Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon H2O » Sa 30. Dez 2017, 15:46

Raskolnikof hat geschrieben:(30 Dec 2017, 15:17)

Heute muss sich jeder Dienstleister, und das ist auch der Öffentlich-rechtliche Rundfung und das Fernsehen) mit anderen Dienstleistern messen, wenn er denn überleben will. Das ist auch im öffentlichen Dienst, bei Ärzten, Krankenhäusern und sogar Kirchengemeinden so. So muss eben auch der ÖRR mit der Zeit gehen und sich den Wünschen von Hörern und Fernsehern anpassen. Dass dies im Ergebnis nicht allen Kunden passt ist nur natürlich. Man kann es eben nicht alles recht machen.


Das sehe ich ganz ausdrücklich nicht so; der ÖRR hat einen Informations und Bildungsauftrag, den die Privaten so gar nicht haben. Mag ja sein, daß einer viel zu großen Zahl von Verbrauchern die Befassung mit solide ausgefilterten Nachrichten und ordentlich aufbereiteten Berichten und Bildungsinhalten nicht gefällt. Dann ist das eben so. Warum eigentlich? Hirnverbrannt finde ich aber, wenn dann diese politisch grundsätzlich erwünschten Inhalte schrumpfen, um Raum für noch mehr seichte Unterhaltung zu schaffen.

Der guten Ordnung halber: Ich habe seit 1992 kein Fernsehen mehr, konnte aber in den letzten Jahren bei mehreren Aufenthalten in Polen in meinem Hotel Satellitenfernsehen aus Deutschland empfangen... was mich immer wieder darin bestärkt hat, auf diesen Teil des ÖRR auf Dauer zu verzichten.
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Raskolnikof
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Raskolnikof » Sa 30. Dez 2017, 16:55

Die allgemein bildenden Schulen haben auch einen Informations- mehr noch einen Bildungsauftrag. Trotzdem findet da ein Konkurrenzkampf statt der dazu geführt hat, dass Schuleinzugsbereiche abgesteckt wurden, damit einige Schulen nicht ausbluten und andere nicht überlaufen.
Zudem: Information und Bildung über 24 Stunden täglich muss nicht sein. Dass war zu Beginn des Feernsehens auch nicht so. Bis in die 1980er Jahre war beim Fernsehen um spätestens 00.00 Uhr Schluss und erst am nächsten Morgen ging es gegen 10.00 uhr wieder los. Da dürfen dann mal das Traumschiff oder andere Schnulzen schon sein. Hat es immer gegeben.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Alster » Sa 30. Dez 2017, 20:06

Raskolnikof hat geschrieben:(30 Dec 2017, 15:17)

Heute muss sich jeder Dienstleister, und das ist auch der Öffentlich-rechtliche Rundfung und das Fernsehen) mit anderen Dienstleistern messen, wenn er denn überleben will..... Dass dies im Ergebnis nicht allen Kunden passt ist nur natürlich. ....

Nachdem das Ergebnis vor allem so ausschaut, dass sich der ÖR immer mehr den Privaten anpasst fragt man sich natürlich, wozu einem die Zwangsabgabe überhaupt noch abgezogen wird


Fr 29. Dez 2017, 23:48
Progressiver hat geschrieben:Ich könnte auch immer wieder wütend werden über die Programmgestaltung von ARD und ZDF.

Die Diskussion hatten wir schon zu Anfang dieses Thread. Ein user gab z.B. Hinweis auf
https://www.youtube.com/watch?v=-6hUhjyIW9E
wie unser Staatsfunk seine Pflicht zu einem Bildungsangebot im Bereich Deutsch für arabischsprachige Ausländer sieht.

Der BBC zeigt, dass es international durchaus öffentliche Sender gibt, die ihre Aufgaben ernst nehmen
http://www.bbc.com/arabic/learningenglish
http://www.bbc.com/arabic/exr.shtml

Dabei kostet der BBC mit 4,7 Mrd EUR deutlich weniger als der deutsche Staatsfunk mit knapp 8 Mrd.


Kritikaster hat geschrieben:(23 Dec 2017, 13:19)
Wir halten fest: Es ist KEINE Steuer, da für den zu zahlenden Betrag das konkrete Angebot der ÖR-Anstalten vom Bürger wahrgenommen werden kann oder eben auch nicht.

Wir halten fest: die Grundsteuer ist nach Ansicht des Herren "Kritikaster" KEINE Steuer, da für den zu zahlenden Betrag das konkrete Angebot der Gemeinden vom Bürger wahrgenommen werden kann oder eben auch nicht.
Scherz beiseite: Grundsteuer (übrigens auch Kirchensteuer u.v.m.) haben erheblich mehr Beitragscharakter als die Rundfunksteuer.


Sa 23. Dez 2017, 14:19
kaka hat geschrieben:Ich glaube so etwas gibt es in den USA. Finde ich aber nicht richtig. Wenn ich mir vorstelle, dass es nur noch solche Sender gibt wie RTL oder Sat1, dann wird mir schlecht. Die ÖR senden nicht nur die Politmagazine, sondern auch interessante Dokus, Serien oder Filme, welche ansonsten nicht möglich wären.

Mit Hinblick auf die exorbitanten Kosten des teuersten Staatsrundfunkes der Welt ist dieses Argument obsolet. Um die 8 Mrd Eur Geldverbrauch des deutschen ÖR zu rechtfertigen ist der Hinweis auf das Niveau der Privaten zu dünn. Dazu wäre es schon nötig den Qualitätsabstand zur gerade mal gut halb so teuren BBC aufzuzeigen.


Sa 23. Dez 2017, 18:3
Dampflok94 hat geschrieben:Und die sollte so weit wie möglich unabhängig vom Staat sein. Nun können sich natürlich einzelne hinstellen und sagen, sie interessiert deren Programm nicht. Nun, das ist in einer Gesellschaft persönliches Pech. Der Pazifist muß die Bundeswehr mit finanzieren und der Kinderlose die Schulen. Daß die Finanzierung über eine Abgabe erfolgt und nicht über die Steuern hat seine Gründe schließlich nur mit der möglichst weitgehenden Staatsferne.

Die Rundfunkabgabe hat Steuercharakter, da sie voraussetzungslos von der Allgemeinheit erhoben wird. Die Bemessungsgrundlage ("Wohnung", "Beteriebsstätte") hat keinen Bezug zum behaupteten "Vorteil". Es handelt sich um eine Zwecksteuer, die aufgrund windiger Umgehungstatbestände zum "Beitrag" umdefiniert wurde. Die behauptete Staatsferne ist ebenfalls nicht gegeben. Vielmehr wurde fehlende Staatsferne 2014 sogar vom Verfassungsgericht festgestellt.


Kritikaster hat geschrieben:Welches Private Medium überträgt beispielsweise live stundenlang von Parteitagen oder Bundestagsdebatten?

... nach DDR Muster. Hier zeichnet sich der sog. ÖR als staatliche Propagandamaschine aus.


Kritikaster hat geschrieben:Du willst also den Zwang einführen, sich als politisch interessierter Mensch einen Account bei einer gewinnorientierten Internetplattform zu besorgen?

Die Möglichkeit eine Minderheit diesem "Zwang" auszusetzen wäre abzuwägen gegen die allgemeine unsozial ausgestaltete Zwangsabgabe, die gezielt niedrige Einkmomen belastet und damit den Printmedien das Wasser abgräbt. Als Rechtfertigung dafür, dass über eine Zwangsabgabe 8 Mrd Eur eingetrieben werden ziemlich dünn


Mo 25. Dez 2017, 20:57
schokoschendrezki hat geschrieben:Glaubst Du wirklich im Ernst, dass Informationen auf der Basis von "Abonnements" von den Unternehmen, die sie anbieten, nicht genauestens auf die Praktiken und Gewonheiten und Weltbilder der Abonnementen abgetastet werden. Und dass denen hundertprozentig und ausschließlich nur dass geliefert wird,, dass diese Weltbilder bestätigt? Das ist doch vollkommen weltfremdd

Genau dieses Forum tritt den Gegenbeweis an.
Schließlich diskutiert man hier genau mit dem Ziel sich mit gegensätzlichen Meinungen aueinanderzusetzen.

(23 Dec 2017, 16:16)
kaka hat geschrieben:Wenn die ÖR plötzlich nicht durch die GEZ finanziert werden sollen, dann werden sie zu einem Quotenfernsehen, wie RTL und Sat1.

Auch mit Zwangsabgabe wird das deutsche Programm zu 90% durch Quotengeilheit bestimmt
Zuletzt geändert von Brainiac am Mo 1. Jan 2018, 21:08, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: [MOD] Einen Zitierlink repariert
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Kritikaster » Sa 30. Dez 2017, 20:34

Alster hat geschrieben:(30 Dec 2017, 20:06)

Grundsteuer (übrigens auch Kirchensteuer u.v.m.) haben erheblich mehr Beitragscharakter als die Rundfunksteuer.

Ändert nichts an der Tatsache, dass es sich bei der Rundfunkabgabe, wie nachgewiesen, um keine Steuer handelt, egal, wie oft der Unsinn wiederholt wird. :cool:
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Alster » So 31. Dez 2017, 15:16

Kritikaster hat geschrieben:(30 Dec 2017, 20:34)

Ändert nichts an der Tatsache, dass es sich bei der Rundfunkabgabe, wie nachgewiesen, um keine Steuer handelt, egal, wie oft der Unsinn wiederholt wird. :cool:

Du versuchst also erst gar nicht einen Unterschied zwischen Rundfunksteuer und anderen Steuerarten aufzuzeigen (Grundsteuer, Kirchensteuer, s.a. mein Beitrag vom Sa 30. Dez 2017, 20:06)
die ständige Wiederholung der Behauptung ist Deine Masche, wie genau dieser zitierte Beitrag schön zeigt.
Was Du "nachgewiesen" haben willst, wäre Deinerseits erst mal darzulegen.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Kritikaster » So 31. Dez 2017, 15:23

Alster hat geschrieben:(31 Dec 2017, 15:16)

Du versuchst also erst gar nicht einen Unterschied zwischen Rundfunksteuer und anderen Steuerarten aufzuzeigen (Grundsteuer, Kirchensteuer, s.a. mein Beitrag vom Sa 30. Dez 2017, 20:06)
die ständige Wiederholung der Behauptung ist Deine Masche, wie genau dieser zitierte Beitrag schön zeigt.
Was Du "nachgewiesen" haben willst, wäre Deinerseits erst mal darzulegen.

Wenn Du den Inhalt von Beiträgen dir widersprechender Foristen nicht ignoriertest, müsstest Du dich mit Deinen Nachfragen nicht ständig wiederholen. :cool:

Blättere also einfach noch einmal ein Stück zurück, da wurde der Unterschied zwischen Deiner Behauptung und der Realität bereits deutlich gemacht.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Alexyessin » Mo 1. Jan 2018, 19:54

Julian hat geschrieben:(29 Dec 2017, 20:15)

Es ist doch sehr wahrscheinlich, dass es sich um ein Ehrverbrechen handelt: Das Mädchen musste aus Sicht des Täters hingerichtet werden, weil es sich von ihm losgesagt hatte und ihn damit entehrt hatte. Ich würde dir wirklich empfehlen, dich einmal mit dem Denken in islamischen Gesellschaften auseinanderzusetzen; du scheinst hier ja vollkommen ahnungslos zu sein.


Wenn dann befasse ich mich mit dem Hintergrund der afghanischen Gesellschaft, bzw. der Volksgruppe der dieser Täter entspringt.
Das könnte ich natürlich machen, wenn ich ein gesteigertes Interesse an diesem Totschlag hätte.

Julian hat geschrieben:(29 Dec 2017, 20:15)

Im übrigen könnten diejenigen Leute, die für unkontrollierte Masseneinwanderung verantwortlich sind, ruhig endlich mal Verantwortung übernehmen.


Das es keine unkontrollierte Masseneinwanderung gab, gibt es auch keine Menschen, die für eine selbige sind und daher ist auch keine Verantwortung dafür zu übernehmen.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Alster » Mo 1. Jan 2018, 20:38

So 31. Dez 2017, 15:23
Kritikaster hat geschrieben:Wenn Du den Inhalt von Beiträgen dir widersprechender Foristen nicht ignoriertest, müsstest Du dich mit Deinen Nachfragen nicht ständig wiederholen. :cool:
Blättere also einfach noch einmal ein Stück zurück, da wurde der Unterschied zwischen Deiner Behauptung und der Realität bereits deutlich gemacht.



Du vertraust hier zu sehr darauf, dass kein Leser nachprüft. Dass auf keine meiner Nachfragen bisher eingegangen wurde, ist in diesem Thread dokumentiert.

Du schaffst es also nicht im Bezug auf die Rundfunkabgabe
- Unterschiede zu Steuerarten wie Grundsteuer Kirchensteuer
- Gemeinsamkeiten mit Beitragsarten wie Erschließungsbeitrag
aufzuzeigen. bzw.
- den die Pflicht zur Abgabe auslösenden fiktiven "Vorteil" als tatsächlichen materiellen Vorteil bzw. Anspruch auf eine bestimmte Leistung
- den Zusammenhang zwischen dem o.g. "Vorteil" und der dadurch ausgelösten Abgabepflicht
darzustellen.

Soweit der aktuelle Status. Vielleicht hat ja doch noch einer das Zeug dazu darauf einzugehen.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Brainiac » Mo 1. Jan 2018, 20:52

[MOD] Eine kleine Bitte. Richtig zitieren, so dass der Link funktioniert (in einem Fall habe ich es jetzt oben repariert). Dann ist der Diskussionsverlauf für die anderen, gerade in so einem unübersichtlichem Strang, besser nachvollziehbar. Danke.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Kritikaster » Mo 1. Jan 2018, 21:49

Alster hat geschrieben:(01 Jan 2018, 20:38)

So 31. Dez 2017, 15:23

Du vertraust hier zu sehr darauf, dass kein Leser nachprüft.

Erkennbar ist es eher so, dass genau DU darauf baust, dass Deine ausschweifenden Ablenkungsversuche niemand hinterfragt.

Thema dieses Strangs ist die Abgabe mit der angebotenen Gegenleistung der Nutzung des ÖR Angebots. Welche Vergleiche Du immer auch ziehen magst mit Abgabeformen in anderen Zusammenhängen, ist für die Beurteilung DIESES Falles irrelevant.
DASS und warum es sich nach den von mir verlinkten Definitionen um KEINE Steuer handelt, was von Dir nach wie vor unzutreffender Weise bestritten wird, ist hier bereits begründet und belegt worden.

Und nun darfst Du gerne wieder von vorne anfangen, weil Du all das ja besser beurteilen kannst als das BVerwG und alle Vorinstanzen :D :
Der Rundfunkbeitrag sei aber eben keine Steuer, sondern eine rundfunkspezifische nicht-steuerliche Abgabe, so das BVerwG. Er werde nämlich nicht als Steuer voraussetzungslos, sondern als Gegenleistung für die Möglichkeit erhoben, die öffentlich-rechtlichen Rundfunkprogramme empfangen zu können. Außerdem werde das Beitragsaufkommen gesondert von den Haushalten der erhebenden Bundesländer eingestellt. https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/ ... ehandlung/
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Raskolnikof » Mo 1. Jan 2018, 22:38

Alster hat geschrieben:(30 Dec 2017, 20:06)

Nachdem das Ergebnis vor allem so ausschaut, dass sich der ÖR immer mehr den Privaten anpasst fragt man sich natürlich, wozu einem die Zwangsabgabe überhaupt noch abgezogen wird.

Qualitativ und inhaltlich liegen zwischen dem ÖR und den Privaten immer noch Welten! Allein der Verzicht auf Werbung nach 20.00 Uhr ist der GEZ- Beitrag schon wert.
Wer anderen eine Bratwurst brät der hat ein Bratwurstbratgerät.
(unbekannter Bratwurstdichter, einer Legende nach aus Thüringen stammend)
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon PeterK » Mo 1. Jan 2018, 23:10

Raskolnikof hat geschrieben:(01 Jan 2018, 22:38)
Allein der Verzicht auf Werbung nach 20.00 Uhr ist der GEZ- Beitrag schon wert.

So ist es. Auch der DLF allein wäre die "paarundfünfzig" Cent pro Tag wert.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon ThorsHamar » Mo 1. Jan 2018, 23:37

Kritikaster hat geschrieben:(30 Dec 2017, 20:34)

Ändert nichts an der Tatsache, dass es sich bei der Rundfunkabgabe, wie nachgewiesen, um keine Steuer handelt, egal, wie oft der Unsinn wiederholt wird. :cool:


Die Zwangsabgabe ist eine Grauzone. Sie ist, durch die Gebundenheit an einen Raum, wie z.B. eine Wohnung, einer Gemeinlast, also eine Abgabenlast, die sich auf „Raumeinheiten“ bezieht und somit einer grundstücksbezogenen Steuer nahekommt.
Ob man das nun als Steuer bezeichnet oder nicht, ist immerhin verfassungsrechtlich relevant. Und bislang gibt es juristische Gutachten, welche die Verfassungskonformität in Frage stellen ....
Wer wissen will, um was es geht, sollte das hier lesen. Falls es schon mal gepostet wurde, sorry ... http://www.bundesfinanzministerium.de/C ... edien.html
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Kritikaster » Di 2. Jan 2018, 03:27

ThorsHamar hat geschrieben:(01 Jan 2018, 23:37)

Die Zwangsabgabe ist eine Grauzone. Sie ist, durch die Gebundenheit an einen Raum, wie z.B. eine Wohnung, einer Gemeinlast, also eine Abgabenlast, die sich auf „Raumeinheiten“ bezieht und somit einer grundstücksbezogenen Steuer nahekommt.
Ob man das nun als Steuer bezeichnet oder nicht, ist immerhin verfassungsrechtlich relevant. Und bislang gibt es juristische Gutachten, welche die Verfassungskonformität in Frage stellen ....
Wer wissen will, um was es geht, sollte das hier lesen. Falls es schon mal gepostet wurde, sorry ... http://www.bundesfinanzministerium.de/C ... edien.html

Kalter Kaffee, der inzwischen höchstrichterlich entschieden ist. Lies einfach weiter im Strang. ;)
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Dampflok94 » Di 2. Jan 2018, 11:17

ThorsHamar hat geschrieben:(01 Jan 2018, 23:37)
Ob man das nun als Steuer bezeichnet oder nicht, ist immerhin verfassungsrechtlich relevant. Und bislang gibt es juristische Gutachten, welche die Verfassungskonformität in Frage stellen ....

Selbstredend gibt es diese Gutachten. Aber was hilft das? Jedesmal, wenn jemand vor dem Bundesverfassungsgericht mit einer Klage gescheitert ist, gab es offensichtlich ein Gutachten welches einen Verfassungsverstoß sah. Dummerweise sind die Richter dem dann nicht gefolgt. Die Existenz von Gutachten sagt gar nix. Ein guter Jurist findet für jede Position eine Argumentation.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon pikant » Di 2. Jan 2018, 11:22

ThorsHamar hat geschrieben:(01 Jan 2018, 23:37)

Und bislang gibt es juristische Gutachten, welche die Verfassungskonformität in Frage stellen ....
l


das sagt rein gar nichts aus, denn ich kenne unzaehlige Gutachten, die eine Verfassungskonformitaet in Frage stellen und dann das Bundesverfassungsgreciht die Verfassungsmaessigkeit bestaetigt.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon ThorsHamar » Di 2. Jan 2018, 14:14

Kritikaster hat geschrieben:(02 Jan 2018, 03:27)

Kalter Kaffee, der inzwischen höchstrichterlich entschieden ist. Lies einfach weiter im Strang. ;)


Das ist kein kalter Kaffe, sondern es ist ein Hinweis darauf, dass es beim Thema Zwangsfinanzierung des ÖP in Verbindung mit Raumeinheiten eine höchstöffentlich registrierte Grauzone gab und gibt.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Alster » Di 2. Jan 2018, 14:23

Mo 1. Jan 2018, 21:49
Kritikaster hat geschrieben:Welche Vergleiche Du immer auch ziehen magst mit Abgabeformen in anderen Zusammenhängen, ist für die Beurteilung DIESES Falles irrelevant.

Hier gehst Du fehl, denn genau im Vergleich mit anderen Abgaben zeigt sich, ob eine Sonderrechtsprechung zur Einführung einer Rundfunkabgabe etabliert wurde.


Ansonsten nichts neues. Sorry, wenn Du Dich wiederholst muss ich das auch tun.:
Mo 1. Jan 2018, 21:49
Kritikaster hat geschrieben:Thema dieses Strangs ist die Abgabe mit der angebotenen Gegenleistung der Nutzung des ÖR Angebots.

... Wie die Grundsteuer mit der angeboteten Gegenleistung der Nutzung der gemeindlichen Infrastruktur.
Mo 1. Jan 2018, 21:49
Kritikaster hat geschrieben:Außerdem werde das Beitragsaufkommen gesondert von den Haushalten der erhebenden Bundesländer eingestellt.

... die Grundsteuer läuft m.W. auch nicht über den Landeshaushalt.
Es ist Dir nicht gelungen einen Unterschied zwischen der Rundfunkabgabe und anderen Steuerarten aufzuzeigen.


Mo 1. Jan 2018, 21:49
Kritikaster hat geschrieben:Und nun darfst Du gerne wieder von vorne anfangen, weil Du all das ja besser beurteilen kannst als das BVerwG und alle Vorinstanzen

Di 2. Jan 2018, 03:27
Kritikaster hat geschrieben:Kalter Kaffee, der inzwischen höchstrichterlich entschieden ist. Lies einfach weiter im Strang.

Di 2. Jan 2018, 11:22
pikant hat geschrieben:das sagt rein gar nichts aus, denn ich kenne unzaehlige Gutachten, die eine Verfassungskonformitaet in Frage stellen und dann das Bundesverfassungsgreciht die Verfassungsmaessigkeit bestaetigt.

Ein argumentum ad autoritatem als letzte Zuflucht darf man in jeder Formusdiskussion getrost als Bankrotterklärung akzeptieren.
Die Herrschaften sind offenbar nicht in der Lage eine eigene Rechtsauffassung zu entwickeln und die materielle Natur der R-Abgabe in eigenen Worten zu hinterfragen und darzustellen.


Mo 1. Jan 2018, 22:38
Raskolnikoff hat geschrieben:Qualitativ und inhaltlich liegen zwischen dem ÖR und den Privaten immer noch Welten! Allein der Verzicht auf Werbung nach 20.00 Uhr ist der GEZ- Beitrag schon wert.

... was mehr über Dein Anspruchsniveau als über die Qualität des deutschen ÖR aussagt.
Bei dem Finanzbedarf des weltweit teuersten ÖR von Eur 8 Mrd. ist es zu dünn einen Qualitätsvorsprung vor den Privaten zu stressen. An dieser Stelle wäre es schon nötig einen Qualitätsvorsprung vor der BBC darzustellen, die den Teilnehmer gerade mal gut die Hälfte kostet.
Im übrigen hatte ich dazu längst ausführlichst Stellung genommen (z.B. Sa 30. Dez 2017, 20:06):
Alster hat geschrieben:Die Diskussion hatten wir schon zu Anfang dieses Thread. Ein user gab z.B. Hinweis auf
https://www.youtube.com/watch?v=-6hUhjyIW9E
wie unser Staatsfunk seine Pflicht zu einem Bildungsangebot im Bereich Deutsch für arabischsprachige Ausländer sieht.

Der BBC zeigt, dass es international durchaus öffentliche Sender gibt, die ihre Aufgaben ernst nehmen
http://www.bbc.com/arabic/learningenglish
http://www.bbc.com/arabic/exr.shtml



Damit wird auch klar, wessen Argumente hier im Thread tatsächlich standhaft ignoriert werden.
Insoweit kann ich die Beschwerde (bzgl. Nichteingehens auf Argumente) der Frau oder des Herren Kritikaster nur noch als eine Art Scheinheiligkeit wahrnehmen.




noch ein anderes Thema:
Mo 1. Jan 2018, 19:54
Alexessin hat geschrieben:Das es keine unkontrollierte Masseneinwanderung gab ...

wenn schon ein Deutscher offenbar mit den im rechten Dunstkreis üblichen arabischen Sprachkenntnissen als arabischer Asylbewerber durchgehen und anscheinend auch Leistungen kassieren konnte, kann man nicht sagen, dass die Masseneinwanderung so besonders "kontrolliert" abgelaufen sei. Dahingestellt mag beiben, ob nach 2015 die Einwanderung weiterer Millionen billigend in Kauf genommen worden wäre, oder ob die Grenzschließung durch Mazedonien und Ungarn längst eingepreist war.
Zuletzt geändert von Alster am Di 2. Jan 2018, 14:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Alexyessin » Di 2. Jan 2018, 14:24

Alster hat geschrieben:(02 Jan 2018, 14:23)

wenn schon ein Deutscher offenbar mit den im rechten Dunstkreis üblichen arabischen Sprachkenntnissen als arabischer Asylbewerber durchgehen und anscheinend auch Leistungen kassieren konnte, kann man nicht sagen, dass die Masseneinwanderung so besonders "kontrolliert" abgelaufen sei. Dahingestellt mag beiben, ob nach 2015 die Einwanderung weiterer Millionen billigend in Kauf genommen worden wäre, oder ob die Grenzschließung durch Mazedonien und Ungarn längst eingepreist war.


Lerne mal anständig zu zitieren.

Da es keine Masseneinwanderung gab, kann diese nicht kontrolliert oder unkontrolliert abgelaufen sein.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Kritikaster » Di 2. Jan 2018, 14:34

Alster hat geschrieben:(02 Jan 2018, 14:23)

Ein argumentum ad autoritatem als letzte Zuflucht darf man in jeder Formusdiskussion getrost als Bankrotterklärung akzeptieren.

Das musst Du als in der Sache Gescheiterter natürlich jetzt so hinstellen. :rolleyes:
Du ignorierst geflissentlich, dass sich diejenigen, die Deiner widerlegten These von Beginn an widersprochen haben, selbst die Argumentation vorbrachten, die sich AUCH das BVerwG zu eigen gemacht hat.
Alster hat geschrieben:Die Herrschaften sind offenbar nicht in der Lage eine eigene Rechtsauffassung zu entwickeln ...

Genau die wurde hier geliefert.

Dass sie sich mit der der zuständigen Gerichte deckt, passt Dir offensichtlich nicht. Ist aber auch wieder unerheblich.
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