Welche Punkte waren es, die die FDP erreichen wollte, aber nicht erreicht hat? (und offensichtl. nicht gerne nennen will

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Re: Welche Punkte waren es, die die FDP erreichen wollte, aber nicht erreicht hat? (und offensichtl. nicht gerne nennen

Beitragvon Tomaner » Do 30. Nov 2017, 12:07

Rochhardo hat geschrieben:(26 Nov 2017, 13:56)

Es könnte auch darum gegangen sein, dass die FDP im Gegensatz zu den Grünen nicht noch mehr Soldaten in Kriege schicken will.

Denn die SPD und Grünen sind bisher die einzigen Parteien die Deutschland, die deutsche Soldaten in einen Auslandseinsatz geschickt haben ... Randnotiz.

Solche Spekulationen sind immer total müßig, da jeder eine andere Meinung hat und keiner seine eigene irgendwie untermauern kann. Damit wird auch Verschwörungen Tür und Tor geöffnet.

Nicht Parteien schicken soldaten in den Krieg sondern der Bundestag. Was dem Kosovokrieg angeht, haben auch FDPler mit dafür gestimmt!
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Re: Welche Punkte waren es, die die FDP erreichen wollte, aber nicht erreicht hat? (und offensichtl. nicht gerne nennen

Beitragvon Tomaner » Do 30. Nov 2017, 12:14

Tom Bombadil hat geschrieben:(27 Nov 2017, 11:47)

Wieso? Es gibt auch bei Koalitionen Grenzen, über die man nicht bereit ist, zu gehen und wenn man sich nicht einigen kann, dann ist das eben so, es gibt ja keinen Zwang, sich an einer Regierung beteiligen zu müssen. Das finde ich auch richtig so, die Parteien sollten schon noch ein bisschen Profil bewahren, das sind sie ihren Wählern schuldig.

Was aber den Nachteil hat, jetzt bekommen die FDP Wähler gar nichts! Auch FDP Wähler dürften nicht so dumm gewesen sein bei ihrer Stimmabgabe, dass sich eine Partei mit 10 Prozent voll durchsetzen kann. Also dürften sich die FDP Wähler im klaren gewesen sein, es geht nur mit Kompromisse. Egal welche Partei, es nutzen doch nicht die besten Ideen, wenn man sie total durchsetzen will und dann in Opposition gar nichts bekommt. Welche Interessen seiner Wähler hat man dann überhaupt vertreten?
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Re: Welche Punkte waren es, die die FDP erreichen wollte, aber nicht erreicht hat? (und offensichtl. nicht gerne nennen

Beitragvon Cat with a whip » Do 30. Nov 2017, 12:28

Brainiac hat geschrieben:(29 Nov 2017, 09:10)

Danke! So könnte es wohl gewesen sein.

Wenn wir das jetzt mal glauben, muss ich zugeben, dass es sich für mich etwas anders darstellt, als ich oben schrieb. Lindner wollte die Union zu einem gemeinsamen Abbruch bewegen, aber Merkel wollte das nicht, also musste Lindner es alleine tun.

Bleibt Merkels Eindruck (auf Seite 4), "dass die FDP von Anfang an nicht wollte". Das passt jedenfalls zum gesamten Ablauf der Dinge. Kann man tolerieren; richtig finden muss man das, in dieser Lage nach der Wahl, nicht.



Das ist ja inzwischen klar daß die FDP von Anfang an keinen Wert auf dieses Dreierbündnis legte.
Thema ist hier ein anderes, nämlich die Strategie der FDP-Propagandastelle die echten Motive hinter wohlfeilen, falschen Schutzehauptungen zu kaschieren. Interessant auch bei dem überproportionalen rechten FDP-Fankreis dieses Forums der Hang diese lächerlichen Märchen bereitwillig zu kolportieren.
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Re: Welche Punkte waren es, die die FDP erreichen wollte, aber nicht erreicht hat? (und offensichtl. nicht gerne nennen

Beitragvon Europa2050 » Do 30. Nov 2017, 12:57

Cat with a whip hat geschrieben:(30 Nov 2017, 12:28)

Das ist ja inzwischen klar daß die FDP von Anfang an keinen Wert auf dieses Dreierbündnis legte.
Thema ist hier ein anderes, nämlich die Strategie der FDP-Propagandastelle die echten Motive hinter wohlfeilen, falschen Schutzehauptungen zu kaschieren. Interessant auch bei dem überproportionalen rechten FDP-Fankreis dieses Forums der Hang diese lächerlichen Märchen bereitwillig zu kolportieren.


Nein, mir ist das nicht klar. Ich hatte den Eindruck, dass man mit programmatischer Skepsis aber getragen von persönlicher Sympathie an die Sache ging.
Knackpunkt war wohl tatsächlich das abnehmende Vertrauen in die Bereitschaft der CDU Liberale Positionen mitzuberücksichtigen. Den Grünen mach ich da keine Vorwürfe- die haben getan, was ihr Wählerauftrag war. Das schien der FDP in Bezug auf ihren Wählerauftrag insbesondere für die vier folgenden Jahre immer unmöglicher zu werden.

Dass die braune Suppe das Scheitern von Jamaica klasse findet und dafür jetzt die FDP toll findet, kann man der FDP wohl kaum ankreiden. Sollte jetzt noch die CSU die GroKo abschießen, ist diese eben der Hit.

Liberal und National sind sowohl in Sachen Gleichwertikeit des Menschen als auch Individualismus statt Kollektivismus absolute Gegensätze - auch wenn eine AfD ein Wirtschaftsprogramm bei der FDP schlecht kopiert.
Nationalismus lehrt Dich,
stolz auf Dinge zu sein, die Du nie getan hast und
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Re: Welche Punkte waren es, die die FDP erreichen wollte, aber nicht erreicht hat? (und offensichtl. nicht gerne nennen

Beitragvon Tom Bombadil » Do 30. Nov 2017, 13:21

Brainiac hat geschrieben:(29 Nov 2017, 21:25)

Wenn aber diese eine kleine Partei das Zünglein an der Waage ist, kann man schon hohe Anforderungen stellen.

Stellen kann man sie, aber das bedeutet nicht, dass man diese Forderungen auch erfüllt bekommt.

Überzeugt nicht - kann Taktik gewesen sein, um nicht zu offensichtlich als der Showstopper dazustehen.

Das überzeugt nicht, wenn man den FAZ-Artikel gelesen hat. Es wurde bis zum Ende in den Sachausschüssen verhandelt.

Daraus kann man mit dem besten Willen keinen Regierungsauftrag ableiten.

Deutlich mehr Regierungsauftrag als die FDP.

Für mich sind die Argumente, sich zu verweigern, bei der SPD wesentlich nachvollziehbarer.

Für mich nicht: 153 vs. 80 Sitze.

Dann hat man einfach schlecht verhandelt.

Ja, es ist ganz einfach, seine Forderungen durchzusetzen, wenn CDU und Grüne kuscheln und mauscheln. Und wenn das nicht klappt, hat man eben schlecht verhandelt. Findest du das nicht arg simplifiziert?

Natürlich nicht, ich beziehe mich nur auf bekannte Fakten.

Dass die FDP schlecht verhandelt hat ist ein Fakt?

Wenn das ein KO-Kriterium wäre, könnte es niemals zu Koalitionen von Parteien, die noch nie zusammengearbeitet haben, kommen.

In welchen Koalitionen herrschte denn schon bei den Sondierungsgesprächen das Misstrauen vor?
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Re: Welche Punkte waren es, die die FDP erreichen wollte, aber nicht erreicht hat? (und offensichtl. nicht gerne nennen

Beitragvon Tom Bombadil » Do 30. Nov 2017, 13:23

Tomaner hat geschrieben:(30 Nov 2017, 12:14)

Welche Interessen seiner Wähler hat man dann überhaupt vertreten?

Man kann auch aus der Opposition heraus Politik machen. Sonst wäre das Parlament ja völlig unnötig und die Nicht-Regierungsparteien bräuchten gar nicht erst in den Bundestag einzuziehen.
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Re: Welche Punkte waren es, die die FDP erreichen wollte, aber nicht erreicht hat? (und offensichtl. nicht gerne nennen

Beitragvon Alexyessin » Do 30. Nov 2017, 13:24

Cat with a whip hat geschrieben:(30 Nov 2017, 12:28)

Das ist ja inzwischen klar daß die FDP von Anfang an keinen Wert auf dieses Dreierbündnis legte.


Woher soll das klar sein? Weil Jürgen T. dies behauptet?

Cat with a whip hat geschrieben:(30 Nov 2017, 12:28)
Thema ist hier ein anderes, nämlich die Strategie der FDP-Propagandastelle die echten Motive hinter wohlfeilen, falschen Schutzehauptungen zu kaschieren. Interessant auch bei dem überproportionalen rechten FDP-Fankreis dieses Forums der Hang diese lächerlichen Märchen bereitwillig zu kolportieren.


Dich hätte ich sehen wollen, wenn 2005 die WASG/PDS einem Koalitionsgespräch mit der SPD zugestimmt hätte obwohl die Hartz Reformen nicht abgeschafft worden wären.
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Re: Welche Punkte waren es, die die FDP erreichen wollte, aber nicht erreicht hat? (und offensichtl. nicht gerne nennen

Beitragvon Excellero » Fr 1. Dez 2017, 12:13

Der FDP ist offensichtlich der Inhalt eines Vorhabens weniger wichtig als von wem das Vorhaben ausgeht. Jüngst hat Lindner breit bestätigt: „Mit der AfD ergreifen wir keine Initiativen“ sowie „Wir werden auch keine Initiativen in den Bundestag einbringen, die nur dann umgesetzt werden können, wenn die AfD den Ausschlag geben sollte.“

Ergo hauptsache gegen die AfD, alles andere (Wählerauftrag, Staatswohl ect.) ist nebensächlich. In punkto Twitter Stasi sind sie ja in den Sondierungsgesprächen bereits umgefallen...

...aber was reg ich mich auf, das ist eben das Demokratieverständnis der "Wahren Demokraten". :rolleyes:

Quelle: http://www.rp-online.de/politik/deutsch ... -1.7237744
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Re: Welche Punkte waren es, die die FDP erreichen wollte, aber nicht erreicht hat? (und offensichtl. nicht gerne nennen

Beitragvon Alexyessin » Fr 1. Dez 2017, 12:30

Excellero hat geschrieben:(01 Dec 2017, 12:13)

Der FDP ist offensichtlich der Inhalt eines Vorhabens weniger wichtig als von wem das Vorhaben ausgeht. Jüngst hat Lindner breit bestätigt: „Mit der AfD ergreifen wir keine Initiativen“ sowie „Wir werden auch keine Initiativen in den Bundestag einbringen, die nur dann umgesetzt werden können, wenn die AfD den Ausschlag geben sollte.“

Ergo hauptsache gegen die AfD, alles andere (Wählerauftrag, Staatswohl ect.) ist nebensächlich. In punkto Twitter Stasi sind sie ja in den Sondierungsgesprächen bereits umgefallen...

...aber was reg ich mich auf, das ist eben das Demokratieverständnis der "Wahren Demokraten". :rolleyes:

Quelle: http://www.rp-online.de/politik/deutsch ... -1.7237744


Was heißt hier Wählerauftrag, wenn Positionen nicht mit der AfD vereinbart werden sollen? Das erklär mir doch mal in Ruhe.
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Re: Welche Punkte waren es, die die FDP erreichen wollte, aber nicht erreicht hat? (und offensichtl. nicht gerne nennen

Beitragvon Excellero » Fr 1. Dez 2017, 12:49

Alexyessin hat geschrieben:(01 Dec 2017, 12:30)

Was heißt hier Wählerauftrag, wenn Positionen nicht mit der AfD vereinbart werden sollen? Das erklär mir doch mal in Ruhe.



Naja vor der Wahl wollte man einen U-Ausschuss wegen Merkels "Flüchtlings-"Politik. Die AfD strebt das gleich an.
https://www.heise.de/tp/features/Ein-Un ... ?seite=all

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Re: Welche Punkte waren es, die die FDP erreichen wollte, aber nicht erreicht hat? (und offensichtl. nicht gerne nennen

Beitragvon Alexyessin » Fr 1. Dez 2017, 12:53

Excellero hat geschrieben:(01 Dec 2017, 12:49)

Naja vor der Wahl wollte man einen U-Ausschuss wegen Merkels "Flüchtlings-"Politik. Die AfD strebt das gleich an.
https://www.heise.de/tp/features/Ein-Un ... ?seite=all


Dazu können immer noch Grüne und Linke befragt werden. Wo ist das PRoblem?

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Re: Welche Punkte waren es, die die FDP erreichen wollte, aber nicht erreicht hat? (und offensichtl. nicht gerne nennen

Beitragvon Boraiel » Fr 1. Dez 2017, 18:44

Excellero hat geschrieben:(01 Dec 2017, 12:13)

Der FDP ist offensichtlich der Inhalt eines Vorhabens weniger wichtig als von wem das Vorhaben ausgeht. Jüngst hat Lindner breit bestätigt: „Mit der AfD ergreifen wir keine Initiativen“ sowie „Wir werden auch keine Initiativen in den Bundestag einbringen, die nur dann umgesetzt werden können, wenn die AfD den Ausschlag geben sollte.“

Ergo hauptsache gegen die AfD, alles andere (Wählerauftrag, Staatswohl ect.) ist nebensächlich. In punkto Twitter Stasi sind sie ja in den Sondierungsgesprächen bereits umgefallen...

...aber was reg ich mich auf, das ist eben das Demokratieverständnis der "Wahren Demokraten". :rolleyes:

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Diese Haltung von Herrn Lindner ist in der Tat äußerst bedauerlich. Ich dachte wenigstens die Liberalen hätten verstanden, dass man sich mit dem "Gegner" argumentativ auseinander setzen muss. Möge dabei der bessere gewinnen, wer gar nicht erst antritt, hat schon verloren.
Libertas veritasque.
Lesen und verstehen: http://www.feynmanlectures.caltech.edu/I_01.html
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Re: Welche Punkte waren es, die die FDP erreichen wollte, aber nicht erreicht hat? (und offensichtl. nicht gerne nennen

Beitragvon Excellero » Fr 1. Dez 2017, 19:19

Boraiel hat geschrieben:(01 Dec 2017, 18:44)

Diese Haltung von Herrn Lindner ist in der Tat äußerst bedauerlich. Ich dachte wenigstens die Liberalen hätten verstanden, dass man sich mit dem "Gegner" argumentativ auseinander setzen muss. Möge dabei der bessere gewinnen, wer gar nicht erst antritt, hat schon verloren.



Das ist richtig. Aber was macht man wenn der Gegner die besseren Argumente hat? Es bleibt einem dann nur Propaganda. Da lässt man sich dann lieber garnicht erst auf eine Diskussion ein, sondern denunziert den Gegner als "beliebigen Kampfbegriff einfügen"
Man muss auch einfach mal zugeben daß der andere Recht hat, wenn es nunmal so ist. Es ist so schade daß dies in der Politik nirgendwo zu beobachten ist.
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Re: Welche Punkte waren es, die die FDP erreichen wollte, aber nicht erreicht hat? (und offensichtl. nicht gerne nennen

Beitragvon jack000 » Fr 1. Dez 2017, 20:00

[MOD]
1. Werden hier keine Politikernamen verhunzt
2. Moderationstechnische Beiträge werden im MOD-Strang diskutiert
3. Das Thema ist die FDP, daher haben auch die Beiträge mit der FDP im Zusammenhang zu stehen (Diskussion ob die FDP für oder gegen ein Gesetz steht welches von Maas kommt: i.O. , Diskussionen über das Gesetz oder Maas an sich: Nicht i.O.)
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: Welche Punkte waren es, die die FDP erreichen wollte, aber nicht erreicht hat? (und offensichtl. nicht gerne nennen

Beitragvon jorikke » Fr 1. Dez 2017, 21:40

Tom Bombadil hat geschrieben:(30 Nov 2017, 13:23)

Man kann auch aus der Opposition heraus Politik machen. Sonst wäre das Parlament ja völlig unnötig und die Nicht-Regierungsparteien bräuchten gar nicht erst in den Bundestag einzuziehen.


Politik kann man machen. Ankündigungspolitik was man machen würde, wenn man in der Regierung wäre. Faktisch bewegt man aber nahezu nichts. Na ja, etwas Aufsicht über die Regierung ist auch dabei. Die Wähler, die eine Partei wählen, weil sie im Wahlkampf verspricht sich bestimmter Themen anzunehmen und sie nach Möglichkeit durchzusetzen, sind natürlich gekniffen, wenn es mangels Mehrheit dazu nicht reicht. Geradezu veralbert müssen sie sich vorkommen wenn die Partei ihrer Wahl zwar die Möglichkeit zum Mitregieren hätte, sich aber aus unerfindlichen taktischen Gründen vom Acker macht.
Die Partei meiner Wahl wäre es dann für geraume Zeit nicht mehr.
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Re: Welche Punkte waren es, die die FDP erreichen wollte, aber nicht erreicht hat? (und offensichtl. nicht gerne nennen

Beitragvon JJazzGold » Sa 2. Dez 2017, 08:35

jorikke hat geschrieben:(01 Dec 2017, 21:40)

Politik kann man machen. Ankündigungspolitik was man machen würde, wenn man in der Regierung wäre. Faktisch bewegt man aber nahezu nichts. Na ja, etwas Aufsicht über die Regierung ist auch dabei. Die Wähler, die eine Partei wählen, weil sie im Wahlkampf verspricht sich bestimmter Themen anzunehmen und sie nach Möglichkeit durchzusetzen, sind natürlich gekniffen, wenn es mangels Mehrheit dazu nicht reicht. Geradezu veralbert müssen sie sich vorkommen wenn die Partei ihrer Wahl zwar die Möglichkeit zum Mitregieren hätte, sich aber aus unerfindlichen taktischen Gründen vom Acker macht.
Die Partei meiner Wahl wäre es dann für geraume Zeit nicht mehr.


Das bedarf einer kleinen Korrektur.
Nehmen wir den Mindestlohn.
Wärr chats errfuunden? Als prägnantes Wahlkampfthema?
Die Die Linke.
War die Die Linke jemals in einer Regierungskoalition im Bund eingebunden? Nein.
Haben wir seit 2015 den Mindestlohn? Ja
Das Problem für eine Oppositionspartei ist, dass sie durchaus Ideen und Konzepte einbringen kann, dass sie mitarbeiten kann, z.B. bei Reformprojekten, dass die Umsetzung aber in der Regel nicht mit ihrem Namen verbunden wird.

Wie das anteilig auch die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag betrifft.
Diese Vereinbarungen werden
- umgesetzt, kommt allen Beteiligten zugute (oder auch zuungute)
- angefangen, verschleppt, wesentlich später umgesetzt als vorgesehen, was der evtl. zu diesem Zeitpunkt nicht mehr mitregierenden Partei nicht angerechnet wird, sondern den zum Zeitpunkt der Umsetzung regierenden Parteien.
- angefangen und nach einer Legislaturperiode liegengelassen.
- nie angefasst

Beispiele für all das bietet die Recherche bezüglich der Punkte des Koalitionsvertrags 2009-2013.

Drum prüfe, wer sich wieder koalitionär an die Union, zusätzlich garniert mit den Grünen, bindet, ob sich nicht doch was Besseres findet.
Das hat die FDP offensichtlich aus Erfahrung klug geworden beherzigt.

Zuletzt geändert von JJazzGold am Sa 2. Dez 2017, 09:53, insgesamt 1-mal geändert.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
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Re: Welche Punkte waren es, die die FDP erreichen wollte, aber nicht erreicht hat? (und offensichtl. nicht gerne nennen

Beitragvon Maikel » Sa 2. Dez 2017, 08:56

Boraiel hat geschrieben:(01 Dec 2017, 18:44)

Ich dachte wenigstens die Liberalen hätten verstanden, dass man sich mit dem "Gegner" argumentativ auseinander setzen muss. Möge dabei der bessere gewinnen, wer gar nicht erst antritt, hat schon verloren.

Es mag sogar sein, daß die Liberalen das verstanden haben.
Es nutzt ihnen aber wenig, wenn/weil sie bei sachlicher Auseinandersetzung mit der AfD von der Öffentlichkeit, also den Medien und den anderen Parteien, deshalb in die rechte Ecke gestossen würden.

"XY-Versteher" (auch Putin etc.) wird ja zu gerne mit "XY-Befürworter" gleichgesetzt.
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Re: Welche Punkte waren es, die die FDP erreichen wollte, aber nicht erreicht hat? (und offensichtl. nicht gerne nennen

Beitragvon think twice » Sa 2. Dez 2017, 09:45

JJazzGold hat geschrieben:(02 Dec 2017, 08:35)



Drum prüfe, wer sich wieder koalitionär an die Union, zusätzlich garniert mit den Grünen, bindet, ob sich nicht doch was Besseres findet.
Das hat die FDP offensichtlich aus Erfahrung klug geworden beherzigt.


Lindner ist ja auch völlig naiv und unwissend in die Sondierungsgespräche gegangen. Er kannte weder Merkel, Seehofer noch Trittin und schon garnicht deren Wahlprogramme. Lindner war guten Willens, wurde von den Forderungen der Anderen voellig ueberrascht und hat 4 Wochen gebraucht, um zu erkennen: Geht garnicht. :s

Lindner selbst sieht das übrigens etwas anders: Er wirft Mutti vor, seine Belange nicht genügend berücksichtigt zu haben.

Boese Zungen munkeln auch, Lindner wirft immer hin, wenn es eng wird. So ist er 2001 stiften gegangen, als seine Firma vor der Insolvenz stand und 2011 schmiss er seinen Job als Generalsekretär.

Naja, ich bin froh, dass er raus ist. Warum, ist mir eigentlich egal. Aber ihn zum standhaften Helden zu küren, ist wirklich zuviel der Ehre.
#ausgehetzt - Danke München!
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Re: Welche Punkte waren es, die die FDP erreichen wollte, aber nicht erreicht hat? (und offensichtl. nicht gerne nennen

Beitragvon CaptainJack » Sa 2. Dez 2017, 09:56

think twice hat geschrieben:(02 Dec 2017, 09:45)

Lindner ist ja auch völlig naiv und unwissend in die Sondierungsgespräche gegangen. Er kannte weder Merkel, Seehofer noch Trittin und schon garnicht deren Wahlprogramme. Lindner war guten Willens, wurde von den Forderungen der Anderen voellig ueberrascht und hat 4 Wochen gebraucht, um zu erkennen: Geht garnicht. :s

Lindner selbst sieht das übrigens etwas anders: Er wirft Mutti vor, seine Belange nicht genügend berücksichtigt zu haben.

Boese Zungen munkeln auch, Lindner wirft immer hin, wenn es eng wird. So ist er 2001 stiften gegangen, als seine Firma vor der Insolvenz stand und 2011 schmiss er seinen Job als Generalsekretär.

Naja, ich bin froh, dass er raus ist. Warum, ist mir eigentlich egal. Aber ihn zum standhaften Helden zu küren, ist wirklich zuviel der Ehre.
Lass deine gehässigen Mutmaßungen und Erfindungen. Bleib einigermaßen sachlich, wenn man dich für voll nehmen soll. Wenn ich so einen unreflektierten Müll lese: "Böse Zungen munkeln auch ...", dann wird mir schlecht.
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Re: Welche Punkte waren es, die die FDP erreichen wollte, aber nicht erreicht hat? (und offensichtl. nicht gerne nennen

Beitragvon think twice » Sa 2. Dez 2017, 10:00

CaptainJack hat geschrieben:(02 Dec 2017, 09:56)

Lass deine gehässigen Mutmaßungen und Erfindungen. Bleib einigermaßen sachlich, wenn man dich für voll nehmen soll. Wenn ich so einen unreflektierten Müll lese: "Böse Zungen munkeln auch ...", dann wird mir schlecht.

Ausgedacht habe ich mir das nicht. Kann man bei Wikipedia und in jeder seiner Biographien nachlesen.
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