Welche Punkte waren es, die die FDP erreichen wollte, aber nicht erreicht hat? (und offensichtl. nicht gerne nennen will

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Tom Bombadil
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Re: Welche Punkte waren es, die die FDP erreichen wollte, aber nicht erreicht hat? (und offensichtl. nicht gerne nennen

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 2. Dez 2017, 11:56

Boraiel hat geschrieben:(01 Dec 2017, 18:44)

Diese Haltung von Herrn Lindner ist in der Tat äußerst bedauerlich.

Daran ist überhaupt nichts bedauerlich, sondern nur richtig so. Mit extremen Parteien wird nicht zusammen gearbeitet, weil deren Positionen mit liberalen Werten unvereinbar sind, das gilt für die AfD ebenso wie für die Linkspartei.
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Re: Welche Punkte waren es, die die FDP erreichen wollte, aber nicht erreicht hat? (und offensichtl. nicht gerne nennen

Beitragvon JJazzGold » Sa 2. Dez 2017, 12:01

Boraiel hat geschrieben:(01 Dec 2017, 18:44)

Diese Haltung von Herrn Lindner ist in der Tat äußerst bedauerlich. Ich dachte wenigstens die Liberalen hätten verstanden, dass man sich mit dem "Gegner" argumentativ auseinander setzen muss. Möge dabei der bessere gewinnen, wer gar nicht erst antritt, hat schon verloren.


“Eine gemeinsame Initiative“ zu ergreifen ist etwas völlig anderes, als den Gegner argumentativ zu reduzieren.
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Re: Welche Punkte waren es, die die FDP erreichen wollte, aber nicht erreicht hat? (und offensichtl. nicht gerne nennen

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 2. Dez 2017, 12:04

jorikke hat geschrieben:(01 Dec 2017, 21:40)

Die Wähler, die eine Partei wählen, weil sie im Wahlkampf verspricht sich bestimmter Themen anzunehmen und sie nach Möglichkeit durchzusetzen, sind natürlich gekniffen, wenn es mangels Mehrheit dazu nicht reicht.

Dann sind aber viele Millionen Wähler sehr oft gekniffen worden. Komisch, dass auf einmal so ein Thema aufkommt, das vorher nie ein Thema war.

Geradezu veralbert müssen sie sich vorkommen wenn die Partei ihrer Wahl zwar die Möglichkeit zum Mitregieren hätte, sich aber aus unerfindlichen taktischen Gründen vom Acker macht.

Wenn es denn solche Gründe gewesen wären. Wenn man sieht, wie sich die Damen und Herren von der Union und den Grünen herzen, drücken und sich gegenseitig die Bälle zuspielen, dann erkennt man eigentlich sehr deutlich, dass die FDP nur als Mehrheitsbeschaffer eingeplant war und ihre Themen in einer solchen Koalition völlig untergegangen wären.
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Re: Welche Punkte waren es, die die FDP erreichen wollte, aber nicht erreicht hat? (und offensichtl. nicht gerne nennen

Beitragvon jorikke » Sa 2. Dez 2017, 12:20

Tom Bombadil hat geschrieben:(02 Dec 2017, 12:04)

Dann sind aber viele Millionen Wähler sehr oft gekniffen worden. Komisch, dass auf einmal so ein Thema aufkommt, das vorher nie ein Thema war.


Wenn es denn solche Gründe gewesen wären. Wenn man sieht, wie sich die Damen und Herren von der Union und den Grünen herzen, drücken und sich gegenseitig die Bälle zuspielen, dann erkennt man eigentlich sehr deutlich, dass die FDP nur als Mehrheitsbeschaffer eingeplant war und ihre Themen in einer solchen Koalition völlig untergegangen wären.


Verstehe, du meinst, es war Eifersucht.
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Re: Welche Punkte waren es, die die FDP erreichen wollte, aber nicht erreicht hat? (und offensichtl. nicht gerne nennen

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 2. Dez 2017, 12:43

jorikke hat geschrieben:(02 Dec 2017, 12:20)

Verstehe, du meinst, es war Eifersucht.

:rolleyes: Bleib doch sachlich beim Thema.
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Re: Welche Punkte waren es, die die FDP erreichen wollte, aber nicht erreicht hat? (und offensichtl. nicht gerne nennen

Beitragvon jorikke » Sa 2. Dez 2017, 12:53

JJazzGold hat geschrieben:(02 Dec 2017, 08:35)

Das bedarf einer kleinen Korrektur.
Nehmen wir den Mindestlohn.
Wärr chats errfuunden? Als prägnantes Wahlkampfthema?
Die Die Linke.
War die Die Linke jemals in einer Regierungskoalition im Bund eingebunden? Nein.
Haben wir seit 2015 den Mindestlohn? Ja
Das Problem für eine Oppositionspartei ist, dass sie durchaus Ideen und Konzepte einbringen kann, dass sie mitarbeiten kann, z.B. bei Reformprojekten, dass die Umsetzung aber in der Regel nicht mit ihrem Namen verbunden wird.

Wie das anteilig auch die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag betrifft.
Diese Vereinbarungen werden
- umgesetzt, kommt allen Beteiligten zugute (oder auch zuungute)
- angefangen, verschleppt, wesentlich später umgesetzt als vorgesehen, was der evtl. zu diesem Zeitpunkt nicht mehr mitregierenden Partei nicht angerechnet wird, sondern den zum Zeitpunkt der Umsetzung regierenden Parteien.
- angefangen und nach einer Legislaturperiode liegengelassen.
- nie angefasst

Beispiele für all das bietet die Recherche bezüglich der Punkte des Koalitionsvertrags 2009-2013.

Drum prüfe, wer sich wieder koalitionär an die Union, zusätzlich garniert mit den Grünen, bindet, ob sich nicht doch was Besseres findet.
Das hat die FDP offensichtlich aus Erfahrung klug geworden beherzigt.



Du hast mir die Augen geöffnet. Nicht wer etwas durchsetzt und in Gesetzesform gießt bringt etwas zu Stande, sondern derjenige, der irgendwann einmal die Idee hatte.
So gesehen ist die Opposition mangels richtiger Arbeit der natürliche Nährboden als Ideenschmiede.
Irgendwann in 10 oder 20 Jahren wird auch die FDP sagen können, damals im Jahre Schnee waren wir schon der Meinung...
Hoffentlich werden die Regierenden dann die Einsicht haben die Ideen der FDP aufzugreifen, sie selber wollte ja nicht.
Damit sie rufen können:
"Wer hat´s erfunden?"
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Re: Welche Punkte waren es, die die FDP erreichen wollte, aber nicht erreicht hat? (und offensichtl. nicht gerne nennen

Beitragvon jorikke » Sa 2. Dez 2017, 12:57

Tom Bombadil hat geschrieben:(02 Dec 2017, 12:43)

:rolleyes: Bleib doch sachlich beim Thema.


Bitte entschuldige, wenn aber Begriffe wie "drücken und herzen" politisch sachliche Begriffe sind, dann ist es doch nur sachlich den Oberbegriff zu nennen, der damit umschrieben wird.
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Re: Welche Punkte waren es, die die FDP erreichen wollte, aber nicht erreicht hat? (und offensichtl. nicht gerne nennen

Beitragvon JJazzGold » Sa 2. Dez 2017, 13:10

jorikke hat geschrieben:(02 Dec 2017, 12:53)

Du hast mir die Augen geöffnet. Nicht wer etwas durchsetzt und in Gesetzesform gießt bringt etwas zu Stande, sondern derjenige, der irgendwann einmal die Idee hatte.
So gesehen ist die Opposition mangels richtiger Arbeit der natürliche Nährboden als Ideenschmiede.
Irgendwann in 10 oder 20 Jahren wird auch die FDP sagen können, damals im Jahre Schnee waren wir schon der Meinung...
Hoffentlich werden die Regierenden dann die Einsicht haben die Ideen der FDP aufzugreifen, sie selber wollte ja nicht.
Damit sie rufen können:
"Wer hat´s erfunden?"


Das kann die FDP in zwei, spätestens vier Jahren sagen, da sich bis dahin innerdeutsch nicht viel bewegen wird, in einer GroKo schon gar nicht. Vielleicht hat die CDU ihr Versagen in den Verhandlungen konstatiert und bearbeitet.
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Re: Welche Punkte waren es, die die FDP erreichen wollte, aber nicht erreicht hat? (und offensichtl. nicht gerne nennen

Beitragvon Misterfritz » Di 5. Dez 2017, 13:48

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Re: Welche Punkte waren es, die die FDP erreichen wollte, aber nicht erreicht hat? (und offensichtl. nicht gerne nennen

Beitragvon Positiv Denkender » Sa 9. Dez 2017, 15:14

Balsamico hat geschrieben:(26 Nov 2017, 13:36)

.

Ich habe die Vermutung, dass die FDP so ungenügend auf die Frage antworten kann, weshalb sie Jamaika hat scheitern lassen, weil zu den tatsächlichen inhaltlichen Punkten zu stehen, ihr Zustimmung unter den Wähler kosten würde.

Nicola Beer von der FDP hat zum Beispiel, als Cem Özdemir sie recht bedrängt hat mit der Frage bei Maybritt Illner, das Beispiel genannt, dass die FDP in den Sondierungen mehr Flexibilität bezüglich Arbeitszeiten gefordert, aber nicht bekommen hat. Allerdings musste sie schon mehrmals gefragt werden, bis sie damit, rausgerückt hat (und nicht wirklich gewollt hatte ich den Eindruck). Klar, da rollt es auch 95% der Deutschen die Fußnägl auf!!
Gab es in den Sondierungen weitere Punkte bzgl. Rechte von Arbeitnehmern?

Welche derartigen Punkte könnte es noch geben, die die FDP dazu bewegt hat, Jakaika lieber komplett scheitern zu lassen, als regieren zu dürfen? Vielleicht stand sie auch unter Druck von Lobbyisten, die verlangen, dass Waffenlieferungen in den Jemen auf keinen Fall abgebrochen werden dürfen -wozu Jamaika ja geführt hätte. -möglich oder? Was denkt ihr? -Dazu zu stehen könnte sich die FDP auch nicht erlauben.

Die Geschichte mit dem Soli ist ja ein Witz, aber das ist ja das Hauptargument der FDP. Die FDP will den Soli in einer Legislaturperiode weg haben und das Angebot ist, 80% der Bürger bezahlen ihn in der ersten nichtmehr, die restlichen 20% (die reicheren) direkt am Anfang der zweiten nichtmehr. Dass es eine Lüge ist, dass das der Grund sei, ist ja offensichtlich.

Welche inhaltlichen Punkte, die die FDP offensichtlich trotz großer Erklärungsnot nicht gerne öffentlich nennen möchte, sind es dann?

Ich bin gespannt und hoffe, dass in dem Thread eher Punkte aufgezählt werden, als dass gestritten wird.



.

Du erzählst hier aus Insider Quellen ? Oder woher nimmst du deine Weisheiten ? Die Einstellung des Solis war ein Argument ,andere Themen wie
Familiennachzug bei Flüchtlingen ebenfalls ,genau wie Steuersenkungen . Erklärungsnot lag bei den Grünen .Die hatten die wenigsten Wählerstimmen
auf sich vereint aber wollten 100 %ihrer ideologischen Forderungen durchsetzen .Die FDP hatte keine andere Wahl als auszusteigen .
Grünen Blödsinn kann man nicht mittragen .

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