dir kaufen willst, siehe hier:

https://www.geo.de/magazine/geo-epoche/ ... os-babylon

Auch da geht es um die Geburt der Zivilisation. Und auch da kann man auf S. 15 folgendes lesen:



Diese Ausgabe habe ich gerade vor mir liegen.

Den nächsten Teil lasse ich mal unkommentiert, da du mich wohl absichtlich falsch verstehst.

Ich verstehe gar nichts falsch!
1. Geo - egal welche Rubrik ist KEINE wissenschaftliche Fachliteratur, daher irrelevant!

2. beziehe ich mich in meinen Aussagen auf wissenschaftliche Fachliteratur und zwar auf einen der bedeutensten Militärhistoriker der Gegenwart. Das genannte Buch "Kultur des Krieges" gehört zu den Standarwerken, die an Militärakadiemien zum Lehrprogramm gehören.
Tut mir schrecklich leid, aber die Ausführungen eines der bekanntesten Militärhistoriker zur Entstehung von Kriegen und deren Ursachen sind für mich relevanter als irgendwelches populärwissenschaftliche Geschreibsel irgendwelcher so genannter Wissenschaftsjournalisten.

Progressiver hat geschrieben:(12 Jan 2018, 00:53)
]Es gab kein Matriarchat, schreibst du? Ein Patriarchat ebenfalls nicht? Ja, herrschte dann zu allen Zeiten und überall etwa Anarchismus oder die totale Gleichberechtigung?

Wo genau steht, dass es keine Herrschaftsformen gab, sondern Anarchie oder "totale Gleichberechtigung"?
Ich habe geschrieben, dass es keinerlei archäologische Hinweise für die Existenz eines Matriarchats und/oder Patriarchats gibt!
Matriarchat und/oder Patriarchat als Herrschaftsform hat es zu keiner Zeit in der Menschheitsgeschichte gegeben. Punkt!
Hingegen gab es diverse Herrschaftsformen wie Monarchie, Ologarchie, Tyrannis etc sowie Demokratie.
Alle diese Herrschaftsformen SIND nachweisbar und auch nachgewiesen!

Das Matriarchat ist eine Erfindung Johann Jakob Bachofens, die auf einer Fehlinterpretation von frühen Schöpfungsmythen bzw auf der Fehlinterpretation des "Große Mutter-Prinzips" beruht. Bachofen hat fälschlicherweise das (weibliche) Prinzip des Kreislaufs aus Geburt und Tod als personifizierte Göttin verstanden und die Existenz der Mutterherrschaft daraus abgeleitet.
Diese These wurde von Friedrich Engels aufgenommen und präzisiert. Engels These wiederum wurde von Marija Gimbutas als gegeben hingenommen und von so genannten Matriarchatsforscherinnen weiter ausgebaut.
Die Tatsache, dass keinerlei archäologische Hinweise existieren, wird sowohl von Gimbutas als auch von den "Matriarchatsforscherinnen" vollständig ignoriert, eine unbewiesene These hingegen als Faktum deklariert.
Was hingegen "das Patriarchat" als Herrschaftsform betrifft, handelt es sich um eine These, die von Friedrich Engels als Gegenpol zum "Matriarchat" aufgestellt wurde und die von Genderfeministinnen nur allzu dankbar aufgenommen wurde und weiter verbreitet wird.

Progressiver hat geschrieben:(12 Jan 2018, 00:53)
Und zum Punkt Monotheismus: Wenn sich Christen, Muslime und Juden untereinander streiten, so läuft das doch immer darauf hinaus, wessen Gott quasi den größten Penis hat bzw. die größte Macht. Theologisch betrachtet geht es doch da nur um Penisvergleiche, wenn man das mal herunterbricht.

Und das ist ganz großer Käse!
JEDE - ausnahmslos jede - Religion unterliegt einer Entwicklung und diese Entwicklung spiegelt IMMER die Entwicklung der jeweiligen gesellschaftlichen Verhältnisse wider.
Das Judentum hat sich von einer uraprünglich henothesistischen Religion zu einer monotheistischen Religion entwickelt. Maßgebilchen Einfluss auf diese Entwicklung kann der Monotheosmus des Echnaton haben. Echnaton hatte den (ägyptischen) Sonnengott Aton zum einzigen Gott erhoben.
Interessant ist allerdings, dass (die) Sonne in allen antiken Hochkulturen männlich war, (der) Mond hingegen sein weiblicher Gegenpart.

Progressiver hat geschrieben:(12 Jan 2018, 00:53)Latein war wohl nicht deine Stärke in der Schule.

Wie kommst du denn auf dieses schmale Brett?

Progressiver hat geschrieben:(12 Jan 2018, 00:53)] Patriarchat kommt von lateinisch Pater, also dem Vater. Patria ist das Vaterland.

Ändert nichts an der Tatsachen, dass es KEINEN archöologischen Hinweis für eine Herrschaftsform "Patriarchat" gibt, somit kann diese Herrschaftsform NICHT als existent betrachtet werden. Punkt!

Progressiver hat geschrieben:(12 Jan 2018, 00:53) Mater bedeutet Mutter. Matriarchat wäre per Definition die Herrschaft der Mutter.

Ich weiß, dass Mater Mutter bedeutet und Matriarchat "Herrschaft der Mutter", ändert aber nichts an der Tatsache, dass es eine "Herrschaft der Mutter" NICHT gegeben hat ==> nicht die geringsten archöologischen Hinweise. Und Punkt!

Progressiver hat geschrieben:(12 Jan 2018, 00:53)Da aber der Pater in der Regel das Familienoberhaupt darstellt bei patriarchalischen Strukturen, haben Frauen bei diesen keine gleichberechtigte Stellung. Der Vater ist der Chef der Tochter. Und wenn diese per Mitgift verheiratet wird, muss sie ihrem Ehemann gehorchen.

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!
Ich habe bereits geschrieben, dass der Pater familias das Familienoberhaupt war. Unter Familie wurde allerdings bis weit ins 19.Jh. hinein, der gesamte Haushalt - heißt ALLE zum Haushalt gehörenden Personen betrachtet.
Und das wiederum bedeutet, dass sich diesem Pater familias ALLE zum Haushalt gehörenden Personen unterzuordnen hatten.
Und ALLE Personen, bedeutet wörtlich ALLE - also auch die erwachsenen Söhne und deren Familien, wenn sie zum Haushalt gehörten, bedeutet auch, im Haushalt lebende Verwandte hatten sich dem Pater familias unterzordnen sowie alle Angestellten des Haushalts. Es betraf eben NICHT nur die Frauen bzw NICHT nur die Tochter.
Ist das angekommen?

Progressiver hat geschrieben:(12 Jan 2018, 00:53)Bezeichnenderweise wählt die Tochter ihren Ehemann nicht selbst aus, sondern muss nehmen, was der Vater mit den anderen Familien ausgehandelt hat. Die romantische Liebe gibt es ja erst seit ca. 1800 in bürgerlichen Gesellschaften.

Auch der Sohn hat seine Ehefrau NICHT selbst ausgewählt, sondern musste die Frau heiraten, die der Vater bzw die beide Väter ausgewählt hatten.
Es gibt immer noch kein Patriarchat und hat es auch immer noch nicht gegeben!
Es gab zu allen Zeiten auch Frauen als Staatsoberhaupt bzw als Regent eines Landes.
Hatschepsut, Cleopatra, Isabella von Kastilien, Elisabeth I, Katharina die Große - um nur einige zu nennen.
Hätte es je ein Patriarchat gegeben, hätten diese Frauen niemals einen Staat regieren können. Klar soweit?
Und es gab immer und zu allen Zeiten Gesellschaften/Kulturen mit relativer Gleichberechtigung der Frau!

Progressiver hat geschrieben:(12 Jan 2018, 00:53)Es geht nicht darum, ob sie willenlose Sexsklavinnen waren oder nicht. Aber selbst bei uns waren die Zustände derart patriarchalisch, dass Frauen noch im 20. Jahrhundert ohne die Erlaubnis ihres männlichen Vormundes weder studieren noch einem Beruf nachgehen konnten. In der Schweiz wurde teilweise erst ca. 1972 das Frauenwahlrecht eingeführt.

Das ist alles Quatsch mit Soße!
Du bist sehr gut domestiziert bzw gederisiert - du machst nämlich eins - du ignorierst, dass die jeweilige rechtliche Stellung der Menschen abhängig von der Zugehörigkeit zur jeweiligen sozialen Schicht/dem jeweiligen sozialen Stand war.
Eine Frau, die der Oberschicht angehörte, hatte sehr viel mehr Rechte als ein Mann der Mittel- oder gar Unterschicht.
Die jeweilige soziale und rechtliche Stellung eines Menschen - völlig unabhängig vom Geschlecht - war in einer Ständegesellschaft, wie sie bis ins 19. Jh. hinein existierte - abhängig vom jeweiligen sozialen Stand, dem die Person angehörte.

Sorry, auch wenn du den Quatsch vom Patriarchat, patriarchalen Strukturen/Zuständen noch ein paarmal wiederholst, wird dieser Quatsch nicht wahrer.
Dieser ganze Unfug wird von Friedrich Engels postuliert und zwar in seinem Werk: "Der Ursprung der Familie, des Privateigentum und des Staats". Es handelt sich um einen iedologischen Begriff und NICHT um geschichtliche Tatsachen!

Progressiver hat geschrieben:(12 Jan 2018, 00:53)Und in der Bundesrepublik war es bis 1997 ganz legal, dass die Frau dem Manne in einer Ehe zu Willen sein musste, wenn dieser Lust auf Geschlechtsverkehr hatte. Und was bei den Nazis alles an patriarchalischen Strukturen herrschten oder in der katholischen Kirche immer noch, das muss ich wohl nicht betonen, oder?[7quote]
Die rechtliche Unterordnung der Frau unter den Mann, hat immer noch nichts mit Patriarchat zu tun.


Und noch mehr Quatsch! Klöster hatten nicht das geringste mit Geburtenkontrolle zu tun!
Es ging einzig darum, das Vermögen zusammen zu halten und nicht um Geburtenkontrolle. "Überzählige" Söhne und Töchter (oder junge Witwen) wurden mit einer Abfindung ins Kloster abgeschoben, damit das Erbe nicht zu sehr geteilt werden musste.
Und kinderlos blieben die Nonnen auch nicht, wie die vielen Funde von Skeletten Neugeborener in klosternahen Gewässern zeigen.


Nö - du hast gar nix gebracht, du plapperst lediglich Genderquatsch nach, der längst auch weite Teile der Psychologie verseucht hat. Schon die Bezeichnung "toxische Männlichkeit" - ich habe mal Tante google befragt, was das denn eigentlich sein soll, stoße dabei aber immer nur auf irgendwelche Genderthesen, ohne jegliche Definition und ohne empirische Belege.
Männer sind im Durchschnitt mutiger als Frauen, risikobereiter und auch aggressiver und das hat etwas mit Biologie zun tun und NICHT mit Erziehung.


Nein - du verstehst gaar nichts, du quatscht nur Genderblödsinn nach.
Ja - aufgrund des höheren Testosteronhaushaltes IST die Lebenserwartung von Männern IM DURCHSCHNITT einige Jahre niedriger als die von Frauen.
Und JA - der höhere Testosteronhaushalt ist für die IM DURCHSCHNITT höhere Aggressivität von Männern verantwortlich und diese wiederum stellt einen (evolutionären) ÜBERLEBENSVORTEIL für die Population Mensch dar.


Kannst ja gerne ins Kloster gehen, wenn du die so toll findest.
Die Existenz von Klöstern und dass sich Menschen für ein Leben im Kloster entscheiden, hat etwas mit individueller Entscheidung zu tun, mit einem "normalen" Leben hat das allerdings wenig zu tun.


Auweia - was für ein Nonsens! Da hat aber einer den Genderquatsch verinnerlicht. Sorry, aber dass dun psychische Probleme hast, wundert mich irgendwie gar nicht (mehr).
Ja - Männer wollen ihre Männlichkeit beweisen, die wollen dass sich Frauen für sie interessieren.
Und ich verrate dir was: die Mehrheit der Frauen stehen auf solche Männer - insbesondere um die Zeit des Eisprungs herum.
Da wirken nämlich immer noch evolutionäre archetypische Muster - nur ein "richtiger Mann", einer der mutig ist, der Risiken einschätzen und abwägen kann, der fähig und bereit ist, notfalls eine Frau (und den Nachwuchs) zu verteidigen, der verspricht auch kräftigen, gesunden Nachwuchs. Weicheier, weichgespülte "Softies" und Jammerlappen sind da nicht gefragt.
Hat was mit Evolution und Biologie zu tun. Damit können allerdings die Vertreter des Genderwahns und Sozialkonstuktivismus nichts anfangen.


Doch Menschen sind IMMER durch ihre Gene dterminiert und durch ihre Hormone bestimmt.
Geht gar nicht anders, weil Menschen biologische Wesen sind und keine "sozial kontruierten".
Wer sich allerdings als Opfer seiner Gene und Hormone sieht, wer sich der Tatsache seiner (genetischen) Determiniertheit und (biologischen) Bestimmtheit nicht stellen kann oder will, damit nicht umgehen kann oder will, der hat nicht nur verloren, der ist verloren.
"Toxische gesellschaftlicher Ideale" - so ein horrender Blödsinn, der tut ja schon weh.


Das Beispiel ist Blödsinn! Früher galt Fleisch essen gar nicht als "besonders männlich", sondern als Zeichen von Wohlstand. Wer sich Fleisch leisten konnte, galt als wohlhanbend bzw reich. Mann hat sie nie - zu keiner Zeit - "quasi nur von Fleisch ernährt", nichtmal in Adelshäusern.
Mannomann was für ein Dummsinn!


Vegetarier und Veganer sind ein Symptom einer Luxusgesellschaft, nicht mehr und nicht weniger. Mit "männlich" sein hat hat das gar nichts zu tun - aber sowas von ...
Wie kommst du denn nur auf den unsäglichen Schwachsinn Kettenrauchen oder Kampftrinken hätte irgendewas mit einem Männlichkeitsideal zu tun?
Also ich kenne niemanden, der das besonders männlich findet oder je gefunden hätte.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Alpha Centauri
Beiträge: 2461
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Re: Es ist ein Junge? Gewalt und Geschlecht

Beitragvon Alpha Centauri » Fr 12. Jan 2018, 22:56

Dark Angel hat geschrieben:(12 Jan 2018, 20:18)

Ich verstehe gar nichts falsch!
1. Geo - egal welche Rubrik ist KEINE wissenschaftliche Fachliteratur, daher irrelevant!

2. beziehe ich mich in meinen Aussagen auf wissenschaftliche Fachliteratur und zwar auf einen der bedeutensten Militärhistoriker der Gegenwart. Das genannte Buch "Kultur des Krieges" gehört zu den Standarwerken, die an Militärakadiemien zum Lehrprogramm gehören.
Tut mir schrecklich leid, aber die Ausführungen eines der bekanntesten Militärhistoriker zur Entstehung von Kriegen und deren Ursachen sind für mich relevanter als irgendwelches populärwissenschaftliche Geschreibsel irgendwelcher so genannter Wissenschaftsjournalisten.


Wo genau steht, dass es keine Herrschaftsformen gab, sondern Anarchie oder "totale Gleichberechtigung"?
Ich habe geschrieben, dass es keinerlei archäologische Hinweise für die Existenz eines Matriarchats und/oder Patriarchats gibt!
Matriarchat und/oder Patriarchat als Herrschaftsform hat es zu keiner Zeit in der Menschheitsgeschichte gegeben. Punkt!
Hingegen gab es diverse Herrschaftsformen wie Monarchie, Ologarchie, Tyrannis etc sowie Demokratie.
Alle diese Herrschaftsformen SIND nachweisbar und auch nachgewiesen!

Das Matriarchat ist eine Erfindung Johann Jakob Bachofens, die auf einer Fehlinterpretation von frühen Schöpfungsmythen bzw auf der Fehlinterpretation des "Große Mutter-Prinzips" beruht. Bachofen hat fälschlicherweise das (weibliche) Prinzip des Kreislaufs aus Geburt und Tod als personifizierte Göttin verstanden und die Existenz der Mutterherrschaft daraus abgeleitet.
Diese These wurde von Friedrich Engels aufgenommen und präzisiert. Engels These wiederum wurde von Marija Gimbutas als gegeben hingenommen und von so genannten Matriarchatsforscherinnen weiter ausgebaut.
Die Tatsache, dass keinerlei archäologische Hinweise existieren, wird sowohl von Gimbutas als auch von den "Matriarchatsforscherinnen" vollständig ignoriert, eine unbewiesene These hingegen als Faktum deklariert.
Was hingegen "das Patriarchat" als Herrschaftsform betrifft, handelt es sich um eine These, die von Friedrich Engels als Gegenpol zum "Matriarchat" aufgestellt wurde und die von Genderfeministinnen nur allzu dankbar aufgenommen wurde und weiter verbreitet wird.


Und das ist ganz großer Käse!
JEDE - ausnahmslos jede - Religion unterliegt einer Entwicklung und diese Entwicklung spiegelt IMMER die Entwicklung der jeweiligen gesellschaftlichen Verhältnisse wider.
Das Judentum hat sich von einer uraprünglich henothesistischen Religion zu einer monotheistischen Religion entwickelt. Maßgebilchen Einfluss auf diese Entwicklung kann der Monotheosmus des Echnaton haben. Echnaton hatte den (ägyptischen) Sonnengott Aton zum einzigen Gott erhoben.
Interessant ist allerdings, dass (die) Sonne in allen antiken Hochkulturen männlich war, (der) Mond hingegen sein weiblicher Gegenpart.


Wie kommst du denn auf dieses schmale Brett?


Ändert nichts an der Tatsachen, dass es KEINEN archöologischen Hinweis für eine Herrschaftsform "Patriarchat" gibt, somit kann diese Herrschaftsform NICHT als existent betrachtet werden. Punkt!


Ich weiß, dass Mater Mutter bedeutet und Matriarchat "Herrschaft der Mutter", ändert aber nichts an der Tatsache, dass es eine "Herrschaft der Mutter" NICHT gegeben hat ==> nicht die geringsten archöologischen Hinweise. Und Punkt!


Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!
Ich habe bereits geschrieben, dass der Pater familias das Familienoberhaupt war. Unter Familie wurde allerdings bis weit ins 19.Jh. hinein, der gesamte Haushalt - heißt ALLE zum Haushalt gehörenden Personen betrachtet.
Und das wiederum bedeutet, dass sich diesem Pater familias ALLE zum Haushalt gehörenden Personen unterzuordnen hatten.
Und ALLE Personen, bedeutet wörtlich ALLE - also auch die erwachsenen Söhne und deren Familien, wenn sie zum Haushalt gehörten, bedeutet auch, im Haushalt lebende Verwandte hatten sich dem Pater familias unterzordnen sowie alle Angestellten des Haushalts. Es betraf eben NICHT nur die Frauen bzw NICHT nur die Tochter.
Ist das angekommen?


Auch der Sohn hat seine Ehefrau NICHT selbst ausgewählt, sondern musste die Frau heiraten, die der Vater bzw die beide Väter ausgewählt hatten.
Es gibt immer noch kein Patriarchat und hat es auch immer noch nicht gegeben!
Es gab zu allen Zeiten auch Frauen als Staatsoberhaupt bzw als Regent eines Landes.
Hatschepsut, Cleopatra, Isabella von Kastilien, Elisabeth I, Katharina die Große - um nur einige zu nennen.
Hätte es je ein Patriarchat gegeben, hätten diese Frauen niemals einen Staat regieren können. Klar soweit?
Und es gab immer und zu allen Zeiten Gesellschaften/Kulturen mit relativer Gleichberechtigung der Frau!


Das ist alles Quatsch mit Soße!
Du bist sehr gut domestiziert bzw gederisiert - du machst nämlich eins - du ignorierst, dass die jeweilige rechtliche Stellung der Menschen abhängig von der Zugehörigkeit zur jeweiligen sozialen Schicht/dem jeweiligen sozialen Stand war.
Eine Frau, die der Oberschicht angehörte, hatte sehr viel mehr Rechte als ein Mann der Mittel- oder gar Unterschicht.
Die jeweilige soziale und rechtliche Stellung eines Menschen - völlig unabhängig vom Geschlecht - war in einer Ständegesellschaft, wie sie bis ins 19. Jh. hinein existierte - abhängig vom jeweiligen sozialen Stand, dem die Person angehörte.

Sorry, auch wenn du den Quatsch vom Patriarchat, patriarchalen Strukturen/Zuständen noch ein paarmal wiederholst, wird dieser Quatsch nicht wahrer.
Dieser ganze Unfug wird von Friedrich Engels postuliert und zwar in seinem Werk: "Der Ursprung der Familie, des Privateigentum und des Staats". Es handelt sich um einen iedologischen Begriff und NICHT um geschichtliche Tatsachen!


Vegetarier und Veganer sind ein Symptom einer Luxusgesellschaft, nicht mehr und nicht weniger. Mit "männlich" sein hat hat das gar nichts zu tun - aber sowas von ...
Wie kommst du denn nur auf den unsäglichen Schwachsinn Kettenrauchen oder Kampftrinken hätte irgendewas mit einem Männlichkeitsideal zu tun?
Also ich kenne niemanden, der das besonders männlich findet oder je gefunden hätte.



Nur weil etwas nicht wissenschaftlich nachgewiesen ist bzw. werden kann , bedeutet dies nicht das es nicht existiert oder je existiert hat ( Stichwort ( Patriarchat) sondern eben nur ,dass es sich mit den Methoden der Wissenschaft nicht nachweisen bzw.beweisen lässt,typischer Trugschluss
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Re: Es ist ein Junge? Gewalt und Geschlecht

Beitragvon Maskulist » Sa 13. Jan 2018, 12:00

Alpha Centauri hat geschrieben:(12 Jan 2018, 22:56)

Nur weil etwas nicht wissenschaftlich nachgewiesen ist bzw. werden kann , bedeutet dies nicht das es nicht existiert oder je existiert hat ( Stichwort ( Patriarchat) sondern eben nur ,dass es sich mit den Methoden der Wissenschaft nicht nachweisen bzw.beweisen lässt,typischer Trugschluss

Bei allem, was vor dem Beginn der schriftlichen Aufzeichnungen geschah, sind wir auf Forschungsergebnisse, Theorien, Hypothesen und Vermutungen angewiesen - und vieles davon kann und wird sich als Falsch herausstellen.
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Re: Es ist ein Junge? Gewalt und Geschlecht

Beitragvon Excellero » Sa 13. Jan 2018, 12:09

Wenn eine Tussi Angst hat weil ich im dunkeln auf der selben Straße gehe dann ist das ihr Problem. :rolleyes:
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Re: Es ist ein Junge? Gewalt und Geschlecht

Beitragvon Progressiver » Sa 13. Jan 2018, 18:15

@Dark Angel,

vorab: dein letzter Beitrag war wohl irgendwie gar nichts. Du musst ja derart vor Wut getobt haben, dass Du nicht einmal mehr die Zitierfunktion beherrscht. Das ist ein absolutes Armutszeugnis, wenn man sich hier Moderatorin und im wahren Leben Wissenschaftlerin schimpfen will! So wenig Selbstbeherrschung geht ja gar nicht! Kein Wunder, dass da nur wirres ideologisches Geschreibsel herauskam. Das "ad personam"-Geschwätz mit den psychischen Problemen war ebenfalls nur ein Zeugnis, dass Dir die sachlichen Argumente ausgegangen sind. Sorry, das ist würdelos! Du solltest Dich was schämen!

Eigentlich bis du aufgrund dessen nicht satisfaktionsfähig. Auf folgende Punkte will ich dennoch eingehen:

Dark Angel hat geschrieben:(12 Jan 2018, 20:18)

Ich verstehe gar nichts falsch!
1. Geo - egal welche Rubrik ist KEINE wissenschaftliche Fachliteratur, daher irrelevant!

2. beziehe ich mich in meinen Aussagen auf wissenschaftliche Fachliteratur und zwar auf einen der bedeutensten Militärhistoriker der Gegenwart. Das genannte Buch "Kultur des Krieges" gehört zu den Standarwerken, die an Militärakadiemien zum Lehrprogramm gehören.
Tut mir schrecklich leid, aber die Ausführungen eines der bekanntesten Militärhistoriker zur Entstehung von Kriegen und deren Ursachen sind für mich relevanter als irgendwelches populärwissenschaftliche Geschreibsel irgendwelcher so genannter Wissenschaftsjournalisten.


Was glaubst du, wo die Redaktionen der GEO-Hefte ihre Mitarbeiter herhaben? Von der Baumschule? Einige von denen haben Doktortitel und sind Meister ihres Fachs. Viele sind auch Professoren. Aber die haben halt vielleicht nicht das Renomee, das dir doch so wichtig zu sein scheint. Sie sind ja "nur" Experten auf ihrem Fachgebiet. Oder glaubst du ferner, dass die Wissenschaftsjournalisten den Leuten Lügen auftischen, während nur die eingeweihten renommierten Professoren ihr Wissen wie den "Heiligen Gral" hüten? Wie auch immer: Du scheinst nichts davon zu verstehen, wie die Verbreitung von Wissen und wissenschaftlichen Erkenntnissen in einer Demokratie vor sich geht.

Wo genau steht, dass es keine Herrschaftsformen gab, sondern Anarchie oder "totale Gleichberechtigung"?
Ich habe geschrieben, dass es keinerlei archäologische Hinweise für die Existenz eines Matriarchats und/oder Patriarchats gibt!
Matriarchat und/oder Patriarchat als Herrschaftsform hat es zu keiner Zeit in der Menschheitsgeschichte gegeben. Punkt!
Hingegen gab es diverse Herrschaftsformen wie Monarchie, Ologarchie, Tyrannis etc sowie Demokratie.
Alle diese Herrschaftsformen SIND nachweisbar und auch nachgewiesen!


Wenn sich mit Hilfe der Archäologie so etwas nicht nachweisen lässt, kann man nur zwei Dinge folgern: Entweder die Archäologie selbst hat nicht die geeigneten wissenschaftlichen Messwerkzeuge, d.h. sie ist zu ungenau. Oder aber sie ist die falsche Wissenschaft. Und man sollte andere Wissenschaften hinzuziehen, die einem in der Fragestellung helfen könnten.

Im Großen und Ganzen habe ich aber eher den Verdacht, dass die Userin Dark Angel hier ziemlich blind ist, weil sie sich nicht zu dieser Fragestellung äußern kann oder aber RIESIGE ideologische Scheuklappen trägt!

Was hingegen "das Patriarchat" als Herrschaftsform betrifft, handelt es sich um eine These, die von Friedrich Engels als Gegenpol zum "Matriarchat" aufgestellt wurde und die von Genderfeministinnen nur allzu dankbar aufgenommen wurde und weiter verbreitet wird.


Und weil irgendein ideologischer Gegner jetzt diese These vertritt, muss sie also automatisch falsch sein. Verstehe.


Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!
Ich habe bereits geschrieben, dass der Pater familias das Familienoberhaupt war. Unter Familie wurde allerdings bis weit ins 19.Jh. hinein, der gesamte Haushalt - heißt ALLE zum Haushalt gehörenden Personen betrachtet.
Und das wiederum bedeutet, dass sich diesem Pater familias ALLE zum Haushalt gehörenden Personen unterzuordnen hatten.
Und ALLE Personen, bedeutet wörtlich ALLE - also auch die erwachsenen Söhne und deren Familien, wenn sie zum Haushalt gehörten, bedeutet auch, im Haushalt lebende Verwandte hatten sich dem Pater familias unterzordnen sowie alle Angestellten des Haushalts. Es betraf eben NICHT nur die Frauen bzw NICHT nur die Tochter.
Ist das angekommen?


Patriarchat gleich Herrschaft des Vaters über die Familie. Irgendwo scheint es bei dir angekommen zu sein. Deine Schlussfolgerung ist aber:

Es gibt immer noch kein Patriarchat und hat es auch immer noch nicht gegeben!


Liegt es an deiner fehlenden Verständnisfähigkeit oder an deiner ideologischen Verbohrtheit, dass du das nicht kapieren kannst oder willst?

Der Rest deines Postings ist dann eigentlich nicht mehr zitierbar. Na denn!
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Re: Es ist ein Junge? Gewalt und Geschlecht

Beitragvon Dark Angel » So 14. Jan 2018, 16:40

Alpha Centauri hat geschrieben:(12 Jan 2018, 22:56)

Nur weil etwas nicht wissenschaftlich nachgewiesen ist bzw. werden kann , bedeutet dies nicht das es nicht existiert oder je existiert hat ( Stichwort ( Patriarchat) sondern eben nur ,dass es sich mit den Methoden der Wissenschaft nicht nachweisen bzw.beweisen lässt,typischer Trugschluss

Ist gerade kein typischer Trugschluss!
Wissenschaftliche Hypothesen/Theorien müssen in sich widerspruchsfrei sein, müssen nachvollziehbar sein, müssen an und in der Realität überprüfbar sein und sie müssen falsifizierbar sein.
Wenn etwas (Matriarchat/Patriarchat) mit wissenschaftlichen Methoden nicht nachweisbar ist, dann ist es auch nicht überprüfbar und nicht falsifzierbar. In diesem Falle gilt - was nicht nachweisbar und nicht überprüfbar ist, ist wissenschaftlich irrelvant (nicht existent) und somit reine Phnatasie, reine Spekulation.
Genauso kann man auch darüber spekulieren ob denn unsichtbare rosarote Einhörner existieren. - Können sie - man kann sie nur mit wissenschaftlichen Methoden nicht nachweisen. Matriarchat/Patriarchat sind solche unsichtbaren rosaroten Einhörner.
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Re: Es ist ein Junge? Gewalt und Geschlecht

Beitragvon Dark Angel » So 14. Jan 2018, 17:20

Progressiver hat geschrieben:(13 Jan 2018, 18:15)
Was glaubst du, wo die Redaktionen der GEO-Hefte ihre Mitarbeiter herhaben? Von der Baumschule? Einige von denen haben Doktortitel und sind Meister ihres Fachs. Viele sind auch Professoren. Aber die haben halt vielleicht nicht das Renomee, das dir doch so wichtig zu sein scheint. Sie sind ja "nur" Experten auf ihrem Fachgebiet. Oder glaubst du ferner, dass die Wissenschaftsjournalisten den Leuten Lügen auftischen, während nur die eingeweihten renommierten Professoren ihr Wissen wie den "Heiligen Gral" hüten? Wie auch immer: Du scheinst nichts davon zu verstehen, wie die Verbreitung von Wissen und wissenschaftlichen Erkenntnissen in einer Demokratie vor sich geht.

Tut mir immer noch schrecklich leid, aber auch ein Dr. oder Prof. kommt an einem Standardwerk und dessen Autor nicht vorbei.
Selbst wenn er eine andere Meinung/Sichtweise vertritt, muss er auf dieses Standardwerk verweisen und seine Sichtweise begründen.
Und genau das ist das Problem, bei populärwissenschaftlicher Aufarbeitung - da wird nur allzuoft simplifiziert, wird aufbereitet, damit es auch "Otto und Lieschen Normalo" verstehen. Kriege und deren Entstehung/Entwicklung lassen sich eben nicht auf so genannte "organisierte Kriege" reduzieren und auch nicht auf stehende Heere/Berufsheere. Dergleichen kannten z.B. die griechischen Poleis nicht.

Progressiver hat geschrieben:(13 Jan 2018, 18:15)]Wenn sich mit Hilfe der Archäologie so etwas nicht nachweisen lässt, kann man nur zwei Dinge folgern: Entweder die Archäologie selbst hat nicht die geeigneten wissenschaftlichen Messwerkzeuge, d.h. sie ist zu ungenau. Oder aber sie ist die falsche Wissenschaft. Und man sollte andere Wissenschaften hinzuziehen, die einem in der Fragestellung helfen könnten.

Wenn sich etwas mit wissenschaftlichen Methoden - die Archäologie bedient sich wissenschaftlicher Methodik - nicht nachweisen lässt, dann existiert es auch nicht und zwar so lange, bis ein Nachweis erbracht ist.
Wissenschaftliche Hypothesen/Theorien müssen in sich widerspruchsfrei, nachvollziehbar, an/in der Realität überpüfbar und falsifizierbar sein.
Was nicht nachweisbar ist, ist folglich auch nicht überprüfbar und auch nicht falsifizierbar. Ist und bleibt (bestenfalls) Spekulation bzw ein Phantasieprodukt. Und genau das trifft auf Matriarchat und Patriarchat zu!

Progressiver hat geschrieben:(13 Jan 2018, 18:15)Und weil irgendein ideologischer Gegner jetzt diese These vertritt, muss sie also automatisch falsch sein. Verstehe.

Eine These ist eine unbewiesene Behauptung und wer eine Behauptung aufstellt, ist in der Beweispflicht.
Heißt - wer die These aufstellt es habe ein Matriarchat oder Patriarchat existiert bzw ein Patriarchat existiere immer noch, der ist in der Beweispflicht.
Eine Ideologie ist eine Ideenlehre/Weltanschauung und damit grundsätzlich nicht beweisbar!

Progressiver hat geschrieben:(13 Jan 2018, 18:15)Patriarchat gleich Herrschaft des Vaters über die Familie. Irgendwo scheint es bei dir angekommen zu sein. Deine Schlussfolgerung ist aber:

Herrschaft des Vaters über die Familie ist NICHT gleichbedeutend mit Patriarchat als staatliche/gesellschaftliche Herrschaftsform! Ist auch NICHT gleichbedeutend mit staatlichen und gesellschaftlichen Strukturen.

Progressiver hat geschrieben:(13 Jan 2018, 18:15)]Liegt es an deiner fehlenden Verständnisfähigkeit oder an deiner ideologischen Verbohrtheit, dass du das nicht kapieren kannst oder willst?

Die ideologische Verbohrtheit liegt eher bei denjenigen, die die Existenz von etwas behaupten, was es nicht gegeben hat.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Es ist ein Junge? Gewalt und Geschlecht

Beitragvon Dark Angel » So 14. Jan 2018, 18:02

Ich versuche mal den Postverlauf zu rekonstruieren:

[quote= "Progressiver" hat geschrieben(12 Jan 2018, 00:53):]
Und in der Bundesrepublik war es bis 1997 ganz legal, dass die Frau dem Manne in einer Ehe zu Willen sein musste, wenn dieser Lust auf Geschlechtsverkehr hatte. Und was bei den Nazis alles an patriarchalischen Strukturen herrschten oder in der katholischen Kirche immer noch, das muss ich wohl nicht betonen, oder?[7quote]
Die rechtliche Unterordnung der Frau unter den Mann, hat immer noch nichts mit Patriarchat zu tun.

In Europa wurden die Klöster früher dazu eingesetzt, die Geburtenkontrolle zu regeln. Mönche und Nonnen mussten kinderlos leben. Und mit irgendeiner Vergleichsgruppe muss man das doch vergleichen.

Und noch mehr Quatsch! Klöster hatten nicht das geringste mit Geburtenkontrolle zu tun!
Es ging einzig darum, das Vermögen zusammen zu halten und nicht um Geburtenkontrolle. "Überzählige" Söhne und Töchter (oder junge Witwen) wurden mit einer Abfindung ins Kloster abgeschoben, damit das Erbe nicht zu sehr geteilt werden musste.
Und kinderlos blieben die Nonnen auch nicht, wie die vielen Funde von Skeletten Neugeborener in klosternahen Gewässern zeigen.

Du verstehst mich wohl wieder absichtlich falsch. Ich habe extra von der Gegenwart, also aus dem 20. Jahrhundert ein Beispiel gebracht!

Nö - du hast gar nix gebracht, du plapperst lediglich Genderquatsch nach, der längst auch weite Teile der Psychologie verseucht hat. Schon die Bezeichnung "toxische Männlichkeit" - ich habe mal Tante google befragt, was das denn eigentlich sein soll, stoße dabei aber immer nur auf irgendwelche Genderthesen, ohne jegliche Definition und ohne empirische Belege.
Männer sind im Durchschnitt mutiger als Frauen, risikobereiter und auch aggressiver und das hat etwas mit Biologie zun tun und NICHT mit Erziehung.

Verstehe. Testosteron macht aggressiv und tötet deren Träger. Aber nein, toxisch ist es nicht! Nicht doch. Nie im Leben! ;) :dead:

Nein - du verstehst gaar nichts, du quatscht nur Genderblödsinn nach.
Ja - aufgrund des höheren Testosteronhaushaltes IST die Lebenserwartung von Männern IM DURCHSCHNITT einige Jahre niedriger als die von Frauen.
Und JA - der höhere Testosteronhaushalt ist für die IM DURCHSCHNITT höhere Aggressivität von Männern verantwortlich und diese wiederum stellt einen (evolutionären) ÜBERLEBENSVORTEIL für die Population Mensch dar.

Es gibt mindestens im Katholizismus, bei den orthodoxen Christen und im Buddhismus Klöster. Hast du dich schon bei denen beschwert? Und früher, als das Christentum hier noch das volle Sagen hatte, gab es noch viel mehr bewohnte Klöster.

Kannst ja gerne ins Kloster gehen, wenn du die so toll findest.
Die Existenz von Klöstern und dass sich Menschen für ein Leben im Kloster entscheiden, hat etwas mit individueller Entscheidung zu tun, mit einem "normalen" Leben hat das allerdings wenig zu tun.

In unserer Gesellschaft gibt es außerhalb der Klöster Männer, die rauchen, Alkohol in Massen trinken und sogar zu Prostituierten gehen, weil sie sich ihre tolle Männlichkeit beweisen müssen. Dieses Kettenrauchen, Kampftrinken und Herumhuren wird von denen als besonders männlich angesehen. Es mag sein, dass es ein paar übrig gebliebene Steinzeitfrauen gibt, die auf so etwas stehen. Die Mehrzahl der Frauen wird aber etwas intelligenter sein. Und gewählt wird nicht der größte Schürzenjäger mit der größten Potenz, sondern jemand mit emotionaler Intelligenz, der sich an der Kinderaufzucht beteiligen kann. Mit Penisprotzerei und Machotum kriegt man heutzutage keine Frau mehr. Im Übrigen gilt die Devise "gleich und gleich gesellt sich gerne". Ein veganer Gesundheitsapostel wird sich logischerweise nur eine ebensolche Frau schnappen und umgekehrt.

Auweia - was für ein Nonsens! Da hat aber einer den Genderquatsch verinnerlicht. Sorry, aber dass dun psychische Probleme hast, wundert mich irgendwie gar nicht (mehr).
Ja - Männer wollen ihre Männlichkeit beweisen, die wollen dass sich Frauen für sie interessieren.
Und ich verrate dir was: die Mehrheit der Frauen stehen auf solche Männer - insbesondere um die Zeit des Eisprungs herum.
Da wirken nämlich immer noch evolutionäre archetypische Muster - nur ein "richtiger Mann", einer der mutig ist, der Risiken einschätzen und abwägen kann, der fähig und bereit ist, notfalls eine Frau (und den Nachwuchs) zu verteidigen, der verspricht auch kräftigen, gesunden Nachwuchs. Weicheier, weichgespülte "Softies" und Jammerlappen sind da nicht gefragt.
Hat was mit Evolution und Biologie zu tun. Damit können allerdings die Vertreter des Genderwahns und Sozialkonstuktivismus nichts anfangen.

Aber zum Glück sind die Menschen oftmals nicht mehr Opfer irgendwelcher Hormone, Gene oder toxischer gesellschaftlicher Ideale, sondern jeder kann sich in bestimmtem Ausmaß selbst entscheiden, wie er oder sie leben will.

Doch Menschen sind IMMER durch ihre Gene dterminiert und durch ihre Hormone bestimmt.
Geht gar nicht anders, weil Menschen biologische Wesen sind und keine "sozial kontruierten".
Wer sich allerdings als Opfer seiner Gene und Hormone sieht, wer sich der Tatsache seiner (genetischen) Determiniertheit und (biologischen) Bestimmtheit nicht stellen kann oder will, damit nicht umgehen kann oder will, der hat nicht nur verloren, der ist verloren.
"Toxische gesellschaftlicher Ideale" - so ein horrender Blödsinn, der tut ja schon weh.

Oder ein Beispiel: Früher galt es als besonders männlich, wenn "Mann" sich quasi nur von Fleisch ernährte. Fleisch zu essen galt als besonders männlich. Heutzutage kann jeder und jede essen, was er will, ohne bestimmte Männlichkeitsnormen brechen zu müssen. Und manche Männer sind eben gerne Vegetarier, während andere dann eben "Low Carb" essen. Und auch das Kettenrauchen und Kampftrinken sind bei den jungen Leuten aus der Mode gekommen. Dafür sind diese aber jetzt nicht weniger männlich als ihre Vorgängergenerationen.

Das Beispiel ist Blödsinn! Früher galt Fleisch essen gar nicht als "besonders männlich", sondern als Zeichen von Wohlstand. Wer sich Fleisch leisten konnte, galt als wohlhanbend bzw reich. Mann hat sie nie - zu keiner Zeit - "quasi nur von Fleisch ernährt", nichtmal in Adelshäusern.
Mannomann was für ein Dummsinn!
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Re: Es ist ein Junge? Gewalt und Geschlecht

Beitragvon Progressiver » So 14. Jan 2018, 18:23

Dark Angel hat geschrieben:(14 Jan 2018, 17:20)

Tut mir immer noch schrecklich leid, aber auch ein Dr. oder Prof. kommt an einem Standardwerk und dessen Autor nicht vorbei.
Selbst wenn er eine andere Meinung/Sichtweise vertritt, muss er auf dieses Standardwerk verweisen und seine Sichtweise begründen.


Und was ein Standardwerk zu sein hat, bestimmst alleine du? In der letzten GEO Epoche über den Ausbruch des Ersten Weltkrieges kamen zum Beispiel meiner Erinnerung nach sowohl Christopher Clarke, der Autor von "Die Schlafwandler" und Annika Mombauer zu Wort, die "Die Julikrise: Europas Weg in den Ersten Weltkrieg" schrieb, vor. Also durch und durch ausgewogen. Wenn man das Thema die Kultur des Krieges nimmt, dann ist das von dir beschriebene "Standardwerk" von 1997 (!). Du bist wohl auch nicht mehr auf der Höhe der Zeit?

Wenn sich etwas mit wissenschaftlichen Methoden - die Archäologie bedient sich wissenschaftlicher Methodik - nicht nachweisen lässt, dann existiert es auch nicht und zwar so lange, bis ein Nachweis erbracht ist.
Wissenschaftliche Hypothesen/Theorien müssen in sich widerspruchsfrei, nachvollziehbar, an/in der Realität überpüfbar und falsifizierbar sein.
Was nicht nachweisbar ist, ist folglich auch nicht überprüfbar und auch nicht falsifizierbar. Ist und bleibt (bestenfalls) Spekulation bzw ein Phantasieprodukt. Und genau das trifft auf Matriarchat und Patriarchat zu!


Alles klar! Was die Archäologie nicht nachweisen kann, existiert für dich nicht! Keine Schwarzen Löcher im Universum. Ob die Erde eine runde Form hat oder eine Scheibe ist, kann nicht nachgewiesen werden. Und wie Computer funktionieren, bleibt für Archäologen ein Mysterium, da mit den wissenschaftlichen Methoden der Archäologie nicht nachweisbar! Und dem bloßen Auge ist ja auch nicht zu trauen. Genauso wie den Medien. So einfach kann die Welt sein als Archäologin "Dark Angel"!

Na, dann viel Spaß noch!

PS: Mit den Methoden der Archäologie lässt sich nicht einmal nachweisen, dass am anderen Ende des Internets eine lebende Person schreibt und antwortet. Woher willst du wissen, dass dich nicht ein Computerprogramm massiv verarscht, während du hier schreibst?
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Re: Es ist ein Junge? Gewalt und Geschlecht

Beitragvon Dark Angel » Mo 15. Jan 2018, 12:36

Progressiver hat geschrieben:(14 Jan 2018, 18:23)

Und was ein Standardwerk zu sein hat, bestimmst alleine du? In der letzten GEO Epoche über den Ausbruch des Ersten Weltkrieges kamen zum Beispiel meiner Erinnerung nach sowohl Christopher Clarke, der Autor von "Die Schlafwandler" und Annika Mombauer zu Wort, die "Die Julikrise: Europas Weg in den Ersten Weltkrieg" schrieb, vor. Also durch und durch ausgewogen. Wenn man das Thema die Kultur des Krieges nimmt, dann ist das von dir beschriebene "Standardwerk" von 1997 (!). Du bist wohl auch nicht mehr auf der Höhe der Zeit?

Wie kommst du auf die Idee, dass ICH das bestimme?
Standardwerke sind solche Werke, die an allen entsprechenden Hochschulen (Fakultäten) in gleichem Umfang zum Lehrprogramm gehören, die in der scientific Community in gleicher Weise anerkannt sind. Und genau das ist bei Keagans "Kultur des Krieges" der Fall. Genauso wie Miroslav Verner oder Flinders Petrie in der Ägyptologie zur Standadliteratur gehören.
Die Werke beider genannter Wissenschaftler sind sehr viel älter als 1997. Was als Standardwerk/Standardliteratur an Hochschulen/Universitäten gilt, hat mit dem Erscheinungsjahr herzlich wenig zu tun, sondern mit den grundlegenden Erkenntnissen, die in diesem Werk dargelegt werden.
Dir scheint unbekannt zu sein, dass jeder Historiker sein Spezialgebiet hat - geht bei dem Umfang und der Komplexität gar nicht anders. Ein Historiker, dessen Spezialgebiet der WK1 ist, ist halt "nur" Amateur auf anderen militärhistorischen Gebieten, kann sich auch nur auf die Erkenntnisse der "Spezialisten" stützen.

Progressiver hat geschrieben:(14 Jan 2018, 18:23)
Alles klar! Was die Archäologie nicht nachweisen kann, existiert für dich nicht!

Nein, was ich als Archäologe nicht nachweisen kann, existiert nicht. Ich kann arcaäologische Befunde in Grenzen interpretieren, mehr aber auch nicht! Die Behauptung - irgend etwas, was nicht nachweisbar ist, wofür es nicht die geringsten Hinweise gibt, für die kein Interpretationsspielraum gegeben ist - ist reine Spekulation.
Als Archäologe muss ich meine Interpretationen begründen können und das kann ich nur, wenn Hinweise gegeben sind - wenn diese Interpretationen auch nachvollziehbar sind.
Das ist beim Matriarchat NICHT der Fall! Das Postulat dessen Existenz basiert ausschließlich auf Bachofen!

Nachtrag: Bezeichnend ist allerdings, dass ein wissenschaftliches Werk von 1997 als "nicht auf der Höhe der Zeit" bezeichnet wird, "Hypothesen"/"Theorien" die aus dem 18. und 19. Jh stammen, für die es keinerlei wissenschaftliche Belege, nicht einmal Hinweise gibt, DIE werden natürlich verteidigt. Da ist dann plötzlich die tumbe Wissenschaft unfähig, sind die entsprechenden Wissenschaftler unfähig und kurzsichtig.
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Re: Es ist ein Junge? Gewalt und Geschlecht

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 15. Jan 2018, 13:57

Schon der Begriff "Patriarchat" und noch mehr "Matriarchat" ist schwammig, mehrdeutig und unwissenschaftlich. "Patriarchen" im engeren Sinne sind weder allgemein Männer noch allgemein Väter sondern ursprünglich "Erzväter" im Sinne von Stammvätern. Und matri-lineare Züge weisen sehr viele menschliche Gesellschaften/Gemeinschaften auf. Am bekanntesten vielleicht die Zugehörigkeit zum Judentum über (mindestens) vier Müttergenerationen.

Und nein. Der Mensch ist keineswegs (vollständig) biologisch determiniert. Sowohl die Grundsätze der mathematischen Logik als auch die Theorie des Elektromagnetismus und viele viele andere mein persönliches Handeln ganz wesentlich prägenden Erkenntnisse sind nicht in meinen Gehirnzellen oder in meinem genetischen Erbmaterial herangereift sondern waren in Lehrbüchern auf Papier geschrieben.
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Re: Es ist ein Junge? Gewalt und Geschlecht

Beitragvon Watchful_Eye » Mo 15. Jan 2018, 14:04

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 Jan 2018, 13:57)
Und nein. Der Mensch ist keineswegs (vollständig) biologisch determiniert. Sowohl die Grundsätze der mathematischen Logik als auch die Theorie des Elektromagnetismus und viele viele andere mein persönliches Handeln ganz wesentlich prägenden Erkenntnisse sind nicht in meinen Gehirnzellen oder in meinem genetischen Erbmaterial herangereift sondern waren in Lehrbüchern auf Papier geschrieben.

Ich hab übrigens glaube ich noch nie jemanden erlebt, der das ernsthaft behauptet hat. Nur diejenigen, die den Einfluss der Gene für praktisch irrelevant und den Menschen für frei formbar halten, unterstellen eben dies gerne mal denjenigen, die Gene für einen relevanten Faktor halten. :|
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Re: Es ist ein Junge? Gewalt und Geschlecht

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 15. Jan 2018, 14:12

Ich sehe es eher umgekehrt: Die Tatsache, dass ich mir noch so sehr wünschen kann, dass eins und eins gleich drei ist, führt dennoch nicht an der Tatsache vorbei, dass diese Summe eben zwei und nicht drei ergibt. Tatsächlich denunziert wird diese Fähigkeit des Menschen zum rationalen Begreifen als "Konstruktivismus". Ich hätte die Gesetze der Arithmetik angeblich nicht begriffen sondern mir "zurechtkonstruiert". Dass diese mit den objektiv herrschenden Gesetzen übereinstimmen spiele dabei keine Rolle.
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Re: Es ist ein Junge? Gewalt und Geschlecht

Beitragvon Watchful_Eye » Mo 15. Jan 2018, 14:29

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 Jan 2018, 14:12)

Ich sehe es eher umgekehrt: Die Tatsache, dass ich mir noch so sehr wünschen kann, dass eins und eins gleich drei ist, führt dennoch nicht an der Tatsache vorbei, dass diese Summe eben zwei und nicht drei ergibt. Tatsächlich denunziert wird diese Fähigkeit des Menschen zum rationalen Begreifen als "Konstruktivismus". Ich hätte die Gesetze der Arithmetik angeblich nicht begriffen sondern mir "zurechtkonstruiert". Dass diese mit den objektiv herrschenden Gesetzen übereinstimmen spiele dabei keine Rolle.


Also du bist der Meinung, dass Gene objektiv/nach heutigem wissenschaftlichem Stand in Bezug auf unser Verhalten objektiv keine Rolle spielen? Ich bin gerade nicht sicher, was du sagen willst.
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Re: Es ist ein Junge? Gewalt und Geschlecht

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 15. Jan 2018, 16:25

Watchful_Eye hat geschrieben:(15 Jan 2018, 14:29)

Also du bist der Meinung, dass Gene objektiv/nach heutigem wissenschaftlichem Stand in Bezug auf unser Verhalten objektiv keine Rolle spielen? Ich bin gerade nicht sicher, was du sagen willst.

Wenn ich dieser Meinung wäre, hätte ich geschrieben, der Mensch sei in keinster Weise biologisch determiniert und nicht
Der Mensch ist keineswegs (vollständig) biologisch determiniert.

Alle (mir bekannten) seriöseren Artikel kommen beinahe gleichlautend zur Feststellung dass die Frage "biologischer Determinismus" nicht so oder so falsch oder richtig beantwortbar sondern schlicht und einfach falsch gestellt ist. Die Herausbildung der biologischen Eigenschaften des Menschen verlief gerade so, dass diese den Menschen nicht mehr deterministisch festlegen. In die sich genetisch erst jüngst herausgebildete Großhirnrinde fließen nicht primär bestimmende DNA-Strukturen sondern Umweltreize und Ergebnisse individuellen Nachdenkens. Es ist genau der genetische Determinismus, der die Möglichkeit einer indviduellen, phänotypischen, indeterministischen Selbstgestaltung hervorgebracht hat. Beides steht in einem Verhältnis, dem eben nur mit diesem etwas ausgeleierten Attribut "dialektisch" beizukommen ist.
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Re: Es ist ein Junge? Gewalt und Geschlecht

Beitragvon Dark Angel » Mo 15. Jan 2018, 17:38

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 Jan 2018, 13:57)
Und nein. Der Mensch ist keineswegs (vollständig) biologisch determiniert. Sowohl die Grundsätze der mathematischen Logik als auch die Theorie des Elektromagnetismus und viele viele andere mein persönliches Handeln ganz wesentlich prägenden Erkenntnisse sind nicht in meinen Gehirnzellen oder in meinem genetischen Erbmaterial herangereift sondern waren in Lehrbüchern auf Papier geschrieben.

Das hat auch noch nie jemand behauptet, allerdings unterstellst du das permanent!
Mensch ist biologisch determiniert (Gene) und (sein Verhalten) biologisch bedingt. Zwischen beidem besteht ein Unterschied!
Deine Fähigkeit zu beobachten, Schlüsse zu ziehen, Erkenntnisse zu gewinnen, diese an andere mittels Sprache und Schrift weiter zugeben, die IST biologisch determiniert, die IST in deinen Genen festgeschrieben.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Es ist ein Junge? Gewalt und Geschlecht

Beitragvon Dark Angel » Mo 15. Jan 2018, 18:01

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 Jan 2018, 16:25)

Wenn ich dieser Meinung wäre, hätte ich geschrieben, der Mensch sei in keinster Weise biologisch determiniert und nicht
Alle (mir bekannten) seriöseren Artikel kommen beinahe gleichlautend zur Feststellung dass die Frage "biologischer Determinismus" nicht so oder so falsch oder richtig beantwortbar sondern schlicht und einfach falsch gestellt ist. Die Herausbildung der biologischen Eigenschaften des Menschen verlief gerade so, dass diese den Menschen nicht mehr deterministisch festlegen. In die sich genetisch erst jüngst herausgebildete Großhirnrinde fließen nicht primär bestimmende DNA-Strukturen sondern Umweltreize und Ergebnisse individuellen Nachdenkens. Es ist genau der genetische Determinismus, der die Möglichkeit einer indviduellen, phänotypischen, indeterministischen Selbstgestaltung hervorgebracht hat. Beides steht in einem Verhältnis, dem eben nur mit diesem etwas ausgeleierten Attribut "dialektisch" beizukommen ist.

Es ist nicht so, dass Fragen falsch gestellt werden, sondern dass du die Antworten nicht kapierst/kapieren willst.
1. sind es keine biologischen Eigenschaften des Menschen, sondern Eigenschaften des Menschen die biologisch determiniert und biologisch bedingt sind.

2. die Großhirnrinde IST biologisch determiniert und nur biologisch. Ohne die Großhirnrinde, den Neokortex etc, wärst du nämlich gar nicht in der Lage nachzudenken und auch nicht fähig, den Unsinn von dir zu geben, den du von dir gibst.

Und 3. verschwurbelst du permanent Ursache und Wirkung - Voraussetzung und Ergebnis.
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Re: Es ist ein Junge? Gewalt und Geschlecht

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 15. Jan 2018, 20:07

Dark Angel hat geschrieben:(15 Jan 2018, 18:01)

Es ist nicht so, dass Fragen falsch gestellt werden, sondern dass du die Antworten nicht kapierst/kapieren willst.
1. sind es keine biologischen Eigenschaften des Menschen, sondern Eigenschaften des Menschen die biologisch determiniert und biologisch bedingt sind.

2. die Großhirnrinde IST biologisch determiniert und nur biologisch. Ohne die Großhirnrinde, den Neokortex etc, wärst du nämlich gar nicht in der Lage nachzudenken und auch nicht fähig, den Unsinn von dir zu geben, den du von dir gibst.

Und 3. verschwurbelst du permanent Ursache und Wirkung - Voraussetzung und Ergebnis.

Ich habe ja größte Hochachtung vor eigenständigen Meinungen, die auch mal gern gegen alle und den Strom gerichtet sind. Aber in diesem Punkt bin ich doch irgendwie lieber beim Mainstream. Gerade weils nicht mein Fach ist. Ich habe sowohl unter populärwissenschaftlichen wie auch akademischen Publikationen keine einzige gefunden, die die Fragestellung "biologisch/genetisch determiniert?" nicht genau so beantwortet hätte: Als schlicht und einfach falsch gestellt. Nur als ein Beispiel: Interdisziplinäre Ringvorlesung (der Uni Mainz) zum Themenschwerpunkt »Biologisch determiniert? Menschsein zwischen Zwang und Autonomie"


Aus dem Exposé:

Vererbungsforschung und Entwicklungsbiologie des Menschen sind seither von beobachtenden zu physikalisch-chemisch zerlegenden und manipulierenden Wissenschaftsdisziplinen geworden. Damit einher geht die Tendenz, den körperlichen und seelischen Ablauf des menschlichen Lebens als ein Programm anzusehen, das weitgehend determiniert abläuft. Die Einwirkungen der Lebenswelt und der Umwelt auf den Programmablauf sind ebenfalls bestimmbar und unter Umständen vorhersagbar und beeinflussbar.
Das neue Bild vom Menschen als sich selbst konstruierendes System hat weitreichende erkenntnistheoretische und ethische Konsequenzen gebracht. Die erste Vorlesung der Reihe wird einen Überblick über die daraus resultierenden Kontroversen anhand von praktischen Beispielen geben.


Determinismus, sowohl als naturwissenschaftliches wie als naturphilosophisches Konzept war bereits mit Planck 1900 erledigt. Nicht einmal der Quark, den DU von dir gibst ist determiniert, unvermeidlich, biologisch-genetisch angelegt, unüberwindbar. In jedem anderen Teilbereich dieses Politik-Forums wären persönlich diffamierende Beiträge wie die Mehrzahl der deinen sofort und berechtigterweise gelöscht oder gekürzt. Hier sind sie es (natürloicherweise) nicht. Nichts ist determiniert. Du musst nur eine gewisse gedankliche Schranke überwinden :)
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt

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