Jerusalem

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Wie soll mit Jerusalem verfahren werden?

Die Stadt muß zwischen Israelis und Palästinenser geteilt werden!
41
23%
Jerusalem gehört den Israelis!
68
37%
Jerusalem gehört den Palästinensern!
16
9%
Jerusalem sollte eine Stadt unter UN-Verwaltung werden!
41
23%
Keine Ahnung!
16
9%
 
Abstimmungen insgesamt: 182
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Bleibtreu
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Re: Jerusalem

Beitragvon Bleibtreu » Do 7. Dez 2017, 10:03

Keoma hat geschrieben:(07 Dec 2017, 09:22)

[...] "Im Libanon sind ihre Rechte stark eingeschränkt, sie werden als Ausländer betrachtet, können keinen Antrag auf die libanesische Staatsbürgerschaft stellen und haben nur eingeschränkt Zugang zum Arbeitsmarkt, zu Gesundheitsversorgung und Unterkünften."

Soweit zur islamischen Glaubensgemeinschaft. Unterstützen tun sie ihre "Brüder" nicht, aber zusammen ausrasten, das ist kein Problem.

Der Libanon hat auch uebelste Erfahrungen mit palaestinensischen "Patrioten" gemacht und war im Umgang mit ihnen alles andere als zimperlich. Im eigenen Haus will man die bekloppten Brandstifter nicht haben. Als Grund zur Randale gegen Juden und Israel sind sie allerdings immer gut. Da probt auch noch der Muslim aus dem hintersten Winkel der Welt den Aufstand und laeuft Amok. :|

JJazzGold hat geschrieben:(07 Dec 2017, 09:32)

Dass die arabische Seele jetzt teilweise Amok läuft, auf den Freitag bin ich gespannt, zeigt meines Erachtens am deutlichsten, dass man, zumindest von Seiten der Palästinenser und Unterstützer, nur an unrealistischen Forderungen und nicht wirklich an Verhandlungen interessiert ist. Statt zu realisieren, dass es kein Zurück mehr gibt und die Aufnahme von Verhandlungen aufgrund der Trump'schen Aktion zu beschleunigen, wird wieder einmal mit Terror und Intifada gedroht. Wie will man mit solchen Leuten verhandeln, die sich für den internationalen Nabel der Welt halten, statt zu begreifen, dass angesichts Nordkoreas und der Saudi vs Iran Achsen die autonomen palästinensischen Gebiete allenfalls noch am Rande interessieren?

Dass der Schwebezustand Jerusalems Verhandlungen und Abschlüsse eher torpediert, denn fördert, scheinen nicht zuletzt EU Politiker nicht zu begreifen. Anders kann ich mir dieses Gestammel gestern nicht erklären.

Oje, der Tag des FreitagsGebets. Na, da bin ich auch gespannt. Ein Glueck weile ich momentan nicht in Israel und geniesse bis naechstes Jahr den wunderschoenen Marais.

Ich sehe Trumps Erklaerung zu Jerusalem als Hauptstadt als letzte Chance fuer die pal. Fuehrer endlich zur Besinnung zu kommen, bevor es endgueltig zu spaet ist. Realistische Hoffnungen machen ich mir allerdings keine. Inzwischen bin ich so pragmatisch und sage mir: Ihr koennt mich mal, ihr bekloppten Spinner! 70 Jahre wart ihr nicht gewillt den TeilungsPlan der UN anzuerkennen und umzusetzen. Stattdessen war eure Antwort 70 Jahre Krieg und Terror gegen Juden & Israel. Fuer euch und die muslimische Ummah gab es nur eine Antwort: Israel war muslimischer [osmanischer!] Besitz und muss es fuer ewig bleiben. Irgendwann muss das Angebot des TeilungsPlans als verwirkt gelten. Irgendwann muss Schluss sein mit diesem islamisch-arabischen Theater. Punkt! :)
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Dark Angel
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Re: Jerusalem

Beitragvon Dark Angel » Do 7. Dez 2017, 10:06

H2O hat geschrieben:(07 Dec 2017, 07:59)

Vielleicht stände sie als Kulturdenkmal dann im Pergamonmuseum nicht weit weg von der Prozessionsstraße von Babylon, ganz ohne Dauerstreit und Steinwürfe.

Aber sonst gehts dir noch gut?
1. HEUTE würden weder der Pergamonaltar, noch die Prozessionsstraße von Babylon in im Pergamonmuseum stehen, sondern dem Staat als Kulturgut gehören, auf dessen Territorium sie ausgegraben wurden.

2. Ist die Klagemauer - soweit ich weiß - Teil des historischen Tempels von Jerusalem, welcher von den Römern zerstört wurde. Damit IST die Klagemauer ganz eindeutig Eigentum des Volkes und des Staates Israel!

3. War Jerusalem schon in historischer Zeit - Königreich Judäa und Römische Provinz Judäa - Hauptstadt des jüdischen Staates und es ist nur logisch (und eigentlich rechtens) dass Jerusalem auch Hauptstadt des modernen Staates Isreael ist.
Darüber dürfte es gar keinen Streit geben.
"Palästinenser" haben gar keinen Anspruch auf die Stadt oder Teile der Stadt, weil es keinen palästinensischen Staat gibt, weil sich eben diese "Palästinenser" seit 1948 einer Zwei-Staaten-Lösung verweigern und den Staat Isreael nicht anerkennen.

4. Was den Tempelberg angeht - er ist Heiligtum aller drei großen Religionen und NICHT Eigentum irgendwelcher Araber und/oder Moslems.
Daher müssten ALLE Angehörige dieser drei großen Religionen, das Recht haben, an ihren heiligen Orten auch zu beten - wann und wie oft sie wollen. Sonderrechte oder Restriktionen dürfte es in dieser Hinsicht überhaupt nicht geben.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Jerusalem

Beitragvon Sextus Ironicus » Do 7. Dez 2017, 10:12

Ich schließe mich mal uneingeschränkt diesem Statement hier an:

Bleibtreu hat geschrieben:(07 Dec 2017, 10:03)


Ich sehe Trumps Erklaerung zu Jerusalem als Hauptstadt als letzte Chance fuer die pal. Fuehrer endlich zur Besinnung zu kommen, bevor es endgueltig zu spaet ist. Realistische Hoffnungen machen ich mir allerdings keine. Inzwischen bin ich so pragmatisch und sage mir: Ihr koennt mich mal, ihr bekloppten Spinner! 70 Jahre wart ihr nicht gewillt den TeilungsPlan der UN anzuerkennen und umzusetzen. Stattdessen war eure Antwort 70 Jahre Krieg und Terror gegen Juden & Israel. Fuer euch und die muslimische Ummah gab es nur eine Antwort: Israel war muslimischer [osmanischer!] Besitz und muss es fuer ewig bleiben. Irgendwann muss das Angebot des TeilungsPlans als verwirkt gelten. Irgendwann muss Schluss sein mit diesem islamisch-arabischen Theater. Punkt! :)
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Re: Jerusalem

Beitragvon Sextus Ironicus » Do 7. Dez 2017, 10:14

... und diesem hier ebenfalls:


Dark Angel hat geschrieben:(07 Dec 2017, 10:06)

Aber sonst gehts dir noch gut?
1. HEUTE würden weder der Pergamonaltar, noch die Prozessionsstraße von Babylon in im Pergamonmuseum stehen, sondern dem Staat als Kulturgut gehören, auf dessen Territorium sie ausgegraben wurden.

2. Ist die Klagemauer - soweit ich weiß - Teil des historischen Tempels von Jerusalem, welcher von den Römern zerstört wurde. Damit IST die Klagemauer ganz eindeutig Eigentum des Volkes und des Staates Israel!

3. War Jerusalem schon in historischer Zeit - Königreich Judäa und Römische Provinz Judäa - Hauptstadt des jüdischen Staates und es ist nur logisch (und eigentlich rechtens) dass Jerusalem auch Hauptstadt des modernen Staates Isreael ist.
Darüber dürfte es gar keinen Streit geben.
"Palästinenser" haben gar keinen Anspruch auf die Stadt oder Teile der Stadt, weil es keinen palästinensischen Staat gibt, weil sich eben diese "Palästinenser" seit 1948 einer Zwei-Staaten-Lösung verweigern und den Staat Isreael nicht anerkennen.

4. Was den Tempelberg angeht - er ist Heiligtum aller drei großen Religionen und NICHT Eigentum irgendwelcher Araber und/oder Moslems.
Daher müssten ALLE Angehörige dieser drei großen Religionen, das Recht haben, an ihren heiligen Orten auch zu beten - wann und wie oft sie wollen. Sonderrechte oder Restriktionen dürfte es in dieser Hinsicht überhaupt nicht geben.
… habe ich mich sorgsam bemüht, menschliche Tätigkeiten nicht zu verlachen, nicht zu beklagen und auch nicht zu verdammen, sondern zu begreifen. (Spinoza)
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Re: Jerusalem

Beitragvon Keoma » Do 7. Dez 2017, 10:16

Sextus Ironicus hat geschrieben:(07 Dec 2017, 10:12)

Ich schließe mich mal uneingeschränkt diesem Statement hier an:


#metoo! :D
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Re: Jerusalem

Beitragvon Kritikaster » Do 7. Dez 2017, 10:30

Keoma hat geschrieben:(07 Dec 2017, 07:23)

Wenn sich Israel in seiner Geschichte auf den Beistand Europas verlassen hätte, wäre die Klagemauer längst abgerissen.

Ich führe die Diskussion mit Blick auf die aktuelle Situation.
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Re: Jerusalem

Beitragvon Keoma » Do 7. Dez 2017, 10:31

Kritikaster hat geschrieben:(07 Dec 2017, 10:30)

Ich betrachte die Diskussion aus der aktuellen Situation heraus.


Na, dann schau dir euren bladen Gabriel an, was der so verzapft.
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Re: Jerusalem

Beitragvon schokoschendrezki » Do 7. Dez 2017, 11:22

Der ehemalige israelische Botschafter in Berlin Shimon Stein äußerte im DLF heute früh (sinngemäß), die Entscheidung Trumps sei nicht wegen der zugewiesenen Rolle Jerusalems ein Fehler, sondern deshalb, weil sie nicht Teil einer ausgearbeiteten Gesamt-Strategie ist. Gut. Stein war Diplomat und argumentiert von daher natürlicherweise mit Vernunftsargumenten ....
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Re: Jerusalem

Beitragvon Keoma » Do 7. Dez 2017, 11:31

http://derstandard.at/2000069774033/Pal ... streik-auf

"Hamas-Chef Haniyeh ruft neue Intifada aus
Die Hamas hat zu einem neuen Palästinenseraufstand (Intifada) aufgerufen. Der Aufstand sollte ins Herz des "zionistischen Feindes" getragen werden, sagte der Anführer der radikalislamischen Gruppe, Ismail Haniyeh, am Donnerstag. Damit reagiert die Hamas auf die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. - derstandard.at/2000069774033/Palaestinenser-rufen-nach-Trump-Entscheidung-zu-Generalstreik-auf
."

War zu erwarten.
Allerdings typisch arabische Logik - weil die USA Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen, muss man den zionistischen Feind bekämpfen.
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Re: Jerusalem

Beitragvon JJazzGold » Do 7. Dez 2017, 11:35

Bleibtreu hat geschrieben:(07 Dec 2017, 10:03)

Der Libanon hat auch uebelste Erfahrungen mit palaestinensischen "Patrioten" gemacht und war im Umgang mit ihnen alles andere als zimperlich. Im eigenen Haus will man die bekloppten Brandstifter nicht haben. Als Grund zur Randale gegen Juden und Israel sind sie allerdings immer gut. Da probt auch noch der Muslim aus dem hintersten Winkel der Welt den Aufstand und laeuft Amok. :|


Oje, der Tag des FreitagsGebets. Na, da bin ich auch gespannt. Ein Glueck weile ich momentan nicht in Israel und geniesse bis naechstes Jahr den wunderschoenen Marais.

Ich sehe Trumps Erklaerung zu Jerusalem als Hauptstadt als letzte Chance fuer die pal. Fuehrer endlich zur Besinnung zu kommen, bevor es endgueltig zu spaet ist. Realistische Hoffnungen machen ich mir allerdings keine. Inzwischen bin ich so pragmatisch und sage mir: Ihr koennt mich mal, ihr bekloppten Spinner! 70 Jahre wart ihr nicht gewillt den TeilungsPlan der UN anzuerkennen und umzusetzen. Stattdessen war eure Antwort 70 Jahre Krieg und Terror gegen Juden & Israel. Fuer euch und die muslimische Ummah gab es nur eine Antwort: Israel war muslimischer [osmanischer!] Besitz und muss es fuer ewig bleiben. Irgendwann muss das Angebot des TeilungsPlans als verwirkt gelten. Irgendwann muss Schluss sein mit diesem islamisch-arabischen Theater. Punkt! :)


Das ist exakt das, was ich ausdrücken wollte. Wobei ich diese Aktion gerne etwas erweitert und untermauert gesehen hätte, z.B. durch einen Schulterschluss in dieser Entscheidung durch andere internationale Staaten. Nach der Direktive, "last call", entweder macht ihr jetzt verhandlungsmäßig Nägel mit Köpfen, oder wir überlegen uns, unsere Botschaften ebenfalls von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Take it or leave it.
Zugegeben, das klingt ein wenig nach Erpressung, aber dass Nachgiebigkeit und Mitleid bis zur Finanzierung des Terrors keine tragfähigen Verhandlungen generieren, konnte in den letzten Jahrzehnten reichlich konstatiert werden. Es wird Zeit einen anderen Weg zu beschreiten.

Der Wunsch wird aufgrund der außenpolitischen Gesamtlage, nicht zu vergessen der persona Trump, keine Erfüllung finden. Was ich für höchst bedauerlich halte.
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Re: Jerusalem

Beitragvon Sextus Ironicus » Do 7. Dez 2017, 11:36

schokoschendrezki hat geschrieben:(07 Dec 2017, 11:22)

Der ehemalige israelische Botschafter in Berlin Shimon Stein äußerte im DLF heute früh (sinngemäß), die Entscheidung Trumps sei nicht wegen der zugewiesenen Rolle Jerusalems ein Fehler, sondern deshalb, weil sie nicht Teil einer ausgearbeiteten Gesamt-Strategie ist. Gut. Stein war Diplomat und argumentiert von daher natürlicherweise mit Vernunftsargumenten ....


Na, da freuen sich bestimmt alle schon auf die Vernunftargumente der Hamas und ihrer Finanziers.
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Re: Jerusalem

Beitragvon JJazzGold » Do 7. Dez 2017, 11:36

Keoma hat geschrieben:(07 Dec 2017, 11:31)

http://derstandard.at/2000069774033/Pal ... streik-auf

"Hamas-Chef Haniyeh ruft neue Intifada aus
Die Hamas hat zu einem neuen Palästinenseraufstand (Intifada) aufgerufen. Der Aufstand sollte ins Herz des "zionistischen Feindes" getragen werden, sagte der Anführer der radikalislamischen Gruppe, Ismail Haniyeh, am Donnerstag. Damit reagiert die Hamas auf die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. - derstandard.at/2000069774033/Palaestinenser-rufen-nach-Trump-Entscheidung-zu-Generalstreik-auf
."

War zu erwarten.
Allerdings typisch arabische Logik - weil die USA Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen, muss man den zionistischen Feind bekämpfen.


Angeblich steht der Hamas finanziell das Wasser bis zum Hals, aber dafür scheint Geld da zu sein. Ich tippe auf iranische Sponsoren.
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Re: Jerusalem

Beitragvon schokoschendrezki » Do 7. Dez 2017, 11:47

Sextus Ironicus hat geschrieben:(07 Dec 2017, 11:36)

Na, da freuen sich bestimmt alle schon auf die Vernunftargumente der Hamas und ihrer Finanziers.

Es ist durchaus vernünfitg, auch gegen die Unvernünftigen eine vernünftige Strategie zu haben.
Gut. Dass sind jetzt natürlich etwas phrasenhafte Argumente. Der wichtigere Teil des Stein-Interviews besteht wohl darin, dass er Trump darin als "Dealmaker" bezeichnete. Der nicht einfach so einen Schritt in Richtung Israel macht. Sondern der eine Gegenleistung dafür erwartet. Und die Frage sei jetzt, worin die bestehen könnte.
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Re: Jerusalem

Beitragvon Alexyessin » Do 7. Dez 2017, 12:35

Finde ich es gut, das Jerusalem zur Hauptstadt des Staates Israels wird? Nein, davon halte ich in der jetzigen Situation nichts. Auf der anderen Seite kann ich die Äußerungen von Bleibtreu und die logischen Schritte daraus nachvollziehen.
Kurzum - auch für mich trägt die PLO Mitschuld an diesem Schritt. Logische Konsequenz halt.
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Re: Jerusalem

Beitragvon schokoschendrezki » Do 7. Dez 2017, 12:40

Bei einem "Dealmaker" wie Trump ist es ohnehin klar, aber auch bei einem Politiker wie Netanjahu, der kein Problem damit hat, aus taktischen Gründen als lieber offizieller Staatsgast Budapest zu besuchen, als dort gerade die dreckigste antisemitische Plakataktion der europäischen Nachkriegsgeschichte stattfindet ... dass es sich bei der Jerusalem-Entscheidung um einen Teil eines Pokerspiels handelt. Es ist nur für jemanden, für den Israel, Nahostkonflikt etc. nur eines von mehreren interessierenden Themenbereichen ist, sehr sehr schwierig zu durchschauen, worum es bei diesem Pokerspiel um Jerusalem eigentlich geht.
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Re: Jerusalem

Beitragvon Quatschki » Do 7. Dez 2017, 13:02

Trump in der Rolle als Zerstörer gefällt mir.
Alexander der Große war auch ein Zerstörer, als er den gordischen Knoten zerschlug.

Mit den Arabern wird es nie eine dauerhafte Friedenslösung geben, da sie darauf spekulieren, dass in den Ländern, die bislang Israel unterstützen, der Islam immer einflußreicher wird und die Zeit für sie tickt.
Was menschlicher Wahn erschuf, kann durch menschliche Einsicht überwunden werden.
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Re: Jerusalem

Beitragvon JJazzGold » Do 7. Dez 2017, 13:13

Alexyessin hat geschrieben:(07 Dec 2017, 12:35)

Finde ich es gut, das Jerusalem zur Hauptstadt des Staates Israels wird? Nein, davon halte ich in der jetzigen Situation nichts. Auf der anderen Seite kann ich die Äußerungen von Bleibtreu und die logischen Schritte daraus nachvollziehen.
Kurzum - auch für mich trägt die PLO Mitschuld an diesem Schritt. Logische Konsequenz halt.


Weshalb findest du es nicht gut?
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Re: Jerusalem

Beitragvon JJazzGold » Do 7. Dez 2017, 13:18

schokoschendrezki hat geschrieben:(07 Dec 2017, 12:40)

Bei einem "Dealmaker" wie Trump ist es ohnehin klar, aber auch bei einem Politiker wie Netanjahu, der kein Problem damit hat, aus taktischen Gründen als lieber offizieller Staatsgast Budapest zu besuchen, als dort gerade die dreckigste antisemitische Plakataktion der europäischen Nachkriegsgeschichte stattfindet ... dass es sich bei der Jerusalem-Entscheidung um einen Teil eines Pokerspiels handelt. Es ist nur für jemanden, für den Israel, Nahostkonflikt etc. nur eines von mehreren interessierenden Themenbereichen ist, sehr sehr schwierig zu durchschauen, worum es bei diesem Pokerspiel um Jerusalem eigentlich geht.


Die Frage müsste lauten, worum geht es Trump? Die Antwort könnte ganz anders lauten als, um Israel und den Friedensprozess.
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Re: Jerusalem

Beitragvon schokoschendrezki » Do 7. Dez 2017, 13:23

Quatschki hat geschrieben:(07 Dec 2017, 13:02)

Trump in der Rolle als Zerstörer gefällt mir.
Alexander der Große war auch ein Zerstörer, als er den gordischen Knoten zerschlug.

Mit den Arabern wird es nie eine dauerhafte Friedenslösung geben, da sie darauf spekulieren, dass in den Ländern, die bislang Israel unterstützen, der Islam immer einflußreicher wird und die Zeit für sie tickt.


Für Trump ist die Jerusalem-Entscheidung - wie es sich jedenfalls in vielen aktuellen Kommentaren darstellt - vor allem die Einlösung eines Wahlversprechens an evangelikale Christen.
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Re: Jerusalem

Beitragvon Dark Angel » Do 7. Dez 2017, 13:28

Quatschki hat geschrieben:(07 Dec 2017, 13:02)

Trump in der Rolle als Zerstörer gefällt mir.
Alexander der Große war auch ein Zerstörer, als er den gordischen Knoten zerschlug.

Mit den Arabern wird es nie eine dauerhafte Friedenslösung geben, da sie darauf spekulieren, dass in den Ländern, die bislang Israel unterstützen, der Islam immer einflußreicher wird und die Zeit für sie tickt.

Genau das ist das Problem, welches gewisse "Gut- und Bessermenschen" nicht sehen wollen - die schleichende Islamisierung Europas - die von eben jenen "Gut- und Bessermenschen" als irrational abgetan und nicht vorhanden geleugnet wird.
Dabei vergessen sie, dass der Islam (in welcher Ausrichtung auch immer) seit seinem Bestehen nach Macht und Weltherrschaft strebt, dass sich an diesem Bestreben, die Weltherrschaft zu erobern nichts geändert hat, außer den Methoden mit denen das zu geschehen hat.
Beschäftigt man sich mit dem Koran, mit historischen Hintergründen etc, wird schnell klar, dass es sich beim Islam eben nicht nur um eine Religion handelt, sondern um ein Herrschaftssystem mit Absolutheitsanspruch.

"IV. Grundlegende Faktoren des Islamisierungsprozesses
Folgende grundlegenden Faktoren bestimmen den konkreten Islamisierungsprozess, der sich als multidimensionales Eindringen islamischer Herrschaftskultur in ein westlich-säkulares Gesellschaftssystem abspielt.

1. Masseneinwanderung orthodox-islamisch geprägter und sozialisierender Muslime
Von entscheidender Bedeutung ist hier zunächst der Import orthodox- und radikalislamischer Mentalitäten, Einstellungen und Praxen im Zuge der unregulierten Masseneinwanderung muslimischer Migranten nach Mittel- und Westeuropa. „Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs lebten etwa 800.000 Muslime in Westeuropa, zu Beginn des 21. Jahrhunderts sind es bereits weit mehr als 15 Millionen. Schätzungen zufolge wird sich die Zahl der Muslime in Westeuropa bis zur Mitte des neuen Jahrhunderts verdreifachen“ (Tibi 2002, S. 193)."
Quelle


Die Zeit arbeitet ganz eindeutig für den Islam/die Moslems und seine/ihre zutiefst antisemitistische und antizionistische Haltung und sie werden noch durch den voraus eilenden Gehorsam europäischer Regierungen unterstützt, die a) die Zunahme des Antisemitismus nicht sehen wollen und b) nicht wahrhaben wollen, das Islam mit unserer an individuellen Freiheiten und Grundrechten orientierten demokratischen Gesellschaft/Kultur nicht vereinbar ist.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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