Jerusalem

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Wie soll mit Jerusalem verfahren werden?

Die Stadt muß zwischen Israelis und Palästinenser geteilt werden!
47
23%
Jerusalem gehört den Israelis!
72
36%
Jerusalem gehört den Palästinensern!
18
9%
Jerusalem sollte eine Stadt unter UN-Verwaltung werden!
45
22%
Keine Ahnung!
19
9%
 
Abstimmungen insgesamt: 201
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ThorsHamar
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Re: Jerusalem

Beitragvon ThorsHamar » Mi 6. Dez 2017, 16:32

Liegestuhl hat geschrieben:(06 Dec 2017, 16:15)

Nochmal Thor:

Weil sich Trump die Zustimmung der Judenlobby in den USA sichern will, sollte man Israel, wie der osmanische Autokrat verlangt, für die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt verantwortlich machen. Richtig?


Nein!
Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft; wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.
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Keoma
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Re: Jerusalem

Beitragvon Keoma » Mi 6. Dez 2017, 16:35

Jedenfalls sollte man wieder in Fahnen investieren.
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Re: Jerusalem

Beitragvon Liegestuhl » Mi 6. Dez 2017, 16:44

Kritikaster hat geschrieben:(06 Dec 2017, 16:23)

Ich würde gerne Deinen Optimismus teilen, worauf "man sich einigen könnte." Die dafür notwendige Umkehr der israelischen Haltung zur Jerusalemfrage kann ich nicht ansatzweise erkennen.

Wenn die israelische Haltung in der Jerusalemfrage ohnehin unumkehrbar ist, inwiefern würde dann die Anerkennung Jerusalems durch die USA irgendwelche Friedensbemühungen torpedieren? Es würden keine Fakten geschaffen und keine Ansprüche ausgeschlossen. Momentan sehe ich keine rationale Begründung. Ich sehe nur aufgebrachte Politiker, die mit hochrotem Kopf und verschränkten Armen auf den Boden stampfen und "Das dürft ihr nicht" brüllen. Wer Frieden will, hätte ihn schon lange hinbekommen.
Bestreite ich doch gar nicht. Dennoch bleibt es dabei, dass dies kein weiteres unrechtmäßiges Handeln Israels und seiner Verbündeter rechtfertigt.


Es geht mir darum, dass das Argument, dass jetzt ungerechtfertigterweise ins Feld geführt wird, bei der Aufnahme Palästinas in die UN offensichtlich keine Rolle gespielt hat. Das spricht Bände.
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Re: Jerusalem

Beitragvon H2O » Mi 6. Dez 2017, 16:54

Liegestuhl hat geschrieben:(06 Dec 2017, 16:44)

...

Es geht mir darum, dass das Argument, dass jetzt ungerechtfertigterweise ins Feld geführt wird, bei der Aufnahme Palästinas in die UN offensichtlich keine Rolle gespielt hat. Das spricht Bände.

Da hat Keoma doch schon alles gesagt., was unsereiner nur denkt!
viewtopic.php?f=12&t=16982&start=2560#p4073453
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Re: Jerusalem

Beitragvon Liegestuhl » Mi 6. Dez 2017, 17:02

Liegestuhl hat geschrieben:(06 Dec 2017, 16:44)
Wer Frieden will, hätte ihn schon lange hinbekommen.


Man muss sich nur mal anschauen, wer jetzt aufschreit und von Roten Linien faselt und um die Friedensbemühungen besorgt ist: Die Saudis, die Hamas, Erdogan. Terrorbanden und ihre Finanziers und Sympathisanten. Menschen, die wirklich alles daran gesetzt haben, dass sich die Israelis und Araber noch weiter voneinander entfernt haben. Glaubt hier wirklich jemand, es geht denen um Frieden?
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Re: Jerusalem

Beitragvon Liegestuhl » Mi 6. Dez 2017, 17:08

Keoma hat geschrieben:(06 Dec 2017, 16:35)

Jedenfalls sollte man wieder in Fahnen investieren.


Besorgte Pazifisten:

http://cdn3.spiegel.de/images/image-122 ... 222806.jpg
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Re: Jerusalem

Beitragvon Kritikaster » Mi 6. Dez 2017, 17:14

Liegestuhl hat geschrieben:(06 Dec 2017, 16:44)

Wenn die israelische Haltung in der Jerusalemfrage ohnehin unumkehrbar ist, inwiefern würde dann die Anerkennung Jerusalems durch die USA irgendwelche Friedensbemühungen torpedieren?

Indem die USA die falsche israelische Haltung betonieren und sich der Möglichkeit berauben, als Schutzmacht und wichtigster Verbündeter Israels an dem Punkt vermittelnd zu wirken. Ist doch eigentlich auch wieder nicht sooo schwer.
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Re: Jerusalem

Beitragvon Liegestuhl » Mi 6. Dez 2017, 17:22

Liegestuhl hat geschrieben:(06 Dec 2017, 07:41)

Die Empörung ist gespielt:

https://www.nwzonline.de/politik/analys ... 44118.html


Mehr dazu hier:

White House sources: Jerusalem issue is no bar to Saudi engagement with Israel

Dec 5, 2017 @ 21:31

Official White House sources disclosed Tuesday that Saudi Crown Prince Muhammed Bin Salman had informed President Trump that, while Riyadh publicly objects to Jerusalem’s recognition as Israel’s capital, and relocation of the US embassy, neither would be a bar to Saudi engagement with Israel; nor should they be detrimental to Trump administration steps in the Middle East.


https://www.debka.com/mivzak/white-hous ... nt-israel/

Die Saudis geifern herum, weil die arabische Welt es von ihnen erwartet. Sie werden weiter mit Israel zusammenarbeiten.
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Re: Jerusalem

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 6. Dez 2017, 17:28

Keoma hat geschrieben:(06 Dec 2017, 15:25)

Dass Jerusalem de facto seit 70 Jahren die Hauptstadt Israels ist, dürfte aber schon bekannt sein.

Die Frage ist ob es wirklich nötig war Öl ins Feuer zu gießen. Wem nutzt dies eigentlich?
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Re: Jerusalem

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 6. Dez 2017, 17:36

Liegestuhl hat geschrieben:(06 Dec 2017, 17:25)

Wusste ich noch gar nicht. :rolleyes:

Was soll also das Gerede von torpedierten Friedensbemühungen? Die Zusammenarbeit mit muslimischen Ländern in der Region tut mehr für den Frieden als die Pseudoverhandlungen mit den Palästinenserführern.


Nö. Mit Frieden hat die Zusammenarbeit nichts zu tun. Es geht um Machtpolitik. Um die Deutungshoheit im nahen Osten. Die Zusammenarbeit richtet sich vornehmlich gegen den Iran. Palästinenser oder Kurden sind nur Bauern die man bedenkenlos opfern kann. Der Iran und Syrien sind freilich keinen Deut besser. Alle meinen mit Gewalt könnte man seine Interessen auf Kosten der jeweiligen Gegenseite lösen. Aber nichts wird gelöst. Seit 100 Jahren derselbe Konflikt. Und keiner ist um einen Ausgleich bemüht. Es ist hoffnungslos.
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Re: Jerusalem

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 6. Dez 2017, 17:46

Liegestuhl hat geschrieben:(06 Dec 2017, 16:44)

Es geht mir darum, dass das Argument, dass jetzt ungerechtfertigterweise ins Feld geführt wird, bei der Aufnahme Palästinas in die UN offensichtlich keine Rolle gespielt hat. Das spricht Bände.

Weswegen die 3D-Kriterien ja auch so vehement abgelehnt werden ;)
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Re: Jerusalem

Beitragvon ryu1850 » Mi 6. Dez 2017, 17:50

Tom Bombadil hat geschrieben:(06 Dec 2017, 17:46)

Weswegen die 3D-Kriterien ja auch so vehement abgelehnt werden ;)


Weil sie nicht objektiv sein können sie wie so formuliert sind.

Oder gibt es irgendwo eine wissenschaftliche Definition von Dämonisierung und Existenzrecht?
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Re: Jerusalem

Beitragvon Liegestuhl » Mi 6. Dez 2017, 17:55

Alter Stubentiger hat geschrieben:(06 Dec 2017, 17:28)

Die Frage ist ob es wirklich nötig war Öl ins Feuer zu gießen. Wem nutzt dies eigentlich?


Wem schadet es wirklich?

Was geht es überhaupt arabische Despoten an, wenn zwei souveräne Staaten etwas miteinander vereinbaren?
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Re: Jerusalem

Beitragvon Liegestuhl » Mi 6. Dez 2017, 17:56

ryu1850 hat geschrieben:(06 Dec 2017, 17:50)

Weil sie nicht objektiv sein können sie wie so formuliert sind.

Oder gibt es irgendwo eine wissenschaftliche Definition von Dämonisierung und Existenzrecht?


Müssen sie denn objektiv sein? Es gibt auch keine wissenschaftliche Definition für Rechtsradikalismus und Rassisten. Trotzdem gibt es wissenschaftliche Abhandlungen über sie.
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Re: Jerusalem

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 6. Dez 2017, 17:57

ryu1850 hat geschrieben:(06 Dec 2017, 17:50)

Oder gibt es irgendwo eine wissenschaftliche Definition von Dämonisierung und Existenzrecht?

Sprachwissenschaftlich:
https://www.duden.de/rechtschreibung/Daemonisierung
https://www.duden.de/rechtschreibung/Existenzrecht
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Re: Jerusalem

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 6. Dez 2017, 18:01

Liegestuhl hat geschrieben:(06 Dec 2017, 17:55)

Wem schadet es wirklich?

Was geht es überhaupt arabische Despoten an, wenn zwei souveräne Staaten etwas miteinander vereinbaren?


Klingt als wäre dein Interesse an einer Lösung des Nahost-Konflikts eher gering.
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Re: Jerusalem

Beitragvon Liegestuhl » Mi 6. Dez 2017, 18:08

Alter Stubentiger hat geschrieben:(06 Dec 2017, 18:01)

Klingt als wäre dein Interesse an einer Lösung des Nahost-Konflikts eher gering.


Mein Ansätze sind eher pragmatischer Natur und richten sich an den Lebensumständen der Menschen und weniger an nationalistischen oder religiösen Interessen aus.
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Re: Jerusalem

Beitragvon ryu1850 » Mi 6. Dez 2017, 18:13

Liegestuhl hat geschrieben:(06 Dec 2017, 17:56)

Müssen sie denn objektiv sein? Es gibt auch keine wissenschaftliche Definition für Rechtsradikalismus und Rassisten. Trotzdem gibt es wissenschaftliche Abhandlungen über sie.


Natürlich müssen sie objektiv sein, wenn sie das nicht sind dann machen die 3D Kriterien keinen Sinn, weil sie von jedem anders ausgelegt werden können.


http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/p ... /rassismus

http://www.bpb.de/politik/extremismus/r ... trem?p=all

Die BpB hat definiert, was Rassismus und Rechtsradikalismus sind. Damit hat man immerhin eine Ausgangsdefinition.
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Re: Jerusalem

Beitragvon ryu1850 » Mi 6. Dez 2017, 18:14



https://www.duden.de/rechtschreibung/daemonisieren

Also ist eine Dämonisieren das gleiche wie "schlecht machen"?
Ist also jeder der etwas negatives über Israel sagt direkt ein Antisemit weil er es Dämonisiert?
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Re: Jerusalem

Beitragvon Liegestuhl » Mi 6. Dez 2017, 18:21

ryu1850 hat geschrieben:(06 Dec 2017, 18:14)
Also ist eine Dämonisieren das gleiche wie "schlecht machen"?


Warum liest du nicht einfach, was da steht?

Dann brauchst du anschließend keine Fragen zu stellen.
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