Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Realist2014 » Mo 4. Dez 2017, 16:07

kaka hat geschrieben:(04 Dec 2017, 15:28)

Klingt irgendwie zynnisch.

Das Probliem liegt im Kommunismus und im Kapitalismus in der menschlichen Gier. Sie treibt uns voran und sie tötet uns.



Na, da sind wir aber froh, dass wir unsere soziale Marktwirtschaft haben...

die bringt niemanden um...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon kaka » Mo 4. Dez 2017, 16:12

Realist2014 hat geschrieben:(04 Dec 2017, 16:07)

Na, da sind wir aber froh, dass wir unsere soziale Marktwirtschaft haben...

die bringt niemanden um...



Verdammt, blöd nur, dass das Soziale immer kleiner geschrieben wird. Außerdem zeigt das heutige System nach dem (bis heute andauernden) Privatisierungswahn immer mehr die Züge des liberalen Kapitalismus.
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Realist2014 » Mo 4. Dez 2017, 17:23

kaka hat geschrieben:(04 Dec 2017, 16:12)

Verdammt, blöd nur, dass das Soziale immer kleiner geschrieben wird. Außerdem zeigt das heutige System nach dem (bis heute andauernden) Privatisierungswahn immer mehr die Züge des liberalen Kapitalismus.



WO wird "das soziale" immer kleiner geschrieben?

erzähl mal...

bei der Umverteilungsquote...
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Positiv Denkender » Mo 4. Dez 2017, 17:33

kaka hat geschrieben:(04 Dec 2017, 16:12)

Verdammt, blöd nur, dass das Soziale immer kleiner geschrieben wird. Außerdem zeigt das heutige System nach dem (bis heute andauernden) Privatisierungswahn immer mehr die Züge des liberalen Kapitalismus.

So groß wie heute wurde das " Soziale " noch nie geschrieben. Was du als Wahn bezeichnest hat dazu geführt dass dieses Land zu den
stärksten Wirtschaftsnationen dieser Welt gehört . Gestern las ich die Meldung ,dass es für Flüchtlinge Deutschland das begehrtes Land ist .
Warum nur ? Weil es ihnen hier dreckig gehen wird. ?
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon kaka » Mo 4. Dez 2017, 19:10

Positiv Denkender hat geschrieben:(04 Dec 2017, 17:33)

So groß wie heute wurde das " Soziale " noch nie geschrieben. Was du als Wahn bezeichnest hat dazu geführt dass dieses Land zu den
stärksten Wirtschaftsnationen dieser Welt gehört .


Deiner Meinung nach müsste China und die USA die sozialsten Länder der Welt sein. Das Problem ist, dass viele Menschen, um zu überleben in den USA mehrere Jobs haben müssen, weil sie mit einem nicht genug verdienen, um die Familie zu ernähren.
Von China will ich schon gar nicht anfangen.


Gestern las ich die Meldung ,dass es für Flüchtlinge Deutschland das begehrtes Land ist .
Warum nur ? Weil es ihnen hier dreckig gehen wird. ?


Anhand der Flüchtlinge zu beurteilen wie gut das Land lebt ist auch interessant. Das ist glaube ich etwas für die AfD.
Die Flüchtlinge kommen nach Deutschland, weil (hier muss ich dir recht geben) Deutschland wirtschaftlich stark aufgestellt ist. Das bestreite ich auch nicht. Das Problem ist die Umverteilung. Wieso muss ein Mensch, welcher einen Vollzeitjob hat (Kassierer, Friseur, etc.), obwohl er 40 Std. arbeitet trotzdem aufstocken. Das stelle ich an den Pranger. Ich stelle an den Pranger, dass es keinen bezahlbaren Wohnraum gibt.

Die eigentliche Frage ist, ob ohne die starken Sozialleistungen (ALG, usw.) die Menschen, welche als nicht arbeitslos gelten genug verdienen.

Ein Gehalt muss aushalten, um mindestens das Grundverlangen zu decken (Essen, Kleidung, Wohnung) und nicht zu zeigen, dass die Arbeit nicht respektiert wird.
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Skull » Mo 4. Dez 2017, 19:54

kaka hat geschrieben:(04 Dec 2017, 19:10)

weil (hier muss ich dir recht geben) Deutschland wirtschaftlich stark aufgestellt ist. Das bestreite ich auch nicht. Das Problem ist die Umverteilung. Wieso muss ein Mensch, welcher einen Vollzeitjob hat (Kassierer, Friseur, etc.), obwohl er 40 Std. arbeitet trotzdem aufstocken. Das stelle ich an den Pranger. Ich stelle an den Pranger, dass es keinen bezahlbaren Wohnraum gibt.

Die eigentliche Frage ist, ob ohne die starken Sozialleistungen (ALG, usw.) die Menschen, welche als nicht arbeitslos gelten genug verdienen.

Ein Gehalt muss aushalten, um mindestens das Grundverlangen zu decken (Essen, Kleidung, Wohnung) und nicht zu zeigen, dass die Arbeit nicht respektiert wird.

Und was hat DAS mit dem Threadthema und der Intention des Threaderstellers zu tun ? :?:

mfg
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Rote_Galaxie » Di 5. Dez 2017, 22:55

Misterfritz hat geschrieben:(04 Dec 2017, 12:06)

Sagen wir mal so:
Auf einen Tisch könnte ich notfalls verzichten, auf eine Herz-OP nicht. Evtl. kannst Du den Wertunterschied jetzt erkennen.


Wer bestimmt den Wert einer Arbeit? Wer definiert was Leistung ist?
Wenn ein Chirurg eine Herz-Op mühelos durchführt weil ihm das liegt was unterscheidet ihn dann von einem Tischler der eben mühelos Tische herstellt?

Wer gibt einem Menschen das Recht Fähigkeiten unterschiedlich zu bewerten?
Und wer kontrolliert die Kontrolle?
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon kaka » Mi 6. Dez 2017, 00:36

Rote_Galaxie hat geschrieben:(05 Dec 2017, 22:55)

Wer bestimmt den Wert einer Arbeit? Wer definiert was Leistung ist?
Wenn ein Chirurg eine Herz-Op mühelos durchführt weil ihm das liegt was unterscheidet ihn dann von einem Tischler der eben mühelos Tische herstellt?

Wer gibt einem Menschen das Recht Fähigkeiten unterschiedlich zu bewerten?



Das klingt zwar kommisch, aber die Abrechnung, sprich das Gehalt. Wenn ein Chirurg sich mit einem Tischler trifft und der eine mit einem Porsche und der andere mit einem Golf kommt, so zeigt das einen bestimmten Unterschied im Lebensstandard.
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Europa2050 » Mi 6. Dez 2017, 08:07

Rote_Galaxie hat geschrieben:(05 Dec 2017, 22:55)

Wer bestimmt den Wert einer Arbeit? Wer definiert was Leistung ist?
Wenn ein Chirurg eine Herz-Op mühelos durchführt weil ihm das liegt was unterscheidet ihn dann von einem Tischler der eben mühelos Tische herstellt?

Wer gibt einem Menschen das Recht Fähigkeiten unterschiedlich zu bewerten?


Es ist ja eben nicht ein Mensch oder eine definierte Gruppe, die das bewertet (im Gegensatz zu mir bekannten Sozialismusmodellen), sondern die Gesamtheit der Menschen in einem Wirtschsftsraum bzw. aufgrund der Globalisierung in der ganzen Welt.

Oder ein anderer Ansatz: Wie viele % der Menschen haben die fachliche, methodische und soziale Kompetenz für einen Chirurgen und wie viele für einen Tischler (noch deutlicher: Raumpfleger). Soll nicht heißen, dass diese Menschen weniger wichtig sind, aber die Knappheit der Leistung stellt sich eben anders dar. Und die macht den Preis.

Natürlich passt dieser Ansatz da nicht, wo solche besser honorierten Tätigkeiten nicht anhand Qualifikation sondern „Vitamin B“ vergeben werden. Daran kranken aber alle bisher ausprobierten Lösungsansätze, geschlossene (sozialistische, theokratische, faschistische, oligarchische) tendenziell sogar deutlich stärker als offene, liberale Gesellschaften. Auch wenn die natürlich auch nicht gefeit sind.
Denkt an 1914, denkt an 1933 ...
... und macht verdammt nochmal nicht die gleichen Fehler ... :mad2:

Mist, hab ich einige Leute doch tatsächlich überfordert. :s
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Skull » Mi 6. Dez 2017, 08:15

Guten Morgen,

wäre es nicht zielführender, HartzIV und ALG II Diskussionen DORT und in dem Strang zu führen,
wo es Sinn macht ?


viewtopic.php?f=46&t=33503
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Realist2014 » Mi 6. Dez 2017, 08:37

Skull hat geschrieben:(06 Dec 2017, 08:15)

Guten Morgen,

wäre es nicht zielführender, HartzIV und ALG II Diskussionen DORT und in dem Strang zu führen,
wo es Sinn macht ?


viewtopic.php?f=46&t=33503


Guten Morgen,

würde die Moderation den betroffenen Teil dann bitte dorthin verschieben?

danke
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Skull » Mi 6. Dez 2017, 08:47

Realist2014 hat geschrieben:(06 Dec 2017, 08:37)

Guten Morgen,

würde die Moderation den betroffenen Teil dann bitte dorthin verschieben?

danke

Habe ich nun gemacht. In den entsprechenden von mir oben verlinkten Thread.
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Misterfritz » Mi 6. Dez 2017, 08:55

Rote_Galaxie hat geschrieben:(05 Dec 2017, 22:55)

Wer bestimmt den Wert einer Arbeit? Wer definiert was Leistung ist?
Wenn ein Chirurg eine Herz-Op mühelos durchführt weil ihm das liegt was unterscheidet ihn dann von einem Tischler der eben mühelos Tische herstellt?

Wer gibt einem Menschen das Recht Fähigkeiten unterschiedlich zu bewerten?
Naja,
einen Tisch könnte ich notfalls, wenn ich nicht darauf verzichten will, selbst herstellen. Eine Herz-OP bekäme ich nicht hin, schon gar nicht bei mir :D
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Billie Holiday » Mi 6. Dez 2017, 09:20

Misterfritz hat geschrieben:(06 Dec 2017, 08:55)

Naja,
einen Tisch könnte ich notfalls, wenn ich nicht darauf verzichten will, selbst herstellen. Eine Herz-OP bekäme ich nicht hin, schon gar nicht bei mir :D


Typische Geringschätzung von Fleiß und Leistungsbereitschaft. :dead:
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Rote_Galaxie » Mi 6. Dez 2017, 17:16

Europa2050 hat geschrieben:(06 Dec 2017, 08:07)

Es ist ja eben nicht ein Mensch oder eine definierte Gruppe, die das bewertet (im Gegensatz zu mir bekannten Sozialismusmodellen), sondern die Gesamtheit der Menschen in einem Wirtschsftsraum bzw. aufgrund der Globalisierung in der ganzen Welt.

Oder ein anderer Ansatz: Wie viele % der Menschen haben die fachliche, methodische und soziale Kompetenz für einen Chirurgen und wie viele für einen Tischler (noch deutlicher: Raumpfleger). Soll nicht heißen, dass diese Menschen weniger wichtig sind, aber die Knappheit der Leistung stellt sich eben anders dar. Und die macht den Preis.

Natürlich passt dieser Ansatz da nicht, wo solche besser honorierten Tätigkeiten nicht anhand Qualifikation sondern „Vitamin B“ vergeben werden. Daran kranken aber alle bisher ausprobierten Lösungsansätze, geschlossene (sozialistische, theokratische, faschistische, oligarchische) tendenziell sogar deutlich stärker als offene, liberale Gesellschaften. Auch wenn die natürlich auch nicht gefeit sind.


Es ist und bleibt ungerecht. Mal angenommen ich wäre Chirurg weil mir das leicht fällt und weil es mir Spaß macht warum sollte ich mehr bekommen wie jemand anderes der kein Chirurg ist aber
auf seinem Gebiet begabt ist.

Das ist genau wie die Bewertung von Kunst. Nur das Prinzip:" Jeder nach seinen Fähigkeiten und jeder nach seinen Bedürfnissen" kann dieses Problem lösen.

Ist einfach so.
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon franktoast » Mi 6. Dez 2017, 17:23

Rote_Galaxie hat geschrieben:(06 Dec 2017, 17:16)

Es ist und bleibt ungerecht. Mal angenommen ich wäre Chirurg weil mir das leicht fällt und weil es mir Spaß macht warum sollte ich mehr bekommen wie jemand anderes der kein Chirurg ist aber
auf seinem Gebiet begabt ist.

Das ist genau wie die Bewertung von Kunst. Nur das Prinzip:" Jeder nach seinen Fähigkeiten und jeder nach seinen Bedürfnissen" kann dieses Problem lösen.

Ist einfach so.

Bei Kunst ist die Bewertung wie überall. Jemand ist bereit, seinen eigenen Aufwand (Geld) gegen das Kunswerk zu tauschen oder nicht.

Zum Thema Chirurg: Es geht ja vor allem darum, dass es einen Anreiz gibt, Chirurg zu werden. Oder Programmierer. Je höher der Verdienst, desto mehr Leute wollen das lernen. Und die je stärker eine Tätigkeit relativ zum Angebot nachgefragt wird, desto höher der Lohn. Ein selbst, dezentral regulierendes System.

Doch wer bestimmt, welche Tätigkeit wichtiger ist? Na du und ich. zB. ist der Aufwand, Software herzustellen, relativ zu dem, was es an Nutzen stiftet, relativ gering. Eben weil man Software praktisch kostenlos vervielfältigen kann. Das geht beim Schuputzer nicht, es sei denn, er erfindet zB. ein Mittel. Aber selbst da ist es mit Aufwand verbunden, Millionen oder Milliarden Personen einen Nutzen zu stiften.
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Europa2050 » Mi 6. Dez 2017, 17:41

Rote_Galaxie hat geschrieben:(06 Dec 2017, 17:16)

Es ist und bleibt ungerecht. Mal angenommen ich wäre Chirurg weil mir das leicht fällt und weil es mir Spaß macht warum sollte ich mehr bekommen wie jemand anderes der kein Chirurg ist aber
auf seinem Gebiet begabt ist.

Das ist genau wie die Bewertung von Kunst. Nur das Prinzip:" Jeder nach seinen Fähigkeiten und jeder nach seinen Bedürfnissen" kann dieses Problem lösen.

Ist einfach so.


Gerechtigkeit ist einer der schwierigsten Begriffe, die es gibt - es gibt schlichtweg keine Definition dafür - oder genauer gesagt ca. 80 Millionen (in Deutschland). Deshalb ist Gerechtigkeit auch gesellschaftlich nicht regelbar.
Das einzige was regelbar ist, ist Recht. Das kann ich festschreiben und dann gilt es auch ausnahmslos für alle.

Und unser Rechtssystem kennt (sehr vereinfacht) die Vertragsfreiheit sowie eine staatlich organisierte Umverteilung zur Deckung der staatlichen Aufgaben und der Grundbedürfnisse seiner Bürger.
Und weil es Sinn macht und gesellschaftlich gewollt ist z.B. im Arbeits- und Mietrecht Eingriffe in die Vertragsfreiheit zugunsten des Arbeiters/Mieters.

Aber die Freiheit, für eine OP einen höheren Stundenlohn zu nehmen als für einen Tisch gehört zu den Grundlagen effektiven Wirtschaftens. Und ist - solange die auf freiwilligen Entscheidungen der Vertragspartner beruht - auch gerecht (Sage ich, als ein anderer der 80“)
Denkt an 1914, denkt an 1933 ...
... und macht verdammt nochmal nicht die gleichen Fehler ... :mad2:

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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Rote_Galaxie » Mi 6. Dez 2017, 17:43

franktoast hat geschrieben:(06 Dec 2017, 17:23)

Bei Kunst ist die Bewertung wie überall. Jemand ist bereit, seinen eigenen Aufwand (Geld) gegen das Kunswerk zu tauschen oder nicht.

Zum Thema Chirurg: Es geht ja vor allem darum, dass es einen Anreiz gibt, Chirurg zu werden. Oder Programmierer. Je höher der Verdienst, desto mehr Leute wollen das lernen. Und die je stärker eine Tätigkeit relativ zum Angebot nachgefragt wird, desto höher der Lohn. Ein selbst, dezentral regulierendes System.

Doch wer bestimmt, welche Tätigkeit wichtiger ist? Na du und ich. zB. ist der Aufwand, Software herzustellen, relativ zu dem, was es an Nutzen stiftet, relativ gering. Eben weil man Software praktisch kostenlos vervielfältigen kann. Das geht beim Schuputzer nicht, es sei denn, er erfindet zB. ein Mittel. Aber selbst da ist es mit Aufwand verbunden, Millionen oder Milliarden Personen einen Nutzen zu stiften.


Es geht doch nicht darum wieviele Leute einen Job machen. Es geht darum wie ein gerechter Lohn aussieht.
Und das Ideal ist eben dass jeder soviel bekommt wie er sich wünscht und soviel arbeitet wie er kann.
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Misterfritz » Mi 6. Dez 2017, 17:48

Rote_Galaxie hat geschrieben:(06 Dec 2017, 17:43)

Es geht doch nicht darum wieviele Leute einen Job machen. Es geht darum wie ein gerechter Lohn aussieht.
Und das Ideal ist eben dass jeder soviel bekommt wie er sich wünscht und soviel arbeitet wie er kann.
Klasse Idee:
Dann hätte ich gerne 10.000€ im Monat bei ca. 40 Stunden Arbeit - im Monat selbstverständlich :D
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Rote_Galaxie » Mi 6. Dez 2017, 21:07

Misterfritz hat geschrieben:(06 Dec 2017, 17:48)

Klasse Idee:
Dann hätte ich gerne 10.000€ im Monat bei ca. 40 Stunden Arbeit - im Monat selbstverständlich :D


Jetzt habe ich es endlich geblickt.

Du verstehst diese Idee einfach nicht, aus welchen Gründen auch immer.
Und wer kontrolliert die Kontrolle?

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