China führt Anti-Islamgesetz ein

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King Kong 2006
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Re: China führt Anti-Islamgesetz ein

Beitragvon King Kong 2006 » Di 26. Dez 2017, 20:20

Was ist der chinesische Kommunismus anderes als die alte Religion/Philosophie Chinas?

Konfuzius statt Kommunismus – Das Volk durch Strafen zu regieren, sei nicht optimal, betonte Konfuzius. Viel besser sei es, mit Moral zu regieren. Chinas Staatschef Xi Jinping verordnete den 250 Mitgliedern der Zentralen Politkommission einen Vortrag über konfuzianischen Patriotismus.

http://www.epochtimes.de/china/china-po ... 03498.html


Konfuzius und Kommunismus

Der Einfluß der Tradition auf den Maoismus

http://www.zeit.de/1970/28/konfuzius-und-kommunismus


Die Familie ist alles. Oder eben das Proletariat. Gehorsam und Fleiß waren und sind Tugenden. Damit identifiziert(e) sich China. Hunnen und islamische Steppenvölker wurden immer als Bedrohung der eigenen (religiösen) Werte und Identität wahrgenommen.

Letztendlich greifen sie immer alle zu Identitäten religiöser oder philosophischer Natur zurück. Ohne spezifische Kultur kann keine Gesellschaft existieren. Diese Kultur wird maßgeblich auch durch Spiritualität und Religiösität und Dogmen zusammengehalten. Mehr oder weniger.

Es befasst sich mit der Frage nach dem Wesen der Religion. Mit diesem Werk bildet Durkheim die Grundlage für eine funktionalistische Betrachtung der Religion, indem er als ihr wesentliches Kernelement ihre Funktion zur Stiftung gesellschaftlichen Zusammenhalts und gesellschaftlicher Identität ausmacht. In Anschluss an Durkheim wird von einzelnen Vertretern der Religionssoziologie all das als Religion interpretiert, was in verschiedenen Gesellschaften eben derartige Funktionen erfüllt

https://de.wikipedia.org/wiki/Die_eleme ... sen_Lebens
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Re: China führt Anti-Islamgesetz ein

Beitragvon apartofme » Di 26. Dez 2017, 20:21

Watchful_Eye hat geschrieben:(26 Dec 2017, 19:13)

Hast du einen McCarthy gefrühstückt? :| Also ja, besser als Mao ist so ziemlich alles. Aber die derzeitige Regierung ist doch längst nicht mehr mit Mao vergleichbar und auch kaum noch "komnimunistisch" zu nennen. Die derzeitige Führung ist sicherlich alles andere als unproblematisch, aber eine Perspektive für eine bessere ist weit und breit nicht in Sicht - und ein instabiles oder gar islamistisch-gottesstaatlich Regime wäre weitaus schlimmer für China (und auch den Rest der Welt).

Das Stürzen autoritärer Regime ist immer mit Risiken verbunden. Im Kampf um die Freiheit offenbart sich dann auch erst, wie brutal diese Regime wirklich sind.

Was für ein krankes Schwein der säkulare Sozialist Assad ist haben die Syrer auch erst erfahren, als sie sich ihm widersetzten.
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Re: China führt Anti-Islamgesetz ein

Beitragvon Watchful_Eye » Di 26. Dez 2017, 20:22

apartofme hat geschrieben:Was für ein krankes Schwein der säkulare Sozialist Assad ist haben die Syrer auch erst erfahren, als sie sich ihm widersetzten.

Und weil man das unbedingt erfahren will, sollte man eben dies um jeden Preis tun? :?
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Re: China führt Anti-Islamgesetz ein

Beitragvon Adam Smith » Di 26. Dez 2017, 20:23

apartofme hat geschrieben:(26 Dec 2017, 20:21)

Das Stürzen autoritärer Regime ist immer mit Risiken verbunden. Im Kampf um die Freiheit offenbart sich dann auch erst, wie brutal diese Regime wirklich sind.

Was für ein krankes Schwein der säkulare Sozialist Assad ist haben die Syrer auch erst erfahren, als sie sich ihm widersetzten.


Ein Kalifat ist also besser als eine Welt ohne Israel, EU, USA, Indien, China und Schiiten?
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Re: China führt Anti-Islamgesetz ein

Beitragvon Ammianus » Di 26. Dez 2017, 20:24

Ich will weder chinesischen Kommunismus - oder was davon geblieben ist - noch einen Sharia-Staat um darin zu leben. Aber wenn ich nur diese Wahl hätte, dann wäre mir China lieber. Das könnte ich mir dann zur Not wenigstens schön saufen ohne dafür zweimal misshandelt und beim 3. Mal erdrosselt zu werden.
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Re: China führt Anti-Islamgesetz ein

Beitragvon apartofme » Di 26. Dez 2017, 20:24

Adam Smith hat geschrieben:(26 Dec 2017, 20:17)

China soll laut IS zerstört werden.

Dass du bei Bart und Kopftuchträgern direkt an den IS denkst, ist bestenfalls ein orientalisches Klischee.

:D
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Re: China führt Anti-Islamgesetz ein

Beitragvon Adam Smith » Di 26. Dez 2017, 20:25

apartofme hat geschrieben:(26 Dec 2017, 20:24)

Dass du bei Bart und Kopftuchträgern direkt an den IS denkst, ist bestenfalls ein orientalisches Klischee.

:D


Das ganze Kalifat wird jetzt ignoriert.
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Re: China führt Anti-Islamgesetz ein

Beitragvon apartofme » Di 26. Dez 2017, 20:26

Watchful_Eye hat geschrieben:(26 Dec 2017, 20:22)

Und weil man das unbedingt erfahren will, sollte man eben dies um jeden Preis tun? :?

Vorwarts immer, rückwärts nimmer!
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Re: China führt Anti-Islamgesetz ein

Beitragvon Watchful_Eye » Di 26. Dez 2017, 20:30

apartofme hat geschrieben:(26 Dec 2017, 20:26)

Vorwarts immer, rückwärts nimmer!

.. ich geh dann mal Merkel fragen, ob wir nicht nebenbei noch 100 Millionen Chinesen integrieren können :?
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Re: China führt Anti-Islamgesetz ein

Beitragvon Adam Smith » Di 26. Dez 2017, 20:38

Watchful_Eye hat geschrieben:(26 Dec 2017, 20:30)

.. ich geh dann mal Merkel fragen, ob wir nicht nebenbei noch 100 Millionen Chinesen integrieren können :?



Die Kriminalität würde radikal zurückgehen.
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Re: China führt Anti-Islamgesetz ein

Beitragvon Watchful_Eye » Di 26. Dez 2017, 20:52

King Kong 2006 hat geschrieben:(26 Dec 2017, 20:20)
Die Familie ist alles. Oder eben das Proletariat. Gehorsam und Fleiß waren und sind Tugenden. Damit identifiziert(e) sich China. Hunnen und islamische Steppenvölker wurden immer als Bedrohung der eigenen (religiösen) Werte und Identität wahrgenommen.

Letztendlich greifen sie immer alle zu Identitäten religiöser oder philosophischer Natur zurück. Ohne spezifische Kultur kann keine Gesellschaft existieren. Diese Kultur wird maßgeblich auch durch Spiritualität und Religiösität und Dogmen zusammengehalten. Mehr oder weniger.

Mao hat ja mal versucht, den Chinesen den Konfuzianismus mit Gewalt auszutreiben - am heftigsten im Rahmen der Kulturrevolution. Hat aber nicht wirklich funktioniert, und seit dem Pragmatismus von Deng traut sich auch die Kommunistische Partei wieder, die Vorzüge von Konfuzius zu erkennen: Patriotismus, Harmoniebewusstsein, Disziplin - eine herrschaftstauglichere Ideologie kann es kaum geben. Der einzige mögliche Konflikt ist eben jener Konflikt zwischen Staat und Familie, welchen Konfuzius im Zweifelsfall eher zugunsten der Familie ("Pietät") beantworten würde.

Dieser Vorzug gegenüber der Familie dürfte allerdings auch ein wichtiger Grund dafür sein, dass Korruption so tief in den chinesischen Strukturen verwurzelt ist.

Edit: Ich will ja nicht unentspannt werden, aber bisschen längere und themenbezogenere Beiträge wären zwischendurch gut @Adam Smith ;)
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Re: China führt Anti-Islamgesetz ein

Beitragvon Adam Smith » Di 26. Dez 2017, 21:03

Watchful_Eye hat geschrieben:(26 Dec 2017, 20:52)

Mao hat ja mal versucht, den Chinesen den Konfuzianismus mit Gewalt auszutreiben - am heftigsten im Rahmen der Kulturrevolution. Hat aber nicht wirklich funktioniert, und seit dem Pragmatismus von Deng traut sich auch die Kommunistische Partei wieder, die Vorzüge von Konfuzius zu erkennen: Patriotismus, Harmoniebewusstsein, Disziplin - eine herrschaftstauglichere Ideologie kann es kaum geben. Der einzige mögliche Konflikt ist eben jener Konflikt zwischen Staat und Familie, welchen Konfuzius im Zweifelsfall eher zugunsten der Familie ("Pietät") beantworten würde.

Dieser Vorzug gegenüber der Familie dürfte allerdings auch ein wichtiger Grund dafür sein, dass Korruption so tief in den chinesischen Strukturen verwurzelt ist.


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