Werdienst: Jeder Vierte geht heim. Bewerbermangel.

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Boracay
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Re: Werdienst: Jeder Vierte geht heim. Bewerbermangel.

Beitragvon Boracay » Mi 10. Jan 2018, 09:06

Soldat zu werden ist ein Unterschichtenberuf, den vorwiegend junge Ossis ergriffen haben. Sonderlich gefährlich ist dieser Beruf nicht, zieht man den Absturz des Helikopters in Afgahnistan ab, war da in den letzten 12 Jahren nicht viel. Zimmerman ist sehe viel gefährlicher.

Aber aufgrund von Vollbeschäftigung bei der selbst Leute eine Job finden die nicht mal bis 3 zählen können, kommt die Bundeswehr nicht mal mehr für Ossis und Ruhrpottler in Betracht. Passt zu der Meldung das es kaum mehr Busfahrer gibt - der Unterschicht geht es so gut wie nie.
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relativ
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Re: Werdienst: Jeder Vierte geht heim. Bewerbermangel.

Beitragvon relativ » Mi 10. Jan 2018, 10:08

Boracay hat geschrieben:(10 Jan 2018, 09:06)

Soldat zu werden ist ein Unterschichtenberuf, den vorwiegend junge Ossis ergriffen haben. Sonderlich gefährlich ist dieser Beruf nicht, zieht man den Absturz des Helikopters in Afgahnistan ab, war da in den letzten 12 Jahren nicht viel. Zimmerman ist sehe viel gefährlicher.
Das entscheidende beim vergleich mit anderen Berufen hast du schlicht weg unterschlagen, oder du weisst es einfach nicht. Die permantente latende Bedrohungslage bei Soldaten im Auslandseinsatz ist wesentlich extremer als die anderer vergleichbar gefährlicher Berufe.

Aber aufgrund von Vollbeschäftigung bei der selbst Leute eine Job finden die nicht mal bis 3 zählen können, kommt die Bundeswehr nicht mal mehr für Ossis und Ruhrpottler in Betracht. Passt zu der Meldung das es kaum mehr Busfahrer gibt - der Unterschicht geht es so gut wie nie.
Wie kommst du darauf, daß die Bundeswehr im Ruhrgebiet, trotz vergleichbar schlechterer Wirtschaftlage, "als möglicher Notberuf" beliebter ist als anderswo?
https://www.svz.de/regionales/mecklenbu ... 85506.html
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Re: Werdienst: Jeder Vierte geht heim. Bewerbermangel.

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 10. Jan 2018, 10:58

Boracay hat geschrieben:(10 Jan 2018, 09:06)

Soldat zu werden ist ein Unterschichtenberuf, den vorwiegend junge Ossis ergriffen haben.

Passt. Im Osten sind auch Nazis, Vergewaltiger und eben Armut überrepräsentiert.
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Re: Werdienst: Jeder Vierte geht heim. Bewerbermangel.

Beitragvon Kael » Mi 10. Jan 2018, 17:18

Normalerweise war der klassische Soldat eher ein Beruf für Hauptschulabsolventen und Realschulabsolventen - Offizierslaufbahn ist auch nur den Abiturienten vorbehalten.
Würde die Bundeswehr aktive Aufstiegsmöglichkeiten bieten (z.B. für besonderen Einsatz von einer Mannschaftslaufbahn in die Unteroffizierslaufbahn oder Feldwebellaufbahn versetzt zu werden) - wäre der normale Soldatenberuf nicht so wie er jetzt ist. Der Mannschaftssoldat selbst ist für die meisten eher eine Überbrückungsmöglichkeit.
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Re: Werdienst: Jeder Vierte geht heim. Bewerbermangel.

Beitragvon twilight » Mi 10. Jan 2018, 17:50

Kael hat geschrieben:(10 Jan 2018, 17:18)

Normalerweise war der klassische Soldat eher ein Beruf für Hauptschulabsolventen und Realschulabsolventen - Offizierslaufbahn ist auch nur den Abiturienten vorbehalten.
Würde die Bundeswehr aktive Aufstiegsmöglichkeiten bieten (z.B. für besonderen Einsatz von einer Mannschaftslaufbahn in die Unteroffizierslaufbahn oder Feldwebellaufbahn versetzt zu werden) - wäre der normale Soldatenberuf nicht so wie er jetzt ist. Der Mannschaftssoldat selbst ist für die meisten eher eine Überbrückungsmöglichkeit.

In den 70iger war ich als W15 beim Bund und die wollten mich tatsächlich als Obergefreiter auf einen Unteroffizierslehrgang schicken-habe abgelehnt.
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Re: Werdienst: Jeder Vierte geht heim. Bewerbermangel.

Beitragvon Odin1506 » Mi 10. Jan 2018, 17:53

twilight hat geschrieben:(10 Jan 2018, 17:50)

In den 70iger war ich als W15 beim Bund und die wollten mich tatsächlich als Obergefreiter auf einen Unteroffizierslehrgang schicken-habe abgelehnt.


Ja ja, das hätte ich jetzt auch geschrieben.....
Ich bin keine Signatur, ich putze hier nur!!! :p
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twilight
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Re: Werdienst: Jeder Vierte geht heim. Bewerbermangel.

Beitragvon twilight » Mi 10. Jan 2018, 18:39

Odin1506 hat geschrieben:(10 Jan 2018, 17:53)

Ja ja, das hätte ich jetzt auch geschrieben.....

Ich war nicht der Einzige den das betraf, dass kam in einer Stabskompanie recht oft vor, nur hatte niemand Bock die letzten Monate auf einen Lehrgang zu verbringen.
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Re: Werdienst: Jeder Vierte geht heim. Bewerbermangel.

Beitragvon Alexyessin » Do 11. Jan 2018, 13:02

Kael hat geschrieben:(10 Jan 2018, 17:18)

Normalerweise war der klassische Soldat eher ein Beruf für Hauptschulabsolventen und Realschulabsolventen - Offizierslaufbahn ist auch nur den Abiturienten vorbehalten.


Das ist sooo nicht korrekt.
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Re: Werdienst: Jeder Vierte geht heim. Bewerbermangel.

Beitragvon Russin93 » Mo 15. Jan 2018, 19:15

Das Hauptproblem scheint mir zu sein, dass bei relativ kurzen Verpflichtungszeiten die Ungewissheit über die weitere berufliche Zukunft abschreckt. Es müssten wesentlich mehr geeignete Soldaten eine Perspektive als Berufssoldat bekommen.
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Re: Werdienst: Jeder Vierte geht heim. Bewerbermangel.

Beitragvon Alpha Centauri » So 21. Jan 2018, 10:58

Der Krieg der Zukunft( Cyberwar) kommt potenziell ohne menschliche Kampfsoldaten aus,also was sol das jammern?

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